3:3 nach 1:3 zur Pause: Die Donawitzer kämpfen sich gegen Liezen zurück ins Spiel!

Landesliga, 13. Runde, FR 20.10.17, 19:00, Stadion Donawitz, 200. DSV Leoben : SC Liezen 3:3 (1:3). Torfolge: 1:0 Giermair (20.), 1:1 Josipovic (30.), 1:2 Josipovic (41.), 1:3 Wallner (43.), 2:3 Hubmann (59., FR), 3:3 Kabashaj (71.). Schiedsrichterteam: Ing. Krainer, Gremsl, Hofer.

Also, langweilig sind Donawitzer Spiele in den letzten Wochen nicht gerade, auch das Derby gegen Liezen ist da keine Ausnahme. Vor etwa 200 Zusehern bringt Mario Giermair unsere Mannschaft nicht unverdient (davor vergibt er eine gute Kopfballmöglichkeit) mit seinem linken Hammer in Führung, doch wieder – wie schon in den letzten Spielen – bedeutet diese Führung nichts. Liezen wacht nun auf, nach einem Lattenköpfler von Auer, ist es in der 30. Minute soweit. Knefz verlängert per Kopf auf Josipovic in den Strafraum, der an Peckovic vorbei auf 1:1 stellt. Bis zum Pausenpfiff, die beste Phase der Gäste: Schnelle, direkt gespielte Aktionen bereiten unserer Mannschaft große Mühe – ein Doppelpack kurz vor dem Pausenpfiff scheint den DSV auf die Verliererstraße zu befördern. Zum zweiten Mal Josipovic, nach Mrzic-Stanglpass und  dann schließlich Wallner, der eine schöne Aktion über viele Stationen zum 1:3 abschließt – zur Pause sah das ganz bitter aus. Nach dem Seitenwechsel hält Tormann Peckovic seine Mannschaft im Spiel, als er aus kurzer Distanz einen Schuss von Martin Neuper mit einem tollen Reflex pariert. Dann aber, mit dem Mute der Verzweiflung, werden die Donawitzer stärker und stärker. Dieses Spiel will man einfach nicht verlieren, genau so agieren jetzt endlich unsere Jungs. Ein direkt verwandelter Hubmann-Freistoß (hoch Richtung zweiter Stange, viel Verkehr aber niemand berührt mehr den Ball) bringt das 2:3 und als der eingewechselte Kabashaj mit seinem ersten Tor im DSV-Dress per Kopf auf 3:3 stellt, scheint plötzlich sogar ein Sieg möglich. Trotz zahlreicher Versuche, die aber keinen weiteren Treffer einbringen, bleibt es beim 3:3. Damit kann (und muss) man nach dem Zweitore-Rückstand leben, im dreizehnten Spiel gab es das bereits achte Unentschieden. Bitter: Lukas Tomic musste mit einer Rippenverletzung früh vom Feld und Jürgen Prutsch sowie Meriton Kabashaj erhielten jeweils ihre fünfte Gelbe Karte und müssen nun in Voitsberg zusehen!

Mario Giermairs vierter Saisontreffer bedeutet das 1:0 in dem torreichen Spiel!

Da Bernhard Rinner nicht rechtzeitig fit wurde, musste Trainer Jürgen Auffinger neben Alexander Maier, Alexander Hofer in die Innenverteidgung beordern. Nicht die einzige erzwungene Umstellung, denn nach nur 13 Minuten musste auch Lukas Tomic mit einer Rippenverletzung vom Platz, an seiner Stelle durfte Matthias Pagger aufs Feld. Zu diesem Zeitpunkt können die Donawitzer die Anfangsnervosität ablegen – immerhin ist mit dem, von Manfred Unger betreuten, SC Liezen eine der besten Auswärtsteams im Stadion – ein Schuss von Giermair (rechts vorbei) und eine gute Flanke von Giermair, die sowohl Tomic als auch Petkov knapp nicht erreichen, zeugen davon.

