Punkt in Heiligenkreuz! Tim Heinemann erzielt beim 1:1 (0:0) den späten Ausgleichtreffer!

Landesliga, 29. Runde, FR 02.06.17, 18:30, Sportplatz Heiligenkreuz, 150. TUS Heiligenkreuz am Waasen : DSV Leoben 1:1 (0:0). Torfolge: 1:0 Mohsenzada (56.), 1:1 Heinemann (87.). Schiedsrichter: Steindl, Mitteregger, Paul.

Ohne Petkov, Rinner, Hofer, Horvat und Makotschnig mussten die Donawitzer das schwere Auswärtsspiel in Heiligenkreuz am Waasen bestreiten. Dennoch konnte unsere Mannschaft in einem ausgeglichenem Spiel, mit mehreren guten Torchancen, großteils überzeugen und verdient einen Punkt (den 50sten in dieser Saison!) mit nach Hause nehmen. Vor der Pause haben die Donawitzer bei einem Stangentreffer von Da Silva Glück, für den DSV Leoben vergibt Gruber, alleine vor Tormann Schögl, die größte Chance auf eine Führung. Nach dem Seitenwechsel fällt für Heiligenkreuz das 1:0 – nach Flanke von Ratschnig trifft Mohsenzada per Kopf aus kurzer Distanz. Die Donawitzer verstärken daraufhin den Druck und werden schließlich kurz vor Spielende belohnt: Nach Hereingabe von Giermair befördert Heinemann den Ball unhaltbar über die Linie, das 1:1 entspricht auch durchaus den gezeigten Leistungen. Emotionaler Höhepunkt des Spieles: Trainer Auffinger wechselt in der 85. Minute Kevin Briza ein, in der Schlussphase spielen erstmals Vater und Sohn Briza in der Landesligamannschaft! Gratulation auch dem Meister in der Landesliga: Bad Gleichenberg fixiert den Titel mit einem 2:1 gegen Voitsberg!

Auch für ihn ist es das vorletzte DSV Spiel: Gergely Füzfa kehrt zurück nach Ungarn!

Wenn man vom letzten Aufgebot spricht, das in Heiligenkreuz angetreten ist, klingt das den Akteuren gegenüber respektlos. Nennen wir es so: Der Trainer musste zwangsweise gewisse Umstellungen vornehmen, eine davon war Heiko Machacek, der von Beginn an auf der linken Seite zum Einsatz kam und seine Sache unaufgeregt, absolut souverän, erledigte. Dem starken Heimteam Heiligenkreuz wurde in den ersten 20-25 Minuten das Donawitzer Tempo aufgezwungen. Grundstein dafür war eine starke Defensive: Maier und Briza in der Mitte, sowie Heinemann und Schranz außen, konnten zumeist lange bevor Nömayer in irgendeiner Form eingreifen musste, gegnerische Angriffe abwehren. Im zentralen Mittelfeld waren Füzfa, Hubmann auch Gruber stets anspielbar, damit war das schnelle Umschalten nach vorne möglich. Möglich schon, aber zu ungenaue Pässe (teilweise war sicher der starke Wind schuld, der dem Mitte erster Halbzeit einsetzenden Gewitter voranging), verhinderten zwingende Abschlüsse.

Versuche von Gruber, der den rechts vorstoßenden Waldhuber suchte, scheiterten somit knapp. Während Maier den ersten guten Angriff der Hausherren entschärfen konnte, ist auf der anderen Seite Machaceks Flanke (nach schönem Kombinationsspiel über Giermair, Gruber und Füzfa) etwas zu weit. Ein erster Schuss von Machacek (nach Maier-Kraftakt) ist richtig gut, er verzieht nur knapp. Bei einer guten Flanke von Gruber zentral in den Strafraum auf Waldhuber, ist dieser bedrängt und kann somit im letzten Moment am Torschuss gehindert werden. Nach etwa 20 Minuten kommt auch Heiligenkreuz zu den ersten Torschüssen: Sowohl Mohsenzada als auch Perdomo haben aber das Visier noch nicht eingestellt, beide Distanzschüsse landen deutlich über dem Tor.

