Juniors

GEBIETSLIGA: Acht Tore, kein Sieger: Die Juniors verabschieden sich in die Sommerpause!

GEBIETSLIGA MÜRZ, 26. und letzte Runde, SA 15.06.19, 17:00 Sportplatz Proleb, 100. FC Proleb : DSV Juniors 4:4 (0:3). Torfolge: 0:1 Möstl (25.), 0:2 Sencar (36.), 0:3 Schweighart (40.), 1:3 Eberhard (77.), 2:3 Eberhard (82.), 3:3 Hernaus (84.), 4:3 Hafellner (87.), 4:4 Stocker (90.). Schiedsrichter Franz Fröis.

Mit einem äußerst unterhaltsamen Spiel verabschieden sich die DSV Juniors in die Sommerpause. Man könnte sich vielleicht darüber ärgern, dass man im Derby in Proleb einen 3:0-Vorsprung in der Schlussphase fahrlässig vergeigt hat (vier Gegentore zwischen der 77. und 87. Minute), aber nach dem 4:4 durch Stocker in der Nachspielzeit, darf man sich immerhin noch über einen Punkt freuen. Vor der Pause spielten die Juniors kompromisslos und sehr abgebrüht, die Tore waren die logische Folge. Alexander Möstl versenkt eine Machacek-Flanke per Kopf, Oliver Sencar und Philip Schweigahrt erhöhen mit Schüssen ins Eck auf 3:0. Auch nach dem Seitenwechsel haben die DSV Juniors lange Zeit alles fest im Griff, lassen aber einige gute Möglichkeiten, dieses Spiel endgültig zu entscheiden, aus. Mit dem 1:3 durch Eberhard werden die Hausherren plötzlich munter und der Hernaus-Mannschaft gelingt es in weiterer Folge tatsächlich, dieses Spiel zu drehen. Beinahe im Minutentakt schlägt es im Juniors-Tor ein, anstatt eines klaren Auswärtssieges, ist man auf einmal mit 3:4 im Rückstand. In der Nachspielzeit gelingt Daniel Stocker mit seinem ersten Saisontreffer aber doch noch der verdiente Ausgleich – mit zumindest einem Punkt im Gepäck, geht es für die DSV Juniors zurück ins Donawitzer Stadion zur Saisonabschlussfeier. Acht Tore, keine Verlierer – soll so sein, in einem Spiel, in dem es um nichts mehr ging – und jetzt ab in die Sommerpause!

Er sorgte für das erste von acht Toren: Alexander Möstl!

Das Spiel, in dem es für beide Mannschaften um nichts mehr ging, beginnt mit der ersten Donawitzer Großchance. Schweighart wird über die linke Seite in den Strafraum geschickt, sein Schussversuch wird geblockt. Er bekommt den Ball neuerlich, spielt nun ab auf Horvat, der den Ball aber neben das Tor setzt. Auch Proleb kommt früh zur ersten Chance: Ein Schuss von Hernaus landet knapp neben der linken Stange, kurz darauf setzt sich Koraus auf der linken Seite durch, der Ball ist in der Mitte frei – Kutlesa und Pusterhofer rutschen hin, der Ball wird so abgefälscht, dass der Juniors-Goalie sicher fangen kann.

Nach einer Unsicherheit des Proleber Tormannes (eine Eckball-Hereingabe lässt er aus den Händen, es ist aber keiner da, der das ausnützen kann) und auf der anderen Seite einem schönen Volleyabschluss von Hofer (Weiss sicher), fällt das erste von insgesamt acht Toren. Der Donawitzer Topscorer, Heiko Machacek, fungiert als Assistgeber. Er bringt einen Freistoß-Ball hoch über die Abwehr, während die Proleber stehen bleiben, läuft Möstl zum Ball und versenkt ihn per Kopf zum 0:1. Schön gemacht, Alexander Möstls dritter Saisontreffer bringt die Juniors in Führung! Und die Juniors legen gleich nach. Einen Laufpass erreicht Machacek auf der linken Seite, der zieht aus spitzem Winkel ab – Tormann Lenker kann den Ball aus dem Tor drehen. Genau dort taucht Möstl auf, aber auch seinen Schuss von der anderen Seite kann Lenker irgendwie rausholen.

Nach einem gut angetragenen Kopfball von Steiner (knapp vorbei, da wäre Weiss wohl chancenlos gewesen), erhöhen die Juniors. Wieder ist es ein weiter Pass, diesmal auf Möstl, der den Spielzug einleitet. Möstl legt auf für Machacek, dem nur mehr der Tormann im Weg steht. Lenker kann kurz abwehren, Machacek erreicht neuerlich den Ball, legt nun ab für Sencar, der den Ball trocken zum 0:2 ins Netz setzt. Nur vier Minuten später jubeln die Donawitzer schon wieder. Diesmal ist Sencar der Vorbereiter, der auf den richtigen Zeitpunkt zum Abspielen wartet. Der Ball gelangt zu Schweighart, der einfach von der Strafraumgrenze abzieht. Über die Fingerspitzen des Tormannes hinweg landet der Ball zum 0:3 im Kasten – im Normalfall die Vorentscheidung!

Wer hätte gedacht, dass nach Schweigharts 3:0 das Spiel noch kippen könnte?

Zur Pause ersetzt Trainer Kogler Drabli für Freydl – später kommen noch Krainer und Stocker zu ihren Einsätzen. Die Juniors beginnen dort, wo sie vor der Pause aufgehört haben – mit einer guten Torchance. Diesmal ist es Horvat (nach Möstl-Vorarbeit), der zwei Mal abzieht, einmal mit rechts – geblockt – dann mit links – der Ball streift knapp neben das Tor. Die nächste Chance vergibt Schweighart. Machacek mit der Maßflanke, Schweighart nimmt sich den Ball per Kopf mit und zieht unmittelbar vor dem Tormann ab, scheitert aber knapp. Obwohl auch Proleb in dieser Phase das eine oder andere Mal vor das Tor kommt und Weiss dadurch einige Bälle fangen muss, entsteht keine Gefahr – es ist nichts wirklich Zwingendes dabei.

Ganz anders die Juniors – diesmal setzt sich neuerlich Machacek durch, er bringt den Ball vor dem herauslaufenden Lenker in die Höhe – und scheitert an der Latte. In der 65. Minute ist dann Schweighart enteilt, vor ihm nur mehr der Tormann – doch der Proleber Schlussmann bleibt Sieger in dem 1:1-Duell – die nächste gute Gelegenheit vergeben. Ab der 73. Minute kippt das Spiel. Zu diesem Zeitpunkt knallt Hafellner einen Freistoßball ans Lattenkreuz, der Weckruf für Proleb. Vor dem ersten Proleber Treffer, vergibt Möstl eine Konterchance – sein Schuss landet rechts neben dem Tor – Sandro Eberhard setzt sich auf der anderen Seite gegen Mock durch, sein Schuss passt zum 1:3 ins Eck.

Die Aufholjagd hätte schnell vorbei sein können, wenn Machacek mit seinem Distanzschuss etwas mehr Glück gehabt hätte: Zum zweiten Mal scheitert er an der Querlatte, den Abpraller „unterläuft“ Stocker. Proleb jetzt wie ausgewechselt, will es noch einmal wissen. Eckball für Proleb – Kopfballverlängerung eins und zwei, plötzlich liegt der Ball bei Eberhard, der wuchtig abzieht und auf 2:3 stellt. Dem nicht genug, nächste Chance, nächstes Tor. Diesmal ist es Hernaus, der aus größerer Distanz abzieht – auch der passt perfekt, es steht 3:3! Proleb ist jetzt nicht mehr zu Halten. Nach einem Foul im Mittelfeld bringt Strajhar einen hohen Ball zur Mitte – hinter der Abwehr löst sich Hafellner, er dreht dieses verrückte Spiel mit dem 4:3.

Da war eigentlich schon Alles verloren: Proleb mit dem 4:3!

…dann aber erzielte Stocker das 4:4 – den Endstand!

Jetzt spricht Alles für den Heimsieg, die Juniors kommen aber noch zu einer Gelegenheit. Mock bringt einen Ball hoch in den Strafraum, Tormann Lenker verschätzt sich beim Versuch den Ball weg zu fausten, das nützt der eingewechselte Stocker eiskalt aus und drückt den Ball über die Linie. 4:4 lautet auch der Endstand in dem verrückten Spiel, zumindest ein Punkt konnte damit noch gesichert werden. Die DSV Juniors beenden die Saison, in der man auch zwischenzeitlich an der letzten Stelle gelegen ist, am zehnten Tabellenplatz. 19 der 26 Punkte konnten im Frühjahr geholt werden, diese Leistungssteigerung hat den Klassenerhalt gesichert.

Bis auf Kevin Kutlesa – trotz seiner erst 20 Jahren – ein Donawitzer Urgestein, der sich in der kommenden Saison Richtung Trofaiach verabschiedet (Alles Gute!), scheinen alle anderen Spieler zu bleiben, was natürlich auch als Kampfansage für die neue Gebietsligasaison verstanden werden darf! Vorerst aber eine schöne und erholsame Sommerpause!

Links: StFV, Proleb

Die DSV Juniors: Weiss, Drabli (46. Freydl, G), Plank (G), Schweighart (T, 69. Krainer), Stjepic, Sencar (T,G), Machacek, Mock (G), Möstl (T), Horvat (G, 76. Stocker, T), Kutlesa. Ersatz: Nahrgang.

GEBIETSLIGA: DSV Juniors schlagen sich selbst!

GEBIETSLIGA MÜRZ, 25. Runde, SA 01.06.19, 17:00, Stadion Donawitz, 60. DSV Juniors : SC Tragöß-St. Katharein 1:2 (1:1). Torfolge: 1:0 Machacek (13.), 1:1 Graf (19.), 1:2 Zenz (90.). Schiedsrichter: Laposa Josef.

Diese Niederlage gegen Tragöß war nicht notwendig. Die DSV Juniors gehen durch Heiko Machaceks 16. Saisontreffer schnell mit 1:0 in Führung, müssen aber kurz darauf schon den Ausgleichtreffer durch Graf hinnehmen. Obwohl man in der zweiten Spielhälfte einige hochkarätige Torchancen herausspielt (Sencar, Horvat, Machacek-Lattenschuss), gelingt kein weiteres Tor mehr. Und als man sich mit dem ersten Unentschieden seit dem 2:2 in Turnau vor genau neun Monaten anfreunden durfte, gelingt Tragöß der perfekte Konter, aus dem das spielentscheidende 1:2 durch den eingewechselten Zenz entspringt. Die DSV Juniors, die zwar über weite Strecken dieses Spieles eine solide Leistung abriefen, wirkten in entscheidenden Momenten nicht so spritzig, wie gewohnt. Sowohl defensiv als auch in der Offensive wurden Fehler begangen – meistens nur kleine, aber in Summe reichte das aus, dass man sich einerseits nicht durch erzielte Tore absetzen konnte, andererseits, dass man stets Gefahr lief, ein Gegentor aus einem Konter zu bekommen. Die Niederlage hat aber keine all zu argen Konsequenzen. Am Ligaerhalt der Juniors, der nur unter besonders widrigen, beinahe unmöglichen Umständen, noch in Gefahr kommen könnte, ändert das nichts.

