Gutes Spiel, schlechtes Ergebnis: Der DSV Leoben verliert erneut!

Landesliga, 19. Runde, FR. 30.03.18, 19:00 Uhr, Buchkogelstadion Lebring, 250. SV Lebring : DSV Leoben 3:2 (1:1). Torfolge: 0:1 Tomic (37.), 1:1 Christof (39.), 2:1 Rauter (50.), 3:1 Schöpf (68.), 3:2 Waldhuber (90.). Schiedsrichterteam: Pucher, Duschek, Duschek.

Viel bissiger, also kein Vergleich zum Auftritt gegen Mettersdorf, präsentierten sich die an mehreren Positionen veränderte Donawitzer Mannschaft – unterm Strich bleibt aber wieder eine Niederlage im Spiel gegen Lebring! Der Sieg von Lebring geht in Summe wohl in Ordnung, dennoch hätte man aus diesem Spiel durchaus auch etwas mitnehmen können. Nachdem Torhüter Admir Peckovic zu Beginn mit tollen Paraden den Hausherren den Nerv zieht und mehrmals den Lebringer Führungstreffer verhindern kann, schließt Lukas Tomic einen perfekten Konter mit dem 0:1 ab. So weit, so gut – doch bereits im Gegenzug (das kennen wir schon aus dem Bruck-Spiel!) trifft Christof zum 1:1-Ausgleich. Einfach unverständlich, wie schnell schon wieder eine Führung vergeigt wurde! Nach der Pause der nächste Fauxpas: Nach einem kurz abgespielten Freistoß – niemand passt dabei auf den völlig freien Rauter auf – kann der Ex-Donawitzer scheinbar mühelos seine Mannschaft in Führung bringen! Nach dem 3:1 durch Schöpf scheint Alles verloren zu sein, doch in der Schlussminute kann Waldhuber auf 2:3 verkürzen und es wird kurz noch einmal spannend. Da aber die letzte hohe Flanke in den Strafraum nicht ankommt, bleibt es beim knappen Sieg Lebrings, in einem Spiel, in dem die Donawitzer mehrmals gute Chancen vorfanden: Sowohl Pagger (2x) als auch Waldhuber vergeben gute Gelegenheiten, somit verlieren die Donawitzer bereits zum dritten Mal in Folge und können im Abstiegskampf wieder keinen Boden gut machen!

Drei Tore bekommen – dennoch eine tolle Leistung: Admir Peckovic!

Zu den vier verletzten (Maier, Hofer, Giermair, Prutsch) und zwei gesperrten (Rinner, Hubmann) Spielern, gesellte sich auch noch Mark Schranz dazu: Im Training erlitt er eine Verletzung am Rist, auch für ihn war somit nur auf der Tribüne Platz. Die Abwehr musste also komplett umgebaut werden: Neben Matteo Damis kam Mario Kosche zu seinem ersten Einsatz – abgesehen von einem kleinen (doch entscheidenden) Fehler vor dem 1:1 – zeigte er ebenso wie Kevin Kutlesa auf der linken Seite eine sehr ansprechende Leistung.

Der Beginn des Spieles gehört klar den Hausherren, denen man eine mögliche Müdigkeit (Nachtrag-Dienstagspiel) nicht wirklich anmerkte. Obwohl eine knappe Abseitsentscheidung gegen Tomic eine gute DSV-Chance verhindert und Waldhuber (nach Pass von Petkov) den ersten Schuss des Spieles abgibt, sind es die Lebringer, die aufgrund ihres variablen Spieles wirklich gefährlich werden. Rauter wird im Strafraum geblockt, plötzlich ist der Ball am Sechzehner frei für Markus Gsellmann (5.), der auch wuchtig Richtung linker Ecke abzieht: Peckovic hechtet sich entgegen, kann nach oben (!) abwehren – im Sitzen greift er sich den kerzengeraden Ball, der zum Glück in seine Arme fällt! In der siebten Minute holt sich Meriton Kabashaj seine bereits siebte Gelbe Karte (geht in Ordnung, klares Foul – doch auf der anderen Seite bei einigen Vorstößen, die im Mittelfeld ähnlich – ohne der Theatralik der Gefoulten – unterbunden wurden, zeigte Referee Puchner keine Karte!), ein Indiz dafür, wie bissig unsere Mannschaft sein wollte (und zumeist auch konnte). Nach einem Entlastungsangriff, der zu zwei Eckbällen führt (bringen nichts Konkretes), geht es auf der anderen Seite wieder schnell: Rauter setzt sich auf seiner linken Seite durch, passt zur Mitte zum Goalgetter Wallner, dessen gut angetragener Schuss (flach, rechte Ecke) abermals von Peckovic rausgeholt werden kann, den Nachschuss aus spitzem Winkel setzt Teuschler ins Außennetz!

