Endlich: Der so wichtige erste Sieg ist geschafft – 3:0 in Liezen!

Landesliga, 6. Runde, FR. 14.09.18, 19:00. ABM Stadion Liezen, 200. SC Liezen : DSV Leoben 0:3 (0:1). Torfolge: 0:1 Hofer (26.), 0:2 Petkov (60.), 0:3 Rinner (66.). Schiedsrichterteam: Wolfgang Pucher, Heimo Mitteregger, Agron Ziberi.

In der sechsten Meisterschaftsrunde ist der DSV Leoben endlich in der Liga angekommen. Mit einem souveränen 3:0 (1:0)- Auswärtssieg ist der erste, so wichtige, Dreier gelungen – endlich hat es auch einmal mit dem Toreschießen geklappt! Die Unsicherheit war im Kellerderby natürlich sichtbar, aber nicht so sehr, wie befürchtet. Die Donawitzer mit Interims-Juniors-Coach Jürgen Kogler auf der Bank, verbissen sich in dieses Spiel und ließen sich durch einzelne Leerläufe nicht aus der Bahn werfen. Nach 26 Minuten bringt Alexander Hofer, nach einem Tormannfehler von Daniel Bartosch, den DSV Leoben erstmals in dieser Saison (!) in Führung – der Abwehrspieler staubt trocken zum 0:1 ab. Ist das Spiel in der ersten Halbzeit noch relativ offen, so ist es nach der Pause eine klare Angelegenheit: Martin Petkov nützt einen Alleingang zum so wichtigen 0:2 und nachdem fünf Minuten später Brajan Grgic einen Freistoß an die Latte setzt und Bernhard Rinner den Abpraller per Kopf zum 0:3 versenkt, ist das Spiel gelaufen. Die Donawitzer überstehen eine verzweifelte Liezener Schlussoffensive unbeschadet (Rinner rettet auf der Linie), zum zweiten Mal – seit dem Auftakt gegen Bruck (0:0) – kann Christian Petrovcic, der einen relativ ruhigen Arbeitstag hatte, hinten die Null halten. Nach dem 3:0-Sieg ist beim DSV Leoben zwar noch lange nicht alles eitel Wonne, aber es ist ein immens wichtiger Schritt gelungen. Die Mannschaft hat sich nach den schweren Wochen endlich einen verdienten Sieg erarbeitet – das muss doch Selbstvertrauen für die kommende „englische Woche“ (am DI zu Hause Voitsberg, am FR geht es nach Mettersdorf) geben. An diesem Wochenende wird laut Präsident Gröbminger auch die Trainerfrage geklärt, endlich, so scheint es, geht es beim DSV Leoben wieder einmal in die richtige Richtung!

Plötzlich ist der Ball wieder frei – Hofer nützt den Fehler zum 0:1!

Nachdem Helmut Kalander, DSV Sportdirektor und interimistischer Trainer-Nachfolger von Gottfried Jantschgi, den Verein am Dienstag verlassen hat, sitzen Co-Trainer Walter Schachner und erstmals Jürgen Kogler, Trainer der DSV Juniors, auf der Betreuerbank. Trotz der großen Herausforderung, schließlich wird von der verunsicherten Donawitzer Mannschaft nicht weniger als ein Sieg beim Tabellenletzten Liezen erwartet, agiert Kogler überaus gelassen und unaufgeregt. Das überträgt sich nach und nach auch auf die Mannschaft. Natürlich gelingt am nassen Liezener Boden (der Regen hat aber schon lange vor Spielbeginn aufgehört) bei weitem nicht Alles. Das durfte man in dieser Situation aber auch nicht erwarten und das ist auch nicht das Entscheidende. Entscheidend war in diesem Kellerderby, dass die Donawitzer in dem so wichtigen Spiel, es immer wieder probierten, mit viel Laufarbeit und Einsatz Fehler ausmerzten und immer wieder aufs Neue nach vorne kommen wollten. Denn eines war klar: Jürgen Auffingers SC Liezen stand als Tabellenletzter mit dem Rücken zur Wand und musste, wenn man nicht gänzlich abfallen wollte, natürlich gegen den DSV punkten – und da hieß es für die Donawitzer: Ordentlich dagegen halten!

