Der DSV Leoben – schön langsam unheimlich: 2:0 (1:0)- Sieg auch in Wildon!

Landesliga, 20. Runde, FR 07.04.17, 19:00 Stadion Wildon, 200. SV Wildon : DSV Leoben 0:2 (0:1). Torfolge: 0:1 Füzfa (6.), 0:2 Waldhuber (74.). Schiedsrichterteam: Komornyik, Cetin, Ing. Kuperion.

Der DSV Leoben schwimmt seit Wochen auf der Erfolgswelle und eilt von einem Sieg zum anderen. Auch Wildon konnte die tolle Serie – nun vier Siege in Folge, insgesamt acht Spiele ungeschlagen, dabei 22 Punkte gesammelt – nicht beenden. Aber auch eine andere Serie, auf die man ruhig verzichten könnte, wird nicht beendet: Im fünften Frühjahrsspiel muss schon zum dritten Mal der Rettungswagen gerufen werden – diesmal trifft es Bernhard Rinner, der in der Schlussphase wohl eine Gehirnerschütterung erlitten haben dürfte – Gute Besserung! Der DSV Leoben beginnt in Wildon sehr druckvoll und geht schnell in Führung. Nach Pass von Gruber trifft Gergely Füzfa aus kurzer Distanz zum 0:1, es war dies bereits das zweite Saisontor des an diesem Abend als Innenverteidiger spielenden Ungars! Vor der Pause hatte beide Teams die Möglichkeit durch gute, aber ungenützte, Torchancen, dem Spiel einen anderen Verlauf zu geben. Für Wildon scheiten Jury (Fußabwehr von Tiesenhausen) und Wernig (Kopfball), auch Degens Schuss verfehlt knapp das Ziel. Auf der anderen Seite hat Florian Gruber zwei Mal einen Treffer bereits vor Augen, scheitert aber beide Male aus kurzer Distanz. Zuerst nach Waldhuber-, dann nach perfekter Hofer-Vorarbeit. In der zweiten Hälfte ist Wildon zwar aktiver und bemühter, Topchancen ergeben sich aber durch eine starke DSV-Defensivleistung auch nur selten. Wenn ein Wildoner einmal durchkommt, ist auf Tiesenhausen Verlass: Eine Fußabwehr von Tiesenhausen (gegen Partl) und ein Zusammenstoß unseres Tormannes mit Steinwender, der sich dem Angreifer entschlossen entgegen wirft – fehlerlos unser Schlussmann! Auf der anderen Seite zeigt Waldhuber, was nachsetzen bedeutet: Einen beinahe verloren geglaubten Ball, luchst er durch sein beherztes reinrutschen dem Tormann wieder ab, dem zweiten Saisontor stehen nur noch zwei Verteidger auf der Linie im Weg – Waldhuber hebt den Ball aber in die rechte Ecke und stellt auf 0:2. Die Schlussphase, inklusive 5 Minuten Nachspielzeit, wird trotz verzweifelter Versuche der Hausherren, doch noch irgendwie heranzukommen, überstanden – der DSV Leoben holt nicht unverdient die Frühjahrspunkte elf, zwölf und dreizehn!

Bravo Gery Füzfa – im Stil eines Stürmers bringt er den DSV in Führung!

Probleme mit der Innenverteidigung hatte der DSV Leoben im Vorfeld: Bernhard Rinner während der Woche krank, dann aber doch irgendwie fit und in der Startelf, Alexander Maier noch nicht voll belastbar, daher nicht im Kader – seine Rolle übernahm Gery Füzfa – und der machte das wirklich mit sehr viel Einsatz, ausgezeichnet. Nach einem ersten Wildoner Vorstoßversuch (Wernig fällt im Strafraum gegen Rinner viel zu offensichtlich ohne jeglichen Grund), sind die Donawitzer am Drücker. Giermair, der sich durch ein enormes Laufpensum auszeichnet, wird von seinen Mitspielern gesucht (zuerst von Hofer mittels Flanke, dann von Waldhuber über einen Stanglpass), aber nicht gefunden. Nach einem Freistoß in der sechsten Minute (Foul an Heinemann) fällt das schnelle 0:1. Christoph Hubmann flankt von links hoch in den Strafraum, Krenn kann per Kopf den Ball aus dem Strafraum befördern. Florian Gruber, dem der Ball vor die Beine fliegt, fackelt nicht lange, zirkelt eine Idealflanke genau auf den mit nach vorne gegangenen Gery Füzfa, der im Stil eines Profistürmers auch gleicht abzieht. Der Wildoner Tormann Stoiser kann nicht mehr eingreifen, der Ungar bringt Leoben in Führung!

