Der DSV Leoben muss sich St. Anna in letzter Sekunde geschlagen geben!

Landesliga, 22. Runde, SA 22.04.17, 19:00 Stahlbau Müller Arena, 470. USV St. Anna : DSV Leoben 3:2 (1:0). Torfolge: 1:0 Lackner (29.), 1:1 Petkov (69.), 1:2 Waldhuber (72.), 2:2 Drevensek (79.), 3:2 Guja (95.). Schiedsrichterteam Steindl, Strasser, Poric.

Das Schlagerspiel in St. Anna endet mit einer bitteren Niederlage für den DSV Leoben. In der 95. Minute erzielt Guja den 3:2- Siegestreffer, unmittelbar danach pfeift Schiedsrichter Steindl ab. So bitter das auch ist, der DSV Leoben konnte sich mit erhobenem Haupt von den mitgereisten Fans verabschieden, die kämpferische Leistung wurde mit viel Lob und Beifall bedacht. Vor der Pause geht St. Anna mit einem Heber von Lackner in Führung, dem DSV gelingt es nur selten gefährlich vor dem gegnerischen Tor aufzutauchen. Nach der Pause drehen Petkov und Waldhuber mit einem Doppelschlag das Spiel, knapp 20 Minuten vor Spielende sieht es aus Donawitzer Sicht gut aus, die tolle Serie um ein weiteres Spiel zu verlängern. Mit der Gelbroten Karte für Gruber dreht sich das Spiel erneut: St. Anna macht viel Druck, in der 79. Minute zimmert Drevensek einen Freistoßhammer zum 2:2 ins Eck. Und als alle nur noch auf den Schlusspfiff warten – immerhin waren nur drei Minuten Nachspielzeit angesagt – schlägt Guja aus kurzer Distanz gnadenlos zu. Der Donawitzer Erfolgslauf ist damit in St. Anna zu Ende gegangen, mit der Leistung bei der knappen Niederlage darf man aber durchaus zufrieden sein – das macht Mut für die nächsten schweren Spiele (ohne die gesperrten Gruber und Briza)!

Packende Zweikämpfe – hart aber nicht unfair!

Mit einer größeren, stimmkräftigen Donawitzer Anhängerschaft im Rücken, startet Jürgen Auffingers Mannschaft recht forsch in dieses schwierige Auswärtsspiel. Einmal rutscht Heinemann am Strafraum aus, ein Lochpass von Gruber auf Heinemann kann gerade noch abgefangen werden. In dem über die gesamte Distanz recht zweikampfbetonten Spiel (von beiden Seiten hart, aber nie gehässig geführt), übernehmen aber nach etwa zehn Minuten die Hausherren, die heimstarke St. Anna- Mannschaft, zusehends das Kommando. Einen Stanglpass auf Pfeifer kann Tiesenhausen abfangen, bei einem Schuss von Lackner ist unser Tormann ebenfalls auf dem Posten. Bei einem Schüsschen von Pfeifer hat Tiesenhausen keine Probleme, eine Flanke Richtung zweiter Stange (nach einem Freistoß) wird heruntergepflückt.

Den ersten Donawitzer Schuss gibt Petkov ab. Nach Zuspiel von Hofer landet der abgefälschte Ball links am Tor vorbei, im Corner. Kurz darauf zirkelt Petkov einen Freistoßball (nach einemd der vielen Fouls an Gruber) gefährlich zur Mitte, ein St. Anna Verteidiger kann zur Ecke klären. In der Phase, wo die Leobener wieder Zugriff auf das Spiel bekommen, geht St. Anna in Führung. Ein Pass von Pfeifer auf Lackner, der einmal nicht genau genug zugedeckt ist und schon passiert es. Tiesenhausen läuft heraus, wird mustergültig überhoben, Rinner kommt nicht mehr rechtzeitig vor der Linie zum Ball, und schon steht es 1:0. In einem Spiel auf Augenhöhe, mit leichten Vorteilen für die Heimelf, muss der DSV nach einer halben Stunde einem Rückstand nachlaufen.

St. Anna kommt durch Dexer zu einem Distanzschuss (knapp vorbei), ehe es auf der anderen Seite gefährlich wird. Ein Freistoß von Briza in den Strafraum landet am Kopf von Petkov, Tormann Waltl gelingt es den Ball über die Latte zu drehen. Im Anschluss an den Eckball vergibt Gruber die Schussmöglichkeit, Waltl begräbt den Ball sicher unter seinem Körper.

Voller Einsatz am Limit, aber nächste Woche ohne ihn – Der gesperrte markus Briza!

