Es ist schon wieder passiert: Trotz starker Leistung 1:3 (0:1) in Mettersdorf!

Landesliga, 8. Runde, FR 21.09.18, 19:00, Sportplatz Mettersdorf, 280. USV Mettersdorf : DSV Leoben 3:1 (1:0). Torfolge: 1:0 Skolnik (17.), 1:1 Damis (60.), 2:1 Horvat (99.), 3:1 Horvat (102.). Schiedsrichterteam: Birnstingl, Hartner, Mag. Koren.

Was muss denn noch alles passieren, damit sich der DSV Leoben endlich einmal für eine gute Leistung belohnen kann? Das ist einfach unglaublich wie leichtfertig mit Großchancen (vor allem in der zweiten Spielhälfte) umgegangen wird, so kann das einfach nichts werden. Mettersdorf, betreut von Trainer Mario Haas, beginnt die erste Spielhälfte stark, profitiert von einigen Fehlern der Donawitzer und kommt durch einen Treffer von Skolnik nicht unverdient zum Führungstreffer. Auch danach dauert es einige Minuten, in denen die Hausherren durchaus den Vorsprung hätten ausbauen können, bis sich die Donawitzer endlich erfangen und selbst beginnen, Fußball zu Spielen. Unmittelbar vor der Pause vergibt Pagger, von links kommend, die erste gute Möglichkeit – er scheitert an der Außenstange. In der zweiten Spielhälfte zeigen die Donawitzer einerseits, was alles möglich gewesen wäre, andererseits aber auch ein weiteres Mal, wie unglücklich vor dem gegnerischen Tor agiert wird. Nach Waldhuber-Flanke scheitert Tomic mit einem guten Schuss an die rechte Stange, ehe es Mateo Damis per Kopf gelingt, einen Pagger-Eckball zum 1:1 zu versenken. Der so wichtige Ausgleich ist da, doch Reinmayrs Mannschaft will mehr: Die Donawitzer sind nun kompakt, mutig und agressiv, Chancen entstehen in Hülle und Fülle: Petkov spielt im Strafraum auf Tomic, der aus kurzer Distanz geblockt wird, einer Fülle an Vorstößen über die Seiten fehlt der entscheidende letzte Pass, ein hoher Pagger-Freistoß geht an Freund und Feind vorbei und landet ein weiteres Mal, diesmal an der linken, Stange. Es ist zum verzweifeln, wird aber noch schlimmer. Zum einen verletzt sich der Mettersdorfer Fuchshofer bei einem Zweikampf mit Heinemann schwer und muss mit dem Notarztwagen abtransportiert werden – auf diesem Wege wünschen wir ihm auch vom DSV Leoben Alles Gute! – das Spiel wird dadurch für zehn Minuten unterbrochen. Zum Anderen ist die Schlussphase auch, was das Spiel betrifft, einfach nur bitter: 90. Minute, der DSV geht scheinbar mit 2:1 in Führung – Tomic verwertet einen Waldhuber-Stanglpass – der Assistent hebt aber die Fahne (Abseits). 94. Minute – Niederl scheitert mit einem Schuß im Strafraum, 97. Minute – Niederl mit dem perfekten Stanglpass, Prutsch haut den Ball am Fünfer übers Tor. Es kommt, wie es kommen muss, Mettersdorf gelangt noch einmal zur Schussmöglichkeit – Horvat zieht zentral ab und er trifft. 2:1 für Mettersdorf in der 99. Minute, drei Minuten später verwandelt der selbe Spieler auch noch einen Freistoß zum 3:1. Danach ist Schluss, die Mettersdorfer wissen gar nicht so genau, warum und wie sie dieses Spiel gewonnen haben, der DSV Leoben ist ein weiteres Mal an der Chancenauswertung gescheitert – so bitter allerdings, wie an diesem Abend, in dieser Saison auch noch nie!

Alles Gute Alexander Fuchshofer!

