Meisterschaft

Pflicht erfüllt: Die Hoffnung lebt!

Landesliga, 21. Runde, 19.04.19, 17:30 Stadion Donawitz, 280. DSV Leoben : SC Liezen 2:1 (0:0). Torfolge: 1:0 Kosche (62.), 2:0 Heinemann (65.), 2:1 Ottochian (84. Elfer). Schiedsrichterteam: Kressl, Paier, Leitinger.

Nichts für schwache Nerven: Der DSV Leoben bezwingt den SC Liezen in einem hektischen Kellerderby knapp, aber nicht unverdient, mit 2:1 und ist wieder voll im Rennen um den Ligaverbleib. In dem von viel Nervosität geprägten Spiel, entstehen vor der Pause kaum Tormöglichkeiten, beide Abwehrreihen können die Angreifer an gefährlichen Abschlüssen weitgehend hindern. Die beiden einzigen sehenswerten Schussmöglichkeiten vergibt Mario Giermair, der dabei einmal den Tormann abschießt und beim anderen Male über das Tor zielt – der nach langer Zeit wieder im DSV-Tor stehende Petrovcic, muss gar nicht eingreifen. Nach der Pause erhöhen die Donawitzer den Druck und werden dafür belohnt. Nach einem Giermair-Freistoß ist Mario Kosche in der 62. Minute an der zweiten Stange mit dem Kopf zur Stelle und stellt auf 1:0. Nur drei Minuten später bringt Rinner von der rechten Seite den Ball zur Mitte, dort löst sich Tim Heinemann und knallt den Ball zum 2:0 ins Netz. Trotz dieser Zweitore-Führung ist in diesem Spiel noch nichts entschieden: Liezen versucht nun Alles, um noch einmal heranzukommen, das zeigt bei den Donawitzern Wirkung. Man lässt sich nun hinten reindrängen, Entlastungsangriffe entstehen nur noch selten. Trotz einiger Unsicherheiten scheinen die Donawitzer dem Druck stand zu halten, bis der Assistent dem Schiedsrichter ein Handspiel von Petkov im Strafraum meldet. In der 83. Minute stellt Ottochian vom Elfmeterpunkt auf 1:2 – nun ist Reinmayrs Mannschaft so richtig gefordert. Sieben bange – und dazu noch einige Extraminuten – lang stemmt sich der DSV Leoben erfolgreich einem weiteren Verlusttreffer entgegen bis endlich der Schlusspfiff ertönt. Der DSV hat seine Pflicht erfüllt und den SC Liezen niedergerungen. Noch ist nichts erreicht, aber man sieht zumindest wieder Licht am Ende des Tunnels.

Viel Einsatz war nötig, um Liezen zu biegen!

Die Liste der Ausfälle vor dem Spiel umfasst vier Personen – Hofer, Grgic, Peckovic und Waldhuber mussten aus unterschiedlichen Gründen absagen, für Petrovcic, Pagger und Kosche bedeutete dies, dass sie zu ihrem ersten Frühjahrseinsatz in der Startformation kamen. Der Nervositätspegel unter Mannschaft, Betreuern, Funktionären und Zusehern war aufgrund der Tatsache, dass dieses Spiel um jeden Preis gewonnen werden musste, entsprechend hoch, man merkte von Beginn an, wieviel auf diesem Spiel stand.

Die Donawitzer agieren in den Anfangsminuten zwar konstruktiver, mit mehr Zug nach vorne – zu Torszenen führte diese Spielweise vorerst aber nicht. Sowohl Pagger links und Välimaa rechts, werden gesucht und auch gefunden, die zum Abschluss nötigen Flanken entstehen aber nicht oder landen beim Gegner. Den ersten Distanzschuss versucht Giermair, der Ball rollt ihm dabei über zu sehr den Rist, dadurch wird das Ziel weit verfehlt. Bei einer Heinemann-Hereingabe von der rechten Seite befindet sich Pagger (bedrängt) zu nahe an der ersten Stange und kann mit diesem Ball nichts anfangen. Liezen hält sich über weite Strecken der ersten Halbzeit vornehm zurück. Hohe Bälle werden von Kosche und Rinner zentral abgewehrt, auch die Seiten (Pachner und Damis) sind dicht, man hat früh den Eindruck, dass Liezen mit einem 0:0 sehr gut leben kann.

Der DSV Leoben kommt mit dem Spiel-gestalten-müssen gegen einen sehr defensiven Gegner nicht wirklich gut zu Recht. Die Lücke wird einfach nicht gefunden, auch die ruhenden Bälle (hohe Hereingaben) werden zu durchsichtig ausgeführt und sorgen für keine Probleme. Die Nervosität bleibt bei unserer Mannschaft (wenig verwunderlich) konstant hoch, einige individuelle Schnitzer – die aber alle mit beherztem Einsatz, Risiko und manchmal Glück ausgebessert werden können – belegen das. Die wenigen Strafraumszenen, in einer an Torchancen sehr armen Halbzeit, sind schnell aufgezählt: Nach einer Petkov-Hereingabe kommt Pagger zum Kopfball, der kann den Ball aber nicht aufs Tor drehen – kurz darauf wird ein Schussversuch im Strafraum von Pagger erfolgreich geblockt. Gefährlicher ist es einige Minuten später. Da wird der Ball links auf Giermair gespielt, der nimmt das Gerät schön aus der Luft an – und mit. Mit seinem linken Fuß knallt er aus spitzem Winkel den Ball aufs Tor, trifft dabei den Goalie voll am Bauch, sodass dem die Luft wegbleibt. Nach einem Pass von Petkov, ist Giermair auf der rechten Seite frei, er nimmt im Strafraum Maß, verzieht den Ball aber übers Tor.

Nach langer Pause wieder im DSV-Tor Christian Petrovcic fehlerlos!

Mehr war nicht vor der Halbzeit, mit einem logischen 0:0 werden die Seiten gewechselt. Während Liezen an der passiven Spielweise in der zweiten Spielhälfte vorerst nichts ändert, gehen nun die Donawitzer etwas entschlossener ans Werk. Allerdings nur bis zur Strafraumgrenze, dann fehlt die zündende Idee. Ein gut angetragener Pagger-Schuss wird in den Eckball geblockt, Flanken (auch Freistöße) und Wechselpässe bleiben harmlos. Die Geduld aller wird weiterhin auf die Probe gestellt. Bis es dann doch klappt. Dem Tor geht ein Kraftakt von Heinemann voraus, der sich auf der linken Seite samt Bewacher nach vorne kämpft und sich dabei so in den Zweikampf verbeißt, dass ihm, beinahe an der Toroutlinie, ein Freistoß zuerkannt wird. Giermair zirkelt den Ball zur Mitte – die Länge ist perfekt, Kosche kommt an der zweiten Stange zum Kopfball und trifft mit seinem allerersten Tor für den DSV zur vielumjubelten 1:0-Führung! Extrem wichtig für unsere Mannschaft, endlich einmal hat eine Hereingabe gepasst, die Führung ist hart erarbeitet!

Das beste was die Donawitzer nach dieser Führung machen konnten, taten sie. Gleich ein Tor draufsetzen. Liezen bringt den Ball nicht weg, ein Schuss von Damis wird geblockt, schließlich kommt der Ball im Strafraum zu Rinner. Der schießt scharf zur Mitte, genau dorthin, wo Heinemann hin sprintet – aus kurzer Distanz knallt Heinemann den Ball zum 2:0 unter die Latte. So will man unsere Mannschaft spielen sehen, nicht nachlassen, dran bleiben – irgendwann klappt es dann auch.

Der Ball im Netz: Mario Kosche mit dem so wichtigen 1:0!

Das Problem nach dem 2:0 waren die 25 Minuten bis zum Schlusspfiff. Natürlich ändert Liezen angesichts des Spielstandes nun die Taktik und versucht nun auch etwas für das Spiel zu tun. Die aggressivere Gangart bekommen Heinemann, Välimaa und Petkov hautnah zu spüren, Liezen will es noch einmal wissen. Die Donawitzer bekommen durch die offensivere Spielweise zwar mehr Räume, können damit aber nichts anfangen. Da vorne (geblockter Hubmann-Schuss) kaum für Entlastung gesorgt werden kann, gerät die Defensive zusehends in den Focus. Den ersten Liezener Warnschuss gibt Mrzic (drüber) ab, viel gefährlicher ist die Situation aber nach einem Eckball. Der Ball kommt quer durch den Strafraum, obwohl viele Köpfe und Beine hinwollen erreicht ihn niemand, das ist gerade noch einmal gut gegangen. Die Unsicherheit wird nach solchen Aktionen wieder spürbar.

Reinmayr versucht es von außen mit lautstarken Anweisungen, schließlich mit neuen Spielern, dennoch wackelt das instabile Konstrukt gehörig. Nach einer Flanke von Iljazovic kommt Neuper im Strafraum zum Kopfball, Petrovcic fischt den Ball aus der Ecke. Nach einem geblockten Ottochian-Schuss folgt der nächste Eckball. Der hohe Ball wird von Petkov gefährlich Richtung eigenem Tor abgelenkt, doch Petrovcic ist wieder aufmerksam. Dann plötzlich ist der Assistent im Mittelpunkt. Bei der Abwehr von Petkov hat dieser ein Handspiel bemerkt, Liezen kommt in der 83. Minute dadurch zu einem Elfmeter. Ottochian tritt an, setzt den Ball in die linke Ecke – Petrovcic hechtet zwar genau dorthin, kann den Ball aber knapp nicht erreichen. 1:2 und noch so viel Zeit, um sich den so erhofften Sieg doch noch nehmen zu lassen.

Die Minuten bis zur 90. und dann bis zum Ende der Nachspielzeit wollten einfach nicht vergehen. Die Donawitzer warfen nun alles, was ging, in die Schlacht, um dieses Ergebnis über die Zeit zu retten – und das gelang auch. Tempo rausnehmen in jeder Aktion war die oberste Devise und das funktionierte erstaunlich gut, Liezen kam zu keiner echten Torchance mehr – daher blieb es beim so wichtigen, knappen 2:1-Erfolg. Es war das erwartet schwere Spiel, es war klar, dass dies in unserer Situation kein Schönheitsgipfel werden würde. Nach dem Spiel gilt, was vor dem Spiel angekündigt wurde: Was einzig und alleine zählt, sind die drei Punkte, wie und warum die zustande kamen, interessiert danach niemand mehr. Die Tür zum Ligaverbleib wurde durch den Sieg etwas weiter geöffnet, hoffen wir, dass dies auch in der nächsten Runde – dem schweren Auswärtsspiel in Voitsberg – so bleibt.

Starke Leistung: Tim Heinemann nach seinem 2:0!

Link: StFV, Liezen, Ligaportal

Der DSV Leoben spielte mit: Petrovcic, Kosche (T), Rinner, Pagger (54. Niederl), Hubmann (G), Heinemann (T), Pachner, Giermair (81. Tomic), Damis, Välimaa (87. Schranz), Petkov (G). Ersatz: Weiss, Machacek.

Unnötige Niederlage in Wildon!

Landesliga, 20. Runde, FR, 12.04.19, 19:00, Stadion Wildon, 150. SV Wildon : DSV Leoben 2:1 (2:0). Torfolge: 1:0 Schlatte (12.), 2:0 Knaus (19.), 2:1 Rinner (51.). Schiedsrichterteam: DI Grasser, Stachel, Duschek.

Die Leistung in Wildon war wieder einmal zu wenig, um zu punkten. So schnell und bitter ist die 1:2-Niederlage zusammengefasst. Die Fehlerquote, die sich unsere Mannschaft auch diesmal wieder leistete, war zu hoch, Wildon konnte ohne zu glänzen die drei Punkte einfahren – der DSV Leoben steht wieder einmal mit leeren Händen da. Nach ambitionierten Beginn unserer Mannschaft, stellt Schlatte per Kopf mit der ersten Tormöglichkeit auf 1:0 für Wildon, die Zuordnung bei diesem hohen Ball war nicht vorhanden. Es passt zu diesem Spiel, dass kurz darauf nach einem Foul an Petkov im Strafraum der Elfmeterpfiff verwehrt bleibt. Wie man einen Konter erfolgreich abschließt, zeigt Wildon nach 19 Minuten: Grgic verliert im gegnerischen Strafraum den Ball, zwei weite Bälle später ist Knaus vor Peckovic völlig frei und erzielt das 2:0 – das geht viel zu einfach. Nach einigen überstandenen Wildoner Angriffen, stellt Reinmayr auf die Viererkette um, das Donawitzer Spiel wird daurch etwas konstanter und sicherer. Die beste Phase unserer Mannschaft ist unmittelbar nach dem Seitenwechsel. Petkov hat bei einem Stangenschuss Pech, kurz darauf versenkt Rinner einen hohen Heinemann-Freistoß in den Strafraum, per Kopf zum 1:2. Das Bemühen danach, den Ausgleichtreffer zu schaffen, kann man der Mannschaft nicht absprechen, es gelingt aber zu selten, echte Gefahrensituationen zu kreieren. Individuelle Fehler, falsche Entscheidungen und mangelnde Durchsetzungskraft verhindern immer wieder den erfolgversprechenden Spielfluß nach vorne. Wildon erzielt ein weiteres Tor, das der Schiedsrichter wegen eines angeblichen Stürmerfouls nicht anerkennt, der DSV bleibt somit bis zum Schlusspfiff im Spiel. Es gelingt aber in der hektischen Schlussphase weder Petkov noch Giermair oder Grgic aus den Strafraumszenen etwas Zählbares, somit geht auch dieses Spiel verloren – der DSV Leoben ist nun abgeschlagen Letzter, es fehlen bereits vier Punkte auf den nächsten Gegner, den Vorletzten SC Liezen.

Zu einfach – Wildon kommt zum schnellen 1:0!

