Unnötige Niederlage in Wildon!

Landesliga, 20. Runde, FR, 12.04.19, 19:00, Stadion Wildon, 150. SV Wildon : DSV Leoben 2:1 (2:0). Torfolge: 1:0 Schlatte (12.), 2:0 Knaus (19.), 2:1 Rinner (51.). Schiedsrichterteam: DI Grasser, Stachel, Duschek.

Die Leistung in Wildon war wieder einmal zu wenig, um zu punkten. So schnell und bitter ist die 1:2-Niederlage zusammengefasst. Die Fehlerquote, die sich unsere Mannschaft auch diesmal wieder leistete, war zu hoch, Wildon konnte ohne zu glänzen die drei Punkte einfahren – der DSV Leoben steht wieder einmal mit leeren Händen da. Nach ambitionierten Beginn unserer Mannschaft, stellt Schlatte per Kopf mit der ersten Tormöglichkeit auf 1:0 für Wildon, die Zuordnung bei diesem hohen Ball war nicht vorhanden. Es passt zu diesem Spiel, dass kurz darauf nach einem Foul an Petkov im Strafraum der Elfmeterpfiff verwehrt bleibt. Wie man einen Konter erfolgreich abschließt, zeigt Wildon nach 19 Minuten: Grgic verliert im gegnerischen Strafraum den Ball, zwei weite Bälle später ist Knaus vor Peckovic völlig frei und erzielt das 2:0 – das geht viel zu einfach. Nach einigen überstandenen Wildoner Angriffen, stellt Reinmayr auf die Viererkette um, das Donawitzer Spiel wird daurch etwas konstanter und sicherer. Die beste Phase unserer Mannschaft ist unmittelbar nach dem Seitenwechsel. Petkov hat bei einem Stangenschuss Pech, kurz darauf versenkt Rinner einen hohen Heinemann-Freistoß in den Strafraum, per Kopf zum 1:2. Das Bemühen danach, den Ausgleichtreffer zu schaffen, kann man der Mannschaft nicht absprechen, es gelingt aber zu selten, echte Gefahrensituationen zu kreieren. Individuelle Fehler, falsche Entscheidungen und mangelnde Durchsetzungskraft verhindern immer wieder den erfolgversprechenden Spielfluß nach vorne. Wildon erzielt ein weiteres Tor, das der Schiedsrichter wegen eines angeblichen Stürmerfouls nicht anerkennt, der DSV bleibt somit bis zum Schlusspfiff im Spiel. Es gelingt aber in der hektischen Schlussphase weder Petkov noch Giermair oder Grgic aus den Strafraumszenen etwas Zählbares, somit geht auch dieses Spiel verloren – der DSV Leoben ist nun abgeschlagen Letzter, es fehlen bereits vier Punkte auf den nächsten Gegner, den Vorletzten SC Liezen.

Zu einfach – Wildon kommt zum schnellen 1:0!

Nach verbüßter Sperre zwar wieder mit Hubmann, aber ohne die Verletzten Hofer, Pagger und Kosche fährt der DSV Leoben nach Wildon, um im Abstiegskampf für das dringend benötigte Erfolgserlebnis zu sorgen. Von Beginn weg sieht das auch ambitioniert aus. Heinemann ist links anspielbar, es gelingt ihm mit Petkov- oder Välimaa-Zuspielen in den Strafraum vor zu dringen, dort aber ist Endstation. Vorne werden Giermair und Grgic gesucht, die gespielten Bälle sind für die beiden Spitzen aber nicht weiter verwertbar. Wildon beendet dieses bemühte, aber erfolglose, weil zu harmlose Donawitzer Bestreben mit der ersten Strafraumszene (dies als Torchance zu bezeichnen wäre übertrieben). Nach einem Foul weit außerhalb des Strafraumes, bringt Kelenc den hohen Ball Richtung Fünfereck. Hubmann will klären, springt hoch, verfehlt aber den Kopfball, Damis und Peckovic sind unentschlossen – können dann auch nicht mehr eingreifen – dahinter freut sich Schlatte, der per Kopf auf 1:0 stellt. So darf man diesen hohen Ball einfach nicht verteidigen, das wird natürlich bestraft.