Beide Teams mussten auf wichtige Spieler verzichten, bei den Donawitzern sind es Alexander Hofer und Brajan Grgic, die verletzungsbedingt ausfielen. Die ersten Minuten gehörten der Heimmannschaft. Das Umschalten gelingt Mettersdorf besser, Deutschmann und Skolnik, ziehen auf der linken Seite Richtung Strafraum, beide Male ist Rinner aufmerksam, er kann erst in den Corner klären und beim zweiten Versuch, nach Stanglpass, den Torschuss von Lukas Stadler entscheidend blocken. Das Donawitzer Spiel nach vorne stockt, ist durchsichtig und ist geprägt von zaudern und zögern. Zu lange am Ball, zu wenig Anspielmöglichkeiten, allgemein zu wenig Bewegung ohne Ball, überdies einige individuelle Fehler – Mettersdorf nützt das aus. Wieder ist es L. Stadler, der zum Kopfball steigt, wieder kann Rinner den Stürmer so weit behindern, dass Petrovcic mit dem Ball keine Mühe hat. Und gerade als sich Rinner am Spielfeldrand verarzten lässt (kann aber weiterspielen), wird es erstmals richtig gefährlich. Nach einem Doppelpass im Strafraum zieht Deutschmann ab – geblockt, der Ball gelangt zur anderen Seite, von dort wieder zur Mitte, diesmal zieht Lukas Stadler ab, wieder, diesmal von Niederl geblockt, schließlich kann Damis die heikle Angelegenheit klären. In der 17. Minute ist es aber soweit. Einen Wechselpass erreicht Deutschmann, dem man dabei zu viel Platz lässt, ein Rettungsversuch von Schranz scheitert, der Ball kommt zur Mitte, dort ist Skolnik frei und er nützt die Chance zur 1:0-Führung. Zu diesem Zeitpunkt verdient, Mettersdorf ist bissiger, im Kopf und mit den Beinen einfach schneller.

Und fast wäre eine Minute später schon der zweite Treffer passiert. Wieder ist es Deutschmann, der von links in den Strafraum drängt, seinen Schuss kann diesmal Petrovcic aus kurzer Distanz abwehren. Freistoß, Eckball – mit hohen Bällen versucht es nun Mettersdorf – doch bei Standards, bei ruhenden Bällen, agiert unsere Hintermannschaft entschlossener und erfolgreicher. Den ersten Vorstoß, der auch bis in den gegnerischen Strafraum führt, unternimmt Heinemann, der übers halbe Feld läuft und immerhin einen Corner rausholt. Prutsch zirkelt den Ball gut herein, nach einem weiteren Eckball zieht Waldhuber ab, sein flacher Schuss landet aber schon weit vor dem Tormann an irgendeinem Mettersdorfer Bein. Der DSV kann sich nun immerhin etwas mehr befreien, obwohl nach wie vor Mettersdorf die Kontrolle über das Tempo des Spieles hat. Wurzingers und Skolniks Schuss-Versuche scheiten (beide werden geblockt), beim Schuss von Lukas Stadler streckt sich Petrovcic vergeblich, der Ball springt von der Stange zurück, beim Nachschuss scheitert Wurzinger.

Nach etwa einer halben Stunde lässt der Mettersdorfer Druck zusehends nach. Die Donawitzer können den Ball in den eigenen Reihen halten, gewinnen nun die entscheidenden Zweikämpfe immer öfter und es gelingt, dass das Spielgeschehen aus der eigenen in die gegnerische Hälfte verlagert werden kann. Waldhuber, der sich immer besser auf seiner Seite zurecht findet, kommt zum Schuss (daneben) und kurz darauf zum Zug aufs Tor (wird von Deutschmann und Tormann Prasser entscheidend gestört). Mehrere Eckbälle für den DSV können herausgeholt werden, die einzig wirklich gute Möglichkeit entsteht aber erst in der letzten Spielminute. Ein schöner Pass gelangt zu Pagger, der nimmt Tempo auf und zieht, dicht verfolgt, von links kommend in den Strafraum. Der Winkel zum Schuss ist spitz, dennoch versucht er es – der Ball landet hoch an der Außenstange.  Das war es vor der Pause, dem DSV Leoben ist es zwar gelungen, das Ventil zu finden, damit der Mettersdorfer Dauerdruck, nachgelassen hat – die Führung zur Halbzeit geht aber in Ordnung.

