GEBIETSLIGA: Juniors werden beim Tabellenletzten vorgeführt!

GEBIETSLIGA MÜRZ, 8. Runde, SA 29.09.18, 15:30 Sportplatz St. Michael, 70. ESV St. Michael II : DSV Juniors 5:0 (3:0). Torfolge: 1:0 Jan Schatzl (20., Elfer), 2:0 Karner (38.), 3:0 Kargl (44.), 4:0 Jan Schatzl (49.), 5:0 Daniel Schatzl (76.). Schiedsrichter: Ing. Steinhöfer.

Das war diesmal gar Nichts, was die DSV Juniors im Spiel gegen St. Michael II zeigten. Eine hilflose, fehleranfällige, fast lustlose Leistung führte zu einer völlig verdienten 0:5-Niederlage bei dem bisher punktelosen Nachbarn. Den Trefferreigen startete Jan Schatzl, der nach Handspiel im Strafraum, einen Elfmeter verwertete, vor der Pause erhöhten Karner und Kargl mit besonders sehenswerten Toren auf 3:0. Von den Donawitzern kam einfach zu wenig, wenn dann doch einmal Chancen herausgespielt wurden, konnten diese von Machacek und Pachner nicht verwertet werden. Nach dem Seitenwechsel erhöht St. Michael II gleich einmal auf 4:0, damit waren sämtliche Vorsätze, sich noch einmal gegen die drohende Niederlage zu stemmen, schnell erledigt. Die Hausherren verwalten den Vorsprung mühelos, die Gegenwehr der Juniors war erschreckend schwach. Den Schlußpunkt setzt Daniel Schatzl aus kurzer Distanz, eigentlich sind die DSV Juniors mit dem 5:0 sogar ganz gut bedient. Burschen, das wisst ihr hoffentlich selbst – das war unterirdisch!

Viel zu selten im Vorwärtsgang: Die DSV Juniors in St. Michael (im Bild Machacek)!

Eigentlich hat man sich im Nachzüglerduell gegen St. Michael II einiges ausgerechnet. Die DSV Juniors haben am vergangenen Wochenende den ersten Sieg gefeiert, von „oben“ waren mit Pachner, Kosche und Kutlesa drei Spieler mit dabei – das sollte gegen den punktelosen Tabellenletzten doch genug Anlass für Hoffnung geben, um auch hier zu punkten. Aber von Anbeginn weg laufen die Juniors dem Gegner und dem Ball nach. Bereits mit der ersten Aktion kommt St. Michael dem Führungstreffer sehr nahe, Kargl zieht alleine auf Tormann Weiss, der sich dem Stürmer entgegenwirft und den Ball abwehren kann – den Nachschuss aus sehr spitzem Winkel vergibt Reiter. Die Juniors nach der Aktion nun munter? Weit gefehlt.

Es ist überhaupt keine Linie zu erkennen, im Donawitzer Spielaufbau. Die Bälle werden entweder zu lange gehalten oder schlecht (meistens hoch) und daher unbrauchbar weiter geleitet – vieles wirkt zufällig. St. Michael II hat kaum Probleme alles zu unterbinden, was gefährlich werden könnte. Karner versucht es, nachdem der Ball bei den Hausherren scheinbar mühelos rotieren kann, mit einem Schuss von halbrechter Position, der Ball streift über das Tor. Nach 14 Minuten kommen die Donawitzer doch einmal vor das Tor. Heiko Machacek übernimmt den Ball nach Schweigharts Zuspiel, sein Heber vor dem Tormann Holic fällt aber zu hoch aus – eine der wenigen guten Möglichkeiten ist somit vergeben. Nach einem Machacek-Eckball kommt Schweighart knapp nicht ran, Holic kann den Ball wegfausten. Viel gefährlicher ist der Eckball auf der anderen Seite – der Ex-DSVler Pascal Haider köpfelt knapp neben die Stange.

In der 19. Minute passiert es. Im Strafraum gelingt der Zugriff nicht, Sencar fällt im Getümmel der Ball auf die Hand und der Schiedsrichter Steinhöfer entscheidet (hart, aber vertretbar) auf Elfmeter. Jan Schatzl tritt an und bezwingt Marcel Weiss zum ersten Mal an diesem Nachmittag. Nun endlich, nach dem Rückstand, sollte man doch eine Reaktion erwarten dürfen. Ein Aufbäumen, ein gegenseitiges Motivieren – einfach ein Wollen, es nun konsequent anzugehen, erkennen. Fehlanzeige.

