Meisterschaft

Tomic-Tor in der Nachspielzeit rettet Punkt gegen Lebring!

Landesliga, 12. Runde, FR 19.10.18, 19:00 Stadion Donawitz, 250. DSV Leoben : SV Lebring 2:2 (0:1). Torfolge: 0:1 Rauter (7.), 1:1 Damis (71.), 1:2 Kreimer (74.), 2:2 Tomic (90+). Schiedsrichter Feldbaumer, Plank, Felber.

Der DSV Leoben ist nach der 12. Runde Tabellenletzter. Obwohl man gegen, über weite Strecken starke, Lebringer in letzter Sekunde ein 2:2-Unentschieden erreichen konnte, hat man aufgrund des gleichzeitigen Liezen-Sieges gegen St. Michael die „Rote Laterne“ übernommen. Diese deprimierende Momentaufnahme ist natürlich nicht auf das Spiel gegen Lebring zurückzuführen, vielmehr ist es die Summe an negativen Ergebnissen davor, in dieser Herbstsaison – es verdeutlicht nur noch mehr, wie dringend Ergebnisse nun geliefert werden müssen. Das 2:2 gegen Lebring ist so ein Ergebnis, mit dem man, nüchtern analysiert, gut leben kann, denn vor der Pause lief so gut wie gar Nichts. Lebring war immer um den Schritt schneller, beim Umschalten stets brandgefährlich aber, zum Glück, bei den vielen Torchancen zu fahrlässig. Der Lebringer Führungstreffer nach bereits sieben Minuten, durch Herbert Rauter, war verdient – nur einmal hatte man die Hoffnung, dass sich auch die Donawitzer an dem Spiel beteiligen. Matthias Pagger hatte den Ausgleich am Fuß, doch Tormann Kozar hatte etwas dagegen und verhinderte die Riesenchance. Nach dem Seitenwechsel ließ der Lebringer Speed, auch aufgrund der druckvolleren und damit ansehnlicheren Spielweise der Donawitzer etwas nach,  dennoch bedurfte es einiger, toller Paraden von Tormann Peckovic, um im Spiel zu bleiben. Der Ausgleich durch den stärksten Donawitzer an diesem Abend, Mateo Damis, gelang nach einem Prutsch-Freistoß – doch der Jubel über diesen Treffer währte nur drei Minuten. Wieder ist es ein Ex-DSVler – diesmal Mario Kreimer – der den Ball ins Kreuzeck schlenzt und damit seine Lebringer neuerlich in Führung bringt. Die letzte Viertelstunde entschädigt die Donawitzer Fans für den großteils müden Kick davor: Plötzlich wird der Ernst der Lage erkannt und endlich mit einer völlig anderen Körperspannung agiert. Lebring macht den Fehler sich zuweit zurück zu ziehen, die Donawitzer stoßen nach und setzen sich am gegnerischen Strafraum fest. Und das wird belohnt. Mit der letzten Aktion des Spieles trifft Lukas Tomic mit seinem allerersten Saisontreffer zum 2:2, ein mehr als versöhnliches Ende gegen einen starken Gegner. Das hätte auch anders ausgehen können, daher ist man an diesem Abend mit diesem Punkt, trotz dem letzten Tabellenplatz, nicht gänzlich unzufrieden.

Bravo Mateo Damis, eine starke Leistung wird mit seinem 1:1 belohnt!

Lebring gelingt es von Beginn an den Donawitzer Spielaufbau effizient zu stören. Mit gutem Stellungsspiel und blitzschnellem Umschalten bereiten vor allem Teuschler und Rauter auf der linken Seite enorme Schwierigkeiten. Der erste Vorstoß kann von Rinner in den Corner entschärft werden, beim zweiten Mal kann Damis die Hereingabe von Teuschler kurz herausbefördern, den Nachschuss vergibt Rauter. Auch noch beim dritten Teuschler-Angriff kann mit Kosche ein Donawitzer im letzten Moment Schlimmeres verhindern, aber in der 7. Minute – dem bereits vierten Angriff über links – ist es soweit. Gsellmann gewinnt im Mittelfeld den Ball, sieht, dass Rauter startet und schickt den Ex-Donawitzer über die linke Seite nach vorne. Rauter ist schneller als Rinner, bei seinem Schuss Richtung langes Eck zu präzise – der Ball passt zum 0:1 ins Eck. Die Donawitzer, bis dahin chancenlos, laufen früh einem Rückstand nach.

Den ersten Donawitzer Torschuss, wenn man das so bezeichnen will, gibt Grgic nach 12 Minuten ab, in Wahrheit wird er dabei nur angeschossen – der abgefälschte Ball bereitet Kozar aber keine Probleme. Viel zu behäbig und dann auch viel zu ungenau beim Abspielen (nicht nur die hohen Bälle kommen nicht an) – Lebring ist in der Defensive immer in Überzahl und beim Attackieren kompromisslos, so kann das nicht funktionieren. Einmal funktioniert es aber doch. Bei einem Pass von Petkov Richtung Grgic reagiert dieser blitzschnell, in dem er den Ball passieren lässt (Grgic wäre im Abseits gestanden). Dahinter löst sich Pagger und zieht mit dem Ball alleine in den Strafraum. Nur der Tormann steht dem Ausgleich im Weg und das bleibt auch nach Paggers Schuss, den Kozar abwehren kann, so.

Der Beinahe-Ausgleich erweist sich als einzige gute Torchance der Donawitzer vor der Pause. Gefährlich ist es danach ausschließlich im anderen Strafraum. Wieder ist es Teuschler, der davon ziehen kann – seinen Schuss kann Peckovic aber relativ mühelos bändigen. In der nächsten Szene ist es einmal der Lebringer Hofer, der im Strafraum (nach Pass von der linken Seite) ungehindert abziehen kann, Peckovic sieht dem Ball, der zum Glück knapp an der linken Stange vorbeistreift, nur nach. Es folgt ein hoher Freist0ßball in den Strafraum, den Teuschler (zu unplaziert) per Kopf erreicht, ein Zuspiel von Wallner auf Rauter gerät im Strafraum etwas zu weit (Peckovic aufmerksam) und schließlich quert der gefährlichste Stanglpass (wieder von links, wieder Teuschler) den Fünfmeterraum knapp vor Wallners Zehen – den haben die meisten schon drinnen gesehen, so knapp war das. Das war noch immer nicht Alles vor der Pause.  Wallner darf innerhalb des Strafraumes, nach einem Angriff über mehrere Stationen, ungehindert schießen (deutlich drüber), kurz darauf spielt er Kosche im Strafraum schwindelig, legt sich aber den Ball vor dem Abschluss zu weit vor, sodass Peckovic per Fußabwehr klären kann.

Nach zwei Entlastungsangriffen der Donawitzer, wobei die Flanken zu nah am Tor für den Tormann keine Probleme bedeuten, vergibt noch einmal Wallner per Freistoß (gefährlich gegen die Laufrichtung abgelenkt, aber über das Tor), dann geht es in die Pause. Der Spielstand von 0:1 muss als Geschenk angenommen werden. Das bedeutet, dass man in der zweiten Spielhälfte noch auf Besserung hoffen darf. Trainer Reinmayr reagiert, bringt anstelle von Hofer mit Schranz einen frischen Spieler für die offene rechte Abwehrseite – es wird danach besser.

Gegen einen starken Gegner ein Unentschieden – das nimmt man (im Bild Prutsch)!

Die Donawitzer kommen zum ersten Schussversuch durch Heinemann, danach setzt sich Pagger auf seiner Seite durch und holt einen Corner raus. Den Eckball tritt Prutsch zur Mitte – den Kopfball erreicht Damis zwar, der Ball geht aber nicht aufs Tor, ein Stürmerfoul von Petkov löst die Möglichkeit schließlich auf. Ein Foul, an den ansonst durchbrechenden, Pagger wird kurz darauf vom linienlosen Schiedsrichter Feldbaumer ohne Karte belassen, eine Aktion später, Schranz mit einem ähnlichen Vergehen, sieht dafür hingegen Gelb. Das sorgt für berechtigten Ärger im Lager der Donawitzer, das generell mit vielen Schiedsrichterentscheidungen überhaupt nicht einverstanden ist. Die Donawitzer nützen die Phase, in der sich Lebring etwas zurücknimmt, zu Vorstößen – der Laufpass auf Grgic fällt um die Spur zu weit aus, ein Zusammenstoß mit dem Tormann ist dadurch unvermeidlich – richtig gefährlich ist das aber noch nicht.

Nach weiteren erfolglosen Versuchen, die Lücke zu finden, versucht Reinmayr mit der Hereinnahme von Tomic für Pagger die Offensive zu verstärken. Die auf klassischen Konter lauernden Lebringer beeindruckt das vorerst nicht, bei Wallners Vorstoß in den Strafraum kann sich Peckovic erfolgreich entgegen stemmen und den Schuss abwehren. Auch zwei Minuten später, diesmal auf der anderen Seite, das gleiche Bild. Diesmal ist es Teuschler, der vor Peckovic auftaucht, auch seinen Schuss kann Peckovic aus kurzer Distanz entschärfen. Das Spiel hätte zu diesem Zeitpunkt entschieden sein können, so ehrlich muss man sein, ehe in der 71. Minute Gsellmann nach Foul Gelb sieht und Prutsch zum Freistoß antrtitt. Der hohe Ball kommt perfekt füt Damis, der sich gut lösen kann – mit dem rechten Fuß bezwingt er den Tormann, der wie angewurzelt auf der Linie stehen geblieben ist. 1:1, der wichtige Ausgleich ist gelungen, aber der hält gerade einmal drei Minuten!

Ein hoher Ball kommt zur Mitte, Rinner setzt sich per Kopf zwar gegen Wallner durch, der Abpraller gelangt aber zu Kreimer, der von der Strafraumgrenze abzieht. Der Ball passt perfekt ins lange Kreuzeck, Petkovic ist machtlos, Lebring ist neuerlich in Führung. Was nun, nach dem 1:2-Tiefschlag passiert, kann man nur als Verzweiflungskampf bezeichnen. Mit vollem Risiko wird nun gedrückt, wohlwissend, dass nun jeder weitere Konter das endgültige Aus bedeuten würde. Und plötzlich stellt sich heraus, dass auch die zuvor so souveränen Lebringer anfällig sind. Mit der Brechstange – schnell, hoch nach vorne und hoffen, dass da iregndetwas passiert – wird es vor allem versucht, wenn es über die Seiten geht, dann ist Schranz mit dabei. Lebring muss nun selbst gefährliche Situationen bekämpfen, die vielen Bälle in den Strafraum können aber vorerst wegbefördert werden. Zum Abschluss kommen in dieser Phase noch Prutsch, seinen Schuss kann Kozar aus der Ecke holen, Damis per Kopf nach schöner Flanke von Kosche (ganz knapp über das Tor) und noch einmal Damis. Die hohe Flanke bereitet Tomic per Kopf schön vor, aus der Drehung zieht Damis ab, doch der Tormann kann den gut angetragenen Ball aus der Ecke holen. Das passiert alles bereits in der Nachspielzeit, die Niederlage scheint nicht mehr abwendbar zu sein.

Eine Chance entsteht aber noch. Grgic spielt irgendwie flach und gerade auf Tomic, der mit einer Drehung und viel Durchsetzungskraft Wruntschko zur Seite stellt. Plötzlich ist der Weg frei, er entscheidet sich für die linke Ecke – und der Ball passt! 2:2 in der 94. Minute, das bedeutet auch den Endstand, wer hätte das noch gedacht! Ob der Punkt verdient ist oder nicht, kann jeder selbst beurteilen – Tatsache ist aber: Der DSV hat trotz offensichtlicher Mängel nie aufgegeben, hat bis zur letzten Sekunde alles herausgeholt und hat sich dadurch belohnt! Wie oft schon sind in diesem Herbst ähnlich verzweifelten Versuche unbelohnt geblieben, an diesem Abend ist etwas davon zurückgekommen! Dennoch, ein 2:2 bedeutet, dass man nur einen Punkt geholt hat. Drei wollte man, um ein Haar wäre man leer ausgegangen, somit muss man letztendlich mit dem einen Punkt zufrieden sein. Auch wenn man nun Tabellenletzter ist.

Lukas Tomic – endlich hat auch er sein Erfolgserlebnis!

Zumindest bis zum nächsten Meisterschaftsspiel am Feiertag – Freitag 26. Oktober ab 17:00 Uhr in Heiligenkreuz am Waasen – bleibt man da hinten. Beunruhigend, ja. Enttäuschend, auch – aber noch ist genügend Zeit das aus eigener Kraft zu ändern. Davor geht es am Dienstag 19:00 Uhr noch im Steirercup in Murau um den Aufstieg in die sechste Runde.

Links: StFV, Ligaportal, Lebring

Der DSV Leoben spielte mit: Peckovic, Kosche, Rinner (G), Pagger (64. Tomic, T), Hubmann (G), Heinemann, Grgic (G), Hofer (46. Schranz, G), Damis (T), Prutsch, Petkov. Ersatz: Petrovcic, Pachner, Waldhuber.

Endlich: Der langersehnte, so wichtige, Heimsieg ist gelungen!

Landesliga, 11. Runde, FR, 12.10.18, 18:45. Stadion Donawitz, 250. DSV Leoben : SC Fürstenfeld 3:2 (2:1). Torfolge: 1:0 Grgic (13., Elfer), 2:0 Pagger (34.), 2:1 Kosche (40, ET), 3:1 Grgic (64.), 3:2 Feiner (74.). Schiedsrichterteam: Eigler, Plank, Holzer.

Nach vier Niederlagen in Folge, ist dem DSV Leoben gegen Fürstenfeld endlich der so wichtige Sieg gelungen. Es war nichts für schwache Nerven, denn die Gäste ließen bis zum Schlusspfiff nach sieben (!) Minuten Nachspielzeit nicht locker – doch der Donawitzer Abwehrbeton hielt dem Druck stand! Einsatz und Kampfgeist stimmten zu 100 Prozent, dazu kam endlich auch das nötige Spielglück dazu, der knappe Sieg geht daher auch in Ordnung. Die erste halbe Stunde gehörte klar unserer Mannschaft, diesmal konnten in dieser Phase auch die so wichtigen Tore erzielt werden: Nach einer Attacke an Grgic im Strafraum übernimmt der Gefoulte selbst die Verantwortung und versenkt den Elfmeter sicher zur 1:0-Führung. Die Donawitzer legen nach und nach einer Flanke von Hofer übernimmt Pagger den hohen Ball per Kopf zum 2:0! Die komfortable Führung kann leider nicht bis zur Pause gehalten werden – nach einer Unterkircher-Flanke wird Kosche unglücklich getroffen, der Ball landet zum 1:2 im eigenen Tor. Nach dem Seitenwechsel entsteht vorerst ein offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Wieder sind es die Donawitzer, die treffen – diesmal ist Pagger der Vorbereiter, Grgic ist aus kurzer Distanz zur Stelle, mit seinem zweiten Treffer sorgt er für das 3:1. Fürstenfeld riskiert nun noch mehr und das wird belohnt:  In der 74. Minute gelingt Feiner der abermalige Anschlusstreffer. Die Zeit bis zum Schlusspfiff scheint endlos, mit allen Mitteln verteidgt der DSV Leoben aber den knappen Vorsprung bis zum erlösenden Schlusspfiff. Der Druck, der auf der Mannschaft lastete, war schon erheblich, dennoch ist es an diesem Abend gelungen, gegen einen starken Gegner zu bestehen. Es war sicher nicht das beste Saisonspiel der Donawitzer, wieder sind einige Fehler passiert – doch diesmal wirkten die sich nicht nachhaltig aus. Gratulation zum so wichtigen Sieg, ein erster Schritt aus dem Sumpf ist gemacht, am Freitag – dem nächsten Heimspiel – gegen Lebring muss aber der nächste getan werden!

