Wieder keine Punkte! 1:2 (0:0)- Heimniederlage gegen Wildon!

Landesliga, 5. Runde, FR 07.09.18, 19:00 Stadion Donawitz, 200. DSV Leoben : SV Wildon 1:2 (0:0). Torfolge: 0:1 Vrucina (51.), 0:2 Kelenc (56. Fr.), 1:2 Petkov (90.). Schiedsrichterteam: Insupp, Kollmann, Sahbegovic.

Es ist schon wieder passiert: Der DSV Leoben bestimmt weitgehend das Spiel, kommt zu einer Fülle von Großchancen, vergibt diese aber und das rächt sich. Nachdem es Pagger, Grgic und Prutsch vor der Pause nicht schaffen, den Wildoner Tormann Stoiser zu überwinden – auf der anderen Seite hat Skurla bei einem Kopfball an die Latte Pech – geht es mit einem 0:0 in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel scheitert Pagger an Stoiser – in der Mitte wäre Tomic frei gewesen – und im Gegenzug passiert es. Ein schneller Wildoner Konter, Kurzmann spielt zur Mitte und Vrucina bezwingt Peckovic mit der Ferse zum 0:1. Kurz darauf versenkt Kelenc einen schön angetragenen Freistoß zum 0:2 und schon sind die Donawitzer (wieder einmal) auf der Verliererstraße. Es wird zwar Vieles versucht und riskiert, doch es fehlt ein weiteres Mal an Durchschlagskraft. Ein Tomic-Kopfball, der knapp über dem Tor landet, eine Hereingabe von Tomic, die Waldhuber um Zentimeter nicht erreicht – dazu kommt noch eine knappe Abseitsentscheidung und ein Handspiel von Petkov unmittelbar bevor er im Strafraum abziehen will: Es ist wie verhext. Wenn man einen Lauf hat, genügen wohl die Hälfte der Chancen um sich über drei Punkte freuen zu können, das ist beim DSV Leoben definitiv nicht so. Martin Petkov gelingt in der Schlußminute zwar doch noch der Anschlßtreffer, der fällt jedoch zu spät – Wildon kann den knappen Vorsprung über die Zeit spielen. Der DSV Leoben tritt auf der Stelle, momentan kommt zur Verunsicherung, der katastrophalen Chancenauswertung auch Pech in entscheidenden Situationen hinzu, wieder einmal heißt es – Bitte warten – und auf das nächste Spiel zu hoffen!

Brajan Grgic scheitert leider bei seiner Großchance!

Ohne neuen Trainer (Sportdirektor Helmut Kalander betreut weiterhin die Mannschaft), ohne Heinemann, Pachner und Tormann Petrovcic versucht der DSV Leoben im Heimspiel gegen den SV Wildon einen Weg aus der Krise zu finden. Und das sieht gar nicht einmal schlecht aus, was die Donawitzer vor der Pause zeigen. Erste Minute: Rinner erkämpft sich einen Ball, spielt links (etwas zu weit) auf Pagger, der dem herausstürmenden Tormann knapp den Vortritt lassen muss. Die Donawitzer können in den Zweikämpfen großteils überzeugen (Hofer ist auf seiner Seite nicht zu überwinden und holt sich spektakuläre Bälle), selbst in Ballbesitz, wird es aber schwierig – trotz einiger Fehler im Spielaufbau bleiben unsere Jungs aber hartnäckig und beharrlich. Es dauert bis zur achten Minute, ehe die erste Flanke (von Pagger) in den Strafraum gelangt. Etwas zu hoch für Grgic, der sich gut lösen konnte, landet der Kopfballversuch über dem Tor. Die nächste Möglichkeit vergibt Tomic. Pagger köpfelt zum Stürmer, der daraufhin die Chance zum Schuss hat – diese aber nicht nützt sondern lieber abspielen will – der Ball landet beim Gegner. Wildon ist in dieser Phase überhaupt nicht im Spiel, kann die Donawitzer Ballverluste nicht ausnützen, zu erfolgreich werden die verlorenen Bälle wieder zurück geholt.

