Schwere Verletzung Niederls bei Auswärtssieg in Fürstenfeld!

Landesliga, 26. Runde, FR 17.05.19, 19:00. Rudolf Gutmann Stadion, 150. SK Fürstenfeld : DSV Leoben 0:2 (0:1). Torfolge: 0:1 Giermair (6.), 0:2 Tomic (63.). Schiedsrichterteam: Alexander Lappi, Gerhard Kressl, Ewald Doliner.

Der DSV Leoben hat sich nach dem Sieg gegen Bad Radkersburg auch in Fürstenfeld die drei Punkte geholt! Trotz des überraschenden Erfolges gelten, bei all dem berechtigten Jubel, die Gedanken Christian Niederl, der sich schwer am Ellenbogen verletzt hat und ins Krankenhaus gebracht werden musste. Hoffentlich ist die Verletzung, die ohne Fremdverschulden passiert ist und wirklich schlimm ausgesehen hat, nicht all zu langwierig, sodass Christian Niederl in absehbarer Zeit wieder zu seiner Mannschaft zurückkehren kann – Alles Gute Christian Niederl und viel Kraft auf dem Weg zurück! Das Spiel in Fürstenfeld beginnt, wie man es sich nur wünschen kann: Nach fünf Minuten wird Pagger im Strafraum gelegt, den fälligen Elfmeter verwandelt Mario Giermair zur frühen 1:0-Führung! Beide Mannschaften kommen danach zu guten Gelegenheiten, bei der besten Chance für Fürstenfeld scheitert Siemmeister an der Querlatte – für den DSV vergibt Giermair aus kurzer Distanz. Nach der Pause erhöht Fürstenfeld den Druck, doch mit enormem Einsatz, neuem Selbstvertrauen und dem nötigen Glück übersteht der DSV diese heikle Phase. In der 63. Minute findet Schranz bei seiner Flanke den freien Lukas Tomic, der aus großer Distanz den Kopfball zum 0:2 neben die Stange einnetzt. Danach passiert der geschilderte Unfall von Niederl, der eine 12-minütige Spielunterbrechung nötig machte. Die Schlussphase, in der einige brenzlige Situationen gemeistert werden können, übersteht der DSV Leoben unbeschadet und somit kann der zweite Zu-Null-Sieg in Folge ins Trockene gebracht werden. Ein starker, weil sehr disziplinierter Auftritt unserer Mannschaft, der einen weiteren Schritt Richtung Ligaerhalt bedeutet!

Mister Cool: Zweiter Elfer, zweites Tor – Bravo Mario Giermair!

Einerseits kann Trainer Ivo Gölz wieder auf Heinemann (nach zwei Spielen Verletzungspause) und Damis (zuletzt gesperrt) zurückgreifen, andererseits ist neben Peckovic und Hofer mit Robert Pachner (Knöchelverletzung, genaue Diagnose am Dienstag, wird aber voraussichtlich länger ausfallen!) ein weiterer Verletzter dazu gekommen. Der neue Zusammenhalt in der Mannschaft sorgt aber dafür, dass nicht gejammert wird, sondern dass man sich dieser Situation stellt und noch enger zusammenrückt.

Keine zwei Minuten sind gespielt, da zieht erstmals Tomic über die rechte Seite in den Strafraum. Er entscheidet sich zum Stanglpass Richtung Giermair – im Rückraum wären wohl Waldhuber oder Pagger besser postiert gewesen – der Ball wird von Fürstenfelds Abwehr abgefangen. Nach vier Minuten gelingt Pagger von der linken Seite kommend, der Versuch in den Strafraum einzudringen. Er macht das sehr elegant, überläuft erst außen einen Fürstenfelder, zieht dann nach innen – der unerlaubte Kontakt von Siegl ist da, Pagger fällt und schon ertönt der Pfiff. Den Elfer kann man schon geben, das war einfach ungeschickt attackiert. Wie schon am Dienstag gegen Radkersburg, schnappt sich auch diesmal wieder Mario Giermair den Ball, vom Elferpunkt verlädt er den Tormann und trifft zum 0:1 ins rechte Eck! Ganz wichtig, besser kann man in so ein Spiel gar nicht starten.

