Drei Mal Stange, aber keine Tore: Der DSV Leoben verliert in St. Michael!

Landesliga, 2. Runde, FR 17.08.18, 18:00. Sportplatz St. Michael, 900. ESV St. Michael : DSV Leoben 2:0 (0:0). Torfolge: 1:0 Rabko (62., Fr.), 2:0 Bracher (95.). Schiedsrichterteam: Kressl, Dr. Paier, Doppelreiter.

Große Enttäuschung herrschte im Lager der Donawitzer nach der 0:2-Derbyniederlage in St. Michael! Letzlich waren es Kleinigkeiten, die dieses Spiel entschieden, aber man muss zur Kenntnis nehmen, dass die gezeigte Leistung an diesem Abend gegen den topmotivierten Aufsteiger einfach zu wenig war, um etwas Zählbares mitzunehmen. Die Donawitzer begannen zwar beherzt und konnten sich auch in der Hälfte der Heimischen gut festsetzen, doch zwingende Torchancen entstanden dabei nur selten. Nach etwa 20 Minuten war es vorbei mit der Souveränität, St. Michael gelang es, sich mehr und mehr aus der Umklammerung zu befreien. St. Michaels Topstürmer Tschabuschnig hat die erste gute Möglichkeit, er verzieht aber knapp. Kurz vor dem Pausenpfiff springt der Ball erstmals von der Latte zurück, Mateo Damis, der schon gegen Bruck nur Aluminium getroffen hat, scheitert denkbar knapp mit seinem Kopfballversuch. Nach der Pause, Trainer Jantschgi bringt mit einem Doppeltausch neue Kräfte in das rassige Derby, legen beide Mannschaften einen Zahn zu. Und es ist eine Situation, die letztlich dieses Spiel entscheidet. Kosche kann sich als letzter Mann gegen Tschabuschnig nur mit einem Foul helfen und sieht dafür die Rote Karte. Den Freistoß zimmert Rabko über die Mauer und über Petrovcic zum Führungstreffer von St. Michael ins Netz! Die Donawitzer riskieren jetzt natürlich mehr und müssen darum auch einige gefährliche Kontermöglichkeiten überstehen, dabei präsentiert sich die Abwehr samt Tormann als zuverlässig. Vorne bleibt das Pech aber am Fuß kleben: Kapitän Petkov zirkelt einen Schuss von der Seite an die Stange und hat etwas später bei einem Heber über den Tormann wieder das Nachsehen – von der Querlatte springt der Ball zurück! Dreimal Aluminium in einem Spiel, das ist einfach zu viel. St. Michael macht mit der letzten Aktion in der 95. Minute den Sack endgültig zu, Bracher erzielt mit seinem Treffer ins kurze Kreuzeck den vielumjubelten 2:0-Endstand. Die Donawitzer halten nach zwei Spielen somit bei einem Punkt und null Toren – nun muss nächste Woche gegen St. Anna eine Reaktion her, sonst ist man schon früh in der jungen Meisterschaft bereits wieder hinten drinnen…

Hatte einiges zu tun in St. Michael: Tormann Christian Petrovcic!

Prächtiges Wetter, volle Tribüne, knisternde Derbystimmung: Es ist angerichtet, alle wollen sehen wie sich der Aufsteiger gegen den Nachbarn schlägt! Die Donawitzer, die auf Prutsch verzichten müssen, legen gleich einmal los. Man kommt relativ leicht bis zum gegenerischen Strafraum, dort aber wird es eng, dort wird entschieden attackiert – es entstehen dabei aber immerhin einige Eckbälle und Freistöße. Nach einem Hubmann-Freistoß ist es der aufgerückte Kosche, der per Kopf zum Ball gelangt, aber dabei das Tor knapp nicht trifft. Während sich zu Beginn St. Michael schwer tut, nach vorne zu gelangen, vergibt auf der anderen Seite Tomic seine erste Schussmöglichkeit, er verzieht dabei deutlich. Das Spiel der Donawitzer bleibt ansehnlich, über die Seiten kommen Waldhuber und auf der anderen Seite Pagger schnell nach vorne – die Flanken aber landen zumeist in der Abwehr, die vielen, daraus entstehenden Eckbälle bringen nichts ein.

