Punkt zum Auftakt: Der DSV Leoben und Bruck trennen sich torlos!

Landesliga, 1. Runde, FR, 10.08.18, Stadion Donawitz, 350. DSV Leoben : SC Bruck/Mur 0:0. Schiedsrichterteam: Guido Müller, Daniel Kreiner, Martin Grain.

Der DSV Leoben beginnt die neue Meisterschaft mit einem leistungsgerechten Unentschieden gegen den SC Bruck. Bei strömendem Regen und schwierigen Platzverhältnissen entwickelte sich ein rassiges Derby mit vielen Zweikämpfen, aber auch Torszenen auf beiden Seiten. Für den DSV Leoben vergibt Mateo Damis eine Kopfballmöglichkeit denkbar knapp, von der Stange springt der Ball zurück aufs Spielfeld. Mit mehreren, guten Vorstößen und Hereingaben sorgt Matthias Pagger stets für Gefahr, doch mit vereinten Kräften kann sich Bruck in der Defensive schadlos halten. Gefährlich wird es vor der Pause auf der anderen Seite nur einmal, als der stark spielende Robert Pachner im Strafraum mit Klicnik zusammenstösst, der Elfmeterpfiff aber ausblieb. Nach dem Seitenwechsel erhöhen die Donawitzer das Tempo, doch der Ball will nicht ins Tor. Weder bei einem Waldhuber-Schuss, einem Damis-Kopfball, nach Pagger-Flanke, noch bei einem Versuch von Petkov. Auch Bruck hatte nun gute Möglichkeiten, so scheitert Klicnik mit einem guten Kopfball und Riegel mit einem Schuss an Petrovcic. Die 350 Zuseher sahen dann doch noch einen Treffer, der aber zum Leidwesen der Donawitzer nicht gewertet wurde. Ein weiter Ball in den Strafraum landet bei Martin Petkov, der in seinem 200. Spiel das vermeintliche Goldtor erzielte. Da aber der Assistent die Fahne hob (angeblich wurde der Ball von Tomic auf den dann im Abseits stehenden Petkov weitergeleitet), zählte der Treffer nicht. Eine äußerst knappe, umstrittene Entscheidung, die aber so gefällt wurde. In der Schlußphase konnte Bruck noch einen Gang zulegen und hatte noch Möglichkeiten ihrerseits dieses Derby zu entscheiden. Da aber niemandem der Lucky-Punch gelang, blieb es bei dem durchaus verdienten 0:0-Unentschieden!

Das war Pech: Mateo Damis scheitert per Kopf an der Stange!

Der Starkregen, der etwa eine Stunde vor Spielbeginn einsetzte, hinterließ am Spielfeld naturgemäß seine Spuren. Flache Pässe wurden zur Gefahr, weil der Ball auf gewissen Stellen des Platzes in den Pfützen steckenblieb, beiden Teams wurde von Beginn weg höchste Konzentration abverlangt. Die Donawitzer, die in neuen Dressen spielten, erwischten den besseren Start, vor allem wenn Matthias Pagger nach vorne ziehen konnte, sah das ganz ordentlich aus. Der letzte Haken oder der finale Pass wollte zwar vorerst noch nicht gelingen, das änderte sich aber in der elften Minute. Nach einem Freistoß von Pagger, diesmal von der rechten Seite, in den Strafraum, steigt der Innenverteidiger Mateo Damis zum Kopfball und trifft bei seinem Versuch die Außenstange. Schade, in dieser Situation wäre der Brucker Schlussmann Gröblinger chancenlos gewesen. Kurz darauf gibt der Schiedsrichter an etwa der gleichen Stelle, nach einem Handspiel von Julian Ertl, wieder Freistoß für den DSV. Wieder tritt Pagger an, wieder herrscht Hochbetrieb im Brucker Fünferraum. Der Ball irrt einige Sekunden unkontrolliert hin und her, ohne dass ein Donawitzer davon profitieren kann, und wird dann schließlich von einem Brucker weggedroschen.

Es sind genau diese Flanken, mit denen die Donawitzer für Gefahr sorgen. Ob Eckball oder Freistoß, immer wieder ist es Pagger, der die Brucker Abwehr, die sich aber mit Fortdauer des Spieles besser darauf einstellt, prüfen kann. Nach etwa 20 Minuten kann sich Lukas Tomic auf der linken Seite durchsetzen, seinen Schuss aus spitzem Winkel kann Gröblinger parieren. Danach kommt Bruck etwas besser auf, kann sich mit schnellem Direktspiel leichter über das Mittelfeld nach vorne absetzen – die Donawitzer Defensive ist nun gefordert. Unter Druck agiert unsere Abwehr rund um die Innenverteidiger Damis und Kosche sehr robust: Die Brucker können in letzter Konsequenz aus dem Spiel heraus vom Strafraum fern gehalten werden, es entstehen nur Fernschüsse (Klicnik). Auch bei hohen Bällen in den Strafraum muss Petrovcic bei seinem DSV-Comeback, abgesehen von einer Faustabwehr vor Wohlmuth, kaum ernsthaft eingreifen, seine Vorderleute (Hofer, Damis) erledigen das kompromisslos.

Gelungener Auftritt: Robert Pachner mit starker Leistung!