Matthias Pagger erzielt das 2:0, Assistgeber Hofer reisst die Hände hoch!

Die Donawitzer starten gut in dieses Spiel gegen den Tabellendritten aus Fürstenfeld. Petkov geht zentral nach vorne, spielt zu Grgic, der auf Pagger weiterleitet. Pagger hat an der Strafraumgrenze mit seinem starken linken Fuß die Schussoption, lässt diese aber verstreichen und entscheidet sich schließlich zum Rückpass – die erste Chance auf einen Torschuss wird somit vertan. Ähnlich geht es weiter. Prutsch sucht ebenfalls Pagger, doch seine Flanken von der Seite in den Strafraum sind (noch) nicht exakt genug. Von Fürstenfeld ist offensiv zu Beginn des Spieles gar nichts zu sehen, die Donawitzer Deckung ist aufmerksam, das Arbeiten gegen den Ball funktioniert und das Zweikampfverhalten ist aggressiv. Nach 12 Minuten glückt der vielumjubelte Führungstreffer. Bei einem Konter, bei dem auch Rinner mit nach vor geht, spielt der Verteidger den perfekten Schnittball. Grgic kommt vor Julian Glaser zum Ball, der stößt von hinten Grgic regelwidrig um – der Schiedsrichter zeigt sofort auf den Elferpunkt. Brajan Grgic selbst übernimmt die Verantwortung des Elfmeters und macht das so, wie es sich gehört: Er bezwingt Fürstenfelds Tormann Stocker und bringt seine Mannschaft mit 1:0 in Führung!

Die Donawitzer bleiben am Drücker. Nach Foul an Petkov zirkelt Pagger den ruhenden Ball hoch in den Strafraum, Stocker kann nur wegfausten – die Nachschussmöglichkeit erhält Hubmann, der auch gleich mit voller Wucht in guter Höhe abzieht – leider trifft er dabei einen Gegenspieler, der Ball landet abgefälscht im Torout. Es folgen eine gut angetragene Hofer-Flanke, die leider keinen Abnehmer findet, ein Schuss von Pagger, der vom Tormann abgewehrt werden kann und eine Flanke von Petkov, die in der Mitte zu einem Pressball von Prutsch mit Goger führt. Alles nicht schlecht, was die Donawitzer zeigen, alles zumindest besser, als es Fürstenfeld zu diesem Zeitpunkt macht, doch es ist zu wenig zwingend – in letzter Konsequenz kommt der finale Pass oder der Abschluss nicht. Besser sieht dann ein Kopfball von Damis aus (nach Prutsch-Hereingabe), Tormann Stocker wehrt den Ball nach vorne ab – ein Fürstenfelder Abwehrspieler kann die Situation daraufhin klären.

Nach etwa einer halben Stunde kommt Fürstenfeld ins Spiel. Es gelingt den Gästen nun zunehmend besser nach vorne zu kombinieren, es entstehen erste Eckbälle. In der 32. Minute die erste gute Chance – Goger spielt rechts auf Andreas Glaser, der im Strafraum den Heber über Peckovic versucht. Der fällt zum Glück aber zu schwach aus, Rinner kann den Ball gerade noch vor der Linie wegschlagen. Auf der anderen Seite sind die Donawitzer neuerlich erfolgreich. Petkov, der in der Mitte gesucht wird, trägt den Ball nach vorne, diesmal geht es rechts raus zu Hofer. Er versetzt seinen Gegenspieler mit einem Haken und bringt die schöne Flanke perfekt an. Pagger der völlig alleine gelassen wird, steigt hoch, wuchtig versenkt er den Kopfball zum 2:0 ins Eck. So wird es gemacht, gerade diese Genauigkeit und Effizienz im Abschluss wurde bisher in diesem Herbst so schmerzlich vermisst – in dieser Situation war alles perfekt.

Intensives, kräfteraubendes – aber letztlich erfolgreiches Spiel!

Nach einem schwachen Pagger-Freistoß, ist wieder Fürstenfeld, das nun den Ernst der Lage erkennt, am Zug. Kosche kann den durchbrechenden Unterkircher im letzten Moment (mit einem Foul) an der Strafraumgrenze stoppen – eine ganz haarige Angelegenheit, der Freistoß aus dieser Distanz. Doch auf Admir Peckovic im Leobener Tor ist Verlass, er kann den Schuss aus der Ecke holen, auch beim Nachschussversuch ist unser Tormann zur Stelle. Das nun bessere Spiel der Fürstenfelder wird aber noch vor der Pause belohnt. Goger spielt rechts raus zu Unterkircher, der die scharfe Hereingabe zur Mitte versucht. Dabei trifft er Mario Kosche, der den Ball unhaltbar für Peckovic ins eigene Tor lenkt. Fürstenfeld hat also noch vor dem Pausenpfiff den Anschlusstreffer erzielt (hat durch Andreas Glaser, der im Strafraum abzieht, sogar noch die Chance auf den Ausgleich!), diese Ausgangslage verspricht jedenfalls viel Spannung für den zweiten Spielabschnitt.

Das Spiel, in dem beiden Teams durchaus auch mehrmals Fehler unterlaufen, lebt nun von der Spannung. Die Donawitzer wollen die Vorentscheidung, Fürstenfeld unbedingt den Ausgleich. Nachdem beide Tormänner je einmal hohe Bälle ganz sicher parieren können, ist es die 52. Minute, in der der erste Torschuss abgegeben wird.  Ein perfekter Ausschuss von Peckovic sensationell in den Lauf gespielt – Pagger zieht von der linken Seite kommend zum Tor  –  führt aus spitzem Winkel zum Torschuss, der aber abgewehrt werden kann. Das Spiel wird zunehmend zerfahrener, viele kleine und größere Attacken und Fouls unterbrechen immer wieder den Spielfluss. Hereingaben über Grgic, oder Eckbälle (Prutsch, Pagger) sind nun wieder zu ungenau, Fürstenfeld bleibt – wenn schnell gespielt wird – gefährlich. Ein Freistoß von der Strafraumgrenze landet in der Mauer, nach einem Eckball kann Peckovic wegfausten.

Ein perfekter Konter führt zum 3:1. Prutsch spielt zu Hubmann, der etwas zuwartet, bis ihn Pagger hinterläuft. Der Pass kommt, Pagger zieht in den Strafraum und nun passt das Zuspiel zu Grgic perfekt – aus kurzer Distanz stellt er mit seinem zweiten Treffer auf 3:1. Genau so muss man es machen, die Tore fallen ausnahmslos zu sehr günstigen Zeiten – die Vorentscheidung ist dieser dritte Treffer aber noch lange nicht. Fürstenfeld will unbedingt noch einmal ran, es gelingt phasenweise die Donawitzer am eigenen Sehzehner einzuschnüren. Eine gute Kopfballmöglichkeit vergibt Feiner knapp, zwei hohe Freistöße von Goger in den Strafraum können abgewehrt werden. Genau in dieser Situation wäre die Entlastung durch entstehende Kontersituationen so wichtig – bei einem Zuspiel von Prutsch Richtung Grgic befindet sich der leider knapp in Abseitsposition, sein Tor zählt daher nicht. Etwas später übersieht der eingewechselte Waldhuber die Möglichkeit auf Hofer abzuspielen, er verliert den Ball und dann geht es schnell in die andere Richtung. Der erste schnelle Vorstoß über Fürstenfelds linke Seite scheitert noch (Zuspiel auf Feiner gerät zu weit), doch der zweite Versuch gelingt. Wilfing spielt links raus zu Unterkircher, seine Hereingabe zur Mitte übernimmt Feiner und schon steht es nur noch 2:3. Das alles in der 74. Minute, das leidgeprüfte Donawitzer Publikum, weiß, dass das in der langen, verbleibenden Zeit noch ganz eng werden kann (und wird).

Brajan Grgic, nach seinem Tor zum 3:1!

Die Abwehrschlacht ist längst im Gange, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln (Verzögerungen aller Art) versuchen die Donawitzer Tempo aus dem Spiel zu nehmen. Und an diesem Abend gelingt das auch. Mehrmals dringen Glaser und Co in den Strafraum, ein guter Schuss von Goger streift knapp an der linken Stange vorbei. Bei einem Goger-Freistoß lässt Peckovic zum Schrecken aller, den Ball aus den Händen fallen, zum Glück kann der dahinterstehende Kosche für seinen Tormann ausputzen. Fürstenfelds Druck bleibt hoch, immer wieder taucht ein Rotschwarzer am und im Strafraum auf, doch irgendwie kann die Donawitzer Abwehr immer klären. Der Schiedsrichter zeigt sieben (!) Minuten Nachspielzeit an, auch eher ungewöhnlich lange, aber auch diese Zeit übersteht der DSV Leoben unbeschadet. Ein Eckball nach dem anderen prasselt ins Zentrum, auch der Gästetormann befindet sich im Strafraum, doch irgendwann hat der Schiedsrichter ein Einsehen und pfeift dieses Spiel beim Stand von 3:2 für den DSV ab.

Die Freude ist natürlich riesig, die Erleichterung, dass endlich der erste Heimsieg gelungen ist, ist überall spürbar. Der DSV Leoben hat endlich einmal sein Glück erzwungen und gewinnt gegen einen starken Gegner. Das war auch dringend nötig, vor allem aufgrund der Tatsache, dass auch Liezen gewinnen konnte. Der erste Schritt Richtung Mittelfeld ist gelungen, jetzt nur nicht nachlassen lautet die Devise und gleich gegen Lebring einen draufsetzen!

Nächstes Spiel: FR, 19.10.18, 19:00 Uhr im Donawitzer Stadion. DSV Leoben : SV Lebring.

Links: StFV, Fürstenfeld, Ligaportal

Der DSV Leoben spielte mit: Peckovic, Kosche (ET), Rinner, Pagger (T, 64. Waldhuber), Hubmann (87. Heinemann), Grgic (T,T,G 80. Tomic), Schranz, Hofer, Damis, Prutsch, Petkov. Ersatz: Petrovcic, Pachner.

Endlich darf in der Kabine wieder gefeiert werden!

Vor dem Spiel: Die U 7 Mannschaft beim Einlaufen und die U 14 -Mannschaft, die im Vorjahr Meister wurde!

Wieder Nichts: Auch in Bad Radkersburg gibt es keine Punkte!

Landesliga, 10. Runde, SA, 06.10.18, 18:30 Parkthermen-Arena, 320. FC Bad Radkersburg : DSV Leoben 2:1 (1:1). Torfolge: 1:0 Mencigar (14.), 1:1 Grgic (17.), 2:1 Pfeifer (64., Elfer). Schiedsrichterteam: Müller, Popovic, Resch.

Die Durststrecke geht auch in Bad Radkersburg weiter. Trainer Hannes Reinmayr stellt die Mannschaft zwar an einigen Positionen um, die Donawitzer spielen auch gefällig, aber das was letztlich zählt, worum es in diesem Sport geht – nämlich Punkte zu sammeln – kann neuerlich nicht erreicht werden. Wieder sind es Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachen, wieder werden individuelle Patzer gnadenlos bestraft. Nach einem folgenschweren Fehler von Hubmann, nützt Mencigar das Geschenk zur schnellen Führung für die Hausherren. Aber die Donawitzer schlagen zurück. Nur drei Minuten später verwertet Grgic ein Pagger-Zuspiel zum schnellen 1:1-Ausgleich. Vor der Pause bleibt das Spiel von beiden Mannschaften fehleranfällig, aber offen, Torszenen entstehen nur selten. In der zweiten Spielhälfte sorgen die Donawitzer für mehr Druck, kommen auch zu Torchancen (Grgic, Rinner), das Tor macht aber Bad Radkersburg. Ein ungeschickter Schritt (Prutsch trifft Pfeifer im Strafraum dabei von hinten an der Ferse),  im unglücklichsten Moment und schon ist es passiert. Nie und nimmer wäre in dieser Situation eine Torchance entstanden, dennoch führt dieses unabsichtliche Foul zu einem Elfmeter, den Pfeifer sicher verwandelt. Was danach folgt, ist bekannt. Die Donawitzer stürmen, kommen zu Möglichkeiten (Damis, Prutsch, Pachner, Petkov), treffen aber nicht. Es ist mühsam, Woche für Woche das Gleiche berichten zu müssen, aber es ist so: Auch diese Niederlage war keinesfalls zwingend, der Gegner um keinen Deut besser, die Verzweiflung über dieses Ergebnis nur all zu verständlich!

Schön gemacht, Grgic trifft zum zwischenzeitlichen 1:1!

Wie angekündigt bleibt kaum ein Stein auf dem anderen, Trainer Reinmayr stellt kräftig um. Nicht nur das komplette System (Dreierkette mit Damis, Rinner und Kosche), auch beim Personal wird gewechselt (Hubmann, Heinemann, Waldhuber und Tomic Ersatz – Hofer nicht im Kader) – und auch der Tormann wird getauscht (Peckovic für Petrovcic). Die Spieler brauchen nicht all zu lange, um die Vorgaben des Trainers weitgehend zu erfüllen, im großen und ganzen wirkt die nicht ungefährliche Änderung gar nicht so übel. Bad Radkersburg kommt erst nach sieben Minuten zur ersten Flanke, die Peckovic problemlos runterholt, richtig Gefährliches kann durch großen Einsatz der beiden Seitenflitzer (Pachner und Schranz) vorerst unterbunden werden. Nach zehn Minuten der erste Dämpfer. Christian Niederl verletzt sich bei einem Zweikampf an der Schulter, an ein Weiterspielen ist nach einem kurzen, schmerzhaften Versuch, nicht mehr zu denken. Christoph Hubmann muss ihn ersetzen – hoffentlich ist die Verletzung nicht all zu schlimm.

Den ersten Torschuss dieses Spieles gibt Brajan Grgic ab. Auf der linken Seite geht es schnell, Schranz zu Pagger – der zieht auf und davon – seine Flanke erreicht Grgic, der auch sofort abzieht. Tormann Fajfar kann nur nach vorne abwehren, Grgic, bedrängt von Zelko und dem Tormann, kommt leider knapp nicht an den freien Ball – der Eckball danach bringt nichts ein. In der 14. Minute wird der erste Donawitzer Fehler gleich mit voller Härte bestraft. Hubmann übersieht beim Passpiel den Radkersburger Mencigar, der mit diesem geschenkten Ball völlig frei und alleine in den Strafraum zieht. Hubmann stürmt zwar hinterher, kann ihn aber ebenso wenig, wie Peckovic daran hindern, dass der Schuss zum völlig unnotwendigen 1:0 im Netz landet. Das darf nicht passieren, das weiß auch Hubmann, gerade dann nicht, wenn man ohnehin schon so im Eck steht, wie wir das nun einmal tun.

