GEBIETSLIGA: Auseinandergebrochen! Juniors nach 2:2 zur Halbzeit 2:8 in Tragöß!

GEBIETSLIGA Mürz, 12. Runde, SA 27.10.18, 14:00 Uhr, Sportplatz Tragöß, 60. SC Tragöß – St. Katharein : DSV Juniors 8:2 (2:2). Torfolge: 1:0 Pichler (3., Elfer), 2:0 Dogar (10.), 2:1 Horvat (14.), 2:2 Schweighart (27.), 3:2 Forstner (65.), 4:2 Forstner (80.), 5:2 Suingiu (83.), 6:2 Forstner (87.), 7:2 Forstner (92.), 8:2 Dogar (93.). Schiedsrichter Alfred Hofer.

Bis zur 65. Minute hat eigentlich nichts darauf hingedeutet, dass die Juniors am Ende derart vorgeführt werden. Da fiel das 3:2 für Tragöß, ab der 80. Minute musste Tormann Weiß noch weitere fünf (!) Mal hinter sich greifen, Endstand ein desaströses 2:8! Tragöß – St. Katharein legte einen Blitzstart hin und lag durch einen Elfmeter von Pichler sowie einem satten Schuss von Dogar bereits nach zehn Minuten mit 2:0 in Führung, doch die Juniors kämpften sich wieder zurück ins Spiel. Horvat per Kopf und Schweighart konnten bis zur 27. Minute ausgleichen. Vor der Pause haben beide Teams (Tragöß öfter als die Juniors) Chancen auf den dritten Treffer, der jedoch nicht gelang. Auch nach der Pause war dieses Spiel lange Zeit offen, beide Mannschaften fanden keine Lücke oder scheiterten beim Abschluss. In der 65. Minute profitierte Forstner von einer schlechten Zuordnung in der Abwehr und stellte per Kopf auf 3:2, es war dies der Anfang vom Untergang der DSV Juniors. Ab der 80. Minute konnte Tragöß schalten und walten, wie es wollte, vor allem der Kapitän Forstner, der insgesamt vier Tore erzielte, kannte keine Gnade mehr. Beinahe jeder Angriff, nur unterbrochen von einer Gelbroten Karte für Schweighart, endete mit einem Torerfolg – die nun völlig inferioren Juniors brachen völlig auseinander. Das 2:8 ist in dieser Form völlig unverständlich, es ist einfach unerklärbar, warum man das lange Zeit offene Spiel derart aus der Hand geben konnte. Das war gar Nichts!

Floian Hoffellner – bis zur 65. Minute sah das gar nicht so schlecht aus!

Das Wetter miserabel, der Platz eng und holprig – beinahe die komplette Juniors-Mannschaft war zu Gast beim fünftplatzierten SC Tragöß-St. Katharein. Und das Spiel kennt keine Vorlaufzeit, bereits nach etwas mehr als einer Minute entscheidet Schiedsrichter Hofer auf Elfmeter. Ein harter Elfer, aber doch vertretbar. Der Ball landet auf der Seite, an der Kutlesa, Griessmaier und Tormann Weiss um den Ball kämpfen, Kutlesa kann die Situation zwar klären, doch dahinter attackiert Weiss den schon ausgespielten Griessmaier, der natürlich zu Boden geht. Gelb für den Tormann und 1:0 für Tragöß somit bereits nach drei Minuten, nachdem Pichler sicher verwandelt.

Die Juniors kommen gleich zur Ausgleichchance. Von der rechten Seite zieht (nach Zuspiel von Horvat) der aufgerückte Drabli ab, der Ball springt von der Querlatte zurück aufs Spielfeld. Es folgen einige Halbchancen hüben wie drüben, ehe der zu Beginn auffälligste Spieler der Heimmannschaft, Codin-Marius Dogar, etwas zu viel Platz bekommt. Er lässt Hoffellner ins Leere rutschen und zieht zentral aus etwa 20 Metern mit dem linken Fuß ab. Der Ball passt perfekt zum 2:0 ins rechte Eck, Tormann Weiss versucht erst gar nicht hinzuhechten, zu genau steckt der neben der Stange.

