Der DSV Leoben nach Heimniederlage Tabellenletzter!

Landesliga, 19. Runde, FR 05.04.19, 19:30, Stadion Donawitz, 300. DSV Leoben : SV Frauental 1:2 (1:0). Torfolge: 1:0 Rinner (6.), 1:1 Petek (56.), 1:2 Furek (60.). Schiedsrichterteam: Steindl, Hofgartner, Steuber.

So schnell geht es und sie ist wieder da, die Weltuntergangsstimmung beim DSV Leoben. War man nach dem Auswärtssieg in St. Anna zuversichtlich, dass gegen Frauental der nächste Schritt folgen wird, so wurden diese Hoffnungen auf brutale Weise zerstört. Der DSV Leoben verliert zu Hause, trotz Pausenführung, gegen den Aufsteiger und findet sich vor dem letzten Meisterschaftsdrittel auf dem 16. und letzten Tabellenplatz wieder. Wie kann es sein, dass man nach gutem Beginn und schneller Führung (Rinner-Kopfball nach einem Eckball) so dermaßen zurückfällt, wie dies nach etwa 25 Minuten gegen Frauental passiert ist? Warum ist niemand da, der in hektischen Momenten das Kommando übernimmt und seine Mannschaft mitreisst? Schon vor der Pause klopft Frauental zwei Mal (einmal an die Latte) kräftig an, der Zusammenbruch folgt dann innerhalb weniger Minuten in der zweiten Spielhälfte. Dem DSV gelingt es überhaupt nicht Zugriff auf dieses Spiel zu erlangen, lässt sich zu Hause vom Aufsteiger einschnüren und muss als Ergebnis akzeptieren, dass diese Leistung einfach nicht reicht. Vom Doppelschlag durch Petek und Furek können sich die Donawitzer einfach nicht erfangen, außer den verzweifelten, aber erschreckend ungeeigneten, Bemühungen ist nichts zu sehen. Frauental siegt verdient, der DSV Leoben ist nach der sechsten Heimniederlage schwer angezählt und muss dringend geeignete Lösungen finden. Eine wahre, selbstverschuldete, Herkules-Aufgabe erwartet unseren Verein in den nächsten Wochen: Obwohl der Druck stätig steigt, obwohl man bisher noch keinen geeigneten Weg gefunden hat, müssen Ergebnisse her. Umfaller darf man sich dabei nun nicht mehr leisten.

Der Ball im Netz: Nach sechs Minuten jeubeln die Donawitzer rund um Torschützen Rinner noch!

Der Beginn des Spieles macht Mut. Die Spieler sind motiviert, suchen den direkten Weg, kommen schnell in Strafraumnähe. Waldhuber, der einige Male auf der linken Seite gut angespielt wird, zieht davon – seinen Stanglpass zur Mitte kann Eibinger vor Giermair in den Corner retten. Diesen Eckball bringt Giermair perfekt zur Mitte, bereits vor der ersten Stange löst sich Rinner und erzielt per Kopf das frühe 1:0 für den DSV! Gelungene Ausführung einer Standardsituation, so stellt man sich das vor, es läuft nach Plan. Und auch in den folgenden Minuten bleiben Välimaa und Petkov die nötigen Antreiber, die die Bälle verteilen und nach vorne bringen. Petkov bringt von rechts eine Flanke zur Mitte, Herzog klärt knapp vor Giermair. Den nächsten Versuch startet Välimaa (Giermair-Pass), der von rechts in den Strafraum eindringt – er legt sich dabei den Ball etwas zu weit vor – die Aktion endet mit einem Stürmerfoul. Die Bälle rollen weiterhin nur in eine Richtung. Ein knapp gescheitertes Zuspiel von Giermair auf den freien Heinemann, ein Petkov-Vorstoß samt guten Flachschuss, den Tormann Paul zur Seite abwehren kann – das Alles sieht richtig gut aus.

