Bitterer Nachgeschmack nach erstem Sieg in diesem Jahr!

Landesliga, 17. Runde, SA 18.03.17, 15:00. Stadion Donawitz, 190. DSV Leoben : TSV Pöllau 2:1 (0:0). Torfolge: 1:0 Waldhuber (49.), 1:1 Segovic (69.), 2:1 Giermair (83.). Schiedsrichterteam: Dr. Paier, Adanitsch, Sabathi.

Das Spiel beginnt mit einer schweren Verletzung von Mark Schranz. Bei einem Zweikampf geht er zu Boden und bleibt bewußtlos liegen. Später, im Krankenhaus wird ein Augenhöhlen- und Jochbeinbruch diagnostiziert. Der nach einem Kreuzbandriß eben erst wieder fitte Schranz, fällt damit neuerlich für längere Zeit aus. Mark, Alles Gute auf Deinem Weg zurück! Nach dem Schreck, den diese Verletzung bei allen hinterlassen hat, wird wieder Fußball gespielt und die Donawitzer finden ganz gut hinein. Tormöglichkeiten von Petkov, Rinner und danach von Hofer (Kopfball an die Stange) zeigen ein deutliches Chancenplus an, danach sind es neuerlich Petkov und Waldhuber (Außennetz), die die Führung vor Augen haben. Pöllau ist nur einmal gefährlich, da aber Tiesenhausen aufpasst, kann ihn Kernbichler nicht bezwingen. Nach der Pause ist es endlich soweit. Petkov schickt Waldhuber mit einem Idealpass in den Strafraum, die Neuerwerbung aus Zeltweg trifft über die linke Innenstange zum verdienten 1:0. Die Donawitzer bleiben im Vorwärtsgang, können aber nicht nachlegen und so steht es nach 69 Minuten plötzlich 1:1. Der Pöllauer Topscorer Segovic wird im Strafraum hoch angespielt, per Kopf erzielt er den Ausgleich. Ärgerlich, aber die Donawitzer wollen das Spiel unbedingt gewinnen. Ein reguläres (!) Tor durch Gruber wird wegen Abseits nicht anerkannt, kurz darauf zieht Giermair einfach einmal ab – und der passt genau: Der Ball landet im Netz, der DSV Leoben führt mit 2:1 und gibt den knappen Vorsprung nicht mehr aus der Hand. Wichtige drei Punkte für die Donawitzer, noch wichtiger ist es aber, dass Mark Schranz bald wieder zurück kommt!

Das Spiel ist keine zwei Minuten alt und da passiert es. Ein hartes Duell zwischen Kernbichler (er sieht dafür die Gelbe Karte) und Schranz um den Kopfball endet äußerst schmerzhaft für den Eisenerzer. Schranz wird voll im Gesicht getroffen und bleibt bewegungslos liegen. Die Helfer sind sofort zur Stelle, vor allem die Mitspieler und die medizinischen Betreuer beider Mannschaften reagieren schnell und befreien den Verunglückten von der Erde im Mund und stellen sicher, dass er atmet. Es dauert elendslange Sekunden, bis er wieder halbwegs ansprechbar ist – das ist vorerst aber einmal eine Riesenerleichterung. Schranz wird von der Rettung ins naheliegenden Krankenhaus Leoben gebracht, dort wird ein Augenhöhlen- und Jochbeinbruch festgestellt. Trotz der Kopfschmerzen von der schweren Verletzung, lässt er es sich nicht nehmen vom Krankenhaus zu posten und sich bei den Helfern zu bedanken. Mark, Du hast uns allen einen Riesenschrecken eingejagt, Alles Gute bei der bevorstehenden Operation und schau, dass Du bald wieder gesund zurück kommst!

Mark Schranz, der Kämpfer, auf Facebook!

Das Spiel wird mit einem Wechsel fortgesetzt, Waldhuber kommt nach der minutenlangen Unterbrechung für Schranz aufs Feld. Es dauert verständlicherweise eine gewisse Zeit, bis das Spiel Fahrt aufnimmt, in der 13. Minute wird es erstmals ernst im Strafraum. Hofers Schuss ist zwar weder scharf noch platziert, dennoch lässt der Pöllauer Tormann Miljkovic den Ball aus. Petkov versucht den freien Ball ins Tor zu befördern, scheitert aber, der Goalie hätte sogar einen zweiten Versuch zugelassen, doch Giermair kommt nicht rechtzeitig ran. Die Donawitzer werden jetzt konkreter. Nach einem Eckball von Heinemann (in Abwesenheit des gesperrten Hubmanns sind Eckbälle seine Angelegenheit) kommt Bernhard Rinner zum Kopfball, der Ball streift neben dem Lattenkreuz vorbei. Nach einem Eckball von der anderen Seite steigt Hofer an der zweiten Stange zum Kopfball, er kommt vor dem herauseilenden Goalie an den Ball und setzt ihn an die linke Stange. Das war nun wirklich knapp und einmal geht es noch! Weiter Pass von Giermair in den Strafraum auf Petkov, die Abseitsfalle schnappt nicht zu, aus kurzer Distanz knallt der Kapitän den Ball übers Tor! Die Donawitzer bleiben im Vorwärtsgang, doch der Führungstreffer will einfach nicht fallen: Weder bei einem Giermair-Schuss (deutlich rechts vorbei) noch bei einem Waldhuber- Versuch ins Außennetz, klappt es mit dem ersten Tor.