Zwei Minuten ist dieses Spiel alt und schon bekommt Alexander Möstl die Doppel-Chance auf eine Juniors-Führung. Er zieht alleine, aber etwas zu langsam, auf den gegnerischen Tormann zu, wird dann beim Schuss von Kotzegger eingeholt, der den Ball durch beherztes Tackling abwehren kann. Nach dem fälligen Eckball landet der Ball über Umwege abermals vor Möstl, dem dieser aber am Fünfer stehend zu weit wegspringt, Tragöß kann schließlich klären. Schade, in diesen Szenen wäre eine schnelle Führung absolut möglich gewesen. So aber kommen auch die Gäste zu guten Torszenen. Der Tragößer Graf schwindelt sich hinter Plank vorbei und marschiert in den Strafraum. Marcel Weiss kommt gut raus, minimiert damit erheblich die Möglichkeiten des Angreifers – den Schuss kann Weiss lässig fangen. Die nächste Chance der Gäste kann abermals Weiss unterbinden. Diesmal setzt sich Griessmaier auf der rechten Seite durch, abermals ist unser Tormann beim Abschluss aufmerksam.

Viele Zweikämpfe, viel Schwung nach vorne – aber ohne den gewünschten Erfolg: Marko Horvat!

In der 13. Minute gelingt der Juniors-Führungstreffer. Elias Drabli zieht, gemeinsam mit Möstl, eine Offensivaktion nach vorne an, er passt hinter die Abwehr zu Machacek, der von der rechten Seite, aus spitzem Winkel, einfach abzieht. An Kotzegger und dem Tormann Pollerus vorbei, landet der Ball im langen Eck zum 1:0 für seine Mannschaft. Schön herausgespielt, noch schöner abgeschlossen – der insgesamt 16. Saisontreffer von Heiko Machacek. Am etwas zu hektischen Juniors-Spiel, mit einigen individuellen Abspielfehlern, ändert die Führung nichts. Die mangelnde Ruhe geht umgehend auf Kosten der Genauigkeit, oftmals müssen nach Abspielfehlern oder falsch gedeuteten Laufwegen, Bälle zurück erobert werden. Und das rächt sich bereits in der 19. Minute. Bereits zum dritten Mal in diesem noch jungen Spiel kann sich auf der rechten Seite ein Tragößer lösen, diesmal ist es wieder Griessmaier, keiner der Juniors kann den Stanglpass unterbinden – somit „nudelt“ Graf den Ball irgendwie über die Linie zum 1:1-Ausgleich, diesmal ist, der auf der Linie gebliebene, Weiss geschlagen.

Nach dem Ausgleich bleibt das Spiel weitgehend offen. Beide Teams finden den Weg in den Strafraum, kommen aber kaum zu Abschlüssen. Auf der einen Seite werden Machacek und Mock gestoppt, auf der anderen Krammer, nachdem er sich seitlich im Strafraum gegen zwei Juniors durchsetzt. Bei einem Plank-Kopfball (nach Machacek-Corner) fehlt dann nicht mehr so viel, auch ein Distanzschuss von Machacek landet nur knapp über dem rechten Kreuzeck. Genauso gefährlich ist die 1:1 Situation zwischen Krammer und Tormann Weiss, in der sich unser Goalie stark durchsetzt – ein Griessmaier-Schuss landet später über dem Tor. Ohne weitere Höhepunkte neutralisieren sich beide Teams bis zum überpünktlich gepfiffenen Pausenpfiff.

Die zweiten 45 Minuten spielt auf Donawitzer Seite Stjepic (statt Schweighart) mit, später kommen noch Asil und Freydl ins Spiel. In der 50. Minute haben die Juniors Glück, dass ein Kutlesa-Foul ganz knapp außerhalb des Strafraumes, also als Freistoß, gesehen wird, Tragöß will das Vergehen natürlich in den Strafraum rein reklamieren, was aber nicht gelingt. Der Freistoß fällt dann weniger gefährlich aus, wie kurz darauf ein etwas verdeckter Schuss von Pichler, der sich im Duell mit Plank durchsetzt und flach, knapp am langen Eck scheitert. Wenn die Juniors in Strafraumnähe gelangen, sind meistens Möstl und/oder Drabli auf der rechten Seite Ausgangspunkt der Aktion. Den besten, dieser Vorstöße, bringt Drabli zur Mitte zu Machacek, dessen Schuss aus großer Distanz am linken Lattenkreuz landet.

Er hat in neun von zehn Juniors-Spielen im Frühjahr getroffen, so auch gegen Tragöß: Heiko Machacek!

Die letzten 25 Minuten gehören, mit wenigen Ausnahmen, den Juniors, die dieses Spiel sichtlich gewinnen wollen. Mit viel Nachdruck wird nach vorne gespielt, jedoch der Abschluss oder zumindest der letzte Pass, gelingt zu selten. Ein Schuss von Horvat kommt nicht aufs Tor, davor bleibt Sencar im Strafraum mehrmals hängen – im Gegenzug vergibt Zenz eine Konterchance. Die Schlussviertestunde beginnt mit einem guten Horvat-Kopfball, den der Goalie rausfischen kann, kurz darauf kommt Machacek vor dem herauseilenden Tormann ebenfalls zur Kopfballchance, er vergibt diese ganz knapp. Schließlich schlägt der eingewechselte Freydl eine perfekte Flanke zur Mitte, der völlig freie Sencar trifft dabei den Ball aber nicht voll und setzt ihn übers Tor. Kutlesa, Sencar und Machacek versuchen alles, um noch vor das Tor zu gelangen – in der 89. Minute gelingt es Marco Horvat im Strafraum anzuspielen. Doch der schießt nicht gleich, will noch einen Haken anbringen und verliert dabei den Ball. Das war die letzte Möglichkeit auf den Sieg, einen Konter gibt es auf der Gegenseite noch. Und der fällt erfolgreich aus. Den weiten Ball erreicht Zenz vor Plank und schließlich auch vor dem herauslaufenden Weiss – der Heber gelingt und senkt sich zum 1:2 neben die Stange.

Das ist natürlich sehr bitter, wenn man auf diese Art und Weise, vor allem mit der letzten Aktion des Spieles, verliert, aber so ist es eben passiert. Das ist kein Beinbruch, die Juniors waren zumindest ebenbürtig und hätten sich den Punkt schon durch die guten Torchancen verdient, an diesem Nachmittag sollte das aber einfach nicht reichen. Einen Auftritt haben die Juniors noch zu bewältigen, in vierzehn Tagen, am Samstag, 15. Juni, 17:00 Uhr kommt es zum Derby in Proleb.

Mit der letzten Aktion gelingt Tragöß der Sieg!

Links: StFV, Tragöß

Die DSV Juniors spielten mit: Weiss, Drabli (76. Freydl), Plank, Schweighart (46. Stjepic), Sencar, Machacek (T), Mock (70. Asil), Hoffellner, Möstl, Horvat, Kutlesa. Ersatz: Stocker, Krainer.

GEBIETSLIGA: Die DSV Juniors sind nach Auswärtssieg so gut wie durch!

Gebietsliga Mürz, 24. Runde, DO 30.05.19, 17:00 Sportplatz Hönigsberg, 50. SV Phönix Mürzzuschlag/Hönigsberg : DSV Juniors 0:2 (0:0). Torfolge: 0:1 Machacek (74.), 0:2 Möstl (85.). Schiedsrichter: Franz Freißmuth.

Die DSV Juniors sind so gut wie durch. Nach dem 2:0 (0:0)- Auswärtssieg in Hönigsberg können nur noch theoretische Rechenspiele zu einem Abstieg führen, davon kann aber nicht mehr ausgegangen werden. Die von Trainer Jürgen Kogler betreute Mannschaft hatte gegen Phönix Mürzzuschlag deutlich mehr vom Spiel, haderte mit zwei vom Schiedsrichter nicht gegebenen Foulelfmetern und musste einmal, beim Stand von 0:0, eine brenzlige Situation überstehen. Das Chancenplus und der längere Atem machten den Unterschied aus. In der Schlussphase klappte es dann endlich mit dem Tore Schießen: Heiko Machacek trifft mit einem überlegten Schuss ins lange Eck zum 0:1, Alexander Möstl macht nach Asil-Vorarbeit in der 85. Minute mit dem 0:2 alles klar. Aufgrund der vielen herausgespielten Chancen geht der Sieg absolut in Ordnung, die DSV Juniors dürfen nach den starken Frühjahrsleistungen zu Recht stolz auf die erfolgreiche Aufholjagd sein. Zwei entspannte Spiele stehen noch auf dem Programm, bereits am Samstag kommt Tragöß zum letzten Heimspiel in dieser Saison nach Donawitz.

Das Spiel, bei Regen und der Jahreszeit untypischen Temperaturen um die 10°C, ist gerade einmal zwei Minuten alt, da hätte der Schiedsrichter durchaus einen Foulelfmeter für die DSV Juniors pfeifen können. Nach Pass von Machacek zu Sencar wird dieser von Zeilbauer im Strafraum von den Beinen geholt, der Unparteiische lässt die Attacke aber durchgehen und entscheidet auf Weiterspielen. Nach einem ersten Schussversuch von Schweighart, kommen auch die Hausherren zu einer Freistoßmöglichkeit. Dünsthuber tritt an, verzieht aber links am Tor vorbei. Nach elf Minuten hat Horvat die große Möglichkeit seine Mannschaft in Führung zu bringen. Einen verunglückten Rückpass erläuft Horvat, der Tormann Nutz kann ihm den Ball aber mit einer gelungenen Attacke wieder abluchsen. Die Donawitzer sind schneller vor dem Tor, doch beim letzten Pass stimmt das Timing nicht – Machacek wird zwei Mal wegen einer Abseitsposition zurückgepfiffen.

Guter einsatz: Kevin Kutlesa stoppt einen Angriff!

Nach einem verzogenen Drehschuss durch Loshaj, kommen auf der anderen Seite sowohl Kutlesa als auch Horvat nach einem Machacek-Freistoß knapp nicht zum Abschluss, auch Schweighart, der sich nach einem Zuspiel Sencars gut lösen kann, bringt den Ball nach gutem Schuss im Tor nicht unter. Die Juniors sind bemühter, finden aber die Lücke nicht. Ein Machacek-Kopfball (Möstl-Flanke) geht am Tor vorbei, nachdem Plank den Tormann bei einem Machacek-Eckball erfolgreich und regelkonform behindert, liegt der Ball im Strafraum frei – doch auch diese Situation übersteht Mürzzuschlag irgendwie unbeschadet. Den Hausherren gelingen Teilerfolge in Form von sehenswerten Sololäufen, die aber alle eines gemeinsam haben. Der ballführende Spieler übertreibt es, bis er irgendwann doch gestoppt werden kann.

Vor der Pause säbelt Horvat erst an der zweiten Stange am Ball vorbei, versucht es später mit einem Fallrückzieher und ist dann bei einer guten Mock-Flanke knapp im Abseits (er erreicht den Ball zwar nicht, doch das Tor, das dahinter Machacek schießt, zählt dadurch nicht). Nach einem guten Möstl-Pass zur Mitte ist Machacek völlig frei. Wieder ist Zeilbauer mit seiner Attacke zur Stelle, er trifft dabei klar das Bein, wieder bleibt die Pfeife des Schiedsrichters stumm – mit dieser Nicht-Entscheidung hat er sogar die Hausherren überrascht – es bleibt beim 0:0 zur Pause!