Nach verbüßter Sperre zwar wieder mit Hubmann, aber ohne die Verletzten Hofer, Pagger und Kosche fährt der DSV Leoben nach Wildon, um im Abstiegskampf für das dringend benötigte Erfolgserlebnis zu sorgen. Von Beginn weg sieht das auch ambitioniert aus. Heinemann ist links anspielbar, es gelingt ihm mit Petkov- oder Välimaa-Zuspielen in den Strafraum vor zu dringen, dort aber ist Endstation. Vorne werden Giermair und Grgic gesucht, die gespielten Bälle sind für die beiden Spitzen aber nicht weiter verwertbar. Wildon beendet dieses bemühte, aber erfolglose, weil zu harmlose Donawitzer Bestreben mit der ersten Strafraumszene (dies als Torchance zu bezeichnen wäre übertrieben). Nach einem Foul weit außerhalb des Strafraumes, bringt Kelenc den hohen Ball Richtung Fünfereck. Hubmann will klären, springt hoch, verfehlt aber den Kopfball, Damis und Peckovic sind unentschlossen – können dann auch nicht mehr eingreifen – dahinter freut sich Schlatte, der per Kopf auf 1:0 stellt. So darf man diesen hohen Ball einfach nicht verteidigen, das wird natürlich bestraft.

Der DSV versucht im gleichen Trott, wie vor dem Gegentor, zum Erfolg zu kommen. Das führt zu einigen Angriffen, die aber bestenfalls mit einem Freistoß (Giermair in die Mauer) enden. Pech hat Petkov, als er im Strafraum Skurla umspielt, das Bein des Verteidigers ist ausgefahren, daraüber stolpert Petkov – doch der fällige Pfiff von Schiedsrichter Grasser bleibt einfach aus. Wie man diese Szene NICHT als Foul bewerten kann, bleibt das Geheimnis des Unparteiischen. Das Ganze geschieht nach 16 Minuten, ein Elfmeter hätte das Spiel vielleicht (das ist aber keinesfalls sicher) anders verlaufen lassen. So aber passiert, beinahe im Gegenzug, der zweite Wildoner Treffer. Rinner, aus der Dreierkette, geht bei einem Angriff mit nach vorne und dann passiert es, dass ein Grgic-Zuspiel im Strafraum misslingt, was prompt zum schnellen Gegenzug führt. Ein hoher Ball nach links, ein paar Schritte und dann die hohe Flanke zum einzigen, vorne lauernden, Wildoner Knaus. Die löchrige Donawitzer Abwehr ist in dieser Situation überfordert, auch Peckovic ist weit aus dem Tor heraus geeilt. Knaus, unbedrängt, schießt den Ball vorbei am Tormann zum 2:0 – das sieht nicht nur viel zu einfach aus, das ist es auch – so darf man sich in der Landesliga einfach nicht düpieren lassen!

Das 0:2 darf in dieser Form auch nicht passieren!

Nach dem zweiten Treffer vergibt Wildon mehrere Möglichkeiten, um den Sack endgültig zuzumachen. Die Verunsicherung unserer Mannschaft (das betrifft vom Tormann bis zu den Spitzen eigentlich alle Spieler) ist derart groß, dass oft einfache Sachen misslingen. Es folgen Schüsse von Kelenc, Weber und Zebedin – dazu einige Eckbälle, die stets gut hereingebracht werden und dadurch schwer zu verteidigen sind – das 3:0 liegt in der Luft, fällt aber nicht. Eine Umstellung auf die Viererkette bringt dann etwas mehr Stabilität in die Defensive, dadurch klappt es gegen Ende der Halbzeit auch vorne wieder etwas besser. Ein Giermair-Schuss (verzogen), dann noch einmal Giermair, der im Strafraum Grgic anspielt (Schuss zu schwach und geblockt), sowie weitere Versuche von Giermair, Hubmann und Grgic bringen nicht den gewünschten Erfolg, mit 0:2 geht es zur Kabinenpredigt.

Und die dürfte laut ausgefallen sein, entsprechend motiviert starten die Donawitzer in die zweite Spielhälfte. Nach einer wichtigen Abwehrtat – Heinemann klärt im letzten Moment vor Knaus – geht es auf der anderen Seite weiter. Petkov wird an der Strafraumgrenze angespielt, diesmal hat er Zeit sich den Ball zu richten – sein Schuss prallt von der rechten Außenstange zur Seite, die Hereingabe von Grgic bringt leider nichts. Wir notieren den Aluminiumtreffer Nr.19 (!) in diesen bisher gespielten 20 Runden, das dürfte wohl auch ein einsamer Rekord sein! Zwei Wildoner Eckbälle – wie zuerst beschrieben, von Kelenc immer sehr gefährlich zur Mitte gebracht – werden überstanden, dann kommt es nach 51 Minuten zu einem Freistoß für den DSV im Niemandsland, etwa 35 Meter vor dem gegnerischen Tor. Heinemann zirkelt den Ball zur Mitte, Bernhard Rinner steigt hoch und erzielt per Kopf den Anschlusstreffer zum 1:2. Wie sich doch die Bilder gleichen: Das 1:2 durch Rinner ist beinahe eine exakte Kopie vom Wildoner 1:0, auch die mangelnde Abwehrleistung deckt sich in beiden Situationen. Mehr als 40 Minuten noch Zeit, die Donawitzer fassen neuen Mut, da kann noch etwas gehen!

Hoffnungsschimmer: Rinner per Kopf zum 1:2!

Die Donawitzer sind nun wirklich bereit, alles für die Wende in diesem Spiel zu unternehmen, das ist aber gegen Wildon zu wenig. Schüsse fallen zu schwach aus (nicht voll getroffen), Instinktentscheidungen (Abspielen? Selbst versuchen? – nach außen oder innen ziehen) scheinen immer falsch gewählt zu werden, es ist einfach ernüchternd. Eine Heinemann-Hereingabe wird ebenso zur Beute des Tormannes Stoiser, wie ein Schuss von der Strafraumgrenue durch Petkov. Nach 56 Minuten haben die Donawitzer Glück – Peckovic bleibt zu unentschlossen bei einem hohen Ball, plötzlich ist der Ball im Tor – doch Schiri Grasser hat offensichtlich ein Stürmerfoul am Tormann gesehen und anerkennt den Treffer nicht. Peckovic kann sich danach wieder auszeichnen, bei einem guten Schuss von Weber ist der Tormann auf dem Posten.

Der Spielfilm bis zum bitteren Ende: Beiderseits geprägt von viel künstlicher (manchmal auch berechtigter) Aufregung, die die allgemeine Hektik am Spielfeld natürlich nicht nimmt, dazu manch hartes Einsteigen (für  den DSV sehen Rinner und Hubmann Gelb) und nur einem Wechsel auf Donawitzer Seite (Tomic für Niederl) – so verrinnt unweigerlich die Zeit. Die Donawitzer Chancen in der Schlussphase sind ein Spiegelbild dieser verkorksten Saison. Ständig ist irgendein Bein dazwischen (Zuspielversuch Giermair auf Grgic im Strafraum), bei einem fürchterlichen Wildoner Ballverlust am eigenen Strafraum kann sich Grgic gegen den letzten Mann nicht durchsetzen, auch Tomic kommt einfach nicht zum Abschluss. Bitter anzusehen: Petkov setzt sich links im Strafraum durch, sein flaches Zuspiel auf Grgic ungefähr am Elferpunkt gelingt, doch der (natürlich von einigen Spielern Bedrängte) kann mit dieser Chance nichts anfangen und verzettelt sich. Zum Abschluss kommen noch Giermair (zu schwach, kein Problem für den Tormann), Grgic (Außennetz) und nach Välimaa-Zuspiel noch einmal Giermair. Verkehrt zum Tor dreht er sich geschickt, bringt den flachen Ball auch an seinem Bewacher vorbei, scheitert aber am Tormann – das alles aus acht Metern Entfernung. Auch Wildon kann die Kontermöglichkeiten nicht nützen, um dieses Spiel früher zu entscheiden. So fällt nach drei Minuten Nachspielzeit für die eine, der erlösende, für die andere, nämlich unsere, Mannschaft, der niederschmetternde Schlusspfiff.

Wieder war nichts zu holen, zum vierten Mal im fünften Spiel wird der DSV Leoben im Frühjahr besiegt. Der Blick auf die Tabelle ist natürlich ernüchternd – es nützt aber nichts, in dieser Situation muss man zusammen halten, weiter arbeiten und noch härter trainieren. Nur so besteht Hoffnung, dass man die Spirale nach unten endlich stoppt, eines ist klar – das Meisterschaftsspiel am kommenden Freitag gegen Liezen ist das erste Finale, da müssen drei Punkte her!

Links: StFV, Wildon, Ligaportal

Der DSV Leoben spielte mit: Peckovic, Rinner (T,G), Hubmann (G), Heinemann, Grgic, Pachner, Giermair, Damis, Niederl (66. Tomic), Välimaa, Petkov. Ersatz: Petrovcic, Schranz, Waldhuber.

Der DSV Leoben nach Heimniederlage Tabellenletzter!

Landesliga, 19. Runde, FR 05.04.19, 19:30, Stadion Donawitz, 300. DSV Leoben : SV Frauental 1:2 (1:0). Torfolge: 1:0 Rinner (6.), 1:1 Petek (56.), 1:2 Furek (60.). Schiedsrichterteam: Steindl, Hofgartner, Steuber.

So schnell geht es und sie ist wieder da, die Weltuntergangsstimmung beim DSV Leoben. War man nach dem Auswärtssieg in St. Anna zuversichtlich, dass gegen Frauental der nächste Schritt folgen wird, so wurden diese Hoffnungen auf brutale Weise zerstört. Der DSV Leoben verliert zu Hause, trotz Pausenführung, gegen den Aufsteiger und findet sich vor dem letzten Meisterschaftsdrittel auf dem 16. und letzten Tabellenplatz wieder. Wie kann es sein, dass man nach gutem Beginn und schneller Führung (Rinner-Kopfball nach einem Eckball) so dermaßen zurückfällt, wie dies nach etwa 25 Minuten gegen Frauental passiert ist? Warum ist niemand da, der in hektischen Momenten das Kommando übernimmt und seine Mannschaft mitreisst? Schon vor der Pause klopft Frauental zwei Mal (einmal an die Latte) kräftig an, der Zusammenbruch folgt dann innerhalb weniger Minuten in der zweiten Spielhälfte. Dem DSV gelingt es überhaupt nicht Zugriff auf dieses Spiel zu erlangen, lässt sich zu Hause vom Aufsteiger einschnüren und muss als Ergebnis akzeptieren, dass diese Leistung einfach nicht reicht. Vom Doppelschlag durch Petek und Furek können sich die Donawitzer einfach nicht erfangen, außer den verzweifelten, aber erschreckend ungeeigneten, Bemühungen ist nichts zu sehen. Frauental siegt verdient, der DSV Leoben ist nach der sechsten Heimniederlage schwer angezählt und muss dringend geeignete Lösungen finden. Eine wahre, selbstverschuldete, Herkules-Aufgabe erwartet unseren Verein in den nächsten Wochen: Obwohl der Druck stätig steigt, obwohl man bisher noch keinen geeigneten Weg gefunden hat, müssen Ergebnisse her. Umfaller darf man sich dabei nun nicht mehr leisten.

Der Ball im Netz: Nach sechs Minuten jeubeln die Donawitzer rund um Torschützen Rinner noch!

Der Beginn des Spieles macht Mut. Die Spieler sind motiviert, suchen den direkten Weg, kommen schnell in Strafraumnähe. Waldhuber, der einige Male auf der linken Seite gut angespielt wird, zieht davon – seinen Stanglpass zur Mitte kann Eibinger vor Giermair in den Corner retten. Diesen Eckball bringt Giermair perfekt zur Mitte, bereits vor der ersten Stange löst sich Rinner und erzielt per Kopf das frühe 1:0 für den DSV! Gelungene Ausführung einer Standardsituation, so stellt man sich das vor, es läuft nach Plan. Und auch in den folgenden Minuten bleiben Välimaa und Petkov die nötigen Antreiber, die die Bälle verteilen und nach vorne bringen. Petkov bringt von rechts eine Flanke zur Mitte, Herzog klärt knapp vor Giermair. Den nächsten Versuch startet Välimaa (Giermair-Pass), der von rechts in den Strafraum eindringt – er legt sich dabei den Ball etwas zu weit vor – die Aktion endet mit einem Stürmerfoul. Die Bälle rollen weiterhin nur in eine Richtung. Ein knapp gescheitertes Zuspiel von Giermair auf den freien Heinemann, ein Petkov-Vorstoß samt guten Flachschuss, den Tormann Paul zur Seite abwehren kann – das Alles sieht richtig gut aus.

Den ersten Warnschuss gibt Frauental in der 15. Spielminute ab. Ein Freistoß aus etwa 23 Metern Entfernung setzt Petek über die Mauer an die Querlatte, da wäre für Peckovic nichts zu Halten gewesen. Frauental wird nach diesem ersten Anklopfen munter, doch noch in diese „Aufwachphase“ hinein, gelingt es mehrmals den schnellen Waldhuber loszuschicken. Es wird aber in Summe aus diesen Möglichkeiten zu wenig rausholt. Die anderen Spieler rücken zu spät nach, die Flanken kommen nicht präzise genug, einen Schuss von Waldhuber kann der Gästetormann bändigen. Auf der anderen Seite wird es zum zweiten Mal brenzlig: Rinner und Damis behindern sich gegenseitig, Nutznießer ist Furek, der aber zum Glück mit seinem Schuss (knapp rechts vorbei) scheitert. Dies in etwa wäre der ideale Zeitpunkt (wir sprechen von der 25. Minute der ersten Spielhälfte) gewesen, das Spiel zu beenden, dann hätte man von einem knappen, aber verdienten DSV-Sieg sprechen können. Da dies aber nicht passierte, wurden alle, der in etwa 300 Anwesenden, Zeugen, wie eine Mannschaft im gleichen Maße sukzessive zurückfällt, während die andere zulegt.

