GEBIETSLIGA: Niemals aufgeben: Horvat erzielt Ausgleich in der Nachspielzeit!

GEBIETSLIGA MÜRZ, 9. Runde, SA14.10.17, 16:00, Stadion Donawitz, 50. DSV Juniors : SC Gußwerk 1:1 (0:1). Torfolge: 0:1 Lovecky (21.), 1:1 Horvat (90+). Schiedsrichter Adolf Moser.

Das war wahrlich nichts für schwache Nerven: Die DSV Juniors laufen lange Zeit vergeblich einem Rückstand gegen Gußwerk nach und werden für den Kampfgeist belohnt. Mit der letzten Aktion gelingt der verdiente Ausgleich – Luca Makotschnig flankt zur Mitte und Marko Horvat versenkt den Ball per Kopf zum 1:1-Endstand im Netz. Gußwerk hatte das Geschehen vor der Pause im Griff und ging daher auch nicht unverdient durch Lovecky in Führung. Die DSV Juniors fanden vorerst kein geeignetes Mittel, um gegen gut organisierte Gußwerker durchzukommen, das änderte sich erst in der zweiten Halbzeit. Mit viel Einsatz und enormer Laufbereitschaft wurde der Tabellendritte phasenweise regelrecht eingeschnürt, es ergaben sich endlich auch Torchancen. Jan Makotschnig nach einem Eckball, Marian Mock nach einem Stanglpass von Kevin Briza sowie Djak per Kopf und Moritz mit einem Schuss: Der Ball schien aber einfach nicht ins Tor zu wollen. In der hektischen Schlussphase, in der auch der Schiedsrichter den Überblick verloren hatte (er ahndete eine Brutaloattacke von Michael Schmied an Kevin Briza nicht enmal mit einem Freistoß), gab es dann doch die Erlösung. Marko Horvats zweiter Saisontreffer bedeutete das zweite Unentschieden – ein absolut verdienter Punkt in einem schnellen, intensiven – teils überhartem – Gebietsligaduell!

Starke Leistung von ihm: Jakob Moritz!

Zum Glück ist der Juniors-Kader heuer so groß. Ohne Patrik Kutlesa, Machacek, Asil, Schweighart, Rogatsch und schließlich auch ohne Pachner (der sich beim Aufwärmen neuerlich verletzt hat), gelingt es Trainer Jürgen Kogler dennoch, eine schlagkräftige Truppe auf die Beine zu stellen. Mit dem Tabellendritten Gußwerk kam ein starker Gegner nach Donawitz, das war bekannt, aber dass es so schwierig werden würde, um durch zu kommen, das war dann doch etwas überraschend. Gußwerk beginnt nach zwei Spielminuten mit einem Freistoß, nach dem plötzlich Prumetz auf der linken Seite vor Tormann Ebner mit dem Ball auftaucht. Er trifft auch ins Tor, aber ob es Abseits, Hands oder sonst irgendein Regelverstoß war – der Schiedsrichter verhindert mit seinem Pfiff den frühen Rückstand. Nach einer Flanke von rechts (Schmidberger) kommt neuerlich der Kapitän (Prumetz) zum Ball, diesmal muss (und kann) Ebner einen Rückstand verhindern. Und dann benötigt es einmal richtig Glück. Ebner misslingt ein Zuspiel auf die Seite, Prumetz hat plötzlich am Sechzehner den Ball, doch der rutscht aus, dass Ebner die Situation problemlos klären kann. In den ersten zehn Minuten spielen die Gäste, die Juniors sind in dem Spiel noch nicht angekommen.