Der DSV versucht im gleichen Trott, wie vor dem Gegentor, zum Erfolg zu kommen. Das führt zu einigen Angriffen, die aber bestenfalls mit einem Freistoß (Giermair in die Mauer) enden. Pech hat Petkov, als er im Strafraum Skurla umspielt, das Bein des Verteidigers ist ausgefahren, daraüber stolpert Petkov – doch der fällige Pfiff von Schiedsrichter Grasser bleibt einfach aus. Wie man diese Szene NICHT als Foul bewerten kann, bleibt das Geheimnis des Unparteiischen. Das Ganze geschieht nach 16 Minuten, ein Elfmeter hätte das Spiel vielleicht (das ist aber keinesfalls sicher) anders verlaufen lassen. So aber passiert, beinahe im Gegenzug, der zweite Wildoner Treffer. Rinner, aus der Dreierkette, geht bei einem Angriff mit nach vorne und dann passiert es, dass ein Grgic-Zuspiel im Strafraum misslingt, was prompt zum schnellen Gegenzug führt. Ein hoher Ball nach links, ein paar Schritte und dann die hohe Flanke zum einzigen, vorne lauernden, Wildoner Knaus. Die löchrige Donawitzer Abwehr ist in dieser Situation überfordert, auch Peckovic ist weit aus dem Tor heraus geeilt. Knaus, unbedrängt, schießt den Ball vorbei am Tormann zum 2:0 – das sieht nicht nur viel zu einfach aus, das ist es auch – so darf man sich in der Landesliga einfach nicht düpieren lassen!

Das 0:2 darf in dieser Form auch nicht passieren!

Nach dem zweiten Treffer vergibt Wildon mehrere Möglichkeiten, um den Sack endgültig zuzumachen. Die Verunsicherung unserer Mannschaft (das betrifft vom Tormann bis zu den Spitzen eigentlich alle Spieler) ist derart groß, dass oft einfache Sachen misslingen. Es folgen Schüsse von Kelenc, Weber und Zebedin – dazu einige Eckbälle, die stets gut hereingebracht werden und dadurch schwer zu verteidigen sind – das 3:0 liegt in der Luft, fällt aber nicht. Eine Umstellung auf die Viererkette bringt dann etwas mehr Stabilität in die Defensive, dadurch klappt es gegen Ende der Halbzeit auch vorne wieder etwas besser. Ein Giermair-Schuss (verzogen), dann noch einmal Giermair, der im Strafraum Grgic anspielt (Schuss zu schwach und geblockt), sowie weitere Versuche von Giermair, Hubmann und Grgic bringen nicht den gewünschten Erfolg, mit 0:2 geht es zur Kabinenpredigt.

Und die dürfte laut ausgefallen sein, entsprechend motiviert starten die Donawitzer in die zweite Spielhälfte. Nach einer wichtigen Abwehrtat – Heinemann klärt im letzten Moment vor Knaus – geht es auf der anderen Seite weiter. Petkov wird an der Strafraumgrenze angespielt, diesmal hat er Zeit sich den Ball zu richten – sein Schuss prallt von der rechten Außenstange zur Seite, die Hereingabe von Grgic bringt leider nichts. Wir notieren den Aluminiumtreffer Nr.19 (!) in diesen bisher gespielten 20 Runden, das dürfte wohl auch ein einsamer Rekord sein! Zwei Wildoner Eckbälle – wie zuerst beschrieben, von Kelenc immer sehr gefährlich zur Mitte gebracht – werden überstanden, dann kommt es nach 51 Minuten zu einem Freistoß für den DSV im Niemandsland, etwa 35 Meter vor dem gegnerischen Tor. Heinemann zirkelt den Ball zur Mitte, Bernhard Rinner steigt hoch und erzielt per Kopf den Anschlusstreffer zum 1:2. Wie sich doch die Bilder gleichen: Das 1:2 durch Rinner ist beinahe eine exakte Kopie vom Wildoner 1:0, auch die mangelnde Abwehrleistung deckt sich in beiden Situationen. Mehr als 40 Minuten noch Zeit, die Donawitzer fassen neuen Mut, da kann noch etwas gehen!

