GEBIETSLIGA: Mit Debakel in die Sommerpause!

GEBIETSLIGA MÜRZ, 22. & letzte Runde, SA 09.06.18, 17:00, Sportplatz Hönigsberg, 100. Phönix Mürzzuschlag : DSV Juniors 7:1 (4:1). Torfolge: 1:0 Schmidhofer (2.), 2:0 Loshaj (14.), 3:0 Sallahi (38.), 3:1 Haider (42.), 4:1 Loshaj (45.), 5:1 Meierhofer (81.), 6:1 Sallahi (86.), 7:1 Haagen (90.). Schiedsrichter: Franz Gmeiner.

Die Saison in der Gebietsliga ist zu Ende, am letzten Spieltag in Hönigsberg hat sich keiner der DSV Juniors verletzt, die Sommerpause kann beginnen! Soweit die gute Nachricht. Zum Spiel gegen Phönix Mürzzuschlag sollte man in Anbetracht der davor in dieser Saison erbrachten, guten Leistungen nicht all zu hart ins Gericht gehen. Eine Kombination aus fehlenden Leistungsträgern, bei vielen (nicht allen!) ein offensichtlich nicht mehr ans Limit gehen wollendes Auftreten und einem Gegner, der die Punkte brauchte. Dazu noch ein Schiedsrichter, der sich bei allem Respekt, wirklich ernsthaft fragen sollte, ob er  sich das noch antun soll – es geht hier immerhin um Meisterschaftspunkte in der Gebietsliga und nicht um ein Kinderspiel. Phönix Mürzzuschlag nützt die Gunst der Stunde, erzielt gleich einmal – trotz Handspieles und einer Abseitsposition, wo man von mehreren Metern sprechen kann (!) ein schnelles Tor. Dass danach die Juniors überhaupt nicht ins Spiel finden, die einfachsten Sachen in die Hose gehen und kein kollektiver Wille da ist, in diesem Spiel etwas zu erreichen, ist natürlich nicht die Schuld des Schiedsrichters. Es entsteht ein Mürzzuschlager Bestschießen, das mit mehr Nachdruck noch deutlicher hätte ausfallen können. Den DSV-Juniors Ehrentreffer erzielt Pascal Haider beim Stand von 0:3 per Kopf – eine der sehr spärlichen, schönen Aktionen. Nach dem 1:7 ist vorerst einmal Sommerpause, man darf gespannt sein, wie sich die DSV Juniors Mannschaft im Herbst personell präsentieren wird, viele, die heuer den dritten Tabellenplatz erreicht haben, wollen es bei anderen Vereinen versuchen!

Einer der wenigen mit Normalform: Luca Makotschnig!

Die Liste der im letzten Spiel fehlenden Spieler ist lang, einfach zu lange für ein erfolgsversprechendes Auftreten im letzten Meisterschaftsspiel. Markus Ebner, Robert Pachner, Patrik Kutlesa, Jan Makotschnig, Jakob Moritz, Heiko Machacek – dann noch Kevin Briza – das alles sind Leistungsträger dieser bis dahin sehr erfolgreichen Mannschaft, das hätte nur funktionieren können, wenn die verbleibenden Spieler einen ganz besonderen Tag erwischt hätten. Den hatten sie auch, aber im negativen Sinn.

Die erste Aktion von Mürzzuschlag kann noch abgewehrt werden – Weiss streckt sich bei einem Schuss von Sallahi erfolgreich – der nächste Schuss landet aber bereits im Tor: Ein zugegeben kurioses Tor. Zuerst sieht der Schiedsrichter ein klares Handspiel nicht, der Ball wird zum im Abseits befindlichen Schmidhofer gespielt, der völlig frei zum 1:0 einschießt. Das alles sieht der Schiedsrichter nicht, das Reklamieren darüber bemerkt Gmeiner zumindest, somit gibt es Gelb für Sencar. Was danach folgt ist ein halbherziges, absolut ungewohnt fehleranfälliges Juniors-Spiel, das mit Fußball nur am Rande zu tun hat. Es ist aber nicht nur das Spiel nach vorne, das so überhaupt nicht in die Gänge kommt, auch das Stellungsspiel und das Zweikampfverhalten ist sehr mangelhaft – eine Mischung, die sich gegen geradlinig nach vorne spielende Mürzzuschlager einfach nicht ausgehen kann.

