Derbysieg! Mit einem 3:1 (3:0)- Auswärtssieg bei den KSV Amateuren verabschiedet sich der DSV in die Winterpause!

Landesliga, 15. Runde, SA 05.11.16, 14:00 Sportplatz Austria Kapfenberg Schirmitz, 150. KSV Amateure : DSV Leoben 1:3 (0:3). Torfolge: 0:1 Briza (21.), 0:2 Füzfa (37.), 0:3 Rinner (40.), 1:3 Maier (72.). Schiedsrichterteam Adanitsch, Grain, Schadler.

Was für ein Abschluss: Erstmals überhaupt gewinnt der DSV Leoben auswärts gegen die KSV Amateure und das auch völlig verdient und recht klar mit 3:1. Schon zu Beginn gelingt es, die Hausherren vom eigenen Strafraum fernzuhalten und selbst offensiv aktiv zu werden. In der 20. Minute ist es soweit: Markus Briza verlängert unhaltbar für Petrovcic zum 0:1. Mit einem Doppelpack kurz vor der Pause zieht der DSV auf 0:3 davon: Füzfa aus kurzer Distanz und Rinner per Kopfball sorgen für klare Verhältnisse. Top dabei: Alle drei Tore werden von Christoph Hubmann vorbereitet! Auch in der zweiten Hälfte bleiben die Donawitzer gefährlicher. Zahlreiche Möglichkeiten zur endgültigen Entscheidung werden herausgespielt (aber vergeben), selbst der Kapfenberger Ehrentreffer bleibt nur Ergebniskorrektur. Mit einem starken Lebenszeichen verabschiedet sich der DSV in die Winterpause: Nach dem Durchhänger zwischen Runde 8 und 12 (ein Punkt, Torverhältnis 2:18), haben sich die Donawitzer eindrucksvoll zurückgekämpft und aus den letzten drei Herbstrunden mit dem Punktemaximum noch den siebten Tabellenrang erreicht!

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Wieder eine Topleistung: Der 36-jährige Briza erzielt das 0:1!

Nur etwa 150 Zuseher, darunter zahlreiche DSV Sympathisanten, versammelten sich zum Jahresabschluss in Kapfenberg, das gute Spiel hätte sich trotz Regen und sehr tiefem Boden wohl mehr Zuschauer verdient. In der Anfangsphase tut sich noch relativ wenig, beide Teams legen großen Wert auf konsequentes Abwehrverhalten und müssen sich erst einmal auf den rutschigen Untergrund einstellen. Die KSV Amateure kommen durch einen Distanzfreistoß und einen Eckball (mit anschließenden Geissler- Schussversuch) zu den ersten Strafraumszenen, gefährlich wird es dabei aber nicht. Auch Donawitzer Flanken in den Strafraum durch Heinemann, später Hubmann (nach Eckball immerhin Schussversuch Petkov), Hofer und Petkov landen nicht dort, wo sie weh tun könnten, Petrovcic hat keine Mühe diese Bälle zu sichern.

Nach etwa 20 Minuten kommt der DSV Leoben durch einen, der zahlreichen Freistöße, zu einer weiteren Gelegenheit hoch in den Strafraum zu flanken. Der Mann fast aller ruhenden Bälle, Christoph Hubmann, richtet sich das Leder und zirkelt hoch hinein. Markus Briza, bei dem kurz davor bei einem Duell Zahn und Zunge schmerzhafte Spuren hinterließen, schüttelt seinen Bewacher Feyrer ab und erreicht den Kopfball. Fast verkehrt zum Tor gibt er dem Ball die perfekte Flugrichtung ins lange Eck mit, an Petrovcic vorbei landet der Ball zum 0:1 im Tor. Die Freude über sein Tor teilt er nach einem Sprint über das halbe Feld mit seiner Familie und seinen extra wegen ihm gekommenen Freunden, das ganze wiederum gestenreich kommentiert von seinem verhaltensauffälligen KSV-Schal tragenden Kritiker…