Während der DSV Leoben durch vereinzelte Konter zwar für Entlastung, aber nicht mehr für Gefahr, sorgen kann, sieht das bei Frauental nun mutiger und orientierter aus. Der Ball läuft in den Reihen, noch aber ist immer irgendein Donawitzer zur Stelle, der richtig Zwingendes verhindern kann. Damis, Rinner und einmal Pachner, der nach einem Kopfball von Fauland klären kann – diese erfolgreichen Abwehreinsätze befinden sich immer öfters bedrohlich nahe dem eigenen Fünfmeterraum. Einige, überstandene Bälle aus Standardsituationen (Eckbälle, direkter Freistoß, hohe Freistoßflanken in den Strafraum) später, beendet der Schiedsrichter die erste Spielhälfte. Was bleibt, ist dieses mulmige Gefühl, dass dieses Spiel ohne entsprechende Reaktion, kaum erfolgreich beendet werden kann. Frauental hat in allen drei Frühjahrsspielen nach der Pause zwei Tore erzielt, wahrlich kein gutes Omen.

Der Anfang vom Ende: Petek mit dem Ausgleich!

Die Gäste starten wie befürchtet. Volles Programm, mit dem Willen dieses Spiel zu drehen. Schon in den ersten Minuten nach Wiederanpfiff befindet sich der DSV im absoluten Abwehrmodus. Die Bälle können nicht gehalten werden, kaum einmal gelingt es einen freien Mitspieler zu entdecken, bei dem man das Gefühl hat, dass er den Ball auch will. Der erste Höhepunkt, ist eine Glanztat von Peckovic im Donawitzer Tor, als er eine schwer missglückte Kopfballabwehr von Pachner aus der Ecke holen kann. Auch die anderen Spieler, die nun im eigenen Strafraum aushelfen (müssen), agieren teils ungenügend erfolgreich: Kerzen im Strafraum, sofortiger Ballverlust schon an der Strafraumgrenze, erfolglose Versuche Stürmerfouls durch „Theater“ zu provozieren – Nichts, was die Nerven beruhigen könnte.

Und schließlich passiert es. Nöst wird auf der rechten Seite angespielt, Schranz kann die Flanke, die in den Rückraum gezirkelt wird, nicht verhindern. Dort ist Petek genau so lange frei, wie er benötigt, um sich den Ball herzurichten und abzuschließen. An Peckovic vorbei trifft er zum 1:1-Ausgleich. Keine fünf Minuten später ist das Spiel völlig auf den Kopf gestellt. Ein weiter Einwurf, eine nicht ausreichende Abwehr, ein geblockter Schuss von Baumann, das nötige Glück, dass dieser Abpraller genau vor Fureks Beine landet – und schon steht es 1:2. Gregor Furek, der uns schon in Frauental mit drei Treffern zerlegte, hat also zum insgesamt vierten Mal gegen den DSV getroffen. 30 + 6 Minuten bis zum Spielende – eigentlich mehr als genug Zeit, um sich noch einmal aufzuraffen und sich der drohenden Niederlage entgegen zu stemmen. Sollte man meinen, nur leider war kaum etwas von dem nötigen Glauben, dass das noch etwas werden kann, zu spüren.

Mit zu wenig Nachdruck, ohne Phantasie und ohne Selbstvertrauen wird nun versucht, irgendeine Lücke zu finden. Frauental hat leichtes Spiel. Konsequentes Attackieren, gutes Stellungsspiel – mit diesen einfachen Mitteln sind die Donawitzer komplett entwaffnet. Ein Schuss von Grgic (später noch ein Freistoß von ihm übers Tor), ein Foul an den ansonst durchbrechenden Tomic, der überdies bei hohen Flanken zwar gesucht, aber nur mit unbrauchbaren Bällen versorgt wird – das ist einfach viel zu wenig. In der Schlussphase dieses zerfahrenen Spieles ist Frauenteil nicht konsequent genug, um aus einem der Konter ein weiteres Tor zu erzielen. Schiedsrichter Steindl bringt nun verstärkt Farbe (fünf Mal Gelb ab der 72. Minute) ins Spiel – mit Hektik, Verzweiflung und Schuldzuweisungen werden die letzten sechs Nachspielminuten erledigt, bis es fest steht. Der DSV Leoben ist am Boden der Liga gelandet. Einmal mehr konnten die Erwartungen nicht erfüllt werden und ist man auf Besserungs-Hoffnungen im nächsten Spiel angewiesen.

Wieder einmal jubeln Andere!

Links: StFV, Frauental, Ligaportal (mit Video)

Der DSV Leoben spielte mit: Peckovic, Rinner (T), Heinemann, Pachner, Schranz, Giermair, Waldhuber (52. Grgic), Damis, Niederl, Välimaa (77. Pagger, G), Petkov (69. Tomic). Ersatz: Petrovcic, Kosche.

Es geht ja doch! Der DSV Leoben gewinnt beim Tabellenführer mit 3:1 (2:0)!

18 Rd. Landesliga: SA., 30.03.2019, 19:00 Uhr, Stahlbau Müller Arena St. Anna am Aigen, 300. USV RB Weindorf St. Anna am Aigen – DSV Leoben 1:3 (0:2) Schiedsrichterteam: Markus Macher, Philipp Duschek, Mag. Thomas Ofner. Torfolge: 0:1 Tim Heinemann 12′, 0:2 Martin Petkov 33′ Elfmeter, 1:2 Christoph Kobald 65′, 1:3 Mateo Damis 84′.

Nach dem mißlungenen Frühjahrsauftakt, mit zwei Niederlagen in Folge, konnte man nicht wirklich mit einem Sieg in der Südoststeiermark rechnen, doch die Mannschaft von Hannes Reinmayr präsentierte sich diesesmal frech, kämpferisch sowie mit unbändigem Siegeswillen und wurde mit einem doch recht deutlichen Sieg belohnt. Gerade nach der Leistung der vergangenen Woche war es diesmal wie Balsam auf den geschundenen DSV Seelen und macht wieder Hoffnung auf  eine gute Frühjahrssaison, wo der Klassenerhalt oberste Priorität hat.

Der Ball erstmals im Netz: Tim Heinemann (10) bringt den DSV Leoben in Führung!

Entgegen allen Erwartungen, wenn der Tabellenletzte auf den Tabellenführer trifft, beginnen die Obersteirer sehr aggressiv und lassen die Hausherren in den ersten 45 Minuten so überhaupt nicht ins Spiel kommen. Mit viel Herz nimmt man die Zweikämpfe an, macht die Räume eng und es dem Gegner fast unmöglich ein gutes Spiel aufzuziehen. Der Abwehrriegel scheint dieses Mal fast unüberwindbar und andererseits wartet man geduldig auf sich bietende Möglichkeiten, um im Gegenstoß erfolgreich zu sein. Diese Taktik wird dann in der 12. Spielminute auch gleich belohnt. Tim Heinmann bleibt vor dem gegnerischen Tor ruhig, entscheidet sich gegen eine Flanke knapp vor dem Tor, sucht sich eine bessere Schussposition und verwertet diese auch gleich mit einem schönen Schuss ins lange Eck.

Der frühe Führungstreffer ändert aber nichts am Spiel der Donawitzer, man bleibt weiter hoch konzentriert und lässt sich auf keine Spielereien ein, man geht weiterhin aggressiv zum Mann und versucht dem Gegner keinen Millimeter Raum zu gönnen. Dies führt immer wieder zu Fehlpässen von St. Anna bereits im Mittelfeld, sodass es in der ersten Spielhälfte kaum zu gefährlichen Strafraumaktionen der Hausherren kommt und DSV Goalie Admir Peckovic eigentlich eine sehr ruhige Spielhälfte erleben kann. Als dann auch noch Thomas List, bei einem Angriff der Obersteirer und einem leichten Schupfer von hinten durch Välimaa, mit der Hand zum Ball geht, bleibt dem Schiedsrichter nichts anderes übrig als auf Strafstoß für den DSV Leoben zu entscheiden. Diesen verwandelt Kapitän Martin Petkov entschlossen und bringt unsere Mannschaft in der 33. Minute mit 2:0 in Front. Die Heimmannschaft findet in der darauffolgenden Minuten bis zur Pause kein probates Mittel, um selbst gefährlich zu werden und so geht es ohne weiteren Treffer in die Kabinen.

Da wurde es plötzlich wieder eng: St. Anna mit dem Anschlusstreffer!

Auch in der zweiten Halbzeit ändert sich am Spiel der Donawitzer nicht viel, hinten wird vehement auf Teufel komm raus verteidigt , Hauptsache der Ball kommt nicht gefährlich vors Tor. Mit der Fortdauer des Spieles werden aber auch die Entlastungsangriffe der Donawitzer immer seltener, bis diese fast ganz zum Erliegen kommen. In dieser Phase macht St. Anna gehörig Druck, startet einen Angriff nach dem anderen. Doch es sollte noch bis zur 65. Minute dauern, bis die Abwehr des DSV Leoben bezwungen werden kann und Christoph Kobald den Anschlusstreffer zum 1:2 erzielen kann. Danach wittert St. Anna die Chance dieses Spiel noch drehen zu können und bei den mitgereisten Donawitzer Fans beginnt das große Zittern. Als man dann aber in der 73. Minute, mit vereinten Kräften, den Ausgleichstreffer verhindern  und in der 84. Minute, nach einem Eckball von Petkov, Mateo Damis per Kopf den Zweitorevorsprung wieder herstellen kann, beginnt man schön langsam an den Sieg zu glauben. Auch fünf Minuten Nachspielzeit ändern am Ergebnis nichts mehr – der DSV Leoben gewinnt überraschend gegen den Tabellenführer mit 3:1. Die Erleichtung bei der Mannschaft, den Betreuern und Funktionären ist augenscheinlich und alle liegen sich in den Armen. Wenn man auch in den nächsten Runden weiter so agiert,soviel Kampfgeist, Leidenschaft und Herz zeigt, sollte die Mission Klassenerhalt machbar sein. Jetzt ist  kurz Zeit den Augenblick zu genießen, aber schon am Montag soll der Fokus wieder ganz auf den kommenden Gegner Frauental gerichtet werden.

Die Entscheidung: Mateo Damis per Kopf zum 1:3!

Links: StFV, St. Anna, Ligaportal

Der DSV Leoben spielte mit: 1 Admir Peckovic – 5 Berhard Rinner, 18 Mateo Damis – 12 Robert Pachner, 19 Christian Niederl, 8 Christoph Hubmann (80′ 4 Mario Kosche), 15 Alexander Hofer – 21 Verneri Välimaa, 10 Tim Heinemann – 22 Martin Petkov, 16 Marion Giermair (78′ 17 Matthias Waldhuber); Ersatz: 31 Christian Petrovcic, 7 Matthias Pagger, 9 Lukas Tomic.
Nächstes Heimspiel: Freitag, 05.04.2019, 19:30 Uhr Stadion Donawitz. DSV Leoben – SV Domaines Kilger Frauental.

Heimpleite im Derby!

Landesliga, 17. Runde, SA 23.03.19, 15:00 Stadion Donawitz, 590. DSV Leoben : ESV St. Michael 0:3 (0:3). Torfolge: 0:1 Troger (9.), 0:2 Bracher (16.), 0:3 Tschabuschnig (33.). Schiedsrichterteam: Michael Spörk, Ing. Can Cetin, Tarik Sahbegovic.

So viel hatte man sich vorgenommen, so viel wollte man dem zahlreich erschienenen Publikum zeigen – und dann das! St. Michael präsentierte sich, vor allem vor der Pause, in allen Bereichen kompakter, zielstrebiger und giftiger – der DSV Leoben war überhaupt nicht in der Lage, dem geradlinigen Spiel irgendetwas brauchbares entgegen zu setzen. Das Unheil beginnt sehr früh. Nach einem Tschabuschnig- Lattenköpfler ist Troger zur Stelle und verwertet zum 0:1. Nach 16 Minuten ist es Bracher, der eine Hereingabe per Kopf einnetzt, die Leobener wirken in beiden Situationen wie teilnahmslose Statisten. Kein Aufbäumen, keiner der Verantwortung übernimmt – dazu erschreckend viele individuelle Mängel, so darf man sich im Derby einfach nicht präsentieren. Nach Tschabuschnigs 0:3 ist das Spiel früh entschieden, das ist an diesem Nachmittag allen klar. Obwohl auch die Donawitzer zu einigen guten Torchancen kommen (Grgic an die Latte, Damis-Kopfball wird vom Verteidiger vor der Linie weggeschlagen), bleiben die Gäste stets gefährlicher. Nach der Pause wird das ganze Unvermögen unserer Mannschaft so richtig augenscheinlich. St. Michael zieht sich zurück, lauert auf Konterchancen, doch die Donawitzer können mit den Räumen einfach nichts anfangen, können kein vernünftiges Spiel aufziehen. Ein Petkov-Kopfball und ein Grgic-Schuss, den Waldsam für seinen Tormann aus der Ecke holt – das war es im Großen und Ganzen. Dieses Spiel war zweifellos eines der schlechtesten, das dem Publikum in den letzten Jahren präsentiert wurde, wenn es nicht schnell gelingt, sich wesentlich zu steigern, wird der Abstiegskampf kaum zu stemmen sein. Am Samstag geht es nach St. Anna zum Tabellenführer, genau dort kann die Mannschaft zeigen, dass das Fiasko gegen St. Michael nicht der Normalzustand war, sondern dass doch mehr in ihr steckt.

Der Anfang vom Ende: Alle sehen zu, wie sich Peckovic streckt – auf den Abpraller von der Latte ist dann niemand vorbereitet!

