Aufholjagd wird belohnt: Der DSV Leoben holt im Finish ein 2:2 beim GAK!

Landesliga, 10. Runde, SA 30.09.17, 18:30, Graz-Weinzödl, 1.501. GAK 1902 : DSV Leoben 2:2 (2:0). Torfolge: 1:0 Bloder (21.), 2:0 Mihaljevic (45.), 2:1 Prutsch (75.), 2:2 Tomic (90.). Schiedsrichterteam Wiedner, Altun, Glössl.

Bravo DSV, das war beste Werbung in eigener Sache! In einem packenden Spiel vor 1.500 Besuchern kämpfen sich die Donawitzer nach 0:2-Pausenrückstand zurück und holen durch Treffer von Prutsch und Tomic noch ein 2:2-Unentschieden! In anderen Spielen kassierte unsere Mannschaft gegen Spielende noch das eine oder andere Tor, diesmal in Graz beim GAK, war es genau umgekehrt. In der 79. Minute steht Prutsch goldrichtig und sorgt für den Anschlusstreffer, in der Schlussminute köpfelt Tomic nach Waldhuber-Flanke den Ball zur Freude der vielen mitgereisten Donawitzer Fans unhaltbar ins Eck. Der unbändige Wille, an diesem Abend nicht verlieren zu wollen, wurde belohnt! War vor der Pause noch der GAK tonangebend und durch Treffer von Bloder sowie Mihaljevic (unmittelbar vor dem Pausenpfiff) durchaus verdient in Führung gegangen, so wendete sich nach der Pause das Blatt. Zwar hatte der GAK auch in der zweiten Hälfte Chancen alles klar zu machen, da diese aber allesamt vergeben wurden, setzten die Donawitzer mit einer selten gesehenen Schlussoffensive alles auf eine Karte. Der Einsatz und das Risiko wurden mit einem Punkt belohnt – am kommenden Samstag geht es mit dem Derby gegen den FC Trofaiach weiter!

Er hat seine starke Leistung mit einem Tor gekrönt: Jürgen Prutsch!

Trainer Jürgen Auffinger hatte nach längeren Verletzungspausen (Heinemann, Rinner, Hofer) endlich wieder alle Spieler mit an Board, dadurch gab es einige Umstellungen – Kabashaj und Maier blieben vorerst nur auf der Bank – Hofer und Rinner bildeten die Innenverteidigung. Und gegen einen spielerisch starken GAK mit lautstarker Unterstützung, des wieder zahlreich erschienenen großen Anhanges, brauchte es natürlich dringend erfahrene Spieler, die mit dieser, für uns doch einigermaßen ungewohnten, Situation umgehen konnten.

In den ersten Minuten begannen beide Teams mit dem nicht unüblichen Abtasten. Für den DSV Leoben wurden Petkov und Pagger, auch Tomic, gesucht, manchmal auch gefunden, ein Durchkommen durch die dichte Grazer Abwehr (mit nur neun Gegentoren die zweitbeste Verteidigung der Liga) gab es vorerst aber nicht. Auf der anderen Seite kommt der GAK durch einige Corner in den Anfangsminuten in den Donawitzer Gefahrenbereich, doch aus den zumeist von Gruber geschossenen Eckbällen, entsteht auch noch nichts wirklich Zwingendes. Den ersten Schussversuch (gute Distanz, leider geblockt, letztlich nur Einwurf) gibt Martin Petkov ab,  nachdem sich Hubmann den Ball erkämpft und schön weitergeleitet hat.

Mit Fortdauer des Spieles übernehmen die Hausherren mehr und mehr das Kommando. Es ist das Pressing auf die ballführenden Donawitzer, das erfolgreich gelingt. Bälle können dadurch nur selten länger in den eigenen Reihen gehalten werden, die hohen Bälle nach vorne landen zwar oft an Tomic´ Kopf, mit dem Rücken zum Tor, kann er damit aber nichts anfangen. So sind es dann Allmannsdorfer und Hackinger für die Roten, die sich um die Ballverteilung kümmern oder selbst mit Ball nach vorne ziehen. Den ersten Schuss versucht Kammerhofer nach einem Eckball, der fällt aber zu zentral und schwach aus, kein Problem für Peckovic.