Hofer schaltet sich in die Offensive ein, zwei Mal kann sich der Verteidger auf seiner rechten Seite lösen, beide Male gelingt der letzte Pass aber nicht. Stoiser vor Tomic an der ersten Stange beim einen, Skurla klärt beim anderen Mal zur Ecke (wieder wäre Tomic der Adressat gewesen). Der Eckball bringt danach eine Faustabwehr des Tormannes und einen Risiko-Schuss von Hubmann, der misslingt. Wenn Wildon gefährlich wird, dann über Standards. Die langen Spieler (allen voran Peric) lauern auf Eckbälle und bei einem dieser Versuche wäre es fast passiert. In diesem Fall ist es Skurla, der am Höchsten steigt, er trifft bei seinem Kopfballversuch die Oberkante der Querlatte.

Dann beginnt die Phase, in der das Spiel einen ganz anderen Verlauf und ein gänzlich anderes Ende hätte bringen können. Brajan Grgic bekommt auf der rechten Seite den Ball, spielt scharf zur Mitte. Der Ball ist präzise, mehrere Spieler müssen ihn passieren lassen, bis er bei der zweiten Stange auf Matthias Pagger trifft. Der zieht gleich ab – vom Fünfer scharf ins kurze Eck, doch genau dort hat Stoiser seine Hände und pariert diese gute Gelegenheit. Kurz darauf erhält Grgic den Zuckerpass. Zentral und alleine läuft er mit dem Ball in den Strafraum, nur mehr der Tormann steht dem Glück im Weg – wieder ist Stoiser der Spielverderber – irgendwie bringt er die Hände in die Höhe und wehrt den Heber-Versuch ab. Während Wildon nur durch Vasic zu einem Schuss kommt (kein Problem für Peckovic) lässt Jürgen Prutsch die nächste Großchance aus. Petkov schickt den Mittelfeldmotor auf die Reise, Prutsch zieht in den Strafraum, er nimt sich auch die Zeit und versucht den Schlenzer. Wieder ist Stoiser dran, wieder kann der Wildoner Tormann den Gegentreffer verhindern. Wie will man ein Spiel gewinnen, wenn man diese Chancen nicht nützt…

…auch Jürgen Prutsch findet in Stoiser seinen Meister!

Anstatt mit einer komfortablen Pausenführung, werden beim Stand von 0:0 die Seiten gewechselt. Und wenn es nicht so niederschmetternd wäre, könnte man schmunzeln, wenn sich ein Klischee so anschaulich erfüllt: Nämlich das, dass man Tore, die man nicht schießt, bekommt. Bestes Beispiel die Minute 50. Einer der vielen Wechselpässe Richtung Pagger fällt besonders gut aus. Pagger nimmt Tempo auf, dringt von links kommend in den Strafraum ein – und da ist sie die Preisfrage. Was tun? Aus spitzem Winkel schießen, zur Mitte auf den freien Tomic abspielen – Pagger entscheidet sich für den Schuss, Stoiser kann abwehren. Und exakt 20 Sekunden (!) später, befindet sich der Ball zum 0:1 im anderen Tor. Der weite Pass gelangt zu Kurzmann, der bringt den Ball zur Mitte – Vrucina lauert genau dort und drückt den Ball irgendwie mit der Ferse an Peckovic vorbei ins Tor. Abseits oder nicht, schlechtes Stellungsspiel oder starker Angriff, Glück oder Können, was auch immer – Wildon liegt in Donawitz in Führung. Und das kennen wir schon. Wenn das Gegentor gefallen ist, wird es ganz, ganz schwer. Körperhaltung, notwendige Leichtigkeit, Siegesglaube und Selbstvertrauen – all das spricht nun gegen den DSV!