Die zweite Spielhälfte beginnt mit der einzigen Gelben Karte des Spieles, die sich Drabli abholt, nachdem er den Ball verliert und seinen Fehler mit untauglichen Mitteln wieder gut machen will. Die ersten guten Angriffe zeigen wieder die Juniors. Zuerst ist der Tormann knapp schneller am Ball, als Horvat (Sencar-Zuspiel), danach „fischt“ der aufgerückte Mock aus guter Position, nachdem Horvat die Abwehr versetzt hat. Phönix Mürzzuschlag gelingt es aber in dieser Phase mit viel Nachdruck, sich oftmals am Donawitzer Strafraum festzusetzen. Und bis auf den Abschluss, ist das nicht ungefährlich. Die Bälle werden mit vereinten Kräften oftmals erst im Strafraum weggebracht, Schüsse von Muriqi und Avdiu misslingen zum Glück.

Kein Elfer: Weiterspielen lässt der Schiedsrichter auch nach dieser Attacke!

Als sich die Donawitzer wieder erfangen und selbst wieder aktiver nach vorne spielen (Machacek-Schuss von links, Machacek-Kopfball vor dem leeren Tor, einige Eckbälle), kommen die Hausherren zur größten Torchance in diesem Spiel. Dünsthuber zieht von der linken Seite ab, Tormann Weiss kann dabei das Zuspiel zu Schmidhofer gerade so unterbinden. Der Ball ist nun frei – Mock kann nur kurz klären – Avdiu ist am Fünfer zu zögerlich wird geblockt, auch den Schuss von Tavere kann Mock vor Tormann Weiss abwehren. Das war sie die Großchance, damit haben die Hausherren aber das Pulver verschossen – die Juniors machen es besser.

Die große Chance auf die Führung vergibt Machacek, der ein Zuspiel Möstls aus zehn Metern Entfernung nicht verwerten kann. Nur eine Minute später macht der Topscorer der Juniors aber alles richtig. Er entledigt sich seines Gegenspielers, zieht von der rechten Seite in den Strafraum und bezwingt Nutz mit einem gefühlvollen Schuss ins lange Eck zum 0:1. Endlich, der Bann ist gebrochen, Gratulation zum 15. Saisontreffer von Machacek! Nachdem die Gegenwehr nun schwächer wird, kommt Machacek – nach Traumpass von Sencar – elegant zur nächsten, dicken Einschussmöglichkeit. Aus etwa acht Metern Entfernung knallt er den Ball Richtung Tor, scheitert aber an der Querlatte. Das macht aber nichts, denn bei der nächsten Aktion folgt die endgültige Entscheidung. Wieder ist Machacek beteiligt: Seinen Wechselpass erläuft der eingewechselte Asil, der verzögert geschickt bis Möstl in der Mitte bereit ist, schiebt den Ball zur Mitte und Möstl hat keine Probleme auf 0:2 zu stellen.

Das war es, die Juniors siegen verdient in Hönigsberg, und haben nun zum Saisonfinale alle Trümpfe in der Hand. Gratulation an alle Beteiligten im Juniorsteam, das Frühjahr läuft wirklich so, wie man sich das gewünscht hat. Erfrischender Ofensivfußball, disziplinierte Einhaltung der Vorgaben und beherzter Einsatz in den Zweikämpfen – kein Vergleich zu den Auftritten im Herbst, die Weiterentwicklung der jungen Mannschaft ist beeindruckend. Zeit zum Regenerieren gibt es diesmal nicht: Bereits am Samstag, 1.6., 17:00 Uhr sind die Burschen beim letzten Heimspiel gegen Tragöß wieder am Platz.

Die Entscheidung: Möstls 2:0 wird gefeiert!

Links: Phönix, StFV

Die DSV Juniors spielten mit: Weiss, Drabli (G, 67. Freydl), Plank, Schweighart (70. Stjepic), Sencar, Machacek (T), Mock (82. Asil), Hoffellner, Möstl (T), Horvat, Kutlesa. Ersatz: Stocker.

GEBIETSLIGA: Abgebrühter Tabellenführer siegt in Donawitz!

GEBIETSLIGA MÜRZ, 23. Runde, SA 25.05.19, 17:00, Stadion Donawitz, 80. DSV Juniors : SC Parschlug 2:5 (1:1). Torfolge: 1:0 Kutlesa (10.), 1:1 Höller (28.), 2:1 Machacek (52.), 2:2 Schober (60.), 2:3 Sommerauer (66., Elfer), 2:4 Jurisic (81.), 2:5 Jelusic (90.). Schiedsrichter: Sejdiu.

Wenn man kein Glück hat, kommt Pech auch noch dazu. So in etwa kann man die 2:5-Heimniederlage gegen den Tabellenführer aus Parschlug zusammenfassen. Die Juniors haben das Spiel eine Stunde lang fest im Griff (dabei drei Stangenschüsse!), führen bis zu diesem Zeitpunkt völlig verdient nach Toren von Kutlesa und Machacek mit 2:1, scheitern dann aber an diskussionswürdigen Entscheidungen und letztlich an sich selbst. Parschlug hat an diesem Nachmittag einfach das Glück des Tüchtigen, nützt die Gunst der Stunde und hat nun alle Trümpfe im Titelduell in der Hand. Die Juniors hingegen können trotz der deutlichen Niederlage erhobenen Hauptes nach vorne blicken – die Leistung war Großteils anständig, darauf kann man in den verbleibenden drei Spielen aufbauen!

Die Juniors, die die letzten drei Spiele gewinnen konnten, übernehmen, unterstützt vom (nur zu Beginn des Spieles kräftigen) Rückenwind, sofort das Kommando. Bereits in der ersten Spielminute muss Tormann Tratsch nach einem Machacek-Freistoß entscheidend eingreifen, er kann den hohen Ball zur Ecke abwehren. Auch den Eckball bringt Machacek zur Mitte, doch sowohl Möstl per Kopf und dann Kutlesa aus kurzer Distanz, bringen den Ball nicht über die Linie. In der dritten Minute klopft Machacek mit einem satten Schuss aus etwa 22 Metern Entfernung an die Querlatte, bereits zu diesem frühen Zeitpunkt, wäre eine Juniors-Führung absolut verdient gewesen. Nachdem auch Parschlug einmal vor das Juniorstor kommt (geblockter Schuss von Jurisic, danach Faustabwehr von Weiss nach einem Eckball), gelingt den Juniors der verdiente, erste Treffer. Möstl leitet selbst den Angriff ein, spielt dann hoch über die Abwehr den Ball ideal für Kutlesa in den Lauf – der lässt sich nicht beirren und setzt den Ball ins rechte Eck zum 1:0! Schön gemacht und hoch verdient!

Das erste von sieben Toren an diesem Nachmittag erzielt Kevin Kutlesa!

Der Tabellenführer ist nun gefordert, tut sich aber die gutstehenden Juniors schwer, durch zu kommen. Ein bedrängter Kopfball von Schober bereitet Weiss keinerlei Probleme, Zuspiele in Strafraumnähe werden unterbunden oder kommen einfach nicht an. Die Juniors haben Parschlug gut im Griff und marschieren weiter nach vorne. Einen Horvat-Schuss Richtung kurzem Eck kann der Tormann parieren, bei einem Zuspiel von Machacek Richtung Horvat ist ebenfalls Tratsch beim Herauslaufen erfolgreich. Den ersten Torschuss für Parschlug gibt nach 23 Minuten Repolusk ab, der war nach einer hohen Flanke plötzlich frei, verzieht aber deutlich.

In der 28. Minute schaltet sich erstmals der Schiedsrichter entscheidend ins Geschehen ein. Eine hohe Flanke kommt in den Juniors-Strafraum, der von Höller bedrängte Plank bringt den Kopfball dadurch nur gerade hoch nach oben. Weiss startet hin, schnappt mit den Händen nach dem Ball, erreicht ihn auch, wird dabei aber von Sommerauer klar mit vollem Körpereinsatz daran gehindert, ihn zu sichern – ein klares Stürmerfoul, das muss man einfach sehen. Das Spiel läuft weiter, den frei liegenden Ball spitzelt Höller zum 1:1 über die Linie. Alle Proteste bringen nichts, der Ausgleichtreffer zählt.

Gleich nach dem Anstoß kommen die Juniors zur nächsten Topmöglichkeit. Machacek zieht auf der rechten Seite davon, anstatt zu Schießen, bringt er den scharfen Stanglpass zur Mitte, zu dem Horvat spektakulär hin rutscht, aber dabei den Ball nicht richtig erwischt und somit vergibt. Die Donawitzer bleiben tonangebend, versuchen zumeist über Machacek Chancen zu kreieren, kommen aber nicht zum Abschluss. Für Parschlug kommt auf der anderen Seite Jurisic zum Torschuss, der fällt auch gar nicht schlecht aus, der Ball streift aber am Tor vorbei. Die gefährlicheren Flanken – zwei Mal Schweighart per Kopf – finden im anderen Strafraum statt, Riesenpech hat abermals Machacek, der nach Möstl- Flanke (Tormann lässt den Ball aus) aus spitzem Winkel zum zweiten Mal an die Querlatte donnert! Schüsse von Schweighart und Kutlesa finden danach ebenso wenig ins Tor wie auf der anderen Seite ein Kopfball von Schober – mit einem für den Tabellenführer sehr schmeichelhaftem 1:1 geht es in die Pause.

Zu früh gefreut! Die DSV Juniors gehen zwar noch einmal durch Machacek in Führung, verlieren dieses Spiel aber noch!

Auch nach der Pause haben die Juniors (vorerst) nichts von ihrem Schwung verloren. Nach Zuspiel von Machacek schießt Horvat aufs Tor (etwas zu schwach und zentral), kurz darauf macht er es besser. Ein Lochpass auf ihn gelingt ideal, am herauslaufenden Tormann vorbei, schiebt Horvat den Ball – ja richtig geraten, an die rechte Stange – der bereits dritte Umrandungstreffer nach 48 Minuten, das ist einfach nur Pech! Wenn es vor dem Tor nicht wie gewünscht läuft, dann haben die Juniors Heiko Machacek, dessen Heber aus großer Distanz eine echte Waffe sind. Mit seinem bereits achten (!) erfolgreichen Saison-Distanzschuss und seinem insgesamt vierzehnten Treffer, bezwingt er den Tormann, der zu weit vor dem Kasten steht, zum 2:1! Wunderschön gemacht, die Juniors belohnen ihre gute Leistung zum zweiten Mal mit dem Führungstreffer.

