Wieder keine Auswärtspunkte – 1:2 (1:1) in Heiligenkreuz!

Landesliga. 23. Runde, SA 28.04., 18:00 Sportplatz Heiligenkreuz am Waasen, 120. TUS Heiligenkreuz : DSV Leoben 2:1 (1:1). Torfolge: 1:0 Mohsenzada (10.), 1:1 Pagger (11.), 2:1 Mohsenzada (47.). Schiedsrichterteam: Macher, Ofner, Duschek.

Es ist zum Verzweifeln. Auch in Heiligenkreuz gelingt es nicht, trotz guter Torchancen, etwas Zählbares mitzunehmen. Nach der fünften Auswärtsniederlage in Folge, bleibt der DSV Leoben am letzten Tabellenplatz – nun bleiben nur noch sieben Spiele, um da unten wieder weg zu kommen. Und wieder sind es die vergebenen Möglichkeiten, denen man nach dem Schlusspfiff nachtrauert. Ob Heinemann, Tomic oder Prutsch – alle hatten es am Fuß, doch keiner von ihnen konnte den Ball im gegnerischen Tor unterbringen! Die Donawitzer müssen zwar nach zehn Minuten durch Mohsenzada einen Gegentreffer hinnehmen, können aber postwendend durch den offensiv starken Pagger den Ausgleichtreffer erzielen. Das Spiel gestaltet sich danach offen, es gelingt keiner der beiden Mannschaften sich entscheidend durchzusetzen. Die größte Chance auf den Donawitzer Führungstreffer vergibt Tomic, der alleine vor dem Heiligenkreuzer Tormann Adilovic scheitert. In der zweiten Halbzeit ist es abermals Mohsenzada der bereits in der 47. Minute seine Mannschaft wieder in Führung schiesst: Vom Sechzehner aus knallt er den Ball ins Eck, Peckovic ist dabei chancenlos. Man kann den Donawitzern punkto Einsatz und Bereitschaft bis an die Grenzen zu gehen, keinen Vorwurf machen. Es wurde mit allen Mitteln gefightet, die Burschen sind bis zum Anschlag gegen die Niederlage angerannt. Wenn man aber die tollen Chancen (Prutsch von der Strafraumgrenze, Tomic von der rechten Seite – Pagger von links, Tomic vom Fünfer, usw.) nicht reinmacht, kann man einfach nichts mitnehmen. Heiligenkreuz hatte zwar deutlich weniger vom Spiel, auch kaum Torchancen, doch das interessiert nach dem Spiel im Donawitzer Lager niemand. Was zählt, ist, dass die Punkte in Heiligenkreuz blieben, dass der Gegner damit Alles richtig machte und der DSV Leoben, der es diesmal ohne einen einzigen Spielertausch probierte, wie schon so oft, ohne Punkte die Heimreise antreten musste!

Die mangelnde Auswertung – die wohl größte Baustelle!

Der DSV Leoben, der wieder einmal auf eine Reihe von Spielern verzichten musste (zu den drei Langzeitverletzten wurden auch Rinner und Waldhuber nicht fit, Hubmann gesperrt), brauchte ein wenig, um in das Spiel zu finden. Nach zwei Minuten zappelt der Ball bereits im Tor (Jury), zum Glück verhindert aber eine Abseitsposition den frühen Rückstand. Nach einem weiteren Angriff der Hausherren – diesmal kommt Jury ungedeckt am Fünfer, aber nicht gut angespielt, zum Kopfballversuch – gelingt es den Donawitzern selbst initiativ zu werden. Und da ist sie gleich einmal da, die Riesenchance in Führung zu gehen. Prutsch spielt links raus zu Pagger, dessen Flanke zur Mitte perfekt hinter die Abwehr zum hineilenden Heinemann findet. Volley zieht er aus etwa sieben Metern ab, jagt dabei den (zugegeben nicht einfach zu nehmenden) Ball leider übers Tor. Wir machen das Tor nicht, Heiligenkreuz auf der anderen Seite schon: Der Ball wird von der Abwehr kurz herausbefördert, der kommt aber sofort wieder zurück zu (Abseitsposition?) Jury, der sich wiederum gegen Damis und Kosche durchsetzt und auf Mohsenzada neben sich abspielen kann. Mit einer Täuschung verlädt er Schranz und schießt an dem, auf der Linie gebliebenen, Peckovic vorbei zum 1:0 ein. Ein Tor der Marke „Schön gemacht, doch viel zu einfach!“ bringt den Rückstand.

