2:2 (1:1) gegen Heiligenkreuz, wieder verhindert spätes Gegentor den Sieg!

Landesliga, 8. Runde, FR 15.09.17, 19:00 Stadion Donawitz, 150. DSV Leoben : TUS Heiligenkreuz 2:2 (1:1). Torfolge: 0:1 Mohsenzada (32.), 1:1 Prutsch (34.), 2:1 Petkov (52.), 2:2 Hofer (81.). Schiedsrichterteam: Can, Spörk, Deutsch.

Rückstand, Führung, Ausgleich – Punkt verteidigt – so in etwa lautet die Kurzfassung des unterhaltsamen Meisterschaftsspieles gegen Heiligenkreuz. Aus dem Sieg ist leider wieder nichts geworden, zum dritten Mal in den letzten vier Spielen konnte ein Vorsprung nicht zu drei Punkten genützt werden. Beide Mannschaften spielten schnell nach vorne und fanden viele Abschlussmöglichkeiten vor. Heiligenkreuz gelingt durch einen Kopfball von Mohsenzada das 0:1, beinahe postwendend erzielt Jürgen Prutsch mit einem wunderschönen Volleyschuss (sein erstes DSV-Tor!) den schnellen Ausgleich. Danach sind die Donawitzer dem Führungstreffer näher, der gelingt auch kurz nach der Pause durch Martin Petkov, nach schöner Kabashaj-Vorarbeit. Mitte der zweiten Spielhälfte müssen die Donawitzer dem hohen Tempo Tribut zollen. Heiligenkreuz übernimmt das Kommando, ist im Abschluss aber vorerst glücklos. In der 81. Minute, im Anschluss an einen Eckball auf der anderen Seite, ist es aber soweit. Hofer nützt seine Chance und schließt einen Konter zum 2:2 ab. In den letzten Minuten steht das Spiel mehrmals auf des Messers Schneide, mit Mann und Maus verteidigend, kann zumindest das Unentschieden gehalten werden. Das vierte ungeschlagene Spiel in Folge geht zwar in Ordnung und diese Serie kann auch als positiv bewertet werden, dennoch fehlen einfach die Big Points, damit man nach vorne kommt. In den nächsten beiden Auswärtsspielen (Fürstenfeld, GAK) wird es jedenfalls sicher nicht leichter werden, um endlich den zweiten Meisterschaftssieg feiern zu können!

Jürgen Prutsch bei seinem erfolgreichen Torschuss!

Der Verletzungsteufel hat in dieser Woche wieder einmal zugeschlagen. Neben den schon länger verletzten Hofer und Heinemann, gesellten sich noch Rinner und Tormann Nömayer dazu. Trainer Auffinger vertraut, wie schon nach dem Ausfall von Rinner in Pöllau, auf Hubmann in der Innenverteidgung, der machte auch diesmal wieder seine Sache unaufgeregt und abgebrüht.

Die Donawitzer wollen nach den drei ungeschlagenen Spielen nun gegen Heiligenkruz einen draufsetzen und beginnen entsprechend motiviert. Nach etwa fünf Minuten profitiert Giermair bei einem Abspielfehler in der Abwehr, von rechts flankt er zur Mitte, dort kommt auch Tomic zum Ball, da er aber von Karl abgedrängt wird, fällt der Schuss zu schwach aus. Die Donawitzer bleiben vorerst am Drücker, durch einen Pagger-Freistoß (Flanke in den Strafraum) entsteht viel Bewegung vor dem Tor, der Ball landet aber an Petkov vorbei beim Tormann. Angriffe in Richtung Heiligenkruzer Strafraum finden statt, gefährlich ist das in dieser Phase aber nicht, nach etwa einer Viertelstunde kommen auch die Gäste besser ins Spiel. Einen ersten Schuss gibt dabei Steinegger von der linken Seite ab, er verzieht aber deutlich am langen Eck vorbei. Erstmals wirklich gefährlich wird es nach einem Eckball. Der Ball kommt zu Jevsenak, dessen Schuss eigentlich misslingt, der Ball landet aber bei Jury, der plötzlich unmittelbar vor Peckovic auftaucht (Pagger, noch neben der anderen Stange, hebt das Abseits auf). Peckovic macht in der unübersichtlichen Aktion (Jury versucht es mit dem Rücken zum Tor mit der Ferse) alles richtig und wehrt irgendwie den Ball über die Latte. Bei einem weiteren Schuss, diesmal von Driesner aus der Distanz, fehlt auch nicht viel. Peckovic kann den unangenehmen Ball über die Latte ins Torout befördern.

