Der DSV Leoben muss sich zum Frühjahrsauftakt knapp geschlagen geben!

Landesliga, 16. Runde, FR. 15.03.19, 19:00. Murinselstadion, 400. SC Bruck/Mur : DSV Leoben 2:1 (0:0). Torfolge: 0:1 Grgic (61.), 1:1 Schicker (70.), 2:1 Merl (74.). Schiedsrichterteam: Eigler, Feldbaumer, Schweiger.

Der DSV Leoben steht nach dem Auswärtsderby in Bruck, trotz guter Möglichkeiten und, obwohl man durch Brajan Grgic in Führung gegangen ist, letztlich mit leeren Händen da. Der Hauptgrund dafür, liegt daran, dass man sich nach dem Führungstreffer, rätselhafter Weise unnötig zurück gezogen hat und man dadurch ein Spiel, das man gut im Griff hatte, aus der Hand gab. Schon vor der Pause, in der unsere Mannschaft ein merkbares Übergewicht erarbeiten konnte, setzt sich das Donawitzer Aluminiumpech – im Herbst wurde 15 (!) Mal nur Latte oder Stange getroffen – nahtlos fort: Sowohl Mark Schranz als auch Brajan Grgic treffen nur die Latte. Nach dem Seitenwechsel bringt Brajan Grgic mit einem sehenswerten Treffer die Donawitzer völlig verdient in Führung, doch ein Brucker Doppelpack innerhalb weniger Minuten, stellt das Spiel auf den Kopf. Der eingewechselte Schicker trifft direkt (!) vom Corner-Punkt, vier Minuten später bleiben Donawitzer Abseitsreklamationen erfolglos und Merl verwertet einen Stanglpass zum Brucker Sieg. Es war nicht alles schlecht, was die Grünen zeigten, es gab die Chancen auf Tore – aber das alles ist nach dieser bitteren Niederlage, die unbedingt vermieden werden wollte, nichts wert. Der Auftakt zur Aufholjagd wurde zum herben Rückschlag, am kommenden Wochenende gegen St. Michael ist der DSV Leoben nun so richtig gefordert!

Mit Trauerschleife am Oberarm und einer Gedenkminute vor Spielbeginn gedachte der DSV Leoben und der SC Bruck dem kürzlich verstorbenen, ehemaligen DSV Obmann Ing. Anton Hirschmann, der in seiner aktiven Zeit bei beiden Mannschaften, die sich zu diesem Derby in Bruck trafen, gespielt hatte.

Bei kaltnassem, nicht sehr einladenden Wetter (es regnete durchgehend) war es endlich so weit: Die Wintervorbereitung ist Geschichte, die zweite Hälfte der Saison 18/19 in der Landesliga hat endlich begonnen. Beide Mannschaften wissen, was am Spiel steht, beide Teams wollen punkten, um den hinteren Tabellenteil möglichst bald zu verlassen. Nach einem ersten Abtasten, sehen die (sehr optimistisch geschätzten!) 400 Zuseher von beiden Seiten zwei erste Flanken, die aber für keine Gefahr sorgen (Pachner hätte eventuell nach Grgic-Pass auch selbst abziehen können, seine Flanke kommt dann nicht an). Den ersten Torschuss (Roller) des Spieles gibt der Brucker Shabani nach acht Minuten ab – kein Problem für Peckovic. Konkreter sieht das auf der anderen Seite aus. Die Donawitzer versuchen es über die Seiten – da ist besonders Pachner hervorzuheben, dem es immer wieder gelingt, zu entkommen – und sorgen damit schon für Gefahrenmomente, wenn gleich der letzte Pass den Abnehmer nicht erreicht: Einmal ist die erste Stange unbesetzt, ein anderes Mal ist niemand bei der zweiten – so versanden diese durchaus gut angetragenen Hereingaben. Nach 15 Minuten muss sich Peckovic im Leobener Tor erstmals bewähren, eine gute Flanke von Merl kann er erfolgreich vor Wohlmuth mit dem Fuß wegschlagen. Schranz, der sich auf seiner Seite dabei zu leicht versetzen ließ, steht dann kurz darauf auf der anderen Seite im Mittelpunkt. Waldhuber setzt nach, erkämpft in der gegnerischen Hälfte einen Ball, den er zu Petkov weiterleitet. Der Kapitän legt schön für den heraneilenden Schranz auf, der aus 25 Metern einfach einmal abzieht. Der Ball ist (zu) perfekt angetragen, von der Querlatte springt der Ball (Tormann Gröblinger ohne Reaktion) zurück aufs Spielfeld (19.)!