Freistöße, Eckbälle – nur unterbrochen von Alleingängen Pachners, dem zwar auch nichts gelingt, bei dem man aber zumindest das Gefühl hatte, dass er sich entgegen stemmen will – St. Michael ist einfach präsenter. Die Juniors Angriffe sehen so aus. Pachner zieht rechts auf und davon, er spielt auf Machacek, der für Horvat ablegt – sein Schuss verfehlt weit über dem Tor sein Ziel. Ein Lochpass für Machacek gerät zu weit, Holic kann im Herauslaufen klären. Pachner wird im Strafraum angespielt, richtet sich den Ball verkehrt zum Tor her und versucht den Fall-Rückzieher – nicht schlecht, aber daneben. Einen Horvat-Kopfball (drüber) gibt es noch – und dann kommt noch einmal Pachner zum Abschluss mit der wohl größten Chance der Juniors: Er zieht alleine auf Holic, kann den Ball in dieser 1:1-Situation aber nicht am Tormann vorbeibringen. Das war es mit den Juniors-Chancen.

Selbst an der Nase nehmen und nächstes Mal besser machen!

Auf der anderen Seite wird Haider von Drabli und Weiss im Strafraum ohne Konsequenzen ordentlich in die Mangel genommen, ehe in der 38. Minute Praschak Key Karner von der rechten Seite einfach abzieht. Eigentlich ist die Position, von der er es aus probiert, gar keine klassische für einen Abschluss – doch Karner riskiert und hammert auf die linke Innenstange, von wo der Ball im Tor landet. Schön gemacht, auch die DSV Juniors, die nicht eingreifen, sehen das anscheinend so, St. Michael II führt 2:0. Und einmal geht es noch vor der Pause. Und die Position, von der aus Kargl abzieht, ist noch extremer. Von der Strafraumgrenze, ein paar Meter von der Toroutlinie entfernt, schiesst er aufs Tor und auch der sitzt. 3:0 zur Pause, so hat sich Trainer Kogler das ganz und gar nicht vorgestellt.

Nach dem Seitenwechsel, Freydl ersetzt Asil bei den Juniors, entscheidet St. Michael II das Spiel gleich endgültig. 49. Minute, Eckball von rechts, der Ball kommt vor der ersten Stange runter, dort setzt sich Jan Schatzl gegen Horvat und Schweighart durch und drückt den Ball über die Linie. Alle erhofften Szenarien, um mit einem schnellen Tor, noch einmal ranzukommen, sind nach dem 0:4 obsolet. Die DSV Juniors sind an diesem Nachmittag einfach zu schwach, um St. Michael II zusetzen zu können. Mehr als zu Halbchancen kommen die Juniors in der gesamten zweiten Spielhälfte nicht, dazu arbeitet das Mittelfeld viel zu wenig – auch die Standards fallen allesamt zu harmlos aus.

Das Spiel plätschert an diesem wunderschönen, sonnigen Herbstnachmittag so dahin, St. Michael scheint zufrieden, die DSV Juniors können und wollen nicht mehr. Das 5:0 unterbricht für einen Moment diese Idylle. Wieder nach einem Eckball stimmt die Zuordnung nicht, Jan Schatzl verlängert per Kopf auf den freien Daniel Schatzl, der den Ball aus kurzer Distanz ins Tor drischt. Nach dem fünften Treffer hat vor allem der eingewechselte Rogatsch zwei Mal dicke Möglichkeiten, um den Klasseunterschied noch deutlicher fest zu machen, er scheitert aber. Das 0:5 ist auch so schlimm genug, wobei nicht das Ergebnis das Problem ist, sondern der dahinterliegende Auftritt. Mit 70-80%, mit Alibifußball und Null Bereitschaft an die Grenzen zu gehen, ist diese Niederlage gegen motivierte St. Michaeler schnell erklärt. Nicht genügend, setzen – am Freitag gegen den Tabellenführer Gußwerk besser machen!

Das 0:5 erzielt von Daniel Schatzl!

Links: StFV, St. Michael

Die DSV Juniors spielten mit: Weiss, Pachner, Drabli, Asil (46. Freydl), Schweighart, Kosche (75. Möstl), Sencar (G), Machacek, Hoffellner (G), Horvat, Kutlesa (77. Stocker). Ersatz: Krainer.

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