Da nun Bruck etwas offensiver agiert, entstehen auf der anderen Seite, zwar selten, aber doch, Räume, die dann aber nicht ausreichend genützt werden. Einmal scheitert Pagger (Schuss am Sechzehner geblockt), ein anderes Mal erkämpft sich Pachner, mit starkem Einsatz den Ball, zieht nach vorne – mit dem Zuspiel kann Tomic dann aber nicht abschließen. Vor der Pause sehen die Zuseher noch eine zu ungenaue Flanke auf Petkov, der in aussichtsreicher Position mit dem Ball nichts anfangen kann, einen Waldhuber-Schuss und eine aufgrund des tiefen Bodens verstolperten Pagger-Aktion an der Toroutlinie. Richtig haarig ist es aber im anderen Strafraum. Pachner rutscht zum Ball, erreicht ihn aber nicht, Klicnik fliegt über den Verteidiger und reklamiert Elfmeter, der aber vom Schiedsrichter nicht gegeben wird. Fifty-fifty-Situation – von zehn Schiris würden bei dieser Aktion wohl die Hälfte auf Elfer entscheiden, so gesehen Glück für den DSV – das Spiel geht somit torlos in die Pause!

Die Donawitzer wollen erstmals seit sieben (!) Jahren ihr Auftaktspiel gewinnen, genau so motiviert kommen unsere Jungs aufs Spielfeld zurück. Mit einer schönen Aktion, ausgehend von Heinemann über Pagger, beginnt die zweite Halbzeit. Pagger bringt die Flanke zur Mitte, die an der zweiten Stange Waldhuber als Abnehmer findet, der aber aus doch spitzem Winkel am Tormann scheitert. Auf der anderen Seite ist es Klicnik für Bruck, der eine Flanke von links in den Rückraum goldrichtig erreicht – per Kopf setzt er den Ball knapp neben das Tor. Die Donawitzer bleiben aber im Angriffsmodus. Kapitän Petkov verlädt, nach Pagger-Zuspiel, am Strafraum zwei Gegenspieler, sein Schuss geht aber dann doch etwas über das Tor. Dann folgt die Riesenchance, um in Führung zu gehen: Pagger flankt von links, Damis löst sich genau zum richtigen Zeitpunkt, kann unmittelbar vor dem Tormann seinen Kopfball anbringen – trifft dabei aber aus kürzester Distanz nicht ins Tor! Kurz darauf zieht abermals Kapitän Petkov ab, flach und gar nicht sonderlich platziert – dennoch auf diesem Boden immer eine gute Idee – kann Gröblinger den Ball erst beim zweiten Versuch fest halten.

Bruck kann sich, ähnlich wie vor dem Seitenwechsel, nach einer guten Donawitzer Phase, wieder erfangen und hat nun wieder mehr vom Spiel. Petrovcic muss nun mehrmals eingreifen (Faustabwehr, den Nachschuss fängt er ganz sicher, danach bewehrt er sich zwei Mal mit gutem Herauslaufen), die Abwehr hat nun wieder mehr zu tun. Dennoch, die Donawitzer können sich immer wieder befreien und Nadelstiche setzen. Ein Petkov-Vorstoß wird mit einem Foul an der Strafraumgrenze beendet (Pagger-Freistoß drüber) und nach 72 Minuten ist der Ball tatsächlich im Brucker Tor. Nach einer weiten Flanke zur Mitte löst sich Martin Petkov (scheinbar) perfekt und versenkt den Ball unhaltbar in die Maschen. Doch der Treffer zählt nicht. Der Assistent hat gesehen, wie Tomic den hohen Ball per Kopf noch verlängert und somit hebt er seine Fahne. Nur, hat Tomic den Ball wirklich berührt? So genau kann man das nicht sagen, die Meinungen darüber gehen naturgemäß konträr auseinander, das hilft aber nichts, der Treffer zählt wegen der Abseitsentscheidung nicht.

Zu früh gefreut: Martin Petkovs Tor zählte leider nicht!

Die Schlussphase gehört dem SC Bruck. Der DSV kann sich bei Petrovcic und Riegel bedanken, dass es schließlich beim 0:0 bleibt. Zuerst kann Petrovcic einen Schuss von Riegel in den Corner ablenken, kurz darauf legt sich der Brucker den Ball etwas zu weit vor, Petrovcic ist rechtzeitig draußen und wirft sich erfolgreich dem Ball entgegen. Zwei dicke Chancen, die beinahe den Punkt gekostet hätten – in Summe bleibt es beim gerechten Unentschieden. Zwei enge Schiedsrichterentscheidungen (nicht gegebener Elfer für Bruck, Abseitsentscheidung beim Petkov-Treffer), die aber gerecht verteilt waren und somit keine Mannschaft bevorzugten, dazu gute Kopfbälle auf beiden Seiten: Das 0:0 geht in Ordnung. Der DSV Leoben hat somit im ersten Spiel angeschrieben, wartet aber weiterhin seit dem Jahr 2011 (2:0 gegen Vöcklamarkt) auf einen Auftaktsieg. Nächste Woche ist der DSV Leoben zwei Mal im Einsatz: Am Mittwoch im Steirercup in Mautern, am Freitag geht es zum nächsten Derby: In St. Michael wartet ab 18:00 Uhr der starke Aufsteiger…

Links: StFV, Bruck, Ligaportal

Der DSV Leoben spielte mit: Petrovcic, Kosche, Pagger (G, 85. Schranz), Hubmann, Tomic, Heinemann, Pachner, Hofer (70. Prutsch), Waldhuber (62. Grgic), Damis, Petkov. Ersatz: Peckovic, Rinner.

Letzlich gab es eine gerechte Punkteteilung: Die Trainer Jantschgi und Zrim beim Shake-Hands!

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