Voitsberg zu stark: Die Donawitzer müssen 0:4 (0:2)- Niederlage hinnehmen!

Landesliga, 14. Runde, SA 28.10.17, 15:00, Sparkassen Arena Voitsberg, 450. ASK Voitsberg : DSV Leoben 4:0 (2:0). Torfolge: 1:0 Brauneis (30.), 2:0 Hiden (38.), 3:0 Hiden (61.), 4:0 Caculovic (87.). Schiedsrichterteam: Wangg, Grain, Schadler.

Voitsberg besiegt verdient den DSV Leoben – zu stark waren die Gastgeber gegen zwangshalb umgekrämpelte Donawitzer. Sechs Stammspieler, dazu noch vier, die von den Juniors nachrücken hätten können, fehlten, das war natürlich eine kaum lösbare Aufgabe. Dennoch, die, die spielten, machten das beste daraus, vor allem die jungen Wilden gaben echte Bewährungsproben ab und konnten dem Ligafavoriten lange Zeit das Leben schwer machen. Voitsberg war vor allem über Standardsituationen gefährlich, nach einigen vergebenen Torchancen, köpfelte Daniel Brauneis nach etwa einer halben Stunde den Ball zur 1:0-Führung ins Tor. Noch vor der Halbzeit erhöht Jürgen Hiden mit einem satten Schuss ins Eck, kurz danach vergibt Christoph Hubmann die einzige (aber gute) Gelegenheit auf einen Donawitzer Treffer vor dem Seitenwechsel. Nach der Pause vergeben Pagger und Heinemann gute Einschussmöglichkeiten, ehe wieder Jürgen Hiden zuschlägt und auf 3:0 stellt. Das Spiel ist nun entschieden, die Donawitzer versuchen das Ergebnis einigermaßen verdaubar zu Halten. Das gelingt nur bis zur Schlussphase, da steigt Caculovic nach einem Eckball am Höchsten und stellt auf 4:0. Beide Teams haben danach noch je eine gute Chance – Hubmann sieht, dass der Tormann weit vor dem Tor steht und versucht den Heber – auf der anderen Seite scheitert Grassl mit einem Schuss an die Querlatte. 4:0 der Endstand, spiegelt den Unterschied der beiden Teams ganz gut wider, an diesem Nachmittag war in Voitsberg nichts zu Holen!

Offensiv-Alleinunterhalter: Matthias Pagger an vorderster Front!

Unglaublich aber wahr, wieviele Spieler dem DSV Leoben seit dem letzten Meisterschaftsspiel gegen Liezen abhanden kommen konnten. Da waren einmal die Gelbgesperrten Jürgen Prutsch und Meriton Kabashaj, dazu verletzte sich in dem Spiel Lukas Tomic an der Rippe. Dann kam der Steirercup mit der schweren Verletzung (Wadenbeinbruch, Knöchelbruch, Bänderriß) von Alexander Hofer und der Roten Karte gegen Martin Petkov, die auch Auswirkungen auf dieses Meisterschaftsspiel hatte. Und schließlich musste auch Mark Schranz wegen einer Erkrankung passen. Sechs fehlende Stammspieler, wahrscheinlich für jede Mannschaft eine Herausforderung, das war aber noch nicht Alles. Einige der logischen Aufrücker mussten ebenfalls absagen – verletzungsbedingt Patrik Kutlesa, Heiko Machacek und Robert Pachner, dazu ist Jakob Moritz wegen einer Gelbroten Karte aus der Gebietsliga gesperrt. Sicher eine Herausforderung für den Trainer, der nun gezwungen war, kräftig umzustellen. Erstmals in der Saison kamen Kevin Kutlesa und Kevin Briza zum Einsatz, für Marko Horvat war es der erste Einsatz von Beginn an, später durften noch Jan Makotschnig, Oliver Sencar und Luca Makotschnig (Landesligadebut mit 15 Jahren) aufs Feld. Die Jungs spielten allesamt nicht nur mit enormen Einsatz und viel Herzblut sondern konnten zumeist auch spielerisch auf- und überzeigen!