Wildon übernimmt danach zusehends das Kommando, tut sich aber irgendwie schwer, am Leobener Bollwerk vorbei zu kommen. Es gelingt unseren Defensivspielern immer wieder – oft auch mit vereinten Kräften – die hohen Flanken (dem häufigst verwendeten Wildoner Angriffsmittel) im Vorfeld (abdrängen) oder in der Luft zu verhindern oder zu unterbinden. In der 18. Minute wird es aber doch brenzlig. Eine schöne Kombination von Steinwender auf Krenn – der im Strafraum den Goalgetter Jury sucht und findet – wird vergeben, der 20-Tore-Mann bringt den Ball an Tiesenhausen nicht vorbei (Fußabwehr), den Abpraller befördert Füzfa knapp vor Derrant ins Torout. Auch der Eckball ist gut, Wernig kommt zum Kopfball, scheitert aber knapp (links vorbei). Nach 28 Minuten sieht Alex Hofer seine vierte Gelbe Karte, damit ist er der fünfte DSV Spieler, dem noch eine Karte zur Sperre fehlt. Es folgen noch einige Wildoner Angriffsversuche, doch wie erwähnt: Unsere Abwehr ist aufmerksam und bereit, dagegen zu halten – nicht nur die vier in der Kette, auch die Mittelfeldspieler davor, müssen (und tun das auch) defensiv viel, vor allem Laufarbeit, verrichten.

Die Sonne lachte – und der DSV siegte.

Kurz vor Ende der Halbzeit sind noch einmal die Donawitzer am Drücker. Ein schönes Zuspiel, nach ebenso schönem Solo von Waldhuber auf Gruber – und dann wird die Chance ganz groß, noch vor der Halbzeit einen draufzulegen. Gruber lässt sich etwas abdrängen, dann ist der Augenblick der Entscheidung da – Abspielen zu Giermair? Selbst Schiessen? –  er entscheidet sich zu letzterem, der Ball landet im Außennetz! Gruber hat aber noch einen zweiten Versuch. Diesmal ist Hofer der Vorbereiter, ein exakter, hoher Pass erreicht Gruber im Strafraum, er ist plötzlich völlig frei vor Stoiser, kann den Ball aber im Tor nicht unterbringen – knapp neben der Stange landet die Kugel an der Bande. Schade, Florian Gruber, der seit Wochen wirklich ambitioniert und mannschaftsdienlich spielt, hätte sich den Treffer, der ihm persönlich sehr gut tun würde, schon längst verdient – vielleicht dann nächste Woche!

Wildon hat in dem Frühjahr zu Hause weder ein Tor erzielt noch einen Punkt geholt, beides will der DSV Leoben um ein Spiel verlängern. Natürlich macht Wildon das Spiel auch in der zweiten Hälfte, wie auch schon zu einem guten Teil vor der Pause. Aber es wirkt nicht geschlossen, nicht wirklich mit dem nötigen Biss und Nachdruck. Zu oft wird dem DSV, durch zu langes Ballhalten, zu ungenauen Zuspielen bzw. Flanken, die Möglichkeit gegeben sich aus der Umklammerung zu befreien. Den ersten Donawitzer Schuss in Halbzeit 2 gibt Heinemann ab, kurz darauf streift ein Rinner-Kopfball übers Tor. Durch die Hereinnahme vom Ex-DSVler Partl wird Wildon etwas gefährlicher. Partl kann sich einmal lösen, zieht von rechts in den Strafraum – Tiesenhausen kann per Fuß abwehren. Kurz darauf ist es wieder Partl, der im Strafraum ist – diesmal will er den Stanglpass spielen, wieder ist Tiesenhausen aufmerksam und unterbindet das Vorhaben.