Nach einer Schranz-Flanke von rechts, die Ex-DSV-Goalie Bartosch vor Petkov erreicht und einer Waldhuber-Flanke, die in der Mitte Giermair findet (Giermair, völlig alleine am Fünfer, springt zwar hoch, kommt aber nicht über den Ball, so landet der Ball über dem Tor), gehen die Donawitzer nicht unverdient in Führung. Matthias Pagger setzt sich energisch ein, erkämpft den Ball und spielt beinahe im Liegen weiter zu Petkov, der den perfekten Lochpass für Giermair anbringt. Mario Giermair zieht von links in den Strafraum und schließt mit dem linken Fuß ab, der Ball passt perfekt ins lange Eck – die Donawitzer führen nicht unverdient mit 1:0!

Doch dann passiert wieder das, was man verhindern wollte. Wie schon gegen Trofaiach und Wildon, bedeutet eine Führung nicht ein mehr an Sicherheit und Selbstvertrauen, sondern eher das Gegenteil. Plötzlich beginnt Liezen zu spielen – und dass sie das können, wenn der nötige Platz da ist, beweisen sie eindrucksvoll. Mit einem weiten, hohen Abschlag von Penz Richtung Strafraum, bringt er Peckovic in Bedrängnis – der Tormann erreicht den Ball nicht, von Auers Kopf landet der Ball an der Querlatte, von dort springt der Ball zum Glück in Peckovic´Arme. Auf der anderen Seite wird ein Prutsch-Schuss in den Corner geblockt, bei diesem Eckball kommt Hofer knapp nicht zum Kopfball. Das war es dann aber, mit dem Donawitzer Angriffsspiel vor der Pause.

Admir Peckovic erstmals geschlagen, Josipovic erzielt gerade seinen ersten von zwei Treffer!

30. Minute – der Ausgleich: Von hinten spielt Liezen den Ball über Penz nach vorne, Knefz (zu ungenau gedeckt) leitet per Kopf weiter zu Josipovic (ebenfalls nicht nahe genug genommen) weiter. Der zieht in den Strafraum und bezwingt mit dem linken Fuß Peckovic mit einem Schuss ins lange Eck. 1:1 der neue Spielstand, doch Liezen hat noch nicht genug. Während Donawitzer Angriffe mit harmlosen Schussversuchen enden, schlagen die Gäste eiskalt zu. Ein langer Pass von Knefz nach vorne wird für Mrzic zur perfekten Laufvorlage. Von rechts kommend, lässt er seine Donawitzer Gegenspieler einfach stehen, spielt zur Mitte auf Josipovic, der zum zweiten Mal Peckovic bezwingen kann. Liezen hat das Spiel vor der Pause gedreht, es kommt aber noch schlimmer. Keine zwei Minuten später jubeln neuerlich die Gästefans. Wieder ist es das schnelle Direktspiel, dass jeglichen Zugriff unmöglich macht. Wie an Statisten wird der Ball an der Donawitzer Abwehr vorbeigespielt, diesmal ist Josipovic der Vorbereiter – Wallner, der sich lösen kann, erzielt das 1:3.  Mit diesem wenig hoffnungsvollen Zwischenresultat geht es in die Pause, viele Zuseher befürchten Schlimmes für die zweite Spielhälfte.

Doch es kommt Alles anders. Nicht gleich, denn da holt sich Prutsch nach Ballverlust gleich einmal seine fünfte Gelbe Karte und hat Martin Neuper die Riesenchance, dieses Spiel (wahrscheinlich) zu entscheiden. Eine hohe Hereingabe verlängert Smajlovic per Kopf, Peckovic entscheidet sich auf der Linie zu bleiben, kann dort aber den Schuss aus kürzester Distanz von Neuper stark parieren. Dann aber endlich gelingt es, den Ball in den eigenen Reihen zu Halten, vor allem über die Seiten (Pagger) gelingen Vorstöße, die zu Flanken in den Strafraum oder Standards führen.