Lebring bleibt gefährlicher: Kutlesa verhindert mit seinem punktgenauen Reinrutschen einen Stanglpass Rauters zur Mitte, es folgen mehrere hohe Bälle in den Strafraum, die unsere Abwehr beschäftigen – einmal kommt Wallner zum Kopfball, scheitert aber. Die nächste Lebringer Großchance vergibt abermals Wallner. Diesmal kommt die Flanke von der linken Seite (Rauter), der Stürmer ist in der Mitte zwischen Fünferraum und Elfmeterpunkt völlig frei, zieht ab und scheitert schon wieder am sensationellen Peckovic. Und noch einmal, es ist knapp mehr als 20 Minuten gespielt, wird es ganz eng. Ein Freistoßball von Markus Gsellmann landet an der rechten Stange, den Nachschuss versemmelt Rauter aus kurzer Distanz! Nach diesen vielen vergebenen Möglichkeiten werden endlich die Donawitzer selbst aktiv. Nach einem Petkov-Heber, der Tomic den nötigen Platz schafft, wird unser Stürmer vom nicht immer souverän wirkenden Tormann Krenn im Strafraum grenzwertig niedergemäht (hat aber auch den Ball, somit kein Elfmeter). Und dann die 37. Minute. Waldhuber erkämpft sich im Mittelfeld den Ball, passt zum startenden Tomic, der sich für einen Augenblick auch nicht sicher ist, ob er aus dem Abseits heraus Richtung Strafraum läuft. Die Fahne bleibt aber unten, Tomic setzt sich in der 1:1-Situation gegen den Tormann durch und bringt den DSV Leoben (entgegen dem Spielverlauf) mit 1:0 in Führung! Nach sechs torlosen Spielen trifft Tomic endlich wieder, die Donawitzer gehen somit zum zweiten Mal im Frühjahr in einem Auswärtsspiel in Führung!

Positiv fiel sein Debut aus: Mario Kosche in der Innenverteidigung!

Und auch zum zweiten Mal in einem Frühjahrs-Auswärtsspiel gelingt dem Gegner prompt der Ausgleich. Nicht einmal eine halbe (!) Minute nach dem Anstoß, jubelt Lebring über einen doch sehr einfachen Treffer. Ein hoher Ball kann von Kosche trotz Handspiel nicht unter Kontrolle gebracht werden, statt Freistoß gibt es Vorteil, den Lochpass von Wallner auf Christof kann niemand unterbinden – Christof lässt sich die Chance nicht entgehen und gleicht für seine Mannschaft aus. Zum Haare raufen. Da übersteht man die schlimmsten Phasen, geht in Führung und bekommt gleich darauf den eher billigen Ausgleich! Die Donawitzer zeigen sich aber nicht geschockt, im Gegenteil, es folgt bis zur Pause die beste Phase. Vor allem Pagger kommt mehrmals mit dem Ball in den Strafraum und zeigt sich in Abschlusslaune: Mit einem schönen, sehr gut angetragenen Schuss hat er viel Pech – der Ball  streift am langen Kreuzeck vorbei, kurz vor der Pasue schließt er einen Konter (über Heinemann und Grgic) ab, dieser Schuss landet im Außennetz!