Was machen die Donawitzer mit dem Rückstand – sie versuchen Gas zu geben. Und das sieht dann so aus. Petkov springt nach Zuspiel von Prutsch im Strafraum der Ball an die Hand und kurz darauf rutscht Tomic an einer Pagger-Flanke knapp vorbei (wäre überdies im Abseits gewesen). Wildon kommt mit einem guten Angriff zum 0:2. Vrucina setzt Schlatte ein, dessen Schuss geblockt werden kann. Der Ball bleibt im Spiel, Foda ist schussbereit wird aber knapp außerhalb des Strafraumes zu Fall gebracht. Kelenc tritt an, über die Mauer hinweg landet der Ball zum 0:2 im Eck – so wird es gemacht. Es ist zum Verzweifeln.

Wieder einmal müssen wir Anderen beim Jubeln zusehen!

Noch 34 Minuten reguläre Spielzeit, das bedeutet, es wäre noch Zeit, um das Spiel noch zu drehen – in der momentanen Verfassung der Donawitzer Spieler ist dies aber ein Ding der Unmöglichkeit. Wildon verstärkt die Abwehr, kann sich bequem aufs Kontern verlegen, und kann sich weiter auf das Vergeben der Donawitzer Chancen verlassen. Ob ein Tomic-Kopfball (nach Hubmann-Freistoß), ob Eckbälle oder andere Vorstöße, das Bemühen ist vorhanden, die Qualität sich durchzusetzen, aber nicht. Wildon vergibt durch Vrucina (Kopfball vom Fünfer) den Matchball, auf der anderen Seite scheitert wieder Tomic mit einem Kopfball. Einmal zeigt Stoiser dabei ein kleine Unsicherheit (er kommt nicht zum Ball), doch der Kopfball von Tomic landet über dem Tor! Ein Schussversuch von Damis und einer von Tomic, der fast zur Waldhuber-Vorlage (Schlatte rettet zum Corner) wird, bringen nichts, bei einem Kopfball von Tomic (den er nicht ins Tor bringt), ist der Stürmer knapp im Abseits – die Zeit verstreicht gnadenlos.

In der 90. Minute fällt endlich ein Donawitzer Tor. Und auch das ist auch typisch für dieses Spiel. Nach einem Prutsch-Freistoß in den Strafraum verlängert Damis per Kopf. Petkov zum ersten – geblockt – Hofer zum zweiten – geblockt – und schließlich Petkov zum dritten – endlich ist der Ball (wieder abgefälscht) im Tor! Das war es aber. Die Donawitzer kommen in der Nachspielzeit zu keiner Torchance mehr, Wildon macht das geschickt und kann nach dem Schlusspfiff über drei Punkte jubeln. Wieder stehen die Donawitzer mit leeren Händen da, wieder darf man sich über eine verpasste Gelegenheit, den aufgestauten Balast abzuwerfen, ärgern. Am Freitag geht es für den DSV Leoben in Liezen weiter, vielleicht gelingt beim Extrainer der so nötige Befreiungsschlag…

Links: StFV, Wildon, Ligaportal

Der DSV Leoben spielte mit: Peckovic, Rinner, Pagger, Hubmann (75. Waldhuber), Tomic (G), Grgic, Schranz, Hofer (G), Damis, Prutsch, Petkov (G, T). Ersatz: Weiss, Kosche, Kutlesa, Niederl.

14 comments on “Wieder keine Punkte! 1:2 (0:0)- Heimniederlage gegen Wildon!

  1. Schachner und Dsv sind unzertrennbar verbunden. Das ist schon Werbung genug.
    Er ist einer der wenigen dsv legenden die dem dsv noch die Treue halten. !!!
    Wenn er nicht im Beirat sitzen würde, wären sicher der eine oder andere kleinsponsor schon lange weg.

