Nächster Tiefschlag: 0:3 beim Aufsteiger Frauental!

Landesliga, 4. Runde, SA 01.09.18, 17:00 Uhr Sportplatz Frauental, 350. SV Frauental : DSV Leoben 3:0 (0:0). Torfolge: 1:0, 2:0, 3:0 Gregor Furek (55., 69., 75.). Schiedsrichterteam: Ing. Franz Josef Krainer, Serdar Altun, David Novak.

Nächste Leermeldung, diesmal beim Aufsteiger aus Frauental: So viel hat man sich vor dem Spiel vorgenommen, gelungen ist dann gar Nichts! Die besten Chancen, darunter ein Elfmeter, wurden vergeigt, da darf man sich dann wirklich nicht wundern, wenn man wieder mit leeren Händen da steht. Wie es geht, hat Gregor Furek eindrucksvoll gezeigt. Er alleine schießt mit einem lupenreinen Hattrick den DSV Leoben in der zweiten Spielhälfte k.o. und damit noch tiefer in die Krise. Vor der Pause kommen einerseits die Donawitzer zu guten Vorstößen, die aber entweder im entscheidenden Moment durch individuelle Mängel versanden, bevor richtige Torchancen daraus entstehen oder, wenn die Abschlußmöglichkeit da ist, fehlt es an Durchschlagskraft (Grgic alleine vor dem Tormann). Andererseits kommt aber auch Frauental zu guten Tormöglichkeiten, Schüsse verfehlen knapp das Ziel oder müssen mit vereinten Kräften (Pachner auf der Linie) entschärft werden – es läuft vorne, aber auch hinten nicht rund. Nach der Pause schaffen es weder Petkov noch Schranz den Ball aus kürzester Entfernung im Tor unterzubringen, es ist einfach zum Verzweifeln – solche Möglichkeiten darf man einfach nicht ungestraft auslassen. Das Spiel wogt hin und her, mit dem glücklicheren Ende für die Hausherren: Bei einem Schuss von Furek kommt Petrovcic nicht mehr hin, zum ersten Mal hat der Stürmer seinen Torinstinkt unter Beweis gestellt. Die Donawitzer wollen zwar weiterhin, versuchen auch Alles, doch es ist wie verhext – die Blockade kann nicht überwunden werden. Es ist wieder Furek, der mit einem perfekt angetragenen Schuss Petrovcic verzweifeln lässt, neben der Stange landet der Ball zum 2:0 im Netz. Die Riesenchance, um noch einmal heran zu kommen, vergibt Martin Petkov vom Elferpunkt (Prutsch wird im Strafraum gelegt). Es passt aber symptomatisch zum Donawitzer Auftreten, dass der Kapitän rechts am Tor vorbei schießt. Wie wertvoll ein Vollstrecker, in einem Spiel mit vielen Chancen, ist, bewist ein drittes Mal Furek – mit seinem insgesamt fünften Saisontreffer versetzt er dem DSV im Alleingang den Todesstoß. Ratlosigkeit, Enttäuschung, fast schon Verzweiflung – so ungefähr lässt sich die momentane Situation am besten beschreiben, dazu noch die ungeklärte Trainerfrage – es braucht schon einiges an Optimismus, um da ein Licht am Ende des Tunnels zu erkennen!

Riesenchance durch Schranz – der DSV Leoben erzielt einfach keine Tore!

Da Trainer Gottfried Jantschgi, wie von ihm angekündigt, nicht mit in Frauental war, übernahmen Helmut Kalander unterstützt von Walter Schachner das Coaching. Ebenfalls nicht dabei war Heinemann (Krankheit), dafür aber (in der zweiten Spielhälfte) Jürgen Prutsch, der trotz einer Roten Karte gegen St. Anna spielberechtigt war – er hat seine Sperre im Steirercup abgesessen. Frauental kommt etwas besser auf dem regendurchnässten, tiefen Boden ins Spiel, ohne dabei aber wirklich gefährlich zu werden. Der Ball läuft zwar besser in den eigenen Reihen, doch spätestens am Strafraum wird energisch attackiert, mehr als Eckbälle, die (zumindest zu Beginn) wiederum relativ problemlos entschärft werden, entstehen nicht. Der DSV versucht ebenfalls schnell das Mittelfeld zu überbrücken, doch auch das gelingt nicht wie erhofft – die letzten Pässe (Petkov auf Grgic, der auf und davon gewesen wäre) oder Flanken (Pagger, Waldhuber) kommen nicht. Nach zehn Minuten die ersten Schüsse für Frauental: Vlah, bereits im Strafraum, zum Ersten (geblockt von Damis) und Vlah zum Zweiten, diesmal streift der Ball knapp rechts neben das Tor. Auf der anderen Seite kommt Grgic zur ersten Donawitzer Torchance: Eine Flanke von Pagger übernimmt er schön an der ersten Stange, der Ball dreht sich aber am langen Eck vorbei ins Torout!

