Selbstfaller in Kapfenberg: Der DSV Leoben verliert trotz Aufholjagd mit 2:3 (0:3)!

Landesliga, 21. Runde, SO 15.04.18, 10:30 Kapfenberg Kunstrasen. KSV Amateure : DSV Leoben 3:2 (3:0). Torfolge: 1:0 Eloshvili (1.), 2:0 Weinberger (12.), 3:0 Eloshvili (45.), 3:1 Grgic (63.), 3:2 Tomic (74.). Schiedsrichterteam Semler, Steindl, Kudic.

Das Trainerdebut von Helmut Kalander beim DSV Leoben ist leider daneben gegangen. An ihm ist es aber nicht gelegen, dass man keine Punkte aus Kapfenberg mitgenommen hat. Wenn man, wie der DSV Leoben, vor der Pause solche Gegentore bekommt, darf man sich nicht wundern, wenn der Sturmlauf in der zweiten Spielhälfte letztlich unbelohnt bleibt. Mit dem ersten Angriff gehen die Kapfenberger Amateure in Führung: Seitenwechsel – Flanke – Kopfball – Tor durch Eloshvili. Auch danach wirken die Hausherren auf dem rutschigen Kunstrasenboden spritziger und technisch versierter. Das 2:0 nach 12 Minuten entspringt einem Fehler in der Donawitzer Abwehr, der Ball wird verstolpert, Weinberger trifft mit seinem Schuss ins lange Eck. Danach erst fangen sich die Donawitzer, wenn gleich vor der Pause kaum Zwingendes entsteht. Mit dem Pausenpfiff gelingt den KSV Amateuren noch das 3:0: Laut Schiedsrichter ist ein weiter Ball nicht im Torout, die Flanke kommt zur Mitte und Eloshvili macht mit seinem zweiten Tor das 3:0. Im zweiten Spielabschnitt riskieren die Donawitzer Alles, müssen dabei einige brenzlige Konterangriffe überstehen. Doch nun funktioniert des öfteren der Spielaufbau, erste gefährliche Aktionen vor dem Kapfenberger Tor entstehen. Nach einem Eckball bringt Grgic den Ball, der zuvor schon heiß war, irgendwie über die Linie – mit dem 1:3 setzen die Donawitzer Alles auf eine Karte. In der 74. Minute gelingt Tomic aus kurzer Distanz ein Abstaubertor (Pagger-Schuss), genügend Zeit noch um die Aufholjagd erfolgreich zu beenden. Doch sowohl Tomic, Damis, Makotschnig und in der letzten Aktion wieder Tomic vergeben ihre guten Möglichkeiten, somit bleibt es bei der knappen 2:3-Niederlage: Eine wichtige Gelegenheit im Abstiegskampf gegen einen Konkurrenten vertan…

Zu einfach: Nach einer Minute 0:1…

Der neue Trainer Kalander musste, wie schon sein Kurzzeitvorgänger Jantschgi auch, auf Heinemann, Waldhuber und Prutsch verzichten, dazu fehlte auch noch der zuletzt gut spielende Kosche – wieder einmal konnte man beim DSV Leoben nicht aus dem Vollen Schöpfen.

Das Spiel auf dem gut gespritzten und daher rutschigen Kapfenberger Kunstrasen, einem wahrhaft gewöhnungsbedürftigen Terrain, beginnt, wie man es sich nicht vorstellt. Erster Angriff, erstes Gegentor. Ein weiter Wechselpass erreicht den flinken Maier, der sich auf seiner linken Seite den Ball mitnehmen kann – er flankt zur Mitte und dort nickt Eloshvili an Peckovic vorbei zum 1:0 mit dem Kopf ein. Da waren unsere Jungs kollektiv noch nicht munter genug, denn so einfach darf das bitte nicht gehen. Die jungen Kapfenberger bleiben bissig, aufgrund ihres Laufpensums und der allgemein guten Techhnik, stets gefährlich. Während sich unsere Mannschaft nur langsam auf die Bedingungen einstellen kann (Pagger-Schuss von der Seite den Goalie Zocher im Nachfassen pariert), zeigen die KSV Amateure wie man spielen muss. Zu lässig wird mit einem Ball am eigenen Strafraum agiert, ansttat zu klären, lässt man sich die Kugel abluchsen – Weinberger sagt Danke und schließt mit dem 2:0 in die Ecke ab. 12 Minuten gespielt und 0:2 zurück, unglaublich.

