Bärenstark! Der DSV Leoben beendet mit dem 2:1 (1:1) Heimsieg Bad Gleichenbergs Siegesserie!

Landesliga, 19. Runde, FR 31.03.17, 19:00 Stadion Donawitz, 290. DSV Leoben : TUS Bad Gleichenberg 2:1 (1:1). Torfolge: 0:1 Wendler (9.), 1:1 Weber (ET, 43.), 2:1 Rinner (63.). Schiedsrichterteam Pucher, Macher, Mitteregger.

Bravo DSV Leoben! Mit einer mannschaftlich geschlossenen Sonderleistung dreht der DSV Leoben einen frühen Rückstand gegen den Tabellenführer und siegt verdient mit 2:1! Bad Gleichenberg war der starke Gegner, doch die Donawitzer ließen einfach nicht locker, wuchsen mit der Herausforderung und konnten dem begeisterten Publikum tasächlich drei Punkte schenken. Vor allem in den ersten Minuten merkte man schon, warum die Gäste an der Spitze der Tabelle liegen: Nach neun Minuten war es soweit, Philipp Wendler erzielte das 0:1, erstmals im Frühjahr musste der DSV Leoben einem Rückstand nachlaufen. Doch unsere Mannschaft steigerte sich und fand ins Spiel – mit Disziplin, Einsatz und viel Laufarbeit verlagerte sich das Geschehen plötzlich in die gegnerische Hälfte! Und kurz vor der Pause wurden die Anstrengungen belohnt. Florian Gruber setzt sich auf seiner Seite durch, bringt den perfekten Stanglpass zur Mitte und unmittelbar hinter Mario Giermair lenkt Weber den Ball ins eigene Tor. Nach der Pause steigerten die Donawitzer sogar das Tempo, schnürten den Tabellenführer minutenlang am eigenen Strafraum ein. Als diese Phase zu Ende ging und Bad Gleichenberg sich etwas erfangen konnte, schlugen die Donawitzer zum zweiten Mal zu. Freistoß Christoph Hubmann zur Mitte, dort setzt sich Bernhard Rinner mit dem Kopf durch und versenkt den Ball zum 2:1 neben die Stange! Spiel gedreht, doch noch die halbe Ewigkeit von einer halbe Stunde bis zum Spielende. Wie erwartet versuchte Bad Gleichenberg mit allen Mitteln doch noch zum Ausgleich zu gelangen, einmal war der Ball auch im Tor – der Treffer wurde wegen Abseits nicht anerkannt – doch die Donawitzer Mauer hielt bis zum Schlusspfiff. Bad Gleichenberg ist erstmals nach neun (!) siegreichen Spielen geschlagen, die Donawitzer Serie – nun bereits sieben Spiele ungeschlagen – geht weiter. Gratulation zu dieser Extraleistung, ein denkwürdiger Fußballabend, der an vergangene Tage erinnerte!

Die kalte Dusche, Wendler erzielt nach neun Minuten das 0:1!

Für Tim Heinemann ging es sich nicht aus. Nach seinem verletzungsbedingten Austausch in Liezen wurde er nicht rechtzeitig fit und musste daher seine Mannschaft, wie auch Mark Schranz, von der Tribüne aus anfeuern. Dennoch war vor dem Spiel gegen den Tabellenführer die Stimmung in der Mannschaft ausgesprochen gut, insgeheim traute man sich einiges zu und spekulierte mit einer Überraschung. Das Spiel beginnt dann aber standesgemäß. Bereits in der ersten Minute gibt es einen Freistoß nach Foul an Krenn direkt an der Strafraumgrenze. Omladic schießt, doch er bringt den Ball nicht über die Mauer, damit ist die erste brenzlige Situation entschärft. Es folgen weitere Gleichenberger Halbchancen – Kaufmann versucht einmal einen Seitfallzieher, der ebenso nichts einbringt wie einige hohe Bälle in den Strafraum nach Standardsituationen. Dem DSV Leoben gelingt es zu Beginn nicht, den Ball länger in den eigenen Reihen zu halten, ein Ballverlust im Mittelfeld führt schließlich zum Rückstand. Omladic schnappt Petkov den Ball weg, er spielt auf Krenn, der wiederum ansatzlos Wendler Richtung Strafraum schickt. An Maier vorbei steht der Goalgetter plötzlich vor Tiesenhausen, mit seinem 15. Saisontor stellt er nach neun Minuten auf 0:1.

