Wieder Nichts: Auch in Bad Radkersburg gibt es keine Punkte!

Landesliga, 10. Runde, SA, 06.10.18, 18:30 Parkthermen-Arena, 320. FC Bad Radkersburg : DSV Leoben 2:1 (1:1). Torfolge: 1:0 Mencigar (14.), 1:1 Grgic (17.), 2:1 Pfeifer (64., Elfer). Schiedsrichterteam: Müller, Popovic, Resch.

Die Durststrecke geht auch in Bad Radkersburg weiter. Trainer Hannes Reinmayr stellt die Mannschaft zwar an einigen Positionen um, die Donawitzer spielen auch gefällig, aber das was letztlich zählt, worum es in diesem Sport geht – nämlich Punkte zu sammeln – kann neuerlich nicht erreicht werden. Wieder sind es Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachen, wieder werden individuelle Patzer gnadenlos bestraft. Nach einem folgenschweren Fehler von Hubmann, nützt Mencigar das Geschenk zur schnellen Führung für die Hausherren. Aber die Donawitzer schlagen zurück. Nur drei Minuten später verwertet Grgic ein Pagger-Zuspiel zum schnellen 1:1-Ausgleich. Vor der Pause bleibt das Spiel von beiden Mannschaften fehleranfällig, aber offen, Torszenen entstehen nur selten. In der zweiten Spielhälfte sorgen die Donawitzer für mehr Druck, kommen auch zu Torchancen (Grgic, Rinner), das Tor macht aber Bad Radkersburg. Ein ungeschickter Schritt (Prutsch trifft Pfeifer im Strafraum dabei von hinten an der Ferse),  im unglücklichsten Moment und schon ist es passiert. Nie und nimmer wäre in dieser Situation eine Torchance entstanden, dennoch führt dieses unabsichtliche Foul zu einem Elfmeter, den Pfeifer sicher verwandelt. Was danach folgt, ist bekannt. Die Donawitzer stürmen, kommen zu Möglichkeiten (Damis, Prutsch, Pachner, Petkov), treffen aber nicht. Es ist mühsam, Woche für Woche das Gleiche berichten zu müssen, aber es ist so: Auch diese Niederlage war keinesfalls zwingend, der Gegner um keinen Deut besser, die Verzweiflung über dieses Ergebnis nur all zu verständlich!

Schön gemacht, Grgic trifft zum zwischenzeitlichen 1:1!

Wie angekündigt bleibt kaum ein Stein auf dem anderen, Trainer Reinmayr stellt kräftig um. Nicht nur das komplette System (Dreierkette mit Damis, Rinner und Kosche), auch beim Personal wird gewechselt (Hubmann, Heinemann, Waldhuber und Tomic Ersatz – Hofer nicht im Kader) – und auch der Tormann wird getauscht (Peckovic für Petrovcic). Die Spieler brauchen nicht all zu lange, um die Vorgaben des Trainers weitgehend zu erfüllen, im großen und ganzen wirkt die nicht ungefährliche Änderung gar nicht so übel. Bad Radkersburg kommt erst nach sieben Minuten zur ersten Flanke, die Peckovic problemlos runterholt, richtig Gefährliches kann durch großen Einsatz der beiden Seitenflitzer (Pachner und Schranz) vorerst unterbunden werden. Nach zehn Minuten der erste Dämpfer. Christian Niederl verletzt sich bei einem Zweikampf an der Schulter, an ein Weiterspielen ist nach einem kurzen, schmerzhaften Versuch, nicht mehr zu denken. Christoph Hubmann muss ihn ersetzen – hoffentlich ist die Verletzung nicht all zu schlimm.

Den ersten Torschuss dieses Spieles gibt Brajan Grgic ab. Auf der linken Seite geht es schnell, Schranz zu Pagger – der zieht auf und davon – seine Flanke erreicht Grgic, der auch sofort abzieht. Tormann Fajfar kann nur nach vorne abwehren, Grgic, bedrängt von Zelko und dem Tormann, kommt leider knapp nicht an den freien Ball – der Eckball danach bringt nichts ein. In der 14. Minute wird der erste Donawitzer Fehler gleich mit voller Härte bestraft. Hubmann übersieht beim Passpiel den Radkersburger Mencigar, der mit diesem geschenkten Ball völlig frei und alleine in den Strafraum zieht. Hubmann stürmt zwar hinterher, kann ihn aber ebenso wenig, wie Peckovic daran hindern, dass der Schuss zum völlig unnotwendigen 1:0 im Netz landet. Das darf nicht passieren, das weiß auch Hubmann, gerade dann nicht, wenn man ohnehin schon so im Eck steht, wie wir das nun einmal tun.

Die Donawitzer stecken den Rückstand zum Glück überraschend gut weg. Pagger wird auf der Seite gesucht, beim ersten Mal knapp im Abseits, beim zweiten Mal klappt es – und schon ist er nicht aufzuhalten. Seine flache Hereingabe erreicht Grgic, bedrängt von einem Verteidiger, an der ersten Stange – volley netzt er aber neben dem Tormann in die kurze Ecke zum 1:1-Ausgleich ein. Schönes Tor, wichtig, dass das so kurz nach dem Rückstand gelungen ist. Die Donawitzer bleiben vorne, doch Grgic kann mit einem Prutsch-Zuspiel in den Strafraum nichts anfangen, ein guter Schuss von Pagger (ebenfalls Vorarbeit Prutsch) kann von Fajfar abgewehrt werden. Eine schöne Aktion noch in der 22. Minute: Prutsch raus auf Schranz, der nach vorne zu Grgic weiterspielt. Grgic legt ab für den dahersprintenden Pagger, der dann leider nichts draus macht. Er wird von Drevensek gehalten, dadurch so gestört, dass er den Schuss aus kurzer Distanz nicht anbringt – Schade um diese Chance!

