3:2-Auswärtssieg! Der DSV Leoben gewinnt in Fürstenfeld!

Landesliga, 26. Runde, DI 16.05.17, 19:00 Rudolf Gutmann Stadion, 300. SC Fürstenfeld : DSV Leoben 2:3 (0:3). Torfolge: 0:1 Petkov (12., Elfer), 0:2 Giermair (35.), 0:3 Rinner (37.), 1:3 Glaser (63.), 2:3 Flatscher (76.). Schiedsrichter: Spörk, Insupp, Cetin.

Warum souverän, wenn es auch spannend geht?! Der DSV Leoben siegt nach klarer 3:0-Pausenführung gerade noch mit 3:2 und beendet damit eine vier Spiele andauernde sieglose Serie. Die Donawitzer ziehen Fürstenfeld durch ein starkes und sehr effizientes Konterspiel mit drei Toren vor der Halbzeit richtiggehend den Nerv: Und an allen drei Treffern ist Matthias Waldhuber als Vorbereiter maßgeblich beteiligt. Nach Foul an Waldhuber netzt Kapitän Petkov vom Elfmeterpunkt zum 1:0 ein. Einen schönen Waldhuber-Pass erreicht Giermair, der von der rechten Seite flach ins lange Eck trifft. Und schließlich kommt auch sein Pass perfekt auf Rinner, der den Ball unmittelbar vor Tormann Jeitler erreicht und in hohem Bogen auf 3:0 stellt. Auch nach der Pause finden die Donawitzer hochkarätige Chancen zu weiteren Toren (Gruber, Waldhuber, Giermair) vor, die allerdings werden nicht genützt – und das rächt sich beinahe noch. Fürstenfeld steckt nicht auf, will das Unmögliche noch möglich machen und schnürt die Donawitzer immer mehr am eigenen Strafraum ein.  Nach dem 1:3 durch Glaser werden schon Erinnerungen an das Spiel in Mettersdorf wach, wo ein 3:1 Vorsprung nicht zum Sieg reichte. Spätestens nach dem 2:3 in der 76. Minute war jedem klar, dass dies nach lange und harte Schlussminuten werden würden. Doch diesmal war den erschöpften, aber bis zum Schlusspfiff mit vollem Einsatz kämpfenden, Donawitzern das Glück des Tüchtigen hold – es blieb beim knappen 3:2-Auswärtssieg! Der sechste Frühjahrssieg, der insgesamt sechste Auswärtssieg – der DSV hält bereits bei 45 Punkten, damit der höchsten Punkteanzahl seit der Regionalligasaison 2011/12, und ist wieder am fünften Tabellenplatz!

Tolle Leistung: Hinten mehrmals entscheidend gerettet, vorne ein Tor – Bravo Bernhard Rinner!

Den ersten Schuss bei schönstem Frühlingswetter im Rudolf Gutmann Stadion gibt Wilfling für Fürstenfeld ab (er verzieht), erstmals eingreifen muss Nömayer nach einem Kopfball von Jedliczka, den er vor dem anstürmenden Goalgetter Beslic sichern kann. Für die ersten Torschüsse auf Leobener Seite sorgt Gruber – ein Freistoß landet in den Armen des Tormannes, ein Schuss kurz danach bereitet schon mehr Gefahr, Goalie Jeitler wehrt in den Corner ab.

Nach einem Freistoß von Jedliczka (knapp übers Tor, Nömayer wäre aber da gewesen), gehen die Donawitzer in Führung. Gruber zieht nach einem schnellen Konter in den Strafraum und befördert den Ball mit einem lässigen Fersler in den Lauf des schussbereiten Waldhuber. Haas kann ihn nur durch ein Foul von hinten am Torschuss hindern, Schiedsrichter Spörk entscheidet ohne zu zögern auf Elfmeter. Da Briza vorerst nur auf der Ersatzbank sitzt, schnappt sich Petkov den Ball – er verlädt den Tormann und stellt auf 1:0! Fürstenfeld will schnell den Ausgleich und spielt entsprechend aggressiv nach vorne. Nach einem Freistoß zur zweiten Stange, kann Schranz vor Schweinzer zur Ecke köpfeln, nach dem anschließenden Eckball  kommt Koller zum Ball – seine perfekte Flanke zur Mitte vergibt Beslic aus kurzer Distanz per Kopf – zum Glück, eher untypisch für einen Top-Goalgetter. Auch Steiner hat zwei Mal die Schussmöglichkeit, einmal klärt Nömayer, bei seinem zweiten Versuch, einem Freistoß, streift der Ball knapp übers Tor.

