Fürstenfeld zu abgebrüht: Der DSV Leoben fährt mit 0:4 (0:1)-Packung nach Hause!

Landesliga, 9. Runde, FR 22.09.17, 19:00 Uhr, Rudolf Gutmann Stadion, 350. SC Fürstenfeld : DSV Leoben 4:0 (1:0). Torfolge: 1:0 Kahr (24.), 2:0 Glaser (49.), 3:0 Glaser (51.), 4:0 Beslic (70.). Schiedsrichterteam: Dr. Paier, Adanitsch, Prasser.

Das passiert, wenn man vom Tabellenführer eingeladen wird, das Spiel zu machen, dies auch versucht und sich dabei zu viele individuelle Fehler leistet. Fürstenfeld hat nun einmal Spieler, die auf Schwächen lauern und dann blitzschnell, mit voller Wucht zuschlagen. Fürstenfeld hatte vorerst gar nicht die Absicht vor eigenem Publikum das Spiel zu gestalten. Attackiert wurde erst im Mittelfeld, dann selbst im Ballbesitz, wurden meist mit hohen Bällen die Angreifer gesucht. Der neue Tabellenführer spielte Konterfußball im eigenen Stadion gegen einen Tabellennachzügler, damit war nicht zu rechnen – der Überraschungspunkt geht an das Fürstenfelder Trainerteam! Optisch sah das dadurch sehr lange gut aus, was unsere Mannschaft in Fürstenfeld zeigte. Vor der Pause wurde mit viel Ballbesitz versucht, das Spiel nach vorne zu tragen, Lücken gesucht, bis zum gegnerischen Sechzehner sah das auch ganz vielversprechend aus. Die unerwartete, aber äußerst effiziente Kontertaktik der Hausherren, bewährte sich nach 24 Minuten. Das Umschalten gelingt unserer Mannschaft nicht schnell genug, Jedliczka enteilt auf seiner rechten Seite, die Flanke übernimmt Kahr per Kopf aus kurzer Distanz zum einzigen Treffer vor der Pause. Nach dem Seitenwechsel macht der Fürstenfelder Kapitän Andreas Glaser mit einem Doppelpack innerhalb von zwei Minuten Alles klar. Beide Male sieht unsere Abwehr dabei nicht gut aus, lässt sich zu einfach austanzen. Glaser ist in beiden Fällen zu flink für unsere Jungs da hinten und schliesst im Strafraum ab. Das Spiel ist nach 51 Minuten beim Stand von 3:0 natürlich entschieden. Während unsere Mannschaft, die über die gesamte Spielzeit zu keiner einzigen, konkreten Torchance kommt, sich zumindest halbwegs wieder sammeln und ordnen kann, genügt Fürstenfelds Bomber Beslic eine weitere Unachtsamkeit um seinen 12. Saisontreffer zu erzielen. Bei einer Flanke, in der Mitte den Topscorer alleine zu lassen, wird natürlich bestraft, beim klaren 4:0-Erfolg bleibt es schließlich. Fürstenfeld war an diesem Abend einfach zu abgebrüht für unsere Mannschaft, hatte im Ballbesitz den besseren Überblick, die größere Klasse an Spielern und war im Abschluss gnadenlos: Damit geht das Ergebnis auch in dieser Höhe in Ordnung…

Ex-DSVler Erik Kahr, Torschütze zum 1:0 im Duell mit Matthias Waldhuber!

Nach ihren Verletzungspausen waren Alexander Hofer und Bernhard Rinner zumindest (vorerst) auf der Ersatzbank wieder mit dabei, Trainer Auffinger vertraute aber den zuletzt spielenden Donawitzer Kickern. Und die beginnen beim Favoriten gar nicht einmal schlecht. Die Bälle können in den eigenen Reihen gehalten werden, sicherlich, es wird viel quer gespielt, Fürstenfeld lässt unsere Mannschaft aber gewähren. Ein erster Freistoß von Pagger in den Strafraum kann ohne Probleme geklärt werden. Bis etwa 20 Meter vor dem gegnerischen Tor gelangen die Donawitzer (Schranz geht mit nach vorne), dahinter wird die Luft aber zu dünn, im Gefahrenbereich kommen für Tomic keine brauchbaren Bälle. Fürstenfeld zeigt, wie man schnell umschaltet, mit Hebern oder weiten Bällen werden auf den Seiten ihre schnellen Spieler gesucht (und meist auch gefunden). Jedliczka setzt sich gegen Kabashaj auf seiner rechten Seite durch, die Flanke zur Mitte gerät für Kahr (der kurz darauf unglücklich m Gesicht erwischt wird) knapp zu weit.

