Tomic-Tor in der Nachspielzeit rettet Punkt gegen Lebring!

Landesliga, 12. Runde, FR 19.10.18, 19:00 Stadion Donawitz, 250. DSV Leoben : SV Lebring 2:2 (0:1). Torfolge: 0:1 Rauter (7.), 1:1 Damis (71.), 1:2 Kreimer (74.), 2:2 Tomic (90+). Schiedsrichter Feldbaumer, Plank, Felber.

Der DSV Leoben ist nach der 12. Runde Tabellenletzter. Obwohl man gegen, über weite Strecken starke, Lebringer in letzter Sekunde ein 2:2-Unentschieden erreichen konnte, hat man aufgrund des gleichzeitigen Liezen-Sieges gegen St. Michael die „Rote Laterne“ übernommen. Diese deprimierende Momentaufnahme ist natürlich nicht auf das Spiel gegen Lebring zurückzuführen, vielmehr ist es die Summe an negativen Ergebnissen davor, in dieser Herbstsaison – es verdeutlicht nur noch mehr, wie dringend Ergebnisse nun geliefert werden müssen. Das 2:2 gegen Lebring ist so ein Ergebnis, mit dem man, nüchtern analysiert, gut leben kann, denn vor der Pause lief so gut wie gar Nichts. Lebring war immer um den Schritt schneller, beim Umschalten stets brandgefährlich aber, zum Glück, bei den vielen Torchancen zu fahrlässig. Der Lebringer Führungstreffer nach bereits sieben Minuten, durch Herbert Rauter, war verdient – nur einmal hatte man die Hoffnung, dass sich auch die Donawitzer an dem Spiel beteiligen. Matthias Pagger hatte den Ausgleich am Fuß, doch Tormann Kozar hatte etwas dagegen und verhinderte die Riesenchance. Nach dem Seitenwechsel ließ der Lebringer Speed, auch aufgrund der druckvolleren und damit ansehnlicheren Spielweise der Donawitzer etwas nach,  dennoch bedurfte es einiger, toller Paraden von Tormann Peckovic, um im Spiel zu bleiben. Der Ausgleich durch den stärksten Donawitzer an diesem Abend, Mateo Damis, gelang nach einem Prutsch-Freistoß – doch der Jubel über diesen Treffer währte nur drei Minuten. Wieder ist es ein Ex-DSVler – diesmal Mario Kreimer – der den Ball ins Kreuzeck schlenzt und damit seine Lebringer neuerlich in Führung bringt. Die letzte Viertelstunde entschädigt die Donawitzer Fans für den großteils müden Kick davor: Plötzlich wird der Ernst der Lage erkannt und endlich mit einer völlig anderen Körperspannung agiert. Lebring macht den Fehler sich zuweit zurück zu ziehen, die Donawitzer stoßen nach und setzen sich am gegnerischen Strafraum fest. Und das wird belohnt. Mit der letzten Aktion des Spieles trifft Lukas Tomic mit seinem allerersten Saisontreffer zum 2:2, ein mehr als versöhnliches Ende gegen einen starken Gegner. Das hätte auch anders ausgehen können, daher ist man an diesem Abend mit diesem Punkt, trotz dem letzten Tabellenplatz, nicht gänzlich unzufrieden.

Bravo Mateo Damis, eine starke Leistung wird mit seinem 1:1 belohnt!

Lebring gelingt es von Beginn an den Donawitzer Spielaufbau effizient zu stören. Mit gutem Stellungsspiel und blitzschnellem Umschalten bereiten vor allem Teuschler und Rauter auf der linken Seite enorme Schwierigkeiten. Der erste Vorstoß kann von Rinner in den Corner entschärft werden, beim zweiten Mal kann Damis die Hereingabe von Teuschler kurz herausbefördern, den Nachschuss vergibt Rauter. Auch noch beim dritten Teuschler-Angriff kann mit Kosche ein Donawitzer im letzten Moment Schlimmeres verhindern, aber in der 7. Minute – dem bereits vierten Angriff über links – ist es soweit. Gsellmann gewinnt im Mittelfeld den Ball, sieht, dass Rauter startet und schickt den Ex-Donawitzer über die linke Seite nach vorne. Rauter ist schneller als Rinner, bei seinem Schuss Richtung langes Eck zu präzise – der Ball passt zum 0:1 ins Eck. Die Donawitzer, bis dahin chancenlos, laufen früh einem Rückstand nach.

