Der DSV Leoben nach 2:4 (1:1) gegen Pöllau Tabellen-Letzter!

Landesliga, 22. Runde, FR 20.04.18, 19:00 Uhr, Stadion Donawitz, 350. DSV Leoben : TSV Pöllau 2:4 (1:1). Torfolge: 0:1 Deibel (21.), 1:1 Petkov (36., Elfer), 1:2 Lepen (86.), 1:3 Leskovar (88., Elfer), 2:3 Tomic (89.), 2:4 Lepen (90.+). Schiedsrichterteam Cetin, Spörk, Brunner.

Nach dem Spiel gegen Pöllau war es soweit: Der DSV Leoben ist auf den letzten Tabellenplatz zurück gefallen und somit erster Anwärter auf einen Abstiegsplatz! Unfassbar, dass es soweit kommen konnte, aber überrascht über diesen Totalabsturz ist eigentlich auch niemand mehr. Eine Mischung aus Wollen und nicht Können, gepaart mit vielen Leerläufen und zum Schluss – im Gegensatz zum Gegner – der fehlende Glaube und/oder die fehlende Kraft, dieses Spiel positiv zu beenden. In Summe neuerlich ein pauschales „Nicht Genügend“ für diesen Auftritt, der Sieg von Pöllau geht absolut in Ordnung! Nach einem Kopfballtor von Matthias Deibel, hält nur Admir Peckovic im Donawitzer Tor seine Mannschaft im Spiel: Er pariert einen Elfer von Bauernhofer, sonst wäre man wohl schon viel früher auf die Verliererstraße abgebogen. Auf der anderen Seite macht es Martin Petkov besser, nach Foul an ihm im Strafraum verwertet er seinen Elfer zum 1:1-Pausenstand. Nach dem Seitenwechsel gibt es diesen einen kurzen Moment, in dem dieses Spiel auch einen anderen Verlauf hätte nehmen können: Lukas Tomic setzt ein Zuspiel von Kabashaj an die linke Stange, anstatt ins Tor. In der Schlussphase erhöht Pöllau den Druck, dem die Donawitzer letztlich nicht standhalten können. Das 1:2 fällt in der 86. Minute (Schuss von Lepen), nur etwa eine Minute später kommt es noch schlimmer: Völlig unbedrängt rutscht Pagger im Strafraum aus und nimmt dabei den Ball mit der Hand mit, der Schiri zeigt zum insgesamt dritten Mal an dem Abend auf den Elferpunkt. Diesmal trifft Pöllau (Leskovar über die Innenstange), das Spiel ist nun scheinbar entschieden. Einen kurzen Hoffnungsschimmer erleben die etwa 350 Besucher noch: Tomic schiesst unmittelbar nach dem Anstoß mit der Ferse den Anschlusstreffer zum 2:3. Da dieses Spiel aber kein Märchen ist, gibt es auch kein Happy End – im Gegenteil, den letzten Konter schließen die Gäste erfolgreich zum 2:4-Endstand ab. Der DSV Leoben ist nach diesem Abend am Boden, zwei Mal hintereinander gegen unmittelbare Konkurrenten im Abstiegskampf zu verlieren, muss erst einmal verdaut werden…

Bravo Adnan Peckovic (hier beim gehaltenen Elfer)! Zwar hat er vier Tore bekommen, dennoch eine überdurchschnittlich gute Leistung!

Beim DSV Leoben wird gegenüber dem letzten Spiel in Kapfenberg umgestellt – Jürgen Prutsch sowie Matthias Waldhuber kehren nach überstandener Verletzungspause wieder in der Startformation, dazu ist Kevin Kutlesa von Beginn weg in der Außenverteidigung im Einsatz. Das gegenseitige Abtasten wird von einzelnen Halbchancen unterbrochen, nach einem Tomic-Vorstoß kommt Petkov im Strafraum nicht zum Abschluss, einen ersten Schuss von Pagger kann der Pöllauer Tormann Miljkovic aus der kurzen Ecke holen. Ansonst sehen die Zuseher bei bestem Fußballwetter viele Leerläufe, vor allem die Passqualität in den allermeisten Fällen sowie ungewohnt viel Annahmefehler bremsen den Donawitzer Spielaufbau.

In der 18. Minute kann sich Peckovic im Leobener Tor erstmals in Szene setzen – nach einem Spaziergang von Gschiel in den Donawitzer Strafraum kann unser Tormann einen ersten gefährlichen Schuss von Rieger aus kurzer Distanz bravourös abwehren. Pöllau bleibt nun aber am Drücker, bekommt einen unnötig scheinenden Eckball zugesprochen, aus dem der Führungstreffer entsteht. Der Ball kommt hoch zur Mitte, dort löst sich Matthias Deibel und setzt per Kopf den Ball zum 0:1 in die Ecke. So frei zum Kopfball darf man niemand ran lassen, das wird natürlich prompt bestraft. Der DSV Leoben kommt nach ein paar Minuten Schockstarre zu einem ansehnlichen Abschluss – Damis gewinnt nach einem Eckball das Duell um den zweiten Ball, serviert dabei per Kopf den Ball ideal zu dem mit dem Rücken zum Tor stehenden Rinner – sein Rückzieher gelingt gut, Miljkovic ist aber besser und fängt den Ball.

Gleich im Anschluß daran, sorgt ein individueller Fehler für unnötige Gefahr. Der Ball wird hinten verloren, Kitting-Muhr ist Profiteur davon und zieht in den Strafraum. Grgic kann den Pöllauer zwar einholen, ist dabei aber zu forsch und unvorsichtig. Kitting-Muhr  geht zu Boden, Schiedsrichter Can entscheidet richtigerweise auf Elfmeter. Zum Glück ist auf Peckovic Verlass – er errät die Ecke und bleibt im Duell mit Bauernhofer Sieger – es ist bereits sein zweiter gehaltener Elfmeter im Frühjahr!