Wenn es nach der Effizienz geht, dann wird ganz klar Parschlug Meister. In der 60. Minute kommt eine Flanke von der rechten Seite exakt auf den Fuß von Schober, der den Ball zum 2:2 Ausgleich ins lange Eck reinzimmert. Schöner Spielzug, die Juniors dabei etwas zu weit weg vom Mann, und schon wird das bestraft. Es kommt aber noch schlimmer. Vier Minuten später startet Schober, aus zumindest abseitsverdächtiger Position, Richtung Strafraum, Tormann Weiss braucht einen Augenblick, um dem Angreifer entgegen zu laufen. Es kommt, wie es kommen muss, Weiss wirft sich zum Ball, Schober hebt in dem Moment spektakulär ab und der Schiri gibt den Elfer. Ob es wirklich ein Foul war, da gehen die Meinungen naturgemäß auseinander, der Schiedsrichter zumindest, hat es vom Mittelkreis eindeutig als elfmeterwürdig gesehen! Sommerauer tritt an und versenkt den Ball zum 2:3!

Die Antwort der Juniors auf den Rückstand fällt durch einen schönen Lochpass von Sencar auf Schweighart vielversprechend aus. Schweighart und der Tormann gehen mit vollem Risiko zum Ball, dabei verletzt sich Tratsch am Finger, sodass das Spiel zwecks Verarztung für zehn Minuten unterbrochen werden muss. Ob ein Spieler zwecks Behandlung das Spielfeld in die Kabine verlassen darf oder nicht, wäre interessant zu wissen. Der Schiedsrichter duldet das jedenfalls und setzt das Spiel erst fort als der Tormann wieder zurück auf den Rasen kommt.

Die Pause hat ganz klar dem Tabellenführer genützt. Die Juniors finden nach Wiederanpfiff einfach nicht mehr zurück ins Spiel, die Selbstverständlichkeit geht komplett verloren. Fünf Minuten sind ohne Höhepunkte seit der Unterbrechung gespielt und schon wieder jubeln die Gäste: Eine harmlose Jurisic-Flanke (oder Schuss?) landet scheinbar in den Armen von Weiss, der Ball rutscht ihm dabei nach hinten aus der Hand – und schon steht es 2:4. Darf einmal passieren, der  16-jährige Tormann hat seiner Mannschaft schon so oft geholfen, niemand macht ihm wegen seinem Missgeschick einen Vorwurf!

Das Elferfoul: Zumindest diskussionswürdig, das pfeift keinesfall jeder Schiedsrichter!

Das 2:4 war die Vorentscheidung, der fünfte Treffer, den der gerade davor eingewechselte Jelusic in der langen Nachspielzeit erzielt, ist nur noch Draufgabe. Die Juniors sind natürlich enttäuscht, müssen aber zu Kenntnis nehmen, dass das Spielglück an diesem Nachmittag einfach bei der anderen Mannschaft zu suchen war. Chancen, dieses Spiel vorzeitig zu entscheiden waren vorhanden, dazu kommt ein Schiedsrichter, dem man keinesfalls den Vorwurf machen darf, dass er ein „Heimschiri“ ist und dann individuelle Fehler, die sofort bestraft wurden. Das sind die Zutaten zur klaren Niederlage, die man aber getrost als Ausrutscher abhaken kann – nächste Woche warten zwei Spiele (am Donnerstag und Samstag) auf die Juniors: Zuerst geht es nach Mürzzuschlag, zwei Tage später kommt Tragöß ins Donawitzer Stadion!

Links: Parschlug, StFV

Die DSV Juniors spielten mit: Weiss (G), Drabli, Plank, Schweighart (90. Asil), Sencar, Machacek (T), Mock, Hoffellner (88. Stocker), Möstl (77. Nahrgang), Horvat, Kutlesa (T,G). Ersatz: Krainer, Freydl.

Klare Niederlage! Kopf Hoch, am Donnerstag geht es schon wieder weiter!

GEBIETSLIGA: Die DSV Juniors sind auch in Gußwerk nicht zu stoppen!

GEBIETSLIGA MÜRZ, 22. Runde, SA 18.05.19, 17:00, Sportplatz gußwerk, 80. SC Gußwerk : DSV Juniors 2:4 (0:3). Torfolge: 0:1 Machacek (13.), 0:2 Schweighart (18.), 0:3 Schweighart (37.), 1:3 Prumetz (68., Elfer), 2:3 Lovecky (84.), 2:4 Machacek (89.). Schiedsrichter: Ilirjan Xheka.

Mit dem dritten Sieg in Folge haben sich die DSV Juniors eine gute Ausgangsposition im Kampf um den Klassenerhalt in den letzten vier verbleibenden Meisterschaftsrunden geschaffen! Der 4:2-Auswärtssieg in Gußwerk wurde vor allem durch eine bärenstarke erste Halbzeit, in der man dem Tabellenvierten kaum eine Chance ließ, auf Schiene gebracht worden. Die Matchwinner waren zweifellos die beiden Torschützen Heiko Machacek und Philip Schweighart, denen beiden ein Doppelpack gelang. Nachdem Machacek nach 13 Minuten einen schweren Gußwerker Abwehrfehler zur Führung nützte, legte Schweighart (nach Machacek-Zuspiel) und per Sololauf mit perfektem Abschluss zur 3:0-Pausenführung nach. In der zweiten Spielhälfte konnte das Tempo nicht mehr gehalten werden, Gußwerk war nun spritziger und drängte unsere Mannschaft hinten hinein. Nach einem etwas lächerlichen Elfmeter (Prumetz verwandelt) und dem Kopfball-Anschlusstreffer in der 84. Minute durch Lovecky, war der Sieg im Finish ernsthaft in Gefahr. Doch die Juniors hatten Heiko Machacek im Talon. Und der routinierte Problemlöser sticht mit dem sehenswertesten Tor des Tages in der 89. Minute: Er sieht, dass der Tormann zu weit vor dem Tor steht, von der Mittellinie (!) zieht er ab und trifft in hohem Bogen zum wichtigen 4:2 für seine Mannschaft! Der Juniors-Aufwärtstrend hält in dieser wichtigen Meisterschaftsphase an, das lässt vor den letzten Aufgaben berechtigt hoffen!

Der Heber-König: Heiko Machacek mit Doppelpack zu Saisontoren 12 und 13!

Nach zwei Siegen gegen unmittelbare Konkurrenten um die Ligazugehörigkeit, mussten die DSV Juniors zum schweren Auswärtsspiel nach Gußwerk. Die beste Defensive der Liga (vor dem Spiel erst 16 Gegentore erhalten), heimstark – aber andererseits: die beiden letzten Spiele schon knapp verloren und daher kaum mehr Chancen auf den Titelgewinn. Es würde schwer werden, aber man rechnete sich doch insgeheim Chancen auf Punktezuwachs aus.

Und genauso mutig, wie man es sein muss, treten die Juniors von Beginn weg auf. Die ersten Angriffe rollen Richtung Gußwerker Strafraum, wenn gleich sich Sencar und kurz darauf Machacek letztlich festlaufen, bevor ein Abschluss entstehen kann. Nach fünf Minuten der erste Torschuss: Machacek (Zuspiel Möstl) versucht es flach aufs lange Eck, er verzieht aber – auch ein Eckball (Schweighart kann gerade noch gestoppt werden) bringt nichts ein. Dennoch, das sieht sehr beeindruckend aus, Gußwerk weiß in dieser Phase nicht, wie man diese ständigen, gut kombinierten, Offensivspielzüge wirksam unterbinden kann.

In der 13. Minute wird der Einsatz erstmals belohnt. Heiko Machacek lauert auf den Querpass des letzten Mannes und prompt fällt der viel zu schwach aus. Machacek schnappt sich den Ball, hat nun Zeit und Platz, entscheidet sich aber für den Lupfer – seine Spezialität – und der gelingt perfekt, er bringt damit seine Mannschaft mit 1:0 in Führung.

Nach einem Gußwerker Freistoß, der nichts einbringt (andere Möglichkeiten der Hausherren waren bis dahin noch nicht), sind wieder die Juniors im Vorwärtsgang. 18. Spielminute: Der sehr laufstarke Möstl zieht rechts die Linie runter, leitet weiter zu Machacek. Diesmal spielt er den Vorbereiter, er sieht, dass sich Schweighart an der zweiten Stange löst, lockt erst den Tormann etwas raus, passt dann zu ihm und Philip Schweighart netzt aus vollem Lauf ins tormannfreie Tor zum 0:2 ein! Schöner Spielzug, herrlicher Abschluss!

Schuss, Tor, Schweighart zum 3:0!

Jetzt erst kann man davon sprechen, dass Gußwerk auch an diesem Spiel teilnimmt. Beim Stand von 0:2 werden plötzlich genauere Pässe gespielt, die ballführenden Juniors (da vor allem Horvat) etwas härter attackiert und somit auch Strafraumszenen – vor allem durch Standards – geschaffen. Hoffellner kann einmal per Kopf klären, bei einem Fehler von Weiss beim Abschlagversuch, den Sommerer aus kurzer Distanz abfängt, den Ball danach aber links am Tor vorbeischießt, ist auch etwas Glück dabei. Nach einem Freistoß von Remak in den Strafraum hinein, zieht Prumetz ab, sein Schuss landet knapp neben dem Tor. Und dann noch einmal ist Weiss per Faustabwehr nach einem Eckball zur Stelle, die Gußwerker Bemühungen sind sichtbar, aber nicht all zu nachdrücklich.

Subjektiv gesehen, sind die Donawitzer dem dritten Tor näher, als Gußwerk dem Anschlusstreffer. Ein Lochpass auf Horvat, gelingt knapp nicht, Tormann Sumny ist um den Tick schneller am Ball, ein Zuspiel von Sencar auf Machacek im Strafraum gelingt hingegen gut, die Hereingabe kann in den Corner geblockt werden. Sencar und Stjepic versuchen es mit Schüssen, ehe sich die Juniors noch vor der Pause tatsächlich mit dem dritten Treffer belohnen. Auf Schweighart wird nicht aufgepasst, er kommt mit Ball und vollem Tempo von links in den Strafraum, legt sich dabei den Ball fast zu weit vor, durch seine Schnelligkeit schafft er es dennoch zu schießen: Und wie, er netzt mit dem rechten Fuß am Tormann vorbei zum 0:3 ein!

Bis zur Pause gelangt für Gußwerk nach einem Eckball Prumetz zu einem Kopfball (geht nicht aufs Tor) und scheitert der nach vorne mitgegangene Mock mit einem Heber übers Tor (bitte im Training mit Machacek üben!), es bleibt beim beruhigend klaren 3:0 für die Juniors.

Es war klar, dass Gußwerk nur eine Möglichkeit hatte, dieses Spiel noch zu drehen – und diese Chance hieß mit Vollgas, vollem Risiko und Pressing schnell zum Anschlusstreffer zu gelangen. Und so in diese Richtung, wenn gleich auch nicht immer wie gewünscht durchhaltend, agierten nun die Hausherren. Die Juniors werden hinten hineingedrängt, zu Zweikämpfen am und im Strafraum genötigt, Eckbälle sind nun auch präziser, da auch mehr Violette vorne agierten. Schweighart, Mock, Hoffellner und Kutlesa – viele Bälle mussten und konnten auch weggedroschen werden. Für Entlastung sorgt nur einmal Horvat mit einem gescheiterten Flugkopfball.

Viel Druck nach der Pause – letztlich reichte es aber zum zweiten Auswärtssieg!