Der DSV in Führung, so hatte sich der Trainer das vorgestellt – jetzt musste man aber gleich nachlegen. Und das taten seine Jungs auch. Einen Angriff über rechts (Heinemann) blockt Thurner im letzten Moment, um den Hubmann-Eckball „streiten“ sich Hofer und Briza in der Mitte, letztlich steigt der Ball seitlich über das Tor. Basis für die vielen Vorstöße: Die durchsetzungsstarke (Kopfballduelle und andere Aktionen mit Potential werden sauber gelöst) Donawitzer Verteidigung, die mit hohen Hereingaben keine Probleme hat und zumeist schnell umschaltet und gleich den nächsten Angriff/Konter einleiten kann. Auch das Mittelfeld agiert stark verbessert, Bälle werden gefordert und verarbeitet, das Laufpensum (mit und ohne Ball) dabei sehr hoch.

Diesmal trafen die Anderen: Trotzdem, kämpferisch einwandfrei Mario Giermair!

Nach einem weiteren geblockten Schuss, diesmal von Heinemann, dürfen die Donawitzer ein zweites Mal jubeln. Wieder wird der ruhende Ball – diesmal ein Eckball – von Hubmann zur Mitte gebracht. Petkov lässt durch, Briza lässt durch – die beiden unmittelbaren Kapfenberger Gegenspieler können das nicht unterbinden – und plötzlich ist Gery Füzfa an der Reihe. Er lässt nicht durch, am kurzen Eck drückt er den Ball an Petrovcic vorbei zum 0:2 über die Linie. Schön und einfach, geht auch nicht immer, diesmal jedenfalls hat es geklappt! Auch Füzfa hat eine kleine, aber stimmkräftige, ungarische Fanabordnung mit dabei und darf sich von ihnen feiern lassen!

Weiter fährt der DSV Express. Ein Giermair-Schussversuch rechts im Strafraum wird geblockt, auf der linken Seite tanzt sich Briza mit dem Ball in den Sechzehner. Felsner lässt er ins Leere rutschen, seinen Schuss kann Feyrer in den Corner ablenken. Sie erahnen es. Eckball Hubmann, diesmal ist es Rinner, bedrängt von Grubesic, der zum Kopfball gelangt. Wieder ist es für den Tormann sehr schwer, da das ganze nach Kopfballverlängerung aussieht, der Ball folgt aber einer Kurve ins lange Eck und schon steht es 0:3! Drei Mal Hubmann als Assistgeber, drei verschiedene etwas kuriose Tore in der ersten Halbzeit – was will man mehr!

Noch vor der Pause hätte man weiter erhöhen können. Petkov steht mit Füzfa am Sechzehner, statt zu Schießen, wird der Querpass abgefangen und auf der linken Seite gerät ein Zuspiel auf Gruber etwas zu weit, seinen Schuss aus spitzem Winkel kann somit Petrovcic leicht fangen. Aber mit 3:0 in der Pause ist ja wohl auch nicht so schlecht, noch 45 Minuten trennt die Mannschaft vom dritten Auswärtssieg.

Hinten weitgehend dicht: Die DSV Abwehr, im Bild Alexander Hofer!

Natürlich wollen die KSV Amateure auf eigener Anlage nicht untergehen und versuchen Gas zu geben. Es werden zwar auch Duelle gewonnen, zumeist aber dort, wo es nicht weh tut. Irgendwann im Spiel nach vorne ist aufgrund der sehr disziplinierten Defensivleistung Endstation: Der Ball wird, vom Gegner bedrängt und daher unkontrolliert weiter befördert, zur leichten Beute. Das erste Mal nach Seitenwechsel in den KSV-Strafraum dringt Heinemann ein, sein Zuspiel auf Petkov führt zum ersten Schuss, der aber zu schwach ausfällt. Einen Hubmann-Freistoß zur Mitte nützt Hofer zum Kopfball (links vorbei), ehe es (beinahe) auch auf der anderen Seite einmal gefährlich wird. Brugger wird im Strafraum angespielt, er zieht ab, der Ball streift knapp am langen Eck vorbei – ein möglicher Treffer hätte aber aufgrund einer Absetsentscheidung nicht gezählt!

