Wieder Nichts: Der DSV Leoben geht in Lebring mit 0:5 (0:2) unter!

Landesliga, 12. Runde, FR 14.10.16, 19:00 Buchkogelstadion 200. SV Lebring : DSV Leoben 5:0 (2:0). Torfolge: 1:0 Kreimer (11.), 2:0 Christof (41.), 3:0 Prattes (51.), 4:0 Kreimer (57.), 5:0 Kreimer (67.). Schiedsrichterteam: Kollegger, Zangerle, Koren.

Wieder eine Nullnummer. Der DSV Leoben gerät in Lebring sang- und klanglos mit 0:5 unter die Räder und hat damit in den letzten fünf Runden nur einen Punkt geholt und das katastrophale Torverhältnis von 2:18 ausgefasst! Es ist eigentlich Woche für Woche das gleiche: Die Donawitzer bekommen viel zu einfach ihre Gegentore. Die Abstimmung, Kommunikation, Zuordnung, das Umschalten – Alles wesentliche Grundvoraussetzungen – funktionieren zu selten, dazu kommen noch individuelle Schnitzer, der Gegner muss eigentlich nur Warten, bis so ein Fehler passiert und eiskalt zuschlagen. Lebring hat das getan, vor der Pause durch Kreimer und Christof, nach dem Seitenwechsel erhöht Prattes durch einen Freistoß, Kreimer darf noch zwei Mal drauflegen und schon ist die 0:5-Packung perfekt. Die Donawitzer geben dabei einen biederen Sparringpartner ab, der zwar willig mitspielt, abgesehen von einer Möglichkeit durch Petkov (beim Stand von 0:2), aber nicht viel offensiv Zwingendes erarbeiten kann. Es nützt nichts, die Spieler müssen weiter hart arbeiten, den Negativlauf stoppen und sich aus dieser Krise selbst befreien!

Da war einfach kein Durchkommen: Andreas Gligor probiert es erfolglos!

Da verletzungsbedingt Bernhard Rinner ausfällt, muss Trainer Auffinger die Abwehr umstellen: Briza geht zu Maier in die Innenverteidigung, außen spielen Hofer und Heinemann. Die erste Torchance finden die Donawitzer vor, nach einem Einwurf von Hofer kommt Petkov in die Schussposition, Tormann Palz kann den Ball aber fangen. Danach beginnt wieder die allgemeine Verunsicherung beim DSV. Viele kleine Fehler machen den Gegner stark und ergeben in Summe ein ernüchterndes Bild. Lebring nützt Ballverluste zu schnellen Angriffen über (beide) Flanken, vorerst können die Innenverteidiger die hohen Bälle aber entschärfen. Ein zu langes Ballhalten von Tormann Nömayer, der zu einem indirekten Freistoß im Strafraum führt, trägt zusätzlich zur Verunsicherung bei, wenn auch der Schuss von Wallner hoch über das Tor geht. Lebring bleibt im Vorwärtsgang, ein knappes Abseitstor (Wallner) wird zu Recht aberkannt, bei einem Stanglpass von Schöpf kann Maier klären.

Doch in der elften Minute ist es soweit. Bei einem Fehler im Spiel nach vorne (Giermair) wird Christof auf der linken Seite eingesetzt (diesmal kein Abseits), sein Zuspiel zur Mitte verwertet Kreimer sehenswert zum 1:0 ins rechte Eck. Sowohl Füzfa, als auch Heinemann können den Abschluss nicht verhindern, Nömayer ist das erste Mal geschlagen. Das Bemühen nach dem Gegentor weiter zu spielen – den Kopf nicht hängen zu lassen – darf den Donawitzern nicht abgesprochen werden. Es wird der Weg nach vorne gesucht, leider die Lücke aber nicht gefunden: Gruber bleibt nach schönem Spielzug hängen, ein Giermair-Schussversuch wird geblockt, ein Petkov-Kopfball streift links vorbei, schließlich setzt sich Hofer zuerst gegen zwei Gegner durch, um sich dann den Ball zu weit vorzulegen.

In ungewohnter Position: Markus Briza als Innenverteidiger!

Zeitweise sieht das Donawitzer Spiel nach vorne vielversprechend aus. Der Ball zirkuliert in den eigenen Reihen, wenn aber ein entscheidender Raumgewinn möglich und notwendig wird, geht der Ball verloren oder der Spieler wird gefoult. Letztlich läuft dann vieles auf hohe Flanken in den Strafraum hinaus und dort ist niemand, der diese Bälle erreichen, geschweige denn verwerten kann. Dieser fruchtlose Elan verpufft dann gegen Ende der ersten Spielhälfte wieder, Lebring kontrolliert Ball und Gegner und wird offensiv wieder tätig. Ein Stürmerfoul von Teuschler (er stösst Briza gegen Nömayer) im Fünfer, ein Freistoß von Kreimer (Hofer klärt) und gleich darauf steht es 2:0.

Schnaderbeck enteilt Heinemann auf der rechten Seite, sein Zuspiel zur Mitte übernimmt Teuschler. Diesen Schuss kann Nömayer zwar zur Seite abwehren, beim Nachschuss von Christof ist er aber chancenlos. Traurig, aber wieder ist bei diesem Spielzug kein Donawitzer dort, wo die Musik spielt: Weder Maier bei Teuschler, noch Giermair dann bei Christof sind nahe genug am Mann, um eingreifen zu können. Im Gegenzug die beste Donawitzer Torchance, die bei entsprechender Verwertung kurz vor der Pause, neuen Elan gebracht hätte. Hofer spielt auf Gligor, dessen guter Pass, ideal für Petkov in den Lauf gespielt wird. Doch Petkovs Schuss von links (Distanz etwa elf Meter) mit seinem linken Fuß kann von Palz gehalten werden, damit geht es mit einem 0:2 in die Kabinen.

