Unglückliche Niederlage bei Reinmayrs Trainerdebut!

Landesliga, 7. Runde, DI, 18.09.18, 19:00 Stadion Donawitz, 250. DSV Leoben : ASK Voitsberg 0:2. Torfolge: 0:1 Caculovic (82.), Brauneis (84.). Schiedsrichterteam: Vonic, Stachel, Causevic.

Fußball kann so grausam sein! Da spielen die Donawitzer über weite Strecken einen wirklich ansehnlichen, druckvollen Fußball mit viel Einsatz und Herzblut, kommen auch zu guten Tormöglichkeiten, doch das Alles zählt letztlich Nichts. Voitsberg gelingt in der Schlussphase ein Doppelpack durch Caculovic und Brauneis und darf sich über drei glückliche Punkte in Donawitz freuen. Es ist wie verhext: In den sieben absolvierten Spielen steht es zum insgesamt fünften Mal (!) zur Pause 0:0 und jetzt, gegen Voitsberg, verlieren die Donawitzer nach der Pause zum vierten Mal noch das Spiel! Neo-DSV-Trainer Hannes Reinmayr hat mit viel Leidenschaft von der Linie aus seine Mannschaft motiviert, dirigiert und angefeuert – er hat ein intaktes Team vorgefunden, dass sich wieder einmal nur den Vorwurf gefallen lassen muss, dass es vor dem gegnerischen Tor zu wenig abgebrüht agiert hat. Sich alleine auf die wirklich schwache Schiedsrichterleistung auszureden, greift zu kurz, die Chancen, um in dieser engen Partie in Führung zu gehen, waren vorhanden, da hätte man einfach mehr draus machen müssen. Dass Voitsberg über eine ausgefuchste Mannschaft verfügt, wusste man schon vorher, leider hat Gerald Strafners Truppe genau das unter Beweis gestellt!

Ganz starkes Spiel: Jürgen Prutsch im Vorwärtsgang!

Hannes Reinmayr muss bei seinem ersten Auftritt als Cheftrainer auf den verletzten Hubmann verzichten, an seiner Stelle spielt Niederl den „Sechser“ – und das kann man gleich vorweg nehmen – er spielt diese Rolle sehr abgebrüht und kompromisslos. Die Donawitzer versuchen von Beginn weg das Spiel zu machen und das gelingt auch ganz gut. Mit einem kompakten Pressing werden Bälle erobert und dadurch kommt das Offensivspiel schnell auf Touren. Auf ihren jeweiligen Seiten wirbeln Waldhuber und Heinemann temporeich nach vorne, der letzte Pass bleibt aber vorerst noch aus. Den ersten Torschuss gibt aber der Voitsberger Grischenig von der linken Seite ab, Damis kann ihn dabei zumindest etwas behindern, der Ball landet über dem Tor. Auf der anderen Seite wird der sehr spielfreudige Prutsch von Petkov zentral angespielt, er kann seine Gegenspieler abschütteln und zieht wuchtig ab – Tormann Hiebler ist mit den Fingerspitzen dran und kann in den Corner abwehren.

Mit Fortdauer des Spieles kann sich Voitsberg besser auf die Donawitzer Spielweise einstellen und wird damit ebenbürtig. Es entsteht eine ausgeglichene, kampfbetonte Partie, die nicht zuletzt aufgrund von seltsamen Schiedsrichterentscheidungen, zunehmend emotional wird. Zu Beginn sind es nur Kleinigkeiten, die einfach falsch angezeigt werden (offensichtliche Fehlentscheidungen bei Einwürfen, klare Fouls werden nicht gegeben, dafür bei Nichtigkeiten dann doch der Pfiff), aber das stört doch den Spielfluss. Die Donawitzer bleiben in dieser Phase, obwohl die Vorstöße nun seltener werden, bissig und hartnäckig. Das wird nach 22 Minuten fast belohnt. Nach einem Rinner-Energieanfall, der einfach übers halbe Feld nach vorne marschiert, setzt sich Waldhuber ein weiteres Mal auf seiner Seite durch, die Hereingabe zur Mitte erreicht Prutsch und der zieht gleich ab. Der Ball kommt gut, doch Hiebler im Voitsberger Tor kann den Ball erreichen und dadurch die gute Möglichkeit abwehren.  Kurz darauf die nächste Chance. Diesmal ist es auf der anderen Seite Heinemann, der auf Grgic spielt – der Ball scheint etwas zu weit geraten, doch Grgic setzt energisch nach und erreicht tatsächlich vor dem Tormann den Ball. Er spitzelt zwar den Ball über den Goalie, aber leider auch über das Tor!

Vor der Pause muss Hiebler nach einem Eckball noch mit der Faust abwehren, schließt Waldhuber eine schöne Aktion (Grgic mit Übersicht) mit einem Fehlschuss (weit drüber) ab und kommt Grgic nach einer schönen Heinemann-Hereingabe um den berüchtigten Zentimeter zu spät – Suppan kann den Stanglpass vors Tor gerade noch verhindern. Auch Voitsberg taucht mehrmals am Sechzehner auf, doch dort ist Endstation, unsere Hintermannschaft ist beim Attackieren und bei den hohen Bällen kompromisslos: Beim Stand von 0:0 werden die Seiten gewechselt.

