Zwei Hälften wie Tag und Nacht: DSV Leoben gegen Wildon endet 2:2 nach 2:0 Halbzeitführung!

Landesliga, 5. Runde, FR 26.08.16, 19:00, Stadion Donawitz, 275. DSV Leoben : SV Wildon 2:2 (2:0). Torfolge: 1:0 Briza (13.), 2:0 Heinemann (37.), 2:1 Jury (47.), 2:2  Jury (76.). Schiedsrichterteam: Altun, Wiedner, Stachel.

DSV Leoben gegen Wildon: Das Spiel der zwei unterschiedlichen Halbzeiten! Die Donawitzer, bei denen aufgrund der Ausfälle aller beider (!) Tormänner, erstmals Markus Ebner im Tor stand, waren in der ersten Spielhälfte überlegen. Nach 13 Minuten bringt Markus Briza mit einem schönen Seitfallzieher seine Mannschaft in Führung. Davor entscheidet der Schiedsrichter bei einem klaren Handspiel im Wildoner Strafraum auf weiter spielen, kurz darauf setzt sich Wohlmuth auf der rechten Seite durch, scheitert aber am Tormann. Dem DSV Leoben gelingt dennoch, noch vor der Pause, das 2:0. Giermair flankt zur Mitte, der Ball landet bei Heinemann, der aus 23 Meter wuchtig abzieht und unhaltbar versenkt! Das war es dann aber. Wildon wird stärker, aggressiver und bissiger und wird gleich nach Wiederanpfiff mit dem 1:2 durch Jury belohnt. Nach dem Gegentor lassen sich die Donawitzer viel zu weit nach hinten drängen – Ebner kann einige schwere Bälle abwehren – eine Entlastung in Form von Kontern gelingt überhaupt nicht. Der Ausgleich, abermals durch Jury fällt in der 76. Minute, die Zuseher ahnen für die Schlussphase nichts Gutes. Ein Ausfall eines Flutlichtmastes erzwingt eine längere Pause, danach überstehen die Donawitzer die Wildoner Schlussoffensive. Bis zur Pause hatte unsere Mannschaft alles unter Kontrolle, danach überhaupt nichts mehr, schließlich muss man mit dem Punkt zufrieden sein!

So schön hat es begonnen: Briza bringt den DSV sehenswert in Führung!

Das ist schon auch Pech. Neben Markus Nömayer (Band gerissen) fällt mit Manuel Reinwald (Schulterverletzung in Bad Gleichenberg) auch der zweite Tormann aus, die Wahl, wer von den beiden Juniors-Tormännern zum Landesligadebut kommt, stellt sich auch nicht. Da sich Patrick Dolc im Abschlusstraining die Rippen verletzt, bleibt nur noch Markus Ebner (Ersatz der 48jährige Tormanntrainer Ewald Nebel) übrig. Aber ganz großes Kompliment: Ebner lässt nichts von seiner Nervosität erkennen, spielt eine trockene, fehlerfreie Partie und kann sich in der zweiten Halbzeit bei einigen gefährlichen Szenen auszeichnen!

Die Donawitzer legen großes Augenmerk auf die Defensive, beginnen abwartend und auf Fehler lauernd. Wildon darf den Ball hin und herschieben, die Seiten sind zu, auch durch die Mitte finden die, seit 32 Spielen ungeschlagenen Wildoner keine Lücke. Im Ballbesitz wird der schnelle Weg zum Tor gesucht: Ein erster Schuss von Giermair kann geblockt werden, eine Heinemann-Hereingabe auf Wohlmuth gerät um wenige Zentimeter zu lange und eine Flanke von Hubmann, samt Wohlmuth-Fersen-Weitergabe kommt im Strafraum knapp nicht an. Die erste gute Schuss-Chance findet die Donawitzer Speerspitze Wohlmuth vor: Sein erster Schuss streift knapp an der rechten Stange vorbei (8.). Wenige Minuten später, nach einem Hubmann-Eckball, erreicht Hofer den Kopfball und trifft Derrant ganz klar am Arm. Der Schiedsrichter bemerkt das zwar, lässt aber unverständlicherweise weiter spielen: Subjektiv gesehen eine Fehlentscheidung!

Nach 13 Minuten fällt der verdiente Führungstreffer. Hubmann bringt den Eckball zur Mitte, der Ball wird per Kopf aus dem Strafraum gebracht. Dort versucht Giermair den Schuss, der aber mißlingt und Bodenauf bei Briza landet. Der wiederum fackelt nicht lange. Er dreht sich und im Fallen versenkt er mit dem linken Fuß den Ball im rechten Eck. Sehenswerter Treffer, die verdiente 1:0-Führung!

Seit Wochen schon extrem stark: Tim Heinemann belohnt sich mit dem Distanzschuss zum 2:0!