Die Donawitzer sind nun klar bestimmend. Ein Waldhuber-Zuspiel zu Grgic gelingt zwar perfekt, doch der Assistent hat dabei eine Abseitsentscheidung erkannt. Während Klicnik für Bruck aus guter Position den Ball übers Tor drischt, erleben die Zuseher auf der anderen Seite einige Donawitzer Angriffe (Pachner, Waldhuber), die nicht selten zu Eckbällen führen. Trotz der vielen Flanken in den Strafraum entsteht dabei nichts Zwingendes. Ein Damis-Kopfball fällt zu schwach aus, ein Heinemann-(Nach)Schuss landet beim Tormann, der den Ball aber nicht bändigen kann – Grgic ist danach mit dem Ball knapp im Torout. Waldhuber wird von Petkov zwei Mal auf den Weg Richtung Strafraum geschickt, der wohl schnellste Donawitzer, kann daraus aber kein Kapital schlagen. Und dann kommt Brajan Grgic aus halblinker Position zum Torschuss. Knapp außerhalb des Strafraumes zimmert er den Ball ans linke Lattenkreuz, schon wieder Aluminium statt eines Tores!

Genau aufs Lattenkreuz: Grgic, zuvor schon Schranz, mit den Aluminiumtreffern 16 und 17 in dieser Saison!

Bis zur Pause wird die Brucker Verteidigung mit Flanken von den beiden Seiten auf Trab gehalten, die Abwehr macht das aber gut und kann wirklich gefährliche Abschlüsse irgendwie immer unterbinden. Nach einem Heinemann-Freistoß ist Hofer am Fünfer am Ball, allerdings mit dem Rücken zum Tormann, sein Drehversuch misslingt. Schade, vor der Pause gab es doch viel im Ansatz Ansehnliches und mit den beiden Lattenschüssen auch Pech – in Summe fehlte vorne nur das Wichtigste – die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor.

Die Donawitzer wollen den Schwung der ersten Halbzeit in die zweite mitnehmen. Es gelingt den Ball bis zum Sechzehner in den eigenen Reihen zu halten, doch dort ist immer wieder Endstation. Bruck gelingt es, sich zu befreien und der erste Konter der Hausherren ist gleich einmal brandgefährlich. Riegel zieht von rechts auf und davon, seine Flanke zu Wohlmuth kann Hofer per Kopf klären – ein erster `Warnschuss´, in dieser Situation hat das Umschalten nicht funktioniert. Einen guten Schuss gibt wenig später Trippl für Bruck ab, der Ball landet dabei aber neben dem Tor. Die Riesenchance zur Führung hat dann aber wieder der DSV. Pachners Flanke wird minimal (aber entscheidend!) abgefälscht, der Ball kommt dennoch ins Zentrum – Grgic rutscht dem Ball entgegen, verpasst ihn aber um wenige Zentimeter. Das Tor wäre völlig frei gewesen, es gibt Eckball statt Torjubel!

Und dann klappt es doch. Wieder ist es Grgic, der auf der linken Seite den Ball bekommt, aber was macht er? Er zieht weit außerhalb des Strafraumes einfach ab und über die Fingerspitzen des Tormannes landet der Ball zum 0:1 im Netz. Verdiente Führung, wunderschöner Treffer – das sollte doch Selbstvertrauen geben… Brucks Trainer Zrim reagiert mit einem Doppeltausch, Routinier Schicker und Ajan kommen neu ins Spiel. Liegt es an der Angst unserer Mannschaft vor dem möglichen Sieg oder an den Einwechslungen, Tatsache ist, ab diesem Zeitpunkt kippt das Spiel. Die Donawitzer Vorstösse werden nun früher unterbunden, Fehler führen zu Gegenzügen, Bruck drängt unsere Mannschaft immer weiter zurück.