Den ersten Warnschuss gibt Frauental in der 15. Spielminute ab. Ein Freistoß aus etwa 23 Metern Entfernung setzt Petek über die Mauer an die Querlatte, da wäre für Peckovic nichts zu Halten gewesen. Frauental wird nach diesem ersten Anklopfen munter, doch noch in diese „Aufwachphase“ hinein, gelingt es mehrmals den schnellen Waldhuber loszuschicken. Es wird aber in Summe aus diesen Möglichkeiten zu wenig rausholt. Die anderen Spieler rücken zu spät nach, die Flanken kommen nicht präzise genug, einen Schuss von Waldhuber kann der Gästetormann bändigen. Auf der anderen Seite wird es zum zweiten Mal brenzlig: Rinner und Damis behindern sich gegenseitig, Nutznießer ist Furek, der aber zum Glück mit seinem Schuss (knapp rechts vorbei) scheitert. Dies in etwa wäre der ideale Zeitpunkt (wir sprechen von der 25. Minute der ersten Spielhälfte) gewesen, das Spiel zu beenden, dann hätte man von einem knappen, aber verdienten DSV-Sieg sprechen können. Da dies aber nicht passierte, wurden alle, der in etwa 300 Anwesenden, Zeugen, wie eine Mannschaft im gleichen Maße sukzessive zurückfällt, während die andere zulegt.

Während der DSV Leoben durch vereinzelte Konter zwar für Entlastung, aber nicht mehr für Gefahr, sorgen kann, sieht das bei Frauental nun mutiger und orientierter aus. Der Ball läuft in den Reihen, noch aber ist immer irgendein Donawitzer zur Stelle, der richtig Zwingendes verhindern kann. Damis, Rinner und einmal Pachner, der nach einem Kopfball von Fauland klären kann – diese erfolgreichen Abwehreinsätze befinden sich immer öfters bedrohlich nahe dem eigenen Fünfmeterraum. Einige, überstandene Bälle aus Standardsituationen (Eckbälle, direkter Freistoß, hohe Freistoßflanken in den Strafraum) später, beendet der Schiedsrichter die erste Spielhälfte. Was bleibt, ist dieses mulmige Gefühl, dass dieses Spiel ohne entsprechende Reaktion, kaum erfolgreich beendet werden kann. Frauental hat in allen drei Frühjahrsspielen nach der Pause zwei Tore erzielt, wahrlich kein gutes Omen.

Der Anfang vom Ende: Petek mit dem Ausgleich!

Die Gäste starten wie befürchtet. Volles Programm, mit dem Willen dieses Spiel zu drehen. Schon in den ersten Minuten nach Wiederanpfiff befindet sich der DSV im absoluten Abwehrmodus. Die Bälle können nicht gehalten werden, kaum einmal gelingt es einen freien Mitspieler zu entdecken, bei dem man das Gefühl hat, dass er den Ball auch will. Der erste Höhepunkt, ist eine Glanztat von Peckovic im Donawitzer Tor, als er eine schwer missglückte Kopfballabwehr von Pachner aus der Ecke holen kann. Auch die anderen Spieler, die nun im eigenen Strafraum aushelfen (müssen), agieren teils ungenügend erfolgreich: Kerzen im Strafraum, sofortiger Ballverlust schon an der Strafraumgrenze, erfolglose Versuche Stürmerfouls durch „Theater“ zu provozieren – Nichts, was die Nerven beruhigen könnte.

Und schließlich passiert es. Nöst wird auf der rechten Seite angespielt, Schranz kann die Flanke, die in den Rückraum gezirkelt wird, nicht verhindern. Dort ist Petek genau so lange frei, wie er benötigt, um sich den Ball herzurichten und abzuschließen. An Peckovic vorbei trifft er zum 1:1-Ausgleich. Keine fünf Minuten später ist das Spiel völlig auf den Kopf gestellt. Ein weiter Einwurf, eine nicht ausreichende Abwehr, ein geblockter Schuss von Baumann, das nötige Glück, dass dieser Abpraller genau vor Fureks Beine landet – und schon steht es 1:2. Gregor Furek, der uns schon in Frauental mit drei Treffern zerlegte, hat also zum insgesamt vierten Mal gegen den DSV getroffen. 30 + 6 Minuten bis zum Spielende – eigentlich mehr als genug Zeit, um sich noch einmal aufzuraffen und sich der drohenden Niederlage entgegen zu stemmen. Sollte man meinen, nur leider war kaum etwas von dem nötigen Glauben, dass das noch etwas werden kann, zu spüren.