Den ersten Donawitzer Torschuss, wenn man das so bezeichnen will, gibt Grgic nach 12 Minuten ab, in Wahrheit wird er dabei nur angeschossen – der abgefälschte Ball bereitet Kozar aber keine Probleme. Viel zu behäbig und dann auch viel zu ungenau beim Abspielen (nicht nur die hohen Bälle kommen nicht an) – Lebring ist in der Defensive immer in Überzahl und beim Attackieren kompromisslos, so kann das nicht funktionieren. Einmal funktioniert es aber doch. Bei einem Pass von Petkov Richtung Grgic reagiert dieser blitzschnell, in dem er den Ball passieren lässt (Grgic wäre im Abseits gestanden). Dahinter löst sich Pagger und zieht mit dem Ball alleine in den Strafraum. Nur der Tormann steht dem Ausgleich im Weg und das bleibt auch nach Paggers Schuss, den Kozar abwehren kann, so.

Der Beinahe-Ausgleich erweist sich als einzige gute Torchance der Donawitzer vor der Pause. Gefährlich ist es danach ausschließlich im anderen Strafraum. Wieder ist es Teuschler, der davon ziehen kann – seinen Schuss kann Peckovic aber relativ mühelos bändigen. In der nächsten Szene ist es einmal der Lebringer Hofer, der im Strafraum (nach Pass von der linken Seite) ungehindert abziehen kann, Peckovic sieht dem Ball, der zum Glück knapp an der linken Stange vorbeistreift, nur nach. Es folgt ein hoher Freist0ßball in den Strafraum, den Teuschler (zu unplaziert) per Kopf erreicht, ein Zuspiel von Wallner auf Rauter gerät im Strafraum etwas zu weit (Peckovic aufmerksam) und schließlich quert der gefährlichste Stanglpass (wieder von links, wieder Teuschler) den Fünfmeterraum knapp vor Wallners Zehen – den haben die meisten schon drinnen gesehen, so knapp war das. Das war noch immer nicht Alles vor der Pause.  Wallner darf innerhalb des Strafraumes, nach einem Angriff über mehrere Stationen, ungehindert schießen (deutlich drüber), kurz darauf spielt er Kosche im Strafraum schwindelig, legt sich aber den Ball vor dem Abschluss zu weit vor, sodass Peckovic per Fußabwehr klären kann.

Nach zwei Entlastungsangriffen der Donawitzer, wobei die Flanken zu nah am Tor für den Tormann keine Probleme bedeuten, vergibt noch einmal Wallner per Freistoß (gefährlich gegen die Laufrichtung abgelenkt, aber über das Tor), dann geht es in die Pause. Der Spielstand von 0:1 muss als Geschenk angenommen werden. Das bedeutet, dass man in der zweiten Spielhälfte noch auf Besserung hoffen darf. Trainer Reinmayr reagiert, bringt anstelle von Hofer mit Schranz einen frischen Spieler für die offene rechte Abwehrseite – es wird danach besser.

Gegen einen starken Gegner ein Unentschieden – das nimmt man (im Bild Prutsch)!

Die Donawitzer kommen zum ersten Schussversuch durch Heinemann, danach setzt sich Pagger auf seiner Seite durch und holt einen Corner raus. Den Eckball tritt Prutsch zur Mitte – den Kopfball erreicht Damis zwar, der Ball geht aber nicht aufs Tor, ein Stürmerfoul von Petkov löst die Möglichkeit schließlich auf. Ein Foul, an den ansonst durchbrechenden, Pagger wird kurz darauf vom linienlosen Schiedsrichter Feldbaumer ohne Karte belassen, eine Aktion später, Schranz mit einem ähnlichen Vergehen, sieht dafür hingegen Gelb. Das sorgt für berechtigten Ärger im Lager der Donawitzer, das generell mit vielen Schiedsrichterentscheidungen überhaupt nicht einverstanden ist. Die Donawitzer nützen die Phase, in der sich Lebring etwas zurücknimmt, zu Vorstößen – der Laufpass auf Grgic fällt um die Spur zu weit aus, ein Zusammenstoß mit dem Tormann ist dadurch unvermeidlich – richtig gefährlich ist das aber noch nicht.