Der DSV verlagert sich aufs Kontern, dabei gelingen auch Vorstöße mit Potential. Da der GAK hoch attackiert, ist bei entsprechend schnellem Umschalten und genauem Zuspiel, Platz auf den Seiten. Tomic setzt Pagger auf der linken Seite ein, der wird aber im Strafraum erfolgreich von Graf gestellt. Auf der anderen Seite werden unsere Abwehrspieler zusehends auf ihre Aufmerksamkeit geprüft. Perchtold, Bloder oder Allmannsdorfer – sie alle suchen die Lücke, die noch nicht gefunden wird. Bis zur 20. Minute.

Von links gelingt einmal der Pass perfekt zur Mitte auf Bloder. Bloder wird in diesem Augenblick nicht gedeckt, somit hat er die nötige Zeit, sich den Ball runter zu stoppen. Ein Rettungsversuch von Heinemann scheitert, Bloder, nun aus kurzer Distanz vor Peckovic, hat keine Mühe den Ball am Tormann vorbei unterzubringen. 1:0 zur Freude des roten Anhanges, schade dennoch, weil einfach unnötig. So frei darf man einen Spieler am Elfer einfach nicht stehen lassen, sowas wird dann eben bestraft.

Viel Herzblut: Kapitän Martin Petkov stellvertretend für alle anderen Spieler!

Der Führungstreffer gibt dem GAK viel Schwung und Auftrieb. Während ein Giermair- Entlastungsangriff (von Prutsch eingesetzt) mit einem Schuss, klar neben dem kurzen Eck endet, wird der GAK unangenehmer. Die Ball-Frequenz, die hoch oder auch flach in den Strafraum gelangen, nimmt zu, die Donawitzer nun im Defensivmodus. Querpässe von Perchtold oder Dabic können mit Mühe unterbunden werden, Hackingers Versuch auf Mihaljevic scheint perfekt zu sein, doch Heinemann wirft sich hinein, Giermair klärt darauf die Situation. Nach einem Zuspiel von Bloder kann Allmannsdorfer seine Bewacher Schranz und Rinner abschütteln, sein Schussversuch aus etwa neun Metern Entfernung landet flach, links neben dem Tor – das war so richtig knapp, Allmannsdorfer weiß, welche Chance er da ausgelassen hat! Den nächsten Sitzer vergibt kurz darauf Hackinger. Er setzt sich rechts durch, zieht beinhae an der Outlinie entlang Richtung Tor, deutet einen Querpass an, schiesst aber dann ins kurze Eck. Peckovic lässt sich nicht täuschen und kann abwehren!

Dann, als die gefährlichsten GAK-Torszenen wieder enden, sogar Tomic und später Pagger Konter starten können (die Stanglpässe kommen aber nicht an), passiert es. Bei einem Schuss von Hackinger kann sich Peckovic noch auszeichnen, in der Schlussminute ist unser Tormann aber machtlos. Ein Eckball wird zur Mitte gebracht, mehrere Spieler gehen zum Kopfball, Graf legt auf für Mihaljevic, der aus kurzer Distanz zum 2:0 abstaubt. Nach dem Anstoß beendet der Schiedsrichter die erste Spielhälfte, der Zwischenstand von 2:0 ist doch ernüchternd.

Auch nach der Pause sorgen die Grazer vorerst für die besseren Szenen. Kopfbälle nach Cornern, ein Flachschuss knapp am langen Eck vorbei, der DSV muss sich gewaltig dagegen stemmen, um nicht noch höher in Rückstand zu geraten. Für nur kurze Entlastung sorgen Vorstösse von Kabashaj, Giermair und Petkov – einer führt zu einem Freistoß, den Hubmann aber zu weit vors Tor bringt und damit Tormann Haider nicht beunruhigen kann. Auf der anderen Seite löst sich Bloder geschickt, sein Schuss landet aber knapp rechts neben dem Tor.

Nach etwa einer Stunde endet der Druck des GAK. Das 2:0 ist bis dahin ungefährdet, die Hausherren scheinen Richtung Verwalten umzustellen. Und das rächt sich. Die Donawitzer laufen, kämpfen und beissen nun, wollen unbedingt zurück ins Spiel kommen. Ein erster Volleyschuss von Tomic, nach schönem Wechselpass von Giermair, landet über dem Tor. Hubmann und Schranz schalten sich vermehrt in die Offensive ein, was folgt sind Eckbälle und Freistöße – die aber von der GAK-Abwehr geklärt werden können. Dennoch, so oft auch Angriffe irgendwo versanden, die Donawitzer lassen nicht locker und versuchen es wieder und wieder.