Das nächste Tor folgt bereits nach 14 Minuten. Diesmal ist es Loshaj, der durch die Donawitzer Abwehr tanzt, sich den Ball zurecht legt und abziehl. An Weiss, der einem an diesem Nachmittag leidtun kann,  vorbei erhöht er völlig verdient zum 2:0. Während die Juniors-Aktionen (eine gute Makotschnig-Flanke, ein Beinahe-Zuspiel auf Haider und ein Schuss von Haider) allesamt eher harmlos sind, bleibt Mürzzuschlag einfach giftiger. Kein Wunder, muss man sich doch mit einem Sieg im Abstiegskampf Mariazell vom Leib halten, genauso tritt die Mannschaft auf.  Nach 38 Minuten ist das Spiel dann eigentlich entschieden – wieder kann ein Roter, diesmal ist es Sallahi, nicht gestoppt oder zumindest abgedrängt werden – sein Schuss passt somit steht es 3:0. Zwei Chancen später – zuerst verzieht Willgruber knapp (bester Juniors-Schuss des Spieles), auf der anderen Seite hat Weiss, der einen Ball auslässt, Glück, da Dünsthuber aus kurzer Distanz zweimal den Ball im Tor nicht unter bringt – kommen die DSV Juniors zum Ehrentreffer. Nach einem Sencar-Eckball löst sich Haider schön, sein Kopfball landet zum 1:3 im Mürzzuschlager Kasten. Start zur Aufholjagd? Fehlanzeige, denn nur kurz darauf, mit der letzten Aktion vor der Pause, setzt Sallahi seinen Mitspieler Loshaj ein, der alleine vor Weiss auf 4:1 stellt.

Sieben Gegentore, doch an ihm lag es nicht: Marcel Weiss im Juniors-Tor!

Trainer Kogler bringt nach dem Seitenwechsel erstmals Elias Drabli ins Spiel, der so wie später Alexander Möstl zu seinem Gebietsliga-Debut kommt. Das Spiel wird in der zweiten Hälfte ruppiger – versteckte und klar ersichtliche Fouls, Provokationen und unnötige Gehässigkeiten, dazu ein Schiedsrichter, der sich kaum einmal in Ballnähe befindet – lassen ein gutes Spiel einfach nicht zu. Man muss nun befürchten, dass nach jedem Zweikampf das Spiel völlig eskaliert, das passiert dann zum Glück doch nicht. Die Juniors werden nur dann gefährlich, wenn Luca Makotschnig irgendwie beteiligt ist. Seine Flanke in den Strafraum erreicht Haider knapp nicht (wird kurz darauf an der Nase getroffen), den Nachschuss bringt Djak im Tor nicht unter. Ein Schuss von Horvat landet am Tennisplatz, ein Haider-Versuch von der Seite – Schuss, Stanglpass? – landet beim Tormann. Nachdem auch Djak aus kurzer Distanz übers Tor haut, haben die Juniors endgültig das Pulver verschossen, in der Schlussphase geht es munter ins Debakel.

Ein Schuss von Meierhofer landet zum 5:1 im langen Eck, ein Zuspiel auf den völlig freien Sallahi endet (Weiss nur mit den Fingerspitzen dran) mit dem 6:1. Das 7:1 kurz vor Spielende ist wohl das spektakulärste Tor des Spieles. Sallahi knallt von der linken Seite den Ball wuchtig an die Querlatte, den Abpraller verwertet Sebastin Haagen zum 7:1. Die drei letzten Tore fielen alle innerhalb der letzen zehn Minuten, der Schiedsrichter beendete nach vier immens wichtigen Nachspielminuten dieses  Trauerspiel (aus Juniors Sicht). Wie erwähnt, man darf die gute Saison nicht an diesem einen Spiel aufhängen, trotz des Debakels am Schluss, muss man der jungen Mannschaft zum dritten Platz gratulieren! Jetzt geht es in die verdiente Sommerpause, in der sich weisen wird, in wie weit diese Mannschaft auseinanderfällt: Es scheint so, dass sich bereits mehrere Spieler neue Vereine gesucht haben, man wird sehen, wie es mit dieser Mannschaft weiter gehen wird!

Aus, vorbei – die Juniors beenden die Saison mit einem Debakel!

Die DSV Juniors spielten mit: Weiss, Djak, Haider (G,T), Schweighart (46. Drabli), Sencar (G), Mock (81. Möstl), Willgruber, Hoffellner, Makotschnig L., Horvat, Kutlesa K. (G, 68. Asil).

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