Voitsberg spielte so, wie ein Hausherr, der noch Chancen auf den Titel hat, zu spielen hat. Schnell, mit hohen Bällen Richtung Angreifer, die Donawitzer müssen von der ersten Minute an, auf der Hut sein. Die Einstellung und Entschlossenheit stimmt, das merkt Brauneis nach einem Duell mit Kutlesa sehr früh. Auf beiden Seiten werden erste Schüsse abgegeben – Pagger, Donawitzer Solospitze, verzieht einen Freistoß, bei einem Voitsberger Überraschungsheber aus großer Distanz fehlt nicht all zu viel. Ab der fünften Minute beginnen die gefährlichen Eckbälle. Suppan zirkelt zumeist hinein, stets ist einer der gefährlichen Voitsberger Angreifer (Caculovic, Rieger, Grassl oder Taucher) in Ballnähe, einmal rettet Rinner, einmal setzt Caculovic den Ball an die linke Stange. Waldhuber holt nach acht Minuten den ersten Donawitzer Eckball heraus, die Pagger-Hereingabe sorgt aber im Gegensatz zu den Versuchen auf der anderen Seite für keine Gefahr.

Einstellung, Motivation und Entschlossenheit waren vorhanden – das reichte aber nicht gegen Voitsberg!

Die Donawitzer können nur selten über Vorstöße (zumeist wird Pagger gesucht) für Entlastung sorgen, die meiste Zeit muss aktiv gegen Voitsberger Aufbauversuche gearbeitet werden. Und das sieht oft nicht schlecht aus, mehrmals müssen durch konsequentes Attackieren an den Seiten solche Bemühungen abgebrochen werden, der Ball wird zurück gespielt. So bleiben vor allem die Standards die Voitsberger Waffe, die es zu entschärfen gilt. Bei einem weiteren Eckball kommt Nömayer mit der Faust nicht ran, dahinter ist zum Glück kein Voitsberger einschussbereit. Kurz darauf kann Kutlesa im letzten Moment Rieger abdrängen und im Strafraum an einem Schuss hindern. Ein Voitsberger Treffer liegt in der Luft, unsere Jungs halten aber dagegen. Nach einem Heinemann-Foul schlenzt Suppan einen Freistoß in den Strafraum, Nömayer ist dabei ganz sicher und klärt. Jetzt ist er warm geschossen und kann sich gleich zwei Mal hintereinander auszeichnen. Nach Hiden-Flanke kommt Brauneis zum Kopfball – Nömayer holt den Ball mit den Fingerspitzen aus dem Eck, kurz darauf kommt Brauneis zum Schuss – diesmal wehrt Nömayer mit dem linken Fuss ab – zwei ganz starke Szenen unseres Tormannes!

Aber genau nach der Glanztat, die zu einem Eckball führt, fällt das 1:0. Suppan, wer sonst, zirkelt den Ball zur Mitte, diesmal passt die Zuordnung nicht – gleich drei Voitsberger steigen ohne Begleitung hoch – Brauneis erreicht den Kopfball und bringt seine Mannschaft verdient in Führung. Das hat sich natürlich abgezeichnet, dennoch wäre das Tor bei entsprechender Zuordnung (vielleicht) vermeidbar gewesen. Die Donawitzer können weiterhin offensiv nicht gefährlich werden, da fehlt gegen kompakte Voitsberger einfach die Durchschlagskraft. Im Gegenteil, aus einem Fehler im Spielaufbau, bekommen die Donawitzer das zweite Tor. Der Ball geht in der Vorwärtsbewegung verloren, plötzlich geht es schnell. Orend spielt auf Rieger, der zur Seite auf Hiden. Jürgen Hiden dreht sich zur Mitte und zieht einfach ab. Aus etwa 18 Metern passt der Ball ins linke Eck, Tormann Nömayer zum zweiten Mal geschlagen.

Konnte sich trotz der vier Gegentore einige Male auszeichnen: Markus Nömayer!