Nach einem guten Donawitzer Angriff, von Schranz (nach einem Einwurf) eingeleitet und von Petkov mittels Fallrückzieher (schön genommen, doch deutlich am Tor vorbei) abgeschlossen, gehen die Gäste in Führung. Auf ihrere rechten Seite können die Heiligenkreuzer relativ unbedrängt nach vorne marschieren – Ratschnig passt zurück auf Hofer, der ohne viel zu schauen in die Mitte flankt. Dort löst sich Mohsenzada perfekt, ebenso trifft er auch den Kopfball, der in hohem Bogen, die Innenlatte berührend, hinter dem chancenlosen Peckovic zum 0:1 im Netz landet. Aus dieser Position per Kopf erfolgreich zu sein, ist schwierig, gelingt auch nicht all zu oft – Mohsenzada darf sich zu recht feiern lassen. Die Donawitzer haben aber gar nicht all zu lange Zeit, um über den Verlusttreffer nachzudenken, denn schon in der nächsten Aktion fällt der Ausgleich.  Giermair setzt auf der linken Seite Pagger ein, der einen Eckball rausholt.  Pagger selbst bringt den Ball zur Mitte, etwas vom Tor weg – von dort zieht Jürgen Prutsch volley einfach einmal ab. Zwischen den Tormannbeinen findet der Ball den Weg zum 1:1 ins Netz, schön gemacht und auch ganz wichtig.

Kurz nach der Pause: Petkov jubelt über das 2:1!

Bis zur Pause dann die beste Donawitzer Phase. Mit viel Einsatz wird erfolgreich gepresst, die Ballgewinne landen schnell vorne bei den Offensivspielern. Schranz auf Tomic, der legt zu Petkov ab – dessen Schuss aus aussichtsreicher Position im letzten Moment geblockt werden kann. Nach einem Eckball von Pagger, kommt Prutsch hinter der zweiten Stange etwas zu spät, kurz darauf versucht Petkov den etwas vor dem Tor stehenden Tormann mit einem Weitschuss zu überraschen – dabei fehlt nicht viel. Bei einer Petkov-Flanke auf den stets gesuchten Tomic, kann gerade noch ein Abwehrspieler den Stürmer am Kopfball hindern. Danach ist Halbzeit, der DSV ist nach dem Rückstand sofort ins Spiel zurück gekommen und war nach dem Ausgleich dem Führungstreffer schon recht nahe.

Den Schwung nehmen die Donawitzer aus der Kabine mit. Waldhuber flankt zur Mitte auf Tomic, der sieht den dahinter besser postierten Giermair – sein Schuss landet über dem Tor. Gleich darauf wird Pagger von Tomic auf den Weg geschickt, doch nach einem Sprint übers halbe Feld wird er von Hofer gestellt, dabei schaut ein Einwurf raus. Dieser Einwurf landet bei Kabashaj, der mit nach vorne geht, im Strafraum lässt er Jevsenak, Ratschnig und Hofer hinter sich und passt scharf zur Mitte. Dort löst sich Martin Petkov und schliesst zum 2:1 aus kurzer Distanz ab. Super-Vorarbeit von Kabashaj, ebenso schöner Abschluss, der mit der Führung belohnt wird. Eigentlich läuft es wunderbar, einen Rückstand in einen Vorsprung verwandelt, was will man mehr.