Der Rückstand ist aber umgehend aufgeholt. Nur eine Minute später dürfen die Donawitzer jubeln. Pass Prutsch, Doppelpass Pagger-Tomic-Pagger, Tor Pagger – so lautet die Kurzvariante. Bei der längeren Variante ist Kabashaj beteiligt, der zu Prutsch spielt. Der Ball läuft schnell zu Pagger, der gleich wieder in der Mitte Tomic findet. Der setzt sich mit einer Drehung nach vorne ab. Im richtigen Augenblick spielt er den Ball wieder links raus zu Pagger, der nun freie Bahn aufs Tor hat. Diese Bahn nutzt er perfekt, schließlich zieht er ab und über die Hand des Tormannes fleckt er zum 1:1 in den Kasten. Genauso sieht die Antwort aus, der wichtige Ausgleichtreffer ist prompt gelungen!

Die Donawitzer sind zurück im Spiel und werden lautstark von der Betreuerbank gelenkt. Trainer Kalander möchte nichts dem Zufall überlassen und greift sofort ein, wenn ein Spieler nicht das macht, was er soll, oder nicht dort steht, wo er sein muss. Das sieht in Summe recht vielversprechend aus, Heiligenkreuz kann vom Sechzehner größtenteils fern gehalten werden. Es entstehen in dieser Phase kaum Torchancen, eher sogenannte Halbchancen. Für den DSV versuchen es Heinemann (gute Position, Schuss misslingt aber), dazu scheitern zwei Lochpässe (auf Grgic und einmal auf Petkov) nur denkbar knapp. Für Heiligenkreuz ziehen Starchl und später Jury vom Elfer aus ab, beide Male steigt der Ball aber klar über das Tor. Bis in der 40. Minute der DSV Leoben seine zweite Großchance vor der Pause vergibt: Ein wunderschöner Lochpass von Heinemann, Lukic startet hineien und ist nun alleine zum Tormann unterwegs. Tomic entscheidet sich für die falsche Ecke, Adilovic kann den Ball zur Seite abwehren, ein Nachschuss von Pagger aus sehr spitzem Winkel, bringt statt einem Tor nur einen Eckball. Es weiß ja jeder – diese Chancen muss man einfach machen, so unendlich viele Möglichkeiten werden es in Heiligenkreuz nicht sein, die man bekommt!

Gutes Spiel, schönes Tor: Matthias Pagger!

In der zweiten Halbzeit bringt Trainer Tödtling gleich einmal zwei neue Spieler – und kann sich über eine schnelle 2:1-Führung seiner Mannschaft freuen. Einer der Neuen, Jevsenak spielt auf Mohsenzada, der etwas außerhalb des Strafraumes nicht genau genug gedeckt wird. Mohsenzada dreht sich und schießt beinahe ansatzlos ins rechte Eck – Damis oder Grgic können den Schuß nicht verhindern, Peckovic wirft sich umsonst Richtung Ball – es steht 2:1 für Heiligenkreuz! Und wieder ist sie da, die schnelle Ausgleichchance. Grgic spielt den Ball der Seite entlang zu Tomic. Der geht ein paar Schritte und bringt den Ball zur Mitte (Strafraumgrenze). Dort lauert Prutsch, der nun eine freie Schußbahn vorfindet – doch er trifft das Tor nicht, der Ball steigt hoch über den Kasten! Gleich darauf nützt Tomic einen Fehler in der Heiligenkreuzer Abwehr, erkämpft sich den Ball und zieht rechts im Strafraum ab – wieder ist die Schußbahn frei, der Ball steigt abermals übers Tor. Die vergebenen Chancen von Heinemann und Tomic vor der Pause und nun Prutsch sowie Tomic – solche Chancen hatte Heiligenkreuz im ganzen Spiel nicht, die fehlende Effizienz erklärt leider ganz gut den Rückstand!