Die Fürstenfelder Antwort auf den Rückstand fällt vorerst bescheiden aus. Die Donawitzer stehen hinten gut, vorne wird mit viel Laufarbeit attackiert – Fürstenfeld muss Angriffsversuche immer wieder abbrechen, zurückspielen und neu aufbauen. Ein Flachschuss von Siemmeister (kein Problem für den ganz starken Rückhalt Christian Petrovcic) ist vorerst die einzige Ausbeute. Auf der anderen Seite kommen die Donawitzer mehrmals zu „Fast-Chancen“, die allesamt im letzten Moment verhindert werden: Ein Waldhuber-Schuss wird geblockt, ein Pagger-Eckball von rechts verfehlt Tomic´ Kopf nur ganz knapp und eine Flanke wieder von Pagger Richtung Tomic kann von Bucher gerade noch unterbunden werden.

Den ersten guten Schuss der Hausherren – vom Sechzehner – gibt Glaser ab, der Ball streift knapp am Tor vorbei. Ab diesem Zeitpunkt gelingt es Fürstenfeld, sich in unserer Hälfte festzusetzen, Flanken und Eckbälle sowie unterbundene Zuspiele an und im Strafraum belegen das. In der 26. Minute wäre der Ausgleich fast geglückt. Glaser flankt von der rechten Seite zur Mitte, diesmal ist niemand nahe genug bei Siemmeister. Aus kurzer Distanz setzt er den Ball an die Querlatte, um den nun im Fünferraum liegenden, zurückgeprallten, Ball kümmern sich mehrere Spieler erfolglos – das unübersichtliche Getümmel beendet der Schiedsrichter mit einem Freistoß für unsere Mannschaft!

Er führte seine Mannschaft zum Sieg: Kapitän Petkov, sehr präsent und laufstark!

Gegen Ende der ersten Spielhälfte ist wieder der DSV am Drücker. Gute Pagger-Flanken zwingen den Tormann zur Faustabwehr. Einer dieser kurz abgewehrten Bälle landet bei Petkov, der zirkelt den Ball wieder vors Tor zu Tomic, der aus kurzer Distanz per Kopf an Stocker scheitert. Wieder kommt ein hoher Ball (Freistoß) von Pagger Richtung Tomic. Diesmal kann ein Verteidiger den Kopfball abwehren, der Ball ist nun schussbereit für Giermair, der aber verzieht. In der 41. Minute die schönste Kombination: Waldhuber zieht von rechts zur Mitte, passt weiter zu Pagger. Der sieht, dass sich Giermair löst und sielt den perfekten Pass ins Loch – Giermair, nun vor dem Tormann, scheitert an Stocker. Nur eine Minute später taucht Waldhuber von rechts kommend im Strafraum auf, er zieht wuchtig ab, vergibt aber übers Tor. Die Pausenführung ist sicher nicht unverdient, wenn gleich in keinster Weise abgesichert.

Überfallsartig legt Fürstenfeld gleich los. Feiner spaziert durch den Strafraum, legt auf für den eingewechselten Rasic, der den Ball über das Tor haut. Kurz darauf kann Goger nicht gestoppt werden, den Pass im Strafraum erreicht Wilfling im „Rutschen“ – diesmal kann Petrovcic abwehren. Den drohenden Ausgleich vor Augen, besinnen sich die Donawitzer wieder und attackieren nun wieder entschlossener. Das zeigt auch schnell Wirkung. Fürstenfeld fehlen nun im entscheidenden Moment wieder die Anspielstationen, der DSV kann sich so aus der Umklammerung wieder befreien.

Nun geht es auch wieder in die andere Richtung. Waldhuber und Giermair versuchen (erfolglose) Distanzschüsse, andere Konter werden teils leichtfertig nicht zu Ende gespielt und können von der Fürstenfelder Abwehr gestoppt werden. Fürstenfeld ist bemüht das Spiel zu machen und kommt zu zwei guten Möglichkeiten: Bei einem hohen Ball in den Fünferraum wird Petrovcic zwar hart attackiert – da aber kein Pfiff ertönt, bleibt es gefährlich, Tomic kann im letzten Moment ausputzen. Bei einem Schuss im Strafraum von Goger ist zum Glück das Visier verstellt, der Ball geht deutlich über das Tor. Das Beste, was man in einem Spiel, das an der Kippe steht, machen kann, macht Tomic in der 63. Minute:

Mark Schranz nützt den freien Raum für einen Vorstoß über die rechte Seite, hebt den Ball zur Mitte zum einzigen „Grünen“ im Strafraum. Über Grasser hinweg erreicht Lukas Tomic den Kopfball, aus etwa 10 Metern Entfernung zirkelt er den Ball exakt neben die Stange, Stocker ist geschlagen – der DSV Leoben führt 2:0!