Die Juniors nun am Auseinanderbrechen? Ganz im Gegenteil. Der Einsatz stimmt, das Spiel nach vorne wird versucht (Möstl, Drabli von den Seiten), es entstehen Halbchancen, die aber in letzter Konsequenz irgendwo versanden. Gefährlich ist es, wenn Machacek den Freistoß in den Strafraum zirkeln kann. In der 14. Minute macht er genau das, der Ball landet auf Horvats Kopf (Nase), von dort landet der Ball gegen die Laufrichtung des Tormannes zum 1:2 Anschlußtreffer im Netz. Tragöß vergibt danach durch den völlig freien Griessmaier eine Kopfballchance ganz knapp, auch Suingiu scheitert aus kurzer Distanz an Weiss – beides Topchancen, die dadurch entstehen, weil die Defensive zu weit weg von den Tragößer Spitzen steht. In der 27. Minute kommt wieder Machacek zu einem Freistoß, ziemlich genau von der Stelle, von der er bereits das 1:2 vorbereiten konnte. Diesmal kann ein Verteidiger den Ball kurz wegbefördern, Schweighart ist zur Stelle, richtet sich den Ball noch her und trifft flach zum 2:2! Alles wieder in Ordnung, die Juniors haben einen Zwei-Tore-Rückstand innerhalb kürzester zeit wettgemacht!

Hart, aber nicht unfair, die Zweikämpfe!

Beide Teams haben noch vor der Pause gute Chancen auf einen weiteren Treffer. Für Tragöß vergibt Suingiu ganz knapp (der flache Schuss landet links neben der Stange), auf der anderen Seite wird Drabli nach einem Vorstoß im Strafraum zwar gestoppt, der Ball landet bei Machacek, der den Heber versucht. Letzte Woche ist der noch zwei Mal gelungen, diesmal landet der Ball knapp über dem Tor. Tragöß ist bis zur Halbzeit zwar aggressiver, kommt schneller zur Strafraumgrenze, dort ist jedoch Endstation. Weiss kann sich durch beherztes Hinauslaufen einen Ball vom Gegner schnappen, ein abgespielter Freistoß direkt von der Strafraumgrenze sorgt für Gefahr (Schuss wird geblockt) und ein Lochpass auf Zenz, der vom Elfer abzieht, kann von Weiss irgendwie über die Latte gelenkt werden. Es bleibt beim 2:2 zur Pause, bisher ist noch alles offen, die Juniors sind zwar in manchen Phasen fehleranfällig, aber noch voll im Spiel.

Nun zur zweiten Spielhälfte, in der letztlich die Juniors auseinader genommen werden. Nicht sofort, denn da bleibt es beim offenen Spiel. Es wechseln die Angriffszenen von einer zur anderen Mannschaft, einmal besser, einmal schlechter (ein Machacek-Direkt-Freistoß endet deutlich über dem Tor), der Regen und nasse Boden sorgen zusätzlich für ungewollte Torszenen (Weiss bei einem Freistoß erst im Nachfassen). Bei einem Schuss von Zenz kommt Tragöß einem Torerfolg schon näher (knapp links am Tor vorbei), auf der anderen Seite wird ein Asil-Schuss in den Corner geblockt. Nachdem Weiss rechtzeitig rausläuft und somit Dogar den Ball entreissen kann, haben die Juniors das letzte Mal die Chance, um in Führung zu gehen. Machacek schiesst diesmal direkt, der Tormann lässt den Ball aus – Asil und Voller von Tragöß stürmen hin – der Tragößer ist um den Augenblick schneller dort, statt einem 2:3 gibt es nur Eckball für die Juniors (aus dem immerhin ein Sencar-Schuss entsteht – der Tormann hält).