Und dann, plötzlich ergibt sich beim Stand von 0:2 unmittelbar vor der Pause die gute Möglichkeit zu verkürzen, schade, dass die nicht genützt wurde! Matthias Pagger zieht rechts nach vorne, schüttelt Taucher und Grassl ab und legt auf für Christoph Hubmann. Der wird natürlich stark bedrängt und hat auch nicht gerade viel Zeit, doch kommt er im Strafraum mit dem linken Fuß zum Schuss, der leider deutlich über dem Tor landet. Viele Chancen würden es nicht werden, das war klar – das aber war eine dieser Möglichkeiten, die man nützen hätte können!

In der zweiten Spielhälfte ersetzt Jan Makotschnig, Marko Horvat – auch er kann mit seiner Leistung beim ersten längeren Einsatz in dieser Saison zufrieden sein. Die zweite Donawitzer Großchance erfolgt in der 49. Minute. Im Anschluss an einen Voitsberg-Freistoß, geht es schnell in die andere Richtung- Maier gewinnt das Kopfballduell, Kevin Briza schickt Heinemann auf der linken Seite nach vorne. Das Zuspiel zu Pagger gelingt, im Strafraum zieht er ab und zwingt Tormann Hiebler zu einer Abwehr nach vorne. Dort ist bereits wieder Heinemann, der den Ball von der linken Seite ins rechte Eck schlenzen will – aber knapp daran scheitert.

Voitsberg übernimmt nach etwa zehn Minuten dieser zweiten Hälfte wieder etwas nachhaltiger das Kommando. Einen Kopfball nach Ecke setzt Grassl über das Tor, einen Schuss von Brauneis kann Nömayer ohne Probleme fangen. Nach einem Querpass von Orend auf den diesmal freien Brauneis wird es wieder brenzlig. Völlig freistehend verstolpert der Stürmer diese Großchance und setzt den Ball neben das Tor. Nach der einzigen Gelben Karte im gesamten Spiel (Kutlesa zu ungestüm), fällt der dritte, alles entscheidende Treffer. Den hohen Ball verlängert Elsneg per Kopf in den Lauf von Hiden, der mit links abzieht und wieder ins Eck trifft. Das 3:0 ist natürlich die Entscheidung zugunsten der Hausherren.

Erstmals in der Landesligamannschaft: Luca Makotschnig!

Die Donawitzer kommen durch eine Halbchance von Pagger (Schuss misslingt) zwar in Strafraumnähe, mehr Torszenen spielen sich aber auf der anderen Seite ab. Nömayer kann im Herauslaufen, Hiden den Ball abluchsen, nach einer hohen Flanke scheitert Brauneis per Kopf an der zweiten Stange. Auffinger bringt in der Schlussphase mit Oliver Sencar (nach zwei Kurzeinsätzen 2015 sein dritter Landesligaauftritt) und Luca Makotschnig (Premiere!) zwei weitere, junge Spieler, es scheint so, als ob es bei dem 3:0 bleiben könnte. Daraus wird aber nichts, denn nach einem Eckball in der 87. Minute steigt Caculovic am höchsten und trifft per Kopf zum 4:0.

Da die beiden letzten Möglichkeiten ungenützt bleiben – zum Einen vergibt Hubmann die Möglichkeit aus der Distanz den Tormann zu überheben, zum Anderen scheitert Grassl mit einem Schuss an der Querlatte (den Nachschuss von Brauneis fängt Nömayer) – bleibt es beim in Summe nicht unverdienten 4:0. Wir haben im vergangenen Jahr mit einer nominell stärkeren Mannschaft 0:6 verloren, mit der „Notelf“ ist es diesmal ein 0:4 geworden. Sicher nichts worüber man sich freuen muss, dennoch kann man mit erhobenem Haupt nach Hause fahren. Nächstes Wochenende (FR, 3.11., 19:00) geht es im Heimspiel gegen St. Anna darum, das Heimpublikum mit einem versöhnlichen Spiel in die Winterpause zu verabschieden!

Am Ende jubelten aber die Voitsberger!

Links: StFV, Voitsberg, Ligaportal.

Der DSV Leoben spielte mit: Nömayer, Rinner, Pagger, Hubmann, Heinemann, Briza (80. L. Makotschnig), Giermair, Waldhuber, Maier, Horvat (46. J. Makotschnig), K. Kutlesa (G, 77. Sencar). Ersatz: Peckovic.

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