Die Donawitzer stecken den Rückstand zum Glück überraschend gut weg. Pagger wird auf der Seite gesucht, beim ersten Mal knapp im Abseits, beim zweiten Mal klappt es – und schon ist er nicht aufzuhalten. Seine flache Hereingabe erreicht Grgic, bedrängt von einem Verteidiger, an der ersten Stange – volley netzt er aber neben dem Tormann in die kurze Ecke zum 1:1-Ausgleich ein. Schönes Tor, wichtig, dass das so kurz nach dem Rückstand gelungen ist. Die Donawitzer bleiben vorne, doch Grgic kann mit einem Prutsch-Zuspiel in den Strafraum nichts anfangen, ein guter Schuss von Pagger (ebenfalls Vorarbeit Prutsch) kann von Fajfar abgewehrt werden. Eine schöne Aktion noch in der 22. Minute: Prutsch raus auf Schranz, der nach vorne zu Grgic weiterspielt. Grgic legt ab für den dahersprintenden Pagger, der dann leider nichts draus macht. Er wird von Drevensek gehalten, dadurch so gestört, dass er den Schuss aus kurzer Distanz nicht anbringt – Schade um diese Chance!

Letztlich schon die Entscheidung: Der Ball im Netz, der DSV verliert 1:2!

Bis zur Pause haben beide Mannschaften noch gute Möglichkeiten, um ein weiteres Tor zu erzielen. Für Bad Radkersburgs zweite Torchance (32. Minute, davor war nur der Führungstreffer) ist Mencigar per Kopf nach Flanke von Beganovic verantwortlich, der Ball streift knapp über das Tor. Im Gegenzug läuft Prutsch tief in die gegenerische Hälfte, zieht flach ab und scheitert knapp neben der rechten Stange. Unmittelbar vor der Pause sind die Hausherren bissig. Ein Antolek-Kopfball landet über dem Tor, bei einem Lochpass von Kreso muss Prutsch die Notbremse ziehen (er sieht dafür Gelb) und den daraus resultierenden Drevensek-Freistoß kann Peckovic aus der Ecke drehen. Es bleibt beim gerechten 1:1 zur Pause, abgesehen von der Phase unmittelbar vor dem Seitenwechsel, in der Bad Radkersburg Lücken gefunden hat, ist der DSV Leoben sehr stabil.

Nach dem Wiederanpfiff versucht Bad Radkersburg den Schwung mitzunehmen, drückt und drängt, kann aber am Sechzehner durch kompromissloses attackieren von konkreten Torchancen abgehalten werden. Den ersten Torschuss geben wieder die Donawitzer ab. Robert Pachner geht nach vorne, setzt sich im Strafraum gegen Zelko und Vindis durch, legt zurück auf Grgic, dessen Schuss von Fajfar abgewehrt werden kann. Bei einem Prutsch-Freistoß an der Seitenoutlinie schraubt sich Rinner hoch, wieder kann der Tormann mit einer schönen Parade den Ball aus dem Tor fischen, den anschließenden Eckball  tritt wieder Prutsch – mit dem gleichen Ergebnis – wieder kommt Rinner zum Kopfball (diesmal etwas zu zentral), Fajfar ist abermals nicht zu bezwingen. In der nächsten Szene fehlt auch nicht viel. Grgic spielt den Lochpass raus auf Schranz, der mit vollem Tempo von links daher kommt. Er entscheidet sich vor dem Tormann zum Stanglpass, der aber Pagger nicht ordentlich erreicht, ein Radkersburger Spieler wirft sich in höchster Not entgegen und kann den Abschluss aus kurzer Entfernung verhindern.

Und dann das. Pfeifer zieht rechts in den Strafraum, der Ball ist aber etwas zu weit – vielleicht hätte er ihn gerade noch vor der Linie irgendwie erreicht. Prutsch verfolgt ihn, steigt ihm unglücklich hinten auf den Fuß, der Radkersburger fliegt und der Schiri entscheidet auf Elfmeter. Unglücklicher geht es gar nicht. Keine Chance und doch ein Tor, denn der gefoulte Spieler verwandelt das zweite Donawitzer Geschenk zur 2:1-Führung. Die Donawitzer versuchen den Tiefschlag so gut es geht, wegzustecken und kommen nach Foul an Schranz zu einer Freistoßmöglichkeit. Prutsch zirkelt den Ball zur Mitte, Damis steigt hoch und vergibt knapp diese gute Kopfballmöglichkeit.

Chancen gab es wieder zur Genüge!

Es folgen nun verzweifelte Donawitzer Versuche über Lochpässe (insgesamt drei Mal wird die Fahne aufgrund einer Abseitsentscheidung gehoben) nach vorne zu kommen, es geht aber nichts mehr. Auch die Einwechslungen von Tomic und Heinemann sollen mehr für die Offensive beitragen, die Spieler bemühen sich wirklich, aber es ist wie verhext. Bad Radkersburg, keinesfalls souverän (das Pressing zeigt Wirkung), gelingt es immer wieder, das Tempo aus dem Spiel zu nehmen, oder die Donawitzer im entscheidenden Moment ins Leere laufen zu lassen. Zwei richtig gute Ausgleichmöglichkeiten gibt es noch. Eine hohe Flanke in den Strafraum erreicht in der Mitte Pachner, der mit dem linken Fuß, mit vollem Risiko abzieht (der Ball landet leider irgendwo). Nächste Chance, wieder ein hoher Ball, diesmal köpfelt Grgic, der Tormann kann nur nach vorne abwehren, dort kommt Petkov zum Ball – doch anstatt eines Schusses, verzettelt er sich und verliert schließlich den Ball.

Bad Radkersburg schafft es, obwohl der DSV nun völlig aufmacht, nicht, irgendwelche gefährliche Konterchancen zu kreieren, zu energisch wird hinten ausgeputzt. Da aber vorne auch der letzte Freistoß von Petkov (20 Meter Distanz) in der Mauer, statt im Tor landet, reicht diese Bad Radkersburger Vorstellung für die drei Punkte. Das Spiel in Bad Radkersburg inklusive Ergebnis reiht sich nahtlos in die Galerie der verkorksten Auftritte dieses Herbstes ein – zusammenfassend kann (und will) man von dieser Stelle aus, nicht mehr schreiben, als dies ohnedies schon wöchentlich gemacht wurde. Das nächste Spiel findet (nach dem Gösser Kirtag) am Freitag, 12.10., 18:45 in Donawitz gegen Fürstenfeld statt.

Links: StFV, Bad Radkersburg, Ligaportal

Der DSV Leoben spielte mit: Peckovic, Kosche, Rinner, Pagger (71. Tomic), Grgic (T), Pachner, Schranz (79. Heinemann), Damis, Niederl (10. Hubmann), Prutsch (G), Petkov. Ersatz: Petrovcic, Waldhuber.

In Donawitz nichts Neues – Gnas entführt drei Punkte!

Landesliga, 9. Runde, FR 28.09.18, 19:00 Uhr, Stadion Donawitz, 250. DSV Leoben : USV Gnas 1:3 (0:2). Torfolge: 0:1 Luttenberger-Haas (23.), 0:2 Luttenberger-Haas (32.), 1:2 Pagger (52.), 1:3 Kniewallner (67.). Schiedsrichterteam: Spörk, Kollmann, Sahbegovic.

Der nächste Dämpfer. Wieder einmal gelingt es nicht, die Chancen zu verwerten, wieder einmal führen individuelle Fehler zu einfachen Gegentoren. Gegen eine ausgefuchste Mannschaft, wie sie der USV Gnas nun einmal zur Verfügung hat, kann das natürlich nicht gut gehen. Beide Mannschaften versuchen schnell nach vorne zu kommen: Während ein Petkov-Treffer wegen einer Abseitsentscheidung nicht zählt, macht es Luttenberger-Haas auf der anderen Seite besser. Nach einer Kopfballverlängerung steht er plötzlich völlig frei und schiebt den Ball zum 0:1 über die Linie. Danach hält Petrovcic seine Mannschaft in einer 1:1-Situation gegen Kniewallner im Spiel, ehe auf der anderen Seite Rinner mit einem Kopfball an der Stange scheitert. Nach einem kapitalen Schnitzer in der Abwehr bedankt sich Luttenberger-Haas und trifft zum 0:2, bis zur Pause erfangen sich die Donawitzer nicht mehr. Das ändert sich aber mit der Hereinnahme von Pagger. Nachdem sich Grgic zentral durchsetzt, schiebt er den Ball zu Pagger, der in der 52. Minute zum 1:2-Anschlusstreffer einnetzt. Und dann das sattsam bekannte, alte Lied. Der DSV Leoben kämpft und verbeisst sich in das Spiel, vergibt die besten Chancen (Pagger an die Lattenoberkante, Rinner zwei Mal in einer Aktion an die Latte und schließlich überspielt Pagger sogar den Tormann, kann den Ball aber im leeren Tor nicht unterbringen) und fängt sich den vorentscheidenden dritten Gegentreffer ein: Kniewallner nudelt den quergespielten Ball irgendwie über Petrovcic – danach ist der DSV besiegt. Der Gnaser Sieg ist natürlich nicht unverdient, wenn gleich er nicht nötig war. In den entscheidenden Phasen waren die Gäste einfach entschlossener, nützten die Fehler und profitierten von der Donawitzer Abschlussschwäche. Wieder einmal müssen sich die Donawitzer dem Vorwurf stellen, dass man vorne einfach zu wenig aus den Chancen macht. Vier Punkte aus neun Spielen – an so einen miserablen Saisonstart, kann sich im Donawitzer Lager niemand erinnern…

Trauerminute vor Spielbeginn!

Vor Spielbeginn gedachten die Spieler, Betreuer und die 250 Zuseher in einer Gedenkminute dem kürzlich im 80. Lebnsjahr verstorbenen Adi Knoll, der zwischen 1969 und 1975 Teil des Donawitzer Hochofenballetts war. Nicht wenige verfielen dabei in nostalgischen Gefühlen: Wenn man sich in Erinnerung ruft, welchen Stellenwert damals die Donawitzer Fußballschule innehatte und wo man heute steht, bleibt einem auch gar nichts anderes übrig.

Die Donawitzer mussten im fünften Heimspiel dieser Saison auf den verletzten Hofer verzichten, dafür konnte Grgic wieder einlaufen. Obwohl beide Teams versuchen, das Spiel schnell zu machen und das Mittelfeld zügig zu überbrücken, gelingt das nicht wirklich. Kleine Fouls, ungenaue Pässe – die Lücken werden von beiden Teams zu Beginn nicht gefunden. Und wenn man sich auf den Seiten doch einmal durchsetzt, misslingen die Hereingaben oder Flanken (Grgic, Waldhuber, Tomic). So dauert es bis zur elften Minute, ehe es erstmals laut wird. Obwohl Prutsch dabei gefoult wird, kann er den Ball noch zu Waldhuber weiterleiten. Der zieht auf der rechten Seite in den Strafraum, legt flach quer zur Mitte. Dort kommt Tomic knapp nicht zum Ball, dahinter löst sich Petkov und setzt den Ball in die Maschen. Der Assistent hat in dieser Situation eine Abseitsstellung (kann nur Tomic, der ohnehin den Ball nicht erreicht hat, gewesen sein) gesehen und der Schiedsrichter erkennt den Treffer nicht an. Auf der anderen Seite kommt Gnas erstmals mit einem hohen Freistoß von Fink gefährlich vor das Tor – zwei Gnaser wollen gleichzeitig zum Ball – das ist einer zuviel – die gute Kopfballmöglichkeit ist somit dahin. Nun ist es Heinemann, der sich auf der linken Seite Platz verschafft – Tomic löst sich in der Mitte – erreicht aber an der ersten Stange den Pass um wenige Zentimeter nicht – das muss einfach genauer möglich sein!

Gnas wird nun stärker. Zu oft haben die Gnaser einfach die nötige Zeit, um den Ball anzunehmen und weiter zu spielen, zu halbherzig wird gedeckt und attackiert. Ein Lochpass von Opferkuch nach außen zu Luttenberger-Haas fällt zum Glück etwas zu scharf aus, nach einem Eckball aber passiert es. Fink zirkelt zur Mitte, Niederl verliert das Kopfballduell gegen Klenner – der Ball gelangt zur zweiten Stange, wo nur ein einziger Spieler, nämlich Luttenberger-Haas, lauert. Waldhuber bleibt angewurzelt daneben stehen, Petrovcic ist nicht schnell genug dort und schon steht es 0:1. Da muss man einfach aufmerksamer sein, dahin darf man einen Spieler nicht ohne Begleitung hinlassen – alle Versuche eine Abseitssituation geltend zu machen scheitern (zu Recht). Gnas kommt kurz darauf zur Möglichkeit gleich auszubauen. Obendrauf sieht die Lücke, schickt Kniewallner mit dem Ball in den Strafraum, Petrovcic kommt heraus und kann, gemeinsam mit Rinner, erfolgreich einen weiteren Treffer verhindern.

So frei vor dem Tor? Darf nicht sein…

Die Donawitzer erfangen sich zum Glück wieder. Ein Prutsch-Freistoß (nach Gelbfoul an Tomic, der davongezogen wäre) landet, abgefälscht, nur wenige Zentimeter neben dem Lattenkreuz. Den Eckball bringt Prutsch zur Mitte, Rinner löst sich schön – und setzt den Kopfball –  an die Querlatte, ja, wohin auch sonst. Nicht schon wieder, zum bereits neunten (!) Mal landet ein Ball in dieser Saison an der Torumrandung – und das sollte bei weitem nicht der einzige Lattenschuss in diesem Spiel bleiben! Weitere Vorstöße bleiben erfolglos, wie man es macht, zeigt Gnas. Einen hohen Freistoß erreicht der bedrängte Klenner per Kopf – der Ball schleicht daraufhin quer durch den Strafraum, Niederl hat die Möglichkeit auszufahren, fischt aber – dahinter freut sich Luttenberger-Haas zum zweiten Mal. Er zieht mit links ab und trifft zum 0:2. So einfach geht das, wenn man einen Lauf hat, Gnas braucht zum Toreschießen gar keine Torchancen.

