Gegen Frohnleiten sind alle gefordert!

Landesliga, 13. Runde, FR 21.10.16, 19:00 Stadion Donawitz. DSV Leoben : SV Frohnleiten, Schiedsrichterteam (WEST): Werner Harrer (Dobl), Christian Birnstingl (Hitzendorf), Erwin Komornyik (Rosental a.d. Kainach).

Auf geht´s:Der DSV Leoben muss wieder aufstehen!

In den letzten Wochen war es nicht gerade einfach für die leidgeprüften DSV Fans. Die Ergebnisse waren alles andere als zufriedenstellend, die Auftritte unserer Mannschaft entsprechend – umschreiben wir es einmal – suboptimal. Nach sieben erfolgversprechenden Runden mit 14 Punkten und einem Torverhältnis von +12 folgte der gewaltige Einbruch. In den letzten fünf Runden ging – abgesehen vom 1:1 in Gnas – überhaupt nichts mehr, ein Punkt und ein Torverhältnis von 2:18, sprechen eine nur all zu deutliche Sprache.

Wie konnte es soweit kommen?– ein rein subjektiver Erklärungsversuch!

Sicherlich muss man schon weiter zurück blicken, um eine plausible und faire Antwort darauf zu erhalten. Vorige Saison verleitete der starke fünfte Platz mit einer Mannschaft, der man das nicht unbedingt zutrauen durfte, zu einem gewissen Optimismus. Nicht wenige erwarteten sich daher für diese Saison noch mehr, dass die Ergebnisse zumindest so bleiben oder gar noch besser würden. Erwartungen steigen eben mit Leistungen! Es konnte dabei im Frühjahr sogar kaschiert werden, dass der beste Spieler, Topscorer und Spielgestalter Martin Petkov (vor allem durch Michael Vollmann ganz gut ersetzt und kompensiert) mit einer langwierigen Verletzung ausfiel. Doch im Sommer verließen dann doch zuviele wichtige Leistungsträger und Spieler, die sich beim DSV noch weiter steigern hätten können, den Verein (Hanich, Heidinger, Otti, Pagger, Partl und Vollmann). Ersatz wurde zwar gesucht und teilweise auch gefunden, doch bleibt unter dem Strich: Die Qualität (aber auch die Quantität) wurde in Summe keinesfalls gesteigert.

Und dann beginnt man diese Herbstmeisterschaft noch überaus schwungvoll. Man übersieht dabei, dass einige Spiele glücklich gewonnen werden, das geht in der Freude darüber unter. Die zuvor erwähnten Wünsche, Erwartungen und Hoffnungen steigern sich, es scheint, dass das so weiter geht. Dass das aber auf Dauer nicht gut gehen würde, kommt nicht gänzlich überraschend. Martin Petkov, der erst in der achten Runde seinen ersten Einsatz hatte, ist noch nicht bei 100%, adäquater Ersatz, das ist offensichtlich, ist keiner vorhanden. Der Ausfall von Tormann Reinwald und dem Stürmer Oliver Wohlmuth schmerzen und konnten bis dato noch nicht wirklich kompensiert werden. Wenn dann noch zusätzlich Spieler gesperrt sind oder krank werden, aus verschiedenen Gründen nicht immer mittrainieren können bzw. angeschlagen spielen müssen, wird die Personaldecke der am Topniveau befindlichen Spieler plötzlich sehr dünn.

Genau das ist passiert. Spieler, die noch Entwicklungszeit brauchen würden, müssen nun Verantwortung übernehmen, die sie aber eher lähmt, als beflügelt. Nur die allerwenigsten schaffen es derzeit, ihr volles, persönliches Potential abzurufen. Fehler führen momentan viel zu schnell zu Gegentoren, ein Rückstand mindert zusätzlich das ohnehin schon angeknackste Selbstvertrauen. Aber ohne dieses Vertrauen, einem Gegner das Spiel aufzuwingen, gegebenenfalls einen negativen Spielverlauf drehen zu können und ohne die Gewissheit, dass vorne immer etwas geht, ist es einfach schwierig. Dazu kommen in jedem Spiel individuelle Schnitzer (oft mit Folgen) und ja, auch Pech in engen Situationen. Das ist ein Teufelskreis, aus dem man nur schwer rauskommt.

