In letzter Sekunde einen Punkt verloren!

Landesliga, 24. Runde, FR 10.05.19, 19:00. Sportplatz Gnas, 350. USV Gnas : DSV Leoben 3:2 (1:2). Torfolge: 1:0 Opferkuch (15.), 1:1 Tomic (21.), 1:2 Pagger (33.), 2:2 Kniewallner (84.), 3:2 Fink (96.). Schiedsrichterteam: Insupp, Spörk, DI Primus.

Da fehlen einem echt die Worte: In allerletzter Sekunde, in Minute 96, trifft der Gnaser Fink mit dem 3:2-Siegestor die Donawitzer mitten ins Herz, die über weite Strecken kämpferische Glanzleistung bleibt unbelohnt. Ein dramatisches Spiel mit vielen Höhepunkten, in dem die Donawitzer einen schnellen Rückstand bis zum Pausenpfiff durch Tore von Tomic und Pagger drehen konnte, blieb ohne Happy End. Vor der Pause hatten die Donawitzer, vor allem nach dem Gegentreffer, mehrmals gute Kontermöglichkeiten um den Vorsprung höher zu gestalten, doch Tomic und Waldhuber scheiterten. Die zweite Hälfte hatte es dann wahrlich in sich. Zuerst anerkennt Schiedsrichter Insupp den schnellen Gnaser Ausgleichtreffer wegen einer Abseitsstellung, erst nach Intervention des Assistenten nicht, dann muss der Gnaser Kapitän Schadler nach Foul an Petkov mit Rein-Rot vom Platz. Gnas drängte nun in Unterzahl unaufhörlich, die zunehmend müde wirkenden Donawitzer werden nun fehleranfällig und lassen sich immer mehr hinten reindrängen. Nachdem auch Damis, der Fels in der Abwehr, mit Gelbrot vom Platz muss, kippt das Spiel. Kniewallner (84) gelingt der Ausgleich und, wie erwähnt, kommt es unmittelbar vor dem Schlusspfiff mit dem dritten Gnaser Tor, zur totalen Pleite. Wirklich schade, eine große Chance, um wieder heranzukommen wurde vertan, so etwas passiert nur einer Mannschaft, die ohnehin schon im Eck steht. Neo-Trainer Ivo Gölz musste bei seinem Debut die ganze Donawitzer Tristesse hautnah miterleben. Bis Dienstag (Heimspiel gegen Bad Radkersburg) muss sich die Mannschaft wieder aufrichten, sonst wird die Talfahrt Richtung Keller wohl nicht mehr zu stoppen sein…

Erzielte sein zweites Tor, hatte einige starke Momente vor der Pause: Lukas Tomic!

Ivo Gölz, der bei seinem Debut als DSV Trainer, verletzungsbedingt auf Hofer und Heinemann verzichten muss, stellt die Mannschaft an einigen Positionen um – Waldhuber, Pagger und Tomic spielen von Beginn an – Välimaa, Grgic und Hubmann, die zuletzt in der Startformation waren, sitzen auf der Bank. Den besseren Start in dieses Spiel hat Gnas. Nach einigen hohen Bällen in den Strafraum, zieht Wohlmuth nach fünf Minuten erstmals für Gnas ab, sein Schuss landet flach, rechts neben dem Tor. Auf der anderen Seite kommt Schranz mit nach vor, macht den Haken zur Mitte und schießt (8.) mit dem linken Fuß, auch der Ball landet neben dem Tor. Gnas bleibt aber am Drücker, vor allem über ihre linke Seite (Opferkuch) gelingen immer wieder Nadelstiche in Form von Raumgewinn und Hereingaben – noch kann aber Alles, was Richtung Mitte gelangt mit vereinten Kräften abgewehrt werden. Bei einem Versuch über Gnas´ rechte Seite (Kniewallner zu Wohlmuth) kann Schranz den Torschuss in letzter Sekunde verhindern. Nach 15 Minuten muss sich die Donawitzer Abwehr erstmals geschlagen geben. Der Ball kommt rechts zu Scheucher, der Pachner abschütteln und zu Luttenberger-Haas weiterleiten kann. Der dreht sich, leitet den Ball auf die andere Seite weiter – Opferkuch zieht hoch ins kurze Eck ab und trifft über Petrovcic´ Finger hinweg zum 1:0.