Während die Donawitzer Angriffsversuche weiterhin zaghaft bleiben – ein Schussversuch von Waldhuber wird geblockt – gelingt Bad Gleichenberg beinahe ein weiteres Tor. Nach einem schnellen Einwurf von Kaufmann zieht Omladic ab, der Ball streift knapp am Kreuzeck vorbei. Kurz darauf ist wieder Kaufmann der Vorbereiter, vom Rückraum aus ist Forjan im Strafraum in Schussposition, Gery Füzfa wirft sich dem Ball entgegen und kann somit diese Großchance verhindern. Danach ist aber vorerst Schluss mit dem Gleichenberger Offensivdrang. Tatsächlich gelingt es nun den Donawitzern den Ball über mehrere Stationen zu behaupten, nur der letzte Pass gelingt noch nicht, auch hohe Flanken landen (noch) beim Tormann (Hubmann-Freistoß Richtung zweiter Stange). Giermair hat außerhalb des Sechzehners einmal kurz die Schussmöglichkeit, setzt aber rechts Waldhuber ein, das Zuspiel kommt nicht an. Der Weg stimmt, die Mittel aber noch nicht. Kurz darauf wird Giermairs Schuss zur Ecke geblockt, die erste richtige Torchance sehen die knapp 300 Zuseher aber erst nach einer halben stunde. Waldhuber schüttelt mit der Ferse seinen Gegenspieler ab, passt zur Mitte, wo Petkovs Schussversuch geblockt und der Nachschuss von Giermair von Goalie Memic gehalten werden kann.

Wieder ein Aktivposten seiner Mannschaft: Matthias Waldhuber!

Der Donawitzer Druck wird nun höher. Einige der vielen Flanken sind nun auch präziser, Bad Gleichenberg muss sich defensiv wirklich anstrengen, um Abschlüsse (Gruber und Briza kommen im Strafraum nur knapp nicht an den Ball) zu verhindern.  Noch hält die Gästeabwehr, wenn auch Hölbling mit einem Kopfball, der knapp übers eigene Tor geht, beinahe den eigenen Tormann überrascht. Nach einem Schussversuch von Hofer und einer brenzligen Situation auf der anderen Seite (Tiesenhausen wird seitlich im Strafraum überhoben ,es findet sich aber kein Gleichenberger Abnehmer der Hereingabe) fällt der Ausgleich. Hubmann spielt Gruber den Ball auf der linken Seite in den Lauf, der setzt sich elegant gegen drei (!) nur beobachtende Gleichenberger durch und bringt den Ball flach zur Mitte. Giermair rutscht hinein, berührt den Ball aber nicht, dahinter rutscht auch Weber zum Ball – er trifft ihn auch und lenkt den Ball zum 1:1 ins eigene Tor. Unmittelbar vor der Pause ein Tor erzielt, eigentlich der ideale Zeitpunkt! Die Summe aus Passivität Bad Gleichenbergs in den Minuten vor dem Tor und das beständige Anlaufen der Donawitzer lassen den Pausenstand von 1:1 nicht unverdient erscheinen.

Die zweite Spielhälfte beginnt mit einem wahren Feuerwerk. So dominant, so aggressiv, so bissig hat man unsere Mannschaft schon lange nicht gesehen. Es gelingt immer wieder in den Strafraum einzudringen, ob Hubmann, Gruber oder Waldhuber – die Flanken zur Mitte werden nur mit Mühe abgefangen – Eckbälle werden dabei reihenweise erzwungen. Petkov kommt zentral im Strafraum an den Ball, sein Schuss wird geblockt, den Nachschuss setzt Briza übers Tor. Auf der anderen Seite ergibt sich durch die aufgerückten Donawitzer im Konter viel Platz, Gillhofer zieht übers halbe Feld, sein Schuss ist aber für Tiesenhausen kein Problem. Nach einigen starken Minuten, in denen unsere Mannschaft nichts zählbares gelingt, gewinnt Bad Gleichenberg wieder die Kontrolle, ohne dabei aber gefährlich zu werden.

