4:4 nach 4:1-Führung: Gruber-Triplepack reicht nicht zum Sieg in Frohnleiten!

Landesliga, 28. Runde, FR 26.05.17, 19:00 Stadion Ungersdorf, 150. SV Frohnleiten : DSV Leoben 4:4 (1:3). Torfolge: 0:1 Gruber (26.), 1:1 Vucic (34.), 1:2 Petkov (41.), 1:3 Gruber (44.), 1:4 Gruber (46.), 2:4 Melnizky (64.), 3:4 Isenburg (74.), 4:4 Isenburg (89.). Schiedsrivhterteam: Hasanovic, Kudic, Emso.

Es zieht sich wie ein roter Faden durch das letzte Meisterschaftsdrittel. Der DSV Leoben kann auswärts zur Pause führen so hoch er will, es wird am Ende immer knapp. Ob Mettersdorf, Fürstenfeld oder nun Frohnleiten – die Donawitzer sind im Finish stehend k.o. und kassieren einfach zu leicht, zu viele Gegentore. In Frohnleiten, das nach dem Spiel endgültig in die Oberliga absteigen muss, sieht neuerlich alles nach einer ganz klaren Angelegenheit für die Donawitzer aus. Florian Gruber bringt den DSV in Führung, nach dem vorübergehenden Ausgleich, erhöhen Martin Petkov und noch einmal Gruber noch vor der Pause auf 3:1. Und mit dem ersten Angriff in der zweiten Halbzeit erzielt Gruber gar seinen dritten Treffer, der DSV nun 4:1 in Front – was soll da noch passieren? Die Donawitzer machen durch überheblich lässige, fehlerhafte Spielweise einen toten Gegner wieder lebendig. Frohnleiten ist trotz aussichtslosen Rückstand bereit, zu kämpfen und das lohnt sich. Bei einem verschossenen Elfer von Isenburg hat der DSV noch Glück, kurz darauf verkürzt aber Melnizky. Spätestens nach einer von Waldhuber vergebenen Großchance zur Entscheidung und nach einem weiteren Treffer (diesmal trifft Isenburg) von Frohnleiten zum 3:4 brennt der Hut. Es kommt, wie es kommen muss – im Finish nützen die Hausherren einen hohen Ball zum 4:4-Ausgleich. Danach haben noch beide Mannschaften die Kontermöglichkeit um das Spiel für sich zu entscheiden, es bleibt aber beim Unentschieden, der sich für den Absteiger, wie ein Sieg anfühlt. Unsere Mannschaft, in der Hofer und Füzfa nicht spielen konnten, auch Petkov raus musste und beim nächsten Mal Rinner gesperrt ist, ist körperlich im roten Bereich angekommen, das bleibt nicht verborgen. Aber: Zwei Runden sind noch ausständig, dann geht es für die Jungs in die überfällige Sommerpause!

Fuchs streckt sich vergeblich: Gruber erzielt das 0:1!

Nach Gergely Füzfa muss kurz vor Spielbeginn nach einer Verletzung beim Aufwärmen Trainer Auffinger auch auf Alexander Hofer verzichten. Dennoch haben die Donawitzer bereits nach drei Minuten die Riesenchance zur Führung. Schranz, der im vergangenen Jahr noch für Frohnleiten spielte, passt auf Petkov, der von der rechten Seite den Idealpass auf Gruber zur Mitte bringt. Gruber, der im Verlauf des Spieles noch mehrmals im Mittelpunkt stehen wird, gelingt es nicht, vom Fünfer unbedrängt ins Tor zu treffen. Aber auch Frohnleiten, das unbedingt dieses Spiel gewinnen muss, um nicht vorzeitig als zweiter Absteiger fest zu stehen, kommt gefährlich vor das Tor. Nach einem Freistoß von Hasler, der nur kurz aus dem Gefahrenbereich befördert werden kann, steht plötzlich Vorraber vor Nömayer, schiesst aber zum Glück den Ball aus kurzer Distanz über das Tor. Nach einem Eckball, den Isenburg per Kopf neben das Tor setzt, kommt auf der anderen Seite Giermair aus der Drehung zum Abschluss – der Ball landet rechts neben dem Tor. Die nächste Gelegenheit findet Vucic auf der linken Seite vor, der seine Gegenspieler abschütteln kann, sein scharfer Schuss zur Mitte kann von Nömayer nicht entschärft werden, beim Nachschuss durch Melnizky ist der Donawitzer Tormann aber wieder auf dem Posten und kann abwehren. Ein sehr flottes Spiel, das die beiden Mannschaften den etwa 150 Zusehern bieten, nach zwei Halbchancen durch Petkov (Drehschuss zu zentral) und einem Briza-Kopfball (stark bedrängt, nach Hubmann-Eckball, bei dem sich der Tormann etwas verschätzt), gehen die Donawitzer in Führung.