Prächtiges Wetter, gute Stimmung – eigentlich Alles, was man sich wünschen konnte. Doch anstatt einer, vor heimischem Publikum, im eigenen Stadion, mutigen, offensiven Spielweise, sehen die Zuseher die Gäste im Vorwärtsgang. Nach fünf Minuten übernimmt Bracher einen Rabko-Freistoß an der zweiten Stange, er scheitert knapp. Ein früher Weckruf? Nein, die Donawitzer Bemühungen versanden irgendwo zwischen Mittelfeld und den vorderen Positionen, zu gut werden die ballführenden Spieler attackiert. Nach neun Minuten passiert es, die Eisenbahnsportler gehen nicht unverdient in Führung. Hölzl bekommt im Zentrum den Ball, seine gute Flanke kann Rinner nicht erreichen, dahinter löst sich Tschabuschnig, der per Kopf und Peckovic´ Fingerspitzen den Ball an die Latte setzt. Und jetzt wird es bitter. Den zurückspringenden Ball übernimmt der mitgelaufene Troger und netzt zum 0:1 ein – was war da mit den Abwehrspielern los? Warum sind alle wie angewurzelt stehen geblieben? Ein Ball kann von der Latte zurückspringen, damit muss man einfach rechnen und nicht von vornherein abschalten…

St. Michael kommt gleich darauf zur nächsten, guten Chance. Wie schnelles Umschalten funktioniert, sieht man in dieser Aktion: Bracher zieht nach vorne, spielt zu Hölzl, der zum besser positionierten Troger passt – der zieht gleich ab, mit den Fingerspitzen kann Peckovic den Ball über die Latte drehen. Die Defensivabteilung wieder zu weit weg vom Mann, zu unentschlossen beim Attackieren. Während eine Donawitzer Flanke (Petkov auf Damis, der per Kopf zu Grgic) letztlich in einem Abseits – und kurz darauf ein Tomic-Vorstoß bis zur Linie, mit einem Fehlpass endet, zeigt St. Michael, wie es richtig funktioniert. 16. Spielminute, Rabko bringt einen Freistoßball von der linken Seite in den Strafraum, genau dort steigen zwei Spieler der gleichen Mannschaft zum Kopfball, Bracher und Hölzl, wobei der erste den Ball trifft und auf 0:2 erhöht. Wie kann das sein, so frei am Fünfer, nach einer weiten Flanke – das darf einfach nicht passieren.

Nach 16 Minuten, der zweite Gegentreffer – wieder unbedrängt…

Die erste Donawitzer Torchance gibt es nach 20 Minuten, ein Grgic-Freistoß landet über dem Tormann am Lattenkreuz (Alutreffer Nummer 18 in der Saison!), das wäre wohl der ideale Zeitpunkt gewesen, um wieder in die Spur zu finden. Nach einigen hohen Flanken (bringen auf beiden Seiten nichts) und einem Hofer-Kopfball ins Außennetz (Tormann Seidl wäre da gewesen), schlägt es zum dritten Mal ein. Diesmal darf es der Goalgetter Nummer 1 in St. Michael, Stefan Tschabuschnig, richten. Ein Ballverlust, ein schneller, weiter Pass und ab geht die Post. Tschabuschnig zieht in den Strafraum, kann nicht mehr eingeholt werden, am Tormann vorbei erzielt er das 0:3. Der DSV wird im eigenen Stadion vorgeführt!

Mit ungeeigneten Mitteln versuchen nun die Hausherren doch noch ranzukommen, zwischen Hoffnung und Hilflosigkeit ist das aber zum Scheitern verurteilt. Sicher, bei einem Damis-Kopfball am Tormann vorbei – den Troger vor der Linie rauskratzen kann – ist Pech dabei, der hätte auch drinnen sein können. Bei einem Tormannfoul an Damis (Seidl sieht Gelb dafür) gibt es statt Elfmeter einen Freistoß für St. Michael, weil der Kroate knapp im Abseits gestanden war. In Summe ist das aber zu wenig. St. Michael geht mit einer klaren 3:0-Führung in die Pause.

Trainer Reinmayr versucht mit zwei frischen Kräften noch irgendwie das Ruder herum zu reißen, Waldhuber und Geburtstagskind Schranz werden in die (verlorene) Schlacht geworfen, wobei Schranz Pech hat – nach einem Zusammenstoß ist für ihn nach zwölf Minuten wieder Schluss, eine stark blutende Wunde lässt kein Weitermachen zu. Die Donawitzer agieren auch im zweiten Durchgang viel zu lethargisch. Weit und breit kein Aufbäumen, kein unbedingter Wille hier noch etwas zu drehen, kein aufopfern, kurzum einfach viel zu wenig, was hier von eigentlich allen Spielern geboten wird. St. Michael kommt nach einem hohen Ball (Rabko-Freistoß) Richtung Zentrum beinahe zum vierten Treffer: Troger, bedrängt vom eigenen Tschabuschnig und vom herauseilenden Peckovic (irgendwo dazwischen auch Hubmann) lenkt den Ball per Kopf Richtung verwaistem Tor, er scheitert aber knapp.

Donawitzer Torszenen sehen in etwa so aus: Entweder Freistöße direkt auf den Tormann, oder, wenn sich einmal jemand lösen kann, wird weiter auf den gespielt, der sich gerade im Abseits befindet. Das Spiel wird nun härter, auch in dieser Kategorie gehen die Gäste energischer zur Sache, Schiedsrichter Spörk kann die Gemüter aber (mit einigen Gelben Karten) im Zaum halten. Während man eigentlich schon irgendwie auf den Schlusspfiff wartet, gibt es doch noch zwei gute Chancen zu sehen. Grgic bringt einen hohen Ball zur Mitte, diesmal ist Petkov frei, doch er kann den Ball nicht zum Tor drehen und scheitert. In der 81. Minute verschafft sich Waldhuber auf der rechten Seite etwas Platz, er passt auf Petkov, der zum völlig freien Grgic weiterleitet. Es passt aber zu dem Spiel, wie die Faust aufs Aug´- Grgic schlenzt den Ball unhaltbar für den Tormann ins Eck. Genau dort sprintet aber Waldsam hin und holt auch diesen Ball aus dem Tor.

Grgic scheitert (nicht am Tormann sondern) am Verteidiger!

Es bleibt beim absolut enttäuschenden 0:3, der DSV Leoben befindet sich mehr denn je in akutester Abstiegsgefahr. Nicht wenige, die im Stadion waren, trauen der Mannschaft einfach nichts mehr zu, mit einer Vorstellung wie dieser, hat man innerhalb kürzester Zeit viel Porzellan zerschlagen und Vertrauen verspielt. Es sind noch 13 Runden bis zum Ende der Saison, wem es jetzt noch nicht klar ist, wie schlimm es für unseren Traditionsverein aussieht, ist schlicht und einfach fehl am Platz. Zieht Euch endlich raus aus diesem Sumpf!

Links: StFV, St. Michael, Ligaportal

Der DSV Leoben spielte mit: Peckovic, Rinner, Hubmann, Tomic (46. Waldhuber), Heinemann (G), Grgic, Pachner (46. Schranz (58. Kosche)), Hofer, Damis, Niederl (G), Petkov. Ersatz: Petrovcic, Giermair.

Der DSV Leoben muss sich zum Frühjahrsauftakt knapp geschlagen geben!

Landesliga, 16. Runde, FR. 15.03.19, 19:00. Murinselstadion, 400. SC Bruck/Mur : DSV Leoben 2:1 (0:0). Torfolge: 0:1 Grgic (61.), 1:1 Schicker (70.), 2:1 Merl (74.). Schiedsrichterteam: Eigler, Feldbaumer, Schweiger.

Der DSV Leoben steht nach dem Auswärtsderby in Bruck, trotz guter Möglichkeiten und, obwohl man durch Brajan Grgic in Führung gegangen ist, letztlich mit leeren Händen da. Der Hauptgrund dafür, liegt daran, dass man sich nach dem Führungstreffer, rätselhafter Weise unnötig zurück gezogen hat und man dadurch ein Spiel, das man gut im Griff hatte, aus der Hand gab. Schon vor der Pause, in der unsere Mannschaft ein merkbares Übergewicht erarbeiten konnte, setzt sich das Donawitzer Aluminiumpech – im Herbst wurde 15 (!) Mal nur Latte oder Stange getroffen – nahtlos fort: Sowohl Mark Schranz als auch Brajan Grgic treffen nur die Latte. Nach dem Seitenwechsel bringt Brajan Grgic mit einem sehenswerten Treffer die Donawitzer völlig verdient in Führung, doch ein Brucker Doppelpack innerhalb weniger Minuten, stellt das Spiel auf den Kopf. Der eingewechselte Schicker trifft direkt (!) vom Corner-Punkt, vier Minuten später bleiben Donawitzer Abseitsreklamationen erfolglos und Merl verwertet einen Stanglpass zum Brucker Sieg. Es war nicht alles schlecht, was die Grünen zeigten, es gab die Chancen auf Tore – aber das alles ist nach dieser bitteren Niederlage, die unbedingt vermieden werden wollte, nichts wert. Der Auftakt zur Aufholjagd wurde zum herben Rückschlag, am kommenden Wochenende gegen St. Michael ist der DSV Leoben nun so richtig gefordert!

Mit Trauerschleife am Oberarm und einer Gedenkminute vor Spielbeginn gedachte der DSV Leoben und der SC Bruck dem kürzlich verstorbenen, ehemaligen DSV Obmann Ing. Anton Hirschmann, der in seiner aktiven Zeit bei beiden Mannschaften, die sich zu diesem Derby in Bruck trafen, gespielt hatte.

Bei kaltnassem, nicht sehr einladenden Wetter (es regnete durchgehend) war es endlich so weit: Die Wintervorbereitung ist Geschichte, die zweite Hälfte der Saison 18/19 in der Landesliga hat endlich begonnen. Beide Mannschaften wissen, was am Spiel steht, beide Teams wollen punkten, um den hinteren Tabellenteil möglichst bald zu verlassen. Nach einem ersten Abtasten, sehen die (sehr optimistisch geschätzten!) 400 Zuseher von beiden Seiten zwei erste Flanken, die aber für keine Gefahr sorgen (Pachner hätte eventuell nach Grgic-Pass auch selbst abziehen können, seine Flanke kommt dann nicht an). Den ersten Torschuss (Roller) des Spieles gibt der Brucker Shabani nach acht Minuten ab – kein Problem für Peckovic. Konkreter sieht das auf der anderen Seite aus. Die Donawitzer versuchen es über die Seiten – da ist besonders Pachner hervorzuheben, dem es immer wieder gelingt, zu entkommen – und sorgen damit schon für Gefahrenmomente, wenn gleich der letzte Pass den Abnehmer nicht erreicht: Einmal ist die erste Stange unbesetzt, ein anderes Mal ist niemand bei der zweiten – so versanden diese durchaus gut angetragenen Hereingaben. Nach 15 Minuten muss sich Peckovic im Leobener Tor erstmals bewähren, eine gute Flanke von Merl kann er erfolgreich vor Wohlmuth mit dem Fuß wegschlagen. Schranz, der sich auf seiner Seite dabei zu leicht versetzen ließ, steht dann kurz darauf auf der anderen Seite im Mittelpunkt. Waldhuber setzt nach, erkämpft in der gegnerischen Hälfte einen Ball, den er zu Petkov weiterleitet. Der Kapitän legt schön für den heraneilenden Schranz auf, der aus 25 Metern einfach einmal abzieht. Der Ball ist (zu) perfekt angetragen, von der Querlatte springt der Ball (Tormann Gröblinger ohne Reaktion) zurück aufs Spielfeld (19.)!

Die Donawitzer sind nun klar bestimmend. Ein Waldhuber-Zuspiel zu Grgic gelingt zwar perfekt, doch der Assistent hat dabei eine Abseitsentscheidung erkannt. Während Klicnik für Bruck aus guter Position den Ball übers Tor drischt, erleben die Zuseher auf der anderen Seite einige Donawitzer Angriffe (Pachner, Waldhuber), die nicht selten zu Eckbällen führen. Trotz der vielen Flanken in den Strafraum entsteht dabei nichts Zwingendes. Ein Damis-Kopfball fällt zu schwach aus, ein Heinemann-(Nach)Schuss landet beim Tormann, der den Ball aber nicht bändigen kann – Grgic ist danach mit dem Ball knapp im Torout. Waldhuber wird von Petkov zwei Mal auf den Weg Richtung Strafraum geschickt, der wohl schnellste Donawitzer, kann daraus aber kein Kapital schlagen. Und dann kommt Brajan Grgic aus halblinker Position zum Torschuss. Knapp außerhalb des Strafraumes zimmert er den Ball ans linke Lattenkreuz, schon wieder Aluminium statt eines Tores!

Genau aufs Lattenkreuz: Grgic, zuvor schon Schranz, mit den Aluminiumtreffern 16 und 17 in dieser Saison!

Bis zur Pause wird die Brucker Verteidigung mit Flanken von den beiden Seiten auf Trab gehalten, die Abwehr macht das aber gut und kann wirklich gefährliche Abschlüsse irgendwie immer unterbinden. Nach einem Heinemann-Freistoß ist Hofer am Fünfer am Ball, allerdings mit dem Rücken zum Tormann, sein Drehversuch misslingt. Schade, vor der Pause gab es doch viel im Ansatz Ansehnliches und mit den beiden Lattenschüssen auch Pech – in Summe fehlte vorne nur das Wichtigste – die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor.

Die Donawitzer wollen den Schwung der ersten Halbzeit in die zweite mitnehmen. Es gelingt den Ball bis zum Sechzehner in den eigenen Reihen zu halten, doch dort ist immer wieder Endstation. Bruck gelingt es, sich zu befreien und der erste Konter der Hausherren ist gleich einmal brandgefährlich. Riegel zieht von rechts auf und davon, seine Flanke zu Wohlmuth kann Hofer per Kopf klären – ein erster `Warnschuss´, in dieser Situation hat das Umschalten nicht funktioniert. Einen guten Schuss gibt wenig später Trippl für Bruck ab, der Ball landet dabei aber neben dem Tor. Die Riesenchance zur Führung hat dann aber wieder der DSV. Pachners Flanke wird minimal (aber entscheidend!) abgefälscht, der Ball kommt dennoch ins Zentrum – Grgic rutscht dem Ball entgegen, verpasst ihn aber um wenige Zentimeter. Das Tor wäre völlig frei gewesen, es gibt Eckball statt Torjubel!