Etwa nach 15 Minuten sehen die bei schönstem Wetter auffallend wenigen Fans die ersten zusammenhängenden Offensivaktionen der Juniors, doch eine Abseitsentscheidung (Briza, sehr knapp) und ein etwas zu weiter Ball (Tormann vor Luca Makotschnig am Ball) verhindern wirklich Gefährliches. In der 21. Minute geht Gußwerk in Führung. Nach einem Eckball von der linken Seite kann Hoffellner vorerst per Kopf kurz klären, der Ball bleibt aber bei Gußwerk. Nincz bringt den Ball neuerlich zur Mitte, diesmal ist Lovecky an der ersten Stange zur Stelle und spitzelt neben Moritz zum 0:1 ins Tor. Clever gemacht, auch verdient, jedoch nicht unverhinderbar.

Der Rückstand beflügelt nicht gerade das Juniorsspiel. Briza ärgert sich über eine Schiedsrichterentscheidung und kassiert Gelb, nach vorne geht so gut wie gar nichts. Gußwerk bleibt gefährlicher, ein Schuss von Schmidberger von der Strafraumgrenze geht am langen Eck vorbei – den ersten Juniors-Schuss überhaupt gibt Jan Makotschnig nach 32 (!) Minuten ab, der Ball landet über dem Tor. Gußwerk kommt da einem zweiten Treffer durch einen Freistoß aus etwa 35 Metern Entfernung wesentlich näher. Brieler zirkelt zur Mitte, Schweiger ist wahrscheinlich noch dran, der Ball landet nur knapp neben der linken Stange an der Bande. Nach einem ersten Schuss von Reiter (Ebner fängt) folgt der zweite (im Anschluss an einen Eckball), der aber weit über dem Tor landet. Anzahl und auch Qualität der Chancen sprechen zu diesem Zeitpunkt klar für die Gäste. Vor der Pause geht es dann aber doch endlich einmal auch vor das andere Tor. Jan Makotschnig, im Strafraum, kann sich nicht zum Schuss entschliessen und verliert den Ball, Jakob Moritz scheitert mit einem Kopfball nachdem Luca Makotschnig einen Eckball zur Mitte bringt. Alles in allem zu wenig, Gußwerk geht verdient führend in die Pause.

Vor der Pause ging gar nichts – am Bild Gußwerks 0:1!

Zweite Halbzeit. Und da wird es besser. Wurden die richtigen Kabinenworte gefunden, gab es einen Zaubertrank oder war es etwas anderes, jedenfalls ging ein Ruck durch die Mannschaft. Viel entschlossener, präsenter, mit viel mehr Spannung wurden nun Zweikämpfe gesucht und daher auch gewonnen. Bester Beweis ist Horvats Tackling mit vollem Risiko (trotz Proteste – kein Foul) an der Outlinie oder Moritz, der im gegenerischen Strafraum bei einem scheinbar verlorenem Ball nachsetzt und einen Eckball rausholt. Torchancen entstehen dann zwangsläufig, wenn gleich diese zuerst noch nicht zwingend sind. Brizas Schuss wird von Schmidbergers Bauch (schmerzhaft) geblockt, ein Schuss von Luca Makotschnig von der Strafraumgrenze wird ebenfalls (diesmal zur Ecke) geblockt. Luca Makotschnig, der 15-jährige, der alle ruhenden Bälle von der Seite zur Mitte bringt, visiert seinen Bruder an, der auch zum Ball kommt und sich gegen zwei Gußwerker durchsetzt. Der gute Schuss landet knapp neben der rechten Stange  – der Auftakt zu einer chancenreichen zweiten Spielhälfte.

Gußwerk hat das Spielen nicht etwa eingestellt, aber gegen den neuen Stil der Juniors werden sie nun in ihren Angriffsbemühungen früh und erfolgreich gestört. Torchancen bei Kontern entstehen erst in der Schlussphase wieder, als sich die Juniors mit allem, was möglich ist, nach vorne werfen. In der 65. Minute, die beste Donawitzer Ausgleichchance. Kevin Briza zieht von links in den Strafraum, gewinnt das Laufduell gegen seinen Begleiter und bringt den Zuckerpass zur Mitte. Dort löst sich Marian Mock perfekt und kommt aus ca. 11 Metern zum Schuss – doch der trifft leider nicht, der Ball landet knapp über dem Tor. Kogler setzt auf Offensive. Nach 30 Spielen, in denen er in der Innenverteidigung immer die volle Distanz durchgespielt hat, wechselt er Florian Hoffellner (er ist übrigens aktuell der treueste, aller DSV Spieler – kein anderer Spieler ist länger beim DSV gemeldet und hat noch nie bei einem anderen Verein gespielt!) gegen den Stürmer Michael Djak aus und stellt von Vierer- auf Dreierkette um.

Einsatz und Laufbereitschaft waren in der 2. Hälfteder Schlüssel zum Punkt!

Die Donawitzer werfen in der Schlussphase alles nach vorne, kommen zu Chancen, allgemein wird das Spiel nun emotionaler und härter. Nach einer guten Flanke von Mock, gelangt Djak zu einem Kopfball (zu wenig Druck am Ball), Sencar von halbrechter Position zu einem Torschuss (rechts vorbei) und in der 79. Minute läuft Briza zu einem kurz wegbeförderten Ball, um abzuziehen. Knapp außerhalb des Sechzehners wird er dabei vom eingewechselten Spielertrainer Schmied derart hart umgeschnitten, dass einige schon das Schlimmste befürchteten. Zum Glück ist nichts passiert, dennoch, dieses Foul nicht mit Rot zu ahnden, ja nicht einmal zu pfeifen (Vorteil), grenzt schon an Realitätsverweigerung. Die Donawitzer bleiben am Drücker, wenn sich nun auch Konterchancen für die Gäste ergeben (Schüsse von Schmied und Prumetz). Vor allem Moritz schaltet sich durch starke Dribblings nach vorne ein, Eckbälle sind die Folge. Nach einem Eckball wird Brizas Schuss geblockt, Djaks Nachschuss landet beim Tormann. Kurz darauf zieht Moritz selbst ab, leicht abgefälscht landet der Ball knapp neben der Stange. Beim nächsten Eckball spürt Moritz einen Ellenbogen im Gesicht, das Spiel läuft aber weiter – vier Minuten Nachspielzeit sind angesagt.

Alles inklusive Tormann Ebner geht zu Standards mit nach vorne, nach einem Freistoß (Foul an Luca Makotschnig) von Jan Makotschnig (Ball landet knapp daneben), folgt eine Dauerbelagerung am Gußwerker Strafraum. Ein ums andere Mal wird es versucht, der Erfolg scheint sich aber nicht einzustellen. Bis zur letzten Aktion, einem Freistoß von Luca Makotschnig (nach Foul an Haider). Diesmal passt alles. Der Ball steigt hoch zur zweiten Stange, der Tormann fährt daneben, dahinter lauert Marko Horvat, der per Kopf zum 1:1 einnetzt. Der Jubel kennt in so einem Augenblick natürlich keine Grenzen, die Juniors haben tatsächlich noch einen Punkt geholt. Schön zu sehen, dass es sich lohnt, wenn man alles investiert einfach alles gibt. Gratulation zu dieser Leistung nach der Pause, das war ganz stark!

Der Torschütze: marko Horvat!

Zwei Spiele haben die Juniors in diesem Herbst noch vor sich. Am kommenden Samstag, 21. Oktober, 15:00 Uhr beim Tabellenführer Parschlug und zum Abschluss am Sonntag, 29. Oktober ab 15:00 Uhr gegen Phönix Mürzzuschlag!

Links: StFV, Gußwerk

Die DSV Juniors spielten mit: Ebner, Moritz, Haider, Sencar, Briza (G), Mock, Makotschnig L., Makotschnig J., Hoffellner (67. Djak), Horvat (G, T), Kutlesa K. Ersatz: Stocker, Pachner, (Asil).

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