Der DSV kommt in dieser Phase noch zu zwei Freistößen aus vielversprechender Distanz. Aber Hubmann und Briza  können diese Chancen nicht nützen, der Ball landet jeweils über dem Tor. Mit dem einsetzenden, teils heftigen Regen wird Heiligenkreuz stärker. Es wird nun leichter das Mittelfeld überwunden, am Sechzehner müssen die Angreifer mittels Foul gestoppt werden (Gelb für Briza). Der erste Versuch landet in der Mauer, beim zweiten Versuch von Mohsenzada kann Nömayer gut parieren. Der Ball bleibt in der Donawitzer Hälfte, kommt mehrmals gefährlich hoch in den Strafraum, bei einem Kopfball von Da Silva rettet die Stange für Nömayer. Nach dieser Drangperiode, können sich die Donawitzer kurz vor dem Pausenpfiff wieder befreien – bei einem Stanglpass von Giermair Richtung Waldhuber fehlt ebenso wenig, wie kurz darauf bei einem starken Auftritt von Gruber. Gruber setzt sich rechts im Strafraum durch, steht (allerdings fast an der Toroutlinie) vor dem Tormann. Er entscheidet sich für den Schuss (Giermair in der Mitte wäre eventuell anspielbar gewesen), Schögl rettet in den Corner. Nach einem Gruber-Kopfball (Waldhuber-Flanke, drüber) und einem schmerzhaften Zusammenstoß (Hubmann muss verarztet werden, kann aber weiterspielen), beendet Schiedsrichter Steindl die erste Halbzeit.

Starke Abwehrleistung: Im Bild Alexander Maier!

Heiligenkreuz startet aggressiver in die zweite Spielhälfte. Nömayer kann durch gutes Herauslaufen einen Lochpass von Perdomo auf Mohsenzada unterbinden, Maier und Schranz können vereint einen Durchmarsch von Mohsenzada aufhalten. Nach dem anschließenden Eckball fehlt bei Hofers Kopfballversuch wirklich nicht viel, der Ball streift knapp am langen Kreuzeck vorbei. Die Donawitzer kommen in dieser Anfangsphase nur zu zwei Torschüssen – Waldhuber zentral und Machacek von links kommend, scheitern aber damit. In der 56. Minute fällt der erste Treffer. Jevsenak spielt auf Hofer, der rechts auf Ratschnig weiterleiten kann – all diese Zuspiele können ungehindert stattfinden, zu weit weg vom Mann sind in dieser Situation die Donawitzer. Ratschnig kann von Heinemann an der Flanke zur Mitte nicht gehindert werden, der Ball kommt gut – Mohsenzada setzt den Kopfball wuchtig zum 1:0 ins Netz. Schade, die gute Defensivabteilung hat in dieser einen Szene schlecht ausgesehen. Keiner der Heiligenkreuzer Akteure, auch der Torschütze nicht, der am Fünfer zwischen Briza, Maier und Nömayer einnicken kann, wurden gestört.

Nach dem esrten Treffer lockern sich die taktischen Systeme beider Teams. Es entstehen Torsituationen auf beiden Seiten. Heiligenkreuz vergibt mehrmals das mögliche 2:0, auf der anderen Seite kommen die Donawitzer zu guten Ausgleichsmöglichkeiten. Bei Heiligenkreuz scheitern Mohsenzada mit einem Schuss von links im Strafraum und Mikara mit einem Kopfball im Fünfer (Maier irgendwie dran, daher Eckball) nach einem Freistoß. Auf Donawitzer Seite bereitet Waldhuber (er setzt sich gleich gegen mehrere Gegner durch) ideal für Giermair vor, der auch von Elferhöhe abzieht. Schade, normal macht er den, nur knapp pfeift der Ball am Tor vorbei. Kurz darauf sieht Gruber die Gelbe Karte. Im Strafraum wird er von Jevsenak zwar attackiert, für den Schiedsrichter aber nicht nur kein Foul, sondern auch ein gelbwürdiger Faller von Gruber, der damit im Saisonfinale gegen die KSV Amateure gesperrt ist.

Kurz vor Spielende: Der Ausgleich durch Tim Heinemann!

Weiter geht es mit einem (beinahe) Tausendguldenschuss von Hubmann. Aus großer Distanz zieht er ab, der Ball passt wunderschön ins Eck, doch Schögl kratzt ihn irgendwie noch raus. Nach dem Eckball kommt Briza zum Abschluss, der zentral angetragene Schuss steigt aber übers Tor. Mit einem tollen Reflex hält Nömayer seine Mannschaft im Spiel. Ein Mohsenzada-Zuspiel erreicht den rechts auftauchenden Hofer, dessen Schuss aus kurzer Distanz von Nömayer (er ist mit seiner rechten Hand blitzschnell am Boden) abgewehrt werden kann.