Das Gegentor weckt die Donawitzer auf. Nur eine Minute später reklamieren die Donawitzer einen Elfmeter, der aber nicht gegeben wird: Waldhuber macht im Strafraum gegen Obendrauf den Haken, das Bein bleibt stehen, Waldhuber fällt – doch der Pfiff bleibt aus. Assistent Spörk, der daneben steht, aber kein Foul erkannt hat, ist erstmals in diesem Spiel im Mittelpunkt der Aufregung. Der DSV bleibt im Vorwärtsgang – diesmal kommt der Ball von Schranz zu Tomic ins Zentrum des Strafraumes, der Stürmer dreht sich und zieht ab, der Ball landet knapp links neben dem Tor. Nach einem vergebenen Opferkuch-Schuss (übers Tor), fällt der Ausgleich. Petkov öffnet mit einem einzigen Pass den Raum für Tomic, der nun aufs Tor zieht. Mit einem Schupferl bezwingt er den Gnaser Tormann Roth, der Ball kullert zum 1:1 ins Netz – nur sechs Minute nach dem 0:1 die passende Antwort!

Der Moment der Zuversicht: Matthias Pagger nach seinem 2:1!

Lukas Tomic, der wohl seine beste Halbzeit in dieser Saison spielt, bleibt hartnäckig. Er erkämpft sich den Ball eines Abwehrspielers und zieht schon wieder, diesmal von der linken Seite, aufs Tor. Er richtet sich den Ball auf seinen rechten Fuß und will ins lange Eck schlenzen – das trifft er aber nicht, auch die Option quer zu Waldhuber zu spielen übersieht er. Nächste Aktion, diesmal ist Waldhuber auf und davon. Er zieht von der rechten Seite in den Strafraum zielt aufs lange Eck, doch Roth kann irgendwie mit dem Fuß den Ball ins Torout abwehren. Eckbälle, ein Pagger-Freistoß (deutlich drüber) – die Donawitzer sind nun eindeutig überlegen, Gnas tut sich gegen das Pressing und die gutstehende Abwehr schwer, eine Lücke zu finden. In der 33. Minute wird das Ergebnis erstmals gedreht. Pagger setzt sich mit seiner Schnelligkeit durch, den Torschuss kann Roth kurz abwehren – der Ball gelangt zu Giermair, dessen Versuch, den Ball über die Linie zu befördern am Gnaser Schadler scheitert. Zum Glück setzt Pagger nach, erreicht vor dem Tormann den freien Ball im Fünfer und setzt ihn zum 1:2 ins Netz.

Jetzt besinnen sich die Hausherren und kommen wieder in den Donawitzer Strafraum. Pachner, Schranz, Kosche und Damis können mit ihren Einsätzen Schüsse oder Kopfbälle mit viel Einsatz verhindern. Im Konter hat noch einmal Tomic die Riesenchance auf das 1:3. Wieder ist er nicht aufzuhalten, wieder steht er vor Roth – diesmal aber ist der Tormann Sieger im 1:1-Duell. Wie schnell es gehen könnte, zeigt der letzte Torschuss vor der Pause – den gibt Opferkuch ab – Petrovcic holt den Ball mit einer tollen Parade aus der Ecke. Durchatmen, der DSV führt 2:1!

Die zweite Spielhälfte beginnt mit einem guten Petkov-Freistoß (knapp neben das rechte Kreuzeck), ehe der erwartete Gnaser Sturmlauf beginnt. Auch Gnas kommt zu einem Freistoß den Schadler ausführt. Der Ball wird einmal abgefälscht, dann von Luttenberger-Klug ins Tor gelenkt. Der Ausgleich scheint passiert zu sein, doch wieder tritt der Schiriassistent Spörk ins Zentrum des Geschehens – er holt sich den Schiedsrichter zu sich, der daraufhin das Tor aufgrund einer Abseitsstellung wieder aberkennt. Klar, jetzt regen sich die Gnaser über den Assistenten auf. In dieser Phase behalten die Donawitzer, die zunehmend mit Defensivaufgaben beschäftigt sind, die nötige Übersicht und Konzentration – im Gegensatz zum Gnaser Kapitän, der nach einem „Aussetzer“ in Form eines Fouls an Petkov sofort und ohne Umschweife Rot sieht. Eine Kleinigkeit, beinahe unbemerkt, leitet trotz Führung, trotz Überzahl, den Donawitzer Albtraum ein. Eine simple Gelbe Karte gegen Damis, sozusagen wegen gar Nichts – zu diesem Zeitpunkt noch kein Beinbruch, doch das Fiasko folgte dann später.