Sein dritter Saisontreffer: Lukas Tomic nach seinem 0:2!

Fürstenfeld ist nun gefordert und kommt zu einem Freistoß knapp außerhalb des Strafraumes. Goger bringt den hohen Ball ins Zentrum, Glaser setzt den Kopfball übers Tor. Fürstenfeld kann aber aus dem Übergewicht keinen Nutzen ziehen. Mehrmals wird der richtige Moment fürs Abspielen oder Schießen an der Strafraumgrenze übersehen, gute Angriffe bedeuten letztlich keine großen Gefahren.

Dann die 70. Minute. Alle Konzentration gilt einem Zweikampf, bei dem Glaser schmerzverzerrt liegen bleibt. Kurz davor, ohne „Feindeinwirkung“, ist aber Niederl zu Fall gekommen und er deutet sofort an, dass da etwas Schlimmes passiert ist. Er kann zwar selbst hinauslaufen, setzt sich dann aber, betreut von Gerlinde Kogler, vor die Fürstenfelder Betreuerbank und klagt über starke Schmerzen am Ellenbogen. Vielen Dank an dieser Stelle für die Fürstenfelder Unterstützung und Betreuung, die von verschieden Seiten erfolgte. Das Spiel konnte erst nach insgesamt zwölf Minuten fortgesetzt werden, als die Versorgung und der Abtransport vom Spielfeldrand abgeschlossen war. Mit dem Krankenwagen wurde Niederl ins Spital gebracht, obwohl eine endgültige Diagnose noch fehlt, muss man davon ausgehen, dass es sich hierbei um eine sehr schwere Verletzung handelt!

Nach der langen Pause ist irgendwie die Luft heraussen. Die großen Höhepunkte bis zum Schlusspfiff fehlen: Fürstenfeld wirft zwar Alles in die Waagschale, um zum Anschlusstreffer zu gelangen, das ist aber gegen die gut organisierte Abwehr der Donawitzer an diesem Abend nicht möglich. Auf der anderen Seite kommen auch die Donawitzer zu guten Kontermöglichkeiten und haben die Chance mit einem dritten Treffer alles klar zu machen.

Da beide nicht mehr treffen, bleibt es beim 2:0-Auswärtssieg, der den DSV Leoben erstmals seit der 3. (!) Runde – das war im August 2018 – von einem Fixabstiegsplatz (zum Relegationsplatz) wegkommen lässt. Der DSV Leoben geht somit einen weiteren Schritt, der zum Ligaerhalt führen soll, der nächste kann dann in einer Woche, beim nächsten schweren Auswärtsspiel – in Lebring – folgen! Wer in Fürstenfeld gewinnt, kann mit entsprechender Motivation auch in Lebring bestehen!

Alles Gute Christian Niederl!!!

Links: StFV, Fürstenfeld, Ligaportal

Der DSV Leoben spielte mit: Petrovcic, Rinner, Pagger, Tomic (T), Heinemann (65. Hubmann), Schranz, Giermair (T, Elfer), Waldhuber (89. Horvat, G), Damis, Niederl (70. Kosche), Petkov. Ersatz: Weiss.

3 comments on “Schwere Verletzung Niederls bei Auswärtssieg in Fürstenfeld!

  1. Bravo!!

    Man muss sich jedoch als Fan fragen, warum erst jetzt gelaufen und gekämpft wird? (Gott sei dank endlich!) Hoffe , der Aufwärtstrend hält weiter an und der DSV hält die Klasse-wo sollten wir sonst Freitags hingehen:)

    Gute Besserung an Christian Niederl!!!!

    @Klaus: Sollte Tomic gegen Lebring wieder ein Tor schießen, zahl ich dir ein Bier:)

  2. Seit zwei Runden ist der DSV Geist wieder in die Mannschaft zurückgekehrt!!

    Weiter so und am Freitag so viele Leobener wie nur geht nach Lebring!
    Organisiert einen Fanbus! Wir wollen den DSV siegen sehen!!!

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