Jetzt erst erkennen unsere Jungs den Ernst der Lage und verschärfen den Einsatz (Gelb Rinner und Pagger) und das Tempo nach vorne. Die Kapfenberger stehen hinten aber vor der Pause gut, zumeist ist es Matthias Pagger, der sich durchsetzen kann. Entweder kommen aber seine Flanken (19. min, Stanglpass hat Goalie, 38. min wieder kommt der Stangler nicht)  zu ungenau oder er wird gelegt, dann sind es Freistöße, (Pagger Direktversuch, später Hubmann Richtung Tomic), die noch nicht wirklich genau genug kommen. Einige Missverständnisse (Laufwege stimmen oftmals nicht), verlorene Bälle in der Vorwärtsbewegung – und schon wird es mühsam.  Die KSV Amateure haben in Summe wenig Probleme den Vorsprung in die Pause zu spielen, profitieren dann sogar noch von einem Black-Out. In der 45. Minute gelangt ein Ball scheinbar zu weit für Maier, der – und da sind sich Alle einig – bringt den Ball bereits hinter der Linie trotzdem zur Mitte, wo Eloshvili wuchtig zum 3:0 einnetzt. Unsere Spieler sind natürlich aufgebracht (Peckovic sieht Gelb), ärgern sich zu Recht, das nützt aber nichts, mit 3:0 geht es scheinbar aussichtslos in die Pause.

Endlich nach dem 1:3 durch Grgic der Beginn der Aufholjagd…

Trainer Kalander bringt statt Briza nun Kutlesa ins Spiel, ordert Grgic weiter nach vorne – das und der nun starke Wille, in diesem Spiel doch noch etwas zu Holen, scheinen erfolgversprechend. Die Seiten werden weiterhin rauf und runter gelaufen, die Donawitzer drücken mächtig aufs Tempo. Während sich die Amateure rein auf eine (keinesfalls ungefährliche: Schuss von Maier ins Außennetz) Kontertaktik verlegen, laufen die Donawitzer ein ums andere Mal vergeblich an. Flanken von Schranz (Richtung Tomic) und Pagger (zu weit) bringen keine unmittelbare Gefahr, ein Schuss von Tomic kann von Thurner vor der Linie gerettet werden – ehe es doch einmal klappt. Pagger flankt zur Mitte, Petkov richtet sich am Fünfer den Ball her, scheitert aber am Tormann! Diesmal haben die Donawitzer aber Glück, der Abpraller springt zu Grgic, der einfach draufhaut und den Ball zum 1:3 ins Eck netzt.

Das Spiel nimmt nun Fahrt auf. Sowohl die KSV Amateure (wollen Vorentscheidung) als auch die Donawitzer kämpfen um jeden Ball. Grgic klärt nach einem guten Eckball, auf der anderen Seite kommt eine Pagger-Flanke knapp nicht zum freien Tomic! Ein guter, gar nicht scharfer, flacher Schuss von Petkov streift nur um Zentimeter an der Stange vorbei (gute Vorarbeit Tomic), während sich der Kapfenberger Horvat wieder auf der anderen Seite durchtankt, Weinberger scheitert knapp.

Und dann wieder die Donawitzer. Ein weiterer Pagger-Schuss kann von Zocher nur kurz abgewehrt werden, Tomic ist zur Stelle und staubt aus kurzer Distanz zum 2:3 ab. So spielt man Angriffe: Wenn der erste Versuch nicht klappt, dann eben der zweite! In der Schlussphase wiederum, gelingt den Donawitzern trotz mehrfacher Versuche, der Ausgleich nicht. Ob Petkov knapp im Abseits (wäre Auf und Davon!), Hubmann im Strafraum attackiert wird (war wohl zu wenig für einen Elfer) oder ob der mit nach vorne gerückte Damis mit seinem Kopfball scheitert – es will nicht sein. Während Felsner den Matchball auf der Kapfenberger Seite vergibt, kommt der eingewechselte Makotschnig zuerst zu einer schönen Flanke (Tomic knapp nicht dran) und dann zum Schuss (zuvor Tormann-Faustabwehr), scheitert aber. In der letzten Minute, die letzte Chance. Grgic bringt den Ball vors Tor, plötzlich ist sie da, die Schussmöglichkeit für Tomic im Strafraum – der verzieht aber, es bleibt beim 2:3.

…doch mehr als zum 2:3 durch Tomic reicht es nicht, der DSV verliert in Kapfenberg!

Ganz bittere Niederlage, nicht nur weil völlig unnötig, sondern auch weil die Konkurrenz uns nun überholt hat. Wie auch immer, gegen Pöllau muss nächste Woche ein Sieg her, sonst schaut es ganz finster aus…

Links: StFV, Kapfenberg, Ligaportal

Der DSV Leoben spielte mit: Peckovic (G), Kabashaj (G), Rinner (G), Pagger (G), Hubmann (G, 82. Makotschnig)Tomic (T), Grgic (T), Schranz, Damis, Petkov, Briza (46. Kutlesa K.). Ersatz: Ebner, Kutlesa P., Pachner.

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