Alles richtig gemacht – Waldhuber beim 2:0!

In der 67. Minute eilt Tiesenhausen mit Mut und Risiko dem durchgebrochenen Angreifer Steinwender entgegen, keiner weicht aus, daher kommt es zum Zusammenstoß – zum Glück können beide Spieler unverletzt weiter machen. Danach hat Wildon aber das Pulver endgültig verschossen, mit dem 2:0 macht der DSV nach 77 Minuten den Sack zu. Waldhuber, unterhält wieder einmal seine rechte Seite, lässt sich nicht abschütteln, selbst als der Ball zwischen Tormann Stoiser und Wernig verloren scheint, setzt er nach. Er rutscht einfach Richtung Ball und durch ein kurioses Pingpong der beiden Wildoner (Stoiser schiesst Wernig an, der Ball landet bei Waldhuber) ist der Donawitzer der lachende Dritte. Er zieht auf das vom Tormann verlassene Gehäuse und an zwei Abwehrspielern vorbei setzt er das Leder souverän ins rechte Eck! Matthias Waldhuber in dieser Szene als Sinnbild für den DSV im Frühjahr – egal, wie die Lage ist, nicht aufgeben, weiter bis zum Schluss kämpfen – nur so kannst Du auch Dein Glück erzwingen! Bravo Matthias Waldhuber, dem Neuzugang aus Zeltweg, der bereits seinen zweiten Treffer erzielen konnte!

12 Minuten + 5 Nachspielzeit nach dem 2:0 – mit der Brechstange versucht Wildon heranzukommen, scheitert aber ein ums andere Mal. Ob außen an Briza oder Hofer, oder innen an Füzfa und Rinner – was auch immer Wildon versucht, die Donawitzer Antwort passt. Die letzte Großchance zum Anschlusstreffer vergibt Karl per Kopf nach einem Eckball, danach kommt nichts Gefährliches mehr. Drei Mal noch gewechselt, die Verletzungsunterbrechung nach Rinners Zweikampf, der ihm die wahrscheinliche Gehirnerschütterung einbringt und dann ist Schluss.

Der Donawitzer Frühjahrslauf geht munter weiter, mit 37 Punkten klettern die Donawitzer (zumindest für einen Tag einmal) sogar auf den vierten Tabellenplatz. Nächste Woche kommt es zum durchaus nicht einfachen Derby – und das ist nicht ironisch gemeint. Der Tabellenletzte Zeltweg kommt nach Donawitz, aber: Erstens liegt die Erwartungslatte nach den Erfolgen hoch: Jeder im DSV Umfeld geht eigentlich fix von diesem Sieg aus, am besten noch klar und deutlich (wenn man da nicht höllisch aufpasst, kann das gehörig ins Auge gehen), zweitens ist Zeltweg im Frühjahr viel bissiger und besser, als noch im Herbst. Richtig schön wäre es, wenn sich die Donawitzer Frühjahrsleistung auch in den steigenden Besucherzahlen niederschlagen würden. Wer dabei war, weiß es: Wir wollen wieder so eine Atmosphäre, wie gegen Gleichenberg, wenn möglich mit noch stimmkräftigeren Unterstützung! Also, wenn es irgendwie möglich ist, unterstützen Sie den DSV am Karfreitag im Donawitzer Stadion!

Die zwei Invaliden: Alex Maier und David Jankov hielten die Daumen und durften sich über den Sieg freuen!

Links: STFV, Ligaportal mit Videoausschnnitten, Wildon

Der DSV Leoben spielte mit: Tiesenhausen (G), Füzfa (T), Rinner, Gruber, Hubmann, Heinemann (81. Gligor), Hofer (G), Giermair, Waldhuber (T, 83. Makotschnig), Petkov (88. Horvat), Briza. Ersatz: Nömayer, Kutlesa.

One comment on “Der DSV Leoben – schön langsam unheimlich: 2:0 (1:0)- Sieg auch in Wildon!

  1. Gratuliere der Mannschaft und in besonderen Herrn Florian Gruber zu seiner besonderen Leistung, in den letzten Wochen….

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