Martin Petkov setzt sich rechts gegen Hornig und Vucic durch, bringt den Ball zur Mitte auf Giermair, der auf Gruber abtropfen kann. Florian Gruber macht das elegant und schlenzt den Ball unhaltbar, flach ins lange Eck zum 0:1. Schönes Tor, das etwas Ruhe bringen soll, zumindest hofft man das beim DSV – es kommt aber anders. Unbegründete Hektik vor dem Donawitzer Tor: Nömayer fährt nicht aus, Heinemann misslingt gleich darauf ein Rückpass vollkommen, plötzlich steht Vorraber vor Nömayer, der mit einer Fußabwehr den Ausgleich verhindern kann. Auch die Donawitzer kommen im Strafraum zu Schussgelegenheiten: Zuerst Gruber, dann Briza können abziehen – beide Schüsse gehen aber nicht aufs Tor, werden in den Corner geblockt oder landen neben dem Kasten. In der 34. Minute verlieren die Donawitzer den Ball in der Vorwärtsbewegung, plötzlich geht es schnell. Vorraber enteilt auf der rechten Seite und sieht den einzig mitgelaufenen Vucic in der Mitte. Da die zurücklaufenden Verteidiger auf den Ball, nicht aber auf den freien Mann in der Mitte achten, gelingt das Abspiel, Vucic gleicht zum 1:1 aus.

Ausgleich: Vucic freut sich über das 1:1!

Aber auch die nächste gute Chance wird zu einem Treffer genützt, diesmal wieder von den Donawitzern. Waldhuber flankt von rechts zur Mitte, Giermair erreicht den Ball und leitet weter zu Heinemann. Der hat zwar die Schussmöglichkeit, spielt im Strafraum aber ab zu Petkov, der sich nicht bitten lässt und an Tormann Fuchs vorbei das 1:2 aus kurzer Distanz erzielt. Das war es aber noch nicht vor der Pause. Wieder von rechts spielt Schranz zurück auf Hubmann, der gekonnt zur Mitte flankt. Gruber nimmt sich den Ball an, zieht ab und trifft bereits zum zweiten Mal an diesem Abend mit seinem starken linken Fuß flach ins rechte Eck – das 1:3 bedeutet auch den beruhigenden Halbzeitstand.

Bei der schönsten DSV-Offensivaktion des Spieles unmittelbar nach Wiederanpfiff sind Heinemann und Gruber die beiden Protagonisten. Heinemann zieht über links nach vorne. Gemeinsam mit Gruber lassen die beiden Koleznik und Melnizky einfach stehen, schließlich gelingt Heinemann der Lochpass und Gruber steht schon wieder vor dem Tormann. Wieder zieht er mit links ab, diesmal etwas höher, wieder passt der Ball ins Netz – sein drittes Tor in diesem Spiel, insgesamt sein fünfter Saisontreffer – was für eine Bilanz nach 46 Minuten für Florian Gruber. Und wer denkt nach dem 4:1 ernsthaft daran, dass bei dem Spiel noch etwas passieren kann? Doch genau das geschieht…

Die vermeintliche Vorentscheidung: Gruber mit dem 1:4!

Es beginnt damit, dass Martin Petkov aufgrund einer Zerrung nicht weiter spielen kann, Makotschnig wird vorne eingesetzt, Giermair zieht sich zurück. Man hat das Gefühl, als ob aufgrund der deutlichen Führung die Konzentration, die Körperspannung und auch die Genauigkeit im Abspiel leiden. Vielleicht noch die einsetzende Müdigkeit, wie sonst kann man sich den Rückfall unserer Mannschaft gegen einen scheinbar geschlagenen Gegner, der nie aufgibt und immer an seine Chancen glaubt, erklären. Der Ball wird nicht mehr kontrolliert herausgespielt, stets ist ein Frohnleitener zur Stelle, um einen Gegenangriff einzuleiten. Beste Chance in dieser Phase: Ein Vorraber-Schuss kann von Nömayer zur Ecke abgewehrt werden. Kurz darauf, ein DSV-Konter wird abgefangen und wieder geht es schnell in die Gegenrichtung. Der Ball wird nicht weggebracht, schließlich fällt Nömayer im Strafraum Enthaler, sieht dafür Gelb und steht dem Elferschützen Isenburg gegenüber. Isenburg scheitert an der Querlatte (Briza klärt im Anschluss), doch auch dieser Weckruf kommt bei den Donawitzern nicht an.