Es wird nun aus allen Rohren geschossen, doch Weiss ist vorerst – auch durch einen Freistoß von Lipka – nicht zu bezwingen, kurz darauf kann Hoffellner einen Stanglpass mit viel Risiko knapp neben die Stange ins Torout befördern. In der 68. Minute hilft der Schiedsrichter mit, dass es so richtig spannend wird. Er gibt einen Elfmeter, nachdem Goldgruber im Strafraum fällt – Möstl soll dabei ein Foul begangen haben – eine sehr fragwürdige Entscheidung. Prumetz bedankt sich für die Hilfe und versenkt den Elfer zum 1:3. Der Auftakt zur Aufholjagd beginnt!

Die Juniors sind nun nicht mehr vollends bereit die nötigen Laufwege zu gehen, gewonnene Bälle werden viel zu schnell wieder verloren, das verstärkt den Druck. Eckbälle, Flanken, Schüsse – bis zur 83. Minute geht das gut, dann nicht mehr. Nach einem Corner steht Lovecky in der Mitte frei und versenkt den Ball per Kopf zum 2:3. Ob das mit dem Sieg noch bis zum Ende reichen wird, darauf gewettet haben nun wohl nur mehr die wenigsten.

Aber die Juniors hatten, wie erwähnt mit Machacek, den Spieler, der den Unterschied ausmachte. Da nach vorne ohnehin wenig ging, zieht er von der Mittellinie einfach ab. Die einen fragten sich was das aus dieser Entfernung soll, alle aber wunderten sich, wie perfekt der Schuss gelingt: In hohem Bogen, über den großen Tormann hinweg, senkt sich der Ball zum 4:2-Endstand ins Netz. Herrliche Ausführung, das wurde allseits neidlos anerkannt! Das Spiel war damit gelaufen, Gußwerk geschlagen – Sencar hatt kurz vor Spielende sogar noch die Riesencahnce auf das 2:5, aber egal! Ein intensives Spiel mit zwei unterschiedlichen Spielhälften inklusive vieler Torchancen – entscheiden die DSV Juniors für sich, wer hätte das gedacht. Nächste Woche kommt der Tabellenführer Parschlug zu uns ins Stadion, man darf gespannt sein, ob es auch dann gelingt, dem Favoriten ein „Haxl“ zu stellen.

Links: StFV, Gußwerk

Die DSV Juniors spielten mit: Weiss, Drabli, Schweighart (T,T, 75. Asil), Stjepic, Sencar, Machacek (T,T), Mock, Hoffellner, Möstl (89. Nahrgang), Horvat, G, 75. Krainer), Kutlesa. Ersatz: Stocker, Bernhard.

GEBIETSLIGA: Nächster, wichtiger Juniors-Sieg im Abstiegskampf!

GEBIETSLIGA MÜRZ, 21. Runde, SA 11.05.19, 17:00, Stadion Donawitz, 50. DSV Juniors : ESV St. Michael II 3:1 (2:0). Torfolge: 1:0 Plank (29.), 2:0 Drabli (31.), 3:0 Sencar (51.), 3:1 Buchgraber (67.). Schiedsrichter Shpresim Kramoviku.

Der „Pflichtsieg“ gegen St. Michael II ist gelungen, die DSV Juniors können in der Tabelle zwei Plätze gut machen und befinden sich nun an 9. Stelle. Es war aber ein hartes Stück Arbeit und viel Einsatz nötig, denn auch die Gäste kamen zu mehreren guten Tormöglichkeiten. Mit ihren allerersten Juniors-Toren sorgten Michael Plank und Elias Drabli für einen scheinbar beruhigenden 2:0-Pausenvorsprung, den Oliver Sencar in der 51. Minute noch ausbaute. Danach wurde einige Male die Chance vergeben, den Sack endgültig zuzumachen, nach einem abgefälschten Schuss von Buchgraber, der zum 1:3 führte, wurde es in der Schlussphase noch einmal hektisch. Mit viel Aufwand und einem starken Tormann Weiss konnte das Resultat im Bezirksderby gehalten und somit der vierte Sieg im Frühjahr gefeiert werden. Noch sind die Juniors nicht durch, die Richtung aber stimmt zuversichtlich, dass die nötigen Punkte für den Klassenerhalt in den nächsten Wochen geholt werden können.

Auf einige Spieler, darunter den Juniors-Goalgetter Heiko Machacek, musste Trainer Jürgen Kogler verzichten, dafür konnte nach zwei Spielen Pause Kevin Kutlesa wieder – auf ungewohnter Stürmerposition – eingesetzt werden. Es stand für beide Mannschaften einiges am Spiel, wollten doch beide mit einem Sieg die Ausgangslage im Kampf um den Ligaerhalt für die letzten fünf Runden deutlich verbessern.

Sicherer Rückhalt – Marcel Weiss kann sich mehrfach auszeichnen!

In der siebten Minute kommen die Gäste zur ersten guten Gelegenheit. Nach einer Flanke von Wagner ist Rogatsch an der zweiten Stange vor Weiss zur Stelle, der Ball ist plötzlich frei am Fünfer, zum Glück ist aber Hoffellner vor Buchgraber am Ball und kann ihn wegdreschen. Kurz darauf ist Reiter enteilt, mit viel Routine und erlaubten Körpereinsatz kann abermals Hoffellner den Angreifer am Torschuss im letzten Moment hindern. St. Michael ist in den Anfangsminuten giftiger und zwingt die Juniors zu erhöhter Konzentration – hohe Bälle in den Strafraum können dadurch von der Abwehr geklärt werden. Offensiv ist bei den Juniors zu Beginn nicht allzu viel los, viel klein-klein und Leerlauf (Lochpässe ins Abseits) prägen diese Minuten. Es dauert bis zur 20. Minute ehe endlich auch die Juniors richtig im Spiel angekommen sind. Ein öffnender Sencar-Pass den Kutlesa ideal erreicht und schon steht der Neo-Stürmer vor Tormann Holic. Der Ex-DSV Goalie macht bei Kutlesas Schuss aus kurzer Distanz alles richtig und verhindert dadurch den Donawitzer Führungstreffer.

Zur nächsten guten Möglichkeit kommt Sencar (knapp nicht), den Stanglpass von Horvat im Strafraum unterbindet Puchmayr im letzten Moment. Der Ball ist noch heiß, Möstl flankt zur zweiten Stange, an der Horvat zum wuchtigen Kopfball ansetzt – wieder kann Holic den Ball aus der Ecke drehen. Genau den Eckball bringt Schweighart perfekt zur Mitte, hinter Holic und Buchgraber ist nun der lange Michael Plank zur Stelle – per Kopf netzt er zur 1:0-Führung ein. Die Donawitzer nützen die St. Michaeler Verunsicherung nach dem Gegentreffer gleich aus. Nur vier Minuten nach dem ersten Tor legt Elias Drabli nach: Er kommt mit Ball und Tempo nach vorne, zieht zur Mitte, wo er den idealen Doppelpass mit Horvat spielt. Nun ist Drabli vor dem Tormann und er schiebt (beinahe zu leicht) den Ball, der mit Mühe über die Linie kullert, an Holic vorbei zum 2:0. Kraftvoll in der Entstehung, cool in der Ausführung – ein tolles erstes Juniors-Tor vom 16jährigen Drabli.

Sein erstes Juniors-Tor: Elias Drabli mit dem 2:0!

Bis zur Pause haben die Juniors mit dem Vorsprung im Rücken, Ball und Gegner ganz gut im Griff, nur einmal, als Kargl plötzlich vor Weiss auftaucht, muss (und kann) sich unser Tormann auszeichnen und per Fußabwehr den Anschlusstreffer verhindern. Der Halbzeit-Vorsprung in dem sehr ausgeglichenen Spiel tut den Nerven gut, die Juniors wollen nach der Pause dennoch schnell die Vorentscheidung. Einen guten Kutlesa-Distanzschuss kann Holic in den Corner lenken, in der 51. Minute ist er aber zum dritten Mal geschlagen. Wie schon beim ersten Tor ist Schweighart auch diesmal der Assistgeber. Ein Pass von ihm landet punktgenau bei Sencar, der von der linken Seite zum Fünfer gelangt. Mit dem rechten Fuß schiebt er den Ball an Holic vorbei, die Juniors führen deutlich mit 3:0.

Während St. Michael nun zwar mehr versucht und auch dann und wann in Strafraumnähe gelangt, sind die Juniors-Möglichkeiten in dieser Phase zwingender. Einen schönen Möstl-Vorstoß über rechts, der mit einer Flanke endet, gelangt zu Schweighart – an diesem Nachmittag ist er als Vorbereiter besser – sein Schuss landet irgendwo. Ein Stanglpass von Schweighart, den Rekic plötzlich passieren lässt – und dadurch alle in der Nähe befindlichen Spieler am falschen Fuß erwischt und ein Zuspiel von Sencar an Horvat, das im Strafraum mit keinem Abschluss endet, zeugen von der Donawitzer Dominanz. Ein Schuss von Sencar, ein Kopfball aus kurzer Distanz von Horvat (Rekic wehrt ab) – alles Chancen dieses Spiel endgültig zu entscheiden, doch dann ist der Ball plötzlich im anderen Tor. Nach einem Pass von Kargl zieht Buchgraber aus 18 Metern Entfernung ab. Kein Problem für Weiss, so denkt man, doch der Ball wird von einem Abwehrspieler unhaltbar abgefälscht, St. Michael II kommt somit zum glücklichen Anschlusstreffer.

St. Michael II wittert die kleine Chance, aus diesem Spiel etwas mitzunehmen, die Selbstverständlichkeit der Juniors ist schlagartig weg. Nach hohen Flanken in den Juniors-Strafraum, die knapp nicht ankommen, ist plötzlich Rogatsch vor Weiss am Ball. Wieder macht unser Tormann alles richtig und kann abwehren, bei Rogatschs Nachschussversuch kann Plank eingreifen – der Ball landet im Torout. Der anschließende Eckball kommt gut, Weiss hechtet aus dem Tor und klärt spektakulär per Faustabwehr. Zum Glück gelingt St. Michael in dieser Phase kein weiterer Treffer, da hätte sonst durchaus noch etwas passieren können. So bleibt es aber bei dem 3:1, in dem gegen Ende hin härter werdenden Spiel, vergeben die Juniors die letzten Chancen. Schweighart im Strafraum und Horvat per sehenswerten Fallrückzieher. Der Sieg ist verdient, der stärkere Wille und die Kampfbereitschaft bis zum Schlusspfiff war ausschlaggebend, jetzt gilt es nur nicht nachzulassen. Die Konkurrenz schläft nicht, deshalb muss die Bereitschaft, alles zu geben, auch in den ausstehenden Spielen konstant hoch bleiben, dann spricht nichts dagegen, dass die Juniors den Klassenerhalt schaffen.

Auch er traf zum ersten Mal: Michael Plank nach dem 1:0!

Links: StFV, St. Michael

Die DSV Juniors spielten mit: Weiss, Drabli (T,G, 70. Freydl), Plank (T,G), Schweighart (G), Stjepic, Sencar (T), Mock, Hoffellner, Möstl, Horvat, Kutlesa (80. Krainer). Ersatz: Stocker, Nahrgang.

GEBIETSLIGA: Erster Auswärtssieg – 4:0 in Oberaich!

