Wieder kein Sieg: Trotz zweimaliger Führung nur Punkt gegen Trofaiach!

Landesliga, 11. Runde, SA 07.10.17, 15:30. Stadion Donawitz, 700. DSV Leoben : FC Trofaiach 2:2 (1:1). Torfolge: 1:0 Hubmann (23., Elfer), 1:1 Rabensteiner (24.), 2:1 Petkov (48.), 2:2 Pigneter (58.). Schiedsrichter Grain, Popovic, Kreiner.

Das Ziel war klar, ein Sieg gegen Trofaiach sollte her – das wurde nicht erreicht. Das kann man dann drehen und wenden wie man will, das waren im gut besuchten Derby zwei verlorene Punkte! 700 Zuseher, ein Legendenspiel mit Schachner, Magic Aigner, Alex Schenk und vielen mehr, bestes Wetter, ein Stadionsprecher in Omi´s Showmobil, Elvis dem Glücksschwein und einer Autoverlosung – es war alles angerichtet, nur wenn das Ergebnis im Bezirksschlager nicht stimmt, bleibt ein Nachgeschmack. Der DSV Leoben hatte zwar in Summe mehr vom Spiel, hatte auch die besseren Torchancen, doch Trofaiach war im Konter keineswegs ungefährlich und hatte auf beide Donawitzer Treffer die passende Antwort. Nach 22 Minuten attackiert Tormann Zach Kapitän Martin Petkov im Strafraum derart ungeschickt, dass dem Schiedsrichter nichts anderes übrig bleibt, als auf Strafstoß zu entscheiden: Hubmann verwandelt sicher, die Donawitzer gehen nicht unverdient in Führung. Doch nur eine Minute später der Ausgleich: Pigneter flankt zur Mitte, der Ball wird nicht weggebracht und Rabensteiner schiebt aus kurzer Distanz den Ball zum 1:1 über die Linie. Nach dem Seitenwechsel bringt Martin Petkov seine Mannschaft neuerlich in Führung und wieder kann Trofaiach antworten – ein direkt verwandelter Pigneter-Freistoß landet zum 2:2 im Eck. Danach gelingt es dem DSV nicht mehr kontrolliert Druck aufzubauen, mit weiten Bällen war nichts zu erreichen – die Verunsicherung wurde sichtbar. Einmal noch war sie da, die Riesenchance, dieses Spiel doch noch zu gewinnen. Petkov wird ideal von Tomic im Strafraum angespielt, doch Petkov scheitert aus kurzer Distanz an Zach. Es bleibt beim Unentschieden, das sich Trofaiach durchaus auch verdient hat, das aber keinem der beiden Teams mit Blick auf die Tabelle wirklich hilft…

An „Elvis“, dem DSV Glücksschwein ist es nicht gelegen: Er kommt NICHT auf den Grill!

Endlich wieder einmal gut gefüllte Tribünen in Donawitz. Das Bezirksderby mit Autoverlosung machten das möglich, zusätzlich sorgte Erwin Kollmann mit seinem Legendenspiel  – DSV Legenden gegen Omi´s Apfelstrudelteam – für das gelungene Vorspiel. Das Spiel selbst kann mit dem ganzen Wirbel drum herum, zu Beginn nicht mithalten. Trofaiach, natürlich abwartend und defensiv eingestellt, verhindert, dass sich die Donawitzer groß in Szene setzen können. Quer spielen geht, nach vorne gibt es aber vorerst kein Durchkommen. Wenn es einmal Kabashaj auf der linken oder Tomic auf der rechten Seite gelingt, ein paar schnelle Meter mit dem Ball zu machen, fehlt die Anspielstation danach, somit versanden diese Aktionen. Dennoch, die Donawitzer bleiben zäh, versuchen es ein ums andere Mal. Nach elf Minuten zieht wieder einmal Tomic in den Strafraum, diesmal von der linken Seite, ein Schuss aufs Tor kann aber von Früstük verhindert werden, der zur richtigen Zeit hineinrutscht. Auch weitere Anläufe bleiben ohne Abschluss, am Strafraum spätestens ist stets Endstation.

Als sich die Zuseher notgedrungen auf ein Geduldspiel einstellen, hilft Tormann Zach den Donawitzern auf die Sprünge. Ein hoher Ball von Giermair Richtung Petkov (rechts im Strafraum) veranlässt Zach mit vollem Risiko aus dem Tor zu eilen. Er will den Ball, doch verräumt er dabei Petkov, sodass der Schiedsrichter nach 22 Minuten auf den Elferpunkt deutet. Christoph Hubmann übernimmt die Verantwortung, macht alles richtig, täuscht Zach und bringt den DSV Leoben mit 1:0 in Führung. Jetzt geht´s los, dachten wohl nicht wenige im Grünweißen Lager, doch Trofaiach spielte da nicht mit. Bis zum 1:0 waren die Gäste nicht einmal vor dem Donawitzer Tor, doch nur eine Minute nach dem Gegentreffer, jubelt das andere, in etwa gleich große, Lager. Ein Pigneter-Freistoß, weit draußen in Eckballnähe, reicht, um die Donawitzer Abwehr so sehr zu verunsichern, dass Rabensteiner gar nicht anders kann, als auszugleichen. Der hohe Ball wird von Hubmann abgefälscht, wird danach im Fünfer weder vom Tormann gefangen, noch von mehreren Spielern weggedroschen – Rabensteiner sagt Danke und netzt aus ca. einem Meter Entfernung ein!

Der Ball erstmals im Kasten – Hubmann mit dem 1:0!

Naja, immerhin ist nach 20 schwachen Minuten, einmal der Tor-Bann gebrochen. Bis zur Pause sehen die Zuseher dann doch einige, sogar sehr gute Möglichkeiten. Bei den Donawitzern darf man nicht nur das Defensivverhalten beim Gegentor, sondern auch wieder einmal die Chancenauswertung kritisch ansprechen. Ein Schuss von Petkov – gute Position (Zentral am Sechzehner), schlecht erwischt, und dann noch von Zach erst im Nachfassen (niemand spekuliert damit, dass der Ball wegspringen kann) erreicht, da kann man mehr draus machen. Bei einer Kabashaj-Flanke von links zur Mitte, rettet Früstük knapp vor Petkov in den Corner, ein Schussversuch von Jürgen Prutsch (warum eigentlich nicht?) aus großer Distanz steigt, gut angetragen, über das Tor. Prutsch gefällt dies und knallt kurz drauf noch einmal hin, diesmal pfeift der Ball flach rechts neben das Tor auf die Bande. Trofaiach kann sich in dieser Phase überhaupt nicht befreien, offensiv kann man bis zur Halbzeit neben dem erzielten Tor, gerade einmal einen Kopfball vorweisen, der aber für keine Gefahr sorgte – ein Effizienzproblem hat Rene Lerchs Team an diesem Nachmittag jedenfalls nicht.

Die größten Chancen kommen kurz vor der Pause. Eine wunderschöne Flanke von rechts (Giermair) erreicht Tomic am Kopf – völlig frei aus etwa zehn Metern trifft er den Ball zwar scharf, aber zentral – Tormann Zach schlägt den Ball über die Latte in den Corner. Den Eckball bringt Hubmann, genau so gut wie zuvor Giermair, zur Mitte, diesmal steigt Hofer dem Ball entgegen, auch er bringt das Runde aus kurzer Distanz im Tor nicht unter! Und einmal geht es noch, Giermair diesmal über links, bringt den Ball flach zur Mitte, Tomic rutscht an der ersten Stange vorbei, Kabashaj erreicht den Ball knapp an der zweiten Stange nicht – es bleibt beim mageren 1:1 zur Halbzeit.

Das war mehr als unglücklich verteidigt: Rabensteiner mit dem Ausgleich!

Nach der Pause starten die Donawitzer so, wie es das Heimpublikum wünscht. Kabashaj wird auf der linken Seite angespielt, über Tomic kommt der Ball zur Mitte – dort startet Petkov genau richtig los und kann vor Shabani und Zach aus kurzer Distanz den Ball zum 2:1 über die Linie befördern. Drei Minuten gespielt, die Donawitzer führen zum zweiten Mal! Doch wie schon nach dem 1:0, wachen auch nach dem zweiten Verlusttreffer die Gäste wieder auf. Vor allem Pigneter kann sich auf der linken Seite mehrmals durchsetzen, vorerst noch ohne präzise Flanken zur Mitte. Während die Donawitzer Offensivbemühungen abflauen – Freistöße zur Mitte bringen wenig – ist es weiterhin Pigneter, der unsere Abwehr auf Trab hält. Nach 53 Minuten setzt er sich gegen zwei Gegenspieler durch, den Stanglpass zur Mitte unterbindet Heinemann. Immer wieder kommen gewonnene Bälle schneller zurück, als es den Donawitzern lieb ist, Rinner und Hofer beweisen mehrmals ihre Kopfballstärke. Für Entlastung sorgt ein Angriff von Tomic, der etwas zu weit für Giermair zur Mitte passt. Gierli erläuft den Ball dennoch, die Hereingabe vergibt Petkov mit einem schönen Flugkopfball. Nach einem etwas missglückten Peckovic-Ausflug ergibt sich für Rabensteiner die Schussmöglichkeit, er scheitert aber. Das Spiel ist nun offen, beide Teams suchen den Abschluss – Trofaiach gelingt er, in der 58. Minute. Auf unserer linken Seite wird der Ball verzettelt, schließlich entscheidet Schiedsrichter Grain auf Freistoß. Pigneter, zuständig für ruhende Bälle, zirkelt das Leder unangenehm Richtung zweiter Stange, der eingewechselte Veseli erreicht den Ball zwar nicht, irritiert aber durch seinen Einsatz Peckovic – schließlich landet der Freistoßball direkt im Netz zum 2:2.

Neuerlicher Vorsprung – Petkov nach dem 2:1!

Natürlich wollen die Donawitzer dieses Spiel gewinnen, aber in der letzten halben Stunde passt einfach zu wenig zusammen. Trofaiach steht ganz gut, Laufwege sind verstellt, die Angreifer gut gedeckt. Nachdem nun mehr gepresst wird, verzetteln sich die Donawitzer einfach viel zu oft. Die Lösung ist zu meist der Steilpass, der aber kaum bis nie ankommt. Selten aber doch geht es aber. Ein geblockter Giermair-Schuss, eine schöne Ablage mit der Ferse von Tomic im Strafraum für Petkov (er scheitert an Zach) und dann die Riesenchance in der 82. Minute. Martin Petkov bekommt sie, nachdem die Abseitsfalle von Trofaiach gründlich daneben gegangen ist. Er ist alleine, etwa zehn Meter vom Tor entfernt und hat die Zeit platziert zu Schiessen. Dennoch bringt er den Ball nicht unter, Zach verhindert die Großchance. Nachdem auch Pigneter davor auf der anderen Seite nicht trifft und die letzten verzweifelten Donawitzer Versuche nichts mehr einbringen, beendet der Schiedsrichter das Derby beim Stand von 2:2.

Schade, wie schon so oft in diesem schwierigen Herbst, können die Donawitzer auch gegen Trofaiach nicht gewinnen. Es war dies schon das sechste Unentschieden im elften Spiel, das 2:2 ist ein Ergebnis mit dem beide Teams keine großen Sprünge machen können. Nächste Woche, nächstes Spiel – am Freitag dem 13., klappt es auswärts in Wildon hoffentlich besser!

Gute Leistung gekrönt: Pigneter mit dem 2:2!

Links: StFV, Trofaiach, Ligaportal

Der DSV Leoben spielte mit: Peckovic, Kabashaj (58. Pagger), Rinner, Hubmann (T), Tomic (G), Heinemann (87. Kutlesa P.), Schranz, Hofer, Giermair (82. Waldhuber), Prutsch, Petkov (T). Ersatz: Nömayer, Maier.

Legenden DSV Leoben : Omi´s Apfelstrudel Team

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