Mit Heimniederlage in die Winterpause!

Landesliga, 15. Runde, FR 03.11.17, 19:00. Stadion Donawitz, 200. DSV Leoben : USV St. Anna am Aigen 1:3 (0:1). Torfolge: 0:1 Kobald (8.), 1:1 Prutsch (54.), 1:2 Kobald (67.), 1:3 Guja (89.). Schiedsrichterteam: Semler, Schalk, Mag. Dambo (Graz).

Der Tabellenführer erwies sich in Summe als zu stark, der DSV Leoben verabschiedet sich mit einer 1:3-Heimniederlage in die Winterpause. Bereits nach acht Minuten fiel durch Kobald der Führungstreffer für St. Anna, dem hatte der DSV Leoben lange Zeit nichts entgegen zu setzen. Einige gute Spielzüge waren zu wenig, um wirklich für Gefahr zu sorgen, St. Anna hatte offensiv mehr zu bieten – zwei knappe Abseitsentscheidungen verhinderten eine höhere Pausenführung. Nach dem Seitenwechsel beginnen die Donawitzer mit mehr Biss und werden durch einen Prutsch-Kracher ins Kreuzeck mit dem Ausgleich belohnt. Danach wird das Spiel emotionaler: Sowohl eine ungeahndete Tätlichkeit von Tormann Waltl an Waldhuber sowie ein vermeintlicher Führungstreffer von Guja (der nach Beratung mit dem Assistenten nicht gegeben wird) sorgen für Diskussionen. St. Anna gelingt durch einen schönen Heber von Kobald (sein zweites Tor) der neuerliche Führungstreffer, die Donawitzer kommen zwar noch einmal durch Giermair zur Ausgleichchance, scheitern aber. Im Finish macht Guja mit dem 1:3 Alles klar, St. Anna fügt dem DSV Leoben die zweite Heimniederlage zu. Der Sieg der Südoststeirer geht in Ordnung, die abgebrühtere Mannschaft konnte sich in diesem letzten Meisterschaftsspiel des Jahres, letztlich nicht unverdient durchsetzen. Gut, dass nach diesem verkorksten Herbst, endlich die Winterpause beginnt – da allerdings wartet viel Arbeit!

Schnelles Gegentor – in der Situation war das Abwehrverhalten mangelhaft!

Vor dem letzten Meisterschaftsspiel musste Stadionsprecher Erwin Kollmann (schon wieder) in einer Trauerminute Abschied von einem langjährigen, treuen DSV-Fan nehmen: Günter Gessl, in seiner Jugend selbst Spieler seines Vereines und einer, der kaum bei einem Heimspiel fehlte, musste sich dieses Spiel von oben ansehen – er verlor den Kampf gegen eine heimtückische Krankheit. Wir wünschen an dieser Stelle seiner Familie und seinen Angehörigen viel Kraft in dieser schweren Zeit!

Das Spiel brauchte einige Minuten um auf Touren zu kommen, beide Teams versuchen zuerst einmal den Ball in den eigenen Reihen zu Halten. Während für die Donawitzer spätestens beim gegnerischen Strafraum Endstation ist, kann St. Anna den ersten, gar nicht einmal schlechten, Torschuss abgeben. Lackner spielt ab zu Kobald, der zieht rechts im Strafraum auch gleich ab, der flache Schuss landet links neben demTor. Das war nach sechs Minuten, zwei Minuten später gehen die Gäste in Führung. Und das sieht viel zu einfach aus. Der hohe Ball von Dugolin auf Gujas linke Seite kommt gut, keiner der Donawitzer Abwehrspieler kann danach die Hereingabe zur Mitte verhindern. Maier und Schranz, danach auch Prutsch lassen sich von Lackner und Pfeifer im Zentrum dermaßen irritieren, dass der flache Stanglpass schließlich bei Kobald landet – der lässt sich seine zweite Chance nicht entgehen und stellt auf 0:1! Schade, das war viel zu unentschlossen, so etwas darf man sich gegen diesen abgebrühten Gegner einfach nicht erlauben.