Nach einem schönen Angriff über Petkov, Giermair und schließlich Schranz, der in den Strafraum eindringen kann – dort aber keinen Abnehmer findet – ist auf der anderen Seite (wieder nach schnellem Umschalten) erstmals Goalgetter Beslic vor Peckovic. Per Fußabwehr und schließlich durch eine Rettungsaktion von Hubmann kann ein Verlusttreffer verhindert werden. Fürstenfeld bleibt vorne und profitiert beinahe von einem Missverständnis zwischen Petkov und Maier – der Ball landet wieder bei Beslic, der aus kurzer Distanz nur das Außennetz trifft. Auf der anderen Seite bleibt es bei Stückwerk. Bälle können in Strafraumnähe nicht vernünftig angenommen, geschweige denn verarbeitet werden, ein Schussversuch von Tomic wird geblockt. Während sich Waldhuber und Pagger nicht durchsetzen können, geht es bei Ballverlust schnell in die andere Richtung (Pagger sieht nach so einem Ballverlust nach Foul Gelb). Nach einer Flanke auf den freien Beslic im Zentrum fehlt bei dessen Schuss nicht viel, der führende der Torschützenliste hat zu Beginn des Spieles zum Glück sein Visier noch nicht eingestellt.

Viele Ballberührungen, auch mit nach vorne gegangen – es gab aber kein Durchkommen: Mark Schranz!

Und dann passiert es. Pagger attackiert (erfolglos) zu hoch, auf ihrer rechten Seite ist plötzlich viel Platz für Fürstenfeld. Jedliczka zieht auf und davon, auch Maier kann ihn nicht stoppen, bei der Flanke zur Mitte agieren Waldhuber und Schranz zu passiv – Kahr löst sich und versenkt den Kopfball zum 1:0. Fürstenfeld, zwar mit weniger Ballbesitz, aber wesentlich abgebrühter und geradliniger in der Vorwärtsbewegung, geht verdient in Führung. Und unmittelbar darauf wäre sie dagewesen, die wohl einzige Ausgleichchance. Ein weiter Ball kommt einmal im Strafraum an, Giermair hätte den wohl im Vorjahr noch gemacht, doch anstatt gleich abzuziehen oder einen Heber zu versuchen, will er sich den Ball stoppen, dabei springt dieser zu weit weg, Tormann Stocker kann klären. Am Charakter des Spieles ändert sich nach dem Führungstreffer wenig. Die Donawitzer betreiben im Ballbesitz brotlose Kunst, es gelingt einfach nicht die Lücke in der Fürstenfelder Abwehr (hat nicht umsonst erst fünf Gegentore erhalten) zu finden, irgendwann ist der Ball dann verloren und schon geht es schnell in die andere Richtung. Bei einem guten Pagger-Eckball fährt Stocker (der nicht immer den sichersten Eindruck hinterlässt) daneben, leider steht in dieser Situation kein Grüner bei der zweiten Stange, kurz darauf landet ein Petkov-Schuss (nach Waldhuber-Vorarbeit) rechts neben dem Tor – mehr ist es nicht auf Donawitzer Seite.

Bis zur Pause bringt Trainer Auffinger für Pagger schon Hofer, der gleich nach seiner Einwechslung Gelb sieht, scheitert Jedliczka mit einem Distanzschuss an Peckovic, Beslic nach schönem Zuspiel von Glaser im Strafraum (er kann den Ball am Elfer nicht stoppen) und noch einmal Beslic mit einem Kopfball, den ebenfalls Peckovic hält. Mit einem klaren Chancenplus für Fürstenfeld, aber nur einem knappen 1:0 geht es in die Pause.

Viel Fürstenfelder Druck am und im Sechzehner – Siemmeister bei einem Abseitstor!

