Starker Auftritt: Die Donawitzer holen beim 1:1 (0:0) in Bad Radkersburg völlig verdient einen Punkt!

Landesliga, 5. Runde, SA 26.08.17, Parktherme-Arena, 400. FC Servus Solar-Autohaus Peternel Bad Radkersburg : DSV Leoben 1:1 (0:0). Torfolge: 0:1 Pagger (59.), 1:1 Marusko (75.). Schiedsrichter: Komornyik, Spörk, Brunner.

Diesen Punkt hat sich der DSV Leoben beim FC Bad Radkersburg redlich verdient. Mit einer kampfstarken, sehr disziplinierten Leistung hielten die ohne Hofer, Centrih und Heinemann angereisten Donawitzer beim starken Aufsteiger ordnetlich dagegen. Der Aufwand, der von der gut eingestellten Mannschaft betrieben wurde, war groß, aber notwendig, die gefährlichen Angreifer der Radkersburger konnten großteils aus dem Spiel genommen werden. Die intensive erste Spielhälfte mit einigen Halbchancen auf beiden Seiten endete torlos, nach der Pause waren es die Donawitzer, die für die ersten Highlights sorgten. Eine knappe Abseitsentscheidung verhinderte Lukas Tomic´ Führungstreffer, nach etwa einer Stunde aber war es soweit. Matthias Pagger, von Tomic angespielt, richtet sich den Ball zurecht, sein Schuss passt perfekt, an Pösendorfer vorbei erzielt er mit seinem ersten Saisontreffer das 1:0 für den DSV Leoben. Bad Radkersburg erhöht zwar den Druck und kommt durch Resek aus spitzem Winkel zur guten Ausgleichchance, doch wieder ist es Pagger, der mit einem gut angetragenen Schuss beinahe einen draufsetzt. In der 75. Minute gelingt den Hausherren doch das 1:1, Marusko schiebt den Ball aus kurzer Distanz über die Linie, nachdem Zilavec am Stanglpass nicht gehindert werden kann. In der Schlussphase versucht zwar Bad Radkersburg noch das Spiel zu drehen, die gut verteidigenden Donawitzer lassen sich aber kein weiteres Mal bezwingen. Mit dem Punkt darf und muss man zufrieden sein, positiv stimmt dabei nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Art und Weise, wie sich unsere Jungs präsentierten. Das macht Mut, die zwei nächsten Spiele gegen die KSV Amateure und dann in Pöllau werden zeigen, ob sich die Steigerung auch endlich mit Siegen niederschlägt!

Auch er hatte einiges zu tun: Rene Pösendorfer im Tor von Bad Radkersburg!

Die Ausgangslage war ebenso klar, wie schwierig. Obwohl die Donawitzer in den ersten vier Spielen erst einen Punkt holten und damit deutlich den Erwartungen hinterher liefen, wollte man beim Titelfavoriten Bad Radkersburg (13:5 Tore, 9 Zähler) unbedingt punkten. Dass überdies drei Spieler, die zuletzt in der Startaufstellung standen, verletzungsbedingt ausfielen, war zwar unangenehm, wollte aber niemand zum Anlass nehmen um schon vor dem Spiel eine Ausrede für ein etwaig, weiteres Negativerlebnis parat zu Haben.

Bad Radkersburg, nach der ersten Niederlage in der Meisterschaft und dem Aus im Steirercup, wollte von Beginn weg dem Heimpublikum beweisen, dass dies nur Ausrutscher waren. Die Donawitzer Abwehr stand gleich einmal unter Druck, da aber die Mittelfeldspieler mit enormen Laufpensum (Giermair, Hubmann, Prutsch und Pagger) die Gegner früh attackierten, entstanden Strafraumszenen meist nur durch hohe Flanken – da präsentierten sich wiederum die Innenverteidiger als sehr kopfballstark. Den Donawitzern gelang es immer wieder sich zu befreien, für Gefahren sorgten aber weder ein Hubmann-Freistoß (kein Abnehmer – leichte Beute für Pösendorfer) noch ein schöner Vorstoß über mehrere Stationen, dem der Abschluss fehlte. Den ersten guten Kopfball gibt Marco Lindner für die Hausherren nach einem Eckball ab, auf der anderen Seite versucht es der bedrängte Tomic, dessen Flachschuss von Pösendorfer gehalten werden kann. Die beste Chance vor der Halbzeit für Bad Radkersburg vergibt Zilavec, der am Sechzehner zum Schuss kommt und das Leder aus seiner Sicht knapp rechts neben die Stange setzt.

Nach einem Schuss von Wolf (neben das Tor), kommen die Donawitzer über Giermair zur Flanke – Petkov setzt den Kopfball neben das Tor. Mit viel Einsatz werden weitere gefährliche Aktionen geblockt oder in anderer Weise entschärft, die Donawitzer haben ein passendes Mittel gefunden um eine der besten Stürmerreihen der Liga zu neutralisieren. Nach einem Schuss von Resek (neben das Tor) geht es mit einem verdienten 0:0 in die Pause.

Nur mehr eine Frage der Zeit, wann er erstmals in der Meisterschaft trifft: Lukas Tomic!