Nicht einmal eine Minute ist um und schon wird der einzige DSV-Stürmer Grgic im Strafraum von Petkov angespielt – der Pass fällt etwas zu leicht aus, Neuper kann sich im letzten Moment erfolgreich reinwerfen und den Schuss aus kurzer Distanz verhindern. Die Donawitzer versuchen es über die Seite, das sieht auch recht ordentlich und flüssig aus – links zieht Heinemann, rechts ist es Waldhuber, mehrmals auf und davon, doch ihre Flanken finden keine Abnehmer. Auch Liezen ist (zu Beginn) lästig und bissig – aber auch hier ein ähnliches Bild, Mrzic oder Hölbling kommen über die Seite, in der Mitte ist aber Alles dicht. Ein Distanzschuss von Mrzic nach einem Eckball misslingt auf Liezener Seite ebenso, wie ein Schussversuch von Waldhuber (Ball in schwieriger Höhe) auf der anderen Seite. Die Donawitzer bleiben unermüdlich. Es wird ein ums andere Mal versucht, mit hohen Flanken oder einem Stanglpass zu punkten, aber ob es Prutsch ist oder Hubmann, ob Waldhuber, Petkov oder Heinemann – alle versuchen es, jedoch ohne Erfolg – Liezen steht hinten gut. Das hin und her zieht sich durch bis zur 26. Minute.

Nach einem Foul im Mittelfeld zirkelt Prutsch einen weiteren, hohen Ball zur Mitte. Dieser Ball ist giftig. Über sämtliche Köpfe hinweg springt der Ball direkt vor Bartosch auf und scheinbar von dort in seine Arme. Plötzlich lässt er aber diesen Ball wieder aus und genau in dem Moment ist Alexander Hofer zur Stelle und drückt ihn aus kurzer Distanz ins Netz. Endlich einmal Glück in der Offensive: Wie viele hochgradige Chancen wurden in dem Herbst schon vergeigt und ausgerechnet dieser Fehler wird zur allerersten DSV-Führung in der 6. Runde genützt – die Freude ist riesig! Liezen will gleich antworten und eine Hereingabe von der rechten Seite wird fast zum gefährlichen Schuss. Als Flanke zwar zu weit, streift der Ball knapp am langen Eck vorbei. Vor der Pause holen sich Rinner und Prutsch (Foul an Gerry Füzfa) jeweils Gelbe Karten ab und kommt Hofer beinahe zu seinem zweiten Tor. Wieder so ein gefinkelter Ball von Prutsch (diesmal vom Eckpunkt), der unmittelbar vor Hofer zentral im Fünfer aufschlägt – diesmal ist Hofer aber mit seinem Bein nicht schnell genug – der Ball zischt durch den Strafraum und die Chance ist dahin. Auf der anderen Seite braucht Lesch, der im Strafraum angespielt werden kann, zu lange um zum Abschluss zu kommen.

Starke Momente von Brajan Grgic – bei zwei Toren beteiligt (im Hintergrund Füzfa)!

Bei einem Heinemann-Kopfball (nach Petkov-Flanke) wird der Ball entscheidend von Kabashaj (mit der Hand?) abgeschwächt und ein Schuss von Grgic von der linken Seite pfeift deutlich übers Tor – das war es vor der Pause, Schiedsrichter Pucher bittet die Teams in die Kabine. Von dort kommen starke Donawitzer wieder zurück aufs Feld. Bei der ersten Aktion nach dem Seitenwechsel wird Grgic von Prutsch perfekt in den Lauf gespielt, Tormann Bartosch kommt aus dem Tor, erreicht den Ball aber nicht. Grgic umläuft den Tormann, kann dann aber den Ball aus spitzem Winkel nicht im Tor unterbringen. Beim anschließenden Eckball von Prutsch segelt Hofer knapp am Ball vorbei. Der DSV ist am Drücker, doch bei einem Schuss von Muleci hat Petrovcic im Donawitzer Tor, der den Ball nach vorne abwehrt, Glück, dass kein Liezener dort steht, Rinner drischt den gefährlichen Ball zur Seite weg.