Die ersten Offensivaktionen der zweiten Halbzeit, gelingen den Donawitzern, die sich noch etwas in diesem Spiel ausrechnen. Da aber Giermair abgedrängt werden kann, Geburtstagskind Prutsch – nach Hofer Dribbling – per Kopf erfolglos bleibt, wird es nichts mit dem schnellen Ausgleich. Im Gegenteil. Ein hoher Pass reicht völlig aus, um in den anderen Strafraum zu gelangen. Glaser schüttelt zuerst Maier, dann auch Hubmann ab, er zieht rechts in den Strafraum und zimmert den Ball zum 2:0 hoch ins Eck. So geht Konterfußball, der Ball eben noch am anderen Sechzehner, kurz darauf baumelt er in unserem Netz – stark gemacht, aber wahrscheinlich nicht unmöglich, etwas dagegen zu unternehmen. Und Fürstenfeld bleibt gleich beim Jubeln. Der Ball wird beim herausspielen verloren, Beslic als Vorbereiter für Glaser, der sich wieder im Strafraum vorbei an Hubmann lösen kann. Diesmal umspielt er Tormann Peckovic und schon steht es 3:0. Das ist viel zu einfach, so leicht darf man es dem Tabellenführer (zumindest für diesen Abend) nicht machen. Das Spiel ist nun endgültig verloren und das nach 51 Minuten – Trainer Auffinger stellt um, bringt Rinner in die Innenverteidigung, Hubmann rückt eine Position vor.

Das Bemühen sich bei diesem aussichtslosen Rückstand nicht gehen zu lassen, ist sichtbar, man will unter allen Umständen ein Debakel verhindern. Fürstenfeld hat natürlich alle Trümpfe in der Hand, mit dem nötigen Selbstvertrauen, gelingen Aktionen noch leichter, die Donawitzer Abwehr steht nun oftmals unter Druck. Doch was auch an hohen Bällen kommt (einige Eckbälle), die Abwehr stellt sich nun besser auf die großen Angreifer ein. Auch in die andere Richtung wird Fußball gespielt, doch wie schon vor der Pause, entsteht auch danach nur ein Angriffslüfterl. Im Mittelfeld sieht das alles vielversprechend aus, doch die Pässe in Strafraumnähe landen ausnahmslos immer bei einem Fürstenfelder. Es wird viel versucht, über die Seiten, über die Mitte, mit schnellen Direktspiel, gelingen tut dabei leider aber nichts Konkretes.

Am Ende jubeln Andere – vierte Saisonniederlage in der neunten Runde!

Fürstenfeld hat noch einen Torjäger, der bisher noch nicht getroffen hat – das ändert sich in der 70. Minute. Nach einer Flanke von der linken Seite (Jedliczka) steht Beslic am Elfer plötzlich völlig frei zwischen Maier und dahinter Hofer. Also, nur weil er vor der Halbzeit einige Chancen vergeigt hat, darf man das nicht immer voraussetzen! Per Kopf setzt er den Ball ins lange Eck, Peckovic chancenlos, es steht 4:0! Danach vergeben die Hausherren noch ein paar gute Möglichkeiten, bzw. kann Peckovic mit guten Paraden noch Schlimmeres verhindern. Vor allem bei einem Volleyschuss von Jedliczka und einem Schuss, sowie danach bei einem Abseitstor, jeweils durch Siemmeister, fehlt nicht viel. Es bleibt schließlich beim 4:0-Sieg für den neuen Tabellenführer, erstmals gelingt dem DSV Leoben im Herbst kein Treffer. Der Sieg geht in Ordnung, gegen diese starke Mannschaft hätte ausschließlich ein fehlerfreies Auftreten zu einer Überraschung verholfen. Das ist aufgrund der individuellen Stärken der Gegner nicht gelungen, daher heisst es abhaken, besprechen und nächstes Mal – beim GAK am Samstag, 30.9., 18:30 – besser machen!

Link: StFV, Fürstenfeld, Ligaportal

Der DSV Leoben spielte mit: Peckovic, Kabashaj (53. Rinner), Pagger (G, 42. Hofer), Hubmann, Tomic, Schranz, Giermair (75. Makotschnig), Waldhuber (G), Maier, Prutsch, Petkov. Ersatz: Nömayer, Machacek.

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