In Donawitz nichts Neues – Gnas entführt drei Punkte!

Landesliga, 9. Runde, FR 28.09.18, 19:00 Uhr, Stadion Donawitz, 250. DSV Leoben : USV Gnas 1:3 (0:2). Torfolge: 0:1 Luttenberger-Haas (23.), 0:2 Luttenberger-Haas (32.), 1:2 Pagger (52.), 1:3 Kniewallner (67.). Schiedsrichterteam: Spörk, Kollmann, Sahbegovic.

Der nächste Dämpfer. Wieder einmal gelingt es nicht, die Chancen zu verwerten, wieder einmal führen individuelle Fehler zu einfachen Gegentoren. Gegen eine ausgefuchste Mannschaft, wie sie der USV Gnas nun einmal zur Verfügung hat, kann das natürlich nicht gut gehen. Beide Mannschaften versuchen schnell nach vorne zu kommen: Während ein Petkov-Treffer wegen einer Abseitsentscheidung nicht zählt, macht es Luttenberger-Haas auf der anderen Seite besser. Nach einer Kopfballverlängerung steht er plötzlich völlig frei und schiebt den Ball zum 0:1 über die Linie. Danach hält Petrovcic seine Mannschaft in einer 1:1-Situation gegen Kniewallner im Spiel, ehe auf der anderen Seite Rinner mit einem Kopfball an der Stange scheitert. Nach einem kapitalen Schnitzer in der Abwehr bedankt sich Luttenberger-Haas und trifft zum 0:2, bis zur Pause erfangen sich die Donawitzer nicht mehr. Das ändert sich aber mit der Hereinnahme von Pagger. Nachdem sich Grgic zentral durchsetzt, schiebt er den Ball zu Pagger, der in der 52. Minute zum 1:2-Anschlusstreffer einnetzt. Und dann das sattsam bekannte, alte Lied. Der DSV Leoben kämpft und verbeisst sich in das Spiel, vergibt die besten Chancen (Pagger an die Lattenoberkante, Rinner zwei Mal in einer Aktion an die Latte und schließlich überspielt Pagger sogar den Tormann, kann den Ball aber im leeren Tor nicht unterbringen) und fängt sich den vorentscheidenden dritten Gegentreffer ein: Kniewallner nudelt den quergespielten Ball irgendwie über Petrovcic – danach ist der DSV besiegt. Der Gnaser Sieg ist natürlich nicht unverdient, wenn gleich er nicht nötig war. In den entscheidenden Phasen waren die Gäste einfach entschlossener, nützten die Fehler und profitierten von der Donawitzer Abschlussschwäche. Wieder einmal müssen sich die Donawitzer dem Vorwurf stellen, dass man vorne einfach zu wenig aus den Chancen macht. Vier Punkte aus neun Spielen – an so einen miserablen Saisonstart, kann sich im Donawitzer Lager niemand erinnern…

Trauerminute vor Spielbeginn!

Vor Spielbeginn gedachten die Spieler, Betreuer und die 250 Zuseher in einer Gedenkminute dem kürzlich im 80. Lebnsjahr verstorbenen Adi Knoll, der zwischen 1969 und 1975 Teil des Donawitzer Hochofenballetts war. Nicht wenige verfielen dabei in nostalgischen Gefühlen: Wenn man sich in Erinnerung ruft, welchen Stellenwert damals die Donawitzer Fußballschule innehatte und wo man heute steht, bleibt einem auch gar nichts anderes übrig.

Die Donawitzer mussten im fünften Heimspiel dieser Saison auf den verletzten Hofer verzichten, dafür konnte Grgic wieder einlaufen. Obwohl beide Teams versuchen, das Spiel schnell zu machen und das Mittelfeld zügig zu überbrücken, gelingt das nicht wirklich. Kleine Fouls, ungenaue Pässe – die Lücken werden von beiden Teams zu Beginn nicht gefunden. Und wenn man sich auf den Seiten doch einmal durchsetzt, misslingen die Hereingaben oder Flanken (Grgic, Waldhuber, Tomic). So dauert es bis zur elften Minute, ehe es erstmals laut wird. Obwohl Prutsch dabei gefoult wird, kann er den Ball noch zu Waldhuber weiterleiten. Der zieht auf der rechten Seite in den Strafraum, legt flach quer zur Mitte. Dort kommt Tomic knapp nicht zum Ball, dahinter löst sich Petkov und setzt den Ball in die Maschen. Der Assistent hat in dieser Situation eine Abseitsstellung (kann nur Tomic, der ohnehin den Ball nicht erreicht hat, gewesen sein) gesehen und der Schiedsrichter erkennt den Treffer nicht an. Auf der anderen Seite kommt Gnas erstmals mit einem hohen Freistoß von Fink gefährlich vor das Tor – zwei Gnaser wollen gleichzeitig zum Ball – das ist einer zuviel – die gute Kopfballmöglichkeit ist somit dahin. Nun ist es Heinemann, der sich auf der linken Seite Platz verschafft – Tomic löst sich in der Mitte – erreicht aber an der ersten Stange den Pass um wenige Zentimeter nicht – das muss einfach genauer möglich sein!

