Belohnte Aufholjagd gegen Gnas: 2:2 nach 0:2 zur Halbzeit!

Landesliga, 16. Runde, DI, 13.03.18, 19:00 Uhr, Stadion Donawitz, 200. DSV Leoben : USV Gnas 2:2 (0:2). Torfolge: 0:1 Klenner (5.), 0:2 Kniewallner (14.), 1:2 Pagger (88.), 2:2 Kabashaj (90+3). Schiedsrichterteam: Gerhard Kressl, Dr. Thomas Paier, Günter Grinschgl.

Was für ein Finale in einem zwar nicht hochklassigen, aber sehr rassigen Spiel! Da stehen die Donawitzer beim Stand von 0:2, einem verschossenen Elfmeter und mehreren vergebenen, hochkarätigen Chancen mit dem Rücken zur Wand, die Zeit scheint für Gnas zu laufen, doch unsere Mannschaft gibt trotz zahlreicher Leerläufe einfach nicht auf, glaubt an sich – und das wird belohnt! Zuerst verkürzt Matthias Pagger zum 1:2 (88.) und in der Nachspielzeit trifft Meriton Kabashaj zum völlig verdienten Ausgleich! Gnas zu diesem Zeitpunkt nur noch zu zehnt und nur noch auf Verzögern aus, doch unsere Mannschaft – nach der Pause wie ausgewechselt spielend – kämpft aufopfernd, um diesen, von vielen im Stadion nicht mehr geglaubten, Punkt zu holen. Ein Remis gegen Gnas war zwar nicht das Ziel für dieses Spiel, doch nach den 90 + 6 Minuten kann man mit der Leistung(ssteigerung nach der Pause) durchaus zufrieden sein und viel Positives mitnehmen – für die Moral in der Mannschaft war es extrem wichtig, nicht mit leeren Händen dazustehen!

Goldhändchen: Die beiden eingewechselten Spieler, Pagger und Kabashaj, trafen für den DSV Leoben!

Zwei der drei im Winter zum DSV gekommenen Spieler waren von Beginn an mit dabei. Mateo Damis als Innenverteidiger neben Bernhard Rinner, links von ihm in der Abwehr, Brajan Grgic, den es immer wieder mit nach vorne zog. Es stand viel auf dem Spiel, die Anspannung vor der Begegnung war entsprechend spürbar, die Wichtigkeit des Auftaktspieles war jedem im DSV-Lager bewußt. Von Anpfiff weg versuchen die Donawitzer nach vorne zu spielen, doch schon in den ersten Aktionen sieht man, wie schwierig das Ganze werden würde. Gnas steht kompakt, die Donawitzer in letzter Instanz zu ungenau und mit zu wenig Nachdruck – wenn sich Heinemann oder, auf der anderen Seite, Waldhuber außen durchsetzen, fehlt das nötige Personal, das Flanken verwerten könnte.

Gnas kommt in der fünften Minute erstmals zu einem offensiven Freistoß – und geht damit gleich in Führung. Die Zuordnung bei dem hohen Ball von Schadler stimmt überhaupt nicht, auf Klenner wird völlig vergessen. Per Kopf, gegen die Laufrichtung von Tormann Peckovic, versenkt er den Ball ins rechte Eck zum 0:1. Die Donawitzer sind natürlich geschockt, versuchen ihr Heil aber sofort wieder in der Offensive – der vor der Pause sehr auffällige Waldhuber (schnell, stark am Ball) setzt sich in der Mitte durch, legt Tomic den Ball auf, der aber aus spitzem Winkel den gegnerischen Tormann nicht bezwingen kann. Kurz darauf setzt sich Heinemann auf der linken Seite durch, sein Stanglpass wird aber geblockt. Und nach 14 Minuten steht es 0:2. Mit der zweiten Offensivaktion gelingt Gnas der zweite Treffer. Die Außenverteidiger sind zu weit aufgerückt, da kommt ein weiter Ball auf Kniewaller, der gemeinsam mit Strohmaier nur mehr die beiden Innenverteidiger vor sich hat. Kniewaller zieht knapp außerhalb des Strafraumes ab, der Ball passt perfekt ins lange Eck – Tormann Peckovic ist zum zweiten Mal geschlagen. Zum Verzweifeln, wie abgebrüht Gnas seine Möglichkeiten ausnützt, die Stimmung im Lager der Donawitzer ist im Keller.

Auch er steigerte sich nach der Pause: Martin Petkov!

Die Donawitzer Aktionen wirken weiterhin durchschaubar und weitgehend ideenlos, wenn gleich man das Bemühen keinem Spieler absprechen kann. Während die Donawitzer lange für den Spielaufbau brauchen und dann erst recht der letzte Pass misslingt, geht es bei Gnas wesentlich schnörkelloser: 24 Minute – plötzlich wird Kniewaller frei gespielt, diesmal kann aber Peckovic den zu zentralen Schuss abwehren. Es ist dann eine Einzelleistung von Waldhuber, die wieder für Hoffnung unter den knapp 200 Zusehern sorgt. Er nimmt sich ein Herz, geht mit dem Ball in den Strafraum, versucht es durch die Mitte und wird dabei regelwidrig von Suppan und Schadler in die Zange genommen, Schiedsrichter Kressl zögert nicht und zeigt auf den Elferpunkt. Eine Sache für Kapitän Petkov, der schon so oft diese Verantwortung übernommen hat. Diesmal jedoch bleibt ihm der Torerfolg versagt, Tormann Roth hechtet in die Ecke, in die der Ball geflogen kommt und wehrt ab. Somit wird es (vorerst) nichts mit der Aufholjagd, die nun noch schwieriger wird. Vor der Pause kommt aus den vielen Versuchen nur noch eine nennenswerte Aktion heraus, die aber nichts einbringt, da der letzte Pass im Strafraum (Schranz auf Tomic) misslingt.