Das von beiden Mannschaften zwar intensiv, aber fehleranfällig geführte Spiel, lässt Vorstöße eher zufällig, als geplant erscheinen. Einmal ein Eckball auf der einen Seite, dann wieder einer auf der anderen Seite, richtig zwingend sieht das nicht aus. Für Frauental setzt sich der dribbelstarke Muster mehrmals durch, doch auch er verpasst den richtigen Moment um abzuspielen oder draufzuhalten. Ähnliches Bild auf der anderen Seite: Hofer schaltet sich offensiv ein, doch auch ihm gelingt der Pass zu Petkov nicht, oder er entscheidet sich, anstatt selbst zu Schießen, zum Abspiel auf Waldhuber, der daraus nichts machen kann. Und dann ist sie plötzlich da, die Großchance. Einmal kann Grgic entfliehen, seinen Schuss kann Paul im Frauentaler Tor nur zur Seite abwehren. Der Ball bleibt im Spiel, Niederl spielt zurück auf Petkov, dessen Flanke wieder zu Grgic gelangt. Unmittelbar vor dem Tormann gelingt es ihm aber einfach nicht, einzunetzen – viel besser werden die Chancen nicht (so meint man zumindest!) werden. Vor der Pause ziehen Petek (abgefälscht) und Muster aus guter Schussdistanz ab, vor allem der Muster-Versuch ist gefährlich, für den geschlagenen Petrovcic kann Pachner vor der Linie klären.

Der Unglücksrabe: Martin Petkov hatte die Seuche am Fuß!

Der Pausenstand von 0:0 ist gerecht, beide Teams konnten ihre Möglichkeiten einfach nicht nützen. In der Pause wechselt Kalander zwei neue Spieler ein – für Hofer und Waldhuber kommen Tomic und Prutsch – und der Stürmer bereitet gleich nach dem Seitenwechsel die Riesencahnce vor. Tomic wird ideal frei gespielt, von rechts kommend dringt er in den Strafraum ein und spielt zur Mitte auf den freien Petkov ab. Normalerweise macht er den, doch an diesem Nachmittag scheitert Petkov vom Fünfer am Tormann. Der Ball ist abgewehrt nun schussbereit für den aufgerückten Schranz, doch auch der schafft es nicht, aus sechs Metern Entfernung den Ball im Kasten unterzubringen – da fehlen einem einfach die Worte, so etwas darf man nicht vergeben! Während Petrovcic auf der anderen Seite einen Fauland-Schuss sicher fangen kann, kommen die Donawitzer zur nächsten Großchance. Tomic zieht von links auf und davon, seinen Stanglpass Richtung Mitte kann ein Verteidiger gerade noch in den Corner abwehren.  Den Eckball von Pagger übernimmt Tomic per Kopf, der Ball wird irgendwie an der Linie von Paul und einem Verteidiger im Spiel gehalten, wieder ist Petkov da, wieder kann er aus kurzer Distanz den Ball nicht über die Linie bringen!

