Punkt in Heiligenkreuz!

Landesliga, 13. Runde, FR, 26.10.18, 17:00 Uhr, Sportplatz Heiligenkreuz, 200. TUS Heiligenkreuz am Waasen : DSV Leoben 0:0. Schiedsrichterteam: Stachel, Krainer, Glössl.

Den Auswärtspunkt beim 0:0 in Heiligenkreuz nimmt der DSV Leoben gerne mit. Vor der Pause waren die Hausherren die spielbestimmende Mannschaft und hatten auch mehrmals die Möglichkeit, um in Führung zu gehen. Zuerst vergibt Sacher die Kopfballchance (Peckovic und Schranz retten mit vereinten Kräften), kurz darauf nützt Mohsenzada eine Unachtsamkeit von Kosche beinahe aus (der Ball streift knapp am Tor vorbei) und schließlich kann sich Schranz in letzter Sekunde in einen Schuss von Driesner werfen, sodass der aus kurzer Distanz kein Tor erzielen kann. Alles richtig gute Chancen – da war auch Glück dabei, dass der DSV Leoben, der vor der Halbzeit zu keiner konkreten Torchancen kam, ohne Gegentreffer in die Pause gehen durfte. Nach dem Seitenwechsel wird das Donawitzer Spiel besser. Mehr Laufarbeit, aggressiveres Zweikampfverhalten und besseres Stellungsspiel – und schon blieb von der Souveränität der Heiligenkreuzer nicht mehr all zuviel viel übrig. Nun kommen vor allem die Donawitzer zu Torchancen: Ein Grgic-Schuss landet in den Armen von Tormann Fraiss, ein Stanglpass von Pagger, den Tomic knapp nicht erreicht und ein schöner Hubmann-Kopfball, den Heiligenkreuz´ Abwehr mit Mühe klären kann – all das in den ersten Minuten nach Wiederanpfiff zeigt, dass der DSV sich hier nicht kampflos ergeben wird. Auf der anderen Seite vergibt Mohsenzada die einzige (Doppel-) Chance für Heiligenkreuz nach der Pause, seinen ersten Schuss kann Peckovic abwehren, der zweite landet im Außennetz. Die richtig guten Donawitzer Chancen kommen noch: Rinner ist nach einem Prutsch-Freistoß plötzlich schußbereit vor dem Tormann, zögert aber zu lange. Wieder nach einem Prutsch-Freistoß scheitert Hofer per Kopf (Bodenauf) ganz knapp und auch Hubmann hat mit seinem Kopfball Pech – der landet nämlich auf der Querlatte. Letztlich endet das Spiel torlos, das Ergebnis ist in Summe leistungsgerecht und geht daher in Ordnung. Der Punkt beim Tabellenvierten darf als gewonnener Punkt angesehen werden, es ist erst das dritte Mal in dieser Saison, dass man ohne Gegentreffer blieb und zum dritten Mal in Folge, dass man punkten konnte.

Er musste mehrmals eingreifen, blieb zum ersten Mal heuer ohne Gegentor: Admir Peckovic!

Ohne Petkov und Niederl muss der DSV Leoben am Nationalfeiertag die Reise ins Stiefingtal antreten, dafür rückt Lukas Tomic wieder in die Startformation. Nach zwei Freistößen von Prutsch, die aber im Zentrum keinen Abnehmer finden, übernimmt Heiligenkreuz auf eigener Anlage das Kommando. Es gelingt nicht, die Seiten dicht zu machen, zu schnell werden die Spieler dort angespielt und zu weit weg vom Mann sind dabei unsere Spieler. Eine knappe Abseitsposition gegen Driesner verhindert die erste Chance, Mohsenzada wäre bei der Hereingabe in der Mitte völlig frei gestanden. Auch auf der anderen, der rechten Seite von Heiligenkreuz geht das viel zu einfach, Schranz kann per Kopf klären – die Hausherren kommen zu einigen Eckballmöglichkeiten und Freistößen. Entlastungsangriffe der Donawitzer wiederum dauern im Aufbau zu lange, außer geblockter Schüsse von Prutsch und Pagger entsteht dabei nichts.