Für Außenstehende überraschend wechseln die Gegner ohne Not den routinierten Tormann Schögl gegen den jungen Köhler aus, die Donawitzer blasen zur großen Schlussoffensive. Nach gutem Hubmann-Freistoß (hoch hineien) kommt Briza zum Kopfball, der aber erstens knapp daneben geht und zweitens wegen Abseits nicht gezählt hätte. Weiter geht es mit einem Freistoß – nach Foul an Giermair – an der Strafraumgrenze für den DSV. Wer schießt? – Petkov ist nicht da – also macht es Giermair selbst. Der Ball landet über der Mauer, aber auch über dem Tor, die nächste Gelegenheit vertan. Der DSV macht jetzt natürlich auf, dadurch entstehen noch zwei gefährliche Heiligenkreuzer Konter. Beim ersten scheitert Mohsenzada aus spitzem Winkel, beim zweiten kann sich Nömayer bei einem Hofer-Schuss mit einer Fußabwehr auszeichnen.

In der 85. Minute kommt es zum emotionalen Wechsel. Für den starken Waldhuber, betritt der erst vor kurzem 16 Jahre gewordene Kevin Briza erstmals in der Landesliga das Spielfeld. Er spielt damit gemeinsam mit seinem Vater, Markus Briza (37), der mit Saisonende seine Karriere nach 13 Jahren beim DSV Leoben beenden wird. Und es wird noch besser. Der DSV Leoben kommt noch einmal über den schnellen Heinemann mit dem Ball aus der eigenen Hälfte heraus. Er spielt nach rechts ab auf Giermair, sprintet weiter mit nach vorne und bekommt den Stanglpass, den er mit hineinrutschen zum 1:1 verwertet. Ganz starke Aktion von Heinemann. Ein Sprint fast übers gesamte Spielfeld in der 88. Minute (!), der den Ausgleich bedeutet – Bravo Tim Heinemann!

Es wäre dann beinahe noch kitschig geworden. In der 90. Minute bekommt Kevin Briza von Giermair den Lochpass auf der linken Seite. Der junge Briza dringt in den Strafraum ein, bringt den Stanglpass zur Mitte, der etwas zu hoch für einen kontrollierten Gruber-Schuss ausfällt – aus kurzer Distanz geht der Ball knapp neben den Pfosten. Das wäre es noch gewesen! Nachdem auch Jakob Moritz zu seinem ersten Landesligaeinsatz kommt, beendet der Schiedsrichter das Spiel, das gerechterweise keinen Verlierer sehen muss. Schön für den DSV Leoben, dass der 50er (Punkte) geknackt werden konnte, dass man seit sechs Spielen ungeschlagen ist und dass man Vierter geblieben ist. Nöch schöner aber ist, dass die umgestellte Mannschaft nach der langen Meisterschaft noch völlig intakt ist und endlich im Finsih wieder einmal zulegen konnte! Bravo Jungs – hat sich letzte Woche das Unentschieden in Frohnleiten wie eine Niederlage angefühlt, war das Remis diesmal unvergleichlich besser. Einmal geht´s noch: Am Freitag, 9.6.17, 19:00 in Donawitz gegen die abstiegsgefährdeten KSV Amateure!

Sohn und Vater: Kevin und Markus Briza!

Links: StFV, Heiligenkreuz, Ligaportal

Der DSV Leoben spielte mit: Nömayer, Füzfa, Gruber (G), Hubmann, Heinemann (T, 91. Moritz), Machacek (62. Kutlesa), Schranz, Giermair, Waldhuber (85. Kevin Briza), Maier, Markus Briza (G). Ersatz: Tiesenhausen.

Da musste auch Steindl lachen: Als er drei Minuten Nachspielzeit ankündigte, meinte Trainer Auffinger – „Diesmal aber wirklich!“ Vorgeschichte: Schiri Steindl war der Referee, der in St. Anna ebenfalls drei Minuten angesagt hat und dann (sagen wir lieber) angeblich vier Minuten nachspielen ließ – bis zum 2:3-Gegentor in der letzten Aktion!

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