Sein erstes Saisontor wird ihn nicht freuen: Mateo Damis nach dem 1:1!

Körpersprache, Einstellung und Auftreten nach dem Seitenwechsel stimmen – die Worte des Trainers in der Pause dürften die richtigen gewesen sein. Ob Prutsch oder Niederl in der Mitte oder auf den Seiten Waldhuber und Pagger – alles wirkt nun entschlossener. In der 52. Minute die erste Riesenchance für unsere Mannschaft. Waldhuber ist einfach nicht zu stoppen, er geht vor bis zur Strafraumgrenze, legt dann perfekt ab für den mitgekommenen Tomic. Der zieht ab und scheitert mit seinem Versuch an der rechten Stange! Schöner Spielzug, schöner Abschluss, doch ohne das erhoffte Endergebnis. Das bestimmte Auftreten der Donawitzer zeigt Wirkung, Mettersdorf kommt vorne überhaupt nicht mehr durch und muss nun hinten schwer arbeiten. Es gelingen zwar wieder die, so oft schon gesehenen, Vorstöße der Donawitzer auf den Seiten, doch beim Sechzehner ist wieder einmal Endstation. Reinmayr bringt früh in der zweiten Hälfte Pachner, der erstmals seit drei Runden wieder zum Einsatz kommt, für Schranz – und auch der Neue fügt sich nahtlos in das funktionierende Team ein.

Im Strafraum wird Petkov hoch (mit dem Rücken zum Tor) angespielt, sein Versuch auf Tomic abzutropfen, fällt zu schwach aus und scheitert leider, statt einem Schuss gibt es Eckball. Und was für einen. Pagger bringt den Ball zur Mitte, Damis steigt hoch und versenkt die Kugel in den Maschen. Das 1:1 ist verdient zu diesem Zeitpunkt, der DSV ist wieder mitten im Geschehen! Mettersdorf versucht nun wieder aus der Lethargie zu erwachen, das Spiel steigert sich dadurch zu einer richtig rassigen, dramatischen Begegnung auf gutem Landesliganiveau. Mettersdorf kommt nun wieder auf, irgendwo vor dem Tor ist aber immer Endstation (Heinemann vor Stadler), die Donawitzer Defensive ist der Rückhalt, der nöig ist, um sich nach vorne  orientieren zu können. Ein Flachschuss von Pagger fällt zu schwach aus, ein Zuspiel vom mitgegangenen Heinemann scheitert im Strafraum (schöner Pass davor von Prutsch) und bei einer Hereingabe von Pagger rutschen Mally und Petkov zum Ball – der Mettersdorfer ist um den Augenblick schneller, damit gibt es Eckball. Dauerdruck der Donawitzer in Mettersdorf, die Hausherren kommen kaum zum Verschnaufen! Nach einer kurzen Schrecksekunde, der Mettersdorfer Hubmann geht im Strafraum nach einer riskanten, aber sauberen, Attacke von Rinner zu Boden, geht es auf der anderen Seite weiter. Waldhuber spielt auf den nach vor eilenden Pachner, der bringt den Ball zur Mitte – knapp an Tomic vorbei und vor Pagger, kann Berger in den Corner klären.

Die nächste Chance. Pagger zirkelt einen Freistoßball gefährlich hoch zur Mitte, Damis erreicht knapp nicht den Ball, der aber weiter an der linken Stange aufprallt – für den Abpraller von dort kommt Tomic um einen Schritt zu spät! Bei einem weiteren Freistoß (Rossmann Gelbfoul) versucht es Pagger direkt, diesmal fehlen zum Glück etwa zwei Meter. Nach dem Wechsel, Hubmann für den sehr aktiven, aber nun ausgepowerten Kapitän, Petkov, passiert das, was man gar nicht sehen möchte. Heinemann attackiert Fuchshofer, der zur Mitte flanken will, ein Foul wird zu Recht gegeben, doch die Verletzung, die der Mettersdorfer erleidet, zieht er sich nicht durch die Attacke zu, sondern durch den unglücklichen Aufprall danach. Das Spiel muss für etwa zehn Minuten unterbrochen werden, Fuchshofer wird mit der Trage vom Feld gebracht und muss sogar vom Notarzt behandelt werden – Hoffentlich ist es nicht all zu schlimm, in jedem Fall Alles Gute, Alexander Fuchshofer!

