Enttäuschender Auftritt des DSV Leoben: 1:5-Klatsche in Mettersdorf!

Landesliga, 3. Runde, FR 11.08.17, 19:00 Sportplatz Mettersdorf, 320. USV Mettersdorf : DSV Leoben 5:1 (3:0). Torfolge: 1:0 Scheucher (9.), 2:0 Scheucher (29.), 3:0 Rother (40.), 3:1 Petkov (73.), 4:1 Wurzinger (88.), 5:1 Rossmann (89.). Schiedsrichterteam Stachel, Wiedner, Glössl.

Den Abend in Mettersdorf hat man sich wohl anders vorgestellt. Nach einer schwachen ersten Hälfte, in der die Hausherren beinahe mühelos auf 3:0 davonmarschierten, war das Spiel schon gelaufen. Die Donawitzer waren zwar in der zweiten Halbzeit um Schadensbegrenzung bemüht und hatten dabei auch gute Phasen und Chancen – das 1:3 durch Petkov war aber letztlich nur Ergebniskorrektur. In den Schlußminuten gelang Mettersdorf gegen aufgerückte Donawitzer noch ein Doppelpack, damit fällt die Niederlage mit 1:5 doch ernüchternd hoch aus. Unterm Strich war das von allem und allen zu wenig. Was wäre wenn Giermair gleich zu Beginn getroffen hätte oder Centrih kurz nach dem Seitenwechsel? Man braucht den vergebenen Chancen gar nicht viel nachtrauern, denn Mettersdorf hatte zusätzlich zu den fünf Tore noch wesentlich mehr offensiv zu bieten (2x verhinderte Metall einen weiteren Treffer), hatte das Geschehen stets im Griff. Dass noch viel Arbeit wartet, wusste man. Dass es soviel ist, ist doch etwas ernüchternd. Dennoch, Hinfallen ist keine Schande, man muss nur wieder aufstehen! Kopf Hoch, der Saisonauftakt ist zwar gründlich daneben gegangen, das heisst eben noch intensiver, noch konsequenter und noch focussierter weiter arbeiten.

Zweifellos eine Bereicherung: Lukas Tomic, zur Pause gekommen!

Ohne den zuletzt recht quirligen Kabashaj (bei einer Hochzeit) sowie vorerst ohne Tomic und Centrih (auf der Ersatzbank) beginnen die Donawitzer bei sommerlichen Temperaturen auf der kleinen, feinen Sportanlage in Mettersdorf. Zwei Teams, die bisher noch keinen Sieg einfahren konnten, motiviert waren zu Beginn beide, dies zu ändern. Mettersdorf wirkt in den ersen Minuten, vielleicht durch die schlechten Ergebnisse der ersten beiden Runden, nicht übermäßig dominant, die Donawitzer kommen daher auch in Strafraumnähe. Ein Pagger-Stanglpass kann vor Waldhuber weggeschalgen werden, kurz darauf marschiert Giermair mit Ball Richtung Tor – er legt ihn sich leider zu weit vor – Tormann Winter kann den vielversprechenden Angriff stoppen. Nach einem Schranz-Vorstoß über rechts kommt die Flanke zu knapp zum Tor, somit ist Winter Sieger gegen Petkov, der zum Kopfball hochgestiegen ist. Das war es dann mit dem Donawitzer Offensivspiel.

Denn nach neun Minuten geht Mettersdorf in Führung und das bis dahin völlig ausgeglichene Spiel kippt ab diesem Zeitpunkt komplett in eine Richtung. Ein Eckball von Kozissnik, noch nichts zwingend Dramatisches, doch da die Zuordnung nicht stimmt, geht es plötzlich sehr schnell. Alle schauen zum Ball, niemand so recht auf die Goalgetter. Grubesic und Rother steigen hoch zum Kopfball, Prutsch und Pagger kommen dabei nicht mit – Tormann Peckovic kann nur kurz abwehren und Scheucher ist der Nutznießer, der aus kurzer Distanz zum 1:0 abstaubt. Zu einfach, aber noch kein Beinbruch, sollte man meinen – immerhin bleiben noch 81 Minuten, in denen man das Spiel drehen könnte…

Mit dem Führungstreffer ist Mettersdorf erwacht. Plötzlich läuft der Ball, variantenreich, lauf- und zweikampfstark überwinden sie ein ums andere Mal schnell das Mittelfeld und setzen sich um den Strafraum der Donawitzer fest. Peckovic kann einen Schuss von Fuchshofer klären, bei einem Distanzschuss vom eingewechselten Wittmann (Mayr muss früh nach einem Zusammenstoß mit einem eigenen Spieler vom Platz) ist wieder Peckovic auf seinem Posten. Nach einem Foul von Waldhuber zirkelt Kozissnik den Freistoßball an die Querlatte, Rinner klärt den Abpraller zur Ecke. Davor und danach kommen immer wieder Flanken zur Mitte, die von den überbeschäftigten Abwehrspielern irgendwie aus dem Gefahrenbereich befördert werden können, Entlastung durch eigene Konter findet einfach praktisch nicht statt. Und in der 29. Minute ist es neuerlich so weit. Mettersdorf kombiniert sich mühelos durch die Donawitzer Reihen, ein guter Wechselpass zwischen Maier und Heinemann, findet zu Fuchshofer, der per Kopf perfekt weiterleitet. Scheucher startet zum richtigen Zeitpunkt in den Raum und überhebt Peckovic zum 2:0. Schöne Aktion, schöner Abschluss, Fußball ist so einfach – wenn der Gegner so mitspielt.

Mario Giermair hatte es ganz schwer – es kamen einfach zu wenig brauchbare Bälle!