Nach dem wunderschönen Ausgleichtreffer lebte sie plötzlich wieder – die Chance zu punkten!

Die Donawitzer versuchen, so weit es eben ermöglicht wurde, weiter nach vorne zu spielen. Eine erste Heinemann-Flanke findet keinen Abnehmer, ein erster Schuss von Waldhuber nach 13 Minuten landet deutlich neben dem Tor. Gefährlicher sieht es auf der anderen Seite aus. Ein weiter Abschlag, ein verlorenes Kopfballduell und einen verlorenen Zweikampf – schon sorgt wieder Kobald mit seinem Zug Richtung Tor für größte Gefahr. Diesmal ist aber Schranz mit einem Sprint zur Stelle und kann einen Torschuss gerade noch verhindern. Die Donawitzer können zwar kleinere Nadelstiche setzen (Hubmann Freistoß wird zur Ecke abgelenkt, eine Giermair-Vorlage gerät etwas zu weit, sodass Waltl klären kann), aber man hat nicht das Gefühl, dass der Ausgleich in der Luft liegt.

St. Anna kommt nach einer halben Stunde zur nächsten guten Gelegenheit. Nach einem Eckball landet der Ball im Strafraum bei Dugolin, dessen Schussversuch aufs Tor zwar misslingt – der Ball reisst ins Zentrum ab – bleibt aber heiß. In der Mitte kommt Balazic zum Schuss, der trifft aber den eigenen vor ihm stehenden Spieler, von dort wird er schwer für Nömayer berechenbar, abgelenkt. Nömayers guter Reflex, er taucht im richtigen Augenblick runter, verhindert ein weiteres Tor. Dann zwei knappe Entscheidungen, beide zu unseren Gunsten. Nach einer Attacke an Rinner unterbindet der Schiedsrichter die freie Bahn von Guja Richtung Tormann (Stürmerfoul), nach einem guten Pass auf Pfeifer, dessen Schuss im Netz landet, hebt der Assistent wegen einer Abseitsposition die Fahne.

Bis zur Pause kommen zwar beide Mannschaften noch vors Tor, Zählbares entsteht dabe nicht. Ein Zuspiel von Hubmann Richtung Waldhuber misslingt (hätte er vielleicht selbst schiessen sollen), ein Schussversuch (geblockt) und eine Flanke von Heinemann (Richtung Pagger) führen zu keinem Abschluss. Am Gefährlichsten sieht noch der Durchmarsch von Waldhuber rechts in den Strafraum aus, sein Stanglpass kann aber vor Giermair unterbunden werden. St. Anna wird auf der anderen Seite wieder zurückgepfiffen – ein Tor von Guja wegen Abseits nicht anerkannt.

Starke Szenen: Tormann Markus Nömayer verhinderte weitere Treffer!

Die Donawitzer beginnen die zweite Spielhälfte sehr aggressiv, fangen sich aber beinahe den zweiten Treffer ein. Nach einem Eckball (Hubmann) geht es schnell in die andere Richtung – Nömayer ist es mit seinem Herauslaufen zu verdanken, dass er vor Guja zum Ball kommt, die Chance zum Heber vergibt Kobald, Nömayer hat im Zurücklaufen auch diesen Ball. Die offensivere Donawitzer Spielweise ist zwar riskant (die St. Anna -Angreifer lauern nur so auf einen Ballgewinn, Rinner kann in dieser Phase erfolgreich klären), ist aber der richtige Weg. Bei gleich mehreren Heinemann Vorstössen fehlen immer die letzten Abnehmer (Pagger, Waldhuber gut gedeckt). Das nimmt sich offensichtlich Jürgen Prutsch zu Herzen und sucht erst gar keinen (Abnehmer). Aus etwa 24 Metern zieht er mit seinem linken Fuß ab – und der Ball steckt! Waltl chancenlos, der Schuss landet im Kreuzeck – der DSV Leoben gleicht zum 1:1 aus!

