Verpatzter Saisonauftakt: Der DSV Leoben verliert in Gnas mit 1:3 (0:2)!

Landesliga, 1. Runde, FR, 28.07.17, 19:00, Sportrplatz Gnas, 450. USV Gnas : DSV Leoben 3:1 (2:0). Torfolge: 1:0 Wohlmuth (23.), 2:0 Luttenberger-Haas (35.), 2:1 Petkov (67., Elfer), 3:1 Schadler (90.). Schiedsrichterteam: P. Duschek, Mag. Ofner, K. Duschek.

Da wartet noch viel Arbeit auf Trainer Jürgen Auffinger. Das erste Auftreten der Donawitzer in der neuen Saison war geprägt von vielen Leerläufen und Fehlern, Gnas wusste das auszunützen und siegte verdient mit 3:1. Nach zehn guten, ersten Spielminuten unserer Mannschaft, übernehmen die Hausherren das Kommando und gehen mit der ersten Torchance durch den freistehenden Wohlmuth mit 1:0 in Führung. Danach die beste Phase von Gnas, es gelingt den Donawitzern einfach nicht den Ball zu halten, offensive Entlastung findet kaum statt. Das 2:0 von Luttenberger-Haas ist ebenso verdient, wie unnötig, zu lasch wird attackiert, zu einfach wird es dem Gnaser gemacht. Nach dem Seitenwechsel vorerst ein ähnliches Bild. Der DSV Leoben kämpft mehr mit dem Ball und sich selbst, Gnas braucht nur auf unsere Fehler zu reagieren. Mit der Einwechslung von Waldhuber und Kabashaj wird es nach einer Stunde besser. Plötzlich wird energischer attackiert, mehr investiert und das zahlt sich aus. Nach einem Giermiar-Schuss im Strafraum (Pripfl hält), wird kurz darauf Waldhuber  im Strafraum gefoult, den fälligen Elfmeter verwandelt Petkov ganz sicher. Nach dem 1:2 hat man das Gefühl, dass doch noch etwas gehen könnte. Der ebenfalls eingewechselte Patrik Kutlesa kommt bei einer Gelegenheit am Fünfer nur knapp zu spät. Gnas verlegt sich nun aufs Kontern, einige gute Gelegenheiten, den Vorsprung auszubauen, verhindern Tormann Peckovic oder werden knapp vergeben. In der 89. Minute die Entscheidung zu Gunsten von Gnas. Maier zieht als letzter Mann die Notbremse und muss mit Rot vom Platz, den fälligen Freistoß verwandelt Schadler zum 3:1-Endstand. In Summe war das eindeutig zu wenig, zu viele Spieler kamen nicht einmal in die Nähe ihres persönlichen Potentials, so kann man in dieser Liga einfach nicht auftreten. Nächste Woche steht der DSV gegen Bruck jedenfalls schon unter Zugzwang – mit Centrih und Tomic sollten dann aber zwei weitere Spieler zur Verfügung stehen.

Verpatzter Auftakt für den DSV: Jürgen Prutsch beim ersten Auftritt noch nicht bei 100%!

Von den sieben Neuzugängen spielten mit Peckovic im Tor, Pagger und Prutsch, drei von Beginn an, Kabashaj und Kutlesa kamen im Laufe der zweiten Spielhälfte. Bei Centrih wusste man, dass er erst ab August zur Verfügung steht, die Anmeldung von Stürmer Tomic scheiterte aber bis Freitag, da aus Kroatien die nötigen Dokumente nicht rechtzeitig eingelangt waren – beide sollten aber am Samstag gegen Bruck mit dabei sein.

In den ersten Minuten starteten die Donawitzer recht gefällig, den ersten Torschuss (gar nicht schlecht, nur knapp am Tor vorbei) lieferte Mario Giermair ab. Kurz darauf ein guter Eckball von Pagger, den Tormann Pripfl hinter Petkov wegfausten kann. Doch schon in dieser Phase, in der die Hausherren noch nicht richtig munter waren, war schon zu erkennen: Die Passgenauigkeit, das Timing in verschiedenen Szenen, aber auch die Durchschlagkraft in den Duellen (kaum ein Kopfballduell wurde gewonnen) waren von unserer Seite her mangelhaft. Nach etwa zehn Minuten bemerkten das auch die Gnaser und übernahmen ihrerseits das Kommando. In letzter Konsequenz zwar auch noch ohne Abschlussmöglichkeiten (Kniewallner springt der Ball im Strafraum weg), doch das Spielgeschehen verlagerte sich nun zusehends in die Donawitzer Hälfte.

Nach Gnaser Eckbällen und einem Freistoß – alles noch nichts, was als Torchance durchgehen könnte – fällt dann doch der Führungstreffer. Nach einer Flanke von der rechten Seite durch Eder-Halbedl steht Wohlmuth zentral im Strafraum komplett frei und lässt mit seiner Direktabnahme Tormann Peckovic keine Chance. Die erste Torchance wird für Gnas mit dem 1:0 belohnt, der einsetzende, kurze aber intensive, Regenschauer passt zur Donawitzer Stimmung. Mit dem Rückstand wird es für die Donawitzer noch schwerer. Gnas unterbindet mit robustem Zweikampfverhalten weiterhin alle Gefahrenquellen bereits im Ansatz, die Donawitzer zu statisch, laufen ständig hinterher. Ein guter Schuss, ein weiter Einwurf, den Hofer gerade noch vor einem Gnaser ins Torout befördern kann und eine Kopfballchance, bei der sich zwei Gnaser behindern – der zweite Treffer liegt eher in der Luft, als der Ausgleich. Und schließlich fällt er auch.