In der zweiten Spielhälfte sind es die Donawitzer, die für die ersten Nadelstiche sorgen. Nach einer Flanke von der linken Seite kommt Giermair in der Mitte nur knapp nicht zum Ball – Mally rettet im letzten Moment. Nach einem geblockten Petkov-Schuss wird es richtig gefährlich. Hubmann dreht einen Freistoßball zur Mitte, Pösendorfer springt daneben, der Ball landet auf der anderen Seite bei Giermair, der auch gleich wieder zur Mitte flankt. Dort steht Tomic völlig frei, sein Kopfball kracht an die Querlatte, den Abstauber schiebt er zum vermeintlichen 0:1 über die Linie. Der Assistent hat aber etwas dagegen, er hebt die Fahne, hat Tomic dabei im Abseits stehen gesehen – eine äußerst knappe Entscheidung!  Die Donawitzer bleiben im Vorwärtsgang doch sowohl Tomic als auch Pagger können bei ihren Vorstössen am Torschuss gehindert werden. Bad Radkersburg kommt danach zu einer guten Chance, da aber weder Marusko noch Lindner schießen, sondern abspielen, ist es Wolf, der aus spitzem Winkel abzieht – letztlich klärt Nömayer. Die Leobener bleiben in dieser Phase aber stärker. Ein Petkov-Vorstoß über die rechte Seite führt zu einer Flanke von der Toroutlinie, die aber den völlig freien Kabashaj nicht erreicht, schade darum.

Dann die 59. Minute. Prutsch erkämpft sich einen Ball, spielt auf Petkov, der passt gleich weiter zu Tomic. Tomic verschafft sich den nötigen Platz, spielt dann aber zum besser postierten Pagger ab. Pagger richtet sich den Ball her und zieht aus etwa 12 Metern Entfernung ab. Der flache Schuss überrascht Pösendorfer, neben dem Ex-DSV Goalie, der nicht einmal reagiert, schlägt der Ball im langen Eck neben der Stange zum 0:1 ein. Schöne fertig gespielte Aktion, Übersicht und ein starker linker Fuß von Pagger – der DSV führt in Bad Radkersburg! Die Donawitzer wissen, dass nun eine schwere halbe Stunde bevorsteht, verstecken sich deshalb aber noch lange nicht, ziehen sich auch nicht zurück. Im Gegenteil. Giermair umspielt zwei Gegenspieler, zieht ab, doch der Ball landet links neben dem Tor.

Matthias Pagger zieht ab und bringt seine Mannschaft in Führung!

Bad Radkersburg nimmt nun mehr Risiko und fordert nun den Donawitzern, die bis zum Umfallen (die völlig ausgelaugten Petkov, Kabashaj schließlich auch Tomic müssen ersetzt werden) kämpfen, alles ab. Schnelles Spiel mit einmal Berühren, lassen die Hausherren ein ums andere Mal vor dem Strafraum auftauchen, mit vereinten Kräften werden Schuss- oder Flankenversuche irgendwie unterbunden, aus zahlreichen Eckbällen entsteht viel Verkehr vor Nömayers Strafraum. In der 68. Minute wäre der Ausgleich beinahe passiert, Lindner setzt sich rechts durch, sein Stanglpass passiert die Mitte, auf der anderen Seite vergibt der reinrutschende Resek knapp. Für Entlastung sorgt ein Pagger-Schuss. Diesmal zieht er von der rechten Seite ab, der Ball streift nur knapp über die Querlatte – das wäre es gewesen! Und dann passiert er doch, der Ausgleichtreffer. Eine Flanke von links erreicht Zilavec, der einmal alleine gelassen wird (die Donawitzer reklamieren vergeblich Abseits bzw. Foul an Maier), der bringt sofort den Stanglpass zur Mitte. Dort ist Marusko vor Prutsch zur Stelle und schiebt zum 1:1 ein.

In der Schlussphase will Bad Radkersburg natürlich noch den Siegestreffer, doch die Cahncen dazu entstehen nicht mehr wirklich. Die Donawitzer agieren sehr geschickt: Auf Zeit spielen und Verzögern, dann aber wieder zuschlagen (ein Foul am enteilenden Schranz wird mit Gelb geahndet), das nervt die Hausherren. Die letzten Halbchancen finden die Donawitzer vor: Einen Pagger-Freistoß hält Pösendorfer, ein Waldhuber- Schuss wird zur Ecke geblockt. Das war es, der DSV Leoben holt sich einen verdienten Punkt in Bad Radkersburg.

Nach dem zweiten Zähler in der laufenden Meisterschaft ist natürlich noch nicht alles eitel Wonne, dennoch war das Spiel in Bad Radkersburg enorm wichtig für das angeknackste Selbstvertrauen. Taktisch enorm diszipliniert, einer raufte für den anderen, läuferisch war das bei den hohen Temperaturen hervorragend. Ein Unentschieden kann manchmal schöner, als so mancher Sieg sein, dieses Spiel darf man in diese Kategorie einreihen. Aber – und das weiß jeder – es ist mit dem Unentschieden noch nichts erreicht. Der DSV hält nach fünf Runden bei mageren zwei Punkten, die Spiele gegen die KSV Amateure und in Pöllau mögen zwar auf dem Papier leichter erscheinen – das werden sie aber nicht werden. In Radkersburg rechneten die wenigsten mit einem Punktezuwachs, in den beiden folgenden Spielen ist das ganz anders. Da sollte dafür gesorgt werden, dass man das Tabellenende verlassen kann – und dazu benötigt es Siege – der Druck auf unsere Jungs bleibt hoch!

Vorne, hinten, überall – er ist gelaufen wie der Nurmi – Mario Giermair!

Links: StFV, Bad Radkersburg, Ligaportal

Der DSV Leoben spielte mit: Nömayer, Kabashaj (G, 80. Makotschnig), Rinner, Pagger (T), Hubmann, Tomic (82. Kutlesa), Schranz, Giermair, Maier, Prutsch (G), Petkov (G, 73. Waldhuber). Ersatz: Peckovic, Horvat.

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