GEBIETSLIGA MÜRZ, 20. Runde, SA 04.05.19, 17:00 Sportanlage Oberaich, 50. SV Oberaich : DSV Juniors 0:4 (0:2). Torfolge: 0:1 Sencar (4.), 0:2 Möstl (16.), 0:3 Hoffellner (81., Elfer), 0:4 Horvat (90.). Schiedsrichter: Rudolf Zötsch.

Link: Youtube – Mema TV

Bravo Juniors! Erstmals in dieser Saison konnte auswärts gewonnen werden, obwohl der 4:0-Sieg in Oberaich wohl etwas zu hoch ausgefallen ist, wurden die drei wichtigen Punkte verdient mitgenommen. Bereits nach vier Minuten gelingt Oliver Sencar der Führungstreffer, Alexander Möstl legt nach sechzehn Minuten mit dem 0:2 nach. Die Juniors kontrollieren die erste Spielhälfte, zeigen sich von der besten Seite und lassen die Hausherren nicht ins Spiel kommen. Anders in der zweiten Spielhälfte. Plötzlich ist Oberaich am Drücker, ein Kippen des Spieles scheint nach zwei Stangenschüssen und zahlreichen anderen Torchancen möglich. Diese druckvolle Phase können die Juniors aber mit Glück und Können überstehen, in der Schlussphase sorgen ein verwandelter Elfmeter von Florian Hoffellner und ein Tor von Marko Horvat zum 4:0 für klare Verhältnisse. Die DSV Juniors lassen mit diesem Sieg die Rote Laterne des Tabellenletzten in Oberaich, nächste Woche gegen St. Michael II muss aber gleich nachgelegt werden – dann sieht es im Kampf um den Klassenerhalt wieder vielversprechend aus!

Vor der Pause war von Oberaich wenig zu sehen, das änderte sich dann aber schlagartig in Hälfte zwei!

Bei kühlen Temperaturen und regnerischem Wetter, treffen die DSV Juniors im Duell Vorletzter gegen Letzter auf den SV Oberaich. Verlieren verboten, lautet die Devise – und unsere Mannschaft hält sich daran. Mit der ersten schönen Aktion gelingt auch schon der Führungstreffer: Mock bringt den Ball hoch nach vorne, Machacek ist vor dem herauseilenden Tormann Kucharek am Ball. Es folgt der ungeahndete Zusammenstoß der beiden, Machacek vom Tormann getroffen, bleibt liegen, doch das Spiel läuft weiter. Horvat schnappt sich den Ball, spielt ab auf Sencar, der den Ball in die rechte Ecke zum 0:1 setzt. Ein Auftakt, wie man ihn sich nur wünschen kann! Oberaich will schnell auf den Gegentreffer antworten, das gelingt aber aufgrund einer sehr disziplinierten Abwehrleistung unserer Mannschaft überhaupt nicht. Lücken, die sich nur selten ergeben, können nicht zu echten Torchancen genützt werden.

Auf Donawitzer Seite gibt Schweighart einen Schuss aus spitzem Winkel ab, der anschließende Corner landet beim Oberaicher Goalie. Bei einer Hereingabe des aufgerückten Drabli findet sich kein Abnehmer, der Tormann kann ins Torout abwehren. Dieser Machacek-Eckball führt zum 2:0 unserer Mannschaft: Der Ball gelangt ins Zentrum, in dem sich Alexander Möstl befindet – vor seinen Gegenspielern am Ball, lenkt er diesen unhaltbar zum zweiten Donawitzer Treffer ins Tor! Gratulation dem 16-jährigen zum allerersten Tor in der zweiten Kampfmannschaft. Es läuft rund, unsere Mannschaft hat man selten so abgebrüht und geradlinig nach vorne spielen sehen! Oberaich bleibt auch nach diesem Tor zu hektisch und anfällig in der Vorwärtsbewegung, Weiss im Tor und davor die Abwehr haben die gegnerischen Offensivkräfte gut im Griff. Die eindeutig besseren Torchancen erarbeiten sich die Juniors. Machacek wird vorne gesucht und auch angespielt – die beste Möglichkeit auf einen dritten Treffer vor der Pause vergibt er per Kopf, nachdem die Flanke von Möstl perfekt ankommt. Danach gibt es noch Schüsse von Mock (Tormann) und Machacek (geblockt), einen Kopfballversuch von Horvat – und eine knappe Abseitsentscheidung von Möstl, die seinen zweiten Treffer verhindert. In Summe eine sehr starke Halbzeit der Juniors, Oberaich ist nun gefordert.

Mit zunehmenden Regen, wird nach der Pause Oberaich plötzlich stärker. Den ersten Angriff vollendet der eingewechselte Grabner, er scheitert an Tormann Weiss. Kurz darauf, nach einer Flanke von links, ist Kevin Strebinger per Kopf zur Stelle, der Ball fliegt knapp links an der Stange vorbei. Und auch die nächste Flanke von links kommt gefährlich zur Mitte, hier können Mock und dann Weiss vor Rene Strebinger klären. Und als dann der Ex-Donawitzer Benjamin Himsl aus großer Distanz abzieht, und zwar so richtig gut – der Ball springt an die Außenstange – sollte es angekommen sein: Die Juniors müssen sich gegen die Oberaicher Dampfwalze etwas einfallen lassen, sonst ist man den Vorsprung schnell wieder los! In der 53. Minute der erste Konter der Juniors – Möstl wird von Machacek Richtung Strafraum geschickt, beim 1:1-Duell mit dem Tormann, bleibt dieser Sieger – statt dem 0:3 gibt es einen Eckball.

Sein fünfter Saisontreffer: Oli Sencar nach dem 0:1!

Spielbestimmend bleibt Oberaich. Ein Mittelding zwischen Schuss und Stanglpass durch R. Strebinger kommt dem Anschlusstreffer sehr nahe, bei einer Flanke von Thöni ist neuerlich die Stange im Weg: In der Mitte löst sich Grabner, der den Ball im Reinrutschen zum zweiten Mal für Oberaich ans Aluminium setzt. Oberaich macht in dieser Phase – abgesehen vom Toreschießen – vieles richtig, hat durchaus mehrmals die Möglichkeit, in diesem Spiel wieder heranzukommen. Es geht so weiter: Eine Hereingabe ins Zentrum kann Schweighart klären, bei einem Kopfball (nach Corner) steht Stjepic goldrichtig und befördert den Ball vor der Linie aus dem Tor. Nach zwei Donawitzer Entlastungsangriffen (mit Schüssen von Machacek und Horvat) versucht es Oberaich mit hohen Flanken aus ruhenden Bällen. Auch das funktioniert nicht, Schweighart und Weiss fangen auch diese Bälle ab.

Oberaich geht in der Schlussphase die Luft etwas aus, hat das Pulver verschossen. Ein guter Stjepic-Schuss und ein Horvat-Versuch, der zu einer Ecke führt, leiten die Vorentscheidung zugunsten unserer Mannschaft ein. Die hohe Hereingabe von Machacek landet bei Plank, der Ball wird aber noch einmal abgelenkt – und landet am Ellenbogen von Mitkovski. Der Schiedsrichter sieht das und kann gar nicht anders, als auf Elfmeter zu entscheiden. In dieser Phase wirklich unglücklich für Oberaich, versenkt Florian Hoffellner den Elfer perfekt (scharf, halbhoch in die vom Schützen gesehen linke Ecke) zum 0:3. Nun ist Oberaich gebrochen, mit etwas mehr Konsequenz vor dem Tor, hätte Oberaich noch bis zum Schlusspfiff ein richtiges Debakel erleiden können.

Die Zuseher bekommen auf Oberaicher Seite noch einen Freistoß durch Grabner (Weiss wehrt zur Ecke) und einen Schuss ins Außennetz von Thöni zu sehen. Auf der anderen Seite vergeben Freydl (Schuss drüber) und Machacek aus kurzer Distanz (schön von Mock vorbereitet), der den Ball übers Lattenkreuz haut. Einen Heber von Machacek kann Kucharek abwehren, bei einem Nahrgang-Vormarsch landet der Ball knapp rechts am Tor vorbei. Alles Topchancen, die da vergeben wurden – die letzte findet Horvat vor – und dem gelingt mit einem Schuss aus etwa 18 Metern der 0:4-Endstand. Die Juniors freuen sich über den so wichtigen Sieg, der durch eine gute erste Halbzeit, ein gutes Finish und der besseren Chancenauswertung auch verdient war. Oberaich hatte an diesem Nachmittag das Visier falsch eingestellt, sonst hätte dieses Derby auch kippen können. Gratulation an die Mannschaft, bitte gleich so weiter machen gegen St. Michael II.

Hoffellner lässt dem Goalie keine Chance: Das so wichtige 0:3 vom Elferpunkt!

Links: StFV, Oberaich

Die DSV Juniors spielten mit: Weiss, Drabli (58. Freydl), Plank (G), Schweighart (87. Nahrgang), Stjepic, Sencar (T), Machacek, Mock, Hoffellner (T,G), Möstl (T), Horvat (T). Ersatz: Stocker, Asil.

GEBIETSLIGA: Heimdebakel gegen SC Bruck II!

GEBIETSLIGA MÜRZ, 19. Runde, SA 27.04.19, Stadion Donawitz, 40. DSV Juniors : SC Bruck/Mur II 1:6 (0:1). Torfolge: 0:1, 0:2, 0:3 Gwandner (12., 46., 65.), 0:4 Mock (ET, 68.), 0:5 Folger-Wöls (71.), 1:5 Machacek (82.), 1:6 Gwandner (86.). Schiedsrichter: Ing. Kurt Derler.

Die ersatzgeschwächten DSV Juniors gehen gegen Bruck II im eigenen Stadion sang- und klanglos unter. Das sehr einseitige Spiel verlief hauptsächlich gegen unser Tor, zahlreiche Brucker Angriffe waren die Folge. Vor der Pause konnten die Juniors das Spiel (vom Resultat her) noch halbwegs offen halten, nach dem zweiten Gegentreffer unmittelbar nach dem Seitenwechsel fiel die Mannschaft aber zusehends auseinander. Vor allem Gwandner war in keiner Phase zu Halten, nach Belieben erzielte er Tor um Tor. Zählt man die vier Tore, die er schon im Herbst gegen unsere Mannschaft erzielte, dazu, dann gelangen dem Brucker Liga-Topscorer gegen die Juniors in beiden Spielen insgesamt acht (!) Tore. Den einzigen heimischen Treffer, beim Stand von 0:5, steuerte wieder einmal Heiko Machacek bei, der somit in jedem Frühjahrsspiel zumindest einmal getroffen hat. Die Leistung war wirklich schwach, so darf man sich im Abstiegskampf einfach nicht vorführen lassen. Nächste Woche im direkten Duell mit Oberaich muss eine Reaktion her, sonst wird das Nichts mit dem Klassenerhalt.

In allen Belangen besser: Bruck siegt verdient!