Man hört das nicht gerne, aber es gibt keinen anderen Weg: Diese Mannschaft braucht Zeit, das Umfeld braucht Geduld. Es sind keine schlechten Spieler, sonst wären sie nicht beim DSV, es muss aber in kleineren, machbaren Schritten gedacht werden. Abläufe müssen wieder so vereinfacht und verinnerlicht werden, dass sie sitzen. Es werden zwar weiter Fehler passieren, die Reaktion darauf ist aber das Entscheidende: Mache ich (Mitspieler, Trainer, Zuseher) den betroffenen Spieler fertig, dass er sich schon vor dem nächsten Fehler fürchtet oder fange ich ihn auf und gebe ihm damit genau den notwendigen Kredit, dass er es beim nächsten Mal besser macht.

Es sind jetzt noch drei Spiele bis zur Winterpause, in denen es sicherlich nicht einfach wird. Man darf aber dem Trainer und auch den Spielern zutrauen, dass Alles versucht wird, um aus dieser unguten Situation wieder raus zu kommen. Manchmal genügt schon ein kleines Erfolgserlebnis, eine gelungene Aktion, um sich als Mannschaft wieder zu fangen. Das Positive beim Fußball: Das kann schnell gehen. Also, bleiben wir realistisch optimistisch, jede Serie – zum Glück auch jede negative – geht irgendwann einmal wieder zu Ende, vielleicht auch schon am Freitag gegen Frohnleiten. Eines scheint aber sicher zu sein. Im Winter müssen Verstärkungen her, da wird man sich in der Kaderplanung etwas überlegen müssen!

Zum Gegner: Frohnleiten ist heuer ebenfalls nicht erfolgsverwöhnt. Nach zwölf Runden befindet sich die von Trainer Harald Letnik und Co-Trainer Mario Zechner betreute Mannschaft mit sieben Punkten am vorletzten Tabellenplatz. In den letzten sechs Spielen erreichte Frohnleiten nur einen Punkt (5:17 Tore), den aber in der vergangenen Runde mit einer starken Leistung gegen Wildon. Auswärts wurden bisher alle Spiele verloren – das darf am kommenden Freitag in Donawitz ruhig so bleiben.

Aufholbedarf in direkten Duellen: Bisher erst ein Sieg gegen Frohnleiten!

Direkte Duelle: Frohnleiten hat in der Head-to head Statistik die Nase vorne:  Von insgesamt sechs Landesligaduellen konnte der DSV nur drei Mal punkten (der einzige Sieg ist auch schon mehr als drei Jahre her), drei Spiele gingen verloren. 12.03.16 DSV-FRO 1:1 (0:1), 01.08.15 FRO-DSV 2:1 (0:0), 05.06.15 DSV-FRO 0:2, 25.10.14 FRO-DSV 2:1, 22.03.14 FRO-DSV 2:2, 09.08.13 DSV-FRO 2:1.

Die besten Torschützen: Frohnleiten (11:27): Sebastian Knaus (3 Tore), Christoph Isenburg, Philipp Vorraber und Philipp Maschinegg (je 2 Tore). DSV Leoben (20:24): Mario Giermair (4 Tore),  Christoph Hubmann, Markus Briza und Oliver Wohlmuth (je 3 Tore),  Tim Heinemann und Bernhard Rinner (je 2), Jan Makotschnig und Andreas Gligor (je 1).

Gesperrt ist beim DSV Leoben niemand, aktuell ist auch kein Spieler unmittelbar Gelbgefährdet. Auch bei Frohnleiten ist niemand gesperrt.

Neues Spiel, neue Chance: DSV Leoben gegen Frohnleiten!

Ballspende: Vielen Dank an Stadträtin Birgit Sandler, die den Ehrenanstoß durchführen wird!

Die Spiele der 13. Runde: FR 21.10., 19:00 Liezen : Voitsberg, Pöllau : Mettersdorf, Bruck : Gnas. SA 22.10., 16:00 Heiligenkreuz : Lebring, Wildon : Zeltweg. 17:00 Bad Gleichenberg : St. Anna. SO 23.10., 14:00 KSV Amateure : Fürstenfeld.

Alle DSV Spiele am Wochenende:

FR 21.10., 19:00 LL, Stadion Donawitz. DSV Leoben : SV Frohnleiten.

SA 22.10., 10:30 U 12, Stadion Donawitz. DSV Leoben : SG Kindberg/Mürzhofen.

SA 22.10., 13:30 U 15, Stadion Donawitz. DSV Leoben : GAK Juniors.

SA 22.10., 16:00 Gebietsliga, Stadion Donawitz. DSV Juniors : Krieglach II.

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