GEBIETSLIGA: Gußwerk verzweifelt an Juniors-Goalie Marcel Weiss!

Gebietsliga Mürz, 20. Runde, SA 26.05.18, 15:30. Sportplatz Gußwerk, 100. SC Gußwerk : DSV Juniors 0:2 (0:0). Torfolge: 0:1 Makotschnig Jan (57.), 0:2 Makotschnig Luca (85.). Schiedsrichter: Glössl.

Das 2:0 (0:0) in Gußwerk fällt unter die Kategorie Arbeitssieg. Obwohl bei weitem nicht alles funktionierte, was man sich vorgenommen hatte, setzte sich die Mannschaft von Jürgen Kogler in einer intensiv geführten Partie, aufgrund der besseren Chancenauswertung, durch. Dass die DSV Juniors ohne Gegentreffer nach Hause fahren konnten, verdankten sie dem Tormann Marcel Weiss, der einfach nicht zu bezwingen war. In seinem dritten Spiel für die Juniors bewahrte er mehrfach seine Mannschaft vor Gegentreffern, Gußwerk verzweifelte letztlich an dem 15-jährigen Riesentalent. Nach einer ersten Spielhälfte ohne all zu vieler Höhepunkte, sorgte der Goalgetter vom Dienst in den Reihen der Donawitzer, Jan Makotschnig, mit einem schönen Kopfballtreffer für die Führung in dem engen Spiel. Gußwerk drängte auf den Ausgleich, scheiterte aber mehrmals – schließlich machte Luca Makotschnig mit einem Lupfer über den Tormann zum 0:2 alles klar, die DSV Juniors kämpften sich zum siebten Frühjahrssieg im neunten Spiel! Obwohl es in dieser Saison wohl nicht für den Aufstieg reichen wird, darf man der schon etwas müde wirkenden Mannschaft zu einer tollen Saison gratulieren!

Ganz starke Leistung: Marcel Weiss!

Trainer Jürgen Kogler nahm im Vergleich zu den letzten Spielen einige Umstellungen vor, so nahmen Patrik Kutlesa und Jakob Moritz vorerst auf der Ersatzbank Platz, an ihrer Stelle durften Pascal Haider und Philip Schweighart von Beginn an spielen. Nach einem ersten Schuss von Jan Makotschnig (Distanzschuss, rechts vorbei) und einer frühen Gelben Karte für Schweighart, versucht es für Gußwerk Lipka mit einem Schuss (nach kurz abgespieltem Freistoß), doch auch der Ball trifft das Ziel nicht. Das Spiel (auf beiden Seiten) ist geprägt von vielen Leerläufen und Abspielfehlern: Es gelingt kaum ein geordnetes Spiel über mehrere Stationen aufzubauen, zumeist enden Angriffe weit vor dem Strafraum, das höchste der Gefühle sind Eckbälle, die aber allesamt nichts einbringen – irgendwie ist der Wurm drinnen.

Dann gelingt es Gußwerk doch einmal durch zu kommen – nach einem Doppelpass mit Kalteis gelangt Brieler zum Schuss – der Ball streift knapp rechts am Tor vorbei. Auf der anderen Seite jubelt Luca Makotschnig (leider vergeblich) über seinen Führungstreffer: Nach einer Flanke von Schweighart kann Haider den Ball, den er erst neben der zweiten Stange erreicht, zurück zu Luca Makotschnig bringen (er trifft aus kurzer Distanz ins Tor). Nach lautstarken Gußwerker Protesten entscheidet der  Schiedsrichter, dass der Haider-Kopfball bereits hinter der Linie war und gibt einen Abstoß. Kann stimmen, aber von der Schiedsrichterposition aus, sicherlich nicht eindeutig erkennbar, dazu die lange Zeit für seine Entscheidung – souverän geht anders.

Nach einem gut angetragenen, gar nicht scharfen Schuss, von Prumetz, der am langen Eck vorbeistreift, kommen die Juniors zu einigen (nicht sonderlich gefährlichen, aber passablen) Tormöglichkeiten: Zuerst scheitert Haider mit einem Kopfball nach Machacek-Flanke, danach wird ein Schuss ebenfalls von Haider (Makotschnig-Ablage) im Ansatz geblockt, kurz darauf  knallt Machacek nach einem Getümmel vor dem gegnerischen Tor den Ball drüber und schließlich kommt Horvat am Fünfer knapp nicht zum Abschluss. Der beste Juniors-Schuss vor der Pause stammt  von Kevin Kutlesa, er zieht aus der Distanz einfach ab, Tormann Sumny kann kurz abwehren – Haider kommt knapp nicht ran zum Abstauben.