Gnas wird nun stärker. Zu oft haben die Gnaser einfach die nötige Zeit, um den Ball anzunehmen und weiter zu spielen, zu halbherzig wird gedeckt und attackiert. Ein Lochpass von Opferkuch nach außen zu Luttenberger-Haas fällt zum Glück etwas zu scharf aus, nach einem Eckball aber passiert es. Fink zirkelt zur Mitte, Niederl verliert das Kopfballduell gegen Klenner – der Ball gelangt zur zweiten Stange, wo nur ein einziger Spieler, nämlich Luttenberger-Haas, lauert. Waldhuber bleibt angewurzelt daneben stehen, Petrovcic ist nicht schnell genug dort und schon steht es 0:1. Da muss man einfach aufmerksamer sein, dahin darf man einen Spieler nicht ohne Begleitung hinlassen – alle Versuche eine Abseitssituation geltend zu machen scheitern (zu Recht). Gnas kommt kurz darauf zur Möglichkeit gleich auszubauen. Obendrauf sieht die Lücke, schickt Kniewallner mit dem Ball in den Strafraum, Petrovcic kommt heraus und kann, gemeinsam mit Rinner, erfolgreich einen weiteren Treffer verhindern.

So frei vor dem Tor? Darf nicht sein…

Die Donawitzer erfangen sich zum Glück wieder. Ein Prutsch-Freistoß (nach Gelbfoul an Tomic, der davongezogen wäre) landet, abgefälscht, nur wenige Zentimeter neben dem Lattenkreuz. Den Eckball bringt Prutsch zur Mitte, Rinner löst sich schön – und setzt den Kopfball –  an die Querlatte, ja, wohin auch sonst. Nicht schon wieder, zum bereits neunten (!) Mal landet ein Ball in dieser Saison an der Torumrandung – und das sollte bei weitem nicht der einzige Lattenschuss in diesem Spiel bleiben! Weitere Vorstöße bleiben erfolglos, wie man es macht, zeigt Gnas. Einen hohen Freistoß erreicht der bedrängte Klenner per Kopf – der Ball schleicht daraufhin quer durch den Strafraum, Niederl hat die Möglichkeit auszufahren, fischt aber – dahinter freut sich Luttenberger-Haas zum zweiten Mal. Er zieht mit links ab und trifft zum 0:2. So einfach geht das, wenn man einen Lauf hat, Gnas braucht zum Toreschießen gar keine Torchancen.

Bis zur Pause erfangen sich die Donawitzer nicht mehr, können eigentlich nur verhindern, dass dieses Spiel nicht nach 45 Minuten gänzlich entschieden ist. Einen Kniewallner-Schuss hält Petrovcic, einige Zuspiele in und um den Strafraum scheitern letztlich – für die Donawitzer kann nur Rinner nach einem Eckball einen Kopfball anbringen, scheitert diesmal aber klar. 0:2 zur Pause, wie soll man das drehen? Aber beinahe wäre genau das passiert. Trainer Reinmayr lässt Tomic in der Pause draußen, bringt dafür Pagger und sofort wird das Donawitzer Spiel sichtlich besser. Nach einem Eckball gelangt der Ball zu Pagger, der gleich mit Risiko abzieht. In hohem Bogen landet der Ball auf der Lattenoberkante, der Ball wäre aber für Tormann Roth kein Problem gewesen. Das Donawitzer Spiel nimmt nun Fahrt auf. Pagger zirkelt einen Freistoß zur Mitte, Damis kommt knapp nicht zum Kopfball, der Ball kullert dem Fünfer entlang, auch Petkov kann ihn bei der zweiten Stange nicht erreichen. Was nun folgt sind Freistöße und Eckbälle am laufenden Band, aus allen Rohren werden Bälle in den Strafraum gebracht – doch dabei beweist sich die Gnaser Abwehr als souverän.