Drei wichtige Spieler (Kutlesa, Hoffellner, Schweighart) mussten absagen, auch von der Kampfmannschaft gab es (wie so oft) keine Unterstützung. Ohne die angestammte Innenverteidigung waren die Vorzeichen im Duell mit dem zweiten Brucker Team, dass sich auf dem dritten Tabellenplatz befindet und den gefährlichsten Angriff (56 Tore in 16 Spielen)  der Liga besitzt, nicht all zu rosig. Und so verwunderte es kaum, dass Bruck zu den ersten Torszenen gelangt. Bereits nach drei Minuten (nach einem Einwurf, von Dilber weitergeleitet) zieht Gwandner erstmals unbedrängt ab, der Ball landet über dem Tor. Den nächsten Brucker Angriff schließt Katic mit einem Schuss von der rechten Seite ab, diesen Ball kann Weiss abwehren und Horvat aus dem Gefahrenbereich befördern.

Vor seinem ersten Treffer nach 12 Minuten scheitert Gwandner noch einmal an Tormann Weiss, bei seinem Tor lässt er aber unserem Goalie keine Chance. Während die Donawitzer bis zu diesem Zeitpunkt noch gar nichts nach vorne zusammen brachten, nützt Bruck II die vierte Chance zum ersten Tor – völlig verdient liegen die Gäste in Führung. Auch danach sieht es lange Zeit nicht danach aus, als ob sich an dem einseitigen Spielverlauf etwas ändern könnte. Abgesehen von Sencar, der sich im Mittelfeld abrackerte und Machaceks individuelle Stärke, die er (weit vom gegnerischen Strafraum entfernt) einige Male zeigen konnte, war da verdammt wenig Positives.

Bruck drängt weiter. Ein lächerlicher, indirekter Freistoß im eigenen Strafraum kann Dilber im Tor nicht unterbringen, bei einem Schuss von ihm kurze Zeit später kann sich Weiss auszeichnen und abwehren. Da aber kein Verteidger zum freien Ball eilt, kann Dilber noch einmal den Querpass spielen – Katic scheitert aus kurzer Distanz (Schuss geblockt). Es dauert fast eine halbe Stunde bis auch die Juniors einmal nach vorne kommen. Zuerst wird Möstl im Strafraum (legal) gestoppt, danach kann Sencar (Doppelpass Asil) erstmals aufs Tor schießen, der flache Schuss streift knapp am Tor vorbei.

Bis zur Pause folgt die beste Phase der Juniors. Plötzlich werden Zweikämpfe gewonnen und auch einige Stellungsfehler der Gegner ausgenützt. Machacek hat mit einem Heber Pech (daneben) und kurz vor der Pause bekommt Machacek die Chance zum Kopfball (schön vorbereitet durch Asil und Sencar), den er knapp daneben setzt. Dazwischen hatte aber auch Bruck noch zwei gute Tormöglichkeiten – beide Male scheitert Folger-Wöls mit Schüssen über und neben das Tor.

Einer der wenigen in Normalform: Oli Sencar!

0:1 zur Pause, da könnte doch noch etwas möglich sein? Weit gefehlt. Mit der ersten Chance nach Wiederbeginn steht es 0:2. Katzenberger lässt Drabli aussteigen, bringt den Stanglpass zur Mitte – dort sagt der unbedrängte Gwandner Danke und schiebt den Ball zum 0:2 ein. Die Donawitzer versuchen auf diesen Gegentreffer zu reagieren, kommen manches Mal in Strafraumnähe, mehr als Eckbälle schauen dabei aber nicht raus. Bruck kann bequem auf Kontermöglichkeiten warten und ist dann immer brandgefährlich. Nach einem verzogenen Freistoß von Gwandner kann Pehmer von Weiss am nächsten Tor gehindert werden – unser Tormann wirft sich entschlossen entgegen und wehrt den Schuss ab. Auf der anderen Seite gibt Machacek von der Seite einen Torschuss ab, Appel im Brucker Tor kann er damit nicht überraschen.

Das 0:3 sieht wieder sehr einfach aus. Ein Zuspiel zum freien Hadzic auf der rechten Seite, dann der Querpass in den Rückraum und schon wieder ist Gwandner erfolgreich. Die Abwehr ist dabei irgendwo nur nicht beim Mann, so macht man es dem Gegner natürlich leicht. Ab jetzt geht es dann Schlag auf Schlag. Für das 0:4 ist Marian Mock, der einen Abwehrversuch unhaltbar im eigenen Tor versenkt, verantwortlich, nur kurze Zeit später darf sich Folger-Wöls durch die Abwehr dribbeln und über Weiss hinweg zum 0:5 einschießen. Heiko Machaceks Tor in der 82. Minute ist zwar schön, aber nur Ergebniskorrektur, zeigt nur, dass seine Form stimmt. Den Schlusspunkt setzt standesgemäß Jonas Gwandner mit seinem vierten Treffer in diesem Spiel. Mocanu passt zu Gwandner, der setzt sich im Strafraum durch und lässt Weiss beim Abschluß keine Chance. Beim 1:6, das auch in dieser Höhe völlig in Ordnung geht, bleibt es schließlich.

Was jetzt folgt, sind zwei Wochen der Wahrheit. Die ans Tabellenende zurückgefallenen DSV Juniors haben die Möglichkeit in Oberaich und dann gegen St. Michael II zwei direkte Konkurrenten zu bezwingen. Daraufhin muss mit Hochdruck gearbeitet werden, wenn das gelingt, kann es mit dem Klassenerhalt noch etwas werden.

Links: StFV, Bruck

Die DSV Juniors spielten mit: Weiss, Drabli (68. Freydl), Plank, Asil (68. Bernhard), Stjepic, Sencar, Machacek (T), Mock, Nahrgang (77. Stocker), Möstl, Horvat. Ersatz: Mohamad.

GEBIETSLIGA: Niederlage nach Pausenführung!

GEBIETSLIGA MÜRZ, 18. Runde, SA 20.04.19, 16:00, Sportplatz St. Marein, 50. SV St. Marein/St. Lorenzen : DSV Juniors 3:1 (0:1). Torfolge: 0:1 Machacek (26.), 1:1 Kroissenbrunner (52.), 2:1 Stengl (73.), 3:1 Schwaiger (82.). Schiedsrichter: Pintscher Alexander.

Nichts wurde es mit dem erhofften Punktezuwachs in St. Marein-Lorenzen. Die viel zu passiven DSV Juniors gingen zwar durch Heiko Machaceks zehnten Saisontreffer in Führung und konnten den Vorsprung mit Glück (gehaltener Elfmeter, zwei Stangenschüsse) in die Pause retten, in der zweiten Spielhälfte folgte aber der große Einbruch. St. Marein legte einen Gang zu, wirkte bei frühsommerlichen Temperaturen viel spritziger, während die Juniors müde wurden und ständig hinterherliefen. Es kam, wie es kommen musste – St. Marein drehte das Spiel, ohne, dass die Juniors irgendeinen Plan hatten, dies zu verhindern. Der Auftritt am Karsamstag war zweifellos eine verpasste Chance im Abstiegskampf, die Niederlage war völlig verdient. Jetzt gilt es dieses Spiel schnell abzuhaken und sich auf das Duell gegen Bruck II wieder entsprechend vorzubereiten.

Diesmal reichte es nicht. Die Juniors (im Bild Drabli) verlieren in St. Marein!

Mit einem Sieg hätte man sich im Abstiegskampf etwas Luft verschaffen können, nach den letzten beiden Siegen schien deshalb das Vorhaben, in St. Marein zu punkten, nicht unrealistisch zu sein. Es waren aber nicht die Juniors, die das Spielgeschehen bestimmten, sondern die Hausherren. Bereits nach einer Minute taucht Kroissenbrunner vor Weiss im Sechzehner auf, unser Tormann bleibt aber Sieger in diesem Duell. Ungewohnt fehleranfällig werden die Juniors Aufbauversuche ausgeführt, es gelingen kaum Aktionen über mehrere Stationen. Auch weite Bälle kommen nicht an, man muss sich früh aufs reagieren konzentrieren.

Ein Schuss von St. Mareins Schwaiger landet über dem Tor, bei einem viel besseren Versuch von Omerovic kann sich Weiss auszeichnen und erfolgreich abwehren. Nach dieser ersten Drangphase können sich die Juniors zwar etwas befreien und selbst erstmals offensiv Akzente setzen. Aber Möstls Vorstöße führen letztlich auch nicht zu mehr, als zu einem Eckball. Nach vierzehn Minuten hat St. Marein die ganz große Chance, um in Führung zu gehen. In der Donawitzer Abwehr wird zu langsam und inkonsequent agiert, Kutlesa ist um den einen Schritt zu langsam – im Strafraum bringt er Stengl zu Fall, der Schiedsrichter zeigt auf den Elfmeterpunkt. Der dritte Frühjahrselfer gegen die Juniors wird von Kapitän Geissler ausgeführt – und zum zweiten Mal (!) kann Marcel Weiss den Elfer parieren! Wie schon gegen Mautern errät unser Tormann die Ecke und bleibt damit (vorerst) ungeschlagen!

Die Juniors nützen nach dem vergebenen Elfmeter nun die Frustphase des Gegners. Nach der ersten sehenswerten Offensivaktion (Plank – Möstl – Sencar), kommt es zum ersten Torschuss von Sencar, kurz darauf versuchen es auch Schweighart und Möstl. Schön langsam beginnt das Juniors-Werkl zu laufen. Machacek wird jetzt im Zentrum angespielt, verteilt die Bälle weiter oder versucht es selbst, jetzt sieht das in etwa so aus, wie man die Juniors auch in den vergangenen beiden Runden erleben durfte. Und diese Spielweise ist erfolgreich. 26. Spielminute, Sencar überlistet mit einem schönen Pass die gegnerische Abwehr, Machacek startet durch und spitzelt den Ball am herauslaufenden Tormann Deimel zum 0:1 ins Eck. Der bereits zehnte Saisontreffer für Heiko Machacek, er liegt mit diesem Wert an der 7. Stelle in der Liga-Scorer-Liste!

Mit seinem 10. Tor bringt Machacek seine Mannschaft in Führung!

Und er hätte beinahe gleich einen draufgelegt. Wieder ist Sencar der Vorbereiter, diesmal aber ist zum einen der Weg nicht so zentral, zum anderen der Tormann zu schnell für einen Schuss herausgeeilt. Machacek umspielt den Tormann, bringt die Flanke zur Mitte – dort ist aber kein Abnehmer für diesen Ball. Die nächste gute Möglichkeit vergibt Sencar, sein Schuss landet im Außennetz. Das ist in der 36. Spielminute. Ab diesem Zeitpunkt etwa fallen die Juniors unerklärlicherweise, sukzessive und unaufhaltsam zurück. Die wichtigsten Tugenden – Laufbereitschaft und Einsatz – werden zurück gefahren. Der Gegner kann darüber nur froh sein.

Bereist vor der Pause noch hat St. Marein die Riesen-(Doppel-) Chance, um auszugleichen, mit Glück wird daraus aber nichts. Nach einem Hörtner-Freistoß in den Strafraum wird der Ball nicht weggebracht, zuerst scheitert Omerovic an der Latte – der Ball bleibt heiß im Strafraum – schließlich darf es auch Stengl versuchen, der dabei die Stange trifft. Nach einem Horvat-Gelbfoul beendet der Schiedsrichter die erste Spielhälfte – dass das noch ein hartes Stück Arbeit werden wird – das war allen beim Gang in die Kabinen klar.