Zwei Freistöße, einmal Hubmann, einmal Pagger, die in den Strfraum gelangen sollen, scheitern, doch beim dritten Versuch passt alles. Hubmann, nach Foul an Pagger, richtet sich den Freistoßball her – wartet noch den Wechsel – Kabashaj gegen Waldhuber – ab und schiesst in hohem Bogen Richtung zweiter Stange. Diesmal hat Hubmann, der sich damit selbst ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk bereitet, das richtige Gefühl – über die Köpfe sämtlicher Spieler und an allen Beinen vorbei, landet der Ball zum 2:3 hinter Bartosch im Kasten. Jetzt zeigen die Donawitzer das Gesicht, dass die Zuseher sehen wollen. Bissig, aggressiv wird um jeden Ball fightend, mit enormer Laufbereitschaft verlagert sich das Geschehen beinahe ausnahmslos in die Liezener Hälfte.

Hoffentlich nichts Schlimmes: Lukas Tomic muss nach 13 Minuten vom Platz!

Nach einigen hohen Bällen, die nicht zum Erfolg führen, kommt Kabashaj am Fünfer zur Torchance. Er versucht den tiefen Ball per Kopf zu verwerten, doch Penz ist um den Augenblick schneller dort und verhindert die tolle Torchance. Die Donawitzer versuchen es weiter, lassen, obwohl vieles, was versucht wird, nicht funktioniert, einfach nicht locker. Und das wird belohnt. Eine der vielen hohen Flanken in den Strafraum, diesmal von Heinemann geschlagen, landet am Kopf von Kabashaj, der sich die Chance nun nicht mehr entgehen lässt und auf 3:3 stellt. Wie schon gegen den GAK konnte auch an diesem Abend gegen Liezen ein Zweitore-Rückstand egalisiert werden.

Zwanzig Minuten noch Zeit bis zum Schlusspfiff, das Momentum nun ganz klar bei der Heimmannschaft. Da nun aber auch wieder Liezen über Konter zu Möglichkeiten kommt, steht das Spiel auf des Messers Schneide. Bestes Beispiel: Heinemann fällt am Sechzehner der Ball an die Hand, der Schiedsrichter lässt weiter laufen, aus dem Konter über Giermair und Prutsch findet Kabashaj die nächste Möglichkeit vor. Die Schlussphase gehört wieder eindeutig den Donawitzern. Da aber Schüsse von Pagger (Tornetz), Hubmann (Freistoß, der Tormann faustet raus) sowie ein guter Versuch von Petkov nichts mehr einbringen, bleibt es beim 3:3-Unentschieden, dem achten Remis der laufenden Meisterschaft. Schade, in der letzten Minute kassiert noch Kabashaj nach einer Rangelei Gelb, auch für ihn bedeutet das, dass er in Voitsberg nicht dabei sein darf. Mit einem lachenden und weinenden Auge darf man das Ergebnis hinnehmen. Einerseits ist es wieder nicht gelungen, einen Vorsprung zu Halten (oder auszubauen), zum Anderen darf man nach einem 1:3 Pausenrückstand mit dem erreichten Punkt zufrieden sein.

3:3- Meriton Kabashaj nach seinem ersten Donawitzer Tor!

Drei mal treten unsere Kicker vor der Winterpause noch an. Zuerst im Steirercup am Nationalfeiertag (26.10., 14:00) in Judenburg, am Samstag (28.10., 15:00) dann in Voitsberg und kommende Woche zum Saisonabschluss (3.11., 19:00) in Donawitz gegen St. Anna!

Links: StFV, LiezenLigaportal mit Videosequenzen

Der DSV Leoben spielte mit: Peckovic, Hubmann (T), Tomic (14. Pagger, G), Heinemann, Schranz, Hofer, Giermair (T, 86. Makotschnig), Waldhuber (58. Kabashaj, T,G)Maier, Prutsch (G), Petkov. Ersatz: Nömayer, Kutlesa.

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