Endlich in der 52. Minute gelingt der Anschlusstreffer. Grgic erhält einen schönen Laufpass, enteilt seinem Bewacher und schiebt im richtigen Moment den Ball zur Seite, den der mitgelaufene Pagger zum 1:2 im Tor versenkt. Ein schöner, geradliniger und endlich erfolgreicher Angriff – jetzt wittern die Donawitzer ihre Chance. Gnas weiß, dass mit der Einwechslung von Pagger das Donawitzer Spiel plötzlich gefährlich ist und versucht ihn mit einigen derben Fouls zu verunsichern (Gelb Schadler) und mit vielen Verletzungspausen den Spielfluß zu stören. Das gelingt nur bedingt. Weiterhin rollt Angriff um Angriff Richtung Gnaser Strafraum, aber erfolglos – Flanken von Pagger, Schranz – Zuspiele von Prutsch oder Tomic – nichts kommt da an, wo es soll. Bis zur 59. Minute. Eckball Pagger, der Ball kommt zu Rinner, der den Ball mit dem rechten Fuß vom Fünfer, zum Ersten, an die Querlatte setzt, beim Abpraller auch am schnellsten ist und per Kopf, zum Zweiten, wieder an die Latte befördert. Erst danach kann der Ball von Gnas aus dem Gefahrenbereich befördert werden. Wir zählen mit – die drei Lattenschüsse der zweiten Spielhälfte waren Nummer 10, 11 und 12 in diesem neun Spielen! Ohne Worte…

Die Latte, kein DSV-Freund!

Eine Minute später muss es wieder 2:2 stehen, doch wieder passiert genau das nicht. Grgic verlängert per Hinterkopf perfekt für Pagger, der nun aufs Tor zieht. Ein Rettungsversuch von Klenner scheitert, Pagger will vor Tormann Roth schießen, der Ball wird neben den nun liegenden Tormann zur Seite abgelenkt, Pagger erläuft diesen Ball und – er setzt ihn neben das Tor. Das leere Tor muß er einfach treffen, welche Chancen sollen denn noch her…

Es kommt dann so, wie es viele vermuten. Die Donawitzer versuchen es zwar weiter (für Kapitän Petkov kommt Hubmann), doch irgendwann bekommt Gnas die Konterchance. Nach einem Annahmefehler von Damis bekommt Gnas eine Überzahlsituation, es gelangt der Ball zur Seite zu Scheucher, der bringt den Ball zur Mitte. Dort rutscht Kniewallner irgendwie zum Ball, trifft ihn gar nicht richtig, er verspringt sich dabei so unglücklich, dass der bereits zu Boden gegangene Petrovic den Ball über sich ins Tor passieren lassen muss. Die Höchststrafe ist somit gefällt, Gnas führt mit 3:1. Obwohl noch genug Zeit gewesen wäre (nicht ganz eine halbe Stunde) etwas aus diesem Spiel mitzunehmen, gelingt es nun den Donawitzern nicht mehr nachzulegen. Zu tief sitzt der Stachel, zu abgebrüht agiert nun Gnas.  Die Gäste hätten das Spiel sogar höher gewinnen können, scheitern aber mehrmals.  Es bleibt beim 1:3, der dritten Niederlage in Folge, der vierten Heimniederlage in dieser Saison. Es gibt nichts, was man zusammenfassend an Schlüssen aus diesem Spiel ziehen kann, was man nicht schon nach den letzten Niederlagen hätte ziehen können (müssen). Der DSV Leoben befindet sich im Geburtstagsjahr in einer seiner schwersten Krisen überhaupt, man wird sehen, wie (ob?) man sich von da unten wegbewegen kann. Nächster Versuch, SA  06.10.18, 18:30 Auswärtsspiel in Bad Radkersburg.

Gute Leistung, schönes Tor – aber das wird ihm nicht reichen: Matthias Pagger!

Links: StFV, Gnas, Ligaportal

Der DSV Leoben spielte mit: Petrovcic, Rinner, Tomic (46. Pagger, T), Heinemann, Grgic (G), Schranz, Waldhuber, Damis, Niederl, Prutsch (G), Petkov (64. Hubmann, G). Ersatz: Peckovic, Kosche, Pachner.

3 comments on “In Donawitz nichts Neues – Gnas entführt drei Punkte!

  1. Wille alleine reicht halt nicht-ohne Können wird das nichts. Ich glaube, der Karren ist beim DSV so verfahren, dass das nichts mehr wird. Sogar ein Blinder würde erkennne, dass ein Stürmer fehlt. Ich gebe Stanislaus hier völlig recht-Tomic wirkt lustlos, sein Trikot musste wahrscheinlich heuer noch nicht mal gewaschen werden. Ist der Vorstand überfordert oder kein Geld da, das man einen Stürmer verpflichtet?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Auracher
voest
steinkellner logo
steinkellner logo
Skamander
grebienpeter
gerlinde kogler pinguwin kl
ASKÖ
Beyer_logo
Brandls Bauernladen
Buchis GmbH
Buchis GmbH
pachner
erlebnisleoben
climacraft
eisen_neumueller
hornbach
kelag
OOEVLogo
opel_fior
auto-pichler-Logo
sefra
sekotil_logo_oben
steiermaerkische-sparkasse
stiwog
svsschuster
Swietelsky_logo
trachten kalander
WILKE
Errea

Facebook