Nach 12 Minuten sieht Tim Heinemann nach Foul an Ratschnig, der sonst neuerlich auf der Seite davongezogen wäre, die Gelbe Karte. Bitter für ihn, aber das Risiko, dass er bei einem weiteren Foul ein zweites Mal verwarnt wird, ist Trainer Reinmayr nach 29 Minuten zu groß – er ersetzt Heinemann, der diesmal nicht zu seinem Spiel gefunden hat, durch Hofer. Davor müssen die Donawitzer aber noch einige Flanken in den Strafraum überstehen, das gelingt auch, da im Zentrum die Kopfballduelle (bis auf einmal) gewonnen werden. Das eine Mal, wo dies nicht gelingt, wird es richtig gefährlich. Mohsenzada bringt einen Eckball zur Mitte, dort steigen einige Spieler vergeblich hoch, den Kopfball erreicht schließlich Sacher, der aus fünf Meter Entfernung Peckovic fordert. Nach seiner kurzer Abwehr liegt der Ball frei vor der Torlinie, schließlich kann Schranz den Ball vor Pieber aus dem Gefahrenbereich befördern.

Die Donawitzer wirken behäbig, umständlich und sind ständig nur am reagieren. Die eroberten Bälle gehen umgehend wieder verloren, beim Umschaltspiel werden Mängel sichtbar. Man kann nur froh sein, dass der Heiligenkreuzer Toptorjäger Jury (9 Saisontore) in diesem Spiel aufgrund einer Sperre fehlt, sonst hätte es vielleicht anders ausgesehen. So aber vergibt Mohsenzada die Riesenchance, nachdem er nachsetzt und dabei Kosche, als letztem Mann, den Ball abspenstig machen kann. Sein Schüsschen kullert am herausgeeilten Peckovic nur um Zentimeter neben der Torstange ins Torout. Der Strafraum wird nun belagert, Heiligenkreuz will das Tor, es gelingt aber nicht. Ob Tomic, Rinner, Kosche, Damis oder später Hofer – mit den hohen Bällen in den Strafraum gelingt es nicht, die Donawitzer zu knacken, in diesen Situationen ist auf unsere Defensive Verlass. Bei einer weiten Flanke von Mohsenzada Richtung Driesner läuft zum Glück Schranz gut mit – er wirft sich in den Schuss, irritiert dabei den Gegenspieler, sodass der Schuss aus kurzer Distanz neben dem Tor landet. Nach einem Einwurf (!) zieht Dexer von links in den Strafraum – vor Peckovic legt er quer ab, Damis kann den Ball aus dem Weg räumen. Und schließlich landet ein Schuss von Sacher im Strafraum am langen Eck vorbei im Torout.

Vor der Pause waren die Donawitzer unter Druck, das besserte sich nach dem Seitenwechsel!

Erst in den letzten Minuten vor der Pause gelingt es den Donawitzern, Heiligenkreuz etwas zurück zu drängen und den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Nach einem Prutsch-Freistoß in den Strafraum ist Tomic plötzlich frei, er braucht bei der Ballannahme leider zu lange, sein Schussversuch kann dann doch unterbunden werden. Das wäre immerhin beinahe die erste Torchance geworden, kurz darauf leitet Tomic für Grgic im Strafraum weiter – auch er kommt nicht zum Schuss. Nach einer sehr dünnen Schauspieleinlage von Pieber (Zweikampf mit Rinner, beide mit unübersehbarer Handarbeit) im Strafraum, auf die der gute Schiedsrichter Stachel nicht hineinfällt, geht es beim Stand von 0:0 in die Kabinen.

Nach der Pause wird das Donawitzer Spiel besser. Gleich in der ersten Aktion, Tomic verlängert zu Grgic, gibt es den ersten Torschuss – der Versuch von Grgic landet aber zu zentral in den Armen von Fraiss. Auf der anderen Seite sorgt ein Freistoß von Mohsenzada in den Strafraum für viel Verkehr, zuerst klärt Tomic kurz per Kopf, den Schuss nach dem Abpraller verhindert Rinner mit gutem Tackling. Trotz dieser Chance für Heiligenkreuz, sind nun die Donawitzer gefährlicher: Pagger setzt sich auf der linken Seite durch, schaut auf und bringt den Ball scharf zur Mitte – um den Schritt zu weit entfernt, kann Tomic die Vorgabe nicht nützen. Nach einem Eckball von Pagger steigt Hubmann zum Kopfball, Fraiss kann den Ball nicht festhalten, dort, wo es etwas zu erben gäbe, steht leider kein Donawitzer, der aus dieser Situation profitieren könnte, Sacher kann den Ball wegschlagen.