Seine Position: Alexander Hofer, starker rechter Verteidiger!

Der DSV Leoben versucht so, wie schon vor der Pause, mit viel Einsatz und unbändigem Zug nach vorne, weiter zu spielen. Die erste Doppelchance vergeben Heinemann und Prutsch, beide werden bei ihren Schüssen im – und dann knapp außerhalb des Strafraumes, entscheidend geblockt. Es folgen: Eine knappe Abseitsentscheidung gegen Grgic (korrekt), hohe Hereingaben von Prutsch und dann noch ein schöner Angriff in der 57. Minute: Prutsch dringt links in den Strafraum ein, sein Zuspiel erreicht Grgic in der Mitte – der dreht sich und will für Petkov aufspielen. Es sind wieder nur wenige Zentimeter, die den Unterschied zwischen einem unbedrängten Torschuss aus kurzer Distanz und einem erfolgreichen Tackling ausmachen, Petkov kommt anschließend zu Fall – für einen Elfmeterpfiff zu wenig; Das Tor will einfach nicht gelingen. Kurz darauf ein ähnliches Bild. Waldhuber zieht auf seiner rechten Seite davon, den Stanglpass erreicht Grgic knapp nicht (er ist den Schritt zu weit vorne), Taucher verhaspelt sich im Zentrum, der Ball scheint für Petkov frei, doch auch in dieser Situation ist mit Walch ein Voitsberger um den Schritt schneller. Den ersten Voitsberger Schuss nach dem Seitenwechsel gibt Rössl ab, der flache Ball streift an der Stange vorbei ins Torout.

Im Anschluss an einen Voitsberger-Freistoß (gute Distanz, knapp außerhalb des Strafraumes), der in der Mauer landet, leitet Heinemann einen schnellen Konter ein. Er spielt auf Grgic, doch der legt sich den Ball zu weit vor, statt einem Torschuss, gibt es nur einen Eckball. Der Eckball kommt über Umwege zu Petkov in den Strafraum, der passt zentral zum eingewechselten Tomic. Tomic dreht sich, zieht ab und wieder ist es Hiebler, der diesmal per Fußabwehr den guten Schuss klären kann. Die letzte Viertelstunde beginnt mit einem Aufreger und damit verbundenen Frust auf Donawitzer Seite, der sich dann bis zum Schlusspfiff nicht mehr legt. Es ist ein Zuckerpass, der Prutsch alleine aufs Tor ziehen lässt, doch der Assistent und damit der Schiedsrichter wollen dabei eine Abseitsposition gesehen haben, die nie und nimmer eine war.

Und dann auch das noch: 82. Minute, Rössl wird nicht entschlossen genug attackiert, der Ball gelangt zu Caculovic, der sich in der Mitte schön durchsetzt – der Weg ist frei – und gegen den Spielverlauf, schickt er Petrovcic in die falsche Ecke und erzielt das 0:1. Zwei Minuten später, nach einem Foul etwa 28 Meter vor dem Tor, zirkelt Suppan einen präzisen, hohen Ball in den Strafraum, Brauneis löst sich und stellt per Kopf auf 0:2! In nur zwei Minuten ist alles verloren, das gute Donawitzer Spiel wird knallhart auf den Kopf gestellt. Von dem Doppelschlag können sich die Donawitzer nicht mehr erholen, Voitsberg spielt den Vorsprung souverän über die restliche Zeit (plus fünf Minuten Draufgabe). Damit endet eines der besseren Donawitzer Spiele mit einer Niederlage, der Frust nach dem Spiel ist absolut nachvollziehbar. Viel Zeit zum Grübeln bleibt aber nicht, bis zum nächsten Spiel in Mettersdorf sind es genau drei Tage hin!

Zum Verstecken: Trainer Reinmayr kann es nicht glauben…

Links: StFV, Voitsberg, Ligaportal

Der DSV Leoben spielte mit: Petrovcic, Rinner, Heinemann, grgic, Schranz, Hofer, Waldhuber (65. Tomic), Damis, Niederl (84. Pagger), Prutsch (G), Petkov. Ersatz: Peckovic, Kosche, Pachner.

3 comments on “Unglückliche Niederlage bei Reinmayrs Trainerdebut!

  1. Mit dem Geld das in diverse Trainer und Sportdirektoren versemmelt wurde und wird hätten wir schon LÄNGST einen für diese Liga Top- Stürmer bekommen ! Wie oft muss man das noch schreiben- werte DSV Spitzen ! Alle sagen das , die Spieler div. Trainer, alle Zuschauer nur die Vereinsführung nicht. Seid ihr blind oder macht ihr das bewusst ?

  2. Wirklich stark gespielt.!

    Leider die alte Leier. Kein Stürmer vorhanden, der ins Tor trifft.
    Da müsste der Hebel angesetzt werden.

  3. Wirklich unglaublich. Wenn man nur das Resultat sieht, denkt man, was haben die schon wieder aufgeführt. Hat man jedoch das Match gesehen, kann man nicht glauben, dass der DSV das Spiel verliert. Das selbe war auch gegen Wildon so-es fehlt ein Stürmer, der trifft.

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