Und dann klappt es doch. Wieder ist es Grgic, der auf der linken Seite den Ball bekommt, aber was macht er? Er zieht weit außerhalb des Strafraumes einfach ab und über die Fingerspitzen des Tormannes landet der Ball zum 0:1 im Netz. Verdiente Führung, wunderschöner Treffer – das sollte doch Selbstvertrauen geben… Brucks Trainer Zrim reagiert mit einem Doppeltausch, Routinier Schicker und Ajan kommen neu ins Spiel. Liegt es an der Angst unserer Mannschaft vor dem möglichen Sieg oder an den Einwechslungen, Tatsache ist, ab diesem Zeitpunkt kippt das Spiel. Die Donawitzer Vorstösse werden nun früher unterbunden, Fehler führen zu Gegenzügen, Bruck drängt unsere Mannschaft immer weiter zurück.

Über weite Strecken alles im Griff und dann doch die Niederlage!

Ein Freistoß von Schicker in den Strafraum kann mit vereinten Kräften entschärft werden, ein Schuss von Shabani landet in Peckovic´Armen und bei einer Hereingabe von Riegel ist es nur Pachner zu verdanken, dass der Ausgleich nicht fällt: Vor Wohlmuth kann er mit vollem Risiko den Abschluss verhindern. Der Ball landet im Torout und Schicker tritt den Eckball. Und was macht der Eingewechselte? Er zirkelt den Ball über alle Köpfe hinweg direkt ins lange Eck zum 1:1. Sicher, es herrschte viel Betrieb am und im Fünfer, dennoch muss man so etwas verhindern können. Bruck ist nun ganz klar im Vorteil und nützt das geschickt aus. Die Donawitzer Abseitsfalle schnappt nicht zu, Riegel zieht auf seiner rechten Seite davon und schiebt den Ball scharf in den Rücken der Donawitzer Abwehrspieler. Keiner passt dabei auf Merl auf, der unbedrängt auf 2:1 stellt. In fünf Minuten von 1:0 auf 1:2, einfach nur bitter aus Sicht unserer Mannschaft!

Obwohl noch sechzehn Minuten plus Nachspielzeit – also genügend Zeit – bis zum Schlusspfiff vorhanden sind, bleibt es bei diesem niederschmetternden Ergebnis. Sicherlich, es wird viel versucht (Tomic, Välimaa und ganz zum Schluss Giermair werden in die Schlacht geworfen), es entstehen Flanken aus Freistößen und Eckbällen – aber daraus entsteht nichts wirklich Gefährliches. Schüsse von Heinemann (drüber) und Välimaa (geblockt) scheitern und, wenn Tormann Gröblinger einmal den Ball auslässt, dann ist niemand da, dies auszunützen. Auch Schüsse von Tomic (daneben), ein Kopfball von Hofer und ein Schuss von Giermair in der Nachspielzeit bringen nichts mehr. Bruck rettet sich über die Zeit, fünfzehn starke Minuten reichen den Hausherren, um dieses Derby für sich zu entscheiden. Mit hängenden Köpfen verlassen die Donawitzer Spieler den Platz, bis nächsten Samstag muss sich das Ändern, denn eine Reaktion gegen St. Michael ist nach dieser Niederlage schon Pflicht!

Subjektiv der beste Mann am Platz: Robert Pachner!

Links:  StFV, Bruck, Ligaportal, Brucki.blogspot, MEMA.TV (Filmbericht)

Der DSV Leoben spielte mit: Peckovic, Damis, Hubmann (G), Hofer, Pachner, Schranz, Heinemann (76. Välimaa), Waldhuber, (72. Tomic), Niederl, Petkov (88. Giermair), Grgic (T). Ersatz: Petrovcic, Kosche.

Mit Unentschieden in die Winterpause!

Landesliga, 15. Runde, FR 09.11.18 19:00 Uhr. Sparkassenstadion Pöllau, 150. TSV Pöllau : DSV Leoben 1:1 (0:0). Torfolge: 0:1 Grgic (59., Elfer), 1:1 Lepen (69., Elfer). Schiedsrichterteam: Adanitsch, Lappi, Oswald.

Mit einem leistungsgerechten 1:1- Unentschieden in Pöllau verabschiedet sich der DSV Leoben in die Winterpause. Aus dem Spiel heraus gelingen beiden Mannschaften, trotz einiger guter Möglichkeiten, keine Tore, so mussten zwei Elfmeter her, die beide nach dem Seitenwechsel verwandelt werden können. Für den DSV Leoben trifft Brajan Grgic, nachdem Mario Kosche im Strafraum von Deibel gelegt worden war, zehn Minuten später ist Lepen für Pöllau vom Elfmeterpunkt erfolgreich (Foul von Heinemann). Beide Mannschaften hatten davor und danach mehrmals Möglichkeiten, dieses hartumkämpfte Spiel für sich zu entscheiden – die besten Donawitzer Chancen vergeben Petkov (Querlatte) und Tomic (guter Kopfball). Mit dem 1:1 bleibt der DSV im letzten Meisterschaftsdrittel vor der Winterpause ungeschlagen, in diesen fünf Spielen wurden immerhin neun Punkte geholt. Trotz dieses unübersehbaren Aufwärtstrends, bleiben die Donawitzer dem unteren Ende der Tabelle treu. Es hat sich zwar bis tief ins Mittelfeld alles zusammengeschoben (die Achtplazierten Pöllauer sind gerade einmal sechs Punkte vor uns), doch sollte Liezen das letzte Herbstspiel gegen Wildon gewinnen, muss unsere Mannschaft die Aufholjagd im Frühjahr vom letzten Tabellenplatz aus starten. Jetzt geht es einmal in die lange Pause, die erst 16. März 2019 mit dem Derby in Bruck (dort muss Bernhard Rinner wegen seiner fünften Gelben Karte pausieren) enden wird. Welche Kaderänderungen in dieser Zeit vorgenommen werden und wie sich diese dann auswirken werden, darüber werden wir zu gegebener Zeit berichten.

Riesenchance für Tomic, gut abgewehrt vom Tormann!

Vier Donawitzer Stammspieler konnten im letzten Spiel des Jahres nicht eingesetzt werden. Neben dem gesperrten Jürgen Prutsch und dem aufgrund eines Auslandaufenthaltes abwesenden Mark Schranz, musste verletzungsbedingt neben Matthias Pagger auch noch Alexander Hofer absagen. Nicht die besten Voraussetzungen für das schwere Spiel gegen zuletzt sehr erfolgreiche Pöllauer (die von Roland Spreitzer betreute Mannschaft konnte in den fünf Meisterschaftsspielen davor nicht mehr besiegt werden!), erstmals nahmen die Juniors Philip Schweighart und Elias Drabli auf der Ersatzbank Platz. Nach fünf Minuten, in denen sich beide Teams keine Vorteile erarbeiten konnten, kommt Pöllau zur ersten guten Torchance. Einen Wechselpass zur rechten Seite erreicht Kitting-Muhr, Heinemann ist dabei zu weit weg vom Gegner, doch Tormann Peckovic erahnt den Spielzug, stürmt aus dem Tor und wirft sich erfolgreich in den Schuss. Ihm ist es zu verdanken, dass der DSV Leoben nicht einem frühen Rückstand nachlaufen muss.

Die Pöllauer Torchance kann aber als Weckruf interpretiert werden. Danach sind die Donawitzer munter und spielen dementsprechend. Den ersten Vorstoß startet Tomic, nachdem er von Grgic den Ball bekommt, über die linke Seite, seine Hereingabe zur Mitte wird aber vor Grgic von einem Verteidiger in den Corner abgelenkt. Der von Petkov ins Zentrum gezirkelte hohe Ball wird vom bedrängten Damis per Kopf neben das Tor gesetzt, dort steht Rinner und bringt diesen Ball noch vor der Linie wieder zurück vors Tor, wo sich aber kein Abnehmer findet. Die Donawitzer sind nun im Mittelfeld entschlossener, erkämpfen sich Bälle, die aber werden noch nicht genau genug weiter verwertet (Petkov- Flanke kommt nicht an, danach Grgic nach Hubmann Lochpass knapp im Abseits). Niederl setzt sich vor dem Strafraum durch, spielt links zu Heinemann, der mit einem Kraftantritt den Ball quer durch den Strafraum ins Zentrum führt. Zum Abschluss kommt es aber nicht, im entscheidende Moment sind sich er und Petkov nicht einig.

Pöllau braucht einige Minuten, um selbst wieder offensiv tätig zu werden, ist dann aber gleich wieder gefährlich. Bei einem misslungenen Schussversuch von Spiller knapp außerhalb des Strafraumes war mehr möglich, wieder hatte ein Pöllauer im Gefahrenbereich viel zu viel Platz. Kurz darauf versucht es Horvat mit einem Schuss, sein Roller bringt Peckovic nicht in Verlegenheit. Es folgen nun die zwei besten Donawitzer Torchancen. Ein von Petkov eingeleiteter Angriff landet links bei Grgic, der bringt die schöne Flanke zur Mitte – dort löst sich Tomic von seinem Bewacher Deibel und steigt zum Kopfball. Er trifft auch gut ins Eck, doch Tormann Miljkovic ist mit den Fingern dran und dreht den Ball noch raus. Schade, das war eine Riesenchance, aber gut gemacht vom Tormann, der auch danach (beim Eckball) sicher agiert und den hohen Ball soverän pflückt. Kurz darauf verlängert Tomic für den dahinter startenden Petkov, der nun von der rechten Seite in den Strafraum drängt. Er zieht von dort wuchtig ab und trifft nur die Querlatte, diesmal reagiert Tormann Miljkovic erst gar nicht, das war einfach nur Pech (zum 15. Mal Aluminium im 15. Spiel!).

Der Führungstreffer: Brajan Grgic mit dem 0:1 vom Elfmeterpunkt!

Die Donawitzer bleiben aktiver. Während Pöllau doch zu lange dafür braucht, um nach vorne zu gelangen, auch manches Mal zu viel auf eigene Faust und zu wenig mannschaftsdienlich agiert, sieht das beim DSV (wenn natürlich auch hier nicht alles gelingt: Grgic bleibt beim letzten Mann beim Passversuch auf Tomic hängen) überlegter aus. Nach einem Petkov-Eckball kommt Kosche verkehrt zum Tor stehend zum Abschluss und macht das unspektakulär gut: Der Ball streift überhaupt nicht scharf, jedoch knapp am Kreuzeck vorbei. Die Donawitzer Halbchancen halten sich bis zur Pause mit denen der Pöllauer die Waage. Auf der einen Seite, wie auch auf der anderen Seite kommen die letzten Pässe oder Flanken oftmals nicht an. Abgesehen von einem Grgic- Schuss (er lässt davor Gschiel und Gabrsek im Strafraum stehen), den der Tormann nur nach vorne abwehren kann – warum wird hier (und nicht nur hier!) nicht nachgesetzt? –  hat auf der anderen Seite Pöllau die Konterchance. Die Donawitzer sind viel zu weit aufgerückt, Horvat bekommt links den Ball und verzögert den Konter. Auf der anderen Seite laufen vor allem Segovic und auch Kitting-Muhr lange völlig frei mit, bekommen zum Glück den Ball aber nicht, die Chance versandet. Nach einem misslungenen Segovic-Schuss (Peckovic ist aufmerksam), geht es zum letzten Mal in diesem Jahr in die Pause.

Und gleich zu Beginn der zweiten Hälfte beweist Robert Pachner viel Selbstvertrauen. Aus mehr als 30 Metern Distanz zieht er einafch einmal ab, der Ball kommt auch gar nicht schlecht und landet knapp über dem Gehäuse im Torout. Eine Unachtsamkeit lässt Pöllau, das nun etwas spritziger zur Arbeit schreitet, zu einer brenzligen Situation kommen. Eine hohe Flanke in den Strafraum erreicht Vidmar völlig ungedeckt. Sowohl Rinner als auch Pachner stehen zu weit weg, der Kopfball aus kurzer Distanz landet über dem Tor. Ein Freistoß im Mittelfeld leitet auf der anderen Seite den Donwitzer Führungstreffer ein. Petkov zirkelt zur Mitte, der Ball wird rechts zu Tomic gelenkt, der den Ball nicht sonderlich exakt, hoch zur Mitte bringt. Dort rittern sich Kosche und Deibel um den Ball – Kosche ist um den Augenblick schneller dort, der Pöllauer zieht ihm dadurch unglücklich, aber eindeutig, über den Fuß – Schiedsrichter Adanitsch bleibt gar nichts anderes übrig, als den Strafstoß für den DSV zu geben. Und das ist eine Angelegenheit für Brajan Grgic. Er legt sich den Ball zurecht und netzt vom Elferpunkt gegen die Laufrichtung des Tormannes zum 0:1 ins rechte Eck ein.

Der Donawitzer Führungstreffer ist eine schöne Momentaufnahme, ändert aber nichts am äußerst engen Spielverlauf. Pöllau kommt durch Gschiel von der rechten Seite zu einer guten Flanke zur Mitte, die Peckovic gerade noch vor Segovic runterfangen kann. Während die Donawitzer nun den Ball nicht mehr so einfach in den eigenen Reihen halten können, verbeissen sich die Hausherren ins Spiel und wollen Abschlüsse erzwingen. Die Donawitzer sind gefordert, lösen die Situationen zumeist spät, aber doch, bis in der 67. Minute Lepen von Heinemann im Strafraum gelegt wird. Knappe, aber vertretbare Entscheidung, zum zweiten Mal in diesem Spiel gibt es einen Elfmeter (und die fünfte Gelbe Karte für Rinner, der die Entscheidung des Schiedsrichters wohl zu heftig kritisierte und damit beim Frühjahrsauftakt fehlen wird). Und wie schon beim ersten Mal, trifft auch jetzt der Schütze – diesmal ist es Lepen, der den Ball zum 1:1 für Pöllau unter die Latte setzt.