Bis zur Pause erfangen sich die Donawitzer nicht mehr, können eigentlich nur verhindern, dass dieses Spiel nicht nach 45 Minuten gänzlich entschieden ist. Einen Kniewallner-Schuss hält Petrovcic, einige Zuspiele in und um den Strafraum scheitern letztlich – für die Donawitzer kann nur Rinner nach einem Eckball einen Kopfball anbringen, scheitert diesmal aber klar. 0:2 zur Pause, wie soll man das drehen? Aber beinahe wäre genau das passiert. Trainer Reinmayr lässt Tomic in der Pause draußen, bringt dafür Pagger und sofort wird das Donawitzer Spiel sichtlich besser. Nach einem Eckball gelangt der Ball zu Pagger, der gleich mit Risiko abzieht. In hohem Bogen landet der Ball auf der Lattenoberkante, der Ball wäre aber für Tormann Roth kein Problem gewesen. Das Donawitzer Spiel nimmt nun Fahrt auf. Pagger zirkelt einen Freistoß zur Mitte, Damis kommt knapp nicht zum Kopfball, der Ball kullert dem Fünfer entlang, auch Petkov kann ihn bei der zweiten Stange nicht erreichen. Was nun folgt sind Freistöße und Eckbälle am laufenden Band, aus allen Rohren werden Bälle in den Strafraum gebracht – doch dabei beweist sich die Gnaser Abwehr als souverän.

Endlich in der 52. Minute gelingt der Anschlusstreffer. Grgic erhält einen schönen Laufpass, enteilt seinem Bewacher und schiebt im richtigen Moment den Ball zur Seite, den der mitgelaufene Pagger zum 1:2 im Tor versenkt. Ein schöner, geradliniger und endlich erfolgreicher Angriff – jetzt wittern die Donawitzer ihre Chance. Gnas weiß, dass mit der Einwechslung von Pagger das Donawitzer Spiel plötzlich gefährlich ist und versucht ihn mit einigen derben Fouls zu verunsichern (Gelb Schadler) und mit vielen Verletzungspausen den Spielfluß zu stören. Das gelingt nur bedingt. Weiterhin rollt Angriff um Angriff Richtung Gnaser Strafraum, aber erfolglos – Flanken von Pagger, Schranz – Zuspiele von Prutsch oder Tomic – nichts kommt da an, wo es soll. Bis zur 59. Minute. Eckball Pagger, der Ball kommt zu Rinner, der den Ball mit dem rechten Fuß vom Fünfer, zum Ersten, an die Querlatte setzt, beim Abpraller auch am schnellsten ist und per Kopf, zum Zweiten, wieder an die Latte befördert. Erst danach kann der Ball von Gnas aus dem Gefahrenbereich befördert werden. Wir zählen mit – die drei Lattenschüsse der zweiten Spielhälfte waren Nummer 10, 11 und 12 in diesem neun Spielen! Ohne Worte…

Die Latte, kein DSV-Freund!

Eine Minute später muss es wieder 2:2 stehen, doch wieder passiert genau das nicht. Grgic verlängert per Hinterkopf perfekt für Pagger, der nun aufs Tor zieht. Ein Rettungsversuch von Klenner scheitert, Pagger will vor Tormann Roth schießen, der Ball wird neben den nun liegenden Tormann zur Seite abgelenkt, Pagger erläuft diesen Ball und – er setzt ihn neben das Tor. Das leere Tor muß er einfach treffen, welche Chancen sollen denn noch her…

Es kommt dann so, wie es viele vermuten. Die Donawitzer versuchen es zwar weiter (für Kapitän Petkov kommt Hubmann), doch irgendwann bekommt Gnas die Konterchance. Nach einem Annahmefehler von Damis bekommt Gnas eine Überzahlsituation, es gelangt der Ball zur Seite zu Scheucher, der bringt den Ball zur Mitte. Dort rutscht Kniewallner irgendwie zum Ball, trifft ihn gar nicht richtig, er verspringt sich dabei so unglücklich, dass der bereits zu Boden gegangene Petrovic den Ball über sich ins Tor passieren lassen muss. Die Höchststrafe ist somit gefällt, Gnas führt mit 3:1. Obwohl noch genug Zeit gewesen wäre (nicht ganz eine halbe Stunde) etwas aus diesem Spiel mitzunehmen, gelingt es nun den Donawitzern nicht mehr nachzulegen. Zu tief sitzt der Stachel, zu abgebrüht agiert nun Gnas.  Die Gäste hätten das Spiel sogar höher gewinnen können, scheitern aber mehrmals.  Es bleibt beim 1:3, der dritten Niederlage in Folge, der vierten Heimniederlage in dieser Saison. Es gibt nichts, was man zusammenfassend an Schlüssen aus diesem Spiel ziehen kann, was man nicht schon nach den letzten Niederlagen hätte ziehen können (müssen). Der DSV Leoben befindet sich im Geburtstagsjahr in einer seiner schwersten Krisen überhaupt, man wird sehen, wie (ob?) man sich von da unten wegbewegen kann. Nächster Versuch, SA  06.10.18, 18:30 Auswärtsspiel in Bad Radkersburg.

Gute Leistung, schönes Tor – aber das wird ihm nicht reichen: Matthias Pagger!

Links: StFV, Gnas, Ligaportal

Der DSV Leoben spielte mit: Petrovcic, Rinner, Tomic (46. Pagger, T), Heinemann, Grgic (G), Schranz, Waldhuber, Damis, Niederl, Prutsch (G), Petkov (64. Hubmann, G). Ersatz: Peckovic, Kosche, Pachner.

Es ist schon wieder passiert: Trotz starker Leistung 1:3 (0:1) in Mettersdorf!

Landesliga, 8. Runde, FR 21.09.18, 19:00, Sportplatz Mettersdorf, 280. USV Mettersdorf : DSV Leoben 3:1 (1:0). Torfolge: 1:0 Skolnik (17.), 1:1 Damis (60.), 2:1 Horvat (99.), 3:1 Horvat (102.). Schiedsrichterteam: Birnstingl, Hartner, Mag. Koren.

Was muss denn noch alles passieren, damit sich der DSV Leoben endlich einmal für eine gute Leistung belohnen kann? Das ist einfach unglaublich wie leichtfertig mit Großchancen (vor allem in der zweiten Spielhälfte) umgegangen wird, so kann das einfach nichts werden. Mettersdorf, betreut von Trainer Mario Haas, beginnt die erste Spielhälfte stark, profitiert von einigen Fehlern der Donawitzer und kommt durch einen Treffer von Skolnik nicht unverdient zum Führungstreffer. Auch danach dauert es einige Minuten, in denen die Hausherren durchaus den Vorsprung hätten ausbauen können, bis sich die Donawitzer endlich erfangen und selbst beginnen, Fußball zu Spielen. Unmittelbar vor der Pause vergibt Pagger, von links kommend, die erste gute Möglichkeit – er scheitert an der Außenstange. In der zweiten Spielhälfte zeigen die Donawitzer einerseits, was alles möglich gewesen wäre, andererseits aber auch ein weiteres Mal, wie unglücklich vor dem gegnerischen Tor agiert wird. Nach Waldhuber-Flanke scheitert Tomic mit einem guten Schuss an die rechte Stange, ehe es Mateo Damis per Kopf gelingt, einen Pagger-Eckball zum 1:1 zu versenken. Der so wichtige Ausgleich ist da, doch Reinmayrs Mannschaft will mehr: Die Donawitzer sind nun kompakt, mutig und agressiv, Chancen entstehen in Hülle und Fülle: Petkov spielt im Strafraum auf Tomic, der aus kurzer Distanz geblockt wird, einer Fülle an Vorstößen über die Seiten fehlt der entscheidende letzte Pass, ein hoher Pagger-Freistoß geht an Freund und Feind vorbei und landet ein weiteres Mal, diesmal an der linken, Stange. Es ist zum verzweifeln, wird aber noch schlimmer. Zum einen verletzt sich der Mettersdorfer Fuchshofer bei einem Zweikampf mit Heinemann schwer und muss mit dem Notarztwagen abtransportiert werden – auf diesem Wege wünschen wir ihm auch vom DSV Leoben Alles Gute! – das Spiel wird dadurch für zehn Minuten unterbrochen. Zum Anderen ist die Schlussphase auch, was das Spiel betrifft, einfach nur bitter: 90. Minute, der DSV geht scheinbar mit 2:1 in Führung – Tomic verwertet einen Waldhuber-Stanglpass – der Assistent hebt aber die Fahne (Abseits). 94. Minute – Niederl scheitert mit einem Schuß im Strafraum, 97. Minute – Niederl mit dem perfekten Stanglpass, Prutsch haut den Ball am Fünfer übers Tor. Es kommt, wie es kommen muss, Mettersdorf gelangt noch einmal zur Schussmöglichkeit – Horvat zieht zentral ab und er trifft. 2:1 für Mettersdorf in der 99. Minute, drei Minuten später verwandelt der selbe Spieler auch noch einen Freistoß zum 3:1. Danach ist Schluss, die Mettersdorfer wissen gar nicht so genau, warum und wie sie dieses Spiel gewonnen haben, der DSV Leoben ist ein weiteres Mal an der Chancenauswertung gescheitert – so bitter allerdings, wie an diesem Abend, in dieser Saison auch noch nie!

Alles Gute Alexander Fuchshofer!

Beide Teams mussten auf wichtige Spieler verzichten, bei den Donawitzern sind es Alexander Hofer und Brajan Grgic, die verletzungsbedingt ausfielen. Die ersten Minuten gehörten der Heimmannschaft. Das Umschalten gelingt Mettersdorf besser, Deutschmann und Skolnik, ziehen auf der linken Seite Richtung Strafraum, beide Male ist Rinner aufmerksam, er kann erst in den Corner klären und beim zweiten Versuch, nach Stanglpass, den Torschuss von Lukas Stadler entscheidend blocken. Das Donawitzer Spiel nach vorne stockt, ist durchsichtig und ist geprägt von zaudern und zögern. Zu lange am Ball, zu wenig Anspielmöglichkeiten, allgemein zu wenig Bewegung ohne Ball, überdies einige individuelle Fehler – Mettersdorf nützt das aus. Wieder ist es L. Stadler, der zum Kopfball steigt, wieder kann Rinner den Stürmer so weit behindern, dass Petrovcic mit dem Ball keine Mühe hat. Und gerade als sich Rinner am Spielfeldrand verarzten lässt (kann aber weiterspielen), wird es erstmals richtig gefährlich. Nach einem Doppelpass im Strafraum zieht Deutschmann ab – geblockt, der Ball gelangt zur anderen Seite, von dort wieder zur Mitte, diesmal zieht Lukas Stadler ab, wieder, diesmal von Niederl geblockt, schließlich kann Damis die heikle Angelegenheit klären. In der 17. Minute ist es aber soweit. Einen Wechselpass erreicht Deutschmann, dem man dabei zu viel Platz lässt, ein Rettungsversuch von Schranz scheitert, der Ball kommt zur Mitte, dort ist Skolnik frei und er nützt die Chance zur 1:0-Führung. Zu diesem Zeitpunkt verdient, Mettersdorf ist bissiger, im Kopf und mit den Beinen einfach schneller.

Und fast wäre eine Minute später schon der zweite Treffer passiert. Wieder ist es Deutschmann, der von links in den Strafraum drängt, seinen Schuss kann diesmal Petrovcic aus kurzer Distanz abwehren. Freistoß, Eckball – mit hohen Bällen versucht es nun Mettersdorf – doch bei Standards, bei ruhenden Bällen, agiert unsere Hintermannschaft entschlossener und erfolgreicher. Den ersten Vorstoß, der auch bis in den gegnerischen Strafraum führt, unternimmt Heinemann, der übers halbe Feld läuft und immerhin einen Corner rausholt. Prutsch zirkelt den Ball gut herein, nach einem weiteren Eckball zieht Waldhuber ab, sein flacher Schuss landet aber schon weit vor dem Tormann an irgendeinem Mettersdorfer Bein. Der DSV kann sich nun immerhin etwas mehr befreien, obwohl nach wie vor Mettersdorf die Kontrolle über das Tempo des Spieles hat. Wurzingers und Skolniks Schuss-Versuche scheiten (beide werden geblockt), beim Schuss von Lukas Stadler streckt sich Petrovcic vergeblich, der Ball springt von der Stange zurück, beim Nachschuss scheitert Wurzinger.

Nach etwa einer halben Stunde lässt der Mettersdorfer Druck zusehends nach. Die Donawitzer können den Ball in den eigenen Reihen halten, gewinnen nun die entscheidenden Zweikämpfe immer öfter und es gelingt, dass das Spielgeschehen aus der eigenen in die gegnerische Hälfte verlagert werden kann. Waldhuber, der sich immer besser auf seiner Seite zurecht findet, kommt zum Schuss (daneben) und kurz darauf zum Zug aufs Tor (wird von Deutschmann und Tormann Prasser entscheidend gestört). Mehrere Eckbälle für den DSV können herausgeholt werden, die einzig wirklich gute Möglichkeit entsteht aber erst in der letzten Spielminute. Ein schöner Pass gelangt zu Pagger, der nimmt Tempo auf und zieht, dicht verfolgt, von links kommend in den Strafraum. Der Winkel zum Schuss ist spitz, dennoch versucht er es – der Ball landet hoch an der Außenstange.  Das war es vor der Pause, dem DSV Leoben ist es zwar gelungen, das Ventil zu finden, damit der Mettersdorfer Dauerdruck, nachgelassen hat – die Führung zur Halbzeit geht aber in Ordnung.

Sein erstes Saisontor wird ihn nicht freuen: Mateo Damis nach dem 1:1!

Körpersprache, Einstellung und Auftreten nach dem Seitenwechsel stimmen – die Worte des Trainers in der Pause dürften die richtigen gewesen sein. Ob Prutsch oder Niederl in der Mitte oder auf den Seiten Waldhuber und Pagger – alles wirkt nun entschlossener. In der 52. Minute die erste Riesenchance für unsere Mannschaft. Waldhuber ist einfach nicht zu stoppen, er geht vor bis zur Strafraumgrenze, legt dann perfekt ab für den mitgekommenen Tomic. Der zieht ab und scheitert mit seinem Versuch an der rechten Stange! Schöner Spielzug, schöner Abschluss, doch ohne das erhoffte Endergebnis. Das bestimmte Auftreten der Donawitzer zeigt Wirkung, Mettersdorf kommt vorne überhaupt nicht mehr durch und muss nun hinten schwer arbeiten. Es gelingen zwar wieder die, so oft schon gesehenen, Vorstöße der Donawitzer auf den Seiten, doch beim Sechzehner ist wieder einmal Endstation. Reinmayr bringt früh in der zweiten Hälfte Pachner, der erstmals seit drei Runden wieder zum Einsatz kommt, für Schranz – und auch der Neue fügt sich nahtlos in das funktionierende Team ein.