Zur Halbzeit muss Jürgen Auffinger einen nicht gänzlich unerwarteten Wechsel durchführen. Alexander Maier, der bereits die letzten beiden Spiele pausieren musste, geht sicherheitshalber vom Platz, an seiner Stelle rückt Füzfa zurück in die Innenverteidigung und Horvat (der eine starke Partie spielt!) wird eingewechselt. St. Anna kommt gleich nach Wiederanpfiff zu einer guten Möglichkeit. Nach einem Freistoß zieht Dexer ab, der Ball verspringt sich, sodass Tiesenhausen den Ball nicht fangen kann, der Nachschuss wird wegen einer Abseitsstellung unterbunden. Bei einem weiteren Konter dürfen sich die Donawitzer bei Bernhard Rinner bedanken, dass es nicht 0:2 steht. Ein weiter Ball, plötzlich startet Lackner von der linken Seite Richtung Strafraum, rechts geht Guja mit. Der Querpass kommt, unter Tiesenhausen kullert der Ball Richtung Tor, doch Rinner kann ihn vor der Linie wegbefördern.

Das Geschehen findet aber nicht nur vor unserem Tor statt, es gibt auch Donawitzer Angriffe.  Ein Freistoß von Petkov (Foul an mit Tempo durchmarschierenden Gruber) aus guter Distanz ist zu hoch angetragen, ein schneller Vorstoß von Hofer endet mit einer knappen Abseitsentscheidung. Auf der anderen Seite ist es wieder Rinner, der mit einem exakten Tackling im Strafraum einen Schuss von Guja im entscheidenden, letzten Moment abfälscht. Nach einem Schuss von Guja, den Tiesenhausen aus kurzer Distanz sicher hält, jubeln plötzlich die mitgereisten Donawitzer. Giermair bekommt auf der linken Seite viel Platz, er wird dort irgendwie übersehen. Er marschiert von links kommend in den Strafraum, an Petric und Waltl vorbei spielt er zur Mitte auf den ebenfalls freien Petkov, der nur einzuschieben braucht – 1:1! Schöne Kombination, perfekter Abschluss – man darf unsere Angreifer eben nicht so alleine agieren lassen.

Donawitzer freude: Jubel nach Waldhubers 2:1!

Und es kommt noch besser. Nur drei Minuten später wird auf der anderen Seite Waldhuber von Petkov angespielt. Er setzt sich dort mit einem schnellen Antritt durch, spielt zurück auf Giermair, der dabei von Dexer gelegt wird. Der Ball ist aber nach wie vor frei, Waldhuber erkennt das sofort und setzt den Ball an Waltl vorbei zur Donawitzer Führung ins Gehäuse. 2:1 nach 0:1, einfach kaum zu glauben, der Donawitzer Kampfgeist scheint neuerlich belohnt zu werden.

Doch diesmal wird es nichts mit Donawitzer Punkten. Ein Drama mit noch vier negativen Höhepunkten entscheidet das Spiel doch noch zu Gunsten von St. Anna. Erster Punkt. Nachdem Gruber bereist in der 59 Minute Gelb sieht, bekommt er von Schiedsrichter Steindl (wegen eines, in diesem harten Spiel, mit vielen Fouls – keineswegs schlimmen Vergehens) neuerlich Gelb, ab der 75. Minute, in der hektischen Schlussphase, sind nur noch zehn Donawitzer am Platz. Die Möglichkeit auf das 3:1 ist in Unterzahl ein Mal kurz da: Giermair setzt sich in der Mitte durch, der Pass auf den davonziehenden Waldhuber misslingt aber – schade darum! Zweiter Punkt.  Freistoß St. Anna nach Foul von Heinemann aus etwa 27 Metern. Drevensek tritt an und zirkelt den Ball über die Mauer aus dieser großen Distanz ins kurze Eck zum 2:2. Schade, zwar, aber der Freistoß war wirklich sehenswert, das Ergebnis jetzt auch leistungsgerecht.

Dritter Punkt. wieder trifft es einen Gelbgefährdeten Spieler. In der 90.  Minute sieht Markus Briza wegen – ja weswegen eigentlich? – seine neunte Gelbe Karte und fehlt nächste Woche gegen Voitsberg. Vierter Punkt. Der Schiedsrichter zeigt drei Minuten Nachspielzeit an, die Donawitzer überstehen diese drei Minuten auch unbeschadet. Statt den Schlusspfiff zu hören, reichen beim letzten Angriff die Kräfte nicht mehr aus. Der freie Guja wird angespielt und bezwingt aus kurzer Distanz Tiesenhausen mit seinem Treffer zum 3:2! Unmittelbar danach ist Schluss, St. Anna besiegt den DSV in buchstäblich letzter Sekunde. Wirklich schade, die Mannschaft hätte sich diesen Punkt verdient, das Glück, das wir in diesem Frühjahr auch schon hatten, war klar im Lager von Kocijans Mannschaft. Hilft nichts: Aufstehen, abputzen und weiter geht es! Am kommenden Freitag, 19:00 Uhr kommt Voitsberg ins Donawitzer Stadion!

Trotz der Niederlage, die Fans waren mit der Leistung zufrieden!

Links: St. Anna, StFV, Ligaportal

Der DSV Leoben spielte mit: Tiesenhausen, Füzfa, Rinner, Gruber (GR, 75.), Heinemann, Hofer, Giermair, Waldhuber (T), Maier (46. Horvat), Petkov (T), Briza (G). Ersatz: Nömayer, Machacek, Moritz, Kutlesa.

Fotogalerie: DSV Fans on tour…

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