Nach weiteren erfolglosen Versuchen, die Lücke zu finden, versucht Reinmayr mit der Hereinnahme von Tomic für Pagger die Offensive zu verstärken. Die auf klassischen Konter lauernden Lebringer beeindruckt das vorerst nicht, bei Wallners Vorstoß in den Strafraum kann sich Peckovic erfolgreich entgegen stemmen und den Schuss abwehren. Auch zwei Minuten später, diesmal auf der anderen Seite, das gleiche Bild. Diesmal ist es Teuschler, der vor Peckovic auftaucht, auch seinen Schuss kann Peckovic aus kurzer Distanz entschärfen. Das Spiel hätte zu diesem Zeitpunkt entschieden sein können, so ehrlich muss man sein, ehe in der 71. Minute Gsellmann nach Foul Gelb sieht und Prutsch zum Freistoß antrtitt. Der hohe Ball kommt perfekt füt Damis, der sich gut lösen kann – mit dem rechten Fuß bezwingt er den Tormann, der wie angewurzelt auf der Linie stehen geblieben ist. 1:1, der wichtige Ausgleich ist gelungen, aber der hält gerade einmal drei Minuten!

Ein hoher Ball kommt zur Mitte, Rinner setzt sich per Kopf zwar gegen Wallner durch, der Abpraller gelangt aber zu Kreimer, der von der Strafraumgrenze abzieht. Der Ball passt perfekt ins lange Kreuzeck, Petkovic ist machtlos, Lebring ist neuerlich in Führung. Was nun, nach dem 1:2-Tiefschlag passiert, kann man nur als Verzweiflungskampf bezeichnen. Mit vollem Risiko wird nun gedrückt, wohlwissend, dass nun jeder weitere Konter das endgültige Aus bedeuten würde. Und plötzlich stellt sich heraus, dass auch die zuvor so souveränen Lebringer anfällig sind. Mit der Brechstange – schnell, hoch nach vorne und hoffen, dass da iregndetwas passiert – wird es vor allem versucht, wenn es über die Seiten geht, dann ist Schranz mit dabei. Lebring muss nun selbst gefährliche Situationen bekämpfen, die vielen Bälle in den Strafraum können aber vorerst wegbefördert werden. Zum Abschluss kommen in dieser Phase noch Prutsch, seinen Schuss kann Kozar aus der Ecke holen, Damis per Kopf nach schöner Flanke von Kosche (ganz knapp über das Tor) und noch einmal Damis. Die hohe Flanke bereitet Tomic per Kopf schön vor, aus der Drehung zieht Damis ab, doch der Tormann kann den gut angetragenen Ball aus der Ecke holen. Das passiert alles bereits in der Nachspielzeit, die Niederlage scheint nicht mehr abwendbar zu sein.

Eine Chance entsteht aber noch. Grgic spielt irgendwie flach und gerade auf Tomic, der mit einer Drehung und viel Durchsetzungskraft Wruntschko zur Seite stellt. Plötzlich ist der Weg frei, er entscheidet sich für die linke Ecke – und der Ball passt! 2:2 in der 94. Minute, das bedeutet auch den Endstand, wer hätte das noch gedacht! Ob der Punkt verdient ist oder nicht, kann jeder selbst beurteilen – Tatsache ist aber: Der DSV hat trotz offensichtlicher Mängel nie aufgegeben, hat bis zur letzten Sekunde alles herausgeholt und hat sich dadurch belohnt! Wie oft schon sind in diesem Herbst ähnlich verzweifelten Versuche unbelohnt geblieben, an diesem Abend ist etwas davon zurückgekommen! Dennoch, ein 2:2 bedeutet, dass man nur einen Punkt geholt hat. Drei wollte man, um ein Haar wäre man leer ausgegangen, somit muss man letztendlich mit dem einen Punkt zufrieden sein. Auch wenn man nun Tabellenletzter ist.

Lukas Tomic – endlich hat auch er sein Erfolgserlebnis!

Zumindest bis zum nächsten Meisterschaftsspiel am Feiertag – Freitag 26. Oktober ab 17:00 Uhr in Heiligenkreuz am Waasen – bleibt man da hinten. Beunruhigend, ja. Enttäuschend, auch – aber noch ist genügend Zeit das aus eigener Kraft zu ändern. Davor geht es am Dienstag 19:00 Uhr noch im Steirercup in Murau um den Aufstieg in die sechste Runde.

Links: StFV, Ligaportal, Lebring

Der DSV Leoben spielte mit: Peckovic, Kosche, Rinner (G), Pagger (64. Tomic, T), Hubmann (G), Heinemann, Grgic (G), Hofer (46. Schranz, G), Damis (T), Prutsch, Petkov. Ersatz: Petrovcic, Pachner, Waldhuber.

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