Doch es gelingt in weiterer Folge nicht mehr so konzentriert und energisch weiter zu spielen. Heiligenkreuz wird von Minute zu Minute stärker, Leoben ist zusehends mit Defensivaufgaben beschäftigt. Hohe Bälle landen verstärkt im Strafraum, dabei kann ein Schuss von Mohsenzada von Schranz geblockt werden, der Nachschuss von Driesner landet knapp neben dem Tor. Während Donawitzer Entlastungsangriffe zu unpräzise ausfallen – hohe Flanken hat nun immer Tormann Adilovic – geht es auf der anderen Seite zunehmend hektischer zu. Nach einem Hofer-Freistoß kommt es an der zweiten Stange zu einem geblockten Drehschuss, auch der Nachschuss ist nicht ungefährlich. Es folgen Eckbälle, die zwar rausgebracht werden können, Ballbesitz bringt aber keine nachhältige Befreiung – zu schnell werden nun die Bälle verloren, der Druck steigt dadurch. In der 74. Minute scheint der Ausgleich da zu sein. Ein hoher Ball landet rechts im Strafraum bei Mohsenzada, der aber nicht selbst abschliessen, sondern links ablegen möchte – dort ist aber Jury schon um den Schritt zu weit vorne, aus kurzer Distanz kann der Stürmer so nicht treffen, Peckovic kann den Ball unter sich begraben. Nächste Aktion: Nach einer Hofer-Flanke kommt wieder Mohsenzada zum Kopfball, Peckovic kann neuerlich abwehren.

Wieder reicht einen Führung nicht zum Sieg – Hofer nach seinem 2:2!

Die Chancen für Heiliegenkreuz mehren sich – Mohsenzada legt am Strafraum für Jevsenak ab, Peckovic pariert auch diesen Schuss – und dann plötzlich gelingt ein guter Schranz-Vorstoss, der zu einem Eckball führt. Aus dem einen Eckball werden drei und bei dem dritten Versuch passiert es. Der Ball wird abgefangen, hoch nach vorne geschlagen. Und dann geht es schnell, zu schnell für die Donawitzer. Der Ball springt über Schranz und landet bei Mohsenzada. Der verzögert und schlägt den Wechselpass, wo sich auf der anderen Seite drei (!) Heiligenkreuzer lösen können. Alle Abseitshoffnungen zerschlagen sich, da der von hinten kommende Hofer den Ball annimmt – er zieht in den Strafraum und bevor Kabashaj eingreifen kann, schiesst er flach ins rechte Eck – Peckovic ist wohl noch dran, der Ball landet aber zum 2:2 im Tor.

Heiligenkreuz, nun auf den Sieg aus, vergibt noch durch Driesner – Peckovic wieder bravourös – ein weiterer Schuss von ihm landet knapp über dem Tor. Einmal noch entsteht so etwas wie eine Donawitzer Chance, aus der kann aber nichts werden, da sich Pagger zentral vor dem Strafraum nicht zu einem Schuss durchringen kann, der Passversuch scheitert. Es bleibt beim 2:2-Unentschieden, das natürlich nicht so schlecht ist, wie es sich im ersten Moment anfühlt. Zu Hause will und sollte man gewinnen, das ist klar, an diesem Abend muss man aber aufgrund der vielen Heiligenkreuzer Chancen mit dem Punkt zufrieden sein. Nützt nichts, heuer hängen die Trauben höher – Schwächen, Ungenauigkeiten und nachlassende Konzentration werden heuer öfter bestraft, als noch in der vergangenen Saison, darauf muss man gefasst sein, daraus müssen für die kommenden Herausforderungen die richtigen Konsequenzen gezogen werden.

Müde und ausgelaugt – Kämpfer Mark Schranz nach dem 2:2!

Links: StFV, Heiligenkreuz, Ligaportal (mit Videosequenzen)

Der DSV Leoben spielte mit: Peckovic, Kabashaj (G), Pagger, Hubmann (G), Tomic, Schranz, Giermair (G, 80. Horvat), Waldhuber, Maier, Prutsch (T), Petkov (T, 88. Makotschnig). Ersatz: Ebner, Kutlesa P., Kutlesa K.

One comment on “2:2 (1:1) gegen Heiligenkreuz, wieder verhindert spätes Gegentor den Sieg!

  1. Ein Trend wird deutlich.. ab der 70igsten Minute stehend KO. A bisserl bessere Einstellung zum Privattraining und vora allem a vernünftiges Lauf/Konditionstraining tät den Burschen guat…

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