Im Strafraum wird Petkov hoch (mit dem Rücken zum Tor) angespielt, sein Versuch auf Tomic abzutropfen, fällt zu schwach aus und scheitert leider, statt einem Schuss gibt es Eckball. Und was für einen. Pagger bringt den Ball zur Mitte, Damis steigt hoch und versenkt die Kugel in den Maschen. Das 1:1 ist verdient zu diesem Zeitpunkt, der DSV ist wieder mitten im Geschehen! Mettersdorf versucht nun wieder aus der Lethargie zu erwachen, das Spiel steigert sich dadurch zu einer richtig rassigen, dramatischen Begegnung auf gutem Landesliganiveau. Mettersdorf kommt nun wieder auf, irgendwo vor dem Tor ist aber immer Endstation (Heinemann vor Stadler), die Donawitzer Defensive ist der Rückhalt, der nöig ist, um sich nach vorne  orientieren zu können. Ein Flachschuss von Pagger fällt zu schwach aus, ein Zuspiel vom mitgegangenen Heinemann scheitert im Strafraum (schöner Pass davor von Prutsch) und bei einer Hereingabe von Pagger rutschen Mally und Petkov zum Ball – der Mettersdorfer ist um den Augenblick schneller, damit gibt es Eckball. Dauerdruck der Donawitzer in Mettersdorf, die Hausherren kommen kaum zum Verschnaufen! Nach einer kurzen Schrecksekunde, der Mettersdorfer Hubmann geht im Strafraum nach einer riskanten, aber sauberen, Attacke von Rinner zu Boden, geht es auf der anderen Seite weiter. Waldhuber spielt auf den nach vor eilenden Pachner, der bringt den Ball zur Mitte – knapp an Tomic vorbei und vor Pagger, kann Berger in den Corner klären.

Die nächste Chance. Pagger zirkelt einen Freistoßball gefährlich hoch zur Mitte, Damis erreicht knapp nicht den Ball, der aber weiter an der linken Stange aufprallt – für den Abpraller von dort kommt Tomic um einen Schritt zu spät! Bei einem weiteren Freistoß (Rossmann Gelbfoul) versucht es Pagger direkt, diesmal fehlen zum Glück etwa zwei Meter. Nach dem Wechsel, Hubmann für den sehr aktiven, aber nun ausgepowerten Kapitän, Petkov, passiert das, was man gar nicht sehen möchte. Heinemann attackiert Fuchshofer, der zur Mitte flanken will, ein Foul wird zu Recht gegeben, doch die Verletzung, die der Mettersdorfer erleidet, zieht er sich nicht durch die Attacke zu, sondern durch den unglücklichen Aufprall danach. Das Spiel muss für etwa zehn Minuten unterbrochen werden, Fuchshofer wird mit der Trage vom Feld gebracht und muss sogar vom Notarzt behandelt werden – Hoffentlich ist es nicht all zu schlimm, in jedem Fall Alles Gute, Alexander Fuchshofer!

Einfach unglaublich, so niederschmetternd, dieses Spiel!

Die heiße Schlussphase, in der wirklich Alles möglich war, hat es in sich. Zuerst muss Petrovcic einen hohen Ball und kurz darauf einen „Roller“ von Rossmann abwehren, ehe die Musik wieder vor Prassers Tor spielt. Prutsch dringt in den Strafraum ein, anstatt zu schießen sucht er den Mitspieler. Das gleiche macht Tomic: Auch er geht hinein, als Stürmer müsste er doch so egoistisch sein, um abzuziehen – auch er will quer spielen und scheitert dabei. Und dann endlich, so scheint es, passt einmal alles. Waldhuber setzt sich rechts durch, der Ball zur Mitte ist perfekt, eben so der Abschluss von Tomic – doch zur Verwunderung aller am Sportplatz hat der Linienrichter die Fahne in der Höhe. Ob das so richtig war, könnte man nur durch ein Video abklären, für helle Aufregung im Donawitzer Lager reichte die Entscheidung allemal. Die nächste Möglichkeit lässt sich Niederl entgehen. Nach einer Waldhuber-Flanke landet der abgewehrte Ball bei Niederl, der umkurvt einen Gegner – sein Schuss landet – abgefälscht – knapp neben dem linken Kreuzeck. Eine Mörderaktion, vielleicht sogar die schönste des Spieles, kommt noch. Beteiligt sind Tomic, Waldhuber und Niederl, die den Ball bis zur Torutlinie im Strafraum kombinieren. Von dort schafft Niederl den perfekten Stanglpass zu Prutsch, der am Fünfer zum Abschluss kommt. Anstatt das Ding in die Maschen zu jagen, landet der Ball über dem Tor – was soll man da sagen…

Einen Pagger-Freistoß gibt es noch (daneben) und dann passiert es schon wieder. Es ist so abgdroschen und bitter, wenn es einen betrifft, es ist aber an diesem Abend leider Realität: Tore, die man nicht macht, bekommt man. In der 99. Minute, nach einem Angriff über die linke Seite, wird der Ball in den freien Rückraum gespielt – dort zieht Horvat einfach ab – und trifft. Der flache Ball passt zwischen Fingerspitzen des Tormannes und Stange perfekt, es steht 2:1 für Mettersdorf. Die Genick-Watsche sitzt natürlich, in den verbleibenden drei Minuten herrscht Schockstarre bei den Donawitzern. Das nützt Mettersdorf sogar zu einem weiteren Tor. Nach Foul von Niederl an Stangl tritt wieder Horvat an und versenkt auch diesen Ball. Unmittelbar danach ist Schluss, der Favorit setzt sich gegen den Außenseiter klar durch. Es ist halt nur so bitter, wenn man dabei war und gesehen hat, wie das alles passiert ist…

8 Spiele, vier Punkte – neben einem verschossenen Elfer, dieser knappen Abseitsentscheidung sind nun Stangenschüsse fünf und sechs dazugekommen – ohne Glück in entscheidenden Momenten geht es halt auch nicht. Jammern nützt nichts, es wartet die nächste Aufgabe – am kommenden Freitag kommt Gnas nach Donawitz. Vielleicht gibt es dann einmal etwas Erfreuliches zu berichten, die Hoffnung stirbt zuletzt!

Links: StFV, Ligaportal, Mettersdorf

Der DSV Leoben spielte mit: Petrovic, Rinner, Pagger, Tomic, Heinemann, Schranz (56. Pachner), Waldhuber, Damis (T), Niederl, Prutsch, Petkov (77. Hubmann). Ersatz: Peckovic, Kutlesa, Kosche.

Unglückliche Niederlage bei Reinmayrs Trainerdebut!

Landesliga, 7. Runde, DI, 18.09.18, 19:00 Stadion Donawitz, 250. DSV Leoben : ASK Voitsberg 0:2. Torfolge: 0:1 Caculovic (82.), Brauneis (84.). Schiedsrichterteam: Vonic, Stachel, Causevic.

Fußball kann so grausam sein! Da spielen die Donawitzer über weite Strecken einen wirklich ansehnlichen, druckvollen Fußball mit viel Einsatz und Herzblut, kommen auch zu guten Tormöglichkeiten, doch das Alles zählt letztlich Nichts. Voitsberg gelingt in der Schlussphase ein Doppelpack durch Caculovic und Brauneis und darf sich über drei glückliche Punkte in Donawitz freuen. Es ist wie verhext: In den sieben absolvierten Spielen steht es zum insgesamt fünften Mal (!) zur Pause 0:0 und jetzt, gegen Voitsberg, verlieren die Donawitzer nach der Pause zum vierten Mal noch das Spiel! Neo-DSV-Trainer Hannes Reinmayr hat mit viel Leidenschaft von der Linie aus seine Mannschaft motiviert, dirigiert und angefeuert – er hat ein intaktes Team vorgefunden, dass sich wieder einmal nur den Vorwurf gefallen lassen muss, dass es vor dem gegnerischen Tor zu wenig abgebrüht agiert hat. Sich alleine auf die wirklich schwache Schiedsrichterleistung auszureden, greift zu kurz, die Chancen, um in dieser engen Partie in Führung zu gehen, waren vorhanden, da hätte man einfach mehr draus machen müssen. Dass Voitsberg über eine ausgefuchste Mannschaft verfügt, wusste man schon vorher, leider hat Gerald Strafners Truppe genau das unter Beweis gestellt!

Ganz starkes Spiel: Jürgen Prutsch im Vorwärtsgang!

Hannes Reinmayr muss bei seinem ersten Auftritt als Cheftrainer auf den verletzten Hubmann verzichten, an seiner Stelle spielt Niederl den „Sechser“ – und das kann man gleich vorweg nehmen – er spielt diese Rolle sehr abgebrüht und kompromisslos. Die Donawitzer versuchen von Beginn weg das Spiel zu machen und das gelingt auch ganz gut. Mit einem kompakten Pressing werden Bälle erobert und dadurch kommt das Offensivspiel schnell auf Touren. Auf ihren jeweiligen Seiten wirbeln Waldhuber und Heinemann temporeich nach vorne, der letzte Pass bleibt aber vorerst noch aus. Den ersten Torschuss gibt aber der Voitsberger Grischenig von der linken Seite ab, Damis kann ihn dabei zumindest etwas behindern, der Ball landet über dem Tor. Auf der anderen Seite wird der sehr spielfreudige Prutsch von Petkov zentral angespielt, er kann seine Gegenspieler abschütteln und zieht wuchtig ab – Tormann Hiebler ist mit den Fingerspitzen dran und kann in den Corner abwehren.

Mit Fortdauer des Spieles kann sich Voitsberg besser auf die Donawitzer Spielweise einstellen und wird damit ebenbürtig. Es entsteht eine ausgeglichene, kampfbetonte Partie, die nicht zuletzt aufgrund von seltsamen Schiedsrichterentscheidungen, zunehmend emotional wird. Zu Beginn sind es nur Kleinigkeiten, die einfach falsch angezeigt werden (offensichtliche Fehlentscheidungen bei Einwürfen, klare Fouls werden nicht gegeben, dafür bei Nichtigkeiten dann doch der Pfiff), aber das stört doch den Spielfluss. Die Donawitzer bleiben in dieser Phase, obwohl die Vorstöße nun seltener werden, bissig und hartnäckig. Das wird nach 22 Minuten fast belohnt. Nach einem Rinner-Energieanfall, der einfach übers halbe Feld nach vorne marschiert, setzt sich Waldhuber ein weiteres Mal auf seiner Seite durch, die Hereingabe zur Mitte erreicht Prutsch und der zieht gleich ab. Der Ball kommt gut, doch Hiebler im Voitsberger Tor kann den Ball erreichen und dadurch die gute Möglichkeit abwehren.  Kurz darauf die nächste Chance. Diesmal ist es auf der anderen Seite Heinemann, der auf Grgic spielt – der Ball scheint etwas zu weit geraten, doch Grgic setzt energisch nach und erreicht tatsächlich vor dem Tormann den Ball. Er spitzelt zwar den Ball über den Goalie, aber leider auch über das Tor!

Vor der Pause muss Hiebler nach einem Eckball noch mit der Faust abwehren, schließt Waldhuber eine schöne Aktion (Grgic mit Übersicht) mit einem Fehlschuss (weit drüber) ab und kommt Grgic nach einer schönen Heinemann-Hereingabe um den berüchtigten Zentimeter zu spät – Suppan kann den Stanglpass vors Tor gerade noch verhindern. Auch Voitsberg taucht mehrmals am Sechzehner auf, doch dort ist Endstation, unsere Hintermannschaft ist beim Attackieren und bei den hohen Bällen kompromisslos: Beim Stand von 0:0 werden die Seiten gewechselt.

Seine Position: Alexander Hofer, starker rechter Verteidiger!

Der DSV Leoben versucht so, wie schon vor der Pause, mit viel Einsatz und unbändigem Zug nach vorne, weiter zu spielen. Die erste Doppelchance vergeben Heinemann und Prutsch, beide werden bei ihren Schüssen im – und dann knapp außerhalb des Strafraumes, entscheidend geblockt. Es folgen: Eine knappe Abseitsentscheidung gegen Grgic (korrekt), hohe Hereingaben von Prutsch und dann noch ein schöner Angriff in der 57. Minute: Prutsch dringt links in den Strafraum ein, sein Zuspiel erreicht Grgic in der Mitte – der dreht sich und will für Petkov aufspielen. Es sind wieder nur wenige Zentimeter, die den Unterschied zwischen einem unbedrängten Torschuss aus kurzer Distanz und einem erfolgreichen Tackling ausmachen, Petkov kommt anschließend zu Fall – für einen Elfmeterpfiff zu wenig; Das Tor will einfach nicht gelingen. Kurz darauf ein ähnliches Bild. Waldhuber zieht auf seiner rechten Seite davon, den Stanglpass erreicht Grgic knapp nicht (er ist den Schritt zu weit vorne), Taucher verhaspelt sich im Zentrum, der Ball scheint für Petkov frei, doch auch in dieser Situation ist mit Walch ein Voitsberger um den Schritt schneller. Den ersten Voitsberger Schuss nach dem Seitenwechsel gibt Rössl ab, der flache Ball streift an der Stange vorbei ins Torout.

Im Anschluss an einen Voitsberger-Freistoß (gute Distanz, knapp außerhalb des Strafraumes), der in der Mauer landet, leitet Heinemann einen schnellen Konter ein. Er spielt auf Grgic, doch der legt sich den Ball zu weit vor, statt einem Torschuss, gibt es nur einen Eckball. Der Eckball kommt über Umwege zu Petkov in den Strafraum, der passt zentral zum eingewechselten Tomic. Tomic dreht sich, zieht ab und wieder ist es Hiebler, der diesmal per Fußabwehr den guten Schuss klären kann. Die letzte Viertelstunde beginnt mit einem Aufreger und damit verbundenen Frust auf Donawitzer Seite, der sich dann bis zum Schlusspfiff nicht mehr legt. Es ist ein Zuckerpass, der Prutsch alleine aufs Tor ziehen lässt, doch der Assistent und damit der Schiedsrichter wollen dabei eine Abseitsposition gesehen haben, die nie und nimmer eine war.

Und dann auch das noch: 82. Minute, Rössl wird nicht entschlossen genug attackiert, der Ball gelangt zu Caculovic, der sich in der Mitte schön durchsetzt – der Weg ist frei – und gegen den Spielverlauf, schickt er Petrovcic in die falsche Ecke und erzielt das 0:1. Zwei Minuten später, nach einem Foul etwa 28 Meter vor dem Tor, zirkelt Suppan einen präzisen, hohen Ball in den Strafraum, Brauneis löst sich und stellt per Kopf auf 0:2! In nur zwei Minuten ist alles verloren, das gute Donawitzer Spiel wird knallhart auf den Kopf gestellt. Von dem Doppelschlag können sich die Donawitzer nicht mehr erholen, Voitsberg spielt den Vorsprung souverän über die restliche Zeit (plus fünf Minuten Draufgabe). Damit endet eines der besseren Donawitzer Spiele mit einer Niederlage, der Frust nach dem Spiel ist absolut nachvollziehbar. Viel Zeit zum Grübeln bleibt aber nicht, bis zum nächsten Spiel in Mettersdorf sind es genau drei Tage hin!

Zum Verstecken: Trainer Reinmayr kann es nicht glauben…

Links: StFV, Voitsberg, Ligaportal

Der DSV Leoben spielte mit: Petrovcic, Rinner, Heinemann, grgic, Schranz, Hofer, Waldhuber (65. Tomic), Damis, Niederl (84. Pagger), Prutsch (G), Petkov. Ersatz: Peckovic, Kosche, Pachner.

Endlich: Der so wichtige erste Sieg ist geschafft – 3:0 in Liezen!