Nach etwa 20 Minuten, nach dem ersten St. Michaeler Angriff (Bracher versetzt Pachner und trifft von der Seite kommend das Außennetz), wird das Spiel offener. Die Donawitzer kommen kurz danach zum schönsten, vorgetragenen Angriff (der starke Heinemann spielt zu Pagger, dessen Flanke auf der anderen Seite Waldhuber erläuft – die Hereingabe kommt gut, Heinemann kommt zum Schuss, trifft dabei den Ball aber nicht richtig), aber nun ist auch St. Michael präsent. Die beste Chance vor der Halbzeit vergibt Tschabuschnig. Er übernimmt eine Flanke von Troger, scheitert dabei mit seinem Schuss nur knapp links neben der Stange, Tormann Petrovcic wäre wohl chancenlos gewesen. Nun kann sich St. Michael einige Eckbälle und Freistöße in Strafraumnähe herausarbeiten, Petrovcic muss einmal per Faustabwehr klären, die Abwehr ist nun gefordert, kann aber Schüsse großteils verhindern. Gefährlich ist es einmal, als Pachner zögert und dadurch Bracher in den Strafraum dringt, Petrovcic wirft sich entgegen kann die Situation ohne Foul (obwohl die Zuseher reklamieren) klären.

Die Donawitzer kommen unmittelbar vor Ende der ersten Spielhälfte wieder verstärkt zu Angriffen. Ein guter Einwurf von Heinemann lässt Pagger in den Strafraum starten – er legt sich dabei leider den Ball zu weit vor, einige andere Konter enden mit Eckbällen. Schließlich wird Pagger gelegt und es gibt noch einmal Freistoß von der linken Seite. Hubmann bringt den Ball zur Mitte, dort löst sich Damis und scheitert per Kopf an der Querlatte, beim Abpraller reagieren die in der Nähe befindlichen Spieler nicht schnell genug – es geht mit einem 0:0 in die Halbzeit.

Gibts doch nicht: Schon wieder die Latte (Mateo Damis versteht die Welt nicht mehr)!

Zur Pause wechselt Trainer Jantschgi gleich zwei Spieler aus. Robert Pachner wird durch Mark Schranz ersetzt und für Matthias Pagger kommt Brajan Grgic. Zur ersten Halbchance kommt St. Michael über Rabko, dem es gelingt, rechts in den Strafraum zu kommen. Sein Schuss, oder seine Flanke Richtung Bracher, landet neben dem Tor. St. Michael bleibt am Drücker: Ein Schuss von Rabko wird geblockt und kurz darauf spiel Rabko auf Troger ab, dessen Schuss knapp rechts am Tor vorbei geht. Auf der anderen Seite versucht Petkov das Spiel zu machen, wird dabei oftmals mit einem Foul zur Strecke gebracht. Ein Hubmann-Freistoß in den Strafraum ist nur knapp zu hoch für den freien Kosche, auch Petkov kommt nicht ran. Das Spiel wogt hin und her, beide Teams wollen das Tor, doch beide Defensivabteilungen stehen dem entgegen. Bis zur 60. Minute. Nach Ballverlust in der Vorwärtsbewegung geht es schnell. Den hohen Ball Richtung Tschabuschnig kann Kosche als letzter Mann nicht klären, mit einer Drehung löst sich Tschabuschnig, dabei zieht Kosche die Notbremse und sieht dafür ansatzlos die Rote Karte. Jantschgi nimmt daraufhin als taktische Maßnahme den zur Pause gekommenen Grgic für den Innenverteidiger Rinner nach einer Viertelstunde wieder vom Feld.

Und es kommt noch dicker. Rabko tritt den Freistoß und trifft über die Mauer und neben Petrovcic´Hände zum 1:0. Schöner Treffer, Riesenjubel beim Aufsteiger und ungläubige Gesichter bei den Donawitzern. Der DSV Leoben ist nun gehörig unter Druck und echt gefordert. Mit einem Mann weniger muss man nun mehr riskieren, ein gefährliches Spiel, das nach hinten losgehen kann, aber eben eine notwendige Maßnahme. St. Michael nützt die Räume zu zahlreichen Kontern, die aber vorerst zu fehlerhaft vorgetragen werden: Ein Troger-Pass zu Bracher fällt zu weit aus (Petrovcic ist schneller aus dem Tor). Auf der anderen Seite fällt der nächste „Aluminiumtreffer“. Nach einem Hubmann-Freistoß in den Strafraum verlängert Damis per Kopf zu Petkov. Der richtet sich kurz den Ball zurecht und zieht mit seinem linken Fuß ab. Zu exakt, er trifft nur die rechte Stange, auch den Abpraller kann wieder niemand verwerten!