Auf der anderen Seite kann sich Weiss zuerst bei einem Schuss von Nincz (kein Problem, Tormanneck) und dann aber richtig, bei einem Vorstoß von Schmidberger auszeichnen. Bei diesem Vorstoß von der rechten Seite kommend, agiert Weiss seelenruhig, wartet lange und reagiert richtig – Fuß, Körper, Hand – alle Körperteile braucht Weiss zur Abwehr, im Nachfassen kann er den Ball schließlich unter sich begraben. Das gleiche gelingt ihm kurz darauf in der anderen Ecke seines Strafraumes. Dort taucht Nincz mit dem Ball auf, Weiss kommt raus, wartet und wirft sich im richtigen Moment und zieht den Ball wie ein Staubsauger an sich.

Schönes Tor in der Schlussphase erzielt: Luca Makotschnig!

In der zweiten Spielhälfte ist es vorerst ähnlich zäh, wieder dauert es lange, bis Torchancen entstehen. Und mit der ersten nach der Pause (57.) gehen die DSV Juniors auch in Führung. Heiko Machacek nützt den Platz, den er plötzlich bekommt, zieht auf der linken Seite bis zum Sechzehner, schaut auf und schlägt die perfekte Flanke. Da der Tormann zum Glück auf der Linie klebt, kann Jan Makotschnig per Kopf zum 0:1 einnicken. Schöne Flanke, schöner Abschluss des Goalgetters (Treffer Nummer 17!) – aber so darf man nun einmal Makotschnig nicht vor dem Tor zum Ball kommen lassen, das wird dann bestraft!

Mit dem zweiten Wechsel, nach Moritz kommt auch Patrik Kutlesa ins Spiel, entsteht erstmals eine Phase der Donawitzer Dominanz. Robert Pachner kommt mit nach vorne, lässt sich im Strafraum etwas abdrängen, kommt aber doch zum Abschluss – die Mischung aus Schuss (knapp am langen Eck vorbei) und Stanglpass (knapp zu weit für Makotschnig) endet im Torout. Gußwerk leistet sich in dieser Phase einige Fehler, die aber von den Juniors nicht ausgenützt werden können – Jan Makotschnig, noch einmal Pachner, auch Sencar haben die Schussmöglichkeit, raus kommen tut dabei aber nichts.

Diese Phase, in der die Juniors dieses Spiel beherrschen, endet aber wieder. Plötzlich ist Gußwerk im Vorwärtsgang, die Juniors müssen (und können) nun mehrmals einen Gegentreffer verhindern. Lovecky versucht Weiss zu bezwingen, den flachen, scharfen Schuss wehrt er ab, der Nachschuss landet über dem Tor. Ein Schuss von Kalteis streift ebenfalls übers Tor, danach vergibt der Kapitän Prumetz aus aussichtsreicher Position. Als dann ein Eckball an Freund und Feind – über alle Köpfe hinweg – im Torout landet, ist jedem klar. So wird das nichts, die Juniors müssen wieder aktiv werden, irgendwann passiert das Gegentor. Dass es dazu aber nicht kommt, liegt kurz darauf an Marcel Weiss. Nach einem Querpass auf den nun völlig freien Prumetz, wirft sich Weiss irgendwie in den Schuss und kann ihn so abschwächen, dass er sich den Ball beim Nachdrehen gerade noch vor der Linie greifen kann. Unglaublich, Gußwerk verzweifelt am Tormann. Weiss pariert noch eine Flanke von rechts (Lipka) vor Kalteis, ehe sich die Juniors in der Schlussphase doch endlich wieder erfangen.

In der 85. Minute fällt das 0:2. Da Gußwerk alles nach vorne wirft, entstehen natürlich sehr großzügige Räume für Donawitzer Konter. Und einer dieser Konterversuche landet bei Luca Makotschnig, der von rechts kommend in den Strafraum eindringt. Die Situation ist nicht ganz leicht, doch Makotschnig macht das sensationell – er überhebt den baumlangen Tormann mit einem Lupfer zum 0:2. So schön hat er das gemacht, dass ihm sogar der gegnerische (!) Tormann zu dem Treffer gratuliert – das sieht man auch selten! Das Spiel ist jetzt entschieden, mit etwas mehr Nachdruck hätte Jan Makotschnig sogar noch einen drauf setzen können (alleine vor dem Tormann), aber wollen wir nicht unbescheiden sein. Das 2:0 ist ein richtig gutes Ergebnis, das hätte ganz leicht auch ganz anders ausgehen können. Gratulation vor allem an Marcel Weiss, der mit seinen Paraden und seiner Ruhe, zumindest einen, wenn nicht sogar drei Punkte gerettet hat!

Batterien leer nach dem Schlusspfiff!

Links: StFV, Gußwerk

Die DSV Juniors spielten mit: Weiss, Pachner (76. Willgruber), Haider (58. Kutlesa P.), Schweighart (G, 47. Moritz), Sencar, Machacek (G), Makotschnig J. (T), Makotschnig L. (T), Hoffellner, Horvat, Kutlesa K. Ersatz: Djak.

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