In der Tonart geht es weiter. Während von Wildon bis auf harmlose Schussversuche gar nicht kommt, bleiben die Donawitzer am Drücker. Wohlmuth macht Druck auf den letzten Mann (Wernig) bei Wildon und kann dadurch die misslungene Kopfballrückgabe zum Tormann unterbinden. Von rechts läuft er in den Strafraum, kann dann beim Schuss den Ball aber nicht an Stoiser vorbeischlenzen, die Riesenchance um gleich nachzulegen vergibt Wohlmuth knapp. Wildon fällt weiterhin wenig ein. Auch wenn mit Fortdauer des Spieles Szenen um den Donawitzer Strafraum stattfinden – Gefährliches ist (vorerst) nicht dabei, Ebner freut sich über dankbare Bälle!

Nach einem Giermair Distanzschuss (weit drüber), fällt das 2:0.  Hubmann sieht den auf rechts startenden Giermair, der Wechselpass kommt exakt. Vor der Toroutlinie bringt Giermair den Ball zur Mitte, per Kopf wird er kurzfristig aus dem Strafraum befördert. Der Ball ist frei, Heinemann läuft an und hämmert die Kugel mit vollem Risiko unhaltbar in die rechte Ecke. Das zweite wunderschöne Donawitzer Tor, Heinemann belohnt seine tolle Leistung mit einem sehenswerten Tor.

Mit diesem Tor ist das Donawitzer Pulver aber verschossen. Bis zum Pausenpfiff legt Wildon einen Zahn zu und setzt sich plötzlich in Strafraumnähe fest. Noch können die Donawitzer mit vereinten Kräften klären, doch die letzten Minuten zeigen, dass Wildon in der zweiten Halbzeit nicht gewillt sein wird, die tolle Serie kampflos auslaufen zu lassen. Das was keinesfalls passieren soll, passiert: Wildon verkürzt gleich nach Wiederbeginn. Eine hohe Flanke nach rechts, Krenn zieht ab – über Füzfa landet der Ball bei Kiric. Dessen Schuss kann Ebner kurz abwehren, beim Nachschuss von Jury (er trifft den Ball nicht enmal richtig) ist er aber chancenlos, nach 47 Minuten steht es 1:2.

Da war Ebner machtlos: Wildon verkürzt!

Wildon macht nun mächtig Druck, die Donawitzer kommen damit überhaupt nicht zu Recht. Ebner kann vor dem heranlaufenden Jury klären, einen Kopfball aus kurzer Distanz vom gefährlichsten Wildoner kann Ebner ebenfalls fangen. Bei einem Entlastungsangriff über Wohlmuth und Heinemann kommt Giermair frei zum Schuss, der Ball landet aber über dem Tor. Wildon bleibt aber spielbestimmend. Bei einer Schussvorlage von Foda auf Wernig, der mit der Ferse den Ball in die Ecke lenkt, muss Ebner mit toller Fußabwehr klären, den nach wie vor heißen Ball kann Rinner in den Corner ablenken. Nach einem Briza-Eckball, den Wohlmuth zwar erreicht, aber zu wenig Druck auf den Ball ausüben kann, ist wieder Ebner im Zentrum des Geschehens. Bei einem Schuss von Kiric klärt er im Nachfassen, bei einem Freistoß kann er den Ball über die Latte drehen.

In der 76. Minute gelingt Wildon der Ausgleich. Eine Flanke von Partl gerät für Rinner um wenige Zentimeter zu hoch, Jury-Doppelpack steht dahinter goldrichtig und köpfelt aus kurzer Distanz zum 2:2. Wildon will nun den Sieg, wird aber durch einen Flutlichtausfall (nur ein Masten ist betroffen, es ist trotzdem noch heller im Stadion, als auf vielen andern Landesligaplätzen bei Vollbeleuchtung) und der Unterbrechung durch das Schiriteam, gehindert. Nach etwa zehn Minuten geht es weiter. Bis zum Schlusspfiff erfangen sich die Donawitzer wieder etwas, haben bei einem Giermair Kopfball (Heinemann-Flanke) Pech, müssen aber auch einen Jury-Kopfball (rechts am Tor vorbei) überstehen.

Es bleibt beim 2:2, das aufgrund der beiden konträren Halbzeiten absolut in Ordnung geht. Leoben hat es vor der Halbzeit verabsäumt alles klar zu machen, Wildon wiederum hätte in der zweiten Halbzeit das Spiel beinahe komplett auf den Kopf gestellt. Positiv ist der Auftritt von Tormann Ebner und die Leistung vor der Pause, die den Punkt ermöglicht hat – es wartet aber insgesamt weiterhin viel Arbeit auf das Team.

Letztlich muss man mit dem Punkt zufrieden sein – im Bild Wohlmuth!

Nächste Woche fährt der DSV zur Sonntagsmatinee nach zeltweg, Spielbeginn am 4.9. ist 10:30!

Links: StFV, Wildon, Ligaportal mit Video, Fanreport

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