Die Donawitzer bleiben zwar bis zur Pause bemüht, aber in der Ausführung der Angriffe einfach zu ideen- und harmlos. Über die Seiten gelingt nur einmal etwas. Waldhuber setzt sich an der Linie durch, spielt den Ball zur Mitte Richtung Petkov und der wird im Strafraum von Gschiel gelegt – Referee Can ist sich zum zweiten Mal sicher und entscheidet auf Elfmeter für Leoben. Der gefoulte Kapitän übernimmt die Verantwortung (er hat im Frühjahr schon einen Elfer verschossen), macht diesmal alles richtig und gleicht aus. Bei dem Zwischenstand von 1:1 werden die Seiten gewechselt, die zweite Halbzeit beginnt völlig offen, daher lebt die Chance auf die so bitter nötigen drei Punkte!

Nach vier Spielen verletzungsbedingter Pause wieder dabei: Jürgen Prutsch!

Der DSV Leoben hat in den ersten 20 Minuten dieser zweiten Halbzeit die beste Phase. Nach einem Pagger-Eckball steigen von allen Spielern im Strafraum nur Rinner und Tomic hoch, Tomic (völlig unbedrängt) trifft den Ball nicht optimal und scheitert aus kurzer Distanz per Kopf. Das ist eben der feine Unterschied – Pöllau macht aus einer beinahe identen Situation das Tor, der DSV eben nicht. Der Wille in diesem Spiel zu gewinnen mag vorhanden sein, aber die Fehlerquote im Spielaufbau bleibt erschreckend hoch, die Anfälligkeit sich einen Konter einzufangen steigt.  Und dann die 60. Minute. Der eben eingewechselte Kabashaj (Waldhuber muss neuerlich verletzt raus) zirkelt den Ball zur Mitte auf Tomic, der auch sofort abzieht. Der Ball landet an der linken Stange, anstatt im Tor, die nächste Chance zur Führung vergeben. Nach einem guten Schuss muss auch Jürgen Prutsch das Feld verlassen, für ihn kommt Tim Heinemann.

Das Unheil beginnt Mitte zweiter Halbzeit, nach einem guten Schuss von Lepen, der nur knapp über die Querlatte streift. Pöllau ist nun deutlich spritziger als unsere Mannschaft, ausgestattet mit einigen sehr quirligen, durchsetzungsstarken Spielern, verlagern sie das Geschehen mehr und mehr in die Donawitzer Hälfte. Zum denkungünstigsten Zeitpunkt (der Druck der Gäste steigt) verletzt sich Rinner unglücklich, somit wird die Innenverteidigung zum Problemfall. Trainer Kalander bringt Christoph Hubmann für Rinner, der nun auf einer Position spielen muss, die einfach nicht massgeschneidert für ihn ist. Während Tomic mit einem gut angetragenen Flachschuss auf der einen Seite scheitert, ist es auf der anderen Seite abermals Peckovic, der mit einem Traumreflex ein Gegentor verhindert: Kitting-Muhr setzt sich auf der Seite durch, spielt vor das Tor, dort zieht Rieger vom Fünfer ab, doch Peckovic kann abwehren.

Aus, alles vorbei! Der 2:4-Endstand!

In der 86. Minute gelingt dann doch der zweite Pöllauer Treffer. Nach einem Zuspiel vom eingewechselten Leskovar kann Lepen links im Strafraum den Ball annehmen, sein platzierter Schuss passt ins Eck, diesmal kann auch Peckovic nicht mehr helfen. Nun liegen die Nerven blank. Nächste Aktion von Pöllau, die nun natürlich beim Donawitzer „Hopp-oder Trop-Spiel“, jeden Platz der Welt haben: Kitting-Muhr wird auf die Reise Richtung Strafraum geschickt, doch Matthias Pagger kann ihm mit gutem Einsatz den Ball vom Fuß nehmen. Der Ball läuft Richtung Toroutlinie, Pagger will ihn vor der Linie aufhalten, stürzt dabei und nimmt den Ball mit der Hand mit. Der wohl unnötigste Elfmeter, den man sich vorstellen kann, der dritte in diesem Spiel, wird Pöllau in der 88. Minute zugesprochen. Leskovar trifft über die Innenstange zum 1:3, das Spiel damit entschieden. Dachte man zumindest, denn unmittelbar nach dem Anstoß bringt Kabashaj den Ball zur Mitte, diesmal trifft Tomic, noch dazu sehr schön, mit der Ferse zum 2:3 (89.).

Drei Minuten Nachspielzeit, der Strohhalm, an dem sich Alle klammerten, war noch nicht abgebrochen. Das passierte erst in der 91. Minute. Die hinten völlig offenen Donawitzer laufen in einen Konter – Kitting-Muhr zu Leskovar und der zu Lepen – und schon steht es 2:4. Der Schiedsrichter beendet daraufhin die Donawitzer Tragödie, fassungslos bleiben die Spieler, Betreuer und Zuseher aufgrund dieses Trauerspieles zurück. Tabellenletzter der Landesliga, das macht sprachlos! Wie man da raus kommt? Keine Ahnung, das müssen andere wissen…

Links: StFV, Pöllau, Ligaportal

Der DSV Leoben spielte mit: Peckovic, Rinner (G, 70. Hubmann, G), Kutlesa K., Pagger, Tomic (T), Grgic (G), Schranz, Waldhuber (58. Kabashaj), Damis, Prutsch (65. Heinemann), Petkov (T). Ersatz: Ebner, Pachner.

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