Mettersdorf hat noch lange nicht genug, nach vergebenen Chancen durch Fuchshofer und später Rother (Kopfball neben das Tor) fällt noch vor der Pause das 3:0. Fuchshofer flankt von der rechten Seite zur Mitte, Rinner kann nur kurz den Ball per Kopf weg befördern, dahinter lauert Rother, der sich mühelos gegen Schranz behauptet und den Kopfball an Peckovic vorbei ins lange Eck setzt. Nach 40 Minuten ist das Spiel eigentlich gelaufen, obwohl sich die Donawitzer nun etwas erfangen (Schussversuche von Giermair und Hofer, sowie drei Eckbälle in Serie von Pagger, bei dem einer von einem Mettersdorfer Spieler aufs eigene Tor geht, aber vor der Linie von Rossmann per Kopf geklärt werden kann). Einfach viel zu wenig, was die Donawitzer vor der Pause zeigten.

Mettersdorf ist nun in einer komfortablen Situation. Zu Hause 3:0 in Front, man kann nun den Gegner kommen lassen und auf den Konter lauern. Trainer Auffinger bringt zur Pause Centrih statt Maier in der Innenverteidigung und Tomic statt Waldhuber im Angriff. Und die Donawitzer nützen nun ihrerseits die Räume. Endlich wird über mehrere Stationen gespielt und beinahe hätte es schon in der 48. Minute geklappt. Prutsch bringt einen Freistoßball in den Strafraum, plötzlich liegt der Ball für den aufgerückten Centrih frei zum Schuss – doch Winter kann mit einer Fußabwehr den schnellen Anschlusstreffer verhindern. Nach 52 Minuten ein seltener Wechsel. Schiedsrichter Stachel verletzt sich am Knöchel, kann nicht weitermachen und übergibt die Pfeife an seinen Assistenten Wiedner – es wird nur mit einem Assistenten weiter gespielt. Während die Donawitzer nun mehr riskieren und dabei oft Tomic suchen, der mit dem Rücken zum Tor, das Beste aus den Bällen macht, kommt Mettersdorf natürlich auch zu guten Konterchancen. Nach einer Flanke verlängert Rother zu Rossmann, der aus kurzer Distanz die Stange trifft, ein anderes Mal verzieht Scheucher klar, auch Burgsteiner kann Peckovic nicht bezwingen.

Die Bemühungen der Donawitzer, die trotz der gefährlichen Mettersdorfer Konter – jederzeit hätte ein 0:4 fallen und damit das Spiel endgültig entscheiden können – nicht aufgeben, werden in der 73. Minute belohnt. Pagger leitet ein Zuspiel mit der Brust auf Tomic weiter. Tomic schüttelt seinen Bewacher Grubesic ab, sieht neben sich den besser positionierten Petkov, spielt ab und der Kapitän verkürzt auf 1:3. 17 Minuten vor Schluss das 1:3 – da könnte doch noch etwas gehen. Der DSV wirft nun alles nach vorne. Natürlich ist es riskant, wenn man auswärts gegen einen starken Gegner, der nur mehr auf Kontergelegenheiten lauert, zur Schlussoffensive alle Kräfte nach vorne mobilisiert. Und vom Endergebnis her, hat es sich auch nicht gelohnt, das Risiko musste eingegangen werden, blieb aber unbelohnt.

Gejubelt haben die anderen…

Mettersdorf erzielt in den letzten beiden Minuten der regulären Spielzeit noch zwei Tore, zuerst trifft der freie Wurzinger, eine Minute später auch noch Rossmann, beim 5:1- Endstand bleibt es dann auch. Das Ergebnis ist nicht zu hoch ausgefallen, die Quantität der Mettersdorfer Chancen war zweifellos vorhanden, um dieses Fazit zu rechtfertigen. Es hätte schon viel an Glück (das war definitiv auch in keiner Situation vorhanden) bedurft, um bei diesem Spiel etwas mitzunehmen. Auch wenn die beiden Situationen, die den Verlauf hätten ändern können (Giermair beim Stand von 0:0, Centrih kurz nach Seitenwechsel), drin gewesen wären – Mettersdorf wäre wohl die richtige Antwort darauf eingefallen.

Nach drei Spielen mit Minus Sechs Toren und nur einem Punkt, ist der DSV Leoben nun Tabellennachzügler, saisonübergreifend war das bereits das sechste Spiele ohne Sieg. Ja, der DSV befindet sich in einer Krise, ja, es wird schwierig da wieder rauszufinden. Solche Situationen gab es in den letzten Jahren immer wieder (vor einem Jahr gab es in fünf Spielen hintereinander ein Torverhältnis von 2:18), da müssen Trainer und Spieler nun durch und schnellstmöglich einen Weg herausfinden.

Links: StFV, Mettersdorf, Ligaportal

Der DSV Leoben spielte mit: Peckovic, Rinner, Pagger, Heinemann, Schranz (67. Hubmann), Hofer, Giermair (G), Waldhuber (46. Tomic), Maier (46. Centrih, G), Prutsch (G), Petkov (T,G). Ersatz: Nömayer, Kutlesa P.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Auracher
steinkellner logo
Skamander
Skamander
ASKÖ
Beyer_logo
Brandls Bauernladen
Buchis GmbH
Buchis GmbH
pachner
erlebnisleoben
climacraft
eisen_neumueller
hornbach
kelag
OOEVLogo
opel_fior
auto-pichler-Logo
sefra
sekotil_logo_oben
steiermaerkische-sparkasse
stiwog
svsschuster
Swietelsky_logo
trachten kalander
WILKE

Facebook