Frauental macht das entscheidend besser. Bauer zirkelt einen Freistoßball zur Mitte, dort kann Fauland beinahe ungehindert für Furek ablegen, der ansatzlos aufs Tor zimmert. Über die Fingerspitzen von Petrovcic hinweg, schlägt der Ball im Eck ein, Frauental führt mit 1:0. Jaja, Tore, die man selbst nicht macht – und so weiter… Die Donawitzer scheinen geschockt und angezählt, versuchen zwar den Gegentreffer wegzustecken, das gelingt aber nicht wirklich. Die Flanken von Pagger (aus dem Spiel heraus und vom Eckpunkt) und danach vom aufgerückten Damis (Tomic bedrängt), sowie ein Pagger-Schuss und ein Prutsch-Freistoß bringen nichts Konkretes. Der viele Aufwand, das verzweifelte Bemühen und das Erzwingen wollen – das Alles bleibt unbelohnt, denn wieder ist es Frauental, das zeigt, wie man erfolgreich spielt. Das sieht dann so einfach aus. Muster, auf den sich gleich vier (!) Donawitzer Spieler konzentrieren, bedient zentral den nun freien Furek, der sich seelenruhig den Ball herrichtet. Eine Körpertäuschung und er schüttelt Damis ab, Schranz kann den Schuss nicht mehr unterbinden – und schon ist es wieder passiert. Petrovcic wirft sich zwar in seine rechte Ecke, der flach geschossene Ball kommt aber zu platziert und es steht 2:0.

Einmal gibt es sie noch, die Chance, dass man aus diesem Spiel etwas Zählbares mitnehmen kann. Nach einem glasklaren Foul von Schmidt an Prutsch im Strafraum, zögert der Schiedsrichter keine Sekunde, sofort zeigt er auf den Elferpunkt. Martin Petkov schnappt sich den Ball, tritt an – und – vergibt. Rechts am Tor vorbei schlägt der Ball ein, auch aus dieser Möglichkeit wird nichts gemacht. So kann man natürlich nicht erwarten, dass man die Niederlage noch abwenden kann. Praktisch im Gegenzug die endgültige Entscheidung. Fauland, der erst nach dem Seitenwechsel gekommen ist, bedient Furek und kann sich in dem Moment zu seinem zweiten Assist gratulieren lassen. Diesmal taucht der Goalgetter auf der rechten Seite auf, er übernimmt das Zuspiel direkt und bezwingt Petrovcic dabei zum dritten Mal. Spätestens nach dem 3:0 steht fest, dass der DSV Leoben aus diesem Spiel, außer Erfahrung, nichts mitnimmt.  Etwa 15 Minuten vor Spielende ist alles klar, ein Schuss von Pagger, ein weiterer Freistoß von Prutsch und eine Pagger-Flanke, die in den Rücken von Petkov gespielt wir – viel mehr ist da nicht mehr, das Spiel endet schließlich mit einem ernüchternden 3:0-Sieg vom SV Frauental. Damit hält der Donawitzer Negativlauf in dieser Saison weiter an, nach vier Spielen oder 360 Minuten hält der DSV Leoben bei einem Tor und einem Punkt.

So sieht er aus, der „DSV-Killer“ – Hattrick durch den Frauentaler Gregor Furek!

Bis zur nächsten Runde – am FR 06.09.18, 19:00 wartet der SV Wildon im Donawitzer Stadion als nächster Gegner – sollte endlich die offene Trainerfrage gelöst werden. Es darf einen nicht verwundern, wenn in der ohnehin schon schwierigen Situation, aufgrund der herrschenden Unklarheit, die Unsicherheit nicht kleiner wird.

Links: StFV, Frauental, Ligaportal

Der DSV Leoben spielte mit: Petrovcic, Rinner (67. Kosche), Pagger, Grgic, Pachner (G), Schranz, Hofer (G, 46. Prutsch), Waldhuber (G, 46. Tomic), Damis (G), Niederl, Petkov. Ersatz: Peckovic, Hubmann.

One comment on “Nächster Tiefschlag: 0:3 beim Aufsteiger Frauental!

  1. da schreib i jetzt sicher nix böses.. aber.. jeder der im Sport irgendwann mal was mit Leistung zu tun gehabt hat sollte erkennen: Die Mannschaft ist komplett untrainiert, hat keine Ausdauer – und somit keine Lauf- bzw. Kampfbereitschaft. Das nun auch das Teamgefüge (sollte es zuvor bestanden sein) zerbricht – ist nach den gezeigten Leistungen logisch.
    Das nicht mal der Trainer, der anscheinend noch nicht entlassen ist, zum Spiel mitfährt – bzw. der Verein es so peinlich kommuniziert, tut sein übriges.
    Burschen.. so wird des nix.

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