Und dann kommt erstmals Pöllau gefährlich vor unser Tor.  Kernbichler wird links im Strafraum gesucht, doch Tiesenhausen ist schnell genug dort und kann den Schuss unterbinden, beim zweiten Versuch scheitert Vidmar an der Leobener Abwehr. Nach dem Eckball ist neuerlich ein Pöllauer bereit zum Schuss, der Ball wird abermals erfolgreich geblockt. Das war es aber mit der Pöllauer Offensive vor der Pause, bis zum Halbzeitpfiff sind wieder die Hausherren für Strafraumszenen zuständig. Eine schöne Kombination über mehrere Stationen landet bei Giermair, der abzieht und mit dem wuchtigen Ball den Tormann dazu zwingt nach vorne abzuwehren (dort steht leider keiner unserer Spieler). Nach einem Freistoß von Briza, einem Heber auf Füzfa von Gruber (der Ungar ist knapp im Abseits, Gruber hätte wohl eher selbst schiessen können) und einem weiteren Schuss von Briza (übers Tor) pfeift Dr. Paier zur Pause ab.

Die Donawitzer bejubeln das erste Tor von Matthias Waldhuber!

In der zweiten Spielhälfte fallen dann die Tore: Briza über Füzfa auf Petkov, der mit einer Drehung den Ball schön in den Lauf von Waldhuber spielt und die Neuerwerbung zieht rechts im Strafraum ab. Über die Stange landet der Ball im Netz, der DSV Leoben geht völlig verdient mit 1:0 in Führung (49.)! Das Tor hat sich mehr als angekündigt, endlich hat es geklappt. Die Donawitzer wollen mehr. Nach einer hohen Flanke von Waldhuber in den Strafraum kommt Giermair vor dem Tormann um den einen Schritt zu spät, nach einer Flanke von Hofer scheitert Petkov mit einem Kopfballversuch. Nach einem Schuss von Waldhuber ins Außennetz, steht es plötzlich auf der anderen Seite 1:1. Gligor kann einen Ball nicht weit genug ausputzen, auf der rechten Seite flankt Gschiel zur Mitte und der Toptorjäger von Pöllau, Igor Segovic, stellt per Kopf mit seinem elften Saisontreffer auf 1:1. Eine Unachtsamkeit und schon ist es passiert, einfach ärgerlich. Vom Gegentreffer nicht wirklich beeindruckt, spielen die Donawitzer gleich wieder weiter nach vorne. Der eingewechselte Gligor zieht nach Doppelpass mit Gruber flach Richtung rechter Stange ab, der Ball geht am reinrutschenden Petkov und am Tor vorbei. Kurz darauf wird Gligor auf seiner linken Seite gefoult. Briza schießt den Freistoßball hoch Richtung zweiter Stange, mehrere Spieler wollen dort hin – Gruber setzt sich zwar mit dem Kopf durch, doch der Ball landet im Torout.

In der 79. Minute haben die spärlich erschienenen Zuseher den Torschrei auf den Lippen. Vom eigenen Tormann weg wird der Ball nach vorne gespielt. Maier, Briza, Gligor, Gruber und Petkov sind nacheinander am Ball, der Kapitän spielt bedrängt den Idealpass auf Gruber, der von links in den Strafraum zieht und über den Tormann ins kurze Eck zum vermeintlichen 2:1 einnetzt. Der Assistent hat aber (wohl als Einziger im Stadion) ein Abseitsvergehen bemerkt und hebt die Fahne. Wenn überhaupt jemand im Abseits war, war das vielleicht Giermair, der in dieser Szene aber überhaupt nicht eingegriffen hatte, Gruber jedenfalls war bestimmt nicht im Abseits. Vier Minuten später passt aber alles. Nach einem Vorstoß von Hofer, kommt der Ball zentral zu Giermair, der zieht aus etwa 23 Metern Entfernung ab. An Miljkovic vorbei landet die Kugel zum 2:1 im langen Eck, die Donawitzer neuerlich in Führung.

Mario Giermair sorgt für den Siegestreffer!

Sicherlich, bis zum Schlusspfiff versucht Pöllau, das bis dahin viel zu passiv agierte, mit der Brechstange zum Ausgleich zu kommen, die beste Möglichkeit findet Deibel vor, der aber gut von Rinner attackiert und dadurch am Torschuss gehindert wird. Nach Wechsel (Makotschnig für Giermair) und einer Gelben Karte wegen Handspiel für Füzfa, findet Petkov die Riesenkonterchance vor. Von Gruber ideal in den Lauf gespielt, läuft er alleine aufs Tor, scheitert aber knapp. Egal, der Schiri pfeift danach ab, der DSV hat sein Ziel erreicht und den ersten Dreier in diesem Jahr eingefahren. Es war kein hochklassiges, aber doch zumindest ein gutes, engagiertes Spiel unserer Mannschaft. Unsere Jungs wollten den Sieg unbedingt, das war spürbar. Aus den vielen Chancen fielen zum Glück auch zwei Tore, das reichte an diesem Nachmittag gegen Pöllau.

Links: Fanreport, Ligaportal mit Video, Pöllau, StFV

Der DSV Leoben spielte mit: Tiesenhausen, Füzfa (G), Rinner, Gruber, Heinemann (61. Gligor), Schranz (5. Waldhuber, T),Hofer, Giermair (T, G, 89. Makotschnig), Maier, Petkov, Briza.

Vielen Dank an die Sportreferentin der Stadt Leoben Fr. Margit Keshmiri für die Matchballspende!

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