Schon wieder 2:2! Der DSV Leoben holt einen Punkt in Wildon!

Landesliga, 12. Runde, FR 13.10.17, 19:00 Stadion Wildon, 150. SV Wildon : DSV Leoben 2:2 (1:2). Torfolge: 0:1 Hofer (37.), 1:1 Spreco (39.), 1:2 Tomic (41.), 2:2 F. Pinnitsch (56.). Schiedsrichter: Altun, Stachel, Nöst.

Schon wieder 2:2! Zum dritten Mal hintereinander erreicht der DSV Leoben dieses Ergebnis, auch in Wildon gelingt der Sieg trotz zweimaliger Führung nicht. Die Donawitzer präsentieren sich überwiegend gut organisiert und investieren auch viel, um den ersten Auswärtssieg zu erreichen, zu mehr als dem siebten Unentschieden im 12. Spiel reicht es aber wieder nicht. Nach einer guten halben Stunde mit viel Laufbereitschaft, aber wenigen Torchancen, gehen die Donawitzer durch einen Fernschuss von Alexander Hofer (der Ball landet über der Innenstange im Tor) in Führung, nur zwei Minuten später folgt der Ausgleich durch einen Spreco-Abstauber. Noch vor der Pause gelingt Lukas Tomis der neuerliche Führungstreffer – Tormann Stoiser kann einen Giermair-Schuss nur kurz abwehren, Tomic ist aus kurzer Distanz erfolgreich. Ein mögliches 3:1 vergibt Petkov unmittelbar vor dem Pausenpfiff, mit der knappen Führung werden die Seiten gewechselt. In der zweiten Spielhälfte fällt (nur) noch ein Treffer: Ein schöner Weitschuss von Pinnitsch – über Peckovic hinweg, landet der Ball an der Unterkante der Querlatte und von dort dann im Netz – bringt Wildon das 2:2, bei dem es letztlich auch bleiben sollte. Im Konter hatten die Donawitzer zwar einige Male viel Platz, doch wurde vor dem Tor zu kompliziert agiert, um doch noch das angestrebte Ziel, den Dreier zu holen, zu erreichen. Da auch Wildon mit dem gleichen Problem zu kämpfen hatte, blieb es beim 2:2-Unentschieden in dem unterhalsamen, schnellen Landesligaspiel.

Bravo Hofer! Mit seinem ersten Saisontor bringt er den DSV in Führung!

Jürgen Auffinger stellt um, bringt wieder Alex Maier von Beginn an in die Innenverteidigung, da auf der linken Seite Alex Hofer und Matthias Waldhuber zum Einsatz kommen, ist für Tim Heinemann vorest nur auf der Bank Platz. Den ersten Schuss im Spiel, in dem sich der DSV Leoben viel ausrechnet, gibt Wildon ab. Pinnitsch und Leeb können in Strafraumnähe kombinieren, schließlich wird Spreco im Strafraum gefunden, an Maier und Hofer vorbei schiesst er Richtung Tor, Peckovic kann den Ball über die Querlatte drehen.

Die Torchance ist der Weckruf, danach können die Donawitzer das Spiel mehr und mehr an sich ziehen. Ein schöner, direkt übernommener, Pass von Hubmann auf Schranz führt zur ersten Flanke, die aber zu Nahe am Tor landet, Stoiser kann vor Tomic ohne Probleme klären. Es folgen Vorstöße auf den Seiten, links kann sich Waldhuber aufgrund seiner Schnelligkeit durchsetzen, immer ist aber in Strafraumnähe ein Wildoner Bein im Weg, Abschlüsse gibt es vorerst noch nicht. Auch ein Hubmann-Freistoß (nach Gelbfoul an Petkov) in den Strafraum – Hofer verlängert per Kopf Richtung Tomic, der hart aber gerade noch fair gecheckt wird – hat Potential, nach 14 Minuten folgt der erste Donawitzer Torschuss. Von hinten wird der Ball über die rechte Seite herausgespielt, Giermairs Heber bringt Tomic ins Spiel. Tormann Stoiser kommt aus dem Tor heraus, der Donawitzer Stürmer ist aber schneller am Ball und bringt den Heber außerhalb des Strafraumes gut, aber etwas zu schwach, über den Tormann – vor der Linie kann deshalb Boljanovic den Ball gerade noch wegbefördern. Danach gibt es Eckball, in der Mitte kommt Giermair stark bedrängt zum Kopfball, der Ball landet über dem Tor. Es sieht ganz gut aus, was die Donawitzer zeigen, die Durchschlagskraft fehlt aber noch. Das bleibt auch so bei einem Giermair Querpass im Strafraum, der genauso wie eine Waldhuber-Flanke, nicht ankommt und bei einem Prutsch-Schussversuch, der klar über dem Tor landet.

Wildon kommt nach etwa 20 Minuten durch einen Eckball vors Tor, etwas unübersichtlich im Zentrum, dann kann die Situation aber doch mit vereinten Kräften geklärt werden. Wildon bleibt nun am Drücker und vergibt eine gute Chance durch Pinnitsch, der im Strafraum – nachdem sich Kiric auf seiner rechten Seite doch recht einfach Platz verschaffen konnte – den Zeitpunkt zum Abschluss versäumt, letztlich können Rinner, Maier und schließlich Waldhuber auch diese heikle Aktion beenden. Nach zwei weiteren Eckbällen ist die kurze, aber nicht ungefährliche, Wildoner Phase auch schon wieder beendet, es gelingt wieder das Spiel zu beruhigen und zu kontrollieren. Was weiterhin fehlt, ist die Genauigkeit beim letzten Pass. Der Ball läuft schön über die Seiten, es werden hohe Flanken, aber auch Querpässe ins Zentrum gebracht, doch diese Versuche von Giermair oder Tomic, der viele Bälle gut annehmen und verwerten kann, finden keine Abnehmer.

Harte Zweikämpfe, viele Duelle – richtig unfair wurde es aber nicht!

Dennoch, die Donawitzer bleiben hartnäckig und versuchen es weiter. Und das wird in der 37. Minute mit dem 0:1 belohnt. Nach einem hoch angetragenen Freistoß von Hubmann in den Strafraum, kann der Ball von Wildons Abwehrspielern nur kurz herausgebracht werden. Prutsch spielt ab auf Hofer, der von der Strafraumgrenze flach, gar nicht übermäßig scharf, jedoch platziert und verdeckt abzieht. Über die linke Innenstange passt der Ball perfekt ins Tor, wenn es schon aus dem Spiel heraus nicht so funktioniert, dann doch mit diesem Schuss – Hofers erster Saisontreffer bringt den DSV in Führung. Und dann das. Die Freude währt keine zwei Minuten, schon kann Wildon ausgleichen. Der Ball geht in der Vorwärtsbewegung verloren und dann geht es plötzlich schnell – zu schnell für unsere Defensivabteilung. Kiric bekommt auf seiner rechten Seite den nötigen Platz, kann den Ball zur Mitte bringen, dort nimmt sich Pinnitsch den Ball schön mit und ist plötzlich völlig frei vor unserem Tormann. Den Schuss aus kurzer Distanz pariert Peckovic zwar, gegen den Abpraller – verwertet durch Spreco – ist er aber machtlos, es steht 1:1. Wie schon vergangene Woche gegen Trofaiach wird eine Führung postwendend aus der Hand gegeben…

Das war es aber noch nicht vor der Pause. Die Donawitzer kommen schnell wieder auf die Beine. Ein schöner Pass auf Hubmann, der mit viel Übersicht weiterleitet auf den startenden Giermair. Giermair schüttelt einen Gegenspieler ab und zieht mit seinem linken Hammer ab. Der Tormann kann den Ball nicht bändigen, nur nach vorne abwehren – Lukas Tomic erkennt das und nützt die Gelegenheit zum 1:2 aus kurzer Distanz. Der vierte Saisontreffer des Stürmers, wieder führen die Donawitzer. Und diese Führung hätte kurz darauf noch komfortabler aussehen können. Wieder zieht Giermair über rechts davon, er sieht Petkov in der Mitte, serviert ihm den Ball, doch der kann aus kurzer Distanz den Ball im Tor nicht unterbringen und lässt diese gute Möglichkeit aus.

In der zweiten Spielhälfte bleiben die Donawitzer aggressiv und finden durch einen Hofer-Kopfball und einen versuchten Seitfallzieher von Tomic die ersten Halbchancen vor. Wildon ist zwar bemühter, als vor der Pause, doch die Lücke um durchzukommen, finden sie nicht (mehr als zu Eckbällen reicht es nicht). Bis Pinnitsch einfach abzieht. Der Ball kommt außerhalb des Strafraumes zu ihm. Sieht er, dass Peckovic um den Schritt zu weit vor dem Tor steht oder riskiert er es aus einem anderen Grund – der Ball steigt perfekt, senkt sich hinter Peckovic ebenso – über die Querlatte landet er zum 2:2 im Tor. Tausendguldenschuss fällt einem dabei fast ein, Wildon ist wieder im Spiel, konnte zum zweiten Mal ausgleichen.

Vor allem vor der Pause ging viel Schwung von ihm aus: Matthias Waldhuber!

Nach etwa einer Stunde ist für Bernhard Rinner Schluss, er greift sich an den Schenkel und kann nicht mehr weiterspielen, es dürfte eine Zerrung sein. Hofer rückt ins Zentrum und der eingewechselte Heinemann übernimmt Hofers Platz. Das Spiel wird nun zerfahrener und teils auch mit einer etwas härteren (aber noch keinesfalls brutalen) Gangart geführt. Jede Entscheidung des Schiedsrichters wird heftigst diskutiert und kritisiert, vor allem die Wildoner Betreuerbank fühlt sich, eigentlich grundlos, vom Schiedsrichter benachteiligt. Gespielt wird auch noch, doch die Luft ist etwas draussen. Es gelingt den Donawitzern einfach nicht mehr, aus den teils sehr guten Kontermöglichkeiten Kapital zu schlagen. Wildoner Abspielfehler beim Herausspielen, werden einfach nicht konsequent genug genützt. Schussmöglichkeiten von Hofer (zuvor dribbelt er sich über das halbe Spielfeld) werden ausgelassen, der eingewechselte Kabashaj macht bis in den Strafraum ebenfalls alles richtig – er wiederum schiesst (viel zu schwach) anstatt auf Petkov abzuspielen. Die Liste ließe sich fortsetzen, ändert aber nichts daran, dass es beim 2:2 bleibt. Wildon wäre bei aller Gefahr, die durch einige Vorstöße ausging (wenn man sie spielen ließ, bewiesen sie dass sie das können), zu besiegen gewesen, diese Chance wurde vertan.

Der zehnte Punkt im Herbst wurde geholt, die beiden Unentschieden-Meister, DSV zum siebten Mal, Wildon zum fünften Mal, trennten sich mit einer logischen Punkteteilung. Am kommenden Wochenende gastiert Liezen in Donawitz – Anpfiff ist FR 20.10., 19:00 Uhr – vielleicht klappt es ja dann mit dem zweiten Saisonsieg…

Lukas Tomic nach dem 2:1-Führungstreffer in der neuen DSV-Dress!

Links: StFV, Wildon, Ligaportal (mit Videosequenzen)

Der DSV Leoben spielte mit: Peckovic, Rinner (61. Heinemann), Hubmann, Tomic (T), Schranz, Hofer (T), Giermair, Waldhuber (84. Pagger), Maier, Prutsch (G, Kabashaj), Petkov. Ersatz: Nömayer, Kutlesa K.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Auracher
steinkellner logo
Skamander
Skamander
ASKÖ
Beyer_logo
Brandls Bauernladen
Buchis GmbH
Buchis GmbH
pachner
erlebnisleoben
climacraft
eisen_neumueller
hornbach
kelag
OOEVLogo
opel_fior
auto-pichler-Logo
sefra
sekotil_logo_oben
steiermaerkische-sparkasse
stiwog
svsschuster
Swietelsky_logo
trachten kalander
WILKE

Facebook