Einfach unglaublich, so niederschmetternd, dieses Spiel!

Die heiße Schlussphase, in der wirklich Alles möglich war, hat es in sich. Zuerst muss Petrovcic einen hohen Ball und kurz darauf einen „Roller“ von Rossmann abwehren, ehe die Musik wieder vor Prassers Tor spielt. Prutsch dringt in den Strafraum ein, anstatt zu schießen sucht er den Mitspieler. Das gleiche macht Tomic: Auch er geht hinein, als Stürmer müsste er doch so egoistisch sein, um abzuziehen – auch er will quer spielen und scheitert dabei. Und dann endlich, so scheint es, passt einmal alles. Waldhuber setzt sich rechts durch, der Ball zur Mitte ist perfekt, eben so der Abschluss von Tomic – doch zur Verwunderung aller am Sportplatz hat der Linienrichter die Fahne in der Höhe. Ob das so richtig war, könnte man nur durch ein Video abklären, für helle Aufregung im Donawitzer Lager reichte die Entscheidung allemal. Die nächste Möglichkeit lässt sich Niederl entgehen. Nach einer Waldhuber-Flanke landet der abgewehrte Ball bei Niederl, der umkurvt einen Gegner – sein Schuss landet – abgefälscht – knapp neben dem linken Kreuzeck. Eine Mörderaktion, vielleicht sogar die schönste des Spieles, kommt noch. Beteiligt sind Tomic, Waldhuber und Niederl, die den Ball bis zur Torutlinie im Strafraum kombinieren. Von dort schafft Niederl den perfekten Stanglpass zu Prutsch, der am Fünfer zum Abschluss kommt. Anstatt das Ding in die Maschen zu jagen, landet der Ball über dem Tor – was soll man da sagen…

Einen Pagger-Freistoß gibt es noch (daneben) und dann passiert es schon wieder. Es ist so abgdroschen und bitter, wenn es einen betrifft, es ist aber an diesem Abend leider Realität: Tore, die man nicht macht, bekommt man. In der 99. Minute, nach einem Angriff über die linke Seite, wird der Ball in den freien Rückraum gespielt – dort zieht Horvat einfach ab – und trifft. Der flache Ball passt zwischen Fingerspitzen des Tormannes und Stange perfekt, es steht 2:1 für Mettersdorf. Die Genick-Watsche sitzt natürlich, in den verbleibenden drei Minuten herrscht Schockstarre bei den Donawitzern. Das nützt Mettersdorf sogar zu einem weiteren Tor. Nach Foul von Niederl an Stangl tritt wieder Horvat an und versenkt auch diesen Ball. Unmittelbar danach ist Schluss, der Favorit setzt sich gegen den Außenseiter klar durch. Es ist halt nur so bitter, wenn man dabei war und gesehen hat, wie das alles passiert ist…

8 Spiele, vier Punkte – neben einem verschossenen Elfer, dieser knappen Abseitsentscheidung sind nun Stangenschüsse fünf und sechs dazugekommen – ohne Glück in entscheidenden Momenten geht es halt auch nicht. Jammern nützt nichts, es wartet die nächste Aufgabe – am kommenden Freitag kommt Gnas nach Donawitz. Vielleicht gibt es dann einmal etwas Erfreuliches zu berichten, die Hoffnung stirbt zuletzt!

Links: StFV, Ligaportal, Mettersdorf

Der DSV Leoben spielte mit: Petrovic, Rinner, Pagger, Tomic, Heinemann, Schranz (56. Pachner), Waldhuber, Damis (T), Niederl, Prutsch, Petkov (77. Hubmann). Ersatz: Peckovic, Kutlesa, Kosche.

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