In der zweiten Spielhälfte passieren in Summe zu viele, auch einfache, Fehler bei den Juniors. Während man St. Mareins Willen, dieses Spiel zu drehen, spüren kann, ist von so einer positiven Einstellung bei den Juniors nichts zu bemerken. St. Marein diktiert nun das Geschehen, kommt aber erst in der 53. Minute zur ersten Torchance. Die aber wird zum Ausgleich genützt. Stengl setzt sich auf seiner rechten Seite durch, bringt den Ball scharf und flach zur Mitte, dort ist Kroissenbrunner schneller als Drabli und Weiss, der auf der Linie bleibt, aus vier (!) Metern Entfernung zimmert er den Ball zum 1:1 ins Netz.

Alle zaghaften Versuche der Juniors, Kontrolle und Ordnung ins Spiel nach vorne zu bringen scheitern. Sencars Pässe (aber auch die von allen anderen) kommen nicht mehr an, die Seiten sind zu – nach vorne geht fast nichts. Angriff um Angriff folgt nun auf der anderen Seite, die Hausherren, oftmals über Stengl von rechts, kommen beinahe mühelos in Strafraumnähe. Doch noch hält der Abwehrriegel. Bei einem der wenigen Konter zieht der eingewechselte Asil einfach mit seinem linken Fuß ab, der Schuss fällt nicht schlecht aus, kann aber damit den Goalie nicht bezwingen.

Der Schlusspunkt: 3:1 in der 82. Minute!

Nach einem Eckball fällt die Vorentscheidung. Der hohe Ball ist lange in der Luft, Stengl setzt sich gegen Plank durch und bezwingt Weiss per Kopf zum 2:1. Das Spiel ist gedreht. Im Anschluss an den Gegentreffer haben die Juniors durch Horvat noch einmal die Möglichkeit um auszugleichen – sein Schuss steigt aber übers Tor. Die Juniors können nicht mehr zulegen und müssen sogar noch den dritten St. Mareiner Treffer durch Schwaiger hinnehmen. Dabei bleibt es dann auch, die Juniors gehen verdient als Verlierer vom Platz.

Eine Großteils ungenügende Leistung der Juniors, das reicht eben nicht zum Punktegewinn. Abhaken, beim nächsten Mal (SA 27.04., 16:00, Stadion Donawitz) gegen Bruck II einfach besser machen!

Links: StFV, St. Marein/L.

Die DSV Juniors spielten mit: Weiss, Drabli, Plank, Schweighart, Sencar, Machacek (T), Mock (83. Freydl), Kutlesa, Möstl (64. Asil), Horvat (G), Hoffellner (59. Nahrgang). Ersatz: Bernhard.

GEBIETSLIGA: Machacek-Hattrick beim 4:1-Sieg gegen Turnau!

GEBIETSLIGA MÜRZ, 17. Runde, SA 13.04.19, 17:00 Stadion Donawitz, 50. DSV Juniors : SV Turnau 4:1 (0:1). Torfolge: 0:1 Baumann (20, Elfer), 1:1 Horvat (55.), 2:1 Machacek (73.), 3:1 Machacek (74.), 4:1 Machacek (89.). Schiedsrichter Nedim Zahirovic.

Mit einem tollen 4:1 (0:1)-Sieg gegen den SV Turnau verlassen die DSV Juniors das Tabellenende. Man of the Match war zweifellos Heiko Machacek, dem in der Schlussphase ein lupenreiner Hattrick gelingt, zuvor hat Marko Horvat den Pausenrückstand ausgeglichen. Die Fortschritte gegenüber dem Herbst sind unübersehbar, die Mannschaft ist gereift, kann Rückschläge wegstecken und ist in der Lage ansehnlichen, attraktiven Fußball zu spielen. Nach einer äußerst harten Elfmeterentscheidung gehen die Gäste nach 20 Minuten in Führung, das ist an diesem Nachmittag aber kein all zu großes Problem. Schon gegen Ende der ersten und erst recht in der zweiten Spielhälfte übernehmen die Juniors klar das Kommando und starten zahlreiche durchdachte Offensivaktionen. Es dauert aber bis zur 55 Minute ehe Horvat die Schussmöglichkeit im Strafraum nützt und zum Ausgleich einnetzt. Nun sind die Juniors nicht mehr zu halten, beinahe im Alleingang packt Machacek, der von Turnau einfach nicht in den Griff zu bekommen ist, einen Hattrick drauf und sorgt damit für den klaren, verdienten zweiten Heimsieg in Folge. Mit dieser Einstellung, dem Einsatz und dieser Laufbereitschaft ist das Ziel Klassenerhalt erreichbar – nur nicht nachlassen, dann klappt das ganz bestimmt!

Ausgleich: Marko Horvats fünftes Saisontor – diesmal mit dem Fuß!

Zwei gesperrte Spieler (Schweighart, Plank), dazu eine Verletzung vom zuletzt erfolgreichen Pagger – obwohl Trainer Kogler, die Mannschaft vor diesem Spiel an einigen wichtigen Positionen umstellen muss, versuchen die Juniors von Beginn weg Tempo zu machen. Und das sieht recht gefällig aus. Die Seiten werden bespielt, hohe Flanken (Eckbälle) kommen in den Strafraum, mit denen aber vorerst die Turnauer Abwehr nicht zu knacken ist. Mit dem ersten geblockten Schuss und dem darausfolgenden Eckball sorgt aber auch Turnau für Gefahr, Tschuschnigg und Dotter segeln knapp am Kopfball vorbei, die Situation bleibt am Fünfer brenzlig – schließlich kann Nahrgang den Ball herausbefördern. Die Juniors bestimmen zwar das Spiel, versuchen auch einiges, kommen aber nur selten durch. Die Wechselpässe scheinen ein geeignetes Mittel, um den Turnauer Riegel zu knacken, gelingen aber nur selten wirklich perfekt. Die Juniors laufen sich fest, Turnau verlegt sich aufs Kontern und das erweist sich als wirksame Strategie.

Den ersten Warnschuss knapp über die Querlatte gibt Wagner ab, bei einem weiteren Konter durch Rotariu wird Drabli umlaufen – dabei kommt es im Strafraum zum kurzen Kontakt – und schon entscheidet der Schiedsricter auf Elfmeter für Turnau. Kapitän Baumann verlädt Weiss und nach 20 Minuten liegen die Gäste mit 1:0 in Führung. Ein Gegentor, das in einigen Herbstspielen noch der Anfang vom Ende gewesen wäre, ist nun nicht mehr als etwas Lästiges, das eben korrigiert werden muss. Die Juniors lassen sich vom Zwischenstand nicht beeindrucken und kämpfen munter weiter. Torchancen entstehen dabei nicht wirklich viele – ein Machacek-Freistoß kann von Tormann Hirz abgewehrt werden, auch bei einem Nahrgang-Schuss bleibt der Tormann unbezwungen. Die Strafraumszenen mehren sich aber. Sencar und Machacek werden gesucht, aber in der Gefahrenzone sehr konsequent attackiert. Nach einer kurzen Schrecksekunde – Turnau erzielt ein Kopftor, das aber nicht gegeben wird – setzt sich Drabli schön durch, er umspielt dabei mehrere Spieler, auch der Abschluss ist nicht schlecht, wir aber geblockt: Schließlich kommt Sencar zum Schuss, er hat aber Pech, der Ball landet knapp neben der rechten Stange im Torout. Vor der Pause kommen noch Horvat (Stanglpass Machacek) am Fünfer beinahe zum Abschluss und vergibt Stjepic einen Kopfball vom Elferpunkt.

Was vor der Pause schon gut ausgesehen hat, wird nach dem Seitenwechsel noch besser. Die Juniors erzwingen eine Vielzahl an Standardsituationen rund um den Strafraum, zumeist ist Machacek der Vollstrecker. Bei einem Eckball berührt der Ball die Latte, Horvat versucht daraufhin den Abpraller aus spitzem Winkel zu versenken, scheitert aber ebenfalls. Bei einem Machacek-Freistoß entscheidet sich der Tormann für die Faustabwehr, die Nachschussmöglichkeit für Sencar wird geblockt. Nach einem weiteren Machacek-Eckball passt dann aber alles. Nahrgang und Horvat steigen mit zwei Turnauern zum Kopfball, der Ball wird dabei seitlich abgelenkt – Horvat überzuckert das am schnellsten und setzt den Ball schön an einigen Spielern vorbei rechts ins Eck zum 1:1. Hochverdienter, längst fälliger Ausgleich!

Erstmals im Frühjahr dabei – starker Auftritt von Nicolas Nahrgang!

Und dennoch wäre Turnau  fast unmittelbar danach, der neuerliche Führungstreffer gelungen. Wenzel spielt auf Wagner, der plötzlich vor Weiss steht, sein Schuss landet aber zum Glück rechts über dem Tor. Das war aber so ziemlich die einzige Unachtsamkeit, der ansonst sehr starken Donawitzer Abwehr. Die wenigen Zuschauer sehen noch einen guten Freistoß vom Kapitän Baumann, der knapp an der linken Stange (Weiss wäre wohl dort gewesen) vorbei streift – der Rest des Spieles gehört den Juniors. Oder besser gesagt Heiko Machacek von den Juniors.

Bevor Machacek loslegt, hat der eingewechselte Asil die große Tormöglichkeit, er lässt sich aber bei seinem Vorstoß etwas zu weit abtragen, aus spitzerem Winkel kann der Goalie abwehren. In der 73. Minute leitet Kutlesa einen Angriff über mehrere Stationen ein, der Ball gelangt nach einem abgewehrten Horvat-Schuss im Strafraum zu Sencar, der den besser postierten Machacek bedient. Mit rechts zieht er ab und versenkt den Ball im langen Eck zum 2:1. Der Jubel ist groß, wird aber eine Minute noch größer, als wieder Machacek für den nächsten Treffer sorgt. Machacek zieht aufs Tor, wird zwar gestellt, der Ball ändert aber derart die Richtung, dass der Tormann dem Ball nur nachsehen kann, wie dieser über die Linie kullert. Turnau versucht zwar noch einmal heranzukommen, die Abwehr und Weiss (Fußabwehr) können aber nicht mehr bezwungen werden. Den Schlusspunkt setzt wieder Machacek. Nach einer Flanke von Freydl setzt sich Machacek an der ersten Stange durch, und netzt den Ball (sein neuntes Saisontor) wieder ins lange Eck zum Endstand von 4:1!

Starke Leistung, nicht nur vom Matchwinner Machacek, sondern auch von allen anderen Spielern. Gratulation zu dem beherzten Auftritt, das macht Lust auf mehr! Nur nicht nachlassen, einfach so erfrischend weiter spielen – nächste Woche am Karsamstag geht es in St. Marein weiter!

Jubelnde Juniors, das wollen wir weiterhin sehen!

Links: StFV, Turnau

Die DSV Juniors spielten mit: Weiss, Drabli, Stjepic, Sencar, Machacek (T,T,T, 89. Stockinger), Mock, Nahrgang (58. Asil), Kutlesa, Möstl (80. Freydl), Horvat (T), Hoffellner. Ersatz: Bernhard, Krainer.

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