Mit zu wenig Nachdruck, ohne Phantasie und ohne Selbstvertrauen wird nun versucht, irgendeine Lücke zu finden. Frauental hat leichtes Spiel. Konsequentes Attackieren, gutes Stellungsspiel – mit diesen einfachen Mitteln sind die Donawitzer komplett entwaffnet. Ein Schuss von Grgic (später noch ein Freistoß von ihm übers Tor), ein Foul an den ansonst durchbrechenden Tomic, der überdies bei hohen Flanken zwar gesucht, aber nur mit unbrauchbaren Bällen versorgt wird – das ist einfach viel zu wenig. In der Schlussphase dieses zerfahrenen Spieles ist Frauenteil nicht konsequent genug, um aus einem der Konter ein weiteres Tor zu erzielen. Schiedsrichter Steindl bringt nun verstärkt Farbe (fünf Mal Gelb ab der 72. Minute) ins Spiel – mit Hektik, Verzweiflung und Schuldzuweisungen werden die letzten sechs Nachspielminuten erledigt, bis es fest steht. Der DSV Leoben ist am Boden der Liga gelandet. Einmal mehr konnten die Erwartungen nicht erfüllt werden und ist man auf Besserungs-Hoffnungen im nächsten Spiel angewiesen.

Wieder einmal jubeln Andere!

Links: StFV, Frauental, Ligaportal (mit Video)

Der DSV Leoben spielte mit: Peckovic, Rinner (T), Heinemann, Pachner, Schranz, Giermair, Waldhuber (52. Grgic), Damis, Niederl, Välimaa (77. Pagger, G), Petkov (69. Tomic). Ersatz: Petrovcic, Kosche.

2 comments on “Der DSV Leoben nach Heimniederlage Tabellenletzter!

  1. Die Fusion mit Leoben war langsam aber sicher der Anfang vom Ende des guten Fussball in Donawitz.
    Bald sind wir dort wo Leoben seinerzeit war. Nirgendwo.
    Bei den Jungs fehlt es halt an qualität.
    Seit jahren spielen die zusammen , aber keine leistungssteigerung sichtbar.
    Kein giftiger Stürmer weit und breit. Die vorhandenen Stürmer traben nach ihrer Einwechselung im Trott umher.
    Nehmts euch an der Nase und zeigts mehr Biss. Noch ist Zeit.

  2. Ab in die Oberliga!!! Keiner, wirklich keiner der Akteure hat es verdient, das DSV-Logo auf der Brust zu tragen! Eine Schande sondergleichen!! Wenn ich technisch nur Unterligaklasse habe so kann ich wenigstens laufen, kämpfen,beißen.. Nichts, aber wirklich gar nichts war davon zu sehen. Es gibt so viele schöne Hobbies, Briefmarken sammeln, angeln, stricken,..warum habt ihr euch Fussball ausgesucht?? Trainer??1-2 hinten, 82 Spielminute, Corner für DSV und sechs!!!!!Leute bleiben entweder auf der Mittellinie oder in der eigenen Hälfte stehen…was soll das? Geht bitte zum Präsident und sagt, man möge die Kampfmannschaft (alleine das Wort ist eine Frechheit, da Kämpfen ein Fremdwort ist) sofort aus der Meisterschaft nehmen und gebt eure Fussballschuhe ab..für immer!!! In 45 Jahren habe ich noch nie so einen planlosen, untalentierten Haufen gesehen!!

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