Letztlich schon die Entscheidung: Der Ball im Netz, der DSV verliert 1:2!

Bis zur Pause haben beide Mannschaften noch gute Möglichkeiten, um ein weiteres Tor zu erzielen. Für Bad Radkersburgs zweite Torchance (32. Minute, davor war nur der Führungstreffer) ist Mencigar per Kopf nach Flanke von Beganovic verantwortlich, der Ball streift knapp über das Tor. Im Gegenzug läuft Prutsch tief in die gegenerische Hälfte, zieht flach ab und scheitert knapp neben der rechten Stange. Unmittelbar vor der Pause sind die Hausherren bissig. Ein Antolek-Kopfball landet über dem Tor, bei einem Lochpass von Kreso muss Prutsch die Notbremse ziehen (er sieht dafür Gelb) und den daraus resultierenden Drevensek-Freistoß kann Peckovic aus der Ecke drehen. Es bleibt beim gerechten 1:1 zur Pause, abgesehen von der Phase unmittelbar vor dem Seitenwechsel, in der Bad Radkersburg Lücken gefunden hat, ist der DSV Leoben sehr stabil.

Nach dem Wiederanpfiff versucht Bad Radkersburg den Schwung mitzunehmen, drückt und drängt, kann aber am Sechzehner durch kompromissloses attackieren von konkreten Torchancen abgehalten werden. Den ersten Torschuss geben wieder die Donawitzer ab. Robert Pachner geht nach vorne, setzt sich im Strafraum gegen Zelko und Vindis durch, legt zurück auf Grgic, dessen Schuss von Fajfar abgewehrt werden kann. Bei einem Prutsch-Freistoß an der Seitenoutlinie schraubt sich Rinner hoch, wieder kann der Tormann mit einer schönen Parade den Ball aus dem Tor fischen, den anschließenden Eckball  tritt wieder Prutsch – mit dem gleichen Ergebnis – wieder kommt Rinner zum Kopfball (diesmal etwas zu zentral), Fajfar ist abermals nicht zu bezwingen. In der nächsten Szene fehlt auch nicht viel. Grgic spielt den Lochpass raus auf Schranz, der mit vollem Tempo von links daher kommt. Er entscheidet sich vor dem Tormann zum Stanglpass, der aber Pagger nicht ordentlich erreicht, ein Radkersburger Spieler wirft sich in höchster Not entgegen und kann den Abschluss aus kurzer Entfernung verhindern.

Und dann das. Pfeifer zieht rechts in den Strafraum, der Ball ist aber etwas zu weit – vielleicht hätte er ihn gerade noch vor der Linie irgendwie erreicht. Prutsch verfolgt ihn, steigt ihm unglücklich hinten auf den Fuß, der Radkersburger fliegt und der Schiri entscheidet auf Elfmeter. Unglücklicher geht es gar nicht. Keine Chance und doch ein Tor, denn der gefoulte Spieler verwandelt das zweite Donawitzer Geschenk zur 2:1-Führung. Die Donawitzer versuchen den Tiefschlag so gut es geht, wegzustecken und kommen nach Foul an Schranz zu einer Freistoßmöglichkeit. Prutsch zirkelt den Ball zur Mitte, Damis steigt hoch und vergibt knapp diese gute Kopfballmöglichkeit.

Chancen gab es wieder zur Genüge!

Es folgen nun verzweifelte Donawitzer Versuche über Lochpässe (insgesamt drei Mal wird die Fahne aufgrund einer Abseitsentscheidung gehoben) nach vorne zu kommen, es geht aber nichts mehr. Auch die Einwechslungen von Tomic und Heinemann sollen mehr für die Offensive beitragen, die Spieler bemühen sich wirklich, aber es ist wie verhext. Bad Radkersburg, keinesfalls souverän (das Pressing zeigt Wirkung), gelingt es immer wieder, das Tempo aus dem Spiel zu nehmen, oder die Donawitzer im entscheidenden Moment ins Leere laufen zu lassen. Zwei richtig gute Ausgleichmöglichkeiten gibt es noch. Eine hohe Flanke in den Strafraum erreicht in der Mitte Pachner, der mit dem linken Fuß, mit vollem Risiko abzieht (der Ball landet leider irgendwo). Nächste Chance, wieder ein hoher Ball, diesmal köpfelt Grgic, der Tormann kann nur nach vorne abwehren, dort kommt Petkov zum Ball – doch anstatt eines Schusses, verzettelt er sich und verliert schließlich den Ball.

Bad Radkersburg schafft es, obwohl der DSV nun völlig aufmacht, nicht, irgendwelche gefährliche Konterchancen zu kreieren, zu energisch wird hinten ausgeputzt. Da aber vorne auch der letzte Freistoß von Petkov (20 Meter Distanz) in der Mauer, statt im Tor landet, reicht diese Bad Radkersburger Vorstellung für die drei Punkte. Das Spiel in Bad Radkersburg inklusive Ergebnis reiht sich nahtlos in die Galerie der verkorksten Auftritte dieses Herbstes ein – zusammenfassend kann (und will) man von dieser Stelle aus, nicht mehr schreiben, als dies ohnedies schon wöchentlich gemacht wurde. Das nächste Spiel findet (nach dem Gösser Kirtag) am Freitag, 12.10., 18:45 in Donawitz gegen Fürstenfeld statt.

Links: StFV, Bad Radkersburg, Ligaportal

Der DSV Leoben spielte mit: Peckovic, Kosche, Rinner, Pagger (71. Tomic), Grgic (T), Pachner, Schranz (79. Heinemann), Damis, Niederl (10. Hubmann), Prutsch (G), Petkov. Ersatz: Petrovcic, Waldhuber.

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