Den Donawitzern gelingt es in dieser so entscheidenden Phase des Spieles nicht mehr über mehrere Stationen nach vorne zu spielen.  Bälle werden schnell verloren oder gleich nur weggedroschen, dazu funktioniert das Aufrücken immer nachlässiger. Gnas bläst in Unterzahl zur Attacke. Während die Gnaser Vorstöße erst immer weiter hinten (Pachner klärt zwei Mal erfolgreich im Strafraum) abgefangen werden, ist sie auf der anderen Seite noch einmal da, die Chance aufs 1:3. Nach einem hohen Freistoß in den Strafraum von Giermair, segeln am Fünfer Damis und Rinner knapp am Ball vorbei. Ab jetzt spielt nur noch Gnas. Ein Kopfball (nach Eckball) von Klenner geht deutlich über das Tor, ein Fink-Schuss aus spitzem Winkel kann Petrovcic in den Corner abwehren. Und genau da passiert es. Der Schiedsrichter wird wieder von – eh schon wissen – dem Assistenten Spörk darauf aufmerksam gemacht, dass Damis irgendwann davor ein Foul, das mit Gelb zu ahnden sei, begangen habe. Zwei Mal Gelb ist Rot, der wichtige Innenverteidiger kann der Mannschaft in der heißen Schlussphase nicht mehr helfen.

Der Anfang vom Ende: Kniewallner trifft zum 2:2!

Das bittere Finish im Schnelldurchlauf: Die Donawitzer Abwehr bekommt den Ball nicht nachhaltig weg, steht nun auch nicht mehr so nahe am Mann – das nützt Kniewallner mit einem Schuss ins Kreuzeck aus, über Petrovcic landet der Ball zum 2:2 im Tor. Die vielen Verzögerungen, vor allem unserer Mannschaft, haben zur Konsequenz, dass es sechs Nachspielminuten obendrauf gibt. Gnas will unbedingt siegen, die Donawitzer nur mehr im Abwehrmodus. Petrovcic muss einen Schuss von Scheucher fangen, dann nach einem Einwurf, zieht Klenner ab, der Ball landet am Elfer bei Fink, dessen Schuss Rinner blocken kann. In der letzten möglichen Szene passiert es.  Den Querpass von Friedl auf Fink kann nicht unterbunden werden, diesmal passt sein Schuss neben die Stange zum 3:2 ins linke Eck. Es ist zum Weinen…

Sicher, der Sieg von Gnas ist nicht unverdient, schließlich haben sie bis zum Schluss mehr fürs Spiel getan. Während wir stehend k.o. waren, sind die Gnaser marschiert. Dennoch ist es einfach nur bitter, wenn man so denkbar knapp, nach einem Tor in der letzten Aktion, mit völlig leeren Händen dasteht. Jetzt sind es nur mehr sechs Spiele die wir Zeit haben unseren Hals aus der Schlinge zu bekommen…

Tiefpunkt!

Links: StFV, Gnas, Ligaportal

Der DSV Leoben spielte mit: Petrovcic, Kosche (60. Niederl), Rinner, Pagger (T), Tomic (T, 80. Grgic), Pachner, Schranz, Giermair, Waldhuber (68. Välimaa), Damis (GR, 76.), Petkov (G). Ersatz: Weiss, Hubmann.

4 comments on “In letzter Sekunde einen Punkt verloren!

  1. Sag ich ja seit 3 Jahren- Kicker mit Kondi für 70 Minuten.
    Gegentore am Fliessband in den letzten 20 Min.
    Aber ALLE sagen das stimmt nicht-es ist nur der Kopf.
    Leider eine billige Ausrede die die koditionsschwachen Kicker uns Fans immer einzureden versuchen. Alle diese Kicker die keine Konditionsarbeit leisten wollen ——–
    weg aus Donawitz !!!!!

  2. 6×3=18
    wir schaffen das!!!
    das die fitness nicht optimal ist sieht jeder.
    dann muss halt jeder 110% geben. wir haben ja per se keine schlechten kicker und deshalb bin ich überzeugt das wir den klassenerhalt schaffen wenn dieneinstellung stimmt und wir auch endlich einmal a bisserl glück haben. für die nächste saison darf im konditionellen bereich gerne etwas mehr gemacht werden. glück auf

  3. „Gnas drängte nun in Unterzahl unaufhörlich, die zunehmend müde wirkenden Donawitzer werden nun fehleranfällig und lassen sich immer mehr hinten reindrängen.“

    Auch das ist ein Grund warum man am Tabellenende steht-die körperliche Fitness scheint nicht reif für die Landesliga zu sein…

    Da waren es nur noch 6…..!

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