In der 63. Minute sieht Schweighart die Gelbe Karte, er bleibt auch danach sehr motiviert beim Reinrutschen. Danach gibt es einen Tragößer Freistoß in den Strafraum, bei dem sich Hoffellner und Kutlesa nicht einig sind, wer hingeht und wer absichert. Letztlich geht Hoffelner zum Kopfball, lenkt den Ball nach hinten, genau dort wo Forstner lauert und ohne Probleme per Kopf zum 3:2 abschließt. Uneinigkeiten mit Konsequenzen, die Juniors müssen neuerlich einem Rückstand nachlaufen. Die Juniors versuchen noch einmal heranzukommen, bis zur Strafraumgrenze sieht das auch gar nicht so schlecht aus. Nur Torchancen entstehen keine zwingenden mehr. Ob es Senacr oder Machacek versuchen, immer ist beim Schuss ein Bein im Weg, ein Versuch von Asil landet neben dem Tor.

Man kann etwa die 75. Minute benennen, ab der die Juniors großteils dieses Spiel für beendet erklären, zu diesem Schluss muss man einfach kommen, wenn man die letzten 18 Minuten (inklusive Nachspielzeit) betrachtet. Plötzlich tauchen die Tragößer beinahe unbegleitet im Strafraum auf, ein Dogar-Heber landet knapp über dem Tor, bei einem Vorstoß von Zenz stemmt sich wieder einmal Weiss erfolgreich entgegen. Nach einem stark abgewehrten Dogar-Schuss kann auch Weiss nicht mehr helfen. Nach einer Flanke von der linken Seite steht Forstner an der zweiten Stange goldrichtig und entscheidet das Spiel mit dem 4:2 vorzeitig. Kurz bevor Trainer Kogler wechseln kann, schwächt Schweighart seine Mannschaft mit dem zweiten Gelb-Foul, das natürlich Rot bedeutet. Von nun an geht es Schlag auf Schlag.

2:8-ohne Worte!

Spielfilm bis zum Schlusspfiff: 83. Minute: Flanke Griessmaier von rechts, im Strafraum ist Suingiu frei, per Kopf stellt er auf 5:2. Für Drabli kommt nun Stocker, kurz darauf läuft erstmals Michael Bernhard (anstelle von Horvat) für die Juniors in die verlorene Schlacht ein.  87. Minute. Dogar zieht in den Strafraum, kann von Freydl zwar gestoppt werden – der Ball liegt nun vor Forstner, der das 6:2 erzielt. 92. Minute. Kutlesa verliert den Ball beim Herausspielen, der gewonnene Ball wird schnell nach vorne zu Zenz gespielt, dessen Flanke Forstner per Kopf zum 7:2 verwertet. Einmal geht es noch. 93. Minute. Diesmal kann Dogar nicht gestoppt werden, in die rechte Ecke trifft er zum 8:2-Endstand. Danach hat der Schiedsrichter Erbarmen und pfeift ab.

Das war gar Nichts, das wissen Alle, die richtigen Worte dafür, müssen Andere finden. Ein Spiel gibt es noch. Am Freitag spielen die Juniors ihr letztes Herbstspiel gegen den FC Proleb. Spielbeginn am 2.11. ist 19:00 Uhr!

Links: StFV, Tragöß

Die DSV Juniors spielten mit: Weiss (G), Drabli (G, 83. Stocker), Schweighart (T, GR, 82.), Sencar, Mock (46. Asil), Machacek, Freydl, Hoffellner, Möstl, Horvat (T, 87. Bernhard), Kutlesa. Ersatz: Nahrgang.

One comment on “GEBIETSLIGA: Auseinandergebrochen! Juniors nach 2:2 zur Halbzeit 2:8 in Tragöß!

  1. Anscheinend eine Frage der Kondi.
    Manche junge Spieler schauen nicht wirklich auf den Bildern austrainiert aus.
    Macdonalds lässt grüssen.🍰

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