Über weite Strecken alles im Griff und dann doch die Niederlage!

Ein Freistoß von Schicker in den Strafraum kann mit vereinten Kräften entschärft werden, ein Schuss von Shabani landet in Peckovic´Armen und bei einer Hereingabe von Riegel ist es nur Pachner zu verdanken, dass der Ausgleich nicht fällt: Vor Wohlmuth kann er mit vollem Risiko den Abschluss verhindern. Der Ball landet im Torout und Schicker tritt den Eckball. Und was macht der Eingewechselte? Er zirkelt den Ball über alle Köpfe hinweg direkt ins lange Eck zum 1:1. Sicher, es herrschte viel Betrieb am und im Fünfer, dennoch muss man so etwas verhindern können. Bruck ist nun ganz klar im Vorteil und nützt das geschickt aus. Die Donawitzer Abseitsfalle schnappt nicht zu, Riegel zieht auf seiner rechten Seite davon und schiebt den Ball scharf in den Rücken der Donawitzer Abwehrspieler. Keiner passt dabei auf Merl auf, der unbedrängt auf 2:1 stellt. In fünf Minuten von 1:0 auf 1:2, einfach nur bitter aus Sicht unserer Mannschaft!

Obwohl noch sechzehn Minuten plus Nachspielzeit – also genügend Zeit – bis zum Schlusspfiff vorhanden sind, bleibt es bei diesem niederschmetternden Ergebnis. Sicherlich, es wird viel versucht (Tomic, Välimaa und ganz zum Schluss Giermair werden in die Schlacht geworfen), es entstehen Flanken aus Freistößen und Eckbällen – aber daraus entsteht nichts wirklich Gefährliches. Schüsse von Heinemann (drüber) und Välimaa (geblockt) scheitern und, wenn Tormann Gröblinger einmal den Ball auslässt, dann ist niemand da, dies auszunützen. Auch Schüsse von Tomic (daneben), ein Kopfball von Hofer und ein Schuss von Giermair in der Nachspielzeit bringen nichts mehr. Bruck rettet sich über die Zeit, fünfzehn starke Minuten reichen den Hausherren, um dieses Derby für sich zu entscheiden. Mit hängenden Köpfen verlassen die Donawitzer Spieler den Platz, bis nächsten Samstag muss sich das Ändern, denn eine Reaktion gegen St. Michael ist nach dieser Niederlage schon Pflicht!

Subjektiv der beste Mann am Platz: Robert Pachner!

Links:  StFV, Bruck, Ligaportal, Brucki.blogspot, MEMA.TV (Filmbericht)

Der DSV Leoben spielte mit: Peckovic, Damis, Hubmann (G), Hofer, Pachner, Schranz, Heinemann (76. Välimaa), Waldhuber, (72. Tomic), Niederl, Petkov (88. Giermair), Grgic (T). Ersatz: Petrovcic, Kosche.

4 comments on “Der DSV Leoben muss sich zum Frühjahrsauftakt knapp geschlagen geben!

  1. Ca. zum 1000sten Mal : Wir verplichten einen Mittelfelspieler anstatt einen Stürmer !
    Wann geht es endlich in eure Köpfe : STÜRMER brauchen wir und keine teuren Kaderergänzungsspieler die euch irgendwer aufschwatzt.
    Antworten

  2. Wirklich schade, war eine sehr ansprechende Leistung. Und das Problem des Herbstes war wieder deutlich sichtbar-kein Torjäger an Bord!!

    1. Luckyluke : Glaubst das irgendwer vom DSV Supermanagemend das irgendwann begreifen wird was notwendig wäre ??? Wie singt die Jazzgitti so schön : Es gibt soviel Tr…… auf der Welt.

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