Vierzig Minuten für das große Ziel, aus diesem Spiel etwas mitzunehmen, bleiben, da müsste doch noch etwas gehen (sollte man meinen). Heiligenkreuz gelingt es nun wieder etwas den Donawitzer Druck zu mindern und kommt über die Seiten in Strafraumnähe – abgesehen von Eckbällen, geblockten Schüssen und zwei guten Schüssen von Hofer, schaut dabei aber nichts raus. Die umgebaute Donawitzer Abwehr agiert großteils fehlerfrei und kopfballstark, scheint nur im Herausspielen manchmal zu lange zu brauchen. In der Mitte machen Prutsch, Kabashaj und Petkov vieles richtig – Bälle werden nur selten verschenkt, es sei denn es geht Richtung „letzter Pass“, der kommt dann nicht an. Vorne wird es dann erst in der Schlussphase wieder spannend. Und da ist dann eigentlich immer Pagger im Spiel. Wenn er auf seiner Seite aufzieht, bedeutet das Gefahr für Heiligenkreuz. Nach einem weiten Wechselpass überspielt er Ratschnig und zieht ab, mit Fußabwehr bringt Adilovic den Ball ins Torout. Beim nächsten Paggerauftritt bringt er den scheinbar perfekten Stanglpass zur Mitte, dort ist Tomic, der aber auch diese Chance nicht nützen kann und den Ball übers Tor schlägt! In der Nachspielzeit gibt es noch zwei Möglichkeiten: Zuerst ist es einmal Grgic, der auf Paggers Seite den Stanglpass zur Mitte bringt, dort kommt Petkov um den Hauch nicht ran und schließlich ergibt sich nach einem kurz herausgebrachten Ball für den aufgerückten Damis die Schussmöglichkeit – doch auch er haut den Ball übers Tor.

Am Ende ist aber der DSV wieder am Boden zerstört!

Das war es dann, der DSV Leoben ist am Boden, wieder einmal kann man es nicht glauben, was hier passiert ist. Man ist hier weniger am Gegner, als viel mehr an sich selbst gescheitert. Die nächste Chance das Tabellende zu verlassen, gibt es am kommenden Freitag – am 4.5., 19:00 Uhr kommt der SC Fürstenfeld nach Donawitz.

Links: StFV, Heiligenkreuz, Ligaportal

Der DSV Leoben spielte mit: Peckovic, Kabashaj, Pagger (T), Tomic, Heinemann, Grgic, Schranz, Kosche, Damis, Prutsch (G), Petkov. Ersatz: Ebner, Kutlesa K., Kutlesa P., Machacek, Makotschnig J.

5 comments on “Wieder keine Auswärtspunkte – 1:2 (1:1) in Heiligenkreuz!

  1. Leider spielt die ganze Mannschaft keinen guten Fussball.
    Sie kämpfen alle brav aber irgendwie steckt der Wurm drin.
    Der Giermair ist im Sturm leider nicht zu ersetzen. Da Tomic kämpft und rackert, hat aber Pech im Abschluss.
    Zu bedenken gibt es nur, das von den Juniors nicht wirklich ein guter Stürmer bzw Spieler dabei ist der uns jetzt helfen kann.
    Vielleicht gelingt uns doch noch die Trendwende.

  2. Und selbst diese würden wenigstens rennen -vielleicht sogar treffen. Man könnte es probieren-schlechter im Sturm kann es nicht werden !

  3. Wenn willst an seiner Stelle denn aufstellen? 0 Wechsel sagen eh schon alles, da gibts keinen andren mehr, außer etliche Gebietsliga Kicker

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