Landesliga, 6. Runde, FR. 14.09.18, 19:00. ABM Stadion Liezen, 200. SC Liezen : DSV Leoben 0:3 (0:1). Torfolge: 0:1 Hofer (26.), 0:2 Petkov (60.), 0:3 Rinner (66.). Schiedsrichterteam: Wolfgang Pucher, Heimo Mitteregger, Agron Ziberi.

In der sechsten Meisterschaftsrunde ist der DSV Leoben endlich in der Liga angekommen. Mit einem souveränen 3:0 (1:0)- Auswärtssieg ist der erste, so wichtige, Dreier gelungen – endlich hat es auch einmal mit dem Toreschießen geklappt! Die Unsicherheit war im Kellerderby natürlich sichtbar, aber nicht so sehr, wie befürchtet. Die Donawitzer mit Interims-Juniors-Coach Jürgen Kogler auf der Bank, verbissen sich in dieses Spiel und ließen sich durch einzelne Leerläufe nicht aus der Bahn werfen. Nach 26 Minuten bringt Alexander Hofer, nach einem Tormannfehler von Daniel Bartosch, den DSV Leoben erstmals in dieser Saison (!) in Führung – der Abwehrspieler staubt trocken zum 0:1 ab. Ist das Spiel in der ersten Halbzeit noch relativ offen, so ist es nach der Pause eine klare Angelegenheit: Martin Petkov nützt einen Alleingang zum so wichtigen 0:2 und nachdem fünf Minuten später Brajan Grgic einen Freistoß an die Latte setzt und Bernhard Rinner den Abpraller per Kopf zum 0:3 versenkt, ist das Spiel gelaufen. Die Donawitzer überstehen eine verzweifelte Liezener Schlussoffensive unbeschadet (Rinner rettet auf der Linie), zum zweiten Mal – seit dem Auftakt gegen Bruck (0:0) – kann Christian Petrovcic, der einen relativ ruhigen Arbeitstag hatte, hinten die Null halten. Nach dem 3:0-Sieg ist beim DSV Leoben zwar noch lange nicht alles eitel Wonne, aber es ist ein immens wichtiger Schritt gelungen. Die Mannschaft hat sich nach den schweren Wochen endlich einen verdienten Sieg erarbeitet – das muss doch Selbstvertrauen für die kommende „englische Woche“ (am DI zu Hause Voitsberg, am FR geht es nach Mettersdorf) geben. An diesem Wochenende wird laut Präsident Gröbminger auch die Trainerfrage geklärt, endlich, so scheint es, geht es beim DSV Leoben wieder einmal in die richtige Richtung!

Plötzlich ist der Ball wieder frei – Hofer nützt den Fehler zum 0:1!

Nachdem Helmut Kalander, DSV Sportdirektor und interimistischer Trainer-Nachfolger von Gottfried Jantschgi, den Verein am Dienstag verlassen hat, sitzen Co-Trainer Walter Schachner und erstmals Jürgen Kogler, Trainer der DSV Juniors, auf der Betreuerbank. Trotz der großen Herausforderung, schließlich wird von der verunsicherten Donawitzer Mannschaft nicht weniger als ein Sieg beim Tabellenletzten Liezen erwartet, agiert Kogler überaus gelassen und unaufgeregt. Das überträgt sich nach und nach auch auf die Mannschaft. Natürlich gelingt am nassen Liezener Boden (der Regen hat aber schon lange vor Spielbeginn aufgehört) bei weitem nicht Alles. Das durfte man in dieser Situation aber auch nicht erwarten und das ist auch nicht das Entscheidende. Entscheidend war in diesem Kellerderby, dass die Donawitzer in dem so wichtigen Spiel, es immer wieder probierten, mit viel Laufarbeit und Einsatz Fehler ausmerzten und immer wieder aufs Neue nach vorne kommen wollten. Denn eines war klar: Jürgen Auffingers SC Liezen stand als Tabellenletzter mit dem Rücken zur Wand und musste, wenn man nicht gänzlich abfallen wollte, natürlich gegen den DSV punkten – und da hieß es für die Donawitzer: Ordentlich dagegen halten!

Nicht einmal eine Minute ist um und schon wird der einzige DSV-Stürmer Grgic im Strafraum von Petkov angespielt – der Pass fällt etwas zu leicht aus, Neuper kann sich im letzten Moment erfolgreich reinwerfen und den Schuss aus kurzer Distanz verhindern. Die Donawitzer versuchen es über die Seite, das sieht auch recht ordentlich und flüssig aus – links zieht Heinemann, rechts ist es Waldhuber, mehrmals auf und davon, doch ihre Flanken finden keine Abnehmer. Auch Liezen ist (zu Beginn) lästig und bissig – aber auch hier ein ähnliches Bild, Mrzic oder Hölbling kommen über die Seite, in der Mitte ist aber Alles dicht. Ein Distanzschuss von Mrzic nach einem Eckball misslingt auf Liezener Seite ebenso, wie ein Schussversuch von Waldhuber (Ball in schwieriger Höhe) auf der anderen Seite. Die Donawitzer bleiben unermüdlich. Es wird ein ums andere Mal versucht, mit hohen Flanken oder einem Stanglpass zu punkten, aber ob es Prutsch ist oder Hubmann, ob Waldhuber, Petkov oder Heinemann – alle versuchen es, jedoch ohne Erfolg – Liezen steht hinten gut. Das hin und her zieht sich durch bis zur 26. Minute.

Nach einem Foul im Mittelfeld zirkelt Prutsch einen weiteren, hohen Ball zur Mitte. Dieser Ball ist giftig. Über sämtliche Köpfe hinweg springt der Ball direkt vor Bartosch auf und scheinbar von dort in seine Arme. Plötzlich lässt er aber diesen Ball wieder aus und genau in dem Moment ist Alexander Hofer zur Stelle und drückt ihn aus kurzer Distanz ins Netz. Endlich einmal Glück in der Offensive: Wie viele hochgradige Chancen wurden in dem Herbst schon vergeigt und ausgerechnet dieser Fehler wird zur allerersten DSV-Führung in der 6. Runde genützt – die Freude ist riesig! Liezen will gleich antworten und eine Hereingabe von der rechten Seite wird fast zum gefährlichen Schuss. Als Flanke zwar zu weit, streift der Ball knapp am langen Eck vorbei. Vor der Pause holen sich Rinner und Prutsch (Foul an Gerry Füzfa) jeweils Gelbe Karten ab und kommt Hofer beinahe zu seinem zweiten Tor. Wieder so ein gefinkelter Ball von Prutsch (diesmal vom Eckpunkt), der unmittelbar vor Hofer zentral im Fünfer aufschlägt – diesmal ist Hofer aber mit seinem Bein nicht schnell genug – der Ball zischt durch den Strafraum und die Chance ist dahin. Auf der anderen Seite braucht Lesch, der im Strafraum angespielt werden kann, zu lange um zum Abschluss zu kommen.

Starke Momente von Brajan Grgic – bei zwei Toren beteiligt (im Hintergrund Füzfa)!

Bei einem Heinemann-Kopfball (nach Petkov-Flanke) wird der Ball entscheidend von Kabashaj (mit der Hand?) abgeschwächt und ein Schuss von Grgic von der linken Seite pfeift deutlich übers Tor – das war es vor der Pause, Schiedsrichter Pucher bittet die Teams in die Kabine. Von dort kommen starke Donawitzer wieder zurück aufs Feld. Bei der ersten Aktion nach dem Seitenwechsel wird Grgic von Prutsch perfekt in den Lauf gespielt, Tormann Bartosch kommt aus dem Tor, erreicht den Ball aber nicht. Grgic umläuft den Tormann, kann dann aber den Ball aus spitzem Winkel nicht im Tor unterbringen. Beim anschließenden Eckball von Prutsch segelt Hofer knapp am Ball vorbei. Der DSV ist am Drücker, doch bei einem Schuss von Muleci hat Petrovcic im Donawitzer Tor, der den Ball nach vorne abwehrt, Glück, dass kein Liezener dort steht, Rinner drischt den gefährlichen Ball zur Seite weg.

Das Spiel läuft aber in die richtige Richtung. Ein Angriff nach dem anderen wird gestartet, doch es ist wieder der letzte Pass (Heinemann  Richtung Grgic, Bartosch knapp vor Waldhuber, Prutsch per Freistoß Richtung zweiter Stange zu Rinner), der wieder nicht zu gelingen scheint. Bis zur 60. Minute, da ist alles perfekt. Diesmal ist es Grgic, der Petkov schön frei spielt, der Kapitän läuft in den Strafraum und schiebt den Ball butterweich in die, aus seiner Sicht, rechte Ecke zum 0:2. Die nächste Scharte ist ausgemerzt – endlich kann ein Alleingang zu einem sauberen Abschluss gebracht werden, völlig verdient setzen die Donawitzer einen Treffer drauf. Und die Donawitzer haben noch nicht genug. Nachdem der eben erst eingewechselte Pagger von Kabashaj gelegt wird, ist es erstmals nicht Prutsch, der zum Freistoß antritt. Brajan Grgic knallt den Ball über die Mauer an die Querlatte, von dort springt der Ball zurück und Rinner köpfelt den Ball in hohem Bogen über Hölbling hinweg ins andere Kreuzeck. Im Vergleich zu den umliegenden Liezenern, hat Rinner sehr schön nachgesetzt und eiskalt verwertet, nach dem 0:3 ist das Spiel entschieden.

Obwohl noch 25 Minuten bis zum Schlusspfiff fehlen, ist nun völlig klar, wer dieses Spiel gewinnen wird – und das ist erstmals der DSV Leoben. Liezen will die bereits sechste Niederlage noch irgendwie abwenden, doch das ist trotz verzweifelter Versuche aussichtslos. Zu oft stehen sie sich bei ihren Bemühungen selbst im Weg. Es gelingen zwar einige Vorstöße, doch irgendwie glaubt wohl selbst niemand daran, dass aus einem dieser Versuche noch ein Tor entstehen kann. Zu harmlos, zu kompliziert wird vor dem Tor agiert, Petrovcic und seine Vorderleute haben wenig Mühe richtig Gefährliches im Keim zu unterbinden. Im Konter hätten die Donawitzer den einen oder anderen Angriff sogar für weitere Treffer nützen können, doch Waldhuber scheitert und Götzenauer kann gerade noch vor Petkov in den Corner klären. Einmal noch hat Liezen die Chance auf zumindest einen Treffer. Knefz macht das vor dem Tor auch schön, lässt Schranz ins Leere laufen, den Torerfolg aus kurzer Distanz kann Rinner vor der Linie verhindern. Einige unergiebige Liezener Freistöße später ist es amtlich, der DSV Leoben siegt zum dritten Mal in Folge in Liezen, diesmal mit 3:0, und darf sich über den ersten Saisonsieg freuen.

Ein wichtiges Signal, ein schöner Erfolg und ein erster Schritt. Nicht mehr und nicht weniger bedeutet dieser Sieg. Jetzt wird sich zeigen, ob gegen die härteren Brocken Voitsberg und Mettersdorf etwas vom Schwung mitgenommen werden kann und man darf gespannt sein, wie sich die (hoffentlich) am Wochenede geklärte Trainerfrage auswirkt!

Perfekt im Eck – Bernhard Rinners Tor zur endgültigen Entscheidung!

Links: StFV, Liezen, Ligaportal

Der DSV Leoben spielte mit: Petrovcic, Rinner (G,T), Hubmann, Heinemann (62. Pagger), Grgic (87. Tomic), Schranz, Hofer (T), Waldhuber, Prutsch (G, 78. Niederl), Petkov (T). Ersatz: Peckovic, Pachner.

Wieder keine Punkte! 1:2 (0:0)- Heimniederlage gegen Wildon!

Landesliga, 5. Runde, FR 07.09.18, 19:00 Stadion Donawitz, 200. DSV Leoben : SV Wildon 1:2 (0:0). Torfolge: 0:1 Vrucina (51.), 0:2 Kelenc (56. Fr.), 1:2 Petkov (90.). Schiedsrichterteam: Insupp, Kollmann, Sahbegovic.

Es ist schon wieder passiert: Der DSV Leoben bestimmt weitgehend das Spiel, kommt zu einer Fülle von Großchancen, vergibt diese aber und das rächt sich. Nachdem es Pagger, Grgic und Prutsch vor der Pause nicht schaffen, den Wildoner Tormann Stoiser zu überwinden – auf der anderen Seite hat Skurla bei einem Kopfball an die Latte Pech – geht es mit einem 0:0 in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel scheitert Pagger an Stoiser – in der Mitte wäre Tomic frei gewesen – und im Gegenzug passiert es. Ein schneller Wildoner Konter, Kurzmann spielt zur Mitte und Vrucina bezwingt Peckovic mit der Ferse zum 0:1. Kurz darauf versenkt Kelenc einen schön angetragenen Freistoß zum 0:2 und schon sind die Donawitzer (wieder einmal) auf der Verliererstraße. Es wird zwar Vieles versucht und riskiert, doch es fehlt ein weiteres Mal an Durchschlagskraft. Ein Tomic-Kopfball, der knapp über dem Tor landet, eine Hereingabe von Tomic, die Waldhuber um Zentimeter nicht erreicht – dazu kommt noch eine knappe Abseitsentscheidung und ein Handspiel von Petkov unmittelbar bevor er im Strafraum abziehen will: Es ist wie verhext. Wenn man einen Lauf hat, genügen wohl die Hälfte der Chancen um sich über drei Punkte freuen zu können, das ist beim DSV Leoben definitiv nicht so. Martin Petkov gelingt in der Schlußminute zwar doch noch der Anschlßtreffer, der fällt jedoch zu spät – Wildon kann den knappen Vorsprung über die Zeit spielen. Der DSV Leoben tritt auf der Stelle, momentan kommt zur Verunsicherung, der katastrophalen Chancenauswertung auch Pech in entscheidenden Situationen hinzu, wieder einmal heißt es – Bitte warten – und auf das nächste Spiel zu hoffen!

Brajan Grgic scheitert leider bei seiner Großchance!

Ohne neuen Trainer (Sportdirektor Helmut Kalander betreut weiterhin die Mannschaft), ohne Heinemann, Pachner und Tormann Petrovcic versucht der DSV Leoben im Heimspiel gegen den SV Wildon einen Weg aus der Krise zu finden. Und das sieht gar nicht einmal schlecht aus, was die Donawitzer vor der Pause zeigen. Erste Minute: Rinner erkämpft sich einen Ball, spielt links (etwas zu weit) auf Pagger, der dem herausstürmenden Tormann knapp den Vortritt lassen muss. Die Donawitzer können in den Zweikämpfen großteils überzeugen (Hofer ist auf seiner Seite nicht zu überwinden und holt sich spektakuläre Bälle), selbst in Ballbesitz, wird es aber schwierig – trotz einiger Fehler im Spielaufbau bleiben unsere Jungs aber hartnäckig und beharrlich. Es dauert bis zur achten Minute, ehe die erste Flanke (von Pagger) in den Strafraum gelangt. Etwas zu hoch für Grgic, der sich gut lösen konnte, landet der Kopfballversuch über dem Tor. Die nächste Möglichkeit vergibt Tomic. Pagger köpfelt zum Stürmer, der daraufhin die Chance zum Schuss hat – diese aber nicht nützt sondern lieber abspielen will – der Ball landet beim Gegner. Wildon ist in dieser Phase überhaupt nicht im Spiel, kann die Donawitzer Ballverluste nicht ausnützen, zu erfolgreich werden die verlorenen Bälle wieder zurück geholt.