Die Donawitzer finden nun leichter zu Kontermöglichkeiten. Wenn da nur eine davon genützt worden wäre, der Trainer wäre im Finish entspannter geblieben. Gruber setzt sich links durch, den Stangler erreicht Giermair nicht, von hinten sprintet Heinemann durch – den Schuss hält Petro. Gerade über Grubers Seite läuft nun viel, doch es entsteht dabei zu wenig. Gruber wechselt zum mitgelaufenen Rinner, der wieder zur Mitte auf Giermair, dessen Schuss geblockt wird. Auch ein Briza-Vorstoß über die linke Seite bis in den Strafraum hinein sieht vielversprechend aus, der Schuss oder Pass wird aber letztlich verhindert.

Nach weiteren Kontern über die Seiten, die aber nicht fertig gespielt werden, dürfen plötzlich die Kapfenberger neue Hoffnung schöpfen. Einmal nicht nahe genug am Mann, einmal nicht konsequent attackiert und schon steht es nur mehr 1:3. Nach einer Flanke von links ist Maier plötzlich frei, sein Schuss passt perfekt zwischen Stange und Nömayers Finger, die KSV Amateure wieder im Spiel.

Auffinger reagiert und bringt frische Kräfte, allen voran Makotschnig, der in seiner ersten Aktion beinahe das 1:4 erzielt hätte. Ein nahezu perfekter Laufpass, den Makotschnig aber nur mehr im reinrutschen vor Petrovcic erreicht, der Ball geht am Tormann, aber auch knapp an der Stange vorbei. Kurz darauf zieht einmal Briza mittels Freistoß ab – Petro kann den wuchtigen Schuss über die Querlatte abwehren. Die Donawitzer wollen die endgültige Entscheidung. Makotschnig ist wieder über rechts entglitten, diesmal entscheidet er sich für den Lupfer auf Petkov, dessen Schuss  gehalten werden kann.

In der absoluten Schlussphase haben beide Teams noch die Möglichkeit das Ergebnis zu ändern. Für die KSV Amateure scheitert Felsner denkbar knapp (das wäre dann noch einmal „lustig“ geworden!), im Gegenzug gelingt beim Konter der Stanglpass von Makotschnig auf Hofer oder Gligor an der Strafraumgrenze nicht, da der einzige Kapfenberger, der das verhindern hätte können, Matija Horvat, dies auch tat. Es bleibt damit beim 3:1-Auswärtserfolg, einem auf alle Fälle völlig verdienten Sieg.

Musste sich manchmal Kritik gefallen lassen: Diesmal aber sein Tag – ein wichtiges Tor vor seinen ungarischen Freunden: Gergely Füzfa!

Diszipliniertes Auftreten, Zweikampfverhalten und Einsatzbereitschaft – letztlich auch die Tore vor der Halbzeit – alles Punkte für den DSV, die den dritten Sieg in der Fremde ermöglichten. Jürgen Auffinger kann mit 24 Punkten auf eine bessere Herbstbilanz, als im vergangenen Jahr (damals 22 Pkte, wobei einer durch das Ausscheiden von Lankowitz noch abgezogen wurde), blicken, das hätten ihm wohl auch nicht Alle so zugetraut! Nach drei gewonnenen Spielen in Serie ist es fast schade, dass nun für vier Monate Schluss ist (Frühjahrsauftakt vorr. am SA 11. März 2017, 19:00 in Bruck). Die Mannschaft trainiert jetzt noch zwei Wochen weiter und wird dann in die Winterpause entlassen. In dieser Zeit ist der Verein gefordert, die Mannschaft zu Halten und die eine oder andere Verstärkung zu verpflichten, man darf gespannt sein, wie erfolgreich das gelingen wird!

Links: KSV, StFV, Ligaportal, Fanreport

Der DSV Leoben spielte mit: Nömayer, Füzfa (T), Rinner (T), Gruber (G, 81. Gligor), Hubmann, Heinemann (75. Makotschnig), Hofer, Giermair, Maier, Petkov (G, 88. Horvat), Briza (T,G). Ersatz: Ebner, Machacek.

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