    VIP. Besuch. Recht hat er. Würde es auch so machen.
    Dort gibt es nämlich seinen berühmten Schokoriegel😄

  2. Warum gibt man Früstük Robert keine Chance.? Starker Bezug zum DSV.

    Schachner hat man nach seiner Spielerlaufbahn auch nicht zugetraut den Dsv erfolgreich zu trainieren.
    Ist dann zu Zeltweg gegangen ……
    Jetzt wo die Gacke am Dampfen ist, soll
    Hr Schachner übernehmen.
    Hat sicher was besseres zu tun, als den Scherbenhaufen zu übernehmen , was die Verantwortlichen angerichtet haben.

    1. Frage an alle die hier posten und damit zeigen das UNS der DSV noch nicht ganz egal ist : Was hat uns der Schachner in den letzten Jahren gebracht ? Spieler,Sponsoren= Fehlanzeige ! Ausser den VIP -Besuchen nichts ! Vielleicht weis jemand von euch mehr ?

      1. Um das geht’s ja die ganze Zeit! Laut eigenen Angaben einer der besten Trainer Österreich aber keiner will ihn verpflichten. Meiner Meinung nach wird er auch keinen Job als Trainer in der Bundesliga mehr bekommen, für das ist er zu lange weg vom Fenster. Somit hat er nur die Chance DSV, wo er etwas bewegen könnte und sich wieder ins Gespräch für andere Klubs zu bringen-ansonsten
        wird er weiterhin nur im VIP-Club anzutreffen sein.

  3. @Styriangold: Naja-mit einem qualitativ hochwertigen Kader brauche ich keinen guten Trainer-die spielen eh von selbst (Barca, Real etc.) Da kann ich ein Handtuch auch auf den Trainerstuhl hängen.

    Aber für den Haufen beim DSV brauche ich schon einen Trainer der etwas kann. Warum Schachner sen. sich das nicht zutraut???

    @Incognito: Warum hat er dann keinen Trainerposten?? (Aber ich weiß, wie du es gemeint hast!!)

  4. Ob ein Tomic-Kopfball (nach Hubmann-Freistoß), ob Eckbälle oder andere Vorstöße, das Bemühen ist vorhanden, die Qualität sich durchzusetzen, aber nicht!

    Diese Feststellung des Verfassers trifft die Situation beim DSV am besten. Wir haben zu wenig Qualität im Kader. Ohne Verstärkung wird der Abstieg heuer nicht zu verhindern sein.

    Und warum macht eigentlich nicht Walter Schachner den Trainer????

    1. Ich denk der Walter würds schon machen – aber der würd auch sagen.. nicht mit dem Kader… und somit beißt sich die Katze in den Schwanz, der beim DSV schon längst abgebissen ist… bleibt nur zu hoffen, dass das alte Sprichtwort: eine Katze hat 7 Leben -> stimmt!

  5. Ja schon aber Tomic hat wieder, wie schon in Frauental, zwei 100% Chancen vorbereitet. Wenn man die verwertet, gewinnt man beide Spiele.

  6. Da hilft nur mehr eine Not OP
    Trainer, Co Trainer und Spieler wie
    Prutsch, Tomic, Damis sofort entlassen.
    Sonst wird das nichts mehr, meine Herren im Vorstand!!!

    1. Vielleicht ist es dir noch nicht aufgefallen, aber der Trainer ist bereits weg 😉
      Zu den Spielern, wenn willst denn dann auflaufen lassen? Bekommen ja jetzt schon grad so 11 Leut zammen.
      Und bitte komm mir jetzt nicht mit Spielern die in der Gebietsliga gegen den Abstieg in die letzte Liga kicken 🙂

      In Donawitz geht einfach nix mehr. Ähnliches Schicksal wie Gratkorn.

      Schade ist nur, das man anscheinend so einen mieserablen Ruf hat oder Kickern so wenig geboten wird, dass sich sogut wie jeder für nen anderen Klub entscheidet. Das sollte hinterfragt werden was da schief läuft???

      Wann zB hatten wir den letzten echten Stürmer der Tore schoss?

      Konditraining und einen Bomber, so „einfach“ könnte es gehn 😉

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