Die beste Torchance des DSV: Petkov vergibt!

Anstelle des Donawitzer Generalangriffes ist es wieder Lebring, das zu leicht in Strafraumnähe gelangt. Heinemann kann Prattes im Strafraum stoppen, Christof ist bei einer Wechselflanke knapp im Abseits und Maier fällt Wallner knapp außerhalb des Strafraumes (er sieht dafür Gelb). Die Zweimann-Mauer wird eingrichtet, oder eben auch nicht, Prattes zirkelt den Ball an den beiden vorbei zum 3:0 ins kurze Eck. Das hat sich ganz bitter angefühlt, solche, einfachen Tore sieht man auf diesem Niveau sehr selten.

Damit ist das Spiel nach 51 Minuten entschieden. Lebring kann sich zwischenzeitlich Pausen gönnen, weil zum einen die Donawitzer diese nicht wirklich nützen und zum anderen offensiv immer etwas geht. Nömayer ist nach 54 Minuten im Mittelpunkt des Geschehens. Ein Pass von Teuschler auf Christof, der plötzlich völlig frei vor unserem Tormann auftaucht. Nömayer wirft sich in den Schuss und kann abwehren, den Nachschuss vergibt Schöpf. Bezeichnend das vierte Gegentor. Der DSV im Ballbesitz, etwas außerhalb des gegnerischen Strafraumes. Dort passiert der Ballverlust (Petkov reklamiert Foulspiel) und plötzlich geht es blitzschnell. Ein weiter Pass, Kreimer ist auf der rechten Seite frei und zieht zum 4:0 ab. Es ist zum Verzweifeln, wie einfach Lebring das Toreschiessen gemacht wird.

Auffinger bringt dann Makotschnig für Füzfa, später noch Kutlesa für Giermair. Beide spielen unbekümmert mit, Makotschnig hat bei einer Flanke von Hofer, die er knapp verfehlt, Pech, auch ein Distanzschuss von ihm verfehlt das Ziel. Nach dem auch Hofer eine Gligor-Flanke nicht richtig aufs Tor bringt, ist die klare Niederlage, die sogar noch klarer wird, besiegelt: Den Schlusspunkt setzen nämlich die Hausherren unter kräftiger Mithilfe vom Unglücksraben Nömayer. Ein Schuss (oder Flanke?) von Kreimer, eigentlich gar nichts von beiden, da der Ball genau auf den unbedrängten Nömayer fällt, gerät zum 5:0, da der Ball irgendwie durchrutscht. Kreimers dritter Treffer geht auf die Kappe unseres Tormannes, der sich verständlicherweise über sein Missgeschick ärgert.

Er traf drei Mal: Ex-DSV Kicker Mario Kreimer!

In den Schlussminuten schiessen Gruber und Petkov übers Tor, steht Gligor knapp im Abseits und verwaltet Lebring sicher den Vorsprung über die Zeit. Der DSV verlässt geprügelt das Buchkogelstadion und muss sich schleunigst etwas einfallen lassen, um diese Spirale nach unten zu durchbrechen. Drei Spiele gibt es noch im Herbst, die nächsten beiden zu Hause: Zuerst kommt Frohnleiten am FR 21.10., 19:00 nach Donawitz, dann Heiligenkreuz, zum Abschluss fährt der DSV zu den KSV Amateuren.

Links: Lebring, StFV, Ligaportal, Fanreport

Der DSV Leoben spielte mit: Nömayer, Füzfa (60. Makotschnig), Heinemann, Gruber, Hubmann (G), Hofer (G), Giermair (85. Kutlesa), Maier (G), Gligor, Petkov, Briza. Ersatz: Ebner, Horvat, Machacek.

4 comments on “Wieder Nichts: Der DSV Leoben geht in Lebring mit 0:5 (0:2) unter!

  1. Wieso spielt ein Heinemann einen linken Verteidiger. Warum rückt Briza in die Innenverteidiger. Hofer versauert auf der rechten Seite, weil im Sommer die falschen Leute geholt wurden. Mann sollte sich langsam Gedanken machen, ob unser Trainer der richtige ist!

    1. der Kader ist halt extrem dünn. Wenn der Stammspieler ausfällt muss dieselbe Position leider ein „ungelehrnter“ oder ein um Klassen schwächerer einnehmen. Mit dem Ausfall von Reinwald gings bergab, dann kam Wohlmuth. Unglaublich bitter wenn bei nem dünnen Kader die „besten“ lange ausfallen. …außerdem rennt man scheinbar immer mit der selben Taktik ins Verderben, volle Offensive. Voitsbergs Sektionsleiter hat dies auch angesprochen das der DSV extrem leicht durchschaubar ist und genau so gespielt hat wie man erwartet hat. Die restlichen Gegner scheinen das jetzt ebenfalls gekonnt auszunutzen leider 🙁

  2. Das System (sofern überhaupt eines vorhanden) von unserem Trainer verstehe ich nicht. Wir liegen daheim zurück, bekommen eine Eckball und wir bleiben mit 4 (in Worten vier) Spielern auf der Mittellinie stehen. Der nächste Gegener steht 2 Meter aus dem Strafraum, in welcher der Eckball ausgeführt wird. Was bitte verteidigen unsere 4 Spieler?? Den luftleeren Raum?????? Und diese Situation kann man bei jedem Heimspiel beobachten!

  3. Finde es spannend, wenn man sich als Ziel setzt unter die ersten 5 in der Landesliga mitzuspielen. Nun haben wir einen sehr dünnen Kader und einen Taktikfuchs auf der Bank. So liebe Freunde werden wir heuer maximal im letzten Tabellendrittel zu finden sein. ???

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