Das Spiel läuft aber in die richtige Richtung. Ein Angriff nach dem anderen wird gestartet, doch es ist wieder der letzte Pass (Heinemann  Richtung Grgic, Bartosch knapp vor Waldhuber, Prutsch per Freistoß Richtung zweiter Stange zu Rinner), der wieder nicht zu gelingen scheint. Bis zur 60. Minute, da ist alles perfekt. Diesmal ist es Grgic, der Petkov schön frei spielt, der Kapitän läuft in den Strafraum und schiebt den Ball butterweich in die, aus seiner Sicht, rechte Ecke zum 0:2. Die nächste Scharte ist ausgemerzt – endlich kann ein Alleingang zu einem sauberen Abschluss gebracht werden, völlig verdient setzen die Donawitzer einen Treffer drauf. Und die Donawitzer haben noch nicht genug. Nachdem der eben erst eingewechselte Pagger von Kabashaj gelegt wird, ist es erstmals nicht Prutsch, der zum Freistoß antritt. Brajan Grgic knallt den Ball über die Mauer an die Querlatte, von dort springt der Ball zurück und Rinner köpfelt den Ball in hohem Bogen über Hölbling hinweg ins andere Kreuzeck. Im Vergleich zu den umliegenden Liezenern, hat Rinner sehr schön nachgesetzt und eiskalt verwertet, nach dem 0:3 ist das Spiel entschieden.

Obwohl noch 25 Minuten bis zum Schlusspfiff fehlen, ist nun völlig klar, wer dieses Spiel gewinnen wird – und das ist erstmals der DSV Leoben. Liezen will die bereits sechste Niederlage noch irgendwie abwenden, doch das ist trotz verzweifelter Versuche aussichtslos. Zu oft stehen sie sich bei ihren Bemühungen selbst im Weg. Es gelingen zwar einige Vorstöße, doch irgendwie glaubt wohl selbst niemand daran, dass aus einem dieser Versuche noch ein Tor entstehen kann. Zu harmlos, zu kompliziert wird vor dem Tor agiert, Petrovcic und seine Vorderleute haben wenig Mühe richtig Gefährliches im Keim zu unterbinden. Im Konter hätten die Donawitzer den einen oder anderen Angriff sogar für weitere Treffer nützen können, doch Waldhuber scheitert und Götzenauer kann gerade noch vor Petkov in den Corner klären. Einmal noch hat Liezen die Chance auf zumindest einen Treffer. Knefz macht das vor dem Tor auch schön, lässt Schranz ins Leere laufen, den Torerfolg aus kurzer Distanz kann Rinner vor der Linie verhindern. Einige unergiebige Liezener Freistöße später ist es amtlich, der DSV Leoben siegt zum dritten Mal in Folge in Liezen, diesmal mit 3:0, und darf sich über den ersten Saisonsieg freuen.

Ein wichtiges Signal, ein schöner Erfolg und ein erster Schritt. Nicht mehr und nicht weniger bedeutet dieser Sieg. Jetzt wird sich zeigen, ob gegen die härteren Brocken Voitsberg und Mettersdorf etwas vom Schwung mitgenommen werden kann und man darf gespannt sein, wie sich die (hoffentlich) am Wochenede geklärte Trainerfrage auswirkt!

Perfekt im Eck – Bernhard Rinners Tor zur endgültigen Entscheidung!

Links: StFV, Liezen, Ligaportal

Der DSV Leoben spielte mit: Petrovcic, Rinner (G,T), Hubmann, Heinemann (62. Pagger), Grgic (87. Tomic), Schranz, Hofer (T), Waldhuber, Prutsch (G, 78. Niederl), Petkov (T). Ersatz: Peckovic, Pachner.

2 comments on “Endlich: Der so wichtige erste Sieg ist geschafft – 3:0 in Liezen!

  1. super leistung.
    besonders die 2 halbzeit war wirklich sehr ordentlich, obwohl anzumerken wäre, dass offensiv nicht immer alles nach wunsch lief.
    cong

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