Anfang vom Ende: Mario Kosche sieht Rot!

Während die Donawitzer weiter nach vorne drängen, kommt St. Michael zu guten Möglichkeiten. Nach einem Eckball scheitert der eingewechselte Hölzl knapp per Kopf, die größte Möglichkeit, den Sack vorzeitig zuzumachen, vergeben aber Troger und Tschabuschnig. Troger zieht im Strafraum alleine vor Petrovcic ab, der Tormann kann irgendwie zur Seite abwehren, den Abpraller verzieht Tschabuschnig, der an Schranz und Damis, die sich dem Schuss entgegenwerfen, scheitert. Solange es nur 1:0 steht, ist noch etwas möglich. So agieren auch die Donawitzer: Hopp oder Topp, Alles oder Nichts. Nach einem Hubmann-Freistoß scheitert Tomic mit seinem Kopfball (knapp links am langen Eck vorbei) und schließlich folgt noch der dritte Lattenschuss. Diesmal kann sich Petkov lösen, er sieht dass sich Tormann Seidl aus dem Tor bewegt und versucht den Heber. Der scheint diesmal perfekt, doch nixda, wieder landet der Ball nicht im Tor, sondern die entscheidenden Zentimeter drüber auf der Umrandung. Das ist einfach nur Pech!

Irgendwie scheint es einfach nicht klappen zu wollen, irgendwie ist danach auch etwas die Luft draußen. St. Michael hat noch zwei Konter zu bieten, die aber entschärft werden können oder als Schuss (Rabko) neben dem Tor landen, ehe es in die Nachspielzeit geht. Alle was geht, ist nun auf Donawitzer Seite vorne, es wird versucht irgendwie zu Standardsituationen zu kommen.  Das gelingt zwar bedingt, es schaut aber leider dabei nichts mehr raus. Die letzten Offensivaktionen der Donawitzer verpuffen – Petkov ist knapp im Abseits, Kopfbälle von Damis und Tomic bringen nichts. St. Michael macht es besser. Mit der letzten Aktion des Spieles schliesst Bracher einen Konter von Tschabuschnig mit einem Treffer ins kurze Kreuzeck ab, das 2:0 bedeutet den Endstand in dem Derby. Die Enttäuschung ist natürlich riesengroß, man hat sich doch etwas ausgerechnet am St. Michaeler Sportplatz. Es hilft aber nichts, da muss man nun durch. Erklärungen suchen, Lösungen finden und es eben beim nächsten Mal besser machen. Vielleicht hört dann auch das Stangenpech einmal wieder auf…

Aus, vorbei – St. Michael siegt mit 2:0!

Links: StFV, St. Michael, Ligaportal

Der DSV Leoben spielte mit: Petrovcic, Kosche (60., Rot), Pagger (46. Grgic (61. Rinner, G)), Hubmann, Tomic, heinemann, Pachner (46. Schranz, G), Hofer, Waldhuber, Damis (G), Petkov. Ersatz: Peckovic, Niederl.

2 comments on “Drei Mal Stange, aber keine Tore: Der DSV Leoben verliert in St. Michael!

  1. stimme dem vollkommen zu. Sportliche Leitung, Trainer und Vorstand sollten erkennen, dass so keine Meisterschaft zu gewinnen ist. Die Spieler sind komplett unfit und unmotiviert. Das ist Niveau der Unterliga, wenn überhaupt.
    Schön langsam sollten die Obrigen kapieren, dass der Glanz des DSV vergangen ist, und der DSV nun gegen St. Michael, Bruck, und bald auch Hinterberg verlieren wird…

    Auf den Punkt gebracht: tut was.

  2. 2 Spiele 0 Tore ! So wird’s leider weitergehen. Keine schnellen Stürmer-keine Tore.
    Tomic braucht nichts zu tun ( ausser gelangweilt dahinzutraben) da er ja keinen Konkurrenten hat. Dies ist ein grosser FEHLER der sportlichen Führung. Ich befürchte dass wir wieder gegen Abstieg spielen werden. Und alle Jahre wieder nach der Herbstsaison 10-14 Punkte hinten sind. Und die Vereinsleitung wundert sich jedesmal dass nicht mehr Zuschauer kommen. Es ist einfach der Wurm drinnen bei fast ALLEN.

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