Hofer schaltet sich in die Offensive ein, zwei Mal kann sich der Verteidger auf seiner rechten Seite lösen, beide Male gelingt der letzte Pass aber nicht. Stoiser vor Tomic an der ersten Stange beim einen, Skurla klärt beim anderen Mal zur Ecke (wieder wäre Tomic der Adressat gewesen). Der Eckball bringt danach eine Faustabwehr des Tormannes und einen Risiko-Schuss von Hubmann, der misslingt. Wenn Wildon gefährlich wird, dann über Standards. Die langen Spieler (allen voran Peric) lauern auf Eckbälle und bei einem dieser Versuche wäre es fast passiert. In diesem Fall ist es Skurla, der am Höchsten steigt, er trifft bei seinem Kopfballversuch die Oberkante der Querlatte.

Dann beginnt die Phase, in der das Spiel einen ganz anderen Verlauf und ein gänzlich anderes Ende hätte bringen können. Brajan Grgic bekommt auf der rechten Seite den Ball, spielt scharf zur Mitte. Der Ball ist präzise, mehrere Spieler müssen ihn passieren lassen, bis er bei der zweiten Stange auf Matthias Pagger trifft. Der zieht gleich ab – vom Fünfer scharf ins kurze Eck, doch genau dort hat Stoiser seine Hände und pariert diese gute Gelegenheit. Kurz darauf erhält Grgic den Zuckerpass. Zentral und alleine läuft er mit dem Ball in den Strafraum, nur mehr der Tormann steht dem Glück im Weg – wieder ist Stoiser der Spielverderber – irgendwie bringt er die Hände in die Höhe und wehrt den Heber-Versuch ab. Während Wildon nur durch Vasic zu einem Schuss kommt (kein Problem für Peckovic) lässt Jürgen Prutsch die nächste Großchance aus. Petkov schickt den Mittelfeldmotor auf die Reise, Prutsch zieht in den Strafraum, er nimt sich auch die Zeit und versucht den Schlenzer. Wieder ist Stoiser dran, wieder kann der Wildoner Tormann den Gegentreffer verhindern. Wie will man ein Spiel gewinnen, wenn man diese Chancen nicht nützt…

…auch Jürgen Prutsch findet in Stoiser seinen Meister!

Anstatt mit einer komfortablen Pausenführung, werden beim Stand von 0:0 die Seiten gewechselt. Und wenn es nicht so niederschmetternd wäre, könnte man schmunzeln, wenn sich ein Klischee so anschaulich erfüllt: Nämlich das, dass man Tore, die man nicht schießt, bekommt. Bestes Beispiel die Minute 50. Einer der vielen Wechselpässe Richtung Pagger fällt besonders gut aus. Pagger nimmt Tempo auf, dringt von links kommend in den Strafraum ein – und da ist sie die Preisfrage. Was tun? Aus spitzem Winkel schießen, zur Mitte auf den freien Tomic abspielen – Pagger entscheidet sich für den Schuss, Stoiser kann abwehren. Und exakt 20 Sekunden (!) später, befindet sich der Ball zum 0:1 im anderen Tor. Der weite Pass gelangt zu Kurzmann, der bringt den Ball zur Mitte – Vrucina lauert genau dort und drückt den Ball irgendwie mit der Ferse an Peckovic vorbei ins Tor. Abseits oder nicht, schlechtes Stellungsspiel oder starker Angriff, Glück oder Können, was auch immer – Wildon liegt in Donawitz in Führung. Und das kennen wir schon. Wenn das Gegentor gefallen ist, wird es ganz, ganz schwer. Körperhaltung, notwendige Leichtigkeit, Siegesglaube und Selbstvertrauen – all das spricht nun gegen den DSV!

Was machen die Donawitzer mit dem Rückstand – sie versuchen Gas zu geben. Und das sieht dann so aus. Petkov springt nach Zuspiel von Prutsch im Strafraum der Ball an die Hand und kurz darauf rutscht Tomic an einer Pagger-Flanke knapp vorbei (wäre überdies im Abseits gewesen). Wildon kommt mit einem guten Angriff zum 0:2. Vrucina setzt Schlatte ein, dessen Schuss geblockt werden kann. Der Ball bleibt im Spiel, Foda ist schussbereit wird aber knapp außerhalb des Strafraumes zu Fall gebracht. Kelenc tritt an, über die Mauer hinweg landet der Ball zum 0:2 im Eck – so wird es gemacht. Es ist zum Verzweifeln.

Wieder einmal müssen wir Anderen beim Jubeln zusehen!

Noch 34 Minuten reguläre Spielzeit, das bedeutet, es wäre noch Zeit, um das Spiel noch zu drehen – in der momentanen Verfassung der Donawitzer Spieler ist dies aber ein Ding der Unmöglichkeit. Wildon verstärkt die Abwehr, kann sich bequem aufs Kontern verlegen, und kann sich weiter auf das Vergeben der Donawitzer Chancen verlassen. Ob ein Tomic-Kopfball (nach Hubmann-Freistoß), ob Eckbälle oder andere Vorstöße, das Bemühen ist vorhanden, die Qualität sich durchzusetzen, aber nicht. Wildon vergibt durch Vrucina (Kopfball vom Fünfer) den Matchball, auf der anderen Seite scheitert wieder Tomic mit einem Kopfball. Einmal zeigt Stoiser dabei ein kleine Unsicherheit (er kommt nicht zum Ball), doch der Kopfball von Tomic landet über dem Tor! Ein Schussversuch von Damis und einer von Tomic, der fast zur Waldhuber-Vorlage (Schlatte rettet zum Corner) wird, bringen nichts, bei einem Kopfball von Tomic (den er nicht ins Tor bringt), ist der Stürmer knapp im Abseits – die Zeit verstreicht gnadenlos.

In der 90. Minute fällt endlich ein Donawitzer Tor. Und auch das ist auch typisch für dieses Spiel. Nach einem Prutsch-Freistoß in den Strafraum verlängert Damis per Kopf. Petkov zum ersten – geblockt – Hofer zum zweiten – geblockt – und schließlich Petkov zum dritten – endlich ist der Ball (wieder abgefälscht) im Tor! Das war es aber. Die Donawitzer kommen in der Nachspielzeit zu keiner Torchance mehr, Wildon macht das geschickt und kann nach dem Schlusspfiff über drei Punkte jubeln. Wieder stehen die Donawitzer mit leeren Händen da, wieder darf man sich über eine verpasste Gelegenheit, den aufgestauten Balast abzuwerfen, ärgern. Am Freitag geht es für den DSV Leoben in Liezen weiter, vielleicht gelingt beim Extrainer der so nötige Befreiungsschlag…

Links: StFV, Wildon, Ligaportal

Der DSV Leoben spielte mit: Peckovic, Rinner, Pagger, Hubmann (75. Waldhuber), Tomic (G), Grgic, Schranz, Hofer (G), Damis, Prutsch, Petkov (G, T). Ersatz: Weiss, Kosche, Kutlesa, Niederl.

Nächster Tiefschlag: 0:3 beim Aufsteiger Frauental!

Landesliga, 4. Runde, SA 01.09.18, 17:00 Uhr Sportplatz Frauental, 350. SV Frauental : DSV Leoben 3:0 (0:0). Torfolge: 1:0, 2:0, 3:0 Gregor Furek (55., 69., 75.). Schiedsrichterteam: Ing. Franz Josef Krainer, Serdar Altun, David Novak.

Nächste Leermeldung, diesmal beim Aufsteiger aus Frauental: So viel hat man sich vor dem Spiel vorgenommen, gelungen ist dann gar Nichts! Die besten Chancen, darunter ein Elfmeter, wurden vergeigt, da darf man sich dann wirklich nicht wundern, wenn man wieder mit leeren Händen da steht. Wie es geht, hat Gregor Furek eindrucksvoll gezeigt. Er alleine schießt mit einem lupenreinen Hattrick den DSV Leoben in der zweiten Spielhälfte k.o. und damit noch tiefer in die Krise. Vor der Pause kommen einerseits die Donawitzer zu guten Vorstößen, die aber entweder im entscheidenden Moment durch individuelle Mängel versanden, bevor richtige Torchancen daraus entstehen oder, wenn die Abschlußmöglichkeit da ist, fehlt es an Durchschlagskraft (Grgic alleine vor dem Tormann). Andererseits kommt aber auch Frauental zu guten Tormöglichkeiten, Schüsse verfehlen knapp das Ziel oder müssen mit vereinten Kräften (Pachner auf der Linie) entschärft werden – es läuft vorne, aber auch hinten nicht rund. Nach der Pause schaffen es weder Petkov noch Schranz den Ball aus kürzester Entfernung im Tor unterzubringen, es ist einfach zum Verzweifeln – solche Möglichkeiten darf man einfach nicht ungestraft auslassen. Das Spiel wogt hin und her, mit dem glücklicheren Ende für die Hausherren: Bei einem Schuss von Furek kommt Petrovcic nicht mehr hin, zum ersten Mal hat der Stürmer seinen Torinstinkt unter Beweis gestellt. Die Donawitzer wollen zwar weiterhin, versuchen auch Alles, doch es ist wie verhext – die Blockade kann nicht überwunden werden. Es ist wieder Furek, der mit einem perfekt angetragenen Schuss Petrovcic verzweifeln lässt, neben der Stange landet der Ball zum 2:0 im Netz. Die Riesenchance, um noch einmal heran zu kommen, vergibt Martin Petkov vom Elferpunkt (Prutsch wird im Strafraum gelegt). Es passt aber symptomatisch zum Donawitzer Auftreten, dass der Kapitän rechts am Tor vorbei schießt. Wie wertvoll ein Vollstrecker, in einem Spiel mit vielen Chancen, ist, bewist ein drittes Mal Furek – mit seinem insgesamt fünften Saisontreffer versetzt er dem DSV im Alleingang den Todesstoß. Ratlosigkeit, Enttäuschung, fast schon Verzweiflung – so ungefähr lässt sich die momentane Situation am besten beschreiben, dazu noch die ungeklärte Trainerfrage – es braucht schon einiges an Optimismus, um da ein Licht am Ende des Tunnels zu erkennen!

Riesenchance durch Schranz – der DSV Leoben erzielt einfach keine Tore!

Da Trainer Gottfried Jantschgi, wie von ihm angekündigt, nicht mit in Frauental war, übernahmen Helmut Kalander unterstützt von Walter Schachner das Coaching. Ebenfalls nicht dabei war Heinemann (Krankheit), dafür aber (in der zweiten Spielhälfte) Jürgen Prutsch, der trotz einer Roten Karte gegen St. Anna spielberechtigt war – er hat seine Sperre im Steirercup abgesessen. Frauental kommt etwas besser auf dem regendurchnässten, tiefen Boden ins Spiel, ohne dabei aber wirklich gefährlich zu werden. Der Ball läuft zwar besser in den eigenen Reihen, doch spätestens am Strafraum wird energisch attackiert, mehr als Eckbälle, die (zumindest zu Beginn) wiederum relativ problemlos entschärft werden, entstehen nicht. Der DSV versucht ebenfalls schnell das Mittelfeld zu überbrücken, doch auch das gelingt nicht wie erhofft – die letzten Pässe (Petkov auf Grgic, der auf und davon gewesen wäre) oder Flanken (Pagger, Waldhuber) kommen nicht. Nach zehn Minuten die ersten Schüsse für Frauental: Vlah, bereits im Strafraum, zum Ersten (geblockt von Damis) und Vlah zum Zweiten, diesmal streift der Ball knapp rechts neben das Tor. Auf der anderen Seite kommt Grgic zur ersten Donawitzer Torchance: Eine Flanke von Pagger übernimmt er schön an der ersten Stange, der Ball dreht sich aber am langen Eck vorbei ins Torout!

Das von beiden Mannschaften zwar intensiv, aber fehleranfällig geführte Spiel, lässt Vorstöße eher zufällig, als geplant erscheinen. Einmal ein Eckball auf der einen Seite, dann wieder einer auf der anderen Seite, richtig zwingend sieht das nicht aus. Für Frauental setzt sich der dribbelstarke Muster mehrmals durch, doch auch er verpasst den richtigen Moment um abzuspielen oder draufzuhalten. Ähnliches Bild auf der anderen Seite: Hofer schaltet sich offensiv ein, doch auch ihm gelingt der Pass zu Petkov nicht, oder er entscheidet sich, anstatt selbst zu Schießen, zum Abspiel auf Waldhuber, der daraus nichts machen kann. Und dann ist sie plötzlich da, die Großchance. Einmal kann Grgic entfliehen, seinen Schuss kann Paul im Frauentaler Tor nur zur Seite abwehren. Der Ball bleibt im Spiel, Niederl spielt zurück auf Petkov, dessen Flanke wieder zu Grgic gelangt. Unmittelbar vor dem Tormann gelingt es ihm aber einfach nicht, einzunetzen – viel besser werden die Chancen nicht (so meint man zumindest!) werden. Vor der Pause ziehen Petek (abgefälscht) und Muster aus guter Schussdistanz ab, vor allem der Muster-Versuch ist gefährlich, für den geschlagenen Petrovcic kann Pachner vor der Linie klären.

Der Unglücksrabe: Martin Petkov hatte die Seuche am Fuß!

Der Pausenstand von 0:0 ist gerecht, beide Teams konnten ihre Möglichkeiten einfach nicht nützen. In der Pause wechselt Kalander zwei neue Spieler ein – für Hofer und Waldhuber kommen Tomic und Prutsch – und der Stürmer bereitet gleich nach dem Seitenwechsel die Riesencahnce vor. Tomic wird ideal frei gespielt, von rechts kommend dringt er in den Strafraum ein und spielt zur Mitte auf den freien Petkov ab. Normalerweise macht er den, doch an diesem Nachmittag scheitert Petkov vom Fünfer am Tormann. Der Ball ist abgewehrt nun schussbereit für den aufgerückten Schranz, doch auch der schafft es nicht, aus sechs Metern Entfernung den Ball im Kasten unterzubringen – da fehlen einem einfach die Worte, so etwas darf man nicht vergeben! Während Petrovcic auf der anderen Seite einen Fauland-Schuss sicher fangen kann, kommen die Donawitzer zur nächsten Großchance. Tomic zieht von links auf und davon, seinen Stanglpass Richtung Mitte kann ein Verteidiger gerade noch in den Corner abwehren.  Den Eckball von Pagger übernimmt Tomic per Kopf, der Ball wird irgendwie an der Linie von Paul und einem Verteidiger im Spiel gehalten, wieder ist Petkov da, wieder kann er aus kurzer Distanz den Ball nicht über die Linie bringen!