Der DSV Leoben kommt in dem schnellen Spiel, in dem es ständig hin und her geht, auch zu Kontermöglichkeiten, in dieser Phase gelingt aber der letzte Pass nicht. Während Fürstenfeld durch einen Kopfball (sehr gefährlich), dann durch ein Abseitstor – jeweils von Glaser – für Hektik im Donawitzer Strafraum sorgt, kommt der zweite Donawitzer Treffer gerade zur richtigen Zeit.  Petkov spielt schnell auf Schranz, der gleich weiter zu Waldhuber. Der von Zeltweg gekommene, schnelle Mittelfeldspieler sieht den kreuzenden Giermair vor ihm und legt dem erfolgreichsten Donawitzer Torschützen den Ball perfekt in den Lauf. Giermair zieht in den Strafraum, von der rechten Seite bezwingt er den Tormann mit einem flachen Schuss ins lange Eck – Bravo Gierli, der 12. Saisontreffer gegen seinen Ex-Verein, was will man mehr! Und nur zwei Minuten später steht es 3:0. Im eigenen Strafraum knöpft Füzfa Beslic den Ball ab und spielt auf Waldhuber. Instinktiv geht Innenverteidger Rinner mit, der bekommt den Ball von Waldhuber auch in den Lauf gespielt. Und das ist dann Millimeterarbeit. Um den Augenblick schneller am Ball als der herauslaufende Tormann bringt Rinner den Ball im hohen Bogen aufs Tor – und auch der kann nicht mehr weggeschlagen werden. Ein Supertor nach Bilderbuchkonter, für Rinner auch schon der sechste Saisontreffer! Der Schock für die Heimmannschaft sitzt tief, auch weil kurz vor dem Pausenpfiff Glaser, der alleine aufs Leobener Gehäuse zuläuft, den Ball an Nömayer nicht vorbeibringt – es bleibt beim 0:3.

Der Vorbereiter: Bei allen drei Toren hatte er die Beine im Spiel – Matthias Waldhuber!

Zu Recht erwartet man auf Donawitzer Seite in der zweiten Halbzeit einen Fürstenfelder Sturmlauf, der nur dann leicht überstanden werden sollte, wenn lange kein Tor gelingt – im besten Fall wäre ein viertes Tor die Vorentscheidung. Und die Chance dazu hat Gruber schon in der 46. Minute. Petkov spielt den Laufpass, Gruber zieht im Strafraum ab und verzieht ganz knapp! Da auch die Offensivpässe von Hofer auf Petkov sowie Füzfa auf Petkov scheitern – später noch ein Laufpass für Gruber (knapp Abseits), wird es nichts mit der schnellen Vorentscheidung. Fürstenfeld wird stärker. Viele Freistöße und Eckbälle, die hoch im Strafraum auf einen Abnehmer warten, müssen und können mit vereinten Kräften (vor allem Rinner muss man sehr positiv erwähnen) entschärft werden.

Nach etwa einer Stunde schwinden langsam aber kontinuierlich die Kräfte. Der erste, der gehen muss ist Gruber (Briza ersetzt ihn), später geht es auch bei Waldhuber und Heinemann nicht mehr (die beiden werden durch Hubmann und Makotschnig ersetzt). Der Fürstenfelder Druck steigt und durch eine gelungene Aktion fällt auch das befürchtete Tor. Mit der Ferse leitet Beslic weiter zu Glaser, der plötzlich freie Schussbahn hat. Nömayer ist zwar mit den Fingerspitzen dran, der Schuss aber zu scharf – es steht nur noch 1:3. Für kurze Entlastung sorgt ein satter Waldhuber-Schuss (Zuspiel von Hofer), der an der Bande neben dem Tor landet und eine Abseitsposition von Füzfa (nach schönem Briza-Freistoß und Petkov-Verlängerung) unmittelbar vor dem Tormann – auch ein Hofer-Schuss ist nicht so schlecht angetragen.

Laufwunder Mario Giermair – gegen seinen Ex-Verein erzielt er das wichtige 2:0!

Gefährlicher bleiben aber die Hausherren. Rinner rettet erst mit einem Tackling gegen Beslic in letzter Sekunde zum Corner, kurz darauf muss er für den geschlagenen Nömayer einen Jedliczka-Kopfball vor der Linie entschärfen. Giermair, der durch enormes Laufpensum auffällt, kommt nach Briza-Zuspiel von links in den Strafraum – sein Schuss, die Riesenchance auf das 4:1, verfehlt ganz knapp das Ziel. In der 76. Minute fällt das 2:3. Beslic setzt sich im Strafraum durch, er bringt den scharfen Querpass an, Flatscher haut den Ball aus kurzer Distanz zum Anschlusstreffer ins Netz. Obwohl nun das Schlimmste befürchtet werden muss, kommt Fürstenfeld nur noch einmal richtig gefährlich vor das Tor. Bereits in der Nachspielzeit zieht Glaser ab, der Ball wird abgefälscht und landet knapp neben dem Tor. Davor und danach gelingt es den Donawitzern erfolgreich, den Fürstenfelder Spielfluss zu stören, sich nicht zu weit reindrücken zu lassen und den Ball vom Sechzehner fernzuhalten. Der Schlusspfiff ist wie eine Erlösung, der Auswärtssieg, mit dem man nicht unbedingt rechnen durfte, ist gelungen. Gratulation an die toll kämpfende Mannschaft, die zeitweise am Limit spielen musste. Die Pause zum nächsten schweren Spiel – am Freitag gegen Lebring – ist kurz, daher ist vor allem Regeneration angesagt. Weiter so!

Erstmals zu Beginn nur auf der Bank: Markus Briza!

Links: StFV, Fürstenfeld, Ligaportal

Der DSV Leoben spielte mit: Nömayer, Füzfa,Rinner (T), Gruber (58. Briza), Heinemann (81. Makotschnig), Schranz (G), Hofer, Giermair (G,T), Waldhuber (G, 67. Hubmann), Maier, Petkov (T). Ersatz: Tiesenhausen.

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