Frohnleiten setzt sich vorne fest. Nach Eckball von Vorraber kommt Hasler zum Kopfball, der nur kurz nach vorne abgewehrt werden kann. Dort zieht Melnizky ab, der Ball findet an vielen Beinen vorbei den Weg ins lange Eck, nur noch 2:4. Nun erst werden auch die Donawitzer etwas aktiver. Nach einigen Vorstößen (ohne Abschlussmöglichkeit) wird Schranz vorne gefoult. Hubmann zirkelt den Freistoß zur Mitte, Briza kommt in der Mitte zum Ball – sein Schuss wird aber von Hasler im letzten Moment geblockt. Nach einem weiteren Hubmann-Freistoß (diesmal von der anderen Seite) lässt Fuchs den Ball wieder aus, Rinner steht richtig, bringt den Ball aber an Dutzky nicht vorbei – abgefälscht geht es weiter. Schließlich hat auch Waldhuber die Riesenchance auf die wohl endgültige Entscheidung. Er bekommt rechts den Ball, zieht an Dutzky vorbei in den Strafraum, entscheidet sich für den Schlenzer, statt einem Schuss, der Ball landet über dem Tor.

Nach einem Frohnleitener Eckball herrscht Konfusion im Strafraum, Nömayer hechtet dem Ball entgegen, der nur kurz aus dem Strafraum gebracht wird. Hornig flnakt hoch zur zweiten Stange, überhebt damit Nömayer, dahinter löst sich Vorraber , der aus kurzer Distanz auf 3:4 stellt. Einmal noch bekommt der DSV die Chance, die Führung wieder auszubauen, Makotschnigs Schuss ist gut angetragen, schlägt aber knapp rechts neben dem Tor ein. Dann wird es in der Schlussminute kurios. Während der Schiedsrichterassistent den Wechsel, Machacek gegen Waldhuber vornimmt, lässt der Schiedsrichter einen Freistoß für Frohnleiten ausführen. Der Ball gelangt zu Isenburg, der per Kopf auf 4:4 stellt. So regelwidrig die gesamte Situation auch ist – schließlich darf man während des Wechselvorganges den Ball nicht einfach frei geben (?), so bezeichnend und wohl auch verdient fällt der Ausgleichtreffer, der nach kurzer Rücksprache zwischen Assistenten und Schiedsrichter schließlich gewertet wird. 4:4 nach 4:1 Führung, der DSV Leoben agiert auch in der Nachspielzeit konfus, hat einerseits noch die Möglichkeit auf einen weiteren Treffer, muss aber hinten einen Schuss (übers Tor) von Hasler überstehen. Es bleibt beim 4:4, einem Ergebnis, dass sich wie eine Niederlage anfühlt.

Während der Wechsel noch nicht abgeschlossen ist, lässt der Schiedsrichter den freistoß, der zum 4:4 führt, einfach ausführen!

Wie auch immer, für Frohnleiten bedeutet der Achtungserfolg dennoch den Abstieg in die Oberliga, beim DSV herrscht Ratlosigkeit über den Einbruch ab etwa 60 Minuten. Zuvor hatte man alles im Griff, schien sich wohl zu sicher zu sein – zwei Mal heisst es noch Durchbeißen, dann beginnt die (kurze) höchstnotwendige Sommerpause.

Links: StFV, Ligaportal, Frohnleiten

Der DSV Leoben spielte mit: Nömayer (G), Rinner (G), Gruber (T,T,T, 89. Kutlesa),Hubmann, Heinemann, Schranz, Giermair, Waldhuber (88. Machacek), Maier, Petkov (T, 57. Makotschnig), Briza. Ersatz: Tiesenhausen, Hofer.

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