1:1 zur Pause lässt natürlich Alles offen. Auch zu Beginn der zweiten Spielhälfte überraschen die Donawitzer mit einem schönen Konter. Auf der linken Seite bringt Pagger (nach Doppelpass mit Tomic) den Ball zur Mitte – dort ist Grgic völlig freistehend, doch der Ball ist etwas zu hoch angetragen, somit kommt Grgic am Fünfer knapp nicht zum Kopfball! Wie schnell es geht, vor allem wenn man kollektiv nicht aufpasst, sieht man in der 50. Minute. Ein Freistoß für Lebring von links, die Donawitzer rechnen mit einer hohen Flanke in den Strafraum, was aber nicht passiert. Der Ball wird an Allen vorbei flach auf den völlig freien Rauter gespielt. Hinter der Abwehr schließt er ab, ob abgefälscht oder nicht, kann nicht mit Bestimmtheit gesagt werden, ist auch egal, der Ball passt zum 2:1 ins Donawitzer Netz! Das ist wohl der Hauptunterschied zwischen den Donawitzern und den Gegnern im Moment. Diese regelmäßig stattfindenden unnötigen Unachtsamkeiten, bei denen wir uns immer wieder ganz einfach aussehende Gegentore einfangen! Das ist natürlich Gift in einer Phase, in der wir Punkte so notwendig brauchen würden!

Und das nächste Manko: Wir brauchen zuviele Chancen für ein Tor! Es ist jedem klar, dass man in einem schweren Auswärtsspiel nicht unendlich viele Möglichkeiten haben wird, umso wichtiger wäre, es aus diesen Chancen mehr herauszuholen. Bestes Beispiel in der 56. Minute die Versuche von Waldhuber. Unmittelbar davor bringt Pagger die Flanke von links zur Mitte, ein Lebringer „fischt“, dahinter lässt Grgic (mit seinem Bewacher) den Ball weiterlaufen für den freistehenden Waldhuber. Doch leider trifft der vom Fünfereck nur den Tormann, auch der Nachschuss wird nicht untergebracht! Wille, Einsatz, Kampf – Alles da – woran es mangelt sind Konzentration über die volle Distanz und Effizienz!

Wie immer Alles gegeben, auch (endlich) sein erstes Tor erzielt: Matthias Waldhuber, der Einzige , der bei allen Meisterschaftsspielen mit dabei war!

In der letzten halben Stunde scheint, trotz aller Bemühungen, Lebring nicht zu knacken zu sein. Grgic hat Pech (Schuss wird geblockt), hohe Flanken werden nicht erreicht und schließlich kommt es noch schlimmer. Nach einer bereits geklärten Situation – der Ball wird von Waldhuber aus dem eigenen Strafraum geführt – kommt es zum folgenschweren Fehlpass in der Vorwärtsbewegung. Schöpf richtet sich den Ball her, zieht aus 20 Metern ab und setzt den Ball unhaltbar neben die Stange zum 3:1 in die Maschen. Schade, wieder gehört ein guter Teil des (schönen) Tores uns. Lebring hat nach dem 3:1 mehrmals die Chance das Resultat weiter zu erhöhen. Während der DSV Leoben mit absoluter Offensive versucht, das Ruder herumzureissen, entstehen zwangsweise freie Räume für Konter. Da aber Wallner (wird durch Kreimer ersetzt) und konkret  (75.) Rauter vor Peckovic (nach Stanglpass) scheitert, bleibt es bis zur Schlussphase spannend. Vor allem, nachdem Waldhuber einen schönen Sololauf von der rechten Seite aus, mit einem tollen Treffer ins lange Eck abschließt! Das 2:3 fällt leider erst in der Nachspielzeit, in den verbleibenden Sekunden kommt es nur noch einmal zur Chance aus einer Flanke in den Strafraum, um in letzter Sekunde etwas Zählbares mitzunehmen: Der Versuch scheitert, Lebring besiegt den DSV Leoben in einem flotten, für die Zuseher unterhaltsamen Landesligaspiel, mit 3:2!

Damit bleibt Alles, wie es zuvor war. Der DSV Leoben, obwohl verbessert, kann neuerlich nicht punkten und sich daher wieder nicht nach oben orientieren. Elf Runden gibt es noch, die nächste Chance (abgesehen vom Steirercup am Ostermontag – 14:00 Uhr in Schladming) endlich zu Punkten ist am kommenden Freitag gegen Bad Radkersburg!

Links: StFV, Lebring, Ligaportal

Der DSV Leoben spielte mit: Peckovic, Kabashaj (G), Kutlesa K.(G, 81. Pachner), Pagger, Tomic (T), Heinemann, Grgic (79. Makotschnig J.), Kosche, Waldhuber (T), Damis, Petkov (89. Machacek). Ersatz: nömayer, Kutlesa P.

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