0:2 zur Pause, es herrscht dringender Handlungsbedarf, wenn man aus diesem Spiel noch etwas mitnehmen will. Und Trainer Auffinger wechselt zwei Spieler ein, die letztlich wirklich den Ausschlag geben. Pagger und Kabashaj kommen für Prutsch und Schranz, mit neuem Schwung geht es in die zweite Spielhälfte. Waren es die Wechsel, die Umstellung auf 4-1-4-1, waren es die richtigen Worte in der Kabine, was auch immer es war, aber plötzlich läuft es rund, im Donawitzer Spiel nach vorne. Das Spielgeschehen verlagert sich in die Hälfte der Gäste, vor allem Pagger ist bei seinen Vorstößen zielstrebig und oft nur durch ein Foul zu stoppen. Andererseits hat Gnas durch Kniewaller, der von Kabashaj vor dem Schuss entscheidend abgedrängt werden kann, die Möglichkeit auf 0:3 zu stellen – Peckovic wehrt den Ball, der Richtung kurzes Kreuzeck angetragen ist, über die Latte.

Bravo Matthias Pagger – starke Leistung!

Die geradlinige Spielweise der Donawitzer (plötzlich funktionieren Aktionen auch auf engem Raum) zeigt Wirkung. Gnas nun immer hinten nach, hilft sich oftmals durch ein Foulspiel – Klenner übertreibt es dabei, für zwei Fouls (!) in einer Aktion sieht er zwei Mal die Gelbe Karte und muss nach 68 Minuten vom Platz. Gnas versucht nun mit allen legalen Mätzchen, das Donawitzer Tempo aus dem Spiel zu nehmen, doch weder der Schiedsrichter (sechs Minuten Nachspielzeit – insgesamt eine sehr starke Leistung von den Unparteiischen) noch die nun immer entschlossener kämpfenden Donawitzer spielen dabei mit. Den Auftakt zur Aufholjagd macht Tomic mit einem Schuss, der allerdings zu schwach ausfällt. Die Wechselpässe kommen nun beinahe allesamt an, Pagger, Grgic oder Heinemann versorgen die in der Mitte lauernden Tomic oder Petkov mit Bällen, doch es ist wie verhext: Immer ist ein Gnaser Kopf, Bein oder Tormann im Weg, es kommt kaum zu Torchancen. Bis dann plötzlich alles offen ist. Eine hohe Flanke landet beim aufgerückten Damis, der es leider nicht schafft den Ball aus kurzer Distanz im leeren Tor unterzubringen! Hoffnungslos? Nein, nicht an diesem Abend – mit jeder vergebenen Chance werden die Donawitzer motivierter. Verzweiflung sieht anders aus, kein böses Wort bei Fehlern, die positive Einstellung überträgt sich auf alle Spieler. Nachdem weiterhin Stanglpässe am Fünfer irgendwie von den Gnaser Verteidigern herausgebracht werden können, Hubmann und Tomic im Strafraum geblockt werden und schließlich noch ein toller Kopfball von Rinner beim Tormann landet (85.), scheint die Niederlage trotz allem nicht mehr abwendbar.

Nach einem wunderschönen Solo von Heinemann, dessen Krönung ein Heber auf den darauf lauernden Pagger ist, dürfen die Zuseher endlich jubeln: Matthias Pagger startet unaufhaltsam, macht aus kurzer Distanz alles richtig und haut den Ball irgendwie am Tormann vorbei zum 1:2! Jetzt ist das Feuer endgültig entfacht, die Ansage von den sechs Nachspielminuten beflügelt zusätzlich und tatsächlich geht sich der Ausgleich noch aus. Diesmal ist es Kabashaj, der an der linken Strafraumgrenze zum Ball kommt und abzieht. Der Ball landet unter dem Jubel seiner Kollegen zum 2:2 im langen Eck – es ist geschafft! Dabei bleibt es dann, die Donawitzer haben durch die zwei zur Pause eingewechselten Spieler (Vollstrecker) und der enormen Leistungssteigerung aller Spieler in der zweiten Spielhälfte, doch noch den für die Moral so wichtigen Punkt geholt! Gratulation dazu, wenn gleich trotz der Freude über den Punkt noch viel für die Betreuer zu tun bleibt. Am Samstag geht es in Bruck weiter, hoffentlich kann dort angknüpft werden, wo man nach der Pause gegen Gnas aufgehört hat!

Starke zweite Spielhälfte, daher höchst verdientes Unentschieden!

Links: Ligaportal, StFV, Gnas

Der DSV Leoben spielte mit: Peckovic, Rinner (G), Hubmann, Tomic, Heinemann, Grgic, Schranz (46. Kabashaj, T), Waldhuber (90+6. Kutlesa K.), Damis, Prutsch (46. Pagger, T), Petkov. Ersatz: Nömayer, Machacek.

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