Nun wachen aber die Gäste wieder auf. Die nach der Pause abwartende Phase wird beendet, nach einem Schranz-Foul bekommt St. Anna in Seitenoutlinien-Nähe einen Freistoß zugesprochen. Kobald zirkelt zur Mitte, List verlängert per Kopf zur Mitte, wo Guja den Ball ebenfalls per Kopf über die Linie drückt. Die Freude über den Treffer währt nur kurz, der Assistent informiert den Schiedsrichter über die Abseitsposition von Guja, der Schiedsrichter anerkennt zum dritten (!) Mal einen Treffer von St. Anna nicht. Auf der anderen Seite übersieht der Unparteiische (vor allem der Assistent) eine unschöne und unnötige Aktion. Völlig grundlos streckt Tormann Waltl (im Ballbesitz) den vor ihm stehenden Waldhuber nieder – kein Foul, keine Karte – selbst ein Elfmeter wäre in dieser Szene zu geben gewesen. Nach einer knappen Abseitsentscheidung auf der anderen Seite, zückt Schiedsrichter Semler das einzige Mal eine Karte – Guja sieht diese für Kritik. Und kurz darauf fällt das 1:2. Ein langer Pass von Dexer Richtung Kobald fällt exakt aus. Kobald ist, warum auch immer, in dieser Aktion nicht bewacht, nimmt sich den Ball an und überlupft Tormann Nömayer zum 1:2. Zweifellos schön gemacht, aber warum ist niemand bei Kobald?

Jetzt wird es natürlich schwer. Trainer Auffinger muss den verletzten Heinemann ersetzen – der eingewechselte Briza erledigt seine Sache wirklich sehr stark – und setzt auf Offensive. Der ebenfalls eingewechselte Tomic (sichtlich noch nicht bei 100%) wirbelt vorne mit Giermair herum (später kommt auch Makotschnig vorne dazu), einmal ist sie konkret da, die Chance auf das 2:2. Giermair übernimmt einen Pagger-Pass, zieht von links in den Strafraum. Ein Stanglpassversuch wird abgefangen, der Ball landet wieder vor Giermair, der Schuss streift schließlich links am Tor vorbei. Nach einem Giermair-Schüsschen (am Langen Eck vorbei) macht St. Anna mit dem 1:3 alles klar. Ein schöner Konter von hinten hoch herausgespielt landet bei Guja (gewinnt Kopfballduell). Der Ball kommt zu Pfeifer, der sieht, dass sich Guja löst. Der Pass ist gut, der Schuss dann auch, der Ball landet zum 1:3 im Eck. Das Spiel ist entschieden, es ist Nömayer zu verdanken, dass in der Schlussphase nicht noch mehr passiert.

St. Anna präsentierte sich in Donawitz wie ein ernsthafter Aufstiegskandidat, während der DSV Leoben notgedrungen auf das andere Ende der Tabelle schielen muss. Die Meisterschaft ist für den DSV Leoben nicht wegen dieser Niederlage verkorkst, dazu war Tomislav Kocijans Mannschaft einfach zu konsequent, die möglichen und nötigen Punkte wurden in anderen Spielen versemmelt. Mit nur elf Punkten begibt sich der DSV Leoben in die notwendige Winterpause, in der jede Menge Arbeit auf alle wartet …

Gedenkminute: Der DSV Leoben gedachte dem verstorbenen Günter Gessl!

Links: StFV, St. Anna, Ligaportal mit Videosequenzen

Der DSV Leoben spielte mit: Nömayer, Kabashaj (82. Makotschnig J.), Rinner, Pagger, Hubmann, Heinemann (73. Briza K.)Schranz, Giermair, Waldhuber (61. Tomic), Maier, Prutsch (T). Ersatz: Peckovic, Kutlesa K.

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