Ausgleich: Durch ein Eigentor steht es nach 42 Minuten 1:1!

Nach einer Stunde wird es auf der Betreuerbank hektisch. Alexander Maier zeigt an, dass er aufgrund einer Zerrung nicht weiterspielen kann, im dritten Spiel infolge muss aufgrund einer Verletzung gewechselt werden. Die bis dahin so robuste Innenverteidigung wird zwangshalber neu organisiert, Gery Füzfa muss zurück (macht seine Sache aber ebenso mustergültig), für Maier kommt Gligor.

Und genau in diese Phase hinein fällt das zweite Donawitzer Tor. Freistoß von der linken Seite, Hubmann bringt den Ball hoch zur Mitte, Bernhard Rinner steigt hinauf und köpfelt den Ball so präzise in die linke Ecke, dass sich der Tormann vergeblich streckt. Ein wunderschönes Tor, das sich unsere Mannschaft hart erarbeitet hat und daher auch nicht unverdient kommt. Die Schlussphase – wenn man die 30 Minuten bis zum Spielende so bezeichnen darf – ist nichts für schwache Nerven. Natürlich will sich der Tabellenführer nicht so ohne weiteres, nach neun Siegen in Serie, einfach so geschlagen geben, Bad Gleichenberg forciert die Offensive. Mit allen legalen Mitteln, Verzögerungsmöglichkeiten und sonstigen Mätzchen wird versucht, den Vorsprung über die (lange) Zeit zu retten. Sechs Gelbe Karten für den DSV nach dem 2:1, ständig muss ein Spieler verarztet werden, die Donawitzer sind nun am Limit.

Ein Schuss von Gillhofer aus gut 20 Meter Entfernung streift knapp am Tor vorbei, ein Kopfball von Wendler nach Kaufmann-Flanke aus kürzester Distanz, kann von Tiesenhausen bravourös abgewehrt werden. Auch bei einem Freistoß von Omladic über die Mauer muss sich Tiesenhausen strecken, um mit der Faust abzuwehren und bei einem Schuss von Weber fehlt nicht viel – alles Topchancen, doch die Donawitzer Abwehr fällt nicht. Und als sie doch einmal fällt – Kaufmann mit dem vermeintlichem Ausgleich – hat der Schiedsrichterassistent die Fahne wegen einer Abseitsstellung oben – das Tor zählt nicht. Einige Eckbälle und sonstige hohen Bälle sowie vier Minuten Nachspielzeit müssen noch überstanden werden, dann ertönt er, der ersehnte Schlusspfiff. Der DSV Leoben hat es tatsächlich geschafft. Gegen eine gute Mannschaft, mit viel Qualität, ist es gelungen mit den Mitteln, die zur Verfügung stehen, voll zu punkten. Laufbereitschaft bis die Krämpfe zuschlagen, Zweikämpfe dort, wo es weh tut und viel, viel Disziplin in der Defensive. Da kann man leicht verschmerzen, dass Konter in der Schlussphase teils fahrlässig versanden (Petkov, Gligor in der Nachspielzeit), die drei Punkte stehen über allem anderen. Gratulation dem Betreuerteam und der Mannschaft zu der Leistung, so macht es Spaß zuzusehen, hoffentlich spricht sich das herum und es kommen zu den nächsten Heimspielen ein paar mehr Besucher.

Der Ball zappelt im Netz, Bernhard Rinner dreht nach seinem Kopfballtor ab!

Das beste Team im Frühjahr, der DSV Leoben, spielt am kommenden Freitag, 7.4. auswärts in Wildon, das nächste Heimspiel gegen den FC Zeltweg findet am Freitag 14.4. statt!

Links: StFV, Bad Gleichenberg, Ligaportal (mit Videoszenen)

Der DSV Leoben spielte mit: Tiesenhausen, Füzfa (G), Rinner (T), Gruber (G), Hubmann (G), Hofer, Giermair, Waldhuber (72. Makotschnig,G), Maier (61. Gligor), Petkov (G), Briza (G). ersatz: Nömayer, Kutlesa, Machacek.

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