Frauental macht das entscheidend besser. Bauer zirkelt einen Freistoßball zur Mitte, dort kann Fauland beinahe ungehindert für Furek ablegen, der ansatzlos aufs Tor zimmert. Über die Fingerspitzen von Petrovcic hinweg, schlägt der Ball im Eck ein, Frauental führt mit 1:0. Jaja, Tore, die man selbst nicht macht – und so weiter… Die Donawitzer scheinen geschockt und angezählt, versuchen zwar den Gegentreffer wegzustecken, das gelingt aber nicht wirklich. Die Flanken von Pagger (aus dem Spiel heraus und vom Eckpunkt) und danach vom aufgerückten Damis (Tomic bedrängt), sowie ein Pagger-Schuss und ein Prutsch-Freistoß bringen nichts Konkretes. Der viele Aufwand, das verzweifelte Bemühen und das Erzwingen wollen – das Alles bleibt unbelohnt, denn wieder ist es Frauental, das zeigt, wie man erfolgreich spielt. Das sieht dann so einfach aus. Muster, auf den sich gleich vier (!) Donawitzer Spieler konzentrieren, bedient zentral den nun freien Furek, der sich seelenruhig den Ball herrichtet. Eine Körpertäuschung und er schüttelt Damis ab, Schranz kann den Schuss nicht mehr unterbinden – und schon ist es wieder passiert. Petrovcic wirft sich zwar in seine rechte Ecke, der flach geschossene Ball kommt aber zu platziert und es steht 2:0.

Einmal gibt es sie noch, die Chance, dass man aus diesem Spiel etwas Zählbares mitnehmen kann. Nach einem glasklaren Foul von Schmidt an Prutsch im Strafraum, zögert der Schiedsrichter keine Sekunde, sofort zeigt er auf den Elferpunkt. Martin Petkov schnappt sich den Ball, tritt an – und – vergibt. Rechts am Tor vorbei schlägt der Ball ein, auch aus dieser Möglichkeit wird nichts gemacht. So kann man natürlich nicht erwarten, dass man die Niederlage noch abwenden kann. Praktisch im Gegenzug die endgültige Entscheidung. Fauland, der erst nach dem Seitenwechsel gekommen ist, bedient Furek und kann sich in dem Moment zu seinem zweiten Assist gratulieren lassen. Diesmal taucht der Goalgetter auf der rechten Seite auf, er übernimmt das Zuspiel direkt und bezwingt Petrovcic dabei zum dritten Mal. Spätestens nach dem 3:0 steht fest, dass der DSV Leoben aus diesem Spiel, außer Erfahrung, nichts mitnimmt.  Etwa 15 Minuten vor Spielende ist alles klar, ein Schuss von Pagger, ein weiterer Freistoß von Prutsch und eine Pagger-Flanke, die in den Rücken von Petkov gespielt wir – viel mehr ist da nicht mehr, das Spiel endet schließlich mit einem ernüchternden 3:0-Sieg vom SV Frauental. Damit hält der Donawitzer Negativlauf in dieser Saison weiter an, nach vier Spielen oder 360 Minuten hält der DSV Leoben bei einem Tor und einem Punkt.

So sieht er aus, der „DSV-Killer“ – Hattrick durch den Frauentaler Gregor Furek!

Bis zur nächsten Runde – am FR 06.09.18, 19:00 wartet der SV Wildon im Donawitzer Stadion als nächster Gegner – sollte endlich die offene Trainerfrage gelöst werden. Es darf einen nicht verwundern, wenn in der ohnehin schon schwierigen Situation, aufgrund der herrschenden Unklarheit, die Unsicherheit nicht kleiner wird.

Links: StFV, Frauental, Ligaportal

Der DSV Leoben spielte mit: Petrovcic, Rinner (67. Kosche), Pagger, Grgic, Pachner (G), Schranz, Hofer (G, 46. Prutsch), Waldhuber (G, 46. Tomic), Damis (G), Niederl, Petkov. Ersatz: Peckovic, Hubmann.

Kollektives Versagen in Grünweiß: Der DSV Leoben wird im eigenen Stadion vorgeführt!

Landesliga, 3. Runde, SA. 25.08.18, 17:00 Stadion Donawitz, 250. DSV Leoben : USV St. Anna 1:7 (1:4). Torfolge: 0:1 Guja (10.), 0:2 Ramminger (21.), 1:2 Pagger (28.), 1:3 Kobald (Elfer, 37.), 1:4 Salamun (39.), 1:5 Lackner (71.), 1:6 Kobald (73.), 1:7 Pacher (ET, 84.). Schiedsrichterteam: Andreas Kollegger, Ing. Can Cetin, Marco A. Zarnik.

Wie konnte das nur passieren? Fassungslos steht man nach der unterirdischen Leistung da, so ein unwürdiges Auftreten ist einfach völlig inakzeptabel. St. Anna war zwar der Favorit in diesem Spiel, man wusste um die individuellen Stärken der Spieler Bescheid, man konnte dem munteren Treiben dieser Mannschaft aber in keinster Weise etwas entgegen setzen. Völlig überfordert, planlos, wie man den Gegner am Ball begegnet, gepaart mit individuellen Fehlern und einem schauderhaften Stellungsspiel – das konnte einfach nicht gut gehen! Das Unheil beginnt in der 10. Minute, da zimmert Guja den Ball scharf unter die Latte, nach 21 Minuten ist es Ramminger, der zum 0:2 abschließt. Matthias Pagger erzielt zwar kurz darauf mit dem 1:2 den ersten Donawitzer Saisontreffer, doch St. Anna beeindruckt das in keinster Weise. Nach Torraub (Prutsch wehrt den Ball per Hand aus dem Tor und sieht dafür Rot), erhöht Kobald vom Elfmeterpunkt auf 1:3 und nur kurz darauf macht Salamun mit dem 1:4 bereits früh den Deckel drauf. Auch ein Dreifachtausch in der Pause bringt nicht den gewünschten Effekt. Zu zehnt und ohne den nötigen Biss, laufen die Donawitzer schließlich in ein Debakel. Mit einem Doppelschlag durch Lackner und Kobald innerhalb von zwei Minuten und, zu allem Überdruß, einem Eigentor von Pachner, endet das Spiel mit 1:7! Das war einfach gar Nichts, das wird wohl jedem einzelnen Spieler bewußt sein. Man kann nur hoffen, dass nun die richtigen Schlüsse daraus gezogen werden, denn eines steht nach drei Runden schon wieder fest: Der DSV Leoben wird auch in dieser Saison mit solchen Leistungen im Abstiegskampf live dabei sein!

Darf nicht passieren: Ramminger völlig frei bei seinem 2:0!

Vor Spielbeginn wurden im Rahmen der 90-Jahr-Feier lobende und aufmunternde Worte zur langen, manchmal erfolgreichen – aber immer ereignisreichen – Geschichte und über die Gegenwart des obersteirischen Traditionsvereines gesprochen. Die Spieler, die sich das beim Festakt geschlossen anhörten, dürften dabei aber nicht wirklich zugehört haben, welche Spieler für diesen Verein in der Vergangenheit tätig waren und was man auch in schwierigen Zeiten geleistet hatte. Oder sie hörten zu genau zu und erstarrten im anschließenden Spiel vor Ehrfurcht.

Auf das bereits traditionell schlechte Heimspielwetter war auch diesmal Verlass, dennoch kamen rund 250 Zuseher ins Donawitzer Stadion. Und man darf davon ausgehen, dass die das Kommen bereut haben. Was sich auf dem Spielfeld abspielte, das wollte man einfach nicht wahr haben. Was auch immer die Donawitzer versuchten, es war einfach zu wenig. Zu ungenau, zu durchsichtig oder zu fehlerhaft – St. Anna hatte immer die passende Antwort. Nach zehn Minuten, in denen bereits Rinner einen gefährlichen Stanglpass (Lackner Richtung Schleich) unterbinden konnte und auf der anderen Seite Tomic aus etwa fünf Metern Entfernung eine Pagger-Hereingabe über das Tor drischt (dazu noch ein harmloser Pagger-Freistoß übers Tor), ist es soweit: St. Anna geht in Führung. Es war natürlich Pech, dass ein Pressball genau in den Lauf von Lackner passt. Aber, dass der dann den freien (ja warum eigentlich?) Guja anspielen kann und der unbedrängt abziehen kann, darf man nicht mehr als Pech bezeichnen – der Schuss fällt scharf unter die Latte aus, Petrovcic ist zum ersten Mal geschlagen.

Während es die Donwitzer mit hohen Bällen zum völlig isolierten Tomic versuchen, auch die zweiten Bälle verloren gehen, sieht das auf der anderen Seite viel konkreter aus. Wieder kann im letzten Moment Rinner, durch Reinrutschen, Guja am Torschuss hindern und als letzter Mann Salamun nach außen abdrängen. Nach einem Eckball kommt Klöckl zum Kopfball (löst sich mühelos), setzt den Ball aber zum Glück neben das Tor. Einzelne Vorstöße der Donawitzer über die Seiten (Pagger, Pachner) haben zwar Potential, spätestens die Hereingaben aber, kommen nicht an. In der 21. Minute fällt das 0:2. Nach einem Eckball gewinnt zwar Hofer das Kopfballduell gegen Klöckl, der Ball landet aber vor den Beinen des völlig freien Ramminger, der aus kurzer Distanz den Ball an die rechte Innenstange lupft, von dort findet er den Weg ins Tor. Viele Donawitzer sind zwar in der unmittelbaren Umgebung, doch niemand kann den Abschluss unterbinden, ganz, ganz einfach sieht das aus. In der 28. Minute, nach insgesamt 208 torlosen Donawitzer Minuten, endlich der erste Treffer: Von einem Fehler auf der anderen Seite profitiert Petkov, der bedient schnell Pagger, der wiederum von der linken Seite abzieht. Der Ball passt perfekt, nach dem 1:2 keimt wieder leise Hoffnung auf.

Höchststrafe: Rot für Prutsch, Elfer für St. Anna!

Und tatsächlich wäre beinahe der Ausgleich gelungen. Waldhuber setzt sich auf der rechten Seite durch, doch den Pass zur Mitte erreicht Tomic knapp nicht, vor Pagger kann Ramminger zur Ecke klären. Auch der kommt nicht schlecht, wieder ist Tomic (der am Trikot gezogen wird) einige Zentimeter davon entfernt, wo es etwas zu erben gibt. Das war es aber mit dem Donawitzer Lüfterl, nun wird wieder auf der anderen Seite gespielt. Nach Fehler von Prutsch, kommt Schleich zum Ball – von der rechten Seite dringt er in den Strafraum – Rinner kann sich dem Stanglpass zu Guja gerade noch in den Weg werfen. Der Ball landet dabei an der eigenen Latte, von dort springt er zurück, der nächste Guja-Treffer scheint nicht mehr verhinderbar. Prutsch, der ebenfalls zum Geschehen hingeeilt ist, nimmt in dieser Aktion seine Hand zur Hilfe, verhindert dadurch das dritte Tor und bekommt die Höchststrafe. Rote Karte und Elfmeter für St. Anna. Kobald tritt zum Strafstoß an und zimmert den Ball ins linke Kreuzeck – ganz souverän liegen elf überlegene Spieler von St. Anna gegen zehn Donawitzer in Front. Zwei Minuten später gelingt der Todesstoß. Wieder geht es auf der rechten Seite von St. Anna viel zu einfach, wieder kommt das Zuspiel brandgefährlich zur Mitte. Petrovcic kann den Ball zwar kurz abwehren, gegen den Nachschuss von Salamun ist er aber machtlos.

1:4 lautet das niederschmetternde Pausenresultat und in der zweiten Hälfte wird es noch schlimmer! Trainer Jantschgi versucht es mit einem Dreifachtausch, er bringt Grgic, Schranz und Hubmann und belässt Hofer, Waldhuber und Tomic in der Kabine. Am Spielgeschehen ändert sich dadurch vorerst nur soviel, dass St. Annas größter Hunger gestillt zu sein scheint und man die zwar verzweifelt bemühten (mehr verzweifelt als bemühten) Donawitzer etwas mehr gewähren lässt, ohne dabei aber im Konter weiter brandgefährlich zu bleiben. Den ersten guten Schuss gibt Lackner für St. Anna von der Seite ab, der Ball landet abgelenkt knapp im Torout. Ein paar Minuten lang hat man nun das Gefühl, dass man das Schlimmste in diesem Spiel bereits hinter sich hat, immerhin können die Donawitzer nun den Gegner besser vom eigenen Strafraumfern fern halten. Die eigenen Vorstöße bleiben aber derart fehleranfällig (Passgenauigkeit, Annahmefehler, Laufwege), dass vorne einfach Nichts zu sehen ist.

Ab der 71. Minute legt St. Anna wieder einen Gang zu, in dieser Minute fällt das 5:1. Lackner ist in der Mitte frei, Heinemann und Pachner können den Schuss nicht mehr verhindern oder ablenken, im langen Eck schlägt der Ball im Kasten von Petrovcic (der zuvor schon einige Schüsse parieren musste – und konnte) ein. Wieder, wie schon vor der Pause, gelingt St. Anna der „Doppelpack“, denn zwei Minuten später erhöht der freie Kobald mit einem perfekten Heber von außerhalb des Strafraumes über den zu weit vor dem Tor stehenden Petrovcic auf 6:1. Während es sich Lackner leisten kann, eine Topchance (Schuss aus etwa elf Metern links am Tor vorbei) auszulassen, sorgt Robert Pachner für den unfreiwilligen Schlusspunkt dieses rabenschwarzen Spieles. Im Glauben, sein Tormann erreicht den Rückpass, spielt er zurück – dem war aber nicht so, dre Ball kullert über die Linie zum 1:7-Endstand. Danach hat St. Anna Erbarmen, schießt kein weiteres Tor, somit bleibt es bei der höchsten Heimniederlage seit dem letzten Regionalligaspiel am 31. Mai 2013. Damals hatte man mit dem gleichen Resultat gegen den LASK verloren…

Doppeltorschütze Kobald nach seinem Heber zum 6:1!

Schuldzuweisungen, Kritiken, heftige Worte, Aufarbeitung und Lösungen – all das steht nun am Programm, wie man da wieder raus kommt, müssen die Beteiligten nun intern klären. Die Mannschaft und Trainer stehen jedenfalls in der Pflicht, möglichst schnell einen Weg aus der Krise zu finden, denn die nächsten Aufgaben stehen vor der Tür: Am Dienstag Steirercup, am Samstag Auswärtsspiel beim nächsten Aufsteiger Frauental. Nicht einmal in Lobmingtal, im Steirercup, gewinnt man mit so einer Vorstellung einen Blumentopf!

Links: StFV, St. Anna, Ligaportal

Der DSV Leoben spielte mit: Petrovcic, Rinner, Pagger (T), Tomic (46. Grgic), Heinemann, Pachner (ET), Hofer (G, 46. Hubmann), Waldhuber (46. Schranz), Damis, Prutsch (ROT, 37.), Petkov. Ersatz: Peckovic, Niederl.

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