Die beste Chance für Heiligenkreuz nach der Pause in Führung zu gehen, vergibt zwei Mal Mohsenzada. Er zieht von rechts kommend in den Strafraum, aus spitzem Winkel trifft er Peckovic – der Ball gelangt wieder zu ihm – wieder zieht er ab, diesmal trifft er das Außennetz. Beim zweiten Mal wäre ein Abspiel zur Mitte (Driesner, Sacher waren im Zentrum) möglich gewesen, zum Glück hat er das nicht so gesehen und es selbst versucht. In der 57. Minute erhält der DSV einen Freistoß zugesprochen. Prutsch hebt den Ball hinter die Abwehr, dort löst sich Rinner perfekt, der wahrscheinlich mit vollem Risiko aus kurzer Distanz abziehen hätte sollen. Er nimmt den Ball aber an, es vergeht dabei genau die Zeit, die Ratschnig benötigt, um hin zu eilen – Rinners Schuss mit dem rechten Fuß Richtung langes Eck fällt dadurch zu schwach aus, Fraiss kann halten. Nach einem weiteren Freistoß durch Prutsch (diesmal von links), entsteht die nächste gute Chance. Wieder geht der Ball über die zentrale Abwehr, diesmal taucht dahinter Hofer auf, der vom Fünfer per Kopf den Ball vor dem Tormann Boden-Auf-springen lässt – Fraiss kann ihn irgendwie aus der Ecke holen.

Danach ist für Grgic Schluss, für ihn kommt Waldhuber – auch Trainer Tödtling von Heiligenkreuz versucht mit einem Doppeltausch die Entscheidung zu erzwingen. Heiligenkreuz kann die folgenden Minuten mit einigen (erfolglosen) Vorstößen gestalten, vor allem Mohsenzada ist schwer unter Kontrolle zu bringen, in der Schlussphase sind die Donawitzer aber wieder präsent. Nach einigen Flanken, die keinen Abnehmer gefunden haben, tritt Pagger einen Eckball. Diesmal landet der Ball hoch bei der ersten Stange, dort übernimmt Hubmann per Kopf – und der fällt richtig gut aus. Der Tormann kann dem Ball nur nachschauen, doch er hat Glück, denn der prallt von der Querlatte zurück ins Spielfeld (übrigens zum 13. Mal Metall in diesen 13 Runden!). Obwohl nun beide Seiten mit offenem Visier auf den Lucky-Punch hoffen und mit hohen Bällen schnell das Mittelfeld überbrücken, gelingt keinem der Akteure etwas Zählbares mehr. Die letzten beiden Donawitzer Chancen vergibt Waldhuber (einmal nach Stanglpass von Tomic, das andere Mal nach Vorlage von Pagger – der Schuss wird geblockt), auch Heiligenkreuz kann die nun sicher agierende Abwehr nicht knacken – das logische Ergebnis lautet daher 0:0.

Eine der guten Möglichkeiten, im Bild Rinner, nach der Pause!

Mit dem Punkt kann man gut leben. Erstens war er, trotz schwacher ersten Halbzeit, mit der Steigerung in der zweiten Spielhälfte verdient und zweitens hat man nun schon zum dritten Mal nacheinander gegen eine starke Mannschaft punkten können – ein klares Indiz dafür, dass es weiter aufwärts geht. Zusätzlich positiv, zumindest, bis zum Spiel des Konkurrenten: Der DSV Leoben hat die Rote Laterne wieder abgegeben. Die letzten beiden Spiele im Jahr 2018: Am Samstag, 03.11. ab 15:00 Uhr empfängt der DSV Leoben den Aufsteiger aus Lafnitz, das letzte Herbstspiel führt den DSV am FR 09.11., 19:00 Uhr nach Pöllau.

Links: WocheStFV, Heiligenkreuz, Ligaportal

Der DSV Leoben spielte mit: Peckovic, Kosche, Rinner, Pagger, Hubmann, Tomic, Heinemann (G, 29. Hofer), Grgic (62. Waldhuber), Schranz, Damis, Prutsch. Ersatz: Petrovcic, Kutlesa, Pachner,

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