Da lebte die Hoffnung wieder: Martin Petkov mit dem 1:2!

Schranz wird auf seiner Seite von Opferkuch stehen gelassen (er wollte ein Foul oder Out reklamieren, der Schiri lässt aber weiterlaufen), der Lochpass auf Luttenberger-Haas gelingt an Rinner vorbei perfekt. Der Angreifer scheitert bei seinem ersten Versuch an Peckovic, zu seinem Glück fällt der abgewehrte Ball aber neuerlich vor seine Beine. Diesmal schiebt Luttenberger-Haas (zwar aus spitzem Winkel aber dennoch) den Ball ins nun halbleere Tor (Maier kann es nicht verhindern), Gnas führt ab der 35. Minute mit 2:0. Nun endlich kommen die Donawitzer auch wieder vor das Tor, Pagger mit einem guten Freistoß (Eckball) und Giermair mit einem Distanzschuss, bleiben aber die magere Ausbeute bis zum Halbzeitpfiff.

Auch die erste Viertelstunde nach der Halbzeit geht an Gnas. Ein abgefälschter Schuss von Luttenberger-Haas, ein Volleyschuss von Obendrauf (zwar weit drüber, doch aus guter Distanz) und einige weitere Angriffe, ohne Abschluss (Abseits, Stürmerfoul), lassen die Donawitzer Hoffnungen auf enen Punktegewinn nicht gerade steigen. Nach einer Stunde der erste DSV-Torschuss: Nach Petkov-Ballerkämpfung vergibt Hubmann seine Möglichkeit, der Ball landet rechts neben dem Tor. Das war es auch für ihn, er und Schranz müssen vom Platz – mit Waldhuber und Kabashaj kommt der ersehnte frische Wind. Nach einem Zuspiel von Pagger auf Giermair im Strafraum (er steht dabei mit dem Rücken zum Tor), dreht sich der beste DSV-Torschütze der vergangenen Saison, scheitert aber mit seinem Schuss aus kurzer Distanz am Tormann. Bei einem weiteren schnellen Vorstoß (Pagger zur Mitte auf Kabashaj) verhindert ein Handspiel den möglichen Abschluss (Giermair wäre dort gewesen).

In der 66. Minute die konkrete Chance noch einmal heranzukommen. Waldhuber, verkehrt zum Tor, wird im Strafraum von Wagist von hinten unnötig, ungestüm attackiert, dem Schiedsrichter bleibt nichts anderes übrig, als das Vergehen mit einem Elfmeter zu bestrafen. Petkov läuft an, verlädt den Tormann und trifft zum 1:2 ins rechte Eck. Nun ist das Spiel auf des Messers Schneide. Einerseits findet Gnas durch die offensive Donawitzer Spielweise gute Konterchancen vor, andererseits kommen auch die Donawitzer zu gefährlichen Strafraumszenen. Für Gnas vergeben in dieser Phase Luttenberger-Haas per Kopf (Peckovic pariert), der eingewechselte Klenner aus kurzer Distanz (drüber) und Fink, der einen schönen Konter zentral im Strafraum nicht abschließen kann (knapp daneben). Für den DSV vergeben Prutsch (per Kopf nach einem Pagger-Eckball) und schließlich Giermair und Kutlesa die Doppelchance: Waldhuber setzt Giermair ein, der trifft bei seinem Versuch den entgegeneilenden Tormann, der Ball liegt kurz frei – Kutlesa startet hin – ist aber um den Augenblick später als Pripfl am Ball. Schade, das wäre es gewesen.

Kann man geben: Alexander Maier sieht Rot!

Auf der anderen Seite passiert Maier in Minute 89 als letzter Mann ein Ball-Berechnungs-Fehler (kommt wirklich sehr selten vor), plötzlich steht Fink abschlussbereit vor dem Tormann. Maier will dies mit unlauteren Mitteln verhindern – Schiedsrichter Duschek ahndet das Vergehen mit einer Roten Karte wegen Torraubes. Hart aber vertretbar. Genau dieser Freistoßball landet wenig später im Donawitzer Netz. Schadler trifft perfekt, über die Innenlatte landet der gute Schuss zum 3:1-Endstand hinter dem vergeblich fliegenden Peckovic.

Der DSV Leoben verliert das Auftaktspiel keinesfalls unverdient. Gnas hatte ein deutliches Chancenplus und allgemein mehr vom Spiel. Abgesehen von den ersten zehn Minuten und eine Druckphase rund um die Zeit des Anschlusstreffers, war das deutlich zu wenig. Weder das System, das so nicht funktioniert, noch die individuelle Leistung der Spieler haben sich in Wahrheit einen Punkt verdient. Das ist zwar kein Grund zur Panik, zeigt aber, dass noch viel Arbeit auf Alle wartet.

Analysieren, abhaken, nächstes Mal besser machen!

Links: StFV, Ligaportal, Gnas

Der DSV Leoben spielte mit: Peckovic, Rinner (G), Pagger (G, 81., Kutlesa P.), Hubmann (60. Kabashaj), Heinemann, Schranz (60. Waldhuber), Hofer, Giermair, Maier (R, 89.), Prutsch, Petkov (T). Ersatz: Nömayer, Kutlesa K.

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