Hoffnungsschimmer: Rinner per Kopf zum 1:2!

Die Donawitzer sind nun wirklich bereit, alles für die Wende in diesem Spiel zu unternehmen, das ist aber gegen Wildon zu wenig. Schüsse fallen zu schwach aus (nicht voll getroffen), Instinktentscheidungen (Abspielen? Selbst versuchen? – nach außen oder innen ziehen) scheinen immer falsch gewählt zu werden, es ist einfach ernüchternd. Eine Heinemann-Hereingabe wird ebenso zur Beute des Tormannes Stoiser, wie ein Schuss von der Strafraumgrenue durch Petkov. Nach 56 Minuten haben die Donawitzer Glück – Peckovic bleibt zu unentschlossen bei einem hohen Ball, plötzlich ist der Ball im Tor – doch Schiri Grasser hat offensichtlich ein Stürmerfoul am Tormann gesehen und anerkennt den Treffer nicht. Peckovic kann sich danach wieder auszeichnen, bei einem guten Schuss von Weber ist der Tormann auf dem Posten.

Der Spielfilm bis zum bitteren Ende: Beiderseits geprägt von viel künstlicher (manchmal auch berechtigter) Aufregung, die die allgemeine Hektik am Spielfeld natürlich nicht nimmt, dazu manch hartes Einsteigen (für  den DSV sehen Rinner und Hubmann Gelb) und nur einem Wechsel auf Donawitzer Seite (Tomic für Niederl) – so verrinnt unweigerlich die Zeit. Die Donawitzer Chancen in der Schlussphase sind ein Spiegelbild dieser verkorksten Saison. Ständig ist irgendein Bein dazwischen (Zuspielversuch Giermair auf Grgic im Strafraum), bei einem fürchterlichen Wildoner Ballverlust am eigenen Strafraum kann sich Grgic gegen den letzten Mann nicht durchsetzen, auch Tomic kommt einfach nicht zum Abschluss. Bitter anzusehen: Petkov setzt sich links im Strafraum durch, sein flaches Zuspiel auf Grgic ungefähr am Elferpunkt gelingt, doch der (natürlich von einigen Spielern Bedrängte) kann mit dieser Chance nichts anfangen und verzettelt sich. Zum Abschluss kommen noch Giermair (zu schwach, kein Problem für den Tormann), Grgic (Außennetz) und nach Välimaa-Zuspiel noch einmal Giermair. Verkehrt zum Tor dreht er sich geschickt, bringt den flachen Ball auch an seinem Bewacher vorbei, scheitert aber am Tormann – das alles aus acht Metern Entfernung. Auch Wildon kann die Kontermöglichkeiten nicht nützen, um dieses Spiel früher zu entscheiden. So fällt nach drei Minuten Nachspielzeit für die eine, der erlösende, für die andere, nämlich unsere, Mannschaft, der niederschmetternde Schlusspfiff.

Wieder war nichts zu holen, zum vierten Mal im fünften Spiel wird der DSV Leoben im Frühjahr besiegt. Der Blick auf die Tabelle ist natürlich ernüchternd – es nützt aber nichts, in dieser Situation muss man zusammen halten, weiter arbeiten und noch härter trainieren. Nur so besteht Hoffnung, dass man die Spirale nach unten endlich stoppt, eines ist klar – das Meisterschaftsspiel am kommenden Freitag gegen Liezen ist das erste Finale, da müssen drei Punkte her!

Links: StFV, Wildon, Ligaportal

Der DSV Leoben spielte mit: Peckovic, Rinner (T,G), Hubmann (G), Heinemann, Grgic, Pachner, Giermair, Damis, Niederl (66. Tomic), Välimaa, Petkov. Ersatz: Petrovcic, Schranz, Waldhuber.

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