Aber auch Pöllau trifft durch einen Elfer: Lepen mit dem 1:1!

20 Minuten vor Spielende ist alles offen, man spürt, dass wohl der als Sieger vom Platz gehen würde, dem das nächste Tor gelingt. Heinemann hebt mit viel Gefühl einen Freist0ßball hoch zur Mitte, den aber niemand erreicht, Tormann Miljkovic ist gefordert, kann den Ball nur nach vorne abwehren, hat aber Glück, dass dort kein Donawitzer steht. Mit offenem Visier wird nun die Entscheidung gesucht. Für Pöllau schießt Lepen von der Strafraumgrenze (Peckovic hält), für die Donawitzer versucht es Tomic, auch in dieser Situation kann der Tormann den Schuss abwehren. Die Riesenchance für den Pöllauer Führungstreffer vergibt Segovic, der aus kurzer Distanz (Bauernhofer Vorarbeit) an Peckovic scheitert, schließlich kann Kosche den Ball wegbefördern. Wieder auf der anderen Seite muss sich Miljkovic nach einem schön angetragenen Petkov-Freistoß ordentlich strecken, Tomic kommt für den Abpraller zu spät. Alles Topchancen, doch ein weiteres Tor gelingt nicht mehr.

Die letzte Donawitzer Chance auf einen Sieg vergibt Tomic. Petkov spielt links hinaus zu Grgic, der den Ball gerade noch vor der Toroutlinie zur Mitte bringt. Dort wartet Tomic, er kann den Ball aber aus kurzer Distanz nicht am Tormann vorbei bringen. Nachdem auch Lepens Schuss in den Armen von Peckovic landet, bleibt es schließlich beim 1:1-Unentschieden. Das Ergebnis ist gerecht, beide Mannschaften investierten viel in dieses Spiel und hatten gute Tormöglichkeiten, beide Teams hätten sich eine Niederlage nicht verdient. 13 Punkte hat nun der DSV Leoben am Konto, das ist natürlich nicht viel, aber mit Blick auf die letzten Ergebnisse, lässt das für das Frühjahr doch berechtigt hoffen. Es liegt sicher viel daran, wie sich die Donawitzer im Winter verstärken werden. Die Notwendigkeit dazu ist augenscheinlich, hoffen wir auf das Beste, dass es gelingen wird, die Abstiegsplätze im Frühjahr ehest möglich zu verlassen.

Gutes Spiel, viele Torszenen – gerechtes 1:1!

Links: StFV, Pöllau, Ligaportal

Der DSV Leoben spielte mit: Peckovic, Kosche, Rinner (G), Hubmann, Tomic, Heinemann, Grgic (T), Pachner, Damis, Niederl (82. Waldhuber), Petkov. Ersatz: Petrovcic, Kutlesa, Drabli, Schweighart.

Prutsch-Doppelpack bei 3:0 (1:0)- Heimsieg gegen die Lafnitz Amateure!

Landesliga, 14. Runde, SA 03.11.18, 15:00. Stadion Donawitz, 230. DSV Leoben : SV Lafnitz Amateure 3:0 (1:0). Torfolge: 1:0 Petkov (12.),  2:0 Prutsch (56.), 3:0 Prutsch (90.). Schiedsrichterteam: Wangg, Sabathi, Summer.

Der DSV Leoben feiert gegen die Lafnitz Amateure einen verdienten 3:0-Heimsieg! Obwohl die Gäste phasenweise temporeich und druckvoll nach vorne spielen, gelingt es der Donawitzer Abwehr gefährliche Torszenen fast gänzlich zu unterbinden. Die gut stehende Defensive ist dann auch die Basis für den klaren Erfolg. Mit dem ersten gelungenen Angriff stellt Geburtstagskind Martin Petkov, er feiert seinen 30er, nach Hofer-Flanke per Kopf auf 1:0. Danach werden zwar noch mehrere Möglichkeiten vor der Pause herausgespielt, zu weiteren Toren werden die aber nicht genützt. Nach dem Seitenwechsel prüft Mateo Damis den Lafnitzer Tormann Koller mit einem starken Kopfball, ehe genau diesem Tormann der spielentscheidende Fehler passiert. Koller läuft weit aus dem Strafraum, um einen Ball zu erreichen – er rasiert ihn dabei – damit ist der Weg für Jürgen Prutsch frei: Überlegt schiebt er den Ball zum 2:0 ins leere Tor. Lafnitz versucht nun zwar Alles, um noch einmal heran zu kommen, da aber die Donawitzer Abwehr weiterhin kompromisslos agiert, ist der DSV Leoben durch Konterfußball dem dritten Tor näher. Eine Attacke an Grgic im Strafraum bleibt ungeahndet, Rinner hat mit einem Stangenschuss viel Pech, auch ein guter Waldhuber-Vorstoß endet nur mit einem Schuss ins Außennetz. Als viele den Schlusspfiff herbeisehnen, schlägt Jürgen Prutsch kurz vor Spielende noch einmal zu: Er verwertet einen Waldhuber-Stanglpass aus kurzer Distanz und sorgt mit seinem zweiten Treffer für den 3:0-Endstand. Der DSV Leoben hat mit diesem Sieg das Tabellenende wieder verlassen, einmal noch vor der Winterpause – beim Auswärtsspiel in Pöllau (bei dem Prutsch aufgrund einer Gelbsperre fehlen wird) – heisst es alle Kräfte zu mobilisieren, um den seit vier Runden ungeschlagenen Aufwärtstrend weiterhin zu bestätigen!

Der Kopfball passt perfekt, Martin Petkov erzielt das 1:0!

Ohne den aufgrund eines Auslandaufenthaltes entschuldigten Schranz und den verletzten Pagger setzen die Donawitzer alles daran, die Miniserie von drei ungeschlagenen Spielen, zu verlängern. Und das scheint gegen die seit vier Runden (dabei zehn Punkte gesammelt) ungeschlagene Mannschaft der Lafnitzer Amateure eine echte Herausforderung zu werden. Um 15:00 Uhr pfeift Schiedsrichter Wangg das Spiel an, die ersten zehn Minuten sind geprägt von vorsichtigem Abtasten. Beide Teams sind zu Beginn gut organisiert, das macht es für die jeweils ballführende Mannschaft schwierig, eine Lücke zu finden. Der Lafnitzer Harrer zieht nach zehn Minuten aus etwa 22 Metern Entfernung bedrängt ab, es überrascht nicht, dass deshalb der Ball weit am Donawitzer Tor vorbeifliegt. Auf der anderen Seite wird der erste Angriff gleich mit einem Tor belohnt. Jürgen Prutsch führt den Ball in die gegnerische Hälfte, spielt nach links zu Hofer. Der legt sich den Ball auf seinen rechten Fuß und zirkelt eine wunderschöne Flanke Richtung zweiter Stange. Dort löst sich Martin Petkov von seinem Bewacher Pilz und versenkt den Kopfball zum frühen 1:0 für den DSV! Ausgerechnet der Kapitän Martin Petkov, der an diesem Tag seinen 30. Geburtstag feiert, macht sich sein Geschenk nach 12 Minuten selber und bringt seine Mannschaft in Führung.

Die Donawitzer setzen gleich nach. Petkov spielt rechts auf Tomic, dessen Hereingabe von Grgic nur knapp nicht erreicht werden kann. Kurz darauf bringt Prutsch einen Eckball hoch zur Mitte, dort steigt Damis auf und dreht den Kopfball rechts über das Tor. Ein weiterer ruhender Ball (Freistoß nach Foul an Pachner) von Prutsch in den Strafraum findet Tomic als Abnehmer, den Kopfball hält Koller sicher. In der 20. Minute setzt sich Tomic rechts durch, wird aber zu weit abgetragen, seinen Pass zur Mitte kann sich Koller mit einem Hechtsprung fangen. Die Donawitzer bestimmen nun klar das Tempo im Spiel, profitieren von vielen gewonnenen Duellen, abgesehen von Standardsituationen entstehen dabei aber kaum Abschlüsse. Auch Lafnitzs´ Amateure, in deren Reihen sich einige, wirklich starke, junge Spieler rund um Goalgetter Beslic befinden, gelingt es nicht, das Tor von Peckovic ernsthaft zu gefährden. Die etwa 230 ansprechend unterhaltenen Zuseher, bekommen einen Schuss von Grgic präsentiert: Schöne Vorarbeit von Tomic, die Position – links im Strafraum – perfekt, der Gegner zu weit weg und dennoch gleitet der Ball etwas über den Fuß, sodass der Ball weit über das kurze Kreuzeck fliegt – da wäre mehr möglich gewesen!

Nach etwa einer halben Stunde, die nach dem Führungstreffer ganz klar der Heimmannschaft gehörten, werden die Oststeirer mutiger. Ein erster Schussversuch (mit viel Potential) von Beslic kann vom Donawitzer Fels in der Brandung, von Mateo Damis, zum Glück geblockt werden, kurz darauf kann sich Pachner auszeichnen, als er dem (beinahe) enteilten Seidl durch ein mutiges, aber erfolgreiches Tackling von hinten den Ball abluchsen kann. Die Lafnitzer Amateure spielen nun sehr gefällig, lassen Ball und Gegner laufen, kommen aber zu keinen Abschlüssen. Erst in der 43. Minute muss Peckovic im Donawitzer Tor erstmals eingreifen, ein geblockter und daher harmloser Schuss von Prohart bereitet ihm keine Probleme. Nach einem von Tormann Koller außerhalb des Strafraumes gewonnenen Zweikampf gegen Pachner (mutig vom Tormann, aber in dieser Situation noch erfolgreich) beendet der Schiedsrichter beim Stand von 1:0 die erste Spielhälfte.

Die Vorentscheidung: Nach Tormannfehler ist Jürgen Prutsch nicht mehr zu Halten!

Den ersten Schuss nach der Pause gibt aus etwa 22 Metern Entfernung der Lafnitzer Harrer ab, Peckovic ist dabei aber souverän und begräbt unter sich den Ball. Nach einem Prutsch-Eckball ist Tormann Koller auf der anderen Seite im Mittelpunkt des Geschehens. Den Ball erreicht, wie so oft, Damis per Kopf, er dreht ihn schön, doch irgendwie bringt Koller seine Hände genau dort hin und kann den Ball über das Tor lenken. Schön gemacht von Damis, aber stark gehalten von Koller. Nach einem Freistoß für die Lafnitz Amateure (!) fällt das zweite Donawitzer Tor. Proharts Freistoß fehlt die Höhe und kann daher von Petkov per Kopf abgewehrt werden. Den Ball erreicht Grgic vor Harrer und auch den darauffolgenden Pressball gegen Schmidt gewinnt Grgic. In hohem Bogen fliegt der Ball tief in die gegnerische Hälfte. Prutsch eilt hin, doch der Tormann ist viel schneller am Ball. Dachten zumindest alle. Mit einem einmaligen Patzer rasiert er den Ball nur, das ermöglicht Prutsch sich den Ball zu schnappen und ein paar Schritte zu gehen. Das leere Tor vor Augen schießt er aus etwa 30 Metern mit dem linken Fuß genau dorthin und trifft zum so wichtigen 2:0! Zweifellos, des einen Leid (Patzer vom Goalie) ist unser Freud – doch dieses Geschenk nimmt Jürgen Prutsch gerne für seine Mannschaft an!

Nun ist Lafnitz gefordert. Seidl ist auf seiner linken Seite kaum zu stoppen, auch im Strafraum nicht, bei einer Attacke im Strafraum an ihn, lässt Schiedsrichter Wangg aber weiter spielen. Aufgrund einer Zerrung muss Alexander Hofer vom Platz, ihn ersetzt für die letzte halbe Stunde Tim Heinemann. Die Donawitzer stemmen sich den, etwas verzweifelt wirkenden, Angriffsbemühungen des Aufsteigers mit vollem Einsatz entgegen und verlegen sich aufs Konterspiel. Und dabei ist man dem dritten Tor wesentlich näher, als Lafnitz dem ersten. Den ersten Versuch, den Vorsprung auszubauen, bekommt Tomic bei einem Kopfball (nach Prutsch-Freistoß), der aber nicht das Tor sondern einen Verteidiger trifft. Kurz darauf gelingt Hubmann der perfekte Laufpass für Grgic, der nun aus der Pole-Position aufs Tor zieht. Verfolgt von Schmidt, der Grgic von hinten mit beiden Händen nach vorne stößt und zu Fall bringt. Das noch dazu im Strafraum, aber was macht der Schiedsrichter. Er macht gar nichts, er lässt weiter laufen und akzeptiert sogar, dass sich Tormann Koller über den liegenden Grgic wirft, um an den Ball zu gelangen. Wie man das nicht pfeifen kann, bleibt wohl für immer ein Rätsel.

Die Aufregung über den nicht gegebenen Elfer ist der Auslöser einer Gelben Karte für Prutsch (Kritik), die zur Folge hat, dass er nach diesem Spiel bereits die Winterpause beginnen darf (Gelbsperre). Der wohl schönste Donawitzer Spielzug landet in der 65. Minute letztlich an der Stange. Beteiligt dabei sind Petkov und Grgic, der rechts auf Prutsch spielt. Der sieht in der Mitte den mitgegangenen Rinner und serviert ihm perfekt den Ball. Ungefähr vom Elferpunkt schließt er flach ab und – bimm – springt der Ball von der rechten Stange zurück aufs Feld. Der Tormann zeigt dabei überhaupt keine Reaktion und hat Glück, dass Frljuzec als erster am zurückgesprungenen Ball ist und klären kann. Zum Mitschreiben: Der DSV hat nach 14 Runden 16 Tore erzielt und insgesamt 14 Mal nur Aluminium getroffen!

Bravo DSV: 3:0 Heimsieg!

In der Schlussphase verstärken die Gäste noch einmal die Offensivbemühungen. Bis zum und teilweise auch im Sechzehner sieht das auch wirklich nicht schlecht aus. Zum Zittern, dass dieses Spiel durch einen Anschlusstreffer noch kippen könnte, reicht der Lafnitzer Spielstil allemal. Was fehlt, sind aber Abschlüsse. Unsere Abwehr (und die beginnt eigentlich schon vorne) ist gefordert, muss weite Wege gehen und sich vielen Kopfballduellen und Zweikämpfen stellen. Aber das zahlt sich aus, ein Kisa-Schuss bereitet Peckovic kein Kopfzerbrechen. Während Lafnitz nichts Zwingendes mehr zusammen bringt, vergibt Waldhuber eine gute Konterchance: Von rechts kommend zieht er scharf ab, der Ball landet über den Händen von Koller im Außennetz. In der letzten Minute macht Prutsch mit seinem zweiten Tor alles klar. Waldhuber bekommt auf der linken Seite den Ball und nimmt Tempo auf. In der Mitte ist Prutsch mitgegangen, er bekommt den Ball genau dort hin, wo er etwas damit anfangen kann, aus kurzer Distanz bezwingt er den Tormann zum 3:0!

Das Spiel ist gelaufen, die Donawitzer besiegen einen guten Gegner deutlich mit 3:0. Zum zweiten Mal hintereinander ohne Gegentor geblieben, das spricht ganz klar für die immer besser eingespielte Defensive und generell für die Arbeit des neuen Trainers, die sich nun endlich in Ergebnissen niederschlägt. Acht Punkte aus den letzten vier Spielen – nur Liezen und St. Michael haben im selben Zeitraum mehr Punkte gesammelt – der Aufwärtstrend setzt sich weiter fort. Einmal in diesem Jahr 2018 zählt es noch, dann geht es in die Winterpause: Nächste Woche ist der DSV Leoben in Pöllau zu Gast, Spielbeginn am Freitag, 09.11.18, ist um 19:00 Uhr.

Links: StFV, Lafnitz, Ligaportal mit Video

Der DSV Leoben spielte mit: Peckovic, Kosche, Rinner (G), Hubmann (G), Tomic (74. Niederl), Grgic, Pachner, Hofer (58. Heinemann), Damis, Prutsch (G,T,T), Petkov (T, 81. Waldhuber). Ersatz: Petrovcic.

Punkt in Heiligenkreuz!

Landesliga, 13. Runde, FR, 26.10.18, 17:00 Uhr, Sportplatz Heiligenkreuz, 200. TUS Heiligenkreuz am Waasen : DSV Leoben 0:0. Schiedsrichterteam: Stachel, Krainer, Glössl.

Den Auswärtspunkt beim 0:0 in Heiligenkreuz nimmt der DSV Leoben gerne mit. Vor der Pause waren die Hausherren die spielbestimmende Mannschaft und hatten auch mehrmals die Möglichkeit, um in Führung zu gehen. Zuerst vergibt Sacher die Kopfballchance (Peckovic und Schranz retten mit vereinten Kräften), kurz darauf nützt Mohsenzada eine Unachtsamkeit von Kosche beinahe aus (der Ball streift knapp am Tor vorbei) und schließlich kann sich Schranz in letzter Sekunde in einen Schuss von Driesner werfen, sodass der aus kurzer Distanz kein Tor erzielen kann. Alles richtig gute Chancen – da war auch Glück dabei, dass der DSV Leoben, der vor der Halbzeit zu keiner konkreten Torchancen kam, ohne Gegentreffer in die Pause gehen durfte. Nach dem Seitenwechsel wird das Donawitzer Spiel besser. Mehr Laufarbeit, aggressiveres Zweikampfverhalten und besseres Stellungsspiel – und schon blieb von der Souveränität der Heiligenkreuzer nicht mehr all zuviel viel übrig. Nun kommen vor allem die Donawitzer zu Torchancen: Ein Grgic-Schuss landet in den Armen von Tormann Fraiss, ein Stanglpass von Pagger, den Tomic knapp nicht erreicht und ein schöner Hubmann-Kopfball, den Heiligenkreuz´ Abwehr mit Mühe klären kann – all das in den ersten Minuten nach Wiederanpfiff zeigt, dass der DSV sich hier nicht kampflos ergeben wird. Auf der anderen Seite vergibt Mohsenzada die einzige (Doppel-) Chance für Heiligenkreuz nach der Pause, seinen ersten Schuss kann Peckovic abwehren, der zweite landet im Außennetz. Die richtig guten Donawitzer Chancen kommen noch: Rinner ist nach einem Prutsch-Freistoß plötzlich schußbereit vor dem Tormann, zögert aber zu lange. Wieder nach einem Prutsch-Freistoß scheitert Hofer per Kopf (Bodenauf) ganz knapp und auch Hubmann hat mit seinem Kopfball Pech – der landet nämlich auf der Querlatte. Letztlich endet das Spiel torlos, das Ergebnis ist in Summe leistungsgerecht und geht daher in Ordnung. Der Punkt beim Tabellenvierten darf als gewonnener Punkt angesehen werden, es ist erst das dritte Mal in dieser Saison, dass man ohne Gegentreffer blieb und zum dritten Mal in Folge, dass man punkten konnte.

Er musste mehrmals eingreifen, blieb zum ersten Mal heuer ohne Gegentor: Admir Peckovic!

Ohne Petkov und Niederl muss der DSV Leoben am Nationalfeiertag die Reise ins Stiefingtal antreten, dafür rückt Lukas Tomic wieder in die Startformation. Nach zwei Freistößen von Prutsch, die aber im Zentrum keinen Abnehmer finden, übernimmt Heiligenkreuz auf eigener Anlage das Kommando. Es gelingt nicht, die Seiten dicht zu machen, zu schnell werden die Spieler dort angespielt und zu weit weg vom Mann sind dabei unsere Spieler. Eine knappe Abseitsposition gegen Driesner verhindert die erste Chance, Mohsenzada wäre bei der Hereingabe in der Mitte völlig frei gestanden. Auch auf der anderen, der rechten Seite von Heiligenkreuz geht das viel zu einfach, Schranz kann per Kopf klären – die Hausherren kommen zu einigen Eckballmöglichkeiten und Freistößen. Entlastungsangriffe der Donawitzer wiederum dauern im Aufbau zu lange, außer geblockter Schüsse von Prutsch und Pagger entsteht dabei nichts.

Nach 12 Minuten sieht Tim Heinemann nach Foul an Ratschnig, der sonst neuerlich auf der Seite davongezogen wäre, die Gelbe Karte. Bitter für ihn, aber das Risiko, dass er bei einem weiteren Foul ein zweites Mal verwarnt wird, ist Trainer Reinmayr nach 29 Minuten zu groß – er ersetzt Heinemann, der diesmal nicht zu seinem Spiel gefunden hat, durch Hofer. Davor müssen die Donawitzer aber noch einige Flanken in den Strafraum überstehen, das gelingt auch, da im Zentrum die Kopfballduelle (bis auf einmal) gewonnen werden. Das eine Mal, wo dies nicht gelingt, wird es richtig gefährlich. Mohsenzada bringt einen Eckball zur Mitte, dort steigen einige Spieler vergeblich hoch, den Kopfball erreicht schließlich Sacher, der aus fünf Meter Entfernung Peckovic fordert. Nach seiner kurzer Abwehr liegt der Ball frei vor der Torlinie, schließlich kann Schranz den Ball vor Pieber aus dem Gefahrenbereich befördern.

Die Donawitzer wirken behäbig, umständlich und sind ständig nur am reagieren. Die eroberten Bälle gehen umgehend wieder verloren, beim Umschaltspiel werden Mängel sichtbar. Man kann nur froh sein, dass der Heiligenkreuzer Toptorjäger Jury (9 Saisontore) in diesem Spiel aufgrund einer Sperre fehlt, sonst hätte es vielleicht anders ausgesehen. So aber vergibt Mohsenzada die Riesenchance, nachdem er nachsetzt und dabei Kosche, als letztem Mann, den Ball abspenstig machen kann. Sein Schüsschen kullert am herausgeeilten Peckovic nur um Zentimeter neben der Torstange ins Torout. Der Strafraum wird nun belagert, Heiligenkreuz will das Tor, es gelingt aber nicht. Ob Tomic, Rinner, Kosche, Damis oder später Hofer – mit den hohen Bällen in den Strafraum gelingt es nicht, die Donawitzer zu knacken, in diesen Situationen ist auf unsere Defensive Verlass. Bei einer weiten Flanke von Mohsenzada Richtung Driesner läuft zum Glück Schranz gut mit – er wirft sich in den Schuss, irritiert dabei den Gegenspieler, sodass der Schuss aus kurzer Distanz neben dem Tor landet. Nach einem Einwurf (!) zieht Dexer von links in den Strafraum – vor Peckovic legt er quer ab, Damis kann den Ball aus dem Weg räumen. Und schließlich landet ein Schuss von Sacher im Strafraum am langen Eck vorbei im Torout.

Vor der Pause waren die Donawitzer unter Druck, das besserte sich nach dem Seitenwechsel!

Erst in den letzten Minuten vor der Pause gelingt es den Donawitzern, Heiligenkreuz etwas zurück zu drängen und den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Nach einem Prutsch-Freistoß in den Strafraum ist Tomic plötzlich frei, er braucht bei der Ballannahme leider zu lange, sein Schussversuch kann dann doch unterbunden werden. Das wäre immerhin beinahe die erste Torchance geworden, kurz darauf leitet Tomic für Grgic im Strafraum weiter – auch er kommt nicht zum Schuss. Nach einer sehr dünnen Schauspieleinlage von Pieber (Zweikampf mit Rinner, beide mit unübersehbarer Handarbeit) im Strafraum, auf die der gute Schiedsrichter Stachel nicht hineinfällt, geht es beim Stand von 0:0 in die Kabinen.

Nach der Pause wird das Donawitzer Spiel besser. Gleich in der ersten Aktion, Tomic verlängert zu Grgic, gibt es den ersten Torschuss – der Versuch von Grgic landet aber zu zentral in den Armen von Fraiss. Auf der anderen Seite sorgt ein Freistoß von Mohsenzada in den Strafraum für viel Verkehr, zuerst klärt Tomic kurz per Kopf, den Schuss nach dem Abpraller verhindert Rinner mit gutem Tackling. Trotz dieser Chance für Heiligenkreuz, sind nun die Donawitzer gefährlicher: Pagger setzt sich auf der linken Seite durch, schaut auf und bringt den Ball scharf zur Mitte – um den Schritt zu weit entfernt, kann Tomic die Vorgabe nicht nützen. Nach einem Eckball von Pagger steigt Hubmann zum Kopfball, Fraiss kann den Ball nicht festhalten, dort, wo es etwas zu erben gäbe, steht leider kein Donawitzer, der aus dieser Situation profitieren könnte, Sacher kann den Ball wegschlagen.

Die beste Chance für Heiligenkreuz nach der Pause in Führung zu gehen, vergibt zwei Mal Mohsenzada. Er zieht von rechts kommend in den Strafraum, aus spitzem Winkel trifft er Peckovic – der Ball gelangt wieder zu ihm – wieder zieht er ab, diesmal trifft er das Außennetz. Beim zweiten Mal wäre ein Abspiel zur Mitte (Driesner, Sacher waren im Zentrum) möglich gewesen, zum Glück hat er das nicht so gesehen und es selbst versucht. In der 57. Minute erhält der DSV einen Freistoß zugesprochen. Prutsch hebt den Ball hinter die Abwehr, dort löst sich Rinner perfekt, der wahrscheinlich mit vollem Risiko aus kurzer Distanz abziehen hätte sollen. Er nimmt den Ball aber an, es vergeht dabei genau die Zeit, die Ratschnig benötigt, um hin zu eilen – Rinners Schuss mit dem rechten Fuß Richtung langes Eck fällt dadurch zu schwach aus, Fraiss kann halten. Nach einem weiteren Freistoß durch Prutsch (diesmal von links), entsteht die nächste gute Chance. Wieder geht der Ball über die zentrale Abwehr, diesmal taucht dahinter Hofer auf, der vom Fünfer per Kopf den Ball vor dem Tormann Boden-Auf-springen lässt – Fraiss kann ihn irgendwie aus der Ecke holen.

Danach ist für Grgic Schluss, für ihn kommt Waldhuber – auch Trainer Tödtling von Heiligenkreuz versucht mit einem Doppeltausch die Entscheidung zu erzwingen. Heiligenkreuz kann die folgenden Minuten mit einigen (erfolglosen) Vorstößen gestalten, vor allem Mohsenzada ist schwer unter Kontrolle zu bringen, in der Schlussphase sind die Donawitzer aber wieder präsent. Nach einigen Flanken, die keinen Abnehmer gefunden haben, tritt Pagger einen Eckball. Diesmal landet der Ball hoch bei der ersten Stange, dort übernimmt Hubmann per Kopf – und der fällt richtig gut aus. Der Tormann kann dem Ball nur nachschauen, doch er hat Glück, denn der prallt von der Querlatte zurück ins Spielfeld (übrigens zum 13. Mal Metall in diesen 13 Runden!). Obwohl nun beide Seiten mit offenem Visier auf den Lucky-Punch hoffen und mit hohen Bällen schnell das Mittelfeld überbrücken, gelingt keinem der Akteure etwas Zählbares mehr. Die letzten beiden Donawitzer Chancen vergibt Waldhuber (einmal nach Stanglpass von Tomic, das andere Mal nach Vorlage von Pagger – der Schuss wird geblockt), auch Heiligenkreuz kann die nun sicher agierende Abwehr nicht knacken – das logische Ergebnis lautet daher 0:0.

Eine der guten Möglichkeiten, im Bild Rinner, nach der Pause!

Mit dem Punkt kann man gut leben. Erstens war er, trotz schwacher ersten Halbzeit, mit der Steigerung in der zweiten Spielhälfte verdient und zweitens hat man nun schon zum dritten Mal nacheinander gegen eine starke Mannschaft punkten können – ein klares Indiz dafür, dass es weiter aufwärts geht. Zusätzlich positiv, zumindest, bis zum Spiel des Konkurrenten: Der DSV Leoben hat die Rote Laterne wieder abgegeben. Die letzten beiden Spiele im Jahr 2018: Am Samstag, 03.11. ab 15:00 Uhr empfängt der DSV Leoben den Aufsteiger aus Lafnitz, das letzte Herbstspiel führt den DSV am FR 09.11., 19:00 Uhr nach Pöllau.

Links: WocheStFV, Heiligenkreuz, Ligaportal

Der DSV Leoben spielte mit: Peckovic, Kosche, Rinner, Pagger, Hubmann, Tomic, Heinemann (G, 29. Hofer), Grgic (62. Waldhuber), Schranz, Damis, Prutsch. Ersatz: Petrovcic, Kutlesa, Pachner,

Tomic-Tor in der Nachspielzeit rettet Punkt gegen Lebring!

Landesliga, 12. Runde, FR 19.10.18, 19:00 Stadion Donawitz, 250. DSV Leoben : SV Lebring 2:2 (0:1). Torfolge: 0:1 Rauter (7.), 1:1 Damis (71.), 1:2 Kreimer (74.), 2:2 Tomic (90+). Schiedsrichter Feldbaumer, Plank, Felber.

Der DSV Leoben ist nach der 12. Runde Tabellenletzter. Obwohl man gegen, über weite Strecken starke, Lebringer in letzter Sekunde ein 2:2-Unentschieden erreichen konnte, hat man aufgrund des gleichzeitigen Liezen-Sieges gegen St. Michael die „Rote Laterne“ übernommen. Diese deprimierende Momentaufnahme ist natürlich nicht auf das Spiel gegen Lebring zurückzuführen, vielmehr ist es die Summe an negativen Ergebnissen davor, in dieser Herbstsaison – es verdeutlicht nur noch mehr, wie dringend Ergebnisse nun geliefert werden müssen. Das 2:2 gegen Lebring ist so ein Ergebnis, mit dem man, nüchtern analysiert, gut leben kann, denn vor der Pause lief so gut wie gar Nichts. Lebring war immer um den Schritt schneller, beim Umschalten stets brandgefährlich aber, zum Glück, bei den vielen Torchancen zu fahrlässig. Der Lebringer Führungstreffer nach bereits sieben Minuten, durch Herbert Rauter, war verdient – nur einmal hatte man die Hoffnung, dass sich auch die Donawitzer an dem Spiel beteiligen. Matthias Pagger hatte den Ausgleich am Fuß, doch Tormann Kozar hatte etwas dagegen und verhinderte die Riesenchance. Nach dem Seitenwechsel ließ der Lebringer Speed, auch aufgrund der druckvolleren und damit ansehnlicheren Spielweise der Donawitzer etwas nach,  dennoch bedurfte es einiger, toller Paraden von Tormann Peckovic, um im Spiel zu bleiben. Der Ausgleich durch den stärksten Donawitzer an diesem Abend, Mateo Damis, gelang nach einem Prutsch-Freistoß – doch der Jubel über diesen Treffer währte nur drei Minuten. Wieder ist es ein Ex-DSVler – diesmal Mario Kreimer – der den Ball ins Kreuzeck schlenzt und damit seine Lebringer neuerlich in Führung bringt. Die letzte Viertelstunde entschädigt die Donawitzer Fans für den großteils müden Kick davor: Plötzlich wird der Ernst der Lage erkannt und endlich mit einer völlig anderen Körperspannung agiert. Lebring macht den Fehler sich zuweit zurück zu ziehen, die Donawitzer stoßen nach und setzen sich am gegnerischen Strafraum fest. Und das wird belohnt. Mit der letzten Aktion des Spieles trifft Lukas Tomic mit seinem allerersten Saisontreffer zum 2:2, ein mehr als versöhnliches Ende gegen einen starken Gegner. Das hätte auch anders ausgehen können, daher ist man an diesem Abend mit diesem Punkt, trotz dem letzten Tabellenplatz, nicht gänzlich unzufrieden.

Bravo Mateo Damis, eine starke Leistung wird mit seinem 1:1 belohnt!

Lebring gelingt es von Beginn an den Donawitzer Spielaufbau effizient zu stören. Mit gutem Stellungsspiel und blitzschnellem Umschalten bereiten vor allem Teuschler und Rauter auf der linken Seite enorme Schwierigkeiten. Der erste Vorstoß kann von Rinner in den Corner entschärft werden, beim zweiten Mal kann Damis die Hereingabe von Teuschler kurz herausbefördern, den Nachschuss vergibt Rauter. Auch noch beim dritten Teuschler-Angriff kann mit Kosche ein Donawitzer im letzten Moment Schlimmeres verhindern, aber in der 7. Minute – dem bereits vierten Angriff über links – ist es soweit. Gsellmann gewinnt im Mittelfeld den Ball, sieht, dass Rauter startet und schickt den Ex-Donawitzer über die linke Seite nach vorne. Rauter ist schneller als Rinner, bei seinem Schuss Richtung langes Eck zu präzise – der Ball passt zum 0:1 ins Eck. Die Donawitzer, bis dahin chancenlos, laufen früh einem Rückstand nach.

Den ersten Donawitzer Torschuss, wenn man das so bezeichnen will, gibt Grgic nach 12 Minuten ab, in Wahrheit wird er dabei nur angeschossen – der abgefälschte Ball bereitet Kozar aber keine Probleme. Viel zu behäbig und dann auch viel zu ungenau beim Abspielen (nicht nur die hohen Bälle kommen nicht an) – Lebring ist in der Defensive immer in Überzahl und beim Attackieren kompromisslos, so kann das nicht funktionieren. Einmal funktioniert es aber doch. Bei einem Pass von Petkov Richtung Grgic reagiert dieser blitzschnell, in dem er den Ball passieren lässt (Grgic wäre im Abseits gestanden). Dahinter löst sich Pagger und zieht mit dem Ball alleine in den Strafraum. Nur der Tormann steht dem Ausgleich im Weg und das bleibt auch nach Paggers Schuss, den Kozar abwehren kann, so.

Der Beinahe-Ausgleich erweist sich als einzige gute Torchance der Donawitzer vor der Pause. Gefährlich ist es danach ausschließlich im anderen Strafraum. Wieder ist es Teuschler, der davon ziehen kann – seinen Schuss kann Peckovic aber relativ mühelos bändigen. In der nächsten Szene ist es einmal der Lebringer Hofer, der im Strafraum (nach Pass von der linken Seite) ungehindert abziehen kann, Peckovic sieht dem Ball, der zum Glück knapp an der linken Stange vorbeistreift, nur nach. Es folgt ein hoher Freist0ßball in den Strafraum, den Teuschler (zu unplaziert) per Kopf erreicht, ein Zuspiel von Wallner auf Rauter gerät im Strafraum etwas zu weit (Peckovic aufmerksam) und schließlich quert der gefährlichste Stanglpass (wieder von links, wieder Teuschler) den Fünfmeterraum knapp vor Wallners Zehen – den haben die meisten schon drinnen gesehen, so knapp war das. Das war noch immer nicht Alles vor der Pause.  Wallner darf innerhalb des Strafraumes, nach einem Angriff über mehrere Stationen, ungehindert schießen (deutlich drüber), kurz darauf spielt er Kosche im Strafraum schwindelig, legt sich aber den Ball vor dem Abschluss zu weit vor, sodass Peckovic per Fußabwehr klären kann.

Nach zwei Entlastungsangriffen der Donawitzer, wobei die Flanken zu nah am Tor für den Tormann keine Probleme bedeuten, vergibt noch einmal Wallner per Freistoß (gefährlich gegen die Laufrichtung abgelenkt, aber über das Tor), dann geht es in die Pause. Der Spielstand von 0:1 muss als Geschenk angenommen werden. Das bedeutet, dass man in der zweiten Spielhälfte noch auf Besserung hoffen darf. Trainer Reinmayr reagiert, bringt anstelle von Hofer mit Schranz einen frischen Spieler für die offene rechte Abwehrseite – es wird danach besser.

Gegen einen starken Gegner ein Unentschieden – das nimmt man (im Bild Prutsch)!

Die Donawitzer kommen zum ersten Schussversuch durch Heinemann, danach setzt sich Pagger auf seiner Seite durch und holt einen Corner raus. Den Eckball tritt Prutsch zur Mitte – den Kopfball erreicht Damis zwar, der Ball geht aber nicht aufs Tor, ein Stürmerfoul von Petkov löst die Möglichkeit schließlich auf. Ein Foul, an den ansonst durchbrechenden, Pagger wird kurz darauf vom linienlosen Schiedsrichter Feldbaumer ohne Karte belassen, eine Aktion später, Schranz mit einem ähnlichen Vergehen, sieht dafür hingegen Gelb. Das sorgt für berechtigten Ärger im Lager der Donawitzer, das generell mit vielen Schiedsrichterentscheidungen überhaupt nicht einverstanden ist. Die Donawitzer nützen die Phase, in der sich Lebring etwas zurücknimmt, zu Vorstößen – der Laufpass auf Grgic fällt um die Spur zu weit aus, ein Zusammenstoß mit dem Tormann ist dadurch unvermeidlich – richtig gefährlich ist das aber noch nicht.

Nach weiteren erfolglosen Versuchen, die Lücke zu finden, versucht Reinmayr mit der Hereinnahme von Tomic für Pagger die Offensive zu verstärken. Die auf klassischen Konter lauernden Lebringer beeindruckt das vorerst nicht, bei Wallners Vorstoß in den Strafraum kann sich Peckovic erfolgreich entgegen stemmen und den Schuss abwehren. Auch zwei Minuten später, diesmal auf der anderen Seite, das gleiche Bild. Diesmal ist es Teuschler, der vor Peckovic auftaucht, auch seinen Schuss kann Peckovic aus kurzer Distanz entschärfen. Das Spiel hätte zu diesem Zeitpunkt entschieden sein können, so ehrlich muss man sein, ehe in der 71. Minute Gsellmann nach Foul Gelb sieht und Prutsch zum Freistoß antrtitt. Der hohe Ball kommt perfekt füt Damis, der sich gut lösen kann – mit dem rechten Fuß bezwingt er den Tormann, der wie angewurzelt auf der Linie stehen geblieben ist. 1:1, der wichtige Ausgleich ist gelungen, aber der hält gerade einmal drei Minuten!

Ein hoher Ball kommt zur Mitte, Rinner setzt sich per Kopf zwar gegen Wallner durch, der Abpraller gelangt aber zu Kreimer, der von der Strafraumgrenze abzieht. Der Ball passt perfekt ins lange Kreuzeck, Petkovic ist machtlos, Lebring ist neuerlich in Führung. Was nun, nach dem 1:2-Tiefschlag passiert, kann man nur als Verzweiflungskampf bezeichnen. Mit vollem Risiko wird nun gedrückt, wohlwissend, dass nun jeder weitere Konter das endgültige Aus bedeuten würde. Und plötzlich stellt sich heraus, dass auch die zuvor so souveränen Lebringer anfällig sind. Mit der Brechstange – schnell, hoch nach vorne und hoffen, dass da iregndetwas passiert – wird es vor allem versucht, wenn es über die Seiten geht, dann ist Schranz mit dabei. Lebring muss nun selbst gefährliche Situationen bekämpfen, die vielen Bälle in den Strafraum können aber vorerst wegbefördert werden. Zum Abschluss kommen in dieser Phase noch Prutsch, seinen Schuss kann Kozar aus der Ecke holen, Damis per Kopf nach schöner Flanke von Kosche (ganz knapp über das Tor) und noch einmal Damis. Die hohe Flanke bereitet Tomic per Kopf schön vor, aus der Drehung zieht Damis ab, doch der Tormann kann den gut angetragenen Ball aus der Ecke holen. Das passiert alles bereits in der Nachspielzeit, die Niederlage scheint nicht mehr abwendbar zu sein.

Eine Chance entsteht aber noch. Grgic spielt irgendwie flach und gerade auf Tomic, der mit einer Drehung und viel Durchsetzungskraft Wruntschko zur Seite stellt. Plötzlich ist der Weg frei, er entscheidet sich für die linke Ecke – und der Ball passt! 2:2 in der 94. Minute, das bedeutet auch den Endstand, wer hätte das noch gedacht! Ob der Punkt verdient ist oder nicht, kann jeder selbst beurteilen – Tatsache ist aber: Der DSV hat trotz offensichtlicher Mängel nie aufgegeben, hat bis zur letzten Sekunde alles herausgeholt und hat sich dadurch belohnt! Wie oft schon sind in diesem Herbst ähnlich verzweifelten Versuche unbelohnt geblieben, an diesem Abend ist etwas davon zurückgekommen! Dennoch, ein 2:2 bedeutet, dass man nur einen Punkt geholt hat. Drei wollte man, um ein Haar wäre man leer ausgegangen, somit muss man letztendlich mit dem einen Punkt zufrieden sein. Auch wenn man nun Tabellenletzter ist.

Lukas Tomic – endlich hat auch er sein Erfolgserlebnis!

Zumindest bis zum nächsten Meisterschaftsspiel am Feiertag – Freitag 26. Oktober ab 17:00 Uhr in Heiligenkreuz am Waasen – bleibt man da hinten. Beunruhigend, ja. Enttäuschend, auch – aber noch ist genügend Zeit das aus eigener Kraft zu ändern. Davor geht es am Dienstag 19:00 Uhr noch im Steirercup in Murau um den Aufstieg in die sechste Runde.

Links: StFV, Ligaportal, Lebring

Der DSV Leoben spielte mit: Peckovic, Kosche, Rinner (G), Pagger (64. Tomic, T), Hubmann (G), Heinemann, Grgic (G), Hofer (46. Schranz, G), Damis (T), Prutsch, Petkov. Ersatz: Petrovcic, Pachner, Waldhuber.

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