Tor zum 2:2 – Der Jubel rund um Lukas Tomic natürlich groß!

Nach Vorlage von Petkov misslingt Prutsch ein Schussversuch (hoch drüber), kurz drauf spielt Hubmann zu Tomic, dessen Bodenauf-Schuss Tormann Haider erstmals in Bedrängnis bringt. Den folgenden Eckball zirkelt Hubmann auf Hofers Kopf, von dort geht der Ball Richtung Tor, Haider kann ihn gerade noch rauskratzen und im zweiten Versuch fangen – die Donawitzer Torchancen werden immer konkreter. Schranz, Petkov, Giermair und Prutsch – alle sind nun offensiv eingebunden, der GAK hat nun Mühe sich zu befreien, die Donawitzer erahnen, dass da noch etwas gehen könnte!

Und dann gelingt er endlich, der Anschlusstreffer, der sich zu diesem Zeitpunkt angekündigt hat. Prutsch spielt auf Petkov, von ihm kommt der Ball wieder zurück. Jürgen Prutsch zieht ab und endlich zappelt der Ball im langen Eck im Netz, nach 79 Minuten steht es nur noch 1:2! Im Gegenzug gelingt es dem GAK nicht, den Sack zuzumachen: Gruber spielt den Stanglpass Richtung Fischer, der unbedrängt, den Ball knapp nicht erreicht.

Damit geht es wieder in die andere Richtung. Der Ball läuft nun, Zweikämpfe werden nun großteils gewonnen. Einen Freistoß von Hubmann übernimmt Kabashaj (drüber), einen Giermair-Flachschuss kann Haider fangen und in der 89. Minute dann die Riesenchance auf den Ausgleich (dazwischen prüft Ciorcasan einmal Peckovic, der den Ball über die Latte drehen kann).  Petkov spielt im gegnerischen Strafraum auf Hofer, der wieder zurückpasst. Der Petkov-Schuss wird geblockt, der Ball landet bei Waldhuber, dessen Schuss ebenfalls geblockt wird – neuerlich bleiben die Donawitzer im Ballbesitz – schließlich darf auch Giermair noch draufknallen und wieder ist ein Grazer Bein dazwischen, es scheint wie verhext zu sein!

Aber nur bis zur Schlussminute. In der 90. Minute gelingt der Ausgleich: Waldhuber flankt von links zur Mitte, dort hat sich Tomic von seinem Bewacher lösen können, per Kopf dreht er den Ball zum 2:2 ins lange Eck. Die Freude ist natürlich riesengroß, Spieler, Betreuer und Fans liegen sich in den Armen, nachdem die letzten Minuten überstanden werden, ist es amtlich. Der DSV hat im Finish des Spieles noch einmal alles in die Waagschale geworfen und wurde mit dem Unentschieden belohnt – Gratulation an alle, das war eine Extraleistung!

Sicherlich hatte der GAK in Summe mehr vom Spiel, hatte mehrfach die Möglichkeit das Spiel vor zu entscheiden, der Punkt ist aber aufgrund des starken Willens in der Schlussphase dennoch verdient! Nächste Woche geht es (nach dem Gösser Kirtag – DSV Stand am DO 5.10. – Infos folgen!) am Samstag weiter mit dem Bezirksderby DSV Leoben gegen den FC Trofaiach – auch da hoffen wir auf eine hohe Zuseherzahl, das Spiel gegen den GAK war auf jeden Fall die beste Werbung dafür!

Die Freude über die Leistung war nach dem Spiel bei Mannschaft und Fans zu Recht überschäumend!

Links: StFV, GAK, Ligaportal

Der DSV Leoben spielte mit: Peckovic, Rinner, Pagger (46. Kabashaj), Hubmann (G), Tomic (T), Heinemann (84. Waldhuber), Schranz, Hofer, Giermair (G